Der Scherbenpalast
Ein Roman für Jugendliche und junge Erwachsene über Veränderung, Wut, Liebe und das Finden der eigenen Stärken
von Annette Mierswa
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Erscheinungstermin 27.08.2025 | Archivierungsdatum 07.09.2025
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Zum Inhalt
Lou ist wütend, sehr wütend, denn die Familie zieht von Hamburg nach Mannheim. Doch where the hell is Mannheim? Ohnmächtig taumelt Lou in ein neues Leben, ohne ihre beste Freundin Nel und ohne...
Eine Anmerkung des Verlags
Annette Mierswa steht für Lesungen zur Verfügung.
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783772532177 |
| PREIS | 18,00 € (EUR) |
| SEITEN | 209 |
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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Eine überaus charmante Geschichte mit einem märchenhaften Setting und sympathischen Figuren, die auf unterschiedliche Weise die Lebensscherben zu etwas Neuem zusammenzusetzen suchen. Manchmal sind Veränderungen und Neuanfänge im Leben unvermeidlich, und dieser klug erzählte Jugendroman gibt eine bezaubernde Antwort darauf, wie man sich dem Ungewohnten und den Brüchen stellt. Verweigerung, Protest und Trotz sind oft die falschen Ratgeber - und diese Botschaft ist nicht nur für Jugendliche wichtig. Manchmal braucht es etwas Ausdauer und Geduld mit dem langsam sich entspinnenden Plot, und nicht sofort nimmt das Erzähltempo an Fahrt auf, vor allem die Nachbarin Freya erhält viel Raum, aber sie ist ja die Architektin des titelgebenden Scherbenpalasts. Ein Jugendbuch, das um das Thema "Mental Health" kreist und ohne psychische Krankheit auskommt, denn manchmal fordert auch das ganz gewöhnliche Leben eine robuste mentale Gesundheit.
Eva-Maria B, Buchhändler*in
Wer will denn schon von Hamburg nach Mannheim ziehen, wenn sie in ihrer Heimatstadt gut integriert ist, einen tollen Freundeskreis hat und in ihrer Theatergruppe aufgeht? Die 16jährige Lou jedenfalls nicht. Aber ihr bleibt nichts anderes übrig, als sich zu fügen – wenngleich mit jeder Menge Protest und Widerstand -, da ihre Mutter, eine bekannte Schauspielerin am Theater in Mannheim ein Engagement angenommen hat. Ihre Eltern kann Lou nach dem Umzug so gar nicht ertragen, dafür aber die etwas spleenige Freya, die im Nachbarhaus wohnt und die Fassade des Hauses mit zahlreichen Scherben aus unterschiedlichen Materialien verziert. Sowohl dieses Haus ist ein Scherbenpalast als auch Lous Leben. Mit dem Zertrümmern von Scherben für Freyas Haus beginnt sie so nach und nach auch ihre Widerstände gegen das neue Leben zu zerschlagen und findet in Sari und dem tiefsinnigen Tikey neue Freundschaften.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich werde es gerne weiterempfehlen. Lou ist so richtig schön kratzbürstig, worüber Eltern durchaus verzweifeln könnten. Diese bleiben aber ziemlich verständnisvoll und ihr zugewandt. Letztendlich schafft es Lou aus eigener Kraft, sich mit den neuen Umständen zu arrangieren und die Beziehungen aus ihrem alten Leben zu bewahren, die es auch wert sind. Neben Lou ist Freya für mich ein absolutes Highlight des Buches. So eine Nachbarin hätte ich auch gerne!
Lous Eltern hatten sie vor vollendete Tatsachen gestellt: Ihre Mutter Miriam würde ihrem Intendanten folgen und ein Engagement am Mannheimer Nationaltheater annehmen. Für Lou bedeutet der Umzug das Ende ihrer geliebten Theater-AG, der Freundschaft zur Allerbesten Nel und der Schwärmerei für Damian. Lous Redestreik soll zeigen, dass sie in Mannheim alles blöd finden und sich nicht für die neue Stadt interessieren wird. Der neue Kiez und besonders die Theaterszene für Jugendliche zeigen sich jedoch so liebenswürdig, dass Lou ihr Gemaule zunehmend schwerer fällt. Freya, die betagte Lady, die auf dem Nachbargrundstück an einem begehbaren Mosaik aus Scherben, Muscheln u. a. Fundstücken frickelt, hat Lous Interesse bereits geweckt – und sie hat immer Zeit für Lou. Als Lou durch ihre Klassenkameradin „Sari“ erfährt, dass sie in der Gruppe jugendlicher Statisten am Mannheimer Theater für ihre Leidenschaft sogar bezahlt wird, nimmt sie zum ersten Mal etwas außerhalb ihres eigenen Grolls wahr. In der leicht übertriebenen Problemdichte, die Lou umgibt, wird ihr klar, dass auch andere Menschen um Verlorenes trauern. Ihre Mutter hat sie jedoch derart verunsichert, dass die überlegt, in Mannheim zu kündigen und nach Hamburg zurückzuziehen. Mit der Geschichte der riesigen Sequoia in Freyas Garten öffnet sich für Lou eine Tür zur Geschichte der Julia Butterfly (Die Botschaft der Baumfrau 978-3570500156) und dazu, dass die Schauspielerei nicht ihr einziges Talent ist.
