"Alles schaukelt, der ganze Bunker schaukelt"

Die letzten Kriegskinder erzählen

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Erscheinungstermin 24.08.2021 | Archivierungsdatum 05.04.2022

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Zum Inhalt

Wie haben Kinder den Nationalsozialismus und Zweiten Weltkrieg erlebt? Dieser Frage ist die Autorin Barbara Halstenberg in rund 100 Zeitzeugeninterviews nachgegangen. Die Zeitzeugen berichten von Bomben, Flucht und fehlenden Vätern, von Einsätzen als Hitlerjungen und dem Bund Deutscher Mädel, Vergewaltigungen und Kriegstraumata. Es kommen ehemalige Verfolgte zu Wort wie auch Kindersoldaten und Kinder von Tätern. Sie erzählen von der Indoktrination durch die Nationalsozialisten, vom Spielen zwischen Trümmern und Ruinen und von der von Hunger und Kälte geprägten Nachkriegszeit. Die Autorin ergänzt die Zeitzeugenerzählungen mit kurzen Hintergrundinformationen, die eine zeitgeschichtliche Einordnung erleichtern.
Diejenigen, die aus eigenem Erleben über den Nationalsozialismus und Zweiten Weltkrieg erzählen können, werden weniger. Die 1930 geborenen sind heute 90, die 1940 geborenen 80 Jahre alt. Viele von ihnen beginnen erst im hohen Alter von ihren oft verdrängten, manchmal traumatischen Kindheitserlebnissen zu berichten. Für uns Jüngere besteht die letzte Chance, unseren Eltern und Großeltern zuzuhören und die Generation der Kriegskinder zu verstehen. Die im letzten Kapitel vorgestellten Anleitungen für ertragreiche Zeitzeugengespräche können dies unterstützen.

Wie haben Kinder den Nationalsozialismus und Zweiten Weltkrieg erlebt? Dieser Frage ist die Autorin Barbara Halstenberg in rund 100 Zeitzeugeninterviews nachgegangen. Die Zeitzeugen berichten von...


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https://www.spiegel.de/geschichte/kriegsende-1945-wir-flirteten-mit-den-verwundeten-soldaten-a-8a128526-020b-4f4f-b20a-e7e8ee8afb85

https://www.spiegel.de/geschichte/kriegsende-1945-wir-flirteten-mit-den-verwundeten-soldaten-a-8a128526-020b-4f4f-b20a-e7e8ee8afb85


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Hardcover
ISBN 9783955102586
PREIS 28,00 € (EUR)

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Aus dem Klappentext

Wie haben Kinder den Nationalsozialismus und Zweiten Weltkrieg erlebt? Dieser Frage ist die Autorin Barbara Halstenberg in rund 100 Zeitzeugeninterviews nachgegangen. Die Zeitzeugen berichten von Bomben, Flucht und fehlenden Vätern, von Einsätzen als Hitlerjungen und dem Bund Deutscher Mädel, Vergewaltigungen und Kriegstraumata. Es kommen ehemalige Verfolgte zu Wort wie auch Kindersoldaten und Kinder von Tätern.

Mir haben oft die Worte gefehlt und ich hatte mit den Tränen zu kämpfen.
Schlimm, dass gerade wieder in Europa die gleichen, oder ähnlichen Verbrechen an Kindern wieder passieren.
Hat die Welt denn nichts gelernt?
Die Autorin hat mit viel Gefühl und Empathie die Geschichten der wahren Opfer des Krieges aufgegriffen und anschaulich lebendig erzählt.
Das Buch wäre eine Bereicherung bei jedem Schullehrplan im Bereich Geschichte.
Ergreifend, aufwühlend und schockierend.
Ich vergebe 5 Sterne.

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Bald können die Kinder der Kriegsjahre nicht mehr erzählen, denn bald gibt es sie nicht mehr. Dieses Buch ist genau deshalb so wichtig, damit wir sie und ihr Leben nicht vergessen. In einigen Jahren können wir zwar eine neue Generation Kriegskinder befragen, aber ihre Erfahrungen werden andere sein.

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Mit der jetzigen Generation der über 80igjährigen sterben die letzten Augenzeugen des Nationalsozialismus
und Zweiten Weltkriegs. Die Autorin Barbara Halstenberg hat in diesem beeindruckenden Werk aus ca. 100 Zeitzeugen Interviews die Erlebnisse der damals noch Kinder bzw. Heranwachsenden schriftlich für die Nachwelt festgehalten.
Zusammengefasst nach Schwerpunktthemen werden die einzelnen Kapitel mit weiterführenden Hintergrundinformationen ergänzt.
Erschüttert hat mich neben den zahlreichen erschreckenden Erlebnissen, berührenden Schilderungen und furchtbaren Traumata der Betroffenen vor allem die bildhafte Sprache der damals Jüngsten, sowie mitunter fast zu nüchternen Schilderungen, der etwas Älteren. Dies verdeutlicht die falsche Normalität unter der die Betroffenen aufwachsen mussten.
Dieses Buch habe ich abschnittsweise lesen müssen, denn noch lange hallte das Gelesene in mir nach.
Meiner Meinung nach sollte dieses Buch zur Pflichtschullektüre werden, denn nichts berührt mehr als Zeitzeugen Schilderungen.
Klare Leseempfehlung!

