Verschwiegen

Ein Island-Krimi

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Erscheinungstermin 12.01.2023 | Archivierungsdatum 04.05.2023

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Zum Inhalt

Im ersten Band ihrer Krimi-Reihe führt uns Eva Björg Ægisdóttir in die isländische Kleinstadt Akranes. Jede*r kennt jede*n, das Leben verläuft einigermaßen ereignislos, bis eines Tages eine unbekannte Tote die beschauliche Kleinstadtidylle gehörig durcheinanderbringt. 

Als in der Nähe des Leuchtturms der isländischen Stadt Akranes die Leiche einer zunächst unbekannten jungen Frau gefunden wird, stellt sich schnell heraus, dass sie keine Fremde in dem kleinen Ort ist. Polizistin Elma, die selbst in Akranes aufgewachsen und nach dem Ende ihrer Beziehung aus Reykjavík in den Ort ihrer Kindheit zurückgekehrt ist, übernimmt die Ermittlungen zusammen mit ihren Kollegen Saevar und Hördur. Gemeinsam stoßen sie auf ein Geheimnis in der Vergangenheit der Toten, dessen Folgen bis heute nachwirken.

Im Zuge der weiteren Ermittlungen entdecken Elma und ihr Team nach und nach eine Reihe weiterer, lang verborgener Verbrechen, die die gesamte Community der Stadt erschüttern. Aus den oft bruchstückhaften Erinnerungen von Zeug*innen und Beteiligten müssen sie die Vorkommnisse von damals rekonstruieren. Dabei bleibt nichts so, wie es zunächst scheint, und auch die Ermittler*innen haben immer wieder mit ihren eigenen Dämonen zu kämpfen.

Ein hochspannender, psychologischer Krimi mit einer enorm überzeugenden Ermittlerin und großartigen Kulisse.

»Verschwiegen« war die Nummer Eins der isländischen Bestsellerliste, Eva Björg Ægisdóttir gilt als die neue Stimme der nordischen Krimiliteratur.

Im ersten Band ihrer Krimi-Reihe führt uns Eva Björg Ægisdóttir in die isländische Kleinstadt Akranes. Jede*r kennt jede*n, das Leben verläuft einigermaßen ereignislos, bis eines Tages eine...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783462002584
PREIS 17,00 € (EUR)
SEITEN 368

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Island Krimi Bd. 1 Mörderisches Island

Als Chief Investigating Officer Elma nach vielen Jahren in Reykjavik in ihre Heimatstadt Akranes
zurückkehrt, wird sie direkt in eine polizeiliche Ermittlung gezogen. Am Leuchtturm wird die Leiche einer
zunächst unbekannten Frau gefunden. Unklar ist, ob die Frau duch Selbstmord, Mord oder Unfall ums
Leben gekommen ist. Erst durch die Ermittlungsarbeit von Elma und ihren Kollegen kann die Identität
des Opfers und die Todesursache eindeutig geklärt werden. Das Opfer, Elisabet wurde misshandelt,
gewürgt und ertrunken, also eindeutig ermordet. Elisabet hatte ihre Kindheit in Akranes verbracht, war
dann viele Jahre verschwunden, um wie Elma wieder zurück in die Heimatstadt zu kommen. Dort lebte
sie mit ihrem Mann und den beiden Kindern und arbeitete als Pilotin. Am Tag des Mordes meldete sie
sich bei der Arbeit krank, um dann zu verschwinden.

Der Roman wird in multiperspektivischem Stil und in verschiedenen Zeitebenen erzählt: der Gegenwart
mit dem Ermittlungsverfahren der Polizei, den Verhören und der Beweiserhebung, dazu einiges aus
dem Privatleben der Protagonistin und der Zeit 20 - 25 Jahre zuvor , in der der Leser Einblicke in die traurige
Vergangenheit von Elisabet erhält, die als kleines Mädchen ihren Vater bei einem Seeunglück verlor.
Nach dem plötzlichen Tod des kleinen Bruders beginnt die Mutter zu trinken , Elisabet wird vernachlässigt
und muss sich in der grausamen Welt der Kinder und all ihren Rangordnungen zurechtfinden. Und
zunehmend ist sie sexualisierter Gewalt ausgesetzt. Und in diesem kleinen Ort mit 7000 Einwohnern,
in dem jeder jeden kennt, wußten einige mehr, aber hatten beschlossen, es für sich zu behalten.
Und es sind die zwischenmenschlichen Beziehungen, die die Ermittlungsarbeit erschweren, die
Machtverhältnisse und der Wert, der dem eigenen Ansehen beigemessen wird.
Auch Elma hatte keine glückliche Kindheit in Akranes verbracht und hatte das Gefühl, in einer Seifenblase
gefangen zu sein. Aber die Geheimnisse um ihre Vergangenheit oder ihre frühere Beziehung, werden
nicht offengelegt, hier läßt die Autorin den Leser lediglich ahnen, durch kleine Andeutungen und Hinweise.

Die Autorin, selbst in Akranes aufgewachsen, kennt die Probleme in einer kleinen isländischen Gemeinde
aus eigener Erfahrung und hat mit ihrer Hauptfigur Elma eine sehr sympathische junge Frau geschaffen,
von der und ihrer Entwicklung man hoffentlich noch einiges hören wird .

