Das Ende des Kapitalismus

Warum Wachstum und Klimaschutz nicht vereinbar sind – und wie wir in Zukunft leben werden

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Erscheinungstermin 08.09.2022 | Archivierungsdatum 01.07.2023

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Zum Inhalt

Demokratie und Wohlstand, ein längeres Leben, mehr Gleichberechtigung und Bildung: Der Kapitalismus hat viel Positives bewirkt. Zugleich ruiniert er jedoch Klima und Umwelt, sodass die Menschheit nun existenziell gefährdet ist. »Grünes Wachstum« soll die Rettung sein, aber Wirtschaftsexpertin und Bestseller-Autorin Ulrike Herrmann hält dagegen: Verständlich und messerscharf erklärt sie in ihrem neuen Buch, warum wir stattdessen »grünes Schrumpfen« brauchen.

Die Klimakrise verschärft sich täglich, aber konkret ändert sich fast nichts. Die Treibhausgase nehmen ungebremst und dramatisch zu. Dieses Scheitern ist kein Zufall, denn die Klimakrise zielt ins Herz des Kapitalismus. Wohlstand und Wachstum sind nur möglich, wenn man Technik einsetzt und Energie nutzt. Leider wird die Ökoenergie aus Sonne und Wind aber niemals reichen, um weltweites Wachstum zu befeuern. Die Industrieländer müssen sich also vom Kapitalismus verabschieden und eine Kreislaufwirtschaft anstreben, in der nur noch verbraucht wird, was sich recyceln lässt.

Aber wie soll man sich dieses grüne Schrumpfen vorstellen. Das beste Modell ist ausgerechnet die britische Kriegswirtschaft ab 1940.

Demokratie und Wohlstand, ein längeres Leben, mehr Gleichberechtigung und Bildung: Der Kapitalismus hat viel Positives bewirkt. Zugleich ruiniert er jedoch Klima und Umwelt, sodass die Menschheit nun...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783462002553
PREIS 24,00 € (EUR)
SEITEN 352

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

"Ein Gespenst geht um in Europa – das Gespenst der Planwirtschaft." Das möchte man, in Anlehnung an das "Kommunistische Manifest", nach der Lektüre von Ulrike Herrmanns brillanter Kapitalismusstudie fast ausrufen. Bereits seit einiger Zeit tourt die taz-Redakteurin Herrmann durch die deutsche Medienlandschaft und erzählt von ihrer Idee, die nichts anderes als das "Ende des Kapitalismus" bedeutet. Der Kapitalismus sei keineswegs nur schlecht, er hat bei aller notwendigen Kritik, so stellt Herrmann fest, für Millionen und Abermillionen Wohlstand, Bildung und Gesundheit gebracht. Aber – und das gehört zur Wahrheit dazu – er ist auch der Grund für die Umweltzerstörung und den Klimawandel. Kapitalismus heißt nämlich vor allem eines: Wachstum. Und dieses Wachstum geht mit einem immer höheren Ressourcenverbrauch einher. Dass das nicht so weitergehen kann, ist uns allen klar, Herrmann legt nun eine ganze eigene Idee dar, wie wir aus diesem System aussteigen können.

Dabei muss man ehrlicherweise sagen, dass der Kapitalismus eben kein System ist, kein Zustand, den man einfach verlassen und wechseln könnte. Herrmann führt dies in ihrem Buch argumentativ sehr gut aus. So ist der erste Teil ihres Buches eine gekonnt pointierte Analyse des gegenwärtigen Kapitalismus inkl. historischem Abriss. Im zweiten Teil nun präsentiert sie all die Ideen, die aktuell noch herumgeistern, wenn es darum geht, Wirtschaft und Klima zu retten. Hier stellt sie allerdings sehr klug dar, dass und warum die Ideen von grünem Wachstum und dergleichen nicht funktionieren können. Und im dritten Teil schließlich präsentiert sie ihre Idee, wie wir uns aus diesem Prozess des Wirtschaftens (und der Zerstörung) befreien können: die Umstellung auf eine Kriegswirtschaft nach britischer Art.

