Die Sprache des Kapitalismus

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Erscheinungstermin 13.03.2024 | Archivierungsdatum 12.05.2024

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Zum Inhalt

Wir müssen anders über Geld und Wirtschaft sprechen, wenn wir zu einem gerechteren Miteinander gelangen wollen: Der Literaturwissenschaftler Simon Sahner und der Ökonom Daniel Stähr gehen der Sprache des Kapitalismus auf den Grund.

Preise steigen nicht von alleine. Es gibt jemanden, der sie erhöht. Das zu verstehen, ist entscheidend. Sprache schafft Realitäten und festigt Machtstrukturen. Das gilt nicht nur für Diskriminierungsformen wie Rassismus oder Sexismus, sondern auch für unser Wirtschaftssystem, den Kapitalismus. Wenn Ökonomen, Unternehmen und die Politik Finanzkrisen als Tsunamis und Stürme bezeichnen, suggerieren sie ihre und unsere Machtlosigkeit. Es gibt aber Akteure im kapitalistischen System und es gibt Möglichkeiten, auf andere Weise über Geld und Wirtschaft zu sprechen und davon zu erzählen.

Anhand von zahlreichen Metaphern und Sprachbildern, einschlägigen Beispielen aus Film und Literatur sowie den Selbsterzählungen von Unternehmern wie Steve Jobs oder Elon Musk analysieren Simon Sahner und Daniel Stähr die Sprache des Kapitalismus und seine Geschichten. Was steckt hinter Begriffen wie »Rettungsschirm«, »Gratismentalität« und »too big to fail«? Wieso erfreut sich die Figur des »Unternehmergenies« so großer Beliebtheit? Und: Wie können wir neue Narrative schaffen, um uns aus der scheinbaren kapitalistischen Alternativlosigkeit zu befreien und Veränderungsmöglichkeiten aufzuzeigen?

Wir müssen anders über Geld und Wirtschaft sprechen, wenn wir zu einem gerechteren Miteinander gelangen wollen: Der Literaturwissenschaftler Simon Sahner und der Ökonom Daniel Stähr gehen der Sprache...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783103975932
PREIS 24,00 € (EUR)
SEITEN 304

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Über Wirtschaft und Finanzen wird durchaus viel gesprochen - die täglichen Berichte zu „steigenden“ oder „fallenden“ DAX-Kursen oder Preisen gehören genauso zu den Nachrichten wie Aussagen zu Konjunkturaussichten oder den neusten Geschäftszahlen. Doch wie genau wir über diese Themen sprechen und welche Begriffe wir dabei verwenden, hinterfragen viele vermutlich nur sehr selten.

Genau hier holen uns die beiden Autoren mit dem sehr gelungenen Sachbuch „Die Sprache des Kapitalismus“ ab.
Viele kennen und übernehmen Begriffe wie „der kranke Mann“ oder „too big too fail“ im wirtschaftlichen Kontext. Die Ausführungen und Analysen der Autoren zeigen, wie häufig und gezielt mächtige Bilder und Metaphern genutzt werden, um die bestehenden (in dem Fall wirtschaftlichen) Machtstrukturen zu stützen. So wird „der Markt“ zum Beispiel nicht selten als unzähmbares Biest dargestellt, welches umsichtig zu behandeln und vor staatlichen Eingriffen zu schützen sei.

„Die Sprache des Kapitalismus“ zeigt eindrucksvoll wie tief der Kapitalismus auch in unserer Sprache verwurzelt ist und wie alternativlos er uns daher häufig erscheint. Dabei macht die Lektüre durch die leicht verständliche Sprache und die vielen anschaulichen Beispiele auch richtig Spaß und man fliegt nur so durch die Analysen der Autoren.
Ein kluges und augenöffnendes Buch, das sowohl zeigt wie sehr Sprache bestehende Strukturen stützt, als auch spannende Denkanstöße für neue Möglichkeiten und Alternativen liefert!

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Das Buch startet mit einer Erklärung, was man unter der Sprache des Kapitalismus versteht, was ich sehr hilfreich finde. Häufig werden nur Phrasen verwendet, die Bedeutung bleibt aber unbestimmt bzw. es ist eine andere Bedeutung gemeint.
Das Sachbuch setzt sich mit unserem Umgang von Sprache in Bezug auf Wirtschaft und auch Politik auseinander und baut damit eine Brücke, die es braucht um zu verstehen, was der Kern der Aussagen ist.
Die gesamte Sprache des Buches ist verständlich aber nicht belehrend, was ich als „Neuling“ im Thema sehr angenehm fand. Es gibt viele anschauliche Beispiele, sodass man die Analysen gut nachvollziehen kann und es sogar Spaß macht zu lesen, obwohl es sich um ein eher trockenes Thema handelt.

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Als Konstruktivismus Girlie und certified Kapitalismus Hater ™️ ist dieses Buch wie für mich geschrieben! Es ist anschaulich und leicht verständlich geschrieben, die vielen Beispiele machen es zu einem sehr kurzweiligen Buch, bei dem man trotzdem viel lernt. Ich hab mir viele Stellen markiert, um später nochmal nachlesen zu können. Vor allem, wie die vermeintliche Alternativlosigkeit von Kapitalismus sprachlich geschaffen wird kam sehr gut raus.

Wenn man sich schon super gut in Kapitalismuskritik auskennt, wird man nicht sehr viel Neues lernen, alle anderen jedoch schon!

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Was reproduzieren wir eigentlich mit unserem Sprechen und welche Realitäten werden geschaffen und erhalten? Das sind die Fragen, mit denen sich dieses sprachlich und inhaltlich fantastische Buch im Kontext des Sprechens über den Kapitalismus widmet.
Ein wichtiges Buch, das mensch dazu bringt, ihre*seine sprachlichen Muster zu hinterfragen.

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Beim taz Talk mit Simon Sahner und Daniel Stähr auf der Leipziger Buchmesse konnten mich die beiden Autoren von sich und ihrem Buch überzeugen, sodass ich im Anschluss zu Die Sprache des Kapitalismus griff - zum Glück!

Gleich nach den ersten Seiten wusste ich - das ist mein Buch. Angenehm niederschwellig, also auch für Menschen ohne Politik- oder Wirtschaftsstudium les- und nachvollziehbar, schreiben und erklären die beiden Autoren. Gleichzeitig wird aber auch ihre intensive Recherche und ihr Fachwissen deutlich; hier schreiben welche, die wissen, wovon sie reden und auch keinen Hehl aus ihrer Haltung, ihrer Meinung, ihrem Fazit machen. Das schätze ich sehr - gerade bei politischen Themen ist es heuchlerisch, eine neutrale Position einnehmen zu meinen; jede*r hat eine spezifische Perspektive. So positionieren sich die beiden Autoren auch deutlich gegen Rassismus, Sexismus und andere Unterdrückungsformen, ohne dabei vom eigentlichen Thema des Buches allzu sehr abzurücken.

Dank der kurzen (Unter-)Kapitel lässt sich das Buch auch hervorragend in Etappen lesen und zwischendurch wieder weglegen. Ich konnte inhaltlich viel mitnehmen, hatte Aha-Momente und Denkanstöße - und empfehle das Buch wärmstens. Wirtschaft ist nämlich weder nur "für die da oben" noch zwangsläufig trocken, langweilig und lebensfern!

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