Ein Krimi der leisen Töne, ohne großes Blutvergießen, aber so atmosphärisch geschrieben, dass man
sich nicht entziehen kann. Die Stimmung ist düster und wunderbar melancholisch und zeichnet
ein schönes Bild von dieser tollen Insel mit ihren gar nicht so unbekannten Charakteren.
Hat mir sehr gut gefallen und ich freue mich sehr über die Fortsetzung

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Eine unbekannte junge Frau wird am Leuchtturm der Stadt Akranes tot aufgefunden. Schnell findet Polizistin Elma heraus, daß sie aber keine Fremde wahr.. Elma, aus persönlichen Gründen zurück in ihre Heimatstadt zurückgekommen, übernimmt die Ermittlungen, dabei stoßen sie auf ein Geheimnis der Toten. Nach und nach kommen in diesem Zusammenhang eine Reihe weiterer Verbrechen ans Tageslicht Ein sehr spannender Krimi mit Super Ermttlern vor großartiger Kulisse. Ich bin begeistert.....

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„Mehr haben wir nicht in der Hand, und mir scheint relativ offensichtlich, dass wir den Fall ohne neue Beweismittel nicht lösen werden.“ (Zitat Position 3643)

Inhalt
Immer wieder verlassen junge Menschen die Enge der isländischen Kleinstadt Akranes, mit dem Wunsch, nie mehr zurückzukehren. Doch manchmal gibt es im Leben Gründe, genau dies zu tun. Die Polizistin Elma verlässt nach dem Ende ihrer langjährigen Beziehung die Kripo Reykjavík und kehrt zurück nach Akranes, die Stadt ihrer Kindheit. Oder diese junge Frau, die nur kurz zurückkommen wollte und dann tot in der Nähe des Leuchtturms aufgefunden wurde. Elma und ihr Kollege Saevar beginnen unter der Leitung von Hördur Höskuldsson mit den Ermittlungen. Sie finden zwar bald heraus, wer die unbekannte Tote ist, doch auch Tage danach gibt es keine Spuren, nicht einmal Anhaltspunkte. Auf dem Computer der Toten finden sie einen Termin mit einem Anwalt in Reykjavik. Kann dies eine Spur sein?

Thema und Genre
Dieser Nordic Noir-Kriminalroman mit starken psychologischen Elementen ist der erste Band der Serie „Mörderisches Island“. Themen sind die beklemmende Struktur einer isländischen Kleinstadt und prägende Ereignisse, die in der Vergangenheit stattgefunden haben und bis in die Gegenwart reichen.

Charaktere
Die sehr unterschiedlichen Figuren der Handlung haben eines gemeinsam: jeder und jede, seien es Ermittelnde, Befragte oder Nahestehende, hat auch ihre eigenen Geheimnisse, Konflikte und Beziehungen und Familiengefüge sind hinter den verschlossenen Türen nicht immer so, wie sie vor der Öffentlichkeit scheinen.

Handlung und Schreibstil
Die aktuelle Handlung, in diesem Fall der Verlauf der Ermittlungen, die Suche nach möglichen Zusammenhängen, wird abwechselnd mit einer Geschichte erzählt, deren Ereignisse im Jahr 1989 in Akranes stattfanden. Der Schwerpunkt dieses Kriminalromans liegt nicht bei der Tat selbst, sondern bei den Ermittlungen und Recherchen, bei den Befragungen und Gesprächen, bei der Suche nach möglichen Hintergründen und Tatpersonen und vor allem bei den psychologischen Gegebenheiten und Konflikten in diesem engen Kleinstadtgefüge, wo man einander schon seit der Kindheit kennt. Die Sprache entspricht dem Genre und bleibt auch bei den Schilderungen der Menschen und des Umfeldes düster.

Fazit
Ein psychologischer Kriminalroman des Genre Nordic Noir, beklemmend und düster, mit einem von Problemen belasteten Ermittlerteam und brisanten gesellschaftskritischen Themen.

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Dieser erste Krimi der isländischen Autorin Eva Björg Ægisdóttir führt uns in die Kleinstadt Akranes in der das Leben der Bewohner ziemlich ereignislos dahinplätschert. Bis, ja bis in der Nähe des Leuchtfeuers die Leiche einer zunächst unbekannten jungen Frau gefunden wird.

Schnell stellt sich heraus, dass sie ebenso wie die Polizistin Elma aus Akranes stammt und nach langen Jahren in der Hauptstadt wieder nach Akranes zurückgekehrt ist.

Je tiefer Elma und ihre Kollegen in die Geheimnisse der Toten eindringen, desto gespenstischer wird die Sichtweise auf Akranes, denn die kleinstädtische Beschaulichkeit ist nur Fassade.

Meine Meinung:

Dieser Krimi, der lange die isländischen Bestsellerlisten angeführt hat, kratzt an der Grenze zum Thriller.

Die Ermittler müssen sich durch die Geheimnisse der Toten und der Lebenden durcharbeiten und werden dabei mit ihren eigenen Dämonen konfrontiert. Bruchstückhaft erfährt der Leser, was so alles in der Vergangenheit in Akranes passiert ist.

Die Stimmung ist kalt und düster, und passt zur Landschaft. Die Charaktere sind allesamt keine einfachen Menschen. Jeder hat so seine eigenen Probleme.

Der Schreibstil ist fesselnd, der Leser tappt recht lange im Dunkeln und kann sich der psychologischen Dramen kaum entziehen.

Fazit:

Ein spannender, psychologischer Krimi einer Autorin, die zu Recht als aufstrebender Stern der nordischen Krimiszene gilt. Gerne gebe ich hier 4 Sterne.

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Isländischer Kleinstadt- Krimi, aber: wo wäre Island Großstadt? Die Polizistin Elma kehrt in die Kleinstadt der Kindheit zurück nachdem ihre langjährige Beziehung in der Hauptstadt kaputt ging. Hier ermittelt sie mit den wenigen Kollegen in dem Todesfall einer Frau die aus ihrem Alltag als Pilotin, Ehefrau und Mutter plötzlich ausstieg und alle vor ein Rätsel stellt. Da sich scheinbar alle Beteiligten mehr oder weniger seit Jahren kennen ist die Spannung bis zu den letzten Sätzen da, man glaubt es kaum wie es denn war!

