Spielmannsbraut

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Erscheinungstermin 15.10.2021 | Archivierungsdatum N/A

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Zum Inhalt

Adaption des Drosselbart-Märchens aus Sicht der Prinzessin.

»Ich würde mich nicht unterordnen, nur weil mir irgendjemand einen Ring auf den Finger schob! Er wollte meinen Gehorsam? Er würde ihn sich erkämpfen müssen

Prinzessin Mirelle soll verheiratet werden - und das schnell, bevor sich ihr nacktes Bad im Fluss als Skandal herumspricht.

Doch sie ist nicht bereit, sich dem Willen ihres Vaters zu fügen. Sie schlägt alle Freier in die Flucht mit der einzigen Waffe, die sie besitzt: gut gezieltem Spott. Nur nutzt es ihr nichts. Zur Strafe muss sie einen Bettler heiraten, der sie zu Demut erziehen soll.

Kaum hat Mirelle den Ring am Finger, sinnt sie auf Rache an ihrem Vater - und an ihrem neuen Ehemann. Da kann er sie noch so faszinieren …

Adaption des Drosselbart-Märchens aus Sicht der Prinzessin.

»Ich würde mich nicht unterordnen, nur weil mir irgendjemand einen Ring auf den Finger schob! Er wollte meinen Gehorsam? Er würde ihn sich...


Eine Anmerkung des Verlags

SPIELMANNSBRAUT ist eine Märchenadaption, in der die Autorin den Figuren eine Generalüberholung verpasst hat, denn: "Liebe ist kein Motiv, um jemanden umzuerziehen." In diesem Buch lernen jedenfalls sowohl die Prinzessin, als auch ihr Bettel/Königsbräutigam ihre eigenen, wichtigen Lektionen. "Jetzt war es an mir, ihnen zu zeigen, dass sie nicht von diesem Äußeren auch aufs Innere schließen sollten."

SPIELMANNSBRAUT ist eine Märchenadaption, in der die Autorin den Figuren eine Generalüberholung verpasst hat, denn: "Liebe ist kein Motiv, um jemanden umzuerziehen." In diesem Buch lernen...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Klappenbroschur
ISBN 9783959915786
PREIS 14,90 € (EUR)

Auf NetGalley verfügbar

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Wie ich zum Buch kam: Nachdem ich in den letzten Jahren unzählige Märchenadaptionen gelesen habe und auch einige Bücher des Verlages bereits kenne, wurde ich auf die Ankündigung für dieses Buch aufmerksam. Inhaltlich ist dieses Buch eine Adaption des Märchens „König Drosselbart“. Ich kenne sowohl das Originalmärchen wie auch bereits weitere Adaptionen. So entdeckte ich auch in dieser Geschichte beinah von Anfang an die Elemente des Märchens und dennoch gelang es der Autorin mit ihrem Schreibstil mich so sehr ein zu nehmen, dass ich vergaß, dass ich die weitere Handlung bis zum Ende natürlich wissen könnte. Eine wirklich bewundernswerte Fähigkeit, die die Autorin hier an den Tag legt. Wie im Märchen offensichtlich handelt es sich hier um eine Geschichte, die von tragischen Konstrukten zwischen verschiedenen Königshäusern/Reichen und ihren Herrschern nebst unzähliger Intrigen, Standesunterschiede, zwischenmenschlichen Beziehungen und gesellschaftlichen Werten im kleinen und großen erzählt. Die Hauptfiguren, allen voran Marielle war mir dabei von Anfang an sehr nah und ich konnte ihre Gedanken und Gefühle sehr plastisch vor mir sehen. Sowohl was freundschaftliche Beziehungen, wie zu Henriette, aber auch im großen Ganzen der Zusammenhänge war jeder Charakter erkennbar und doch ließ ich mich - wider besseren Wissens- vor allem durch die teils humorvoll und auch höchst emotional, aber passend gestalteten Dialoge - einwickeln. Kam vom wissenden Weg ab, war ebenso unsicher wie die Hauptfiguren selbst, überrascht darüber wie ich das vermeintliche Märchenwissen vergessen konnte im Verlauf der Geschichte. Fazit: Eine märchenhafte Adaption, die mich durch den Schreibstil und die unterschiedlichen einnehmenden Charaktere so sehr für sich einnahm, dass ich beim Lesen sogar vergaß, dass ich das Original kenne.

