Das giftige Glück

Roman

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Erscheinungstermin 11.01.2022 | Archivierungsdatum 28.03.2022

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Zum Inhalt

Binnen weniger Tage wird der Bärlauch rund um Wien von giftigen Sporen befallen, deren Konsum zugleich euphorisches Glück und den sicheren Tod verspricht. Droge, Waffe, Flucht aus dem Leben: Viennese Weed kann fast alles sein.

Für die unheilbar kranke Olga bedeutet das Kraut die Chance auf einen Ausweg, auf ein selbstbestimmtes Sterben. Ihrer Freundin und Pflegerin Kiki drohen die Pilzsporen alles, was ihr wichtig ist, zu entreißen. Als Kiki für Olga das verhängnisvolle Kraut pflücken soll, trifft sie auf eine wütende junge Frau: die dreizehnjährige Jasse. Und die macht kurz darauf einen folgenschweren Fehler …

Plötzlich ist der Tod überall. Und was im Angesicht des Endes sichtbar wird, ist nicht weniger als das Menschlichste in uns selbst.


Binnen weniger Tage wird der Bärlauch rund um Wien von giftigen Sporen befallen, deren Konsum zugleich euphorisches Glück und den sicheren Tod verspricht. Droge, Waffe, Flucht aus dem Leben: Viennese...


Vorab-Besprechungen

„Gudrun Lerchbaum erzählt mit Wucht, jedes Wort sitzt, sie meint es ernst, da gibt es keinen Firlefanz – eine Wirkungsschreiberin.“

Simone Buchholz


„Gudrun Lerchbaum erzählt mit Wucht, jedes Wort sitzt, sie meint es ernst, da gibt es keinen Firlefanz – eine Wirkungsschreiberin.“

Simone Buchholz



Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Hardcover
ISBN 9783709981498
PREIS 19,90 € (EUR)

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Gudrun Lerchbaum - Das giftige Glück
Binnen weniger Tage wird der Bärlauch rund um Wien von giftigen Sporen befallen, deren Konsum zugleich euphorisches Glück und den sicheren Tod verspricht. Droge, Waffe, Flucht aus dem Leben: Viennese Weed kann fast alles sein.
Für die unheilbar kranke Olga bedeutet das Kraut die Chance auf einen Ausweg, auf ein selbstbestimmtes Sterben. Ihrer Freundin und Pflegerin Kiki drohen die Pilzsporen alles, was ihr wichtig ist, zu entreißen. Als Kiki für Olga das verhängnisvolle Kraut pflücken soll, trifft sie auf eine wütende junge Frau: die dreizehnjährige Jasse. Und die macht kurz darauf einen folgenschweren Fehler …

Meinung
Ich habe das Buch an einem Tag durchgelesen, richtig verschlungen.
Sprachlich und inhaltlich unglaublich fesselnd.
Stilistisch etwas herausforderndzumindest für mich.
Die Autorin schafft esl mich restlos zu begeistern.
Besonders mit ihren Protagonisten, aber auch mit ihrem Feingefühl
Ein Krimi, den jeder lesen sollte..
Eine ganz klare Leseempfehlung!

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Ein starkes Buch. Die Geschichte zieht einen in ihren Bann und lässt die Lesenden nicht mehr los.
Vor zwei Jahren wäre mir die Story noch unwahrscheinlich erscheinen. Mit der Corona-Erfahrung wirken die Dinge durchaus möglich. Bei der Erwähnung von FFP3-Masken musste ich leicht grinsen.

Die Charaktere wirken auf mich absolut authentisch. Die Handlung entwickelt einen spannenden Sog.

Obwohl das Buch einige Genres streift, sehe ich es als Krimi.

