Taras Augen

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Erscheinungstermin 09.02.2022 | Archivierungsdatum 07.06.2022

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Zum Inhalt

Ein Augenblick – eine Katastrophe – eine Liebe

Tara und Alún fühlen sich zueinander hingezogen. Doch ein Streit bringt sie auseinander. Und ehe sie sich versöhnen können, katapultiert ein verheerender Chemieunfall sie in ein anderes Leben. Alún bleibt in der sicher entfernten Großstadt und zeichnet sich mit seiner Street-Art fast um Kopf und Kragen. Tara kehrt in das verseuchte Gebiet zurück und schwimmt um ihr Leben. Werden die beiden wieder zueinanderfinden?

Kraftvoll und ungeheuer eindringlich erzählt Katharina Bendixen von lebensgefährlicher Umweltzerstörung, vom Missbrauch staatlicher Macht, von blinder Liebe und wahrer Verbundenheit. 


Ein Augenblick – eine Katastrophe – eine Liebe

Tara und Alún fühlen sich zueinander hingezogen. Doch ein Streit bringt sie auseinander. Und ehe sie sich versöhnen können, katapultiert ein...


Eine Anmerkung des Verlags

Noch nie war Near-Future so nah. Auch in der Realität sind Umweltzerstörung, Überwachung und Ausgrenzung allgegenwärtig.
Und zwei Jugendliche trotzen der Katastrophe und dem Verlust ihrer Liebe.
Taras Augen ist ein sprachgewaltiges dystopisches Szenario, erzählt aus der Perspektive der Protagonisten.

Noch nie war Near-Future so nah. Auch in der Realität sind Umweltzerstörung, Überwachung und Ausgrenzung allgegenwärtig.
Und zwei Jugendliche trotzen der Katastrophe und dem Verlust ihrer Liebe.
...


Vorab-Besprechungen

„Trifft in die Seele der Jugendlichen“ – Kathrin Schrocke, Autorin

„Ein beklemmendes Szenario, dem man sich nicht entziehen kann. Meisterhaft erzählt!“ – Britta Selle, MDR Kultur


„Trifft in die Seele der Jugendlichen“ – Kathrin Schrocke, Autorin

„Ein beklemmendes Szenario, dem man sich nicht entziehen kann. Meisterhaft erzählt!“ – Britta Selle, MDR Kultur



Marketing-Plan

TikTok-Kampagne mit fünf BookToker:innen bis zum Erscheinen: über 160000 Aufrufe von #tarasaugen (Stand 29.11.2021)

Große Presse-Kampagne und Buchpremiere in Leipzig zur Buchmesse

TikTok-Kampagne mit fünf BookToker:innen bis zum Erscheinen: über 160000 Aufrufe von #tarasaugen (Stand 29.11.2021)

Große Presse-Kampagne und Buchpremiere in Leipzig zur Buchmesse


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Klappenbroschur
ISBN 9783958541818
PREIS 17,00 € (EUR)

Auf NetGalley verfügbar

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Katharina Bendixen ist hier ein spannender, hintergründiger, romantischer - einfach toller Jugend/Allage Roman gelungen.
Ich bin begeistert und freue mich darauf dieses inhaltlich und auch optisch absolut gelungene Buch an unsere Leserschaft zu empfehlen.
Hier noch einige Schlagwörter:
Umweltzerstörung, Überwachung, Selektion, Freundschaft, Selbstzweifel und Mut

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Inhalt: Tara und Alún waren seit Kindertagen befreundet, als sich die Gefühle langsam in Liebe änderten. Doch nach einem großen Streit ließ Tara ihren ehemaligen Jugendfreud links liegen und als sie nach einem Chemieunfall endgültig auseinandergerissen werden, glaubt Alún seine Freundin für immer verloren zu haben. Und so fangen beide ein neues Leben an. Doch keinem von beiden gehen diese Gefühle aus dem Kopf und als Alún dann glaubt, mit Tara zu chatten, obwohl in Wirklichkeit ein anderes Mädchen dahintersteckt, nimmt eine neue Geschichte ihren Lauf.

Meinung: „Taras Augen“ ist ein Jugendbuch über Schicksalsschläge, erste Liebe und Verlust. Im Mittelpunkt stehen Alún und Tara, aus deren Blickwinkeln die Geschichte erzählt wird.
Tara ist im Schwimmteam ihrer Schule und hat dort einen recht großen Freundeskreis. Ihre Mutter ist Künstlerin und da die Familie nicht viel Geld hat, müssen sie, nach der Evakuierung, schnell wieder zurück in die nach dem Chemieunfall wieder freigegebene Zone. Hier darf man Tara bei ihrem neuen Alltag begleiten, den sie gemeinsam mit ihren Freunden verbringt. Man fühlt sich wie in einer dystopischen Welt, da viele Häuser verlassen sind und die Bewohner praktisch sich selbst überlassen werden.
In der taffen, aber verschlossenen Ste findet Tara eine neue Freundin, muss aber auch mit Schicksalsschlägen fertig werden. Und sich dann plötzlich ganz neu in ihrem Leben zurechtfinden.
Alún stammt aus einer reichen Familie und so kann er nach dem Unglück ein neues Leben anfangen. Jedoch wird er als Überlebender ständig von seinen Mitschülern angestarrt oder ausgegrenzt. Außerdem geht Tara dem künstlerisch begabten Jungen einfach nicht aus dem Kopf. Und so beginnt er die traumatischen Erlebnisse auf seine Art zu verarbeiten, ebenso wie die Erinnerungen an Tara.
Die Geschichte ist gut gemacht und oftmals traurig. Das ganze Szenario wirkt echt und ungekünstelt, sodass man sich gut vorstellen kann, dass nach einem Chemieunfall wirklich so, oder so ähnlich, gehandelt wird. Man erfährt nicht nur viel von den Überlebenden und ihren unterschiedlichen Lebenswegen, sondern auch wie die Öffentlichkeit und die Verantwortlichen damit umgehen.
Die Liebesgeschichte ist zwar irgendwie allgegenwärtig, steht jedoch trotzdem nicht im Mittelpunkt. Nach und nach erfährt man, was zwischen den Charakteren wirklich geschehen ist und was zu dem großen Bruch zwischen den beiden geführt hat.
Mir hat die Geschichte gut gefallen und ich denke, dass Fans des Genres hier sicher auf ihre Kosten kommen werden.