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Die Polizistin Elma kehrt zurück in die isländische Kleinstadt Akranes. Die letzten Jahre hat sie in Rejkjavik gelebt. Eine ganz schöne Umstellung für Elma, denn in Akranes kennt jeder jeden. Am Leuchtturm wird die Leiche einer Frau gefunden. Zunächst ist ihre Identität unbekannt. Elma und ihre Kollegen fangen an zu ermitteln und nach und nach kann die Polizei die einzelnen Fäden der Ermittlung miteinander verknüpfen. Jeder weiß etwas über das Leben der anderen im Ort und natürlich sind auch Klatsch und Tratsch an der Tagesordnung. Aus den ganzen kleinen Puzzleteilen ergibt sich irgendwann das Gesamtbild der Verbrechens.
Ein wirklich hochspannender isländischer Krimi mit überzeugenden Charakteren. Der besondere Reiz entsteht durch die Kleinstadtkulisse. In Island war der Krimi ein großer Erfolg und ich bin mir sicher, das er auch hier eine große Fangemeinde finden wird.

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In „Verschwiegen“, dem Auftaktband einer geplanten Krimi-Reihe, nimmt die Autorin Eva Björg Ægisdóttir den Leser mit in eine verschlafen wirkende isländische Kleinstadt, in der Jeder Jeden zu kennen glaubt, die aktuellen Ereignisse jedoch das beschauliche Leben reichlich durcheinanderbringen.
Die junge Polizistin Elma ist aus privaten Gründen gerade von Reykjavik zurück in ihre Heimatstadt Akranes gezogen, als dort in der Nähe des Leuchtturms die Leiche einer Frau aufgefunden wird, die offensichtlich nicht eines natürlichen Todes gestorben ist.
Elma und ihr Kollege Saevar können zwar nach ein paar Tagen die Identität der Frau ermitteln, für die Umstände ihres Todes und gibt es jedoch weder Zeugen noch brauchbare Spuren, so dass die Ermittler auf Hinweise aus der Vergangenheit der Toten hoffen.
Elisabet hat als Kind ein paar Jahre in Akranes gelebt, danach den Ort gemieden und erst kurz vor ihrem Tod erneut aufgesucht, als sie unter anderem ihr ehemaliges Elternhaus besucht hat.
Der Krimi ist düster, nicht nur aufgrund der dunklen und kalten Jahreszeit, in der die überwiegende Handlung spielt. Die Rückblenden aus den Jahren 1989 und 1990, schaffen ein beklemmendes Bild von Elisabets Schicksal und ihrer Kindheit mit einer Mutter, die zunehmend dem Alkohol verfällt und mit der Versorgung ihrer Tochter überfordert ist. Die aus Elisabets kindlicher Sicht geschilderten Szenen sind zum Teil verstörend und beängstigend intensiv.
Aber auch in der Gegenwart haben einige der Charaktere mit Dämonen aus Gegenwart und Vergangenheit zu kämpfen, die wechselnden Erzählperspektiven geben dem Krimi Tiefe und schaffen eine große Nähe zu den Figuren.
Die Geschichte verläuft eher ruhig, ihre Stärke liegt auf der psychologischen Ebene, die Autorin deckt nach und nach auf, wo in diesem Kleinstadtgefüge die Idylle trügt, und dass es in einigen Familien Geheimnisse gibt, von denen niemand etwas geahnt hat.
Die ungewohnten isländischen Namen haben mir den Anfang etwas erschwert, dann hat mich die Geschichte aber schnell gefesselt und ich konnte mit Elma und Saevar miträtseln, was tatsächlich am Leuchtturm passiert ist und welche Ereignisse in der Vergangenheit zu diesen Entwicklungen geführt hat. Bei einer Fortsetzung bin ich gerne wieder dabei.

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Aus persönlichen Gründen lässt sich Elma aus der Hauptstadt in ihre alte Heimatgemeinde Akranes versetzen. Hier erwartet sie bei der Polizei ein nettes, aufgeschlossenes Team, mit dem sie schon sehr bald einen Leichenfund aufklären muss. Die Tote, Elisabet, hatte eine schlimme Kindheit, wie die Polizei nach und nach herausfindet. Der Leser erfährt es selbst durch kursiv gedruckte Abschnitte, die Episoden aus der Sicht des Mädchens schildern. Nach Aufklärung der Tat erfährt man auch endlich den Grund von Elmas Flucht vor der Vergangenheit.
Die Kriminalhandlung an sich ist etwas dünn gestrickt. Der Plot lebt durch die Beschreibung der Personen, die keineswegs ausschweifend, sondern eher kurz und prägnant ausfällt. Zum Beispiel gibt es nur wenige kurze Zusammentreffen Elmas mit ihrer Schwester, dennoch erschließt sich dem Leser allein dadurch, wie angespannt das Verhältnis zwischen den beiden ist.
Isländische Krimis sind oft sehr düster und schwermütig. Im Vergleich dazu erscheint "Verschwiegen" deutlich leichter, auch wenn über allem ein Hauch von Tristesse liegt. Kein Wunder bei den dunklen isländischen Wintern. 
Jedenfalls ließ sich der Krimi gut lesen und ich gebe ihm gerne vier von fünf Lesesternen mit auf den Weg.

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Meinung::

Dieses Buch hat mich begeistert
Der Schreibstil der Autorin Eva Björg Ægisdóttir war völlig ungewöhnlich.
Ihre Spielszenen hielten inne, sodass ich die Geschichte und das Leben in Akranes, Island, in mich aufnehmen konnte.
Es handelte sich um polizeiliches Verfahren mit Elma an der Spitze des Teams und seinen anderen Mitgliedern,
die den Mord an einer jungen Frau in der Nähe des Leuchtturms untersuchen.
Die Dynamik des Teams kam in der gesamten Handlung gut zum Tragen.
Jeder einzelne von ihnen ist äußerst sympathisch.