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Ein glücklicher Tod
Was wäre wenn ... eine Bärlauchmutation garantieren würde, schnell, glücklich und ohne Nebenwirkungen zu sterben? Würde eine Welle von Suiziden folgen? Von begleiteten Selbstmorden? Würde man selbst entscheiden können, ob man gehen möchte? Ist es leichter, jemanden zu ermorden?
Da wäre Olga mit ihrer unheilbaren MS. Kiki, ihre Assistentin mit Knastvergangenheit und Jasse, deren Mutter abgehauen ist. Könnte das Kraut ihr Schicksal ändern?
Oder ist der pilzbefallene, tödliche Bärlauch nur eine neue biologische Waffe, um Konzernen mehr Macht zu geben oder Regierungen zu helfen, die Bevölkerung zu manipulieren?
Gudrun Lerchbaum zeichnet ihre Protagonisten realistisch und gut vorstellbar. Ihre Schicksale sind glaubhaft. Leider bezieht sie unglaublich viele Fernsehinterviews mit langatmigen Monologen oder Diskussionen bzw. Artikel sogenannter Experten ein. Die Handlung ufert aus, nimmt ungeahnte Ausmaße an.
Dieser dystopisch anmutende fiktionale Roman ist ein interessantes Gedankenspiel und düstere Vision aus dem Haymoon Verlag.

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Sprachlich (inkl. Wiener Schmäh) und inhaltlich unglaublich fesselnd. Realistische und gut vorstellbare Charaktere machen das Buch aus. Die vermeintlich dystopische Handlung erhält durch die Corona-Pandemie eine realistische Wendung.

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Das Cover hat mich sofort angesprungen, so schön! Und was einigermaßen harmlos beginnt, entpuppt sich als bittere, bizarre Dramödie mit ungeahnten Folgen. Macht nachdenklich und trotzdem fühlt man sich gut unterhalten.

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Ein aufwühlendes Werk: Die realitätsnähe war teilweise erschreckend akkurat.
Die Hauptfiguren und das Setting sorgen für einen Lesefluss, der einen nicht stockend oder trocken vorkam.
Besonders die Entwicklung der Geschichte, in der die MEnschheit mal wieder die Glanzhauptrolle ausfüllen konnte, machte einen sehr feindurchdachten geschlossenen Eindruck.
Eine nette neue Überraschung: Ungebingt mal reinschauen!

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Habe ich sehr gerne gelesen. Sehr spannende Geschichte mit einem tollen Schreibstil. Konnte den e-Reader fast nicht aus der Hand legen.

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Mind-Food at its best

"Das giftige Glück" ist das neue Buch der östereichischen Schriftstellerin Gudrun Lerchbaum.
Es wird am 11.01.2022 vom Haymon Verlag veröffentlicht.
Die Autorin:
lebt in Wien. Belletristik, Kriminalroman & Dystopie sind Genres unter welchen sie schon erfolgreich Bücher veröffentlicht hat. Sie besticht mit ihren schriftstellerischen Vielfältigkeit.
Das Cover:
"springt" mir geradezu ins Auge. Es besticht durch die harmonische blau-grün-schwarzen Farbkomposition. Bärlauchblätter mit fein skizzierten Linien und Punkten.Giftgrüne Titelfarbe.
Eine absolut gefällige, bildhafte Darstellung der literarischen Hauptkomponente: die Symbiose von Bärlauch & einer auf ihm lebenden Pilzart.
Zum Inhalt:
Bärlauch ist eine Gewürzpflanze,welches vielen Menschen ausgezeichnet mundet.
Hier geht jedoch nicht um Rezepte. Es geht um das lilienartiges Gewächs, welches der Familie des Knoblauchs, Schnittlauchs & Zwiebeln, zugehörig ist.
Nach dem Genuss des Gewächses sind nun Menschen überraschend verstorben.
Es wurde beobachtet, dass der Verzehr schnell zu einem absoluten Glücksgefühl und dann zum sicheren, jähem Tod führt.
Nach Analysen wird klar, dass eine Pilzart, die in Symbiose auf dem Bärlauch lebt, diesen teils euphorischen jedoch unvermeintlich mortalen Genuss, verursacht.
Schnell werden wir mit der Frage konfrontiert:
Ist der Genuss dieser Symbiose-Partnern ein Weg, raus aus dem Leid unheilbarer Erkrankungen, eine Lösung für unerträgliche Lebensumstände?
Wer kann & darf diese für sich oder andere Menschen, gezielt einsetzen?
Und, ist es ethisch und legal in Ordnung ?