Fazit: Gut gemachte Geschichte über Schicksalsschläge und Freundschaft. Sehr zu empfehlen.

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Ein Chemieunfall in einer dystopischen Welt reißt Tara und Alun auseinander - auch wenn beide schon vorher zerstritten waren. Unabhängig von dieser Katastrophe, die giftige Substanzen freisetzt, ist diese fiktive Welt in der die beiden Jugendlichen leben, schon vorher ein Überwachungsstaat. Wächterdrohnen beispielsweise sind an der Tagesordnung.
Der Roman beginnt mit dem Unfall. Praktisch die ganze Handlung lang verbringen Tara und Alun getrennt voneinander. Beide Umgebungen sind alles andere als perfekt und keiner der beiden hat sie sich ausgesucht.
Tara und Alun sind beide sehr authentisch und kämpferisch. Man fiebert und leidet gerne mit ihnen mit.
Es ist ein spannendes Setting und ein fesselnder Jugendroman, der mir sehr gut gefallen hat.
4 Sterne.

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Near future Science Fiction. Mehr als nur ein Jugendbuch über Probleme von jungen Menschen in einer nahen zukünftigen Welt. Durch die Explosion einer Arzneimittelfabrik in einer Wohngegend kommt es zu einer Umweltkatastrophe, Menschen sterben, ein größeres Gebiet wird verseucht. Das Leben vieler Menschen ändert sich innerhalb eines Augenblicks. Die Verantwortlichen wiegeln ab, was die von ihnen abhängige Verwaltung und Politik zulassen. Aber es gibt auch eine Gruppe von Aktivisten, die sich dagegen wehren.
Zu allem kommt der ganz normale Wahnsinn im Alltag von Menschen um die 15 Jahre. Unverstandene Halbwüchsige mit peinlichen Eltern. Hierzu gehören auch die verliebten Protagonisten Tara und Alun. Und von überall blicken Taras Augen hinab.
Spannend und in junger Sprache geschrieben spiegelt das Buch drängende aktuelle Fragen von Umweltschutz, Verantwortung für die Umwelt und Widerstand gegen Verantwortungslosigkeit. Das alles ohne zu überfrachten oder mit dem erhobenen Zeigefinger zu belehren.

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Als es in Factory 11, der Chemiefabrik mitten in einem Wohngebiet der Stadt Rekan, zu einer Explosion kommt und unbekannte Gefahrstoffe austreten, verlassen die Dorons entschlossen ihr Stadtviertel. Neben der 15-jährigen Tara Doron und ihrer Mutter Aino gehören zu den Flüchtlingen auch der gleichaltrige Alún und seine Familie. Zunächst kommen die Betroffenen in einer Notunterkunft unter. Wer jedoch keine Arbeit findet, verliert seine Aufenthaltserlaubnis und muss gezwungenermaßen in den kontaminierten Stadtteil zurückkehren. Eine kleine Gruppe Erwachsener und Kinder schlägt sich fortan ohne Hilfe von außen in der „Gelben Zone“ durch. Wir treffen die beiden Jugendlichen im dystopischen Szenario eines Überwachungsstaates, der seine Bürger dauerhaft über SigPhones kontrolliert und diszipliniert. Seinen von der Chemiekatastrophe betroffenen Bürgern Arbeit und Unterkunft zu vermitteln, scheint nicht zu den Qualitäten dieses Staates zu gehören.

Jugendliche haben sich längst ein Schlupfloch aus der allgegenwärtigen Überwachung geschaffen, indem sie ihre vorgeschriebenen Phones abgeschirmt verbergen und falsche „SickPhones“ benutzen, wenn sie etwas Privatsphäre haben möchten. Das Mädchen „Ste“, das Tara anspricht, scheint ohne Erwachsene allein in der Zone zu leben und wer für Alúns 7-jährige Schwester verantwortlich ist, ging in der Aufregung offenbar verloren. Alún kann - bisher unentdeckt - sein gewaltiges Kunstprojekt durchziehen. Er beklebt, wie ein Banksy der Zukunft, die Stadt mit bemalten Kacheln, die am Ende ein Gesamtbild oder eine Botschaft ergeben sollen. Ste, Tara und Alún verbindet noch aus der Zeit vor der Explosion eine komplizierte Beziehung. Doch seit der Chemiekatastrophe ist Tara von Alún nicht mehr zu erreichen. Bis vor kurzem noch Wettkampfschwimmerin, erkennt Tara nach einem schwer zu erklärenden Unfall, dass in der Folge der Explosion Jugendliche urplötzlich erblinden. Sie und ihre Familien werden damit vom Staat und dem verantwortlichen Unternehmen jedoch allein gelassen.

Nachdem für meinen Geschmack zu ausführlich in das dystopische Szenario nach einer Chemiekatastrophe eingeführt wurde, stellt sich die Frage, wie Tara und Alún ihr Beziehungsproblem lösen werden, wie es Tara in der gefährlichen Umgebung mit ihrer Behinderung ergehen wird und wie Alúns „Augenprojekt“ in die Geschehnisse einzuordnen ist. Mit der zu oberflächlichen Darstellung Taras, von der andere das Bild eines passiven, hilflosen Opfers zu haben scheinen, verrät Katharina Bendixen m. A. bereits zu früh, wohin sich die Geschichte entwickeln könnte. Wenn eine Gesellschaft bisher Wissen über Erblindung hatte und das Konzept des Mobilitätstrainings bekannt ist, gibt es keinen Grund, Tara zu bevormunden und sie z. B. mitzuzerren, ohne mit ihr über ihre Ziele zu kommunizieren.

