Schatten der Vergangenheit

Ein Fall für Commissario Casabona

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Erscheinungstermin 23.07.2022 | Archivierungsdatum N/A

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Zum Inhalt

Toskana. Als Commissario Casabona am frühen Morgen die Haustür öffnet, stehen vor ihm seine Kollegen. Mit einem Durchsuchungsbefehl. Der Grund: dringender Mordverdacht. Casabona soll den Liebhaber seiner Frau getötet haben. Ihm gelingt die Flucht – aber wer hat es auf ihn abgesehen? Eine erste Spur führt nach Neapel, direkt ins Herz der Camorra.Commissario Casabona hat sich in sein Haus in der Toskana zurückgezogen, allein. Seine Frau hat einen Neuen, seine einzige Gesellschaft ist sein Schnapsvorrat. Doch dann überraschen ihn eines Morgens in aller Herrgottsfrühe seine Kollegen mit einem Durchsuchungsbefehl. Durch einen Trick findet er heraus, dass er als Verdächtiger in einem Mordfall gilt. Marco Romoli, der neue Freund seiner Frau, wurde brutal ermordet aufgefunden. Alles deutet darauf hin, dass Casabona die Tat begangen hat. Er muss untertauchen und herausfinden, was tatsächlich passiert ist. Von einem alten Kollegen erfährt er, dass ein ehemaliges Mitglied der Camorra ihn belastet hat. Und tatsächlich, einer der großen Bosse bestätigt Casabonas Verdacht: Der Commissario soll in ein Komplott der Mafia verwickelt werden. Aber warum? Um Antworten zu erhalten, muss Casabona tief in die eigene Vergangenheit hinabsteigen. Alte Freunde entpuppen sich als Feinde, und er darf nur noch sich selbst vertrauen, wenn er den wahren Täter überführen will.

Toskana. Als Commissario Casabona am frühen Morgen die Haustür öffnet, stehen vor ihm seine Kollegen. Mit einem Durchsuchungsbefehl. Der Grund: dringender Mordverdacht. Casabona soll den Liebhaber...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783608505184
PREIS 17,00 € (EUR)

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Antonio Fusco - Schatten der Vergangenheit

Meinung
Casabona muss sich gegen schwere Anschuldigungen verteidigen und seine schwierigsten Fälle lösen, einen angeblichen Mord und seine Ehe.
Die Handlung ist flüssig, die Ermittlungen werden nachvollziehbar entwickelt und entwirrt
Casabona ist nicht nur ein Gesetzeshüter, sondern auch ein Ehemann und Vater, ein Mensch mit Schwächen und Fehlern.
Ich habe dieses Buch an einem Tag gelesen. Ich konnte nicht anders, als es zu verschlingen

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Das Buch hat mich von der ersten Seite an mitgerissen. Spannende, tiefgehende Handlung und nachvollziehbare Charaktere machen das Lesen zum Vergnügen. Bei den verschiedenen Kapiteln kommen auch andere Personen zu Wort. Damit kann der Lesende verschiedene Perspektiven kennenlernen. Das Thema Mafia wird nicht eindimensional dargestellt.
Ich stelle das Buch neben Lincoln Child ins Regal und empfehle es den Lesenden, die Spannung und Tiefgang mögen.

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Commissario Casabona öffnet die Haustüre. Draussen stehen seine Kollegen und haben einen Durchsuchungsbefehl. Er steht unter Mordverdacht. Er soll den Liebhaber seiner Frau umgebracht haben. Marco Romoli ist der neue Freund seiner Frau, dieser brutal ermordet aufgefunden. Die Flucht gelingt ihm. Casabona muss untertauchen und ihm ist bewusst, dass er seine Unschuld beweisen muss. Per Zufall erfährt er von einem alten Kollegen, dass gegen ihn ein Komplott gestartet wurde. Man kommt sehr gut in die Geschichte rein. Die Handlung ist sehr gut aufgebaut und die Indizien sprechen dafür, dass der Commissario mit dem Mord etwas zu tun zu haben scheint.- Beim Lesen habe ich gemerkt, dass dies ein besonderer Krimi ist. Durch die Abwechslungsweise der Schilderung weiss man als Leser immer was die andere Seite macht. Dieser Krimi habe ich sehr genossen, da er anders ist als die bisherigen Geschichten. Ich wünsche viel Vergnügen beim Lesen.