Am Schrumpfen führt kein Weg vorbei, wenn wir den Planeten und so auch uns retten wollen. Doch eine Schrumpfkur ist im Kapitalismus eben nicht möglich, stattdessen schlägt Herrmann vor, unsere Wirtschaft umzubauen und eine Art Kriegswirtschaft einzuführen, die sich an der britischen Kriegswirtschaft der Jahre 1940 bis 1945 orientiert. Während dieser Zeit entstand ein Kapitalismus – denn die Privatunternehmen blieben bestehen, es gab eben nur genaue Vorgaben –, der ohne "den Markt", den wir alle mit Kapitalismus verbinden, hervorragend funktioniert. Und sogar wesentlich dazu beitrug, die Gesellschaft zu einen und vor allem dafür sorgte, dass die Gesellschaft mitten im Krieg so gesund war wie noch nie zuvor.

Wie genau die Umstellung funktionieren und was das für unser aller Leben bedeuten könnte, legt Ulrike Herrmann argumentativ sehr ausgefeilt, sprachlich schnörkellos und absolut überzeugend da. Unser Leben in der Zukunft könnte sich dann, folgt man Ulrike Herrmanns Idee, anfühlen wie das Leben in der BRD 1978. Ulrike Herrmann beweist hier mal wieder, dass sie eine extrem geistreiche Kapitalismusanalytikerin ist, die außerdem noch sehr gut schreiben kann!

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Erst kürzlich saß Ulrike Herrmann in einer Talkshow und war offenbar recht streitlustig – da kommt ihr aktuelles Buch doch als Lektüre wie gerufen, vor allem, wenn es „Das Ende des Kapitalismus“ ausruft …

Worum geht’s? Nun ja, Kapitalismus – was ist das überhaupt, ist das nur schlecht oder hat das auch Vorteile? Was hat es überhaupt mit dem permanent herbeizitierten offenbar immer erforderlichen Wachstum auf sich und wenn ja, wie könnte denn „Grünes Wachstum“ aussehen – geht das überhaupt? Schnell räumt Herrmann damit auf, dass das ginge und verordnet stattdessen als Lösung von Problemen wie Klimawandel die Therapie des „grünes Schrumpfen“. Wie das aussehen könnte, was potentielle Vorbilder sein könnten, all das erläutert Herrmann in diesem ungemütlichen Buch.

Warum ungemütlich? Es ist leicht, zu sagen, dass wir etwas ändern müssen – wenn das aber darauf hinausläuft, dass wir uns einschränken, auf Komfort, Spaß usw. verzichten müssen, hört das Verständnis schnell auf (gerade wunderbar zu beobachten). Andererseits merken viele selbst, dass unsere sich gefühlt immer schneller drehende Welt uns selbst schwindelig macht: Höher, schneller, weiter, mehr, mehr, mehr überfordert uns letztlich – die Gegenbewegung ist dann „Van Life“ o. Ä. Wer diese Erkenntnis schon hinter sich hat, braucht das Buch kaum mehr zu lesen. Es sollte dagegen jeden erreichen, der weiterhin überzeugt ist, dass wir uns schon irgendwie werden „durchschlagen“ können, wie wir es gewohnt sind. Sicherlich ist manches in dem Buch vereinfacht dargestellt, aber das „muss“ wohl manchmal auch sein, allerdings kann man Journalisten schon den Vorwurf machen, selbst nicht so „Kapitalismus-abhängig“ zu sein, wie etwa ein Händler (wenngleich auch der Journalist natürlich nur bezahlt wird, wenn sein Medium sich verkauft). Alles in allem ein empfehlenswertes Buch, das man jedoch nur wird aushalten können, wenn man den Blick in den Spiegel nicht scheut.

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Spannend, interessant, lehrreich von der ersten bis zur letzen Seite. Ein schwieriges, komplexes Thema mit einer verständlichen Leichtigkeit erzählt. Sehr zu empfehlender alle Menschen die in der Überflussgesellschaft leben und sich zu jeder Zeit bedingungslos bedienen.