Mein persönlicher Leseeindruck:

Erzählweise, Grammatik und Stil:
Das wirklich spannende Thema wird von der Autorin schon auf den ersten Seiten zur inneren Diskussion gestellt. Anhand von den Herausforderungen einzelner Personen, arbeitet sie sich in Richtung, der absolut drängenden Frage: der Ethik.
Sie versteht es, meine Gedanken zum Nachdenken und Abwägen zu motiveren.
Es handelt sich hier zwar um eine Fiktion, welche sich jedoch in meiner Gedankenwelt als absolut mögliches Szenario, aufdrängt.

Zusammenfassung:
Die Präsentation dieses fiktiven, aber auch sehr aktuellen Thema, ist der Autorin, sehr gut gelungen.
Küchenkraut für jedermann zugänglich. Seine Vielseitigkeit als: Waffe, Droge oder Nahrung?
Welche Dinge müssen verboten werden um die Gesellschaft zu schützen?
Lethaler Genuss mit Verboten regulieren?
Ohne Umschweife präsentiert diese Erzählung, Fakten & Eckpunkte.
Eine fiktive Pflanzensymbiose als Werkzeug der Meinungsbildung und Unterhaltung.
Die schnörkelfreie flüssige Erzählweise, ermöglicht einen tollen Lesefluss.

Fazit: Ich vergebe eine sehr gute 4* Sterne Bewertung für "Das giftige Glück".
Es präsentiert das besondere Thema gekonnt & ermutigt die eigene Abwägung und Meinungsfindung ohne, auch "Fake News oder Verschwörungstheorien zu negieren. Insgesamt komplementiert die Story den individuellen Meinungsfindungsprozess & unterhält auf sehr gutem Niveau.

Verlag: Haymon
Seitenzahl: 276
Format: Ebook, Gebundene Ausgabe
ISBN: 3709981492

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Breaking News: Bärlauch in und rund um Wien plötzlich von todbringendem Pilz befallen.
Seltsame Dinge gehen vor in Wien. Menschen sterben plötzlich, nachdem sie von der aromatischen Pflanze gegessen haben. Verzückt und voller Glücksgefühle sollen diese Personen in ihren letzten Minuten gewesen sein. Schnell wird von den Behörden vom Verzehr des Viennese Weed, wie der Bärlauch bald genannt wird, gewarnt. Parkanlegen werden geschlossen, Waldstücke gerodet, weil der Run auf den tödlichen Glücksbringer sonst nicht in den Griff zu bekommen wäre.
Auch Kiki, die schon ein sehr bewegtes Leben gehabt hat und derzeit ihre an MS erkrankte Freundin Olga betreut, will sich am Stadtrand mir Bärlauch eindecken. Sie trifft dort auf die dreizehnjährige Jasse. Die Mutter des Mädchens hat die Familie verlassen und das Mädchen leidet seither unter diesem Verlust.
In diesem Roman ist die Coronapandemie schon überwunden, nun leidet Wien an der „Seuche Suizid“. Es gibt all das was wir heutzutage gut genug kennen: die Vernetzung von Politik, Medien, (selbsternannten) Experten, Menschen, die genau das Gegenteil von dem, was rational wäre, tun, weil sie hinter allem eine Verschwörung wittern und die ganze Dynamik, die sich dabei entwickelt.
Die Protagonistinnen in diesem Buch – Kiki, Jasse, Olga – haben alle ein ganzes Paket an Leben mit sich herumzutragen. Die schwerkranke Olga, die sich oft mit beißendem Zynismus hervortut und sehr geradeheraus ist. Kiki, die schon einmal eine Haftstrafe verbüßt hat und nun wieder gegen schwere Vorwürfe ankommen muss. Jasse, mutterlos, pubertierend, die zornig ist auf alles und jeden. Sie alle suchen nach ein bisschen Glück und wählen dabei nicht immer den einfachsten Weg.
Das giftige Glück, der neue Roman der österreichischen Schriftstellerin Gudrun Lerchbaum, ist ein genreübergreifendes Kunststück. Dystopie, Fantasy, Krimi, Gesellschaftssatire? Von allem ein bisschen und von allem gut. Mit dem aktuellen Bezug wirft das Buch viele Fragen auf und beschäftigt mich darüber hinaus: Selbstbestimmung im Leben und Sterben ist in dem Buch, das anstrengende Streben nach Glück, die fehlende Planbarkeit und damit verbunden Orientierungslosigkeit
„Wer weiß, was im nächsten Jahr sein wird“, sagte Kiki….
Wir wissen es nicht, genauso wenig wie die Protagonistinnen und machen weiter.