Fazit
Mit Ausnahme der mir zu aufdringlichen Botschaft an Lou, dass „jeder sein Päckchen zu tragen hat“ zeigt sich „Der Scherbenpalast“ mit Lous liebenswürdigem neuen Kiez als Sympathie-Botschafter der Stadt Mannheim. Der Roman unterhält jugendliche und erwachsene Leser:innen mit differenziert gezeichneten Figuren schlagfertig-ironischen Dialogen.
Hamburg, Mannheim und das große Innenleben
Lou ist wütend. Wütend auf ihre Eltern, die sie nach Mannheim verschleppen, auf den Verlust ihrer besten Freundin, auf das Ende ihrer Theater-AG und vor allem wütend auf sich selbst. Wie oft sitzt man in diesem Zwischenraum, in dem Freundschaft, Erinnerungen und Sicherheit abrupt zerbrechen? Die Autorin begegnet diesem Moment mit einer Stimme, die gleichermaßen trotzig, verletzlich und versöhnlich ist.
Mannheim ist nicht nur ein Ort, es ist das Unbekannte, vor dem Lou sich windet. Ihre Provokationen wirken echt, kaum kalkuliert. Doch dann kommt die Alte unter dem Mammutbaum, heimlich und sternengleich, mit ihrem kuriosen Scherbenpalast. Plötzlich ist da jemand, der Lou ohne Bedingungen sieht. Und Sari - hartnäckig, lebendig, neu - zerrt sie ins pralle Leben, in dem Tikey lauert: geheimnisvoll, weniger greifbar, aber mit Tiefe, die unter der Oberfläche summt.
Langsam, zögerlich beginnt sich Lous Leben zu fügen, Stück für Stück, Scherbe für Scherbe. Die Dialoge, teils bissig, teils liebevoll, führen den Leser durch die Ecken ihrer Wut, aber auch durch die ersten zaghaften Funken von Vertrauen.
Neben Lou stiehlt Freya, die schräge Nachbarin mit dem Mosaikhaus, so manchen Moment: ihr Schaffen, ihre geduldige Art, die tieferen Botschaften des Buches anzudeuten, verleihen der Geschichte Tiefe. Hier geht es nicht nur um einen Umzug, es geht um ein Kaleidoskop von Bruchstücken, das zu einem neuen Bild zusammengesetzt werden kann.
Elaine L, Rezensent*in
Mit "Der Scherbenpalast" liegt ein Buch vor, dass die Irrungen und Wirrungen der Pubertät beschreibt und den Leser*innen ermöglicht mitzuvollziehen, wie die Hauptperson zu sich selbst findet. Im Mittelpunkt der Geschehnisse steht die junge Lou, deren Eltern sie durch einen Umzug von Hamburg aus Mannheim aus ihren gewohnten Umfeld reißen. Entsprechend wütend und zornig ist Lou und erst mit der Zeit gelingt es ihr, sich auf die neuen Möglichkeiten einzulassen. Eine große Hilfe ist ihr dabei eine alte Nachbarin, eine neue Klassenkameradin und auch ein Junge, der beginnt ihre Neugier zu wecken. Die Geschichte wird sehr lebendig und jugendgerecht erzählt, so dass es leicht fällt, sich mit den verschiedenen Charakteren zu verbinden, Auch finde ich es gut, dass Lou mit einer jungen Umweltaktivistin ein Vorbild erhält, an der sie sich gut orientieren und daran wachsen kann. Und ich finde es auch wichtig das in dem Buch deutlich wird wie wichtig es ist, das Eltern Kinder und Jugendliche bei zentralen Entscheidungen mit einbeziehen.
Dieses Buch hat mich sofort angesprochen, als ich eine Inhaltsangabe las. Lou, im Teenageralter, ist wütend und weiß nicht mehr wohin mit sich. Sie muss mit ihrer Familie von Hamburg nach „Kackmannheim“ ziehen, weg ihren Freunden, weg von ihrer „großen Liebe“. Sie rebelliert, findet alles einfach nur scheiße und lässt es jeden sehr deutlich spüren. Eine merkwürdige Begegnung mit Freya, einer älteren, etwas schrulligen und doch faszinierten Frau, lässt Lou etwas Vertrauen fassen. Freya weiht sie in ihr Geheimnis ein, an ihrem Haus aus etwas Kaputtem Neues zu erschaffen. Lou wagt sich kleine vorsichtige, und dann wieder laute, wütende Schritte nach vorne – und erlebt, dass ein Neuanfang auch positiv sein kann…
„Der Scherbenpalast“ hat mich beim Lesen immer wieder berührt. Ungerechtigkeit, Freundschaften, Vertrauen, Selbstfindung, das alles sind Themen, die uns im Leben immer wieder begegnen. Ob die Beziehung zwischen Lou und ihren Eltern, zu ihren neuen Schulfreunden, oder die besondere Beziehung zu der älteren Nachbarin – die Autorin hat es geschafft, alle Charaktere klasse herauszuarbeiten. Für mich ein top Buch!
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