Üppig ausgestattet mit Karte, Glossar, Personen- und Ortsliste und in einem Setting, dessen Trostlosigkeit durch fremd wirkende Orts- und Personennamen verstärkt wird, leidet Bendixens Jugendroman unter dem reduzierten Blick, den ihre beiden jugendlichen Icherzähler auf die Ereignisse haben. Für ein als gegeben definiertes Setting setzt der Beziehungsteil mit anschließender Lösung m. A. zu spät ein und bleibt durch die Wahl der Erzählperspektive unbefriedigend.

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"Taras Augen" von Katharina Bendixen ist eine Dystopie die zum nachdenken anregt.
Das ganze Buch kann als Kritik gegen die Macht großer Konzerne verstanden werden. Es wird aufgezeigt, dass die Konzerne große Fehler machen können, Menschen leben opfern können und trotzdem davon kommen. Sie können sich alles hinbiegen wie es ihnen passt, sie sind immun. Allein dadurch wird dieses Buch für mich zu etwas ganz großartigem!
Die Geschichte zweier junger Menschen die daneben existiert war wuderschön, wobei man sich auch oft die Haare raufen wollte, weil man die Entscheidung nicht gut hieß oder vielleicht sogar für total doof hielt. Besonders Alùn habe ich sehr ins Herz geschlossen mit seiner hoffnungsvollen, romantischen und doch kämpferischen Art und Weise, auch wenn er ab und zu etwas naiv war, aber das macht ihn aus. Mit Tara habe ich mich etwas schwer getan, weil ich ihr Verhalten oft nicht nachvollziehen konnte, dennoch finde ich, dass sie stärke besitzt, wodurch sie mich überzeugen konnte.
Das Buch hat mich am Anfang und im Mittelteil nur leider zwischendurch nicht ganz fesseln können, was das Buch aber nicht weniger toll macht. Für mich ist "Taras Augen" eine absolute Leseempfehlung!

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Dieses Buch ist mehr als nur ein normales Jugendbuch über die Probleme von jungen Heranwachsenden in einer nahen Zukunft.
Es spiegelt die brandaktuellen Fragen der jungen Menschen zum Thema Umweltschutz, unsere Verantwortung gegenüber der Umwelt und den Widerstand gegen die Verantwortungslosigkeit der Machthaber wieder.
Geniale Science Fiction der nahen Zukunft.
Die beiden Hauptprotagonisten Tara und Alun sind beide sehr authentisch und kämpferisch beschrieben.
Man konnte sich gut in sie hineinversetzen und hat regelrecht mit ihnen mitgelitten und mitgefiebert.
Alles in allem ein sehr spannender und fesselnder Jugendroman, der mir sehr gut gefallen hat.

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Dieses Buch hat nach Beendung noch ein paar Tage in mir weitergearbeitet. Das ist für mich eig immer ein gutes Zeichen, wenn es dazu anregt über Strukturen u. Systeme nachzudenken.
Mir hat die Jugenddystopie gut gefallen.
Für eine Dystopie läuft alles nach dem Fabrikunfall recht ruhig ab. Tara's und Aluns Geschichte wird Stück für Stück erzählt. Dabei sind die Charaktere aller Protagonisten recht eigenwillig. Es werden unvernünftige Handlungen umgesetzt, welche ich für Jugendliche noch nachvollziehbar halte. Da man sich in dem Alter eher selten große Gedanken um Konsequenzen macht. Trotzdem fand ich Tara teilweise recht naiv.
Generell muss man sich darauf einlassen können, dass die Rückkehrer recht unvorsichtig mit der Situation umgehen und sich nur wenig Gedanken um Folgeschäden machen.
Aber kann man sich darauf einlassen, wird man gut in eine politische Stimmung versetzt, welche aufzeigt wie schnell sich aus die Verantwortung gezogen wird und finanzielle Stärke, als auch Wirtschaft, über dem menschlichen Wohl stehen.
Auch die große Schere der Gesellschaft zwischen arm u wohlhabend wird aufgezeigt.
Das Ende bleibt recht offen. Dies fand ich persönlich schade, da man die ganze Zeit darauf gewartet hat, dass 2 bestimmte Charaktere aufeinander treffen u dann erfährt man nicht wie es für diese beiden ausgeht, sondern bekommt nur nen generellen Überblick über die Situation.

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Tara und Alún sind Nachbarn, aber auch so viel mehr und auch so viel weniger, als eine Explosion in der Factory11 alle Bewohner von Rekan dazu zwingt ihr zu Hause zu verlassen. Nach sechs Monaten in einer Notunterkunft kehrt Tara mit ihrer Familie in die vermeintlich sichere gelbe Zone zurück. Alún sucht Tara. Wird er sie finden und kann sie ihm verzeihen was damals geschehen ist? Kommt mit auf eine Reise durch einen realistischen Zukunftsroman.

Wow, das Buch hat mich seit langem mal wieder so beschäftigt, das ich davon sogar geträumt habe. Es ist so klar geschrieben, sodass man gar keine Probleme mit den ganzen neuen Begriffen hat. Falls man doch einmal vergessen hat, um was es sich z. B. bei einem Scoreboard handelt, gibt es am Ende des Buches eine Erklärung der Dinge, Namen und Orte. Auch eine Landkarte ist vorhanden, was ich wirklich genial finde. Von der ersten Seite fühlt man sich mitten im Geschehen und fiebert mit den beiden mit.

Tara beschreibt die verschiedenen Lebensabschnitte als ihre Leben. Ihr erstes Leben endete also mit der Explosion usw. In dieser Hinsicht finde ich ihre Denkweise sehr erwachsen, obwohl sie sich (verständlicherweise) auch immer mal sehr kindisch verhält. Ich mag Tara auf jeden Fall und konnte sehr mit ihr mitfühlen.