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Ich liebe Märchenadaptionen - ganz besonders, wenn es ein eher seltenes Märchen behandelt, wie hier "König Drosselbart". Der Einstieg konnte mich bereits mitreißen. Nach einem Skandal soll Prinzessin Mirelle verheiratet werden. Um einer Zwangsheirat zu entgehen versucht sie die Freier mit ihrer scharfen Zunge abzuschrecken, doch geht sie dabei zu weit. Als Strafe wird Mirelle mit einem Bettler verheiratet. Die Geschichte ist nah an der Märchenvorlage, doch einzelnen Änderungen machten die Erzählung besonders reizvoll und die Geschichte schlüssiger. Verschiedene Wendungen konnten mich richtig überraschen. Die Autorin zeichnet hervorragende Charaktere. Obwohl alles aus Mirelles Sicht gehalten ist, bekommt man einen sehr guten Hintergrund zu dem Beweggrund des Bettlers und seiner Geschichte. Mit viel Feingefühl arbeitet die Autorin schwierige Themen ein und wie diese die Charaktere beeinflusst haben. Mirelle und der Bettler mussten viel einstecken, müssen sich selbst viel eingestehen und an sich arbeiten. Ein Paar, das sich gegenseitig heilt und die besten Seiten des jeweils anderen hervorbringt. Doch stets schwebt die Frage, ob beide es schaffen genug Vertrauen aufzubauen. Viele Szenen haben mich tief berührt und die Emotionen waren durchweg auf den Punkt. Die Romantik kommt ohne erotische Szenen aus und basiert auf den Gefühlen. Der Schreibstil hat mich tief in die Geschichte gezogen und die Seiten flogen nur so dahin. Es gibt mehrere spannende Momente und die Erzählung gipfelt in einem aufregenden Finale. Der Abschluss lässt leider das ein oder andere noch offen, ich hätte zu gerne noch mehr gelesen. Öfter ertappte ich mich dabei nach dem Buch zu greifen, um weiter zu lesen, doch es war leider schon zu Ende. Dies spricht eindeutig für diese zauberhafte Geschichte und ich freue mich darauf mehr von Anne Danck zu lesen.

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„Spielmannsbraut“ von Anne Danck ist eine Märchenadaption von König Drosselbart, die einige unerwartete Wendungen nimmt. Die siebzehnjährige Prinzessin Mirelle lebt bei ihrem tyrannischen Vater in einem goldenen Käfig. Jede kleine Freude muss sie sich hart erkämpfen und so ahnt sie schlimmes, als ihre heimlichen nächtlichen Badeausflüge zum Fluss ans Licht kommen. Die Folge ist, dass Mirelle schnellstens verheiratet werden soll, bevor der Skandal durchsickert. Bei der folgenden Zusammenkunft der potenziellen Bewerber verspottet Mirelle alle Freier und schlägt sie in die Flucht. Zur Strafe muss sie den nächstbesten Bettler heiraten, der ihr endlich Demut und Gehorsam beibringen soll. Aber so leicht lässt sich Mirelle nicht unterkriegen und in ihr reift ein ganz eigener Plan. Die Adaption von Anne Danck hält sich im ersten Eindruck ziemlich eng an die ursprüngliche Vorlage, aber in den Details werden teilweise völlig neue Wege eingeschlagen. Das gefällt mir persönlich sehr gut, denn das Original gehört zu einem meiner Lieblingsmärchen. Mirelle spielt eher unfreiwillig die Rolle der verwöhnten und selbstsüchtigen Prinzessin, denn ihre Familie verwehrt ihr jegliche Freiheit, Bildung oder Kontakt zu anderen Menschen. Dabei ist Mirelle durchaus klug und hat eine genaue Beobachtungsgabe. Der Hass auf ihren Ehemann wandelt sich im Laufe der Zeit zu Respekt und später Liebe. Aber bis dahin müssen sowohl Mirelle als auch ihr Mann einige „Lektionen“ lernen. Die Entwicklung von der Prinzessin zur selbstbewussten und eigenständigen Frau ist authentisch und unterhaltsam beschrieben und verzichtet auf platte Klischees. Auch Mirelles Bettler hat einiges zu lernen und darf zu neuen Erkenntnissen kommen. Alle Charaktere der Geschichte haben ihre Ecken und Kanten und wirken dadurch lebendig und glaubhaft. Der Schreibstil liest sich leicht und flüssig und ich mag die Abzweigungen, die das Ursprungsmärchen hier nimmt. Vieles erscheint bekannt, aber einiges wird auch für Überraschungen sorgen, so dass es bis zum Schluss nicht langweilig wird. Ob es hier ein „und sie lebten glücklich bis an ihr Ende“ geben wird, sollte jeder selbst im Buch herausfinden. Mein Fazit: Mir hat diese Märchenadaption viel Freude gemacht und ich gebe gern eine Leseempfehlung!