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Einen wunderbaren langen Abend war ich Gast von Commissario Casabona, entging mit ihm gemeinsam seiner Verhaftung, traf in Neapel einen Camorra-Clanchef und schaffte mit seinen Freunden die Aufklärung des Mordes am Ex-Geliebten seiner Ex-Frau. Es war wunderbar! Der Schreibstil des Autors holte mich in die Geschichte und lies mich nicht mehr los! Wunderbare Unterhaltung mit Toskana-Flair und Neapel-Dreck!

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Tommaso Casabona ist Kommissar einer Stadt in der Florenz. Vor kurzem hat sich seine Frau von ihm getrennt, Auslöser war eine Affäre mit einem Arzt. Ebenjener Arzt wurde ermordet aufgefunden und ein Mafiakiller als Kronzeuge beschuldigt Casabona des Mordes. Bei einer Hausdurchsuchung flüchtet Casabona, da er nur so glaubt, selbst seine Unschuld beweisen zu können. Die Indizien für seine Tatbeteilung stehen auf wackligen Füßen, aber offenbar sind die Ermittlungsbehörden bereit, Casabona zu opfern, um die Glaubwürdigkeit des Kronzeugen nicht zu erschüttern. Casabona erhält Unterstützung seiner untergebenen Kollegen und knüpft zudem alte Kontakte ins Mafiamilieu, um die wahren Hintergründe herauszufinden.

Autor Antonio Fusco ist Forensiker bei der italienischen Staatspolizei und hat daher interne Einblicke in die Arbeit der Ermittlungsbehörden, was diesen Krimi interessant macht, da hier offenbar einige auch gegeneinander arbeiten. Die Reihe um Commissario Casabona ist in Italien schon sehr erfolgreich. Umso mehr hat mich irritiert, dass sein deutscher Verlag nun mit Band 6 der Reihe in Deutschland beginnt. Die Vorgeschichte Casabonas wird nämlich nur angerissen und die Figuren bleiben ein wenig blass.

Dafür erhält der Leser ansonsten aber einen ordentlichen, geradlinigen und spannenden Krimi. Der Roman ist recht kurz und hält sich daher kaum mit Nebensächlichkeiten auf. Manches geht vielleicht auch zu glatt bei Casabonas Flucht und Untertauchen. Dennoch überzeugt der Roman vor allem dann, wenn es um die „miesen“ Tricks der Justiz und Behörden geht. Schmutzige Deals werden gemacht, persönliche Vorteile gesucht, vermeintlich wichtige Zeugen geschützt, auch wenn dadurch Unschuldige in Mitleidenschaft gezogen werden.

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Für Commissario Casabona Tommaso beginnt ein Albtraum als morgens um 6 Uhr an seiner Türe geklingelt wird und Kollegen mit einem Durchsuchungsbefehl vor ihm stehen. Er erfährt, daß er wegen des Mordes an Dott. Marco Romoli unter Verdacht steht. Das vor allem aus dem Grund, weil seine Ex-Frau ihn wegen Romoli verlassen hat. Casabona gelingt die Flucht, er holt sich „Kleinigkeiten“ aus seinem Büro, taucht unter und legt geschickt falsche Fährten, um die Ermittler abzuhängen.

Zwischen den Beamten in Valdenza und Florenz kommt es immer wieder zu Differenzen, wobei sich schlußendlich die Kollegen loyal auf die Seite an Casabona stellen und ihn bei den Nachforschungen unterstützen, um seine Unschuld zu beweisen. Diese bringen sie u.a. zu alten Vorkommnissen in Mafia-Kreisen, aber schlußendlich wird der Fall gelöst.