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Ich bin wiederum sehr glücklich mit diesem neuen spannenden Titel von Frau Hermann! Natürlich ist das ein erschreckend ernstes Thema, und doch erklärt sie so leicht lesbar die Ursprünge des Kapitalismus und dessen Entwicklung, dass ich diese Geschichtsstunde mit Begeisterung las und auch wiederholt lese. Eine ideale Basis für viele Diskussionen in diesen Zeiten. Ihre Lösungsansätze sind ebenso plausibel wie akzeptabel, Begriffe wie "Rationierung oder Planen ohne Mangel" und "grünes Schrumpfen" klingen fast schon ermutigend.
Ein ernstes, interessantes, tiefes Buch mit großem Potential zu Ermutigung. ES dürfte vielen leichter fallen, Dinge zu ändern, wenn die Notwendigkeiten klar erklärt werden. Das tut dieser Titel hervorragend.

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Ein wirklich sehr interessantes Buch. Kapitalismus und Wachstum kosten uns die Erde. Das war mein Fazit. Ohne Wachstum, geht es den Leuten schlecht, und da wir alle immer mehr konsumieren und verkaufen wollen, werden wir nicht umhin kommen, entweder, kaputt zu gehen, oder die Politik wird uns vorschreiben was wir noch dürfen. Was mich persönlich erschreckt hat, ich aber persönlich da auch schon meine Erfahrungen gemacht habe, war das Menschen die über ein Einkommen von ca. über Euro 80.000 brutto im Jahr verfügen, sich noch viel weniger Gedanken machen, über die Ressourcen. Klar können die es sich leisten, aber will man das. Das Buch war für mich eine Bestätigung, dass wir es einfach nur bedingt lösen können. Weniger Konsum, weniger auf Wachstum aus sein, und wirklich mal die wichtigen Jobs sehen, das wäre die Lösung, aber weil man eben in Deutschland, die Automobilindustrie usw, nicht reduzieren möchte, machen wir einfach so weiter. Die Idee eines Co2 Ausstoss pro Einwohner wäre interessant, aber die Industriestaaten verbrauchen ja schon so viel. Also auch nicht wirklich machbar. Die Ideen mit dem Solarstrom gut, aber eben noch in den Kinderschuhen, und Windkraft will eigentlich noch keiner wirklich. Das wir eigentlich nur Besucher sind auf dieser Erde, und unseren Nachkommen auch noch eine Erde verdient hat, sollte in die Köpfe.

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Der Kapitalismus ist tot, es lebe ... das "Grüne Wachstum"?

Ulrike Herrmanns Buch "Das Ende des Kapitalismus - Warum Wachstum und Klimaschutz nicht vereinbar sind – und wie wir in Zukunft leben werden" ist leider brandaktuell und öffnete mir persönlich beim Lesen die Augen.

Vieles war für mich beim Lesen dann nicht wirklich neu gewesen. Wer sich mit der Klimakrise und unserem aktuellen Wirtschaftssystem beschäftigt, der wird sich bereits selbst die Frage gestellt haben, wie lange das System in der aktuellen Art und Weise noch funktionieren kann.

Nicht erst seit den unzähligen multiplen Krisen in denen wir aktuell gerade mittendrin sind muss eigentlich jedem von uns klar sein, dass wir so nicht weiter wirtschaften können.

Seit dem Buch "Die Grenzen des Wachstums" sollten wir doch eigentlich alle über die Endlichkeit aller Ressourcen auf unserem Heimatplaneten Erde aufgeklärt sein. Seitdem hat sich an der Wirtschaftsform des Kapitalismus leider nichts verändert. "Höher, schneller, weiter!" ist das wiederholte Mantra bzw. der Takt, auf dem der Kapitalismus fußt. Die Politik, so scheint es mir, hat keine klaren perspektivischen Antworten auf die akuten Probleme und Fragen.