Die Geschichte erzählte die Vergangenheit des Opfers, das Geheimnis und die Ereignisse, die sie erlebt, hatte.
Ich erfuhr, wie die Ermittlungen abliefen und welche Spuren verfolgt wurden.

Die Story war fesselnd, Vergangenheit und Gegenwart waren miteinander verflochten, gaben mir Einblicke und verbargen gleichzeitig so viele Dinge
Die Einzelteile des Puzzles wurden sorgfältig verstreut

Fazit:

Fazit

Die Geschichte ist fesselnd sowie leicht zu verfolgen und die Handlung ist unglaublich gut aufgebaut.
Ich freue mich schon auf das nächste Buch und empfehle diesen Krimi sehr gerne weiter

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Krimi mit vielen Infos über Island;
Zu Beginn gibt es sehr viele Perspektivwechsel, dadurch lernt man die Geheimnisse und Gedanken der jeweiligen Personen kennen. Lange bleibt es aber unklar, in welchem Verhältnis sie zueinander stehen. Zwischendurch gibt es immer wieder Rückblenden: Gedanken eines Mädchens an ihre Kindheit, die man sehr schnell einer Person zuordnen kann. Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich gut lesen. Land und Leute werden sehr gut beschrieben und wie sich das Leben in einer kleinen Gemeinschaft anfühlt, in der jeder fast jeden kennt und auch dessen Vorleben. Das Buch hat mir gut gefallen. Kleiner Kritikpunkt, dass der Einstieg etwas zu langwierig ist. Es dauert lange, bis sich der Kriminalfall entwickelt, zu Beginn lernt man hauptsächlich die Personen kennen. Der Fall selber ist rätselhaft, spannend und glaubhaft konstruiert. Ich würde eine Fortsetzung gerne lesen und fand die Ermittler sehr sympathisch.

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Die Kleinstadt Akranes ist Schauplatz des ersten Bandes einer neuen Krimi-Reihe der isländischen Autorin Eva Björg ÄEgisdóttir. Ein beschaulicher Ort, in dem jeder jeden kennt. Der Leuchtturm ist einsam gelegen, genau richtig für zwei Jugendliche. Ihr tête-à-tête wird getrübt durch ein Fellknäuel, das sie tief unten entdecken. Der Schock sitzt tief, als sie auf einem Felsen eine Tote entdecken.

„Wie schnell kannst du zum Leuchtturm kommen?“ Elma hat sich von Reykjavík hierher versetzen lassen, sie ist hier aufgewachsen und nun kehrt sie aus persönlichen Gründen zurück. Mit ihren neuen Kollegen Sævar und Hörður ermittelt sie. Sie sind Typen wie du und ich, Hörður ist tief verwurzelt in Akranes, Sævar ist eher Außenseiter, er und Elma arbeiten gut zusammen, sie verstehen sich, sind auf einer Wellenlänge.

Beschaulich geht es los, Eva Björg Ægisdóttir gewährt ihren Lesern Einblicke in die Familien, beschreibt ihren Alltag und lässt so manch tiefen Blick in deren Gedanken zu. Noch sind es viele Figuren, die eher Oberflächliches verbindet. Man kennt sich eben von klein auf. Zwischendurch blitzt die Vergangenheit auf. Von kleinen Mädchen und deren Freundschaft wird erzählt, die eine wächst behütet auf, die andere ist eher sich selbst überlassen.

Es ist ein leiser, ein düsterer Krimi, der den Menschen hinter dem Verbrechen zeichnet. Das Warum wird hinterfragt und dafür reicht es nicht, nur einen flüchten Blick auf das Heute zu werfen. Immer mehr kristallisiert sich heraus, wie die einzelnen Charaktere miteinander verbunden sind.

Zunächst war ich ob der vielen losen Fäden etwas irritiert, auch konnte ich mit den Rückblicken nicht wirklich etwas anfangen. Aber dranbleiben lohnt sich. Die Autorin geht der Frage nach, ob ein von der Norm abweichendes Verhalten eher angeboren ist oder ob die Umgebung einen dazu macht. Verbrechen spiegeln auch gesellschaftliches Versagen wider, ihr erster Krimi ist diesbezüglich gut gelungen. Verschwiegenheit und wegschauen sind eine toxische Mischung, die sich früher oder später bitter rächen kann.

Das Hineinfinden in die verzweigte Story gestaltete sich anfangs zäh, es waren wie gesagt viele Figuren, die anscheinend nichts miteinander verband. Der einnehmende Schreibstil hat mich weiterlesen lassen und je mehr ich von ihnen allen wusste, desto besser konnte ich Vergangenes mit dem Heute verbinden. Nicht nur die Kommissare waren authentisch, jeder einzelne Charakter war glaubhaft angelegt. Ein spannender Krimi vor malerischer Kulisse mit sympathischen Ermittlern, der mich nach dem etwas holprigen Start dann immer mehr gefangen hat.