Antonio Fusco scheint in Italien sehr bekannt zu sein, denn dies ist bereits der 6. Fall um Casabona. Weshalb der Verlag nicht bei Band 1 mit der Übersetzung begonnen hat, bleibt für mich am Ende immer noch die Frage.

Der Autor weiß wovon er schreibt, das merkt man ganz klar. Egal, ob es um den Polizeiapparat, die Justiz, Mafia oder Gerechtigkeit geht. Man hat als Deutscher schon vieles gehört, vermutet, aber nie genau gewußt – hier liest man es. Casabona wurde sehr gut charakterisiert, aber trotzdem hätte ich gerne noch mehr über seine Persönlichkeit erfahren. Sein Handeln ist nicht immer so ganz in Ordnung, manchmal tänzelt er zwischen den Fronten und greift auf alte Mafia-Kontakte zurück. Die Ermittlungsarbeit und die Atmosphäre werden gut vorstellbar und authentisch beschrieben. Der Schreibstil ist spannend, manchmal mit etwas Humor gewürzt und das Ende ist dann ganz speziell. Weshalb wird nicht verraten.

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Eine spannende, flott erzählte Geschichte über den italienischen Commissario Tommaso Casabona, der morgens von seinen Polizeikollegen verkatert aus dem Bett geholt wird. Sie haben einen Hausdurchsuchungsbefehl wegen Mordes an Marco Romoli, dem Liebhaber seiner Frau.
Casabona gelingt es, zu fliehen.
Mit Hilfe einiger seiner Kollegen und Freunde versucht er, seine Unschuld zu beweisen und seine Ehre zu retten.
Er nimmt Kontakt zur Camorra auf und es scheint, als ob er von einem ehemaligen Mitglied eines Clans belastet wurde., welcher mit den Behörden zusammenarbeitet.
Wem kann er noch trauen?
Wie wird seine Familie, seine Geliebte reagieren?
In einem verlassenen Bahnwärterhaus kann er sich verstecken und wird von loyalen Kollegen mit Ermittlungsunterlagen unterstützt.
Ein vergnüglich geschriebener Roman - mit feinem Humor - über die Mafia und den italienischen Justizapparat, der schnell Fahrt aufnimmt.
Ich vergebe eine eindeutige Leseempfehlung und hätte gerne mehr von Commissario Casabona!

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„Passen Sie gut auf sich auf, das Böse lauert überall, Sie sind in Gefahr. Als Mordverdächtiger sind Sie nicht mehr Polizist, sondern gehören zur anderen Seite. Das Gesetz schützt sie nicht mehr.“

Commissario Tommaso Casabona hat eigentlich Urlaub, als plötzlich seine Kollegen vor der Tür stehen. Ihm wird vorgeworfen, den Liebhaber seiner getrennt lebenden Frau ermordet zu haben. Er flieht vor der Festnahme und sieht nur eine Chance für sich – er muss selbst herausfinden, wer den Doktor ermordet hat. Dabei stellt sich die Frage, wem er vertrauen kann.

Dieser Krimi war anders als erwartet. Das lag daran, dass Casabona die Geschichte selbst erzählt. Er gerät unter Mordverdacht und bewegt sich damit nicht mehr auf dem gewohnten Terrain der Polizei, sondern agiert als deren Gegenpart. Obwohl von vornherein klar ist, dass er nicht der Mörder ist, hat man damit viel mehr das Gefühl einem Kriminellen über die Schulter zu schauen, als einem Hauptkommissar. Er steht zwar nicht ganz alleine da – einige seiner Kollegen stellen sich auf seine Seite – dennoch wirkt er wie ein Einzelkämpfer, der Nichts unversucht lässt um seine Ehre zu retten. Dabei muss er nicht nur schrittweise nachvollziehen, was es mit dem Mord auf sich hat, sondern auch herausfinden wer etwas gegen ihn hat. Dazu zieht es ihn von seinem Wohnort – in der Nähe von Florenz – nach Neapel und damit in den Wirkungsbereich der Mafia.

