Liebesheirat

Roman

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Erscheinungstermin 19.03.2022 | Archivierungsdatum N/A

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Zum Inhalt

"Monica Ali schreibt mit einem Talent und einer Weisheit, die nur wenige Autoren in ihrem Leben erreichen"  The Sunday Times Yasmin Ghorami ist sich sicher: Mit Joe Sangster hat sie den Mann fürs Leben gefunden. Doch als der Hochzeitstermin näherrückt und Yasmins Eltern auf die unkonventionelle, feministische Mutter von Joe treffen, wirbeln ungeahnte Geheimnisse Yasmins strukturiertes Leben durcheinander. Was als tragikomischer Liebesroman beginnt, entwickelt sich zu einer bewegenden Geschichte über Menschen aus zwei Kulturen, die versuchen, einander zu verstehen.Yasmin und Joe haben große Pläne für die Zukunft. Doch bevor es für die beiden angehenden Ärzte ans Heiraten geht, steht das erste Kennenlernen ihrer Familien an. Und das hat es in sich. Denn während Yasmins traditionsbewusste Eltern schon bei einem Zungenkuss empört den Fernseher ausschalten, eilt Joes Mutter ein Ruf als feministische Ikone voraus. Und tatsächlich hält das Abendessen im noblen Primrose Hill überraschende Entwicklungen bereit. Jedoch völlig anders als gedacht, denn zwischen den beiden Müttern des Brautpaars entsteht eine Freundschaft, die mit althergebrachten Gewohnheiten bricht. Schon bald stehen Yasmin und Joe nicht nur vor der Herausforderung, ihre eigene Beziehung neu zu bewerten, sondern auch die Beziehungen zu ihren Eltern auf den Prüfstand zu stellen. Nach über zehn Jahren hat die große britische Erzählerin Monica Ali endlich ihren lang erwarteten neuen Roman vorgelegt. Ein guter Zeitpunkt, um diese außergewöhnliche Autorin zu entdecken. 

"Monica Ali schreibt mit einem Talent und einer Weisheit, die nur wenige Autoren in ihrem Leben erreichen" The Sunday Times Yasmin Ghorami ist sich sicher: Mit Joe Sangster hat sie den Mann fürs...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783608984989
PREIS 25,00 € (EUR)

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Klapptext: Yasmin und Joe haben große Pläne für die Zukunft. Doch bevor es für die beiden angehenden Ärzte ans Heiraten geht, steht das erste Kennenlernen ihrer Familien an.
Fazit: Anhand des Covers ist es sehr schwer zu erahnen um was es in diesem Buch geht. Doch das ändert sich bereits nach dem Lesen der ersten paar Seiten gewaltig. Yasmin Ghorami und Joe Sangster wollen heiraten. Sie sind sich beide sicher, dass sie den jeweils richtigen Partner gefunden haben. Der Leser meint eine Liebesgeschichte zu lesen, doch dies ist weit mehr als das. Es ist eine Geschichte, welche versucht zwei verschiedene Kulturen zu verstehen. Vor der Hochzeit steht das Kennenlernen der beiden Altern auf dem Programm. Das dafür vorgesehene Abendessen in einem nobel Restaurant entwickelt sich anders als gedacht. Das Lesen dieser Geschichte ist mehr als nur spannend, sondern ein Leckerbissen. Daher bleibt von mir eine Leseempfehlung nicht aus.

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Ganz anders als erwartet entwickelt sich Monica Alis Roman "Liebesheirat". Was als Liebesgeschichte beginnt, wird nach und nach zum verworrenen Spiel der Gefühle, zu einem Geflecht von unausgesprochenen Wahrheiten und emotionalen Verletzungen, aus dem sich die Protagonistin Yasmin, ihre Familie und der Verlobte Joe nur langsam befreien können. Alle scheinen etwas zu verbergen und brechen nach und nach aus einem Gefüge aus, das für Yasmin so sicher und beständig erschien. Der stolze indische Vater, der sich mit dem Sohn entzweit, die angepasste Mutter, die ungewohnte Wege beschreitet und der starke Joe, der sich in einer Therapie eingestehen muss, dass sein Verhältnis zu seiner Übermutter eine äußerst zerstörerische Kraft besitzt. Ein wunderbarer Roman über das Aufeinandertreffen zweier Kulturen und die Auseinandersetzung mit der eigenen Familiengeschichte. Mit großer Sorgfalt bereitet Ali ein breites Spektrum an unterschiedlichen Charakteren aus, die die multikulturelle Vielfalt der britischen Gesellschaft ebenso widerspiegeln, wie deren unterschiedliche Gesellschaftsschichten und Facetten menschlichen Handelns und Denkens. Absolute lesenswert!