Alún ist ein Romantiker und wenn er nicht so schwerfällig handeln würde, wäre er perfekt 😉 Ich kann sonst wenig mit Kunst anfangen, finde aber, dass er die Welt so wunderbar anschaulich betrachtet, dass sogar ich Gefallen an der verrückten Kunst hatte.

Das Ende ist der Punkt warum das Buch nur 4 Sterne von mir bekommt. Ich denke, es soll Raum für Interpretation lassen, aber ich habe soooo viele Fragen. Wird es einen zweiten Teil geben? (Kann, muss aber nicht, da das Buch auch als abgeschlossen angesehen werden kann.)

⭐️ Von mir bekommt das Buch 4 Sterne!

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als Taschenbuch: 17.- Euro, 384 Seiten, erschienen am 09.02.22 bei der Mixtvision Mediengesellschaft mbH

als Kindle Ausgabe: 13,99 Euro, 297 Seiten, erschienen am 09.02.22 bei der Mixtvision Mediengesellschaft mbH

Ich habe dieses Buch vom Verlag als digitales Leseexemplar zur Verfügung gestellt bekommen und bedanke mich dafür ganz herzlich beim Verlag und bei Netgalley.

Tara und Alún sind 14, Nachbarn und mehr als gute Freunde. Zwischen ihnen entwickelt sich eine erste zarte Liebe, doch dann entzweien sich sich durch einen dummen Zufall und gerade da passiert ein Chemieunfall der die beiden jungen Leute dann entgültig trennt.

Wir steigen genau an diesem Punkt in die Geschichte ein, als Tara, ihre Mutter und ihr Großvater Beer in ihr altes Zuhause zurückkehren. Die unbetretbare rote Zone ist plötzlich in gelb umgewandelt worden und so dürfen/müssen sie zurück. Warum ich "müssen" geschrieben habe, das müsst ihr euch selbst erlesen.
Die Zone um Rekan ist vor 5 Monaten evakuiert worden, als es in Factory 11, einem örtlichen Unternehmen welches an neuartigen Arzneimitteln forscht, zu einer Explosion kam und giftige Stoffe ausgetreten sind. Nun soll die Zone wieder mit Rückkehrern besiedelt werden, allerdings darf nichts über die Lebensumstände dort nach außen dringen. Die Menschen, die freiwillig zurückgekehrt sind, werden völlig sich selbst überlassen und bekommen keinerlei Hilfen. Allerdings gibt es Aktivisten, die sich dagegen auflehnen. Das ist aber sehr gefährlich, da der große Konzern über beträchtliche finanzielle Macht und Mittel verfügt um Menschen mundtot zu machen.

Es geht aber in diesem Buch nicht allein um den gesellschaftskritischen Aspekt, sondern auch um die Jugendlichen, die in Rekan gelebt haben und nun wieder leben. Sie müssen sich neu einrichten im Leben, sich positionieren und haben zum Teil nicht mehr viele gute Zukunftsaussichten. Sie erfahren erste Liebe, Vertrauen und Verrat, Freundschaft und Auflehnung gegen die Eltern. Also eigentlich alles womit sich Jugendliche im realen Leben beschäftigen müssen.

Es ist ja ein Jugendbuch ab 14 Jahren und ich finde es für dieses Alter auch super geschrieben, denn es ist verständlich für Jugendliche in dem Alter und dürfte auch genau das Wiederspiegeln was die Jugendlichen beschäftigt. Auch die leicht dystopische Handlung finde ich sehr gut beschrieben, denn auch mit Umwelt und System beschäftigt man sich in diesem Alter ja bereits. Ich finde Gesellschaftskritik und Probleme die die Jugendlichen beschäftigen sehr gut zusammengeführt.

Katharina Bendixen beschreibt hier eine fiktive Zukunft, die sich nicht nicht zu sehr von der Gegenwart jetzt unterscheidet und ich denke damit ist sie auch ohne große Erklärung sehr gut greifbar.

Natürlich bin ich jetzt schon lange dem Jugendalter entwachsen, aber trotzdem fand ich das Buch spannend und auch für Erwachsene gut lesbar.

Von mir bekommt das Buch sehr gute 4*/5*.

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Ein Chemieunfall in ihrer Stadt reißt Tara und andere Jugendliche aus ihrem gewohnten Leben. Giftige Substanzen werden freigesetzt und die Stadt zur Sperrzone erklärt.

Tara war jahrelang mit Alún befreundet und beide haben sich verliebt. Allerdings gibt es einen Bruch zwischen ihnen – weit vor der Katastrophe – und beide werden auseinander gerissen, keiner weiß, wo der andere ist. Und dann dürfen die ersten Bewohner in ihre Häuser zurück. Tara und ihr Mutter ist ebenfalls dabei, allerdings wohnt jetzt im Nachbarhaus nicht mehr Alún, sondern ein ihr unbekanntes Mädchen und Tara ist anfangs ziemlich misstrauisch. Doch dann freunden die beiden sich nach und nach an.


Die dystopische Welt, in der alles geschieht, wird nicht weiter erläutert, aber das braucht es auch nicht, die Geschichte reißt mich als Leser so schnell mit, dass ich auch ohne große Erklärung alles erfassen kann.

Alún lebt weiter mit seiner Familie in der größeren Stadt und ist der Meinung, dass auch Tara noch da ist. Um sich zu entschuldigen und zu erklären, malt er auf kleinen Kacheln Taras Augen und klebt sie in der ganzen Stadt. Eines Tages trifft er auf ein anderes Mädchen, welches ihm helfen will. Anfangs skeptisch, freundet sich Alún mit ihr an und nach und nach werden ihm die Augen selbst geöffnet, und erkennt so viel mehr auch in dem Chemieunfall.


Auch Tara lernt eine neue Welt kennen, als sie mit ihrer Mutter und dem Großvater zurück kehrt. Chemische Substanzen sind noch vom Unfall da und die Zone ist keinesfalls so sicher, wie geadcht. Aber wohin sollen sie sonst? Für die, die nicht viel Geld haben, standen nur Notunterkünfte bereit, in die Tara auf keinen Fall zurück will.