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Endlich einmal kommt eine Neuinterpretation von König Drosselbart! Und sie ist so gut. Die Autorin schuldet mir einige Stunden Schlaf, aber es wurde durch reines Vergnügen ausgeglichen. Es ist wirklich sehr gelungen und ich werde das Buch bestimmt wieder lesen. Zu 75% folgt die Handlung dem Märchen sehr genau. Die bekannten Elemente werden ausgeschmückt, fantasievoll ergänzt und perfektioniert mit tollen und teilweise sehr humorvollen Dialogen. Ein paar kleine Schwächen fand ich, das Worldbuilding war für mich etwas schwammig, mir war nicht klar, warum das Verhältnis nun so schlecht zwischen dem König und der Prinzessin war.Es wurde immer betont, wie schlecht das Verhältnis ist und es scheint wohl aufgrund der Beziehung zu einer anderen Figur zu entstehen und dem Wert der Frau in der Handlung im allgemeinen. Andererseits sind Märchen auch sehr eindimensional, sodass es mir ausreichte, was dazu gesagt wurde. Das Ende war mir etwas abrupt, da hätte ich gern eine Epilog!!!! Bekomme ich bitte einen Epilog!!! Jammern auf hohem Niveau, denn es ist einfach eine zauberhafte Märchenadaption, die gelesen werden muss, immer wieder!

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Spielmannsbraut bei Anne Danck ist eine Märchennacherzählung von König Drosselbart, ein Märchen dass ich schon fasst vergessen hatte und von dem ich definitiv nicht erwartet hatte jemals ein Retelling zu sehen. Das Märchen handelt von einer verwöhnten Prinzessin die alle Bewerber um ihre Hand beleidigt bis ihr Vater entscheidet sie solle den nächsten Mann heiraten der ins Schloss käme, egal welcher gesellschaftlichen Stellung er sei. Warum habe ich nicht wirklich ein Retelling dieser Geschichte erwartet? Naja weil im ursprünglichen Märchen beide Hauptcharaktere schreckliche Menschen sind. Die Prinzessin ist verwöhnt und unhöflich und ihr eventueller Ehemann grausam und manipulativ. Spielmannsbraut hingegen schafft es beiden Charakteren sehr viel Tiefe zu verleihen und ihre Handlungen verständlich zu machen sodass sie sehr sympathisch sind. Die Beziehung zwischen den beiden entwickelt sich in einem guten Tempo und scheint sehr realistisch. Ich mochte es sehr, dass die Fehler der Protagonisten nicht entschuldigt werden und dass es klar gemacht wird dass sie trotz guter Gründe nicht richtig gehandelt haben. Ich mochte es außerdem sehr, dass Joakim nie seine überlegenen Machtposition gegenüber Mirelle nutzt um sexuell auf sie zuzugehen oder auch nur unschickliche Bemerkungen ihr gegenüber zu machen (da könnte sich so mancher YA-Held was von abschauen). Den Schreibstil fand ich sehr angenehm, alles sehr flüssig und leicht zu lesen. Das Ende hat mir persönlich nicht zu 100% gefallen, mir wäre es lieb gewesen wenn Mirelles Vater ein wenig mehr für sein Verhalten bestraft worden wäre, aber alles in allem war es trotzdem ein guter Abschluss. Kann das Buch wirklich weiterempfehlen.

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Ich war eigentlich schon immer ein Fan von der Geschichte des König Drosselbarts, aber immer Fan der Prinzessin. Für mich ein vollkommen falsch verstandener Charakter. Ich musste also Spielmannsbraut von Anne Danck lesen. ❤️ Das Cover erinnert an ein typisches Historical Cover. Das Grün hat was königliches und der goldene Titel passt perfekt. Prinzessin Mirelles Vater will seine Tochter so schnell wie möglich verheiraten. Nur wegen einem Nacktbad im Fluss, will er ihr schnell einen Bräutigam verschaffen, um einen Skandal zu verhindern. Nur hat Mirelle überhaupt keine Lust darauf. All die ausgewählten Freier passen ihr gar nicht, weil sie gar nicht wirklich an ihr selbst interessiert sind, sondern eher daran, was sie dazu bekommen. So vertreibt sie sie alle mit Spot und schlägt sie in die Flucht, bis ihr Vater genug hat und sie einfach mit einem Bettler verheiratet. Aus dem Schloß geworfen und mit ihrem Mann nun in anderen