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Mit „Verschwiegen“ betritt Eva Björg Ægisdóttir die skandinavische Krimibühne und fügt der Islandlandkarte eine neue Ermittlerin zu: Elma, die nach dem Scheitern ihrer Beziehung nach Akranes zurückkehrt, wo es an sich kleinstädtisch ereignislos zugeht – bis am Leuchtturm die Leiche einer jungen Frau gefunden wird. Zunächst ist ihre Identität unklar, ebenso wie die Todesursache (Unfall oder (Selbst-)Mord?). Elma stürzt sich mit ihren Kollegen Sævar und Hörður in die Ermittlungen, wobei sie auf weitere Verbrechen aus der Vergangenheit stoßen und die Lösung ihres Falls „puzzlen“, nicht ohne mit sich bzw. ihrer Vergangenheit konfrontiert zu werden, vor allem Elma, die mit dem Opfer Elísabet durchaus Parallelen aufweist …

Es wäre ein Fehler, hielte man „Verschwiegen“ für „typische skandinavische Krimikost“. Denn es ist ein eher ruhiger, psychologisch motivierter Krimi. Es beginnt damit, dass die Protagonistin an den Ort ihrer Kindheit zurückkehrt, gewisse Parallelen zwischen Protagonistin und einem der Opfer tun ihr Übriges, um ein bedrückendes Bild einer isländischen Kleinstadt und ihrer Bewohner (einer eingeschworenen Gemeinschaft) zu zeichnen. Keine handelnde Figur scheint „unbelastet“ zu sein, was düster wirkt, weshalb die Geschichte aber auch ohne Gewaltexzesse auskommt. Abgesehen davon geht es auch um Themen wie sexuelle Gewalt, Alkoholsucht, aber auch die Grausamkeiten von Kindern. Erzählt wird auf verschiedenen Zeitebenen und aus verschiedenen Perspektiven, sodass die Geschichte nicht eindimensional oder simpel daherkommt, sondern man mit den Ermittlern die Informationen „zusammenträgt“. Dennoch kann man Ægisdóttirs Stil gut folgen. Sie vergisst auch nicht, schon mal Hinweise einzustreuen, die ihre Leser auf eine Fortsetzung hoffen lassen dürften. Eher ruhiger, aber nicht unspannender Island-Krimi mit einer sympathischen Ermittlerin.

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Düstere Geheimnisse

„Verschwiegen“ von Eva Björg Ægisdóttir ist der Auftakt einer neuen Krimi-Reihe aus Island - und hat überzeugt.
Wir lernen die Polizistin Elma kennen. Nach dem Ende ihrer Beziehung zu Davíð in Reykjavík ist sie in ihre Heimatstadt Akranes zurückgekehrt.
Als in der Nähe des Leuchtturms die Leiche einer unbekannten Toten gefunden wird, stellt sich heraus, dass sie keine Fremde in dem kleinen Ort war. Wer hat Elísabet ermordet und warum?
Island-Krimis sind für mich immer etwas Besonderes, denn da gibt es nicht so viele. „Verschwiegen“ ist ein typischer skandinavischer Krimi, bei dem es auch, aber eben nicht nur, um den Krimiplot geht.
Wechselnde Perspektiven sorgen für Dynamik. Ab und zu sind Rückblicke in Kursivschrift eingestreut. Sie verleiten zu unterschiedlichen Spekulationen und Deutungen.
Die Autorin setzt in ihrer Geschichte eher auf die leisen Töne. Akribische Polizeiarbeit, das ist genau mein Ding. Auch die Mischung aus Kriminalfall und Privatleben.
Es geht um den Verdacht von sexualisierter Gewalt gegen Kinder. Manchmal schwer zu ertragen. Täter werden zu Opfern, Opfer zu Tätern. Das Ende überrascht und schockiert.
Elma, ihr Chef Hörður und ihr Kollege Saevar, eine sympathische Truppe, der ich gerne wieder über die Schulter schauen möchte.

Fazit: Auftakt einer neuen Krimi-Reihe aus Island. Atmosphärisch, düster.

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Nach dem Ende ihrer Beziehung ist Elma in ihren Heimatort Akranes zurückgekehrt. Anstatt bei der Kripo Rekjavik arbeitet sie nun in der kleinen Polizeistation und rechnet nicht mit großen Fällen. Das ändert sich, als die Leiche einer Frau beim Leuchtturm gefunden wird. Ihre Kollegen haben deren Ehemann als Hauptverdächtigen im Blick, aber Elma lässt die Vergangenheit der Frau nicht los.


Ich habe schon einige Islandkrimis gelesen und gute Erfahrungen damit gemacht. So habe ich auch erwartungsvoll zu diesem gegriffen. Von Beginn an wirkte der Krimi sehr deprimierend auf mich. Bevor es zum Leichenfund kommt, lernt der Leser erst einmal einige Protagonisten kennen. Alle befinden sich in Familienkonstellationen, die nicht ideal erscheinen. So ist häusliche Gewalt gleich von Beginn an ein Thema. Auf die Stimmung wirken sich auch die Rückblicke in die späten 80er und frühen 90er Jahre aus, in denen ein kleines Mädchen auftaucht, dessen Familiensituation zerrüttet ist und bei denen gleich von Beginn an der Verdacht auf sexuellen Missbrauch mitschwingt. Zusammen mit der Ermittlerin, die ein Beziehungsende zu verdauen hat, bei dem man gleich spürt, dass es kein „normales“ war, drückte das die Stimmung. Nicht immer fiel es mir dadurch leicht, mich auf die Geschichte einzulassen. Dennoch war ich gespannt darauf, ob es Elma gelingen kann, Licht ins Dunkle zu bringen und den Fall – besonders auch die Vergangenheit, der hier involvierten Mädchen – aufzulösen.

Fazit: Viel bedrückender, als ich erwartet hatte. Dadurch war die Geschichte nicht immer einfach zu lesen. Den Fall fand ich aber interessant.

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Ich habe dieses Buch wirklich genossen! Die Handlung war ausgezeichnet mit vielen Überraschungen. Sehr atmosphärische Einstellungen gaben mir das Gefühl, in Island zu sein. Die Dunkelheit des Winters spiegelte perfekt die Dunkelheit der Handlung wider. Die Charaktere waren nachvollziehbar, sympathisch. Das Fazit war verblüffend.... Das erste Buch dieser Autorin, das ich auf jeden Fall weiterlesen werde!
Ich habe eine kostenlose ARC dieses Romans von NetGalley erhalten und hinterlasse freiwillig eine ehrliche Bewertung.