Die Autorin hat hier eine dystopische Welt geschaffen, die einem als Leser gar nicht so weit entfernt vorkommt. Es ist eine Kritik gegen die Macht der Konzerne, und das man fast nie eine Chance hat. Es geht um Umweltzerstörung, Ausgrenzung und totale Überwachung. Es ist beklemmend, traurig und manchmal auch nur zum weinen. Das Buch kommt nicht als Liebesroman zwischen Tara und Alún daher und das ist wirklich gut. Trotzdem wird ihre Beziehung eine große Rolle spielen, und wie die beiden mit ihren Schicksalsschlägen umgehen.

Ich jedenfalls bin wieder einmal total begeistert und mir hat das Buch sehr gut gefallen. Ich kann es uneingeschränkt empfehlen und der Schreibstil der Autorin war so gut. Es war spannend und mitreisend und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Absolute Empfehlung von mir!

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Inhalt: Tara und Alún fühlen sich zueinander hingezogen, doch ein Streit bringt das junge Liebespaar auseinander. Ehe sie sich versöhnen können, katapultiert eine verheerende Umweltkatastrophe die beiden in einen Ausnahmezustand. Während Alún in der Großstadt bleibt und sich sich mit seiner Street-Art fast um Kopf und Kragen zeichnet, kehrt Tara in das verseuchte Gebiet zurück und schwimmt um ihr Leben. Sie durchleben jede Menge Selbstzweifel und Eifersucht, Täuschung und Enttäuschung, erleben aber auch Freundschaft, Liebe und Hoffnung. Werden die beiden Jugendlichen wieder zueinanderfinden?

Eine super schöne und sehr interessante Dystopie. Ich hab es sehr genossen, dieses Buch zu lesen und wurde immer wieder positiv überrascht.
Selten hatte ich ein Buch in den Händen welches laut Werbung für Fans von Divergent, Panem oder ähnlichem interessant sein sollte und es sich dann auch tatsächlich als Konkurrenz dieser tollen Reihe auch bewiesen hat.
Das ist echt ein super Kompliment, denn das sind meine absoluten Lieblingsreihen und daran kam lange nichts.

Ein absolutes Lesehighlight und eine klare Kauf- und Leseempfehlung meinerseits.

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Rezension zu „Taras Augen“

Autor*in: Katharina Bendixen

Verlag:Mixtvision

Altersempfehlung: ab 14

Rezensionsexemplar



Ein Chemieunfall verseucht in die Heimatstadt von Tara und Alún. Einst waren sie ineinander verliebt, doch jetzt leben sie verschiedene Leben. Alún lebt in einer sicheren Stadt, in seiner Freizeit sprüht er auf die Straßen Augen von einem Mädchen, das ihm einst viel bedeutet hat. Aus finanziellen Gründen muss Tara mit ihrer Familie zurück ins Sperrgebiet. Doch sicher ist man dort noch lange nicht. Besonders weil plötzlich immer mehr Bewohner dort erblinden.

Werden sie jemals wieder zurück zu einander finden?





Fazit

Ich fand die Geschichte ziemlich faszinierend. Über so ein Thema habe ich noch nie vorher eine Geschichte gelesen. Für mich waren am Ende noch ein paar Fragen offen. Es stört mich schon, dass man darauf keine Antwort bekomm. Ich denke aber, dass es kaum einen anderen auffällt.

Das Buch ist auf jeden Fall eine Empfehlung. Der Schreibstil ist super, man wird richtig in die Geschichte reingezogen. Das ganze Buch hat so eine besondere Atmosphäre. Ich könnte es mir richtig gut als Film vorstellen.

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Ein Szenarium um katastrophale Umweltverseuchung, um staatliche Kontrolle, um die erste Liebe!
Mit einem Chemieunfall, einer Explosion inmitten eines bewohnten Gebietes, beginnt sich das Leben nicht nur von Tara und Alún drastisch zu verändern. Von klein auf sind sie sehr befreundete Nachbarn, zur Zeit der Umweltkatastrophe jedoch gerade zerstritten in ihrer jungen Liebe mit 15 Jahren. Während Tara mit ihrer Familie in die verseuchte ‚Gelbe Zone‘ aus finanziellen Gründen zurückkehrt und erblindet, verweilt Alún in der sicheren Großstadt mit seiner Street-Art (Taras Augen) mit dem Risiko der staatlichen Überwachung und Verhaftung. Nach vielen Monaten finden sie sich jedoch wieder in der roten Zone, wo eine Sprengung des verseuchten Fabrikgebäudes bevorsteht.
Selbst nach drei Jahren steht der Prozess mit der Urteilverkündung gegen den Verursacher ‚Factory 11‘noch aus, bei der Aktivisten der Eyes Open Organisation die Hoffnung auf Beweise wie Zertifikate der o.g. Firma nicht aufgeben.
Dieses Szenarium um katastrophale Umweltvernichtung, um staatliche Kontrolle und sogar Machtmissbrauch findet sich bereits in unserem derzeitigen Umfeld. Für wahre Freundschaft und die erste große Liebe ist ebenso Platz in diesem futuristisch angehauchten Ambiente.

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Tara und Alun streiten sich, aber leider vereitelt ein schrecklicher Chemieunfall eine Versöhnung.
Aus Taras und auch aus Aluns Sicht werden die Folgen dieser Katastrophe erzählt.

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Ein tolles Buch. Gerade für Jugendliche, aber mir hat es auch gefallen. Spannend und romantisch, ich bin total begeistert. Es geht um das Kernthema Umweltzerstörung, was ja absolut zeitgemäss ist

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Nach etwas über 20 Prozent musste ich es leider abbrechen, schade - denn es steckte so viel Potenzial dahinter.
Aber leider war mir der Plott viel zu wirr, mit komplizierten Namen für Orte und Dinge wurde nur so um sich geschmissen, dass ich dachte, ich hätte einen zweiten Teil einer Reihe Grade in der Hand und bei den meisten Personen dachte ich "wer ist das noch mal?!", da die Charaktere nicht wirklich im Gedächtnis blieben.