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Eine Geschichte unserer Zeit, zwischen Integration, Feminismus, Liebe, Geheimnisse und Freundschaft.

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Yasmin und Joe haben einiges gemeinsam: Beide sind junge Ärzte kurz vor dem Ende ihrer Facharztausbildung, beide leben noch zu Hause - London ist schließlich teuer. Doch während Joes Mutter eine Angehörige der britischen Oberschicht ist, bestens vernetzt und feministische Autorin von Büchern, in denen auch schon mal entblößte Penisse zu sehen sind, sind Yasmins aus südasien stammende muslimische Eltern deutlich weniger freizeügig. Insbesondere die stark religiöse Mutter ist eher prüde. Bei Küssen im TV wird der Kanal gewechselt. Während Yasmin und Joe den nächsten Schritt zu einem gemeinsamen Leben machen wollen, sollen sich die Yasmins Eltern und Joes Mutter erstmal kennenlernen - kann das gutegehen?

Doch das Familiendinner am Beginn von Monica Alis "Liebesheirat" ist nicht die letzte Herausforderung, nicht nur für die beiden Liebenden. In gewisser Weise ist die Begegnung allerdings ein Katalysator, der eine ungeahnte Kettenreaktion auslöst. Familiengeheimnisse auf beiden Seiten, unerwartete Freunschaften, der Umgang mit kulturellen Unterschieden, Traditionen und Bildern von Familie - Yasmin und Joe sind zu einem ganz neuen Blick auf die jeweils eigene Familie und auf ihre Zukunft als Paar gezwungen.

Daneben zeichnet "Liebesheirat" auch ein Porträt der modernen Migrationsgesellschaft mit ihren unterschiedlichen Facetten. Yasmin sieht sich vor allem als britisch an, ihre beste Freundin hingegen ist bei allen feministischen Einstellungen und einer Karriere als Anwältin für Arbeits und Einwanderungsrecht eine Verfechterin von modest fashion und halal dating. Yasmins jüngerer Bruder liebäugelt mit islamischer Identität und Aktivismus, ohne wirklich mit der Religion vertraut zu sein. Als seine englische Freundin von ihm schwanger wird, empört dies ausgerechnet Yasmins Vater, der eigentlich der "moderne" Elternteil ist und ebenfalls Arzt. Doch dass sein Sohn ein Mädchen aus einer Sozialwohnung geschwängert hat, löst hier wohl einen sozialen Snobismus aus.

Das ist aber nicht die einzige Krise, während sich Joes und Yasmins Mütter überraschend gut verstehen, gleichzeitig Familien und Paare auseinanderdriften und sich auch Joe und Yasmin Fragen über ihr Verhältnis zu Liebe, Sexualität und Partnerschaft stellen müssen. So manche Gewissheit, die zu Beginn des Buches ganz klar schien, wird im Verlauf der Erzählug ins Wanken geraten. Ali schaut genau hin, hinterfragt ihre Figuren, lässt sie gewissermaßen immer menschlicher wirken. Scheitern kann auch befreiend sein, das ist eine der Lehren dieses Gegenwartromans, der sowohl Liebes- als auch generationsübergreifende Familiengeschichte ist und mit scheinbar vertrauten Vorstellungen gründlich aufräumt. Dabei bleibt der Roman trotz schwieriger Themen unterhaltsam und heiter. Auch bei knapp 600 Seiten kommt nicht das Gefühl auf, hier sei die Handlung aufgeblasen worden. Klare Leseempfehlung.

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Totaler Lesegenuss!
Ein toller Einstieg in Probleme, die entstehen können, wenn zwei Kulturen aufeinanderstoßen.
Unter dem Mantel: Eltern sind so was von peinlich - woraufhin man als Kind natürlich gleich Schuldgefühle hat.
Tolles Cover, das den Inhalt super widerspiegelt.

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Multikulti

Die britische Schriftstellerin Monica Ali
ist in Bangladesch geboren und in Großbritannien aufgewachsen.