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Das Cover finde ich hervorragend.

Der Schreibstil ist sehr flüssig und fesselnd.

Die Charaktere sind sehr bildhaft und authentisch beschrieben.

Die Geschichte wird sehr ruhig und doch voller Spannung erzählt.
Dieses Buch hat mich von Anfang bis zum Ende sehr gefesselt.
Bis zur Auflösung lag ich mit meiner Täterannahme völlig falsch.

Fazit:
Für mich ein geniales, spannendes und fesselndes Buch.
Ich freue mich jetzt auf den zweiten Fall.

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

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Wer Lust auf einen unblutigen isländischen Krimi hat, der wird bei diesem Buch nichts falsch machen. Die Autorin hat als Handlungsort die kleine Stadt „Akranes“ gewählt, in der sie aufgewachsen ist. Daher wirken die Beschreibung der Örtlichkeiten und der Menschen sehr authentisch. Die Ermittlerin Elma ist sehr sympathisch. Sie ist ebenfalls in Akranes aufgewachsen und hat dann Jahre in Reykjavik verbracht. Nach dem Ende ihrer Beziehung zieht sie wieder zurück in den kleinen Ort und nimmt ihre Arbeit in der Polizeistation auf. Ihre Kollegen sind nett und besonders zwischen Sævar und ihr stimmt die Chemie.

Eigentlich gibt es in dem kleinen Ort nur wenige spektakuläre Fälle, doch kaum ist Elma angekommen, geschieht ein Mord. Eine Frau wird tot am Leuchtturm aufgefunden und niemand weiß, warum ausgerechnet dort, denn wie sich schnell herausstellt, hat sie Akranes gehasst und gemieden.
Elma und ihre Kollegen beginnen mit der Suche nach dem Täter und da hier fast jeder jeden kennt, könnte es eigentlich ein sehr leichter Fall werden, doch genau das ist es nicht…

Ich habe diesen Krimi sehr gern gelesen. Die beschriebenen Figuren wirken sehr lebensecht und es tut gut, dass es der Autorin wichtig war, keine alleinerziehende alkoholabhängige Kommissarin zur Hauptperson zu machen. Nein, Elma ist ganz normal, versucht, ihren Verlust zu bewältigen und macht ihren Job. Die Aufklärung des Falles ist spannend und es macht Spaß, mit den Ermittlern zu überlegen, wer es war und welches Motiv dahinter steckt.

Fazit: Insgesamt ein gut gemachter und spannender Krimi, der Lust auf den zweiten Teil macht. Daumen hoch und eine Leseempfehlung von mir.

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ein sehr guter auftakt zu einer neuen isalnd-krimi-reihe auf deren fortsetzung ich mich auf jeden fall freue, denn der schreibstil, die ruhige art der erzählung sowie der gesamte aufbau des falles hier in diesem buch sowie die einblicke so nach und nach in die leben der beteiligten und der ermittler gefiel mir gut, auch war der fall so aufgebaut - zwei zeitebenen - die sich so nach und nach zu einem ganzen zusammenfügten und somit zur klärung des falls führten - der bis zum schluss spannung hatte.

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Die verschiedenen Themen, die in Verschwiegen nach und nach aufgeworfen werden, haben es in sich. Vernachlässigung von und Gewalt an Kindern ist ein Thema, das es mit Fingerspitzengefühl zu behandeln gilt.
Sowohl das als auch die Einblicke in die Psyche der jungen Elísabet gelingen Eva Björg Ægisdóttir hier wirklich fabelhaft.

Ein psychologischer Krimi der Extraklasse für alle Island-Fans oder diejenigen, die es noch werden wollen. Toll!

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Ich bin großer Thrillerfan und für meinen Geschmack darf es da auch gerne mal blutig zugehen, was aber kein Muss ist. Dieser Thriller hier ist so atmosphärisch, dass er gar kein Blutvergießen braucht, um absolut grauenvoll zu sein und mir Gänsehaut zu verursachen. Ein wirklich packendes Buch, dessen Sogwirkung mich nicht Schlafen ließ.

Zum Inhalt: Polizistin Eva kehrt noch einem privaten Rückschlag von Reykjavik in ihrer Heimatstadt Akranes zurück, um dort die örtliche Polizei zu unterstützen. Und bereits in ihrer ersten Woche passiert ein Mord, der die Schatten der Vergangenheit heraufbeschwören soll. Denn Eva stürzt sich in die Ermittlung und bald liegt kein Stein mehr auf dem anderen. Dabei kommen ein paar düstere Geheimnisse aus der Gemeinde ans Licht.

Island finde ich als Setting total gut gewählt, weil die raue Natur und die Einöde von Evas Heimat wahnsinnig viel zur Stimmung beitragen. Würde diesen Thriller fast schon in die Sparte der Psychothriller stecken, denn die Themen um die es hier geht sind echt heftig. Deswegen braucht das Buch auch kein Blut um fesselnd und beklemmend zu sein, die Geheimnisse der Bewohner von Akranes reichen völlig aus um ein düsteres, unheilvolles Buch zu schaffen.

Stilistisch großartig finde ich die Passagen, die aus der Sicht der jungen Elisabeth geschrieben sind und aus denen unterschwellig immer etwas bedrohliches ausstrahlt, obwohl es lange nicht greifbar bleibt. Generell wird dies genutzt, um viel durch die Blume zu vermitteln. Der Leser hat schnell diese ungute Ahnung, die aber erst zum Ende laut ausgesprochen wird, was ich unfassbar gut gemacht finde.