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Welches Ereignis veränderte dein Leben: Wende, Tschernobyl, Fukushima, Corona, Ukraine? Katharina Bendixen erzählt von einem Chemieunfall in der Factory 11 und „Taras Augen“. Dystopische Nah-Zukunft.

Tara und Alún

Katharina Bendixen führt uns ohne Umschweife zu dem Ereignis, das den zentralen Konflikt in ihrem Roman auslöst: der Chemieunfall in Factory 11.

Die Menschen in dieser dystopischen Nah-Zukunft müssen die Region verlassen. Nicht ohne Grund erinnert der Unfall und die Vorgehensweise von Staat und Betreiber an Tschernobyl, mehr noch an Fukushima. Der Unfall trennt auch Tara und Alún.

Königskinder

Tara und Alún sind die Protagonisten in diesem Jugendroman und wie die Königskinder, die durch den Unfall nicht nur daran gehindert sind, ihren Streit beizulegen, sondern auch nicht zueinander kommen. Die Autorin tut gut daran, die beiden abwechselnd aus ihrer Perspektive erzählen zu lassen.

Interessant, dass Bendixen dafür jeweils die Ich-Perspektive wählt. Das bringt uns nicht nur den Protagonisten näher, sondern bringt Dynamik in die Handlung und in die Erzählweise.

Unsere Zukunft sind die Kinder

Katharina Bendixen macht uns mit Ihrem Roman noch einmal deutlich: Unsere Kinder sind die Zukunft. Und was tun wir ihnen an? Wie leichtfertig gehen wir mit ihrem Leben um.

Katharina Bendixen schreibt mit „Taras Augen“ einen modernen Jugendroman, der auch von Erwachsenen gelesen werden darf. Der Roman überzeugt sowohl durch seine schnörkellose Sprache als auch durch die authentische, dystopische, düstere Handlung.

Katharina Bendixen: Taras Augen
Mixtvision 2022

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Ein bedauerliches Missverständnis.

Abgebrochen bei 40 %.

Ich muss vorausschicken, dass ich grundsätzlich kein großer Fan von Jugendromanen bin. Nichtsdestotrotz habe ich schon den ein oder anderen gelesen, den ich durchaus ansprechend fand. Der Klappentext spricht hier von einem Chemieunfall und einer dystopischen Welt. Das klang interessant.

Von dem Unfall sieht und weiß man nach 2/5 des Buchs leider nichts, außer dass er passiert ist und dadurch eine "Gelbe Zone" entstanden ist. Die Bedeutung dieses Sperrgebiets(?) hat sich mir bis hierhin nicht wirklich erschlossen, da sich alle Personen doch relativ unbehelligt frei bewegen können.

Der Klappentext erwähnt auch, dass die Autorin sich die Freiheit nimmt "die dystopische Welt, in der das alles spielt, nicht groß zu erklären, sondern sie einfach als gegeben hinzustellen." Show, don't tell. Prima. Leider gibt es hier aber weder "show" noch "tell". Nur weil man Smartphones (und mehr sind sie bisher auch nicht) SigPhones nennt und es relativ viele Drohnen zu geben scheint, hat man damit noch keine überzeugende Dystopie geschaffen. Die regelmäßige Verwendung von englischsprachigen Bezeichnungen macht ein Buch auch nicht zur Sci-fi.

Was bleibt, ist die Geschichte einer Gruppe Jugendlicher (welche ich kaum auseinanderhalten konnte), die sich weitestgehend in belanglosen und doch sehr alltäglichen Erlebnissen dieser verliert. Dass der Schreibstil ebenfalls als sehr jugendlich daherkommt, war zu erwarten. Der Dealbreaker ist für mich letzten Endes das fehlende Gegengewicht. Es gab hier leider nichts, das mir diese Geschichte schmackhaft machen konnte.

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Ich hätte es nicht erwartet, weil ich mich schon wirklich sehr auf das Buch gefreut hatte, aber es hat mich wirklich nur mäßig überzeugt. Die Idee fand ich grandios, den Schreibstil weitestgehend angenehm. Jedoch fand ich den englisch-deutsch-Mischmasch nicht gerade motivierend. Bis zur Hälfte der Geschichte hatte ich auch wirklich meine Probleme die Charaktere zu greifen. Auch so blieben sie relativ blass, aber ich konnte sie etwas besser verstehen. Die Thematik ist sehr ernst, das Setting eher dystopisch, wobei auch dieses für mich eher schemenhaft dargestellt war.

Eben wegen der ernsten Thematik hatte ich gewisse Erwartungen bzw. auch wegen der Beschreibungen wie "sprachgewaltig" oder "eindringlich erzählt". Sicher entstand in meinem Kopf das ein oder andere "uff", vor allem als die Folgen des Unfalls klar wurden, aber mehr auch nicht. Auch sprachlich fand ich es absolut nicht gewaltig, was mitunter auch dem Sprachen-Mix geschuldet ist. Als Tara die Folgen am eigenen Leib zu spüren bekam, hätte ich mir so viel mehr erhofft, denn dies ist ein Lebensumstand, an den man sich nicht einfach mit ein bisschen einigeln und schmollen gewöhnt. Es fällt mir auch ungemein schwer, meine Meinung nieder zu schreiben, zumindest spoilerfrei, da es für mich einfach ein nettes Buch war, auf das ich jedoch auch gut hätte verzichten können. Vielleicht war es der falsche Zeitpunkt für uns, wer weiß.

Fazit:

Tolle Idee, aber mich hat es leider nicht richtig überzeugt.

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Eigentlich eine tolle Dystopie mit einer spannenden Idee, die aber vielleicht ein bisschen besser umgesetzt hätte werden können. Vielleicht bin ich aber auch einfach nur zu kritisch da ich nicht unbedingt die Zielgruppe bin. Jugendliche ab 14 Jahren werden dieses Buch bestimmt gut finden, da es sich mit aktuellen Problemen beschäftigt..