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Gudrun Lerchbaum ist eine Meisterin des dystopischen Krimis. Wie schon in „Lügenland“ beschwört sie auch hier in „Das giftige Glück“ eine verstörende Welt herauf. Einige Begebenheiten fühlen sich gar nicht so fremd an.

Worum geht’s also?

In einem Wien der nicht allzu fernen Zukunft sorgt ein Pilz dafür, dass der echte Bärlauch (botanischer Name Allium Ursinum), wenn er gegessen wird, ebenso zum Tode führt wie seine tödlichen Zwillinge Maiglöckchen und Herbstzeitlose. Die preisgünstige Art, seinem Leben ein Ende zu bereiten, lässt Menschen, die des Lebens überdrüssig sind, in Wiens Wälder ausschwärmen und die giftige Pflanze pflücken. Allerdings ruft der vergiftete Bärlauch auch potenzielle Mörder auf den Plan ...

Mitten in diesem Hype befinden sich die 13-jährige Jasse, die allein und orientierungslos bei ihrem Vater lebt und ihrer verschwundenen Mutter nachtrauert, Olga, die an MS leidet und Kiki, einer verurteilten Straftäterin, die Olga pflegt. Olga, des Leidens überdrüssig, bekniet Kiki, ihr das Kraut zu besorgen. Kiki hingegen sträubt sich, denn wenn Olga nicht mehr ist, hat sie weder Wohnung noch Einkommen. Was wird Kiki also tun? Noch bevor sie eine Entscheidung treffen kann, werden sie und Jasse in einen Mord verwickelt.

Meine Meinung:

Wie eben auch in „Lügenland“ sprengt die Autorin die strengen Genregrenzen und beschert ihren Lesern einen Krimi, der gleichzeitig ein Gesellschaftsroman ist. Er hält uns einen Spiegel vor Augen, wie wir mit dem Tod umgehen, vor. Vor allem im Lichte der aktuellen Diskussion um die „assistierte Sterbehilfe“ (Sterbeverfügungsgesetz) in Österreich ist dieser Roman lesenswert.

Die Figuren haben alle ihre Ecken und Kanten, manche sind stark, andere sind schwach wie Jasses Vater.

Aus der Hoffnungslosigkeit der drei Frauen entwickelt sich eine Freundschaft und eine Geschichte über den Sinn des Lebens, den die drei, jeweils auf unterschiedliche Weise für sich selbst wiederfinden.

Fazit:

Die Lektüre ist gleichzeitig anspruchsvoll wie unterhaltsam. Das liegt zum einem an den philosophischen Fragen und zum anderen an den Figuren, die durchaus mit Humor präsentiert werden. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.

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Es ist Bärlausaison, in den Wäldern und Parks rund um Wien stehen ganze Felder des grünen Krauts und ziehen Sammler an. Plötzlich kommt es zu einigen unerklärlichen Todesfällen. Personen, die Bärlauch gegessen haben sterben, glücklich zwar und anscheinend ohne Schmerzen, aber sie sterben. Statt das Kraut nun zu meiden, wird es für viele Verzweifelte zum vermeintlichen Rettungsanker.