Ein kleines Manko in meinen Augen: der Fall wird zwar gelöst, der Täter aber nicht seiner Strafe zugeführt. Ja, es ist eine Reihe und vielleicht wird das eine oder andere nochmal aufgegriffen, denn auch andere gelüftete Geheimnisse werden nicht werden thematisiert, obwohl sie absolute Zeitzünder sind. Ich persönlich mag aber einfach komplett abgeschlossene Fälle lieber.

Ich fand dieses Buch wirklich klasse, ein bedrückender Thriller, der einen nicht los lässt über eine Stadt, in der jeder mit den Geheimnissen seiner Vergangenheit lebt.

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Die Geschichte vermittelt schon von Anfang an die düstere und dunkle Stimmung eines kalten isländischen Winters. Die Ermittlungen laufen gemächlich an - man hat das Gefühl, langsam von der Strömung erfasst und mitgenommen zu werden. Stetig und fließend. Bloß keinen Stress. Die Spannung baut sich ebenso schleichend auf und am Ende ist man doch überrascht, mit was für dunklen Geheimnissen so eine isländische Kleinstadt aufwarten kann. Die Figuren der Ermittler sind komplex, verraten aber nicht alle ihre düsteren Geheimnisse und bewahren so die Spannung für die kommenden Bücher.

Die Geschichte wechselt regelmäßig die Sicht - sie wird aus der Perspektive der Ermittler und Dorfbewohner, aber auch mit Blick in die Vergangenheit des Opfers erzählt, so dass sich das Bild des Verbrechens für den Leser langsam aufbaut und immer verständlicher wird.

"Verschwiegen" ist klug erzählt. Dieser Teil weckt definitiv das Interesse für die nächsten Ableger der Reihe.

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Mit „Verschwiegen“ und Eva Björg Ægisdóttir schickt Islands Krimiwelt eine neue Autorin der etwas leiseren Töne zu uns. Das Buch ist kein Thriller, sondern gut geschriebene Krimi-Literatur.
Die Hauptprotagonistin Polizistin Elma kehrt aus Reykjavik zurück in ihr Heimatdorf Akranes. Belastet mit Erlebnissen aus der Vergangenheit stürzt sie sich in die Arbeit, denn der Tod einer jungen Frau, in dem vermeintlich sonst so verschlafenen Dorf, lässt sie nicht mehr los. Auch weil sie sich an ihre eigenes früheres Leben in dem Dorf erinnert fühlt. So versucht sie zusammen mit ihren neuen Kollegen die Geschichte aufzuklären, was sich als durchaus schwierig erweist, denn gerade wenn man denkt, die Bewohner des eigenen Ortes gut zu kennen, erweist sich das oft als Trugschluss, das macht die Polizeiarbeit komplizierter als gedacht…

Eva Björg Ægisdóttir hat hier einen ganz unaufgeregten, aber sehr spannenden Krimi geschrieben. Sehr flüssig und wunderbar lesbar, mit verschiedenen Erzählsträngen und Blicken in die Vergangenheit. Sie hat sehr gut und klar beschriebene Hauptfiguren erschaffen, allen voran die sympathische Elma, sie hat natürlich ein paar Ecken und Kanten, aber es macht Freude, ihr über die Schulter zu schauen. Auch ihre neuen Kollegen Sævar und Hörður sind gut umrissen und zusammen sind sie auf dem besten Weg zu einem guten Polizei-Team. Die Story ist jetzt nicht ganz neu, aber interessant und gut erzählt. Immer neue Wendungen und Verdächtigungen halten die Geschichte durchweg auf einem hohen Spannungslevel.

Ich mag eigentlich alles an dem Buch, die Personen, die Spannung, den Ort der Handlung. Für mich ein ganz angenehm entspannter Krimi, der einiges an Tiefe bietet, wegen der Umstände des Mordes an sich und auch weil die klassische Polizeiarbeit interessant beschrieben wird.
Ich kann es auf jeden Fall empfehlen, vor allem wenn man die leise, aber stets spannende Art des nordischen Schreibstils mag…

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Als in der Nähe des Leuchtturms der isländischen Stadt Akranes die Leiche einer zunächst unbekannten jungen Frau gefunden wird, stellt sich schnell heraus, dass sie keine Fremde in dem kleinen Ort ist. Dieses Buch beinhaltet alles, was ein guter Krimi ausmacht. Der Einstieg in die Geschichte erfolgt langsam aber mit viel Spannung. Beim Lesen muss man sich sehr konzentrieren, um alles in sich aufzunehmen. Vor allem die vielen Details. In dieser Kleinstadt kennen sich die Einwohner seit Generationen und Geheimnisse sind schwer zu verbergen. Die Ermittlungen übernimmt die Polizistin Elma und ihre Kollegen Saevar und Hördur. Bald stossen sie auf ein Geheimnis, welches die junge Frau umgab. Das Lesen wie die Ermittlungen immer mehr ans Licht fördern ist toll geschildert und erhöht die Spannung immer mehr. Für mich ist dieser Krimi ein Highlight und sehr gut gelungen. Die gewählte Umgebung gibt eine wunderbare Kulisse ab. Das Buch kann ich nur empfehlen.