Die Abschnitte rund um den Commissario werden von Kapiteln unterbrochen, die einen Blick auf andere werfen. So erfährt der Leser auch, wie die Ermittlungen gegen ihn vorangehen und wer – auf Seiten der Polizei aber auch auf Seiten der Kriminellen – involviert ist.

Fazit: Mal ein etwas anderer Krimi, der bei mir gut angekommen ist.

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Spannung, Mafia und ein sympathischer Comissario der zwischen die Fronten gerät, dieses Buch hat alles was einen guten italienischen Krimi ausmacht. Fusco hat Potential und fügt sich problemlos in die Reihe der „Genre-Größen“ ein. Gerne mehr!

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Commissario Tommaso Casabona steht plötzlich unter Mordverdacht, nur weil ein inhaftierter Mafioso ihn beschuldigt, um selbst besser dazustehen. Casabona taucht unter und kann mithilfe einiger Kollegen, die noch zu ihm halten, die Zusammenhänge klären.
Auch wenn er nun wieder in seine alte Position zurückkehren darf, so bleibt doch ein schlechter Ruf an ihm haften, weil sein Fall in der Presse zu sehr aufgebauscht worden ist und die involvierten Dienststellen kein Interesse daran haben, Verantwortung für die Fehlentscheidung zu übernehmen. 
Der Autor Antonio Fusco ist in seinem Hauptberuf Forensiker. Demnach gehe ich davon aus, dass bei den beschriebenen Verhältnissen innerhalb des italienischen Polizeiapparates viel Wahres darunter ist. Eigentlich ist der Fall Casabona eine interessante Story, aber Fusco hat einen sehr distanzierten Schreibstil, der eine persönliche Bindung des Lesers zu den Personen verhindert. Für mich geht dadurch ein Teil der Spannung leider verloren.

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6. Fall

Commissario Casabona wird frühmorgens von seinen Kollegen aus dem Bett geholt. Allerdings nicht zu einem Einsatz, wie man eigentlich erwarten würde, sondern mit einem Durchsuchungsbefehl. Casabona steht unter Verdacht, den Liebhaber seiner Frau, den Arzt Marco Romoli ermordet zu haben. Casabona täuscht seine Kollegen und ihm gelingt die Flucht. Er taucht unter und legt geschickt falsche Fährten, um die Ermittler abzuhängen. Offenbar weiß Casabona, dass er seinen eigenen Leuten und den polizeilichen Ermittlungen nicht vertrauen kann.
Doch ein paar Vertraute stehen zu ihm und unterstützen ihn bei seinen Nachforschungen nach dem wahren Täter. Dabei erfährt Casabona recht schnell, wer ein wahrer Freund ist und wer nicht. So wendet sich seine derzeitige Freundin sehr schnell von ihm ab. Unerwartet erhält er dagegen Unterstützung von seiner Ex-Frau. Bei seinen privaten und nicht immer legalen Ermittlungen wird Commisario Casabona klar, dass er es mit der Mafia zu tun hat und er sucht ,,alte Bekannte“ in Neapel auf, was nicht ungefährlich ist.
Offenbar ist Commisario Casabona in Italien schon länger bekannt und es gibt eine ganze Reihe Krimis mit ihm. Dass dieser Band ,,Schatten der Vergangenheit“ (Originaltitel ,,La stagione del fango“) der 6. Fall der Reihe ist, merkt man insofern, dass Casabonas Vorgeschichte zwar immer mal wieder angedeutet, aber nicht näher erläutert wird und man auch von ihm als Person leider zu wenig erfährt, was sehr schade ist.
Ein gut lesbarer, spannender und unterhaltsamer Krimi, zu dem man aber gern auch die Vorgängerbände lesen würde.

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Nun stell dir vor, du lebst zufrieden in der Toskana, gehst deinem Beruf als Kriminalkommissar nach, und plötzlich stehen eines Tages am frühen Morgen deine Kollegen vor der Haustür, um deine Wohnung zu durchsuchen! Wobei du überhaupt nicht weißt was hier los ist. Als du erfährst, dass du unter Mordverdacht stehst, flüchtest du. Denn du hast nichts getan! Als Erstes nutzt du deine Kontakte, um herauszufinden, warum du in einem Mordfall nun der Hauptverdächtige bist, während du schon ahnst in welche Richtung sich die Sache entwickelt. Nämlich mit Vollgas in die Kreise der Camorra! Kannst du dir nicht vorstellen? Dann lies dieses Buch und begleite Commissario Casabona bei seinem persönlichen Fall.