Herrmann thematisiert und analysiert scharfsinnig im Buch die Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung des Kapitalismus und geht dabei eingangs des Buches dann näher auf den Aufstieg dieses Wirtschaftssystems ein.

Die Form des Kapitalismus wird dabei nicht zuletzt durch die akuten Auswirkungen der Klimakrise kritisiert. Den jetzigen Wohlstand im reichen Westen haben wir sicherlich dieser Wirtschaftsform zu verdanken. Der bittersüße Beigeschmack bleibt allerdings bestehen, mit dem wir unseren Wohlstand dann auf lange Sicht teuer erkauft haben.

Im zweiten großen Abschnitt geht die Autorin dann der Mär vom grünen Wachstum nach und geht dabei detailliert einigen populären Thesen dazu auf den Grund.

Wenn uns allerdings weder der Kapitalismus noch das vielbeschworene "Grüne Wachstum" aus den akuten multiplen Krisen retten kann, welche Art des Wirtschaftens wird es dann zukünftig richten?

Genau darauf gibt Ulrike Herrmann im dritten Abschnitt Auskunft und gibt auch einen Ausblick wie unser aller Leben in naher Zukunft in Form der "Überlebenswirtschaft" aussehen könnte.

Alles in allem rüttelt das Buch auf, informiert, thematisiert und entlarvt auch verbreitet populäre Ansätze zur Illusion des "Grünen Wachstums".

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Wie immer, sehr gut recherchiert und toll geschrieben. Ich bin sehr begeistert und glaube, dass das Buch viele Leser:innen Inspiration geben kann um für besseres Welt und gegen das System zu kämpfen.

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"Das Ende des Kapitalismus" von Ulrike Herrmann hat mich sehr gefesselt. Die einfache und klare Darstellung von Zusammenhängen bzgl. Kapitalismus, Wachstum und dessen Endlichkeit auf einem Planeten mit endlichen Ressourcen hat mich beeindruckt. Sehr gut gefällt mir, wie die Autorin im ersten Teil beschreibt, wie der Kapitalismus entstanden ist, welche Faktoren ineinander gespielt und eine solche Entwicklung bis in unsere Tage ermöglicht hat. Beim Lesen wird einem immer wieder bewusst, wie vertrackt und scheinbar ausweglos unser Überleben auf diesem Planeten ist, wenn nicht die Gesellschaft an sich anfängt, Dinge neu zu denken und sich von alten Verhaltensweisen und Lebensstandards zu verabschieden. Ein wichtiges Buch, von dem man nur hoffen kann, dass es eine breite Leserschaft findet.

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In "Das Ende des Kapitalismus" führt uns Ulrike Herrmann erst einmal in die Geschichte des Kapitalismus ein, und welchen Einfluss dieses ständiges Wachsen auf die Natur, die Umwelt und die Rohstoffe hat. Im zweiten Teil führt sie aus, warum ein "grünes Wachstum" nicht funktionieren wird. Obwohl einem da die Hoffnung wirklich komplett verschwinden kann, das es mit unserer Zukunft (ich bin 33 und hoffe noch eine Weile auf dieser Erde zu bewegen), noch etwas wird, schildert sie im letzten Teil des Buches eine Möglichkeit, wie wir sowohl unserem Wohlstand sowie den Planeten behalten können. Ein grünes Schrumpfen wäre notwendig, und sie orientiert sich dabei an die britische Kriegswirtschaft. Verzicht ist nie schön, aber wir könnten noch genauso wohlhabend sein wir 1978, und das für viele Jahre.
Herrmanns Sprache ist klar und sehr gut verständlich, auch für Leser*innen, die keinen (volks)wirtschaftlichen Hintergrund haben. Ohne tatsächlich vorwurfsvoll zu werden, macht sie doch klar, dass das Geld und die "Umweltsünde" momentan ziemlich ungerecht verteilt ist.
Wenn jeder dieses Buch doch lesen würde und dessen Botschaft verstehen würde, könnten wir vielleicht tatsächlich noch das Blatt wenden.

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