In dieses Szenario setzt die Autorin ihre Figuren. Kiki, die ihre an MS erkrankte zynische Freundin Olga pflegt und Jasse, die gerade mit dem Weggang ihrer Mutter klarkommen muss und der daraus resultierenden Hilflosigkeit ihres Vaters. Die Figuren sind allesamt speziell, schleppen viel Ballast mit sich herum und ihre Interaktion ist konfliktbehaftet. Das schafft eine ganz besondere Atmosphäre, die anscheinend nur einen Ausweg zulässt. Leider fehlt den Figuren etwas an Substanz. Gerade bei der dreizehnjährigen Jasse wird dies deutlich, oft erklärt sich ihr radikales Verhalten nur schwer.

Das Buch ist sehr vielschichtig aufgebaut und vereint verschiedene Genre miteinander. Zeitweise war ich etwas unschlüssig, wohin die Autorin mich mitnehmen möchte. Die Geschichte zeigt eindeutig Krimielemente, ist Gesellschaftskritik und in gewisser Weise auch eine dystopische Zukunftsversion und hat auch ein bisschen was von einer Tragikkomödie mit abgrundtief schwarzem Humor. Im Grunde ist das aber auch ganz egal, denn auch ohne in eine Schublade zu passen, bringt einen das Buch zum Nachdenken.

Wir Alle werden sterben, diese unausweichliche Tatsache steht fest, seit dem Tag unserer Geburt. Die meisten von uns haben keine Angst vor dem Tod an sich, sondern eher vor dem Wie. Hier setzt die Autorin an. Was würden wir tun, würde die Natur uns hier einen schmerzfreien Ausweg aufzeigen? Eigentlich doch eine beruhigende Vorstellung, man hätte da sein "Notfallkit" Zuhause und würde, im Fall des Falles, Tag und Uhrzeit selbst bestimmen und glücklich aus dem Leben scheiden. Verlockender Gedanke, oder nicht?

Ein interessantes Gedankenspiel mit ernstem Hintergrund, gerade angesichts der Diskussion um Patientenverfügungen, lebensverlängernde Maßnahmen, selbstbestimmtes Sterben und Sterbehilfe.

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Wien nach der Corona-Pandemie.
Kiki pflegt ihre Freundin Olga, die an Multipler Sklerose leidet. Obwohl Olga ihre Launen hat und es ihr zeitweilig sehr schlecht geht, ist Kiki froh an ihrer Seite zu sein. Sie ist verurteilte Straftäterin und wurde aus dem Gefängnis entlassen.
Plötzlich sterben in Wien Menschen nach dem Genuss von Bärlauchgerichten. Die Pflanzen sind von einem Pilz befallen, der den sofortigen Tod bringt. Dieser Tod ist aber ein glücklicher und schmerzfreier, die Menschen sterben mit einem Lächeln auf dem Gesicht.
Für Olga bietet sich nun die Möglichkeit, ihrem Leiden selbstbestimmt ein Ende zu setzen.
Beim Bärlauchsammeln im Wienerwald lernt Kiki den Teenager Jasse kennen. Jasse vermisst ihre Mutter, welche die Familie verlassen hat. Beide Frauen stopfen sich die Taschen mit Bärlauch voll. Als kurz danach beim Pizzaessen ein Todesfall passiert, werden sie von der Polizei verdächtigt.
Bald beginnen Suicide-Parties zu boomen, wo ein glücklicher Tod gegen eine Bezahlung zu erwerben ist und
sogenannte Bärlauchbanden versuchen, Gastwirte zu erpressen. Rechte Parteien wollen die Flüchtlingsproblematik lösen, indem Terroristen mit "Viennese Weed" - so die internationale Bezeichnung - liquidiert werden sollen.
Ein fiktives Thema, das viele Fragen aufwirft: Kann man es ethisch vertreten, dass Menschen, die am Leben leiden, sich selbst einen "glücklichen Tod" verschaffen?
Eine Mischung aus Krimi, gesellschaftskritischem Roman und Dystopie, gut lesbar - wenngleich ich mit den handelnden Personen nicht recht warm werden konnte. Für mich hätte etwas mehr Spannung dem Roman gutgetan, aber ich vergebe doch gerne 4 Sterne.

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