Die Protagonistin Yasmin aus dem Roman „Liebesheir“ hat den gleichen Hintergrund.
Nach dem Titel und dem Anfang denkt man es wäre nur ein Liebesroman, aber er entwickelt sich ganz anders.

Yasmin ist Assistenzärztin und mit Joe verlobt.
Da werden langsam richtige Tragödien ans Lict gezerrt.

Die Autorin schreibt mit einfühlsamen und gekonnten Ton. So wird gute Literatur gemacht.
Allerdings wurde es mit mittendrin etwas langatmig, dann kam Schwung in die Geschichte ud es wird wieder interessanter. Vielleicht wären ein paar Seiten weniger angebracht.

Trotzdem ist der Roman lesenswert und unbedingt zu empfehlen.

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Dieser Roman hat mich gepackt und mitgerissen. Monica Ali schreibt so locker flockig mit Tiefgang, daß man vom Schmunzeln zum Grübeln zum Nachdenken zum Schmunzeln gebracht wird. Tolle quirlige intelligente Unterhaltung mit vielen Facetten, eine Autorin, der ich folgen werde.

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Ich kann gar nicht genau beschreiben was es war, das mich schon am Klappentext von "Liebesheirat" fasziniert hat, sodass ich das Buch unbedingt lesen wollte. Genauso wenig lässt sich für mich so genau greifen, was es dann genau war, das mich beim Lesen von "Liebesheirat" immer wieder Seite für Seite hat umblättern lassen. Vielleicht waren es die Charaktere, die mit jedem Kapitel ein weiteres kleines Geheimnis über sich selbst offenbarten, vielleicht war es auch der Clash der Kulturen, die hier aufeinandertreffen, was immer wieder für Reibung und Spannung sorgt, vielleicht waren es aber auch die Beziehungen der Charaktere untereinander, die so vielschichtig und teils ambivalent waren, dass es sich wie aus dem Leben gegriffen anfühlte. Und vielleicht war es auch alles zusammen.

Ich jedenfalls war begeistert von dieser Geschichte, die Tragik, Spannung, Drama und so viele moderne Themen so klug aufbereitet miteinander vereint. Absolute Leseempfehlung!
(Beim Lesen musste ich immer wieder an "Crazy Rich Asians" von Kevin Kwan denken - wer dieses Buch mochte, wird "Liebesheirat" lieben!)

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Ein interessantes und auch unterhaltsames Buch über Yasmin, die zwischen ihren indischen Wurzeln und ihren Gefühlen zu Joe, ihrem englischen Freund, hadert, den sie heiraten will. Oder heiraten sollte. Und eigentlich liebt. Oder etwa nicht?
Es geht um mehr als eine Hochzeit zwischen Yasmin und Joe, sondern auch um die kulturellen Unterschiede, das Bild der Frau in verschiedenen Gesellschaften und auch die Beziehungen zwischen Familienmitgliedern. Das Buch las sich sehr schnell und es war auch gut geschrieben. Ich hätte allerdings weniger Themen, dafür mehr Tiefe bevorzugt. Vor allem fand ich die Geschichte von Joe nicht wirklich passend und zu oberflächlich behandelt. Auch wenn die Länge des Buches ok war, finde ich, dass das Buch davon profitiert hätte, wenn man Joes Familiengeschichte rausgelassen hätte.

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Das Buch von Monica Ali habe ich mit größter Freude gelesen. Man vermutet eine Liebesgeschichte, aber es geht um Beziehung zum Freund, zu Eltern, zur Familie, zu Kollegen, um unterschiedliche Kulturen und Weltanschauungen, um Verletzungen, um Träume und um vieles mehr. Es ist ein Buch, bei dem keine einzige Seite langweilt und ich kann es aus größter Überzeugung empfehlen.

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Ein wunderbarer und bereichernder Schmöker, der locker-flockig beginnt und dann immer mehr an Tiefe gewinnt und existenzielle Fragen stellt, wie z.B. "Was wissen wir über die, die wir lieben?" und "Wann wissen wir überhaupt, ob wir jemanden lieben?" Mit viel Verständnis für ihre Figuren zeichnet Monica Ali deren Gedanken und Handeln auf und macht es möglich, dass man sich und seine Mitmenschen sehr gut in ihnen wieder erkennt und sich in sie hineinversetzen kann. Ein Buch, das Empathie fördert und den Blick weitet, vor allem aber ein großer Lesegenuss.