Für mich hat es sich schon immer gelohnt, mich mit den Büchern aus dem Tropen/Klett-Cotta-Verlag näher zu beschäftigen, da ich schon mehr als einmal mit Qualität hinsichtlich Themen, Cover und Schreibstil des jeweiligen Autors überrascht wurde. Insofern war ich voller Erwartung auf den Kriminalroman des mir bisher unbekannten Antonio Fusco, der mich laut Klappentext mit der undurchsichtigen Welt der Camorra bekannt machen wollte.

Schon gleich zu Anfang wurde deutlich: Dieser Autor konzentriert sich auf das Wesentliche und verzichtet dabei auf langatmige Detailbeschreibungen. Ich fand das bis kurz vor Ende sehr erfrischend, vor allem, weil trotzdem alles für den Fall Notwendige ankam was ankommen sollte und nichts von dem italienischen Charme, der unbewusst immer mitschwang, verloren ging.

Ich mochte die Figur des Commissario Tommaso Casabona, dessen unaufdringlichen Scharfsinn und die wohlgesonnene Energie zwischen ihm und den Kollegen seines Teams. Der Autor setzte sich meiner Meinung nach bemerkenswert mit seiner Hauptfigur auseinander und blieb dabei alles andere als oberflächlich, was sich vor allem in Form von Casabonas Gedanken widerspiegelte. Diese gut verteilten Sprünge in Tommasos Seelenleben wurden nie ausschweifend oder langweilig, sondern zeigten sich eher anspruchsvoll und fixierten damit den Commissario nochmals deutlich als Hauptakteur dieses Kriminalromans. Alle anderen Figuren wurden nur angerissen, ich erfuhr von ihnen nicht mehr als nötig, was mich jedoch keinesfalls störte. Es passte einfach zum Konzept des Buches.

Casabona wirkte sympathisch, offen, gerecht und umsichtig im Umgang mit seiner Misere und blieb trotz allem in erster Linie Mensch. Dabei fuhr er alles einschlägige Wissen, aber auch Kontakte auf, die er im Laufe seiner beruflichen Laufbahn knüpfte, um Gefallen einzufordern. Sein Vorgehen wirkte auf mich sehr authentisch, wie auch der dargestellte Umstand, unschuldig verfolgt zu werden.

Schwierigkeiten hatte ich allerdings mit den vielen italienischen Namen, inklusive der Dienstgrade, die ich mir nur zum Teil merken konnte, was meinen Lesefluss von Zeit zu Zeit leider etwas stocken ließ. Ich muss auch zugeben, dass ich etwas an Spannung vermisste, was mich lange Zeit nicht störte, die jedoch gegen Ende definitiv fehlte. Denn hier ging es ermittlungstechnisch ganz schön zur Sache, wobei der Weg zum Ziel meiner Meinung unzureichend behandelt wurde. An dieser Stelle hätten tatsächlich mehr Details und Handlung der Geschichte gut getan, um einen fulminanteren Showdown und mehr Tempo zu transportieren. So blieben bei mir die Emotionen gegen Ende aus, ebenso das große Staunen über die Auflösung. Schade drum, denn ich mochte die Figuren und auch die Idee des Autors sehr.

„Schatten der Vergangenheit“ hat mich anfangs begeistert, gegen Ende jedoch eher gleichmütig zurückgelassen. Für mich glänzte vor allem die Loyalität und der Zusammenhalt des Ermittlerteams, mit einem unwahrscheinlich sympathischen Commissario. Auch, wenn mir der Schlussakt zu dürftig war, hält mich das nicht davon ab, auch das nächste Buch von Antonio Fusco ins Auge fassen.

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