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Die Geschichte hat eigentlich vom Plot her ein großes Potential eine spannende zu werden. Ich habe Tara und Alun gerne in ihrem Alltag begleitet, der vor allem im Fokus stand - mit all den zugehörigen Gefühlen der Beiden. Schön dabei ist, dass wir in dem Buch immer wieder die Sicht Taras und dann Aluns erfahren. Die Geschichte an sich ist lesenswert; denn soweit von einem möglichen Szenario ist es nicht entfernt. Erinnern doch einige Aspekte auch schon an leider geschehene Unglücke und vorhandene Strukturen. Zum schnellen Durchlesen ist es ein interessantes dystopisches Buch..

Insgesamt fehlt mir für den Inhalt des Buchs allerdings die dazugehörige Spannung. Auch die Charaktere bleiben mir im Ganzen zu oberflächlich und hinterlassen dadurch leider keinen bleibenden Eindruck. Zudem lässt einen das offene Ende leider doch mit vielen Fragezeichen zurück.

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Buchinfo
Tara und Alún fühlen sich zueinander hingezogen, doch ein Streit bringt das junge Liebespaar auseinander. Ehe sie sich versöhnen können, katapultiert eine verheerende Umweltkatastrophe die beiden in einen Ausnahmezustand. Während Alún in der Großstadt bleibt und sich sich mit seiner Street-Art fast um Kopf und Kragen zeichnet, kehrt Tara in das verseuchte Gebiet zurück und schwimmt um ihr Leben. Sie durchleben jede Menge Selbstzweifel und Eifersucht, Täuschung und Enttäuschung, erleben aber auch Freundschaft, Liebe und Hoffnung. Werden die beiden Jugendlichen wieder zueinanderfinden? (Quelle: Lovelybooks)

Anfang
Die Sache ging so schnell, dass ich nicht mehr sagen kann, wo genau wir waren. Unser Bus war auf der Strecke zwischen Rekan und Nipad, das weiß ich noch. Und ich erinnere mich an den Knall. Eigentlich war es kein Knall. Es war eher das laute Stottern, das Mamas Motorsäge von sich gibt, wenn der Akku ausgeht.

Meine Meinung
Als Tara und Tulip auf dem Weg zum Training ins Schwimmbad sind, kommt der Verkehr plötzlich zum Erliegen. Eine schwarze Wolke erscheint am Himmel und niemand weiß so recht, was es damit auf sich hat. Es gab einen Unfall mit verherenden Folgen. Aus einer Chemiefabrik treten Stoffe aus, die die ganze Stadt unbewohnbar machen.

Fünf Monate später kehren Tara und ihre Familie an den Unglücksort zurück. Sie sind die ersten Rückkehrer, die sich wieder in der Gelben Zone niederlassen. Doch warum brennt dann Licht in Alúns Zimmer, mit dem Tara so viele Jahre befreundet war und seit Langem so zerstritten ist? Warum hat die Regierung die Stadt nicht aufgeräumt und die Straßen repariert? Warum fliegen keine Watcher-Drohnen am Himmel? Und warum hat die Nachbarskatze so merkwürdige Augen?

Prinzipiell will ich gar nicht viel erzählen, um nicht unnötig zu spoilern. Auf der anderen Seite möchte ich aber so viel zu dem Buch sagen - aber das würde euch vermutlich den Spaß am Lesen nehmen. Ich versuche mich also zurückzuhalten.

Manchmal mag man plötzlich Leute, denen man eigentlich die kalte Schulter zeigen wollte, weil sie sich, ohne zu fragen, in einem Zimmer einquartiert haben, das man für heilig hielt.
(Seite 101)

Nachdem Tara und ihre Familie zurück sind, trudeln immer mehr Menschen ein und auch einige Jugendliche sind dabei. Da es in der Gelben Zone keine Schule gibt und die Bewohner auch nicht raus dürfen, erhalten sie die Unterrichtsmaterialien auf ihre SigPhones (eine Mischung aus Smartphone und Ortungsgerät, über das auch die Bezahlung läuft - in dem Buch ist die Digitalisierung mehr als fortgeschritten)...doch sind wir mal ehrlich...welcher Tennager würde denn Hausaufgaben machen, wenn es keiner kontolliert und die Aussichten auf eine berufliche Zukunft sowieso eher mau sind? Richtig, niemand. Also dümpeln die Jugendlichen so vor sich hin und leben in den Tag hinein.

Ganz anders sieht es da in Tonfato aus. Das ist die Großstadt, in der alle Nicht-Rückkehrer bleiben. Dort organisieren die Jugendliche stille Proteste und verschönern die Stadt (zumindest zeitweise) mit illegaler Streetart. Die Digitalisierung und der Überwachungsstaat machen es ihnen da nicht gerade leicht. Das weiß auch Alún und trotzdem kann er nicht damit aufhören, die Stadt mit Fliesen zu bekleben, die alle das gleiche Motiv haben...

Kann man ein Mädchen lieben, das man seit acht Monaten nicht gesehen hat? Ein Mädchen, mit dem man über ein Jahr nicht gesprochen hat? Ist dieses Flattern in meinem Bauch überhaupt Liebe oder ist es nur eine Erinnerung?
(Seite 180)

Die ganze Zeit über hatte ich drei Fragen.

Was genau ist bei dem Unfall passiert?
Ist es nicht schädlich, nach fünf Monaten in ein verseuchtes Gebiet zu ziehen?
Was ist zwischen Tara und Alún vorgefallen, dass sie nicht mehr befreundet sein können?

Im Laufe des Buches wurden alle diese Fragen zu meiner Zufriedenheit beantwortet. Es gab also nicht nur Andeutungen oder Antworten, aus denen neue Fragen entstanden...zumindest nicht bis zum Epilog.