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Gefühlswirrwarr und Konfliktchaos
Yasmin Ghorami, 26, Assistenzärztin in der Geriatrie, und ihr Verlobter, der 30jährige Arzt Joe Sangster, haben beschlossen zu heiraten - zuvor jedoch steht noch das Kennenlernen der beiden Familien an. So treffen sich Yasmin mit ihren konservativen und prüden bengalischen Eltern zum Abendessen mit Joe und dessen moderner, alleinerziehender Mutter Harriet in deren Londoner Haus, um die Modalitäten der Hochzeit zu besprechen. Entgegen der Befürchtungen des Paares verstehen sich die beiden so unterschiedlichen Mütter auf Anhieb, was für alle Beteiligten noch ungeahnte Folgen haben wird …
Die britische Schriftstellerin Monica Ali wurde 1967 in Bangladesch geboren. Sie ist die Tochter eines bengalischen Vaters und einer englischen Mutter. Später zog ihre Familie nach England, wo sie in Oxford Philosophie, Politik- und Wirtschaftswissenschaften studierte. Heute lebt Monica Ali mit ihrem Mann und zwei Kindern in London. „Liebesheirat“ ist der fünfte Roman der Autorin, der in deutscher Übersetzung erschienen ist.
Titel und Cover lassen einen humorvollen Liebesroman erwarten, doch dem ist nicht so. Zerlegt man den Titel in Liebe + Heirat, lassen sich bereits Gegensätze erkennen. Die Autorin verarbeitet hier das Aufeinandertreffen gänzlich verschiedener Kulturen, die doch so verschieden gar nicht sind. Alle Beteiligten haben ihr Traumata, machen Fehler, alle haben ihre Geheimnisse und alle schweigen lieber, anstatt sich auszusprechen. Sie versuchen sich zu verstehen, reden aber meist aneinander vorbei. So müssen sich auch Yasmin und Joe Gedanken über ihre Beziehung machen und ihr Verhältnis zu den Eltern neu ordnen.
Monica Ali hat einen Schreibstil, der sich leicht und ohne Mühe lesen lässt. Trotz einiger in meinen Augen unnötiger Längen, zu vielen medizinischen Fachbegriffen und unzähligen religiösen Floskeln bleibt eine gewisse Spannung durchgehend erhalten. Es geht in der Geschichte um sehr vielschichtige Probleme. Nicht nur das Aufeinandertreffen der verschiedenen Kulturen wird thematisiert, auch ganz alltägliche Themen wie Missstände in der Gesundheitspolitik, Personalmangel im Krankenhaus, Unterbezahlung, Rassismus und der Entscheid zum Brexit werden behandelt. Sehr interessant fand ich auch Joes Besuche bei einem Sexualtherapeuten, wobei gleich weitere Themen wie Fremdgehen und der Umgang mit Sexualität aufgegriffen werden.
Sehr vielschichtig sind auch die Charaktere der einzelnen Protagonisten, von denen nicht alle Sympathieträger sind. Besonders Yasmin konnte bei mir nicht punkten. Ich fand ihr Benehmen oft kindisch und einer 26Jährigen nicht angemessen. Sie neigte dazu, für alle ihre unbedachten Handlungen anderen die Schuld zuzusprechen und für ihre fortwährende Wut auf Freunde, Kollegen und Familienmitglieder nie die Fehler bei sich selbst zu suchen und einzugestehen. Alle Personen neigen zu überraschenden Sinneswandel, so dass insgesamt keine Langeweile aufkommt. Der Schluss war für mich, nach den gehäuft aufgetretenen Krisen und Problemen, doch etwas zu versöhnlich und auf heile Welt programmiert.
Fazit: Ein durchaus lesenswerter Roman mit vielen aktuellen Themen und überraschenden Wendungen.

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Ein sehr gelungenes Buch, dass mit dem Kennenlernen
der Eltern des Liebespaares, die vor ihrer Hochzeit stehen,
richtig Fahrt aufnimmt.
Verschieden Kulturen, unterschiedliche Lebensauffassungen,
Vorurteile , aber auch Ehrlichkeit in der Beziehung und sich
selbst gegenüber sind die Themen von denen dieses Buch
handelt.
Es hat mir sehr gut gefallen, es ist gut geschrieben und
regt zum Nachdenken an.

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Monica ALis neuestes Buch ist wieder einmal ein großer Lesegenuss. Ein Gesellschaftsroman der auf die Familienprobleme einer "Multikulti-Liebesheirat" eingeht, mit viel Humor und Witz, aber auch mit ernstem Hintergrund.. Monica ALi weiß worüber sie schreibt, selbst aus Indien stammend und heute in London lebend, in einer Stadt in der die Migration dazugehört. Ein wunderbarer Roman ,und auch das Cover ist ein Hingucker und paßt zu diesem sehr empfehlenswertem Buch.
K-Kersten

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Zu Beginn der Lektüre lässt sich das Buch vermeintlich leicht durchschaubar an: ein verlobtes Paar, das zwei unterschiedlichen, sehr gegensätzlichen Kulturen angehört und der skurrile Weg ihrer Liebesgeschichte bis zum Gang vor den Altar. Aber dann macht Monica Ali die vermeintlich so simple Geschichte zu einem Komplexen Verwirrspiel der Gefühle, bei dem alle Figuren und ihre Beziehungen untereinander komplett aufgebrochen und neu zusammengesetzt werden. Ali hat ein wunderbares Auge für ihre Charaktere und das, was sie antreibt, geht mit ihnen nicht immer den erwarteten Weg und präsentiert dem Leser am Ende ein sprachgewaltiges Werk über die Komplexität der menschlichen Gefühle, das großen Lesespaß verbreitet.
Wirklich eine wunderbare Lektüre!

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Ich vermutete eine amüsant zu lesende Liebegeschichte, doch es kam anders. Sie, Muslimin und Kind indischer Eltern, in London geboren und er, weißer Engländer aus der Oberschicht, lieben sich und wollen heiraten. Jeder trägt sein Päckchen, das ihm von den Eltern mitgegeben wurde, und muss sich damit auseinandersetzen. Was wissen sie beide von ihren Eltern, deren Leben und Vorstellungen ? Der Roman nimmt Fahrt auf und viele Gesellschaftsthemen werden angesprochen. Großartige Unterhaltung mit Tiefgang.

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Der vordergründige Plot - zwei Familien treffen sich, weil die Kinder heiraten wollen - wird durch viele Erzählstränge ergänzt. Man erfährt viel über indisches Familienleben, indisches Essen und indische Werte. Man erfährt über Einwanderung und Ausgrenzung, Religion und Feminismus in Großbritanien. Dazu lernt man gut skizzierte Personen kennen, die man gerne auf ihrer Reise begleitet. Man muss sich ein bisschen auf das Buch einlassen, denn es ist umfangreich und sprachgewaltig. Hier ein großes Lob an die Übersetzerin. Einen Stern ziehe ich ab, weil an vielen Stellen doch Pladitüden verarbeitet werden, wo der Leser Besseres verdient gehabt hätte.

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Der Roman Liebesheirat von Monica Ali liest sich flüssig und mit grossem Vergnügen. Die Geschichte der Tochter indische Einwanderer und Ihrer Beziehung zu einem Sohn einem Sohn einer feministischen englischen Legende reisst mit und öffnet die Augen zu vielen Vorurteilen und Voreingenomenheiten, die auch aufgeklärte Intellektuelle im heutigen London unbewusst noch hegen mögen. Die gelungene Vermittlung von indischer Kultur und Geschichte und parallel dazu dijeniger englischer Mittelschichtsangehöriger ist sehr gut geschrieben und die Figuren wachsen einem ans Herz!

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Ein pageturner auf hohem Niveau. Die Geschichte der zwei Liebenden, die anfangs so schon vorbestimmt scheint, nimmt aufgrund von tiefer in die Familien(geschichten) eintauchenden Erzählverlauf unerwartete Wendungen.

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Der Roman „Liebesheirat“ von Monica Ali erzählt die Beziehungsgeschichte von Yasmin, Ärztin und Tochter einer bengalischen Einwandererfamilie und von Joe, ebenfalls Arzt und Sohn einer alleinerziehenden linksliberalen Mutter, die durch feministische Bücher und Vorträge eine gewisse Berühmtheit in der Londoner Gesellschaft erlangt hat. Joe und Yasmin wollen heiraten und das erste Treffen der Familien steht bevor. Nicht nur die beiden Hauptfiguren, sondern auch die Leser*innen erwarten einen typischen Culture Clash, doch es kommt anders. Die Sorgen, die sich vor allem Yasmin zu Beginn des Buches macht, verblassen in dieser Chronik einer oder mehrerer Liebesgeschichten, die nur oberflächlich mit den Unterschieden kultureller Hintergründe zu tun hat. Denn das Motiv der „Liebesheirat“ zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch und die Beziehungen aller Protagonist*innen werden gründlich seziert und auseinandergenommen.
Dies ist spannend zu lesen wie eine Kriminalgeschichte, teilweise erschütternd wie eine Tragödie und immer mit dem typischen britischen Humor erzählt, der gleichzeitig liebevoll und schmerzhaft bissig ist. Es wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, so dass man nicht Gefahr läuft, Partei nur für eine Figur zu ergreifen, sondern teil hat an der Entwicklung des Geschehens, das auch immer wieder Überraschendes zu Tage fördert.
Absolute Leseempfehlung!

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Yasmin Ghorami und Joe Sangster möchten heiraten und anlässlich der Hochzeitsplanung treffen ihre Familien aufeinander - und damit auch unterschiedliche Kulturen. Bald kommt es zu Konflikten, denn auch jede Familie für sich hat ihre Geheimnisse, die möglichst nicht an die Oberfläche kommen sollen. Und auch Yasmin und Joe haben einander nicht alles anvertraut...
Ein wunderbarer, vielschichtiger Roman mit feinem Humor und liebevoll gezeichneten Personen

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Aufmerksam geworden durch das ungewöhnliche Titelbild und angesprochen durch die Kurzinformation, dann nochmals durch die Posts bei Instagram angeregt, habe ich mich neugierig für diesen Titel der mir bisher unbekannten Autorin Monica Ali entschieden. Zuvor habe ich kurz einen Blick auf ein paar Seiten ihres Titels "Brick Lane" geworfen, fand mich angenehm unterhalten und los ging´s mit diesem fast 600 Seiten starken Roman.
Diese Multikulti-Geschichte hat mich so manche Stunde lang auf´s Beste unterhalten. Als Mutter von jungen Erwachsenen konnte ich mich in wirklich alle der scharf beobachteten Charaktere hineinversetzen, die Hintergründe und Beweggründe ihres Handelns oder Schweigens bestens nachvollziehen und mich und meine Mitmenschen in so vielen Details, Handlungen, Gedanken wiedererkennen. Ich glaubte fast, so manche Figur real zu kennen. Die persönliche Reflexion über das Gelesene dürfte auf jeden Fall für jede Leserin (die Zielgruppe sehe ich eher weiblich) ein großer Gewinn sein.
Diesen Titel und auch "Brick Lane", verfügbar als Taschenbuch (oftmals sprengen 25 € für ein gebundenes Buch ja den gesteckten Rahmen für das gesuchte Geschenk), werde ich als Dauertipp in das Sortiment meiner kleinen Buchhandlung aufnehmen, die entsprechende Käuferschicht habe ich auch schon klar vor Augen.
Dem Verlag Klett Cotta danke ich ganz herzlich für dieses so unkompliziert über NetGalley zur Verfügung gestellte Leseexemplar.

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Nachdem ich das Buch "Brick Lane" der Autorin Gelsen hatte, wollte ich "Liebesheirat" ebenfalls unbedingt lesen!
"Brick Lane" ar ein Buch, welches mir auch nach jähren immer noch im Kopf geblieben ist!

In "Liebesheirat" geht es um eine indische Familie, Leben zwischen den Kulturen, Liebe und die Frage, wie tief man seine eigene Familie, seine Eltern wirklich kennt. Hauptfigur in diesem Buch ist Yasmin, welche kurz vor ihrer Hochzeit mit Joe steht. Nach und nach kommen "Geheimnisse" ans Licht bzw. geht das Buch in die Tiefe der Empfindungen der einzelnen Personen.
Zum Inhalt möchte ich gar nicht weiter eingehen, weil er an sich nicht spektakulär ist, jedoch die Erzähl- und Schreibweise von Monica Ali so viel mehr ausmacht!

Monica Ali schafft es, einer jeden Figur eine Stimme zu geben. Jede noch so kleine Nebenfigur zeichnet sich aus und bleibt im Gedächtnis. Ich habe dieses Buch in kürzester Zeit gelesen, mitgefiebert und lieb gewonnen. Es regt zum Nachdenken und Hinterfragen an. Wirklich toll!