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„Alles schaukelt, der ganze Bunker schaukelt, von Barbara Halstenberg, EBook 507 Seiten erschienen im Osburg-Verlag.
Die letzten Kriegskinder erzählen. Wie wir Eltern und Großeltern richtig zuhören.
Barbara Halstenberg hat die letzten Zeitzeugen, die Menschen, die den zweiten Weltkrieg als Kinder miterlebt haben, gesucht und sie gebeten über ihre Erinnerungen und Erlebnisse zu berichten. Über 100 Interviews sind hier zusammengefasst und ein erschütterndes Buch ist dadurch entstanden.
Halstenberg hat das Buch in Kapitel zusammengefasst dadurch ist die Lektüre sehr übersichtlich.
Jedes Kapitel ist über den Beiträgen fett gedruckt aufgeführt. Verschiedene Themen z.B. Bombenkrieg, Flucht und Vertreibung oder Vergewaltigungen. Darunter als Überschrift, die Kernaussage der berichtenden Person, darunter Namen, Wohnort, Geburtsjahr und Beruf.
Die Autorin ist Journalistin und interessiert sich für die alltäglichen Geschichten der Menschen. Und so fragte sie sich was andere Personen aus der Generation ihrer Großmutter erlebt haben. Was sie von damals noch in sich tragen. Und so begann sie in ihrem Umfeld zu recherchieren. Viele Kinder kannten damals nichts anderes als die Realität des Krieges. Ausbombung, Vergewaltigungen, Tote, Vertreibung, Hunger. Viele haben unter der NS-Erziehung gelitten. In diesem sehr wichtigen Buch kommen viele von ihnen zu Wort. Es sind die letzten Zeugen und bald wird niemand mehr da sein, der darüber berichten kann. Sie schrieb die Erlebnisse auf um den nachfolgenden Generationen die Möglichkeit zu geben, sich zu informieren. Viele der Zeitzeugen bekundeten auch, dass sie Angst haben, dass sich die Geschichte wiederholen könnte. Ein wichtiges Mahnmal gegen das Vergessen. Ein Antikriegsbuch. Noch ist die Geschichte direkt durch die Erinnerungen erfahrbar. Gerade noch. Die Zeit ist knapp.
Auch mein Vater Jahrgang 1936 hat mir viel über die Kriegszeit erzählt. Sein Schicksal hätte ebenfalls in dieses Buch gepasst. Der Kummer seines Lebens war es, seinen Vater nie mehr sehen zu können. Der ist in Stalingrad vermisst. Auch mein Vater hat oft so reagiert wie es im Buch beschrieben ist. Bereitwillig erzählt hat er eigentlich erst in seinen letzten Lebensjahren. Darüber bin ich unendlich froh.
Die Lektüre ist nicht leicht. Unglaublich was es da zu lesen gibt, wenn ich es nicht aus den Erzählungen meiner Eltern und Großeltern gehört hätte, man hätte es nicht glauben mögen. Es ist entsetzlich grausam unheimlich ergreifend und macht den Leser traurig zumindest jedoch nachdenklich, so etwas darf nie wieder passieren und doch geschieht es immer wieder überall auf der Welt. Mir ist es nicht leicht gefallen, oft habe ich den Reader aus der Hand gelegt weil ich es einfach nicht mehr ertragen habe, mir die Tränen kamen.
Besonders gut fand ich auch, dass die Autorin zusätzlich noch Tipps gibt, wie solche Gespräche am besten zu führen sind.
Ein wichtiges Buch, gut geschrieben, leicht zu lesen aber nicht leicht zu ertragen. Jeder sollte dieses Buch lesen. Eine absolute Leseempfehlung und volle Punktzahl 5 Sterne.

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Sehr interessant und lehrreich

In diesem Buch erzählen einige Kriegskinder von ihrem Schicksal. Wie sie den Zweiten Weltkrieg erlebt haben, wie für sie die Nachkriegszeit war und wie der Krieg auch ihr heutiges Leben und vor allem das Leben ihren Kindern und Enkel beeinflusst. Es war sehr interessant, aufschlussreich und auch beeindruckend zu lesen, wie die Kriegskinder den Krieg erlebt haben. Viele von ihnen kannten ja gar nichts anderes. Für sie war es normal. So konnten sie auch in Trümmern spielen. Dennoch begleitete sie täglich die Angst, ihre Liebsten zu verlieren. Bei vielen fehlte der Vater. Als diese später wieder zurückkamen, waren es andere Menschen. Zwischen den Kapiteln gibt es immer wieder historische Fakten zu den Themen die im jeweiligen Kapitel betrachtet wurden. Teilweise wiederholten sich einzelne Geschichten etwas. Das Buch ist sehr lehrreich und man kann den Krieg mal aus Kinderaugen betrachten. Erschreckend ist, dass sich die Erlebnisse der Kinder bis zu ihren Enkeln erhalten und diese noch beeinflussen.
Es ist schon sehr erschreckend, was die Kinder alles mitmachen mussten, was sie erleben mussten und entsprechend verarbeiten musste. Eigentlich waren sie alle auch nach dem Krieg auf sich allein gestellt und niemand war da mit dem sie sich austauschen konnten, um ihr erlebten zu verarbeiten. Die meisten verdrängten es einfach. Und nun, im hohen Alter, bekommen sie doch das Bedürfnis mal darüber zu sprechen. Viele von diesen Kriegskindern mussten schon im Grundschulalter erwachsen sein. Und sich um ihre jüngeren Geschwister kümmern oder den fehlenden Vater ersetzen.
Mir hat das Buch gut gefallen, da es einem einfach mal neue Einblicke in den Krieg gibt und man so mal alles aus einer anderen Sicht sehen kann. Ich vergebe vier von fünf Sterne.

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