Und genau hier liegt auch mein einziger Kritikpunkt. Das Buch wäre für mich definitiv ein 5-Sterne-Buch gewesen, wenn der Epilog nicht gewesen wäre. Hätte das Buch einfach mit der eigentlichen Geschichte geendet, wäre es zwar ein offenes Ende gewesen, aber ich als Leserin hätte mir meine eigenen Gedanken dazu gemacht.
Nach dem Epilog haben sich etwa drölfhundert neue Fragen in meinem Kopf gebildet, von der nicht eine auch nur im Ansatz beantwortet wird. Soweit ich weiß, sollte dies ein Einzelband sein. Wenn dem wirklich so ist, dann hat die Autorin mit dem Epilog leider alles verkackt (ich muss es einfach so sagen). Sollte es aber doch noch einen zweiten Band geben, hat sie einen ziemlich gemeinen Ciffhanger geschrieben. Wenn dies der Fall ist, hoffe ich, dass das nächste Buch nicht zu lange auf sich warten lässt.

Fazit
Dieses Buch enthält eine Geschichte, die erstmal relativ oberflächlich wirkt (Noch eine Jugendbuch-Dystopie? Ist das wirklich nötig?), aber so viel Gesellschaftskritik enthält und zum Nachdenken anregt.

Am 26. April jährt sich Tschernobyl zum 36. Mal, das Unglück in Fukushima war am 11. März 11 Jahre her. Hat der Mensch daraus gelernt? Absolut nicht. In Frankreich kommen 70% des Stroms von 56 Atomkraftwerken und auch in Deutschland werden noch drei Stück betrieben. Die Auswirkungen von Tschernobyl waren auch in Deutschland spürbar - also hoffen wir mal, das nichts mehr passieren wird...sonst sehen wir nämlich ziemlich alt aus.

Digitalisierung ist gut. Smart Home, Smart TV, Alexa, Licht an und aus durch Spracherkennung, Drohnen die Bilder und Videos aufnehmen können...alles wahnsinnig praktisch und eine Erleichterung für manchen - aber was ist, wenn der Staat diese Dinge gegen dich verwendet? Wenn du mit Drohnen ausspioniert wirst, wenn dein Handy ein Ranking erhält, wordurch du manche Teile der Stadt nicht betreten darfst, oder du plötzlich nichts mehr kaufen kannst, weil jemand diese Funktion auf deinem Handy blockiert?

Wie kann es sein, dass Menschen in ein Gebiet ziehen müssen, das mit sehr großer Wahrscheinlichkeit ihrer Gesundheit schaden wird, nur weil sie es sich nicht leisten können, woanders zu leben? Schau mal raus. Das ist ein Umstand, der tagtäglich passiert. Menschen leben in Schimmelwohnungen, oder in eiskalten Zimmern, weil sie sich das Heizen nicht leisten können. Viel zu viele Menschen haben nicht mal eine Wohnung und müssen jede Nacht um ihr Leben bangen - mal wegen des Wetters und mal wegen anderen Menschen, die ihnen nicht gut gesonnen sind.
Auch in unserem Gesundheitssystem ist die Zwei-Klassen-Gesellschaft mehr als sichtbar. Wer es sich nicht leisten kann, bekommt manche Medikamente nicht. Du hast kein Geld für Verbandsmaterial? Dann muss deine Wunde wohl offen bleiben.

Natürlich gibt es neben der Kritik an der Gesellschaft und den Dingen zwischen den Zeilen auch noch Themen wie Freundschaft, Liebe, Familie, Ehrlichkeit, Versöhnung und Verrat. Somit dürfte für alle Lesenden etwas dabei sein, was fesselt und interessiert.

Ich vergebe eine absolute Leseempfehlung für dieses Buch! Allerdings hoffe ich auf einen zweiten Teil, damit ich mich mit dem Ende versöhnen kann.

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Ein wirklich spannendes Buch mit einer Liebesgeschichte, die mir fast zu "ausgeprägt" war. Natürlich gehört es meistens dazu und sie ist auch nicht zu kitschig, aber dennoch war die Liebesgeschichte bzw. das Drama um die beiden fast ein bisschen zu viel. Es passte zur Geschichte, aber ich hätte mir schon gewünscht, dass die Thematik um den Fabrikunfall um den es ging, ausgeprägter ist.
Aber das ist einfach persönliche Vorliebe.

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Nachdenklich. Überlebend. Zwischenmenschlich.
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Leseerlebnis :
"Taras Augen" wird im Wechsel aus den Perspektiven der Protagonisten Tara und Alún in der Ich-Form erzählt. Ich bin sehr gut in das Buch gestartet und hatte direkt sehr viele Fragen. Es war wirklich interessant die beiden Perspektiven und die ganz unterschiedlichen Lebenssituationen kennenzulernen und immer weiter hinter die Kulissen blicken zu können. Beide werden gut beschrieben und erhalten die nötige Tiefe. Die Nebencharaktere blieben mir leider etwas zu blass. Gerade Ste hätte meines Erachtens mehr Beachtung verdient, da sie keinen unwichtigen Part spielt. Für mich war sie bis zuletzt nicht wirklich greifbar.
Der Schreibstil von Katharina Bendixen ist  flüssig und fesselnd. Der Handlungsverlauf hat mir zunächst sehr gut gefallen und ich bin voller Spannung durch die Seiten geflogen. Dann stagniert beziehungsweise verliert sich diese allerdings und man verfolgt, dass neue "Normal" der beiden Protagonisten. Die Liebesgeschichte verblieb eher oberflächlich und zudem fehlte mir definitiv der dystopische Fokus. Mit dem Ende war ich persönlich nicht ganz zufrieden, da mir zuviele Fragen offen bleiben und es für mich, somit nicht ganz rund war. Auch hätte ich mir noch mehr Eindrücke von der Katastrophe und ihren Auswirkungen gewünscht.
Besonders gut gefallen hat mir, die Karte am Ende, sowie die Begriffs-, Ort- und Personenglossare.
Fazit:
Eine interessante Dystopie für Zwischendurch.

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