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Yasmin Ghorami ist an einem Punkt in ihrem Leben, wo alles perfekt zu laufen scheint. Als Assistenzärztin in der geriatrischen Abteilung hat sie einen sinnvollen Beruf mit guten Zukunftsaussichten, in ihrem Verlobten Joe, ebenfalls Arzt, eine liebevolle Beziehung. Das Verhältnis zu ihren aus Indien stammenden muslimischen Eltern ist stabil und auch mit Joes Mutter Harriet, einer entschiedenen Feministin, die sich für sexuelle Befreiung starkmacht, versteht sie sich gut. Yasmins größte Sorge scheint die erste Zusammenführung dieser beiden ungleichen Familien zu sein, möglichst ohne Katastrophen und Szenen. Doch überraschender Weise läuft das Treffen gut, besonders die beiden Mütter entwickeln schnell eine enge Freundschaft. Die wahren Fallstricke lauern woanders. Mit dem Näherrücken der Hochzeit entdecken sowohl Yasmin als auch Joe Aspekte ihrer Familien, die sie zwingen, ihre eigenen Wünsche, Vorstellungen und Beziehungen völlig neu zu überdenken.

Ich muss zugeben, besonders stilistisch hatte ich mir von „Liebesheirat“ von Monica Ali mehr erwartet. Besonders, da ihr Roman „Brick Lane“ es bis auf die Shortlist des Booker Prize geschafft hat, eines Preises, der meinen Geschmack nicht immer trifft, aber zumindest in literarischer Hinsicht für hohe Qualität steht. „Liebesheirat“ hat sich für mich eher wie bessere Unterhaltungsliteratur gelesen, die durchaus das ein oder andere Mal die Grenze zum Banalen oder sogar Kitschigen überschreitet und den arroganten Kleinkritiker in mir das Gesicht verziehen lassen hat. Auf der anderen Seite kann Ali aber auch sehr starke Szenen schaffen. Öfters habe ich mich komplett im Geschehen verloren, mich mit gefreut und mitgelitten. Das galt besonders für die Szenen mit den alten Patienten im Krankenhaus und jene mit Yasmins Vater, dessen innerer Kampf mit der Diskrepanz zwischen Lebensentwurf und Realität sehr greifbar war. Überhaupt hat Ali ein Talent für Figuren, die einem ans Herz wachsen, an deren Außen- und Innenleben man gerne teilnimmt.

Was die Geschichte betrifft, so könnte man einwerfen, dass sie ein wenig überladen ist. Wie plötzlich alles aus den Fugen zu geraten scheint, es an allen Ecken und Enden brennt… Das kann einem übertrieben vorkommen, gerät aber nicht in den Bereich der Unglaubwürdigkeit. Ein wenig bedauert habe ich, dass es keine wirklichen Paukenschläge gab. Als Leser habe ich vielleicht nicht immer gewusst, was als nächstes passiert, es aber durchaus geahnt. Ein wenig hat mich der ganze Aufbau des Romans an eine Fernsehserie erinnert. Inklusive Cliffhanger am Ende der Kapitel.

Ich habe „Liebesheirat“ nicht als ein Buch gelesen, in dem es um die Komplikationen interkultureller Beziehungen oder Zugehörigkeit geht, sondern viel mehr um die Komplexität und Vielfalt menschlicher Beziehungen, familiärer, freundschaftlicher, sexueller, partnerschaftlicher… Und die Frage, welche Wichtigkeit wir uns und unseren Bedürfnissen in diesem Netz zusprechen oder einfordern.

Ich habe von Lesern, denen „Liebesheirat“ nicht sonderlich gefallen hat, gehört, dass „Brick Lane“ ein ganz anderes Niveau habe. Ich werde dieser Behauptung sicher noch auf den Grund gehen, doch für sich genommen habe ich „Liebesheirat“ zwar nicht als Must-Read empfunden, aber sicher als ein Buch, dass mich gut unterhalten hat.

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Toller Roman, der viele Themen gut miteinander verwebt. Wie Kulturelle Unterschiede, Gesundheitssystem Großbritanniens, Auseinandersetzung mit Eltern. eigenen Weg finden.und so weiter.
Trotz der dicke ist es nicht langweilig oder zu ausufernd. Es macht einfach Spass.

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