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Eva Björg Ægisdóttir – Verschwiegen (Mörderisches Island 01)

In der Nähe des Leuchtturms der isländischen Stadt Akranes wird die Leiche einer zunächst unbekannten jungen Frau gefunden. Polizistin Elma, die gerade erst aus Reykjavík in den Ort ihrer Kindheit zurückgekehrt ist, übernimmt gemeinsam mit ihren Kollegen Saevar und Hördur die Ermittlungen.
Im Verlauf der angestellten Ermittlungen entdecken Elma und ihr Team nach und nach weitere, lang verborgener Verbrechen, die die kleine Stadt erschüttern…

Bei dem Thriller „Verschwiegen“ handelt es sich um den ersten Band aus der Reihe „Mörderisches Island“ von Eva Björg Ægisdóttir.
Dank der sehr leisen und doch eindringlichen Erzählweise gelingt es der Autorin gleich mich auf den ersten Seiten einzufangen. Es entsteht sogleich eine düstere Grundstimmung, die während der gesamten Erzählung anhält. Die Beschreibung der Umgebung und Gegebenheiten wirken authentisch und lassen gleich passende Bilder zum gelesenen entstehen. Es macht durchgehend Spaß Elma und ihre Kollegen bei ihren Ermittlungen zu begleiten und ihnen dabei fast über die Schulter zu schauen.
Ein richtig guter Auftakt in eine Reihe die ich gern weiterverfolge. Glücklicherweise ist Band 2 mit dem Titel „Verlogen“ bereits für den 17.08.23 angekündigt  Von mir gibt es alle fünf Sternchen und eine definitive Leseempfehlung!

Einen herzlichen Dank an den KiWi-Verlag und NetGalley für das Leseexemplar!

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"Verschwiegen" bot die Gelegenheit eine neue Autorin für mich zu entdecken. Und das auch gleich mit einem mir bis dato auch weitgehend unbekannten Setting, denn die Story spielt auf Island in einer Kleinstadt.

Der mysteriöse Tod einer jungen Frau spült alsbald noch mehr Morde an die Oberfläche. Die gerade aus Reykjavic zurückgekehrte Kommissarin beginnt fieberhaft zu ermitteln. Sie und ihr Team tappen lange im Dunkeln. Obwohl sie aus der Gegend stammt und einige Leute von früher kennt, so fühlt sie sich doch etwas fremd und durch eine zerbrochene Beziehung etwas durcheinander.

Gefallen hat mir, dass die Autorin sehr viel Psychologie in die Geschichte einfließen lässt und ihre Protagonisten - Täter, Opfer und Ermittler - mit Ecken und Kanten und einer Vorgeschichte ausstattet. Man merkt, dass es sich um den Beginn einer Reihe handelt. So ist das Ende zwar einerseits ein geklärter Fall aber es bleiben Fragen offen, die sicherlich in einem zweiten Teil wieder aufgegriffen werden.

Fazit: Solide, macht Lust auf mehr.

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Eine Tote am Leuchtturm…

Mich schreckt ja in der Tat ab, wenn es da auf dem Cover schon heißt die Ermittlerin kommt nach Jahren in der Stadt wieder in ihren Heimatort und muss sogleich in einem Mord ermitteln. So auch hier, denn die Polizistin Elma kommt nach dem Ende ihrer Beziehung aus Reykjavík wieder in den Ort ihrer Kindheit: Akranes. So weit, so unspektakulär. Aber ich muss Eva Björg Ægisdóttir großen Respekt zollen für diesen äußerst spannenden Krimi. Sie hat mit ihrem Debüt zwar ein klischeehaften Anfang gewählt, aber alles andere ist äußerst spannend, gut geschrieben und unterhaltsam.
Elma ist also wieder in Akranes, dass von der Autorin sehr plastisch beschrieben wird, sicherlich dem Umstand geschuldet, dass auch sie selbst hier herkommt. Und schon ereignet sich dieser Mord am Leuchtturm. Schnell ist klar, dass die Tote keine unbekannte ist und den Ort eigentlich gemieden hat. Die Spuren werden verfolgt und Elma wühlt einige Geheimnis und ‚Verschwiegenes‘ kommt ans Licht.
Bei allen Klisches ist Elma eine „normale Frau“, die einen Schlag im Leben erlitt, aber sich ihrem Alltag widmet und eben diesen Mord aufklären will. Überhaupt sind die Figuren gut gezeichnet und handeln nachvollziehbar, die Orte sind ihrer rauen und kargen isländischen Art vor meinem geistigen Augen erschiene und der Fall lieb in der Tat bis zum Schluss von mir ungelöst!
Kein Wunder also das ‚Verschwiegen‘ mit dem isländischen Blackbird-Award ausgezeichnet wurde.
Fazit: Mich hat ‚Verschwiegen‘ bestens unterhalten. Für alle Liebhaber von unblutigen und psychologisch verschachtelten Krimis eine wahre Freude.

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Der Krimi startet mit einem großen Figurenreigen. Erst im Lauf der Erzählung verbinden sich die Personen Schritt für Schritt zu einem zusammenhängenden Geschehen. Damit erreicht die Autorin, dass der Leser die Handlung aus verschiedenen Perspektiven verfolgen kann. Zusätzlich erfährt man die Vorgeschichte des Mordopfers in eingeschobenen kurzen Rückblenden. Auch die Vorgeschichte der Protagonistin, der Polizistin Elma, enthüllt sich dem Leser Stück für Stück. Der Krimi lebt davon, dass Unentdecktes langsam ans Licht geholt wird. Damit bleibt die Spannungskurve konstant.

Die Ermittlungsarbeit wird recht realistisch dargestellt: hier ist nicht ein genialischer Einzelkämpfer als Ermittler tätig, sondern hier arbeitet ein Team. Daher fand ich die Alleingänge der Protagonistin unpassend, auch wenn der Dienststellenleiter führungsschwach ist und sich das Wohlwollen der örtlichen Prominenz nicht verscherzen will. Die Handlung weist auch einige logische Brüche auf, die man ohne zu spoilern nicht nennen kann (Stichwort: Auto, Garage).
Ich hätte mir auch eine stärkere Konturierung der Protagonistin gewünscht.

Das Ende kommt sehr plötzlich und mag für einige Leser unbefriedigend sein, weil einige Erzählfäden in der Luft hängen bleiben. Zumindest in der Literatur hätte man es doch gerne, wenn alle Bösewichte ihre Strafe erhielten!

Trotzdem: ein spannender Serienauftakt, der neugierig auf den 2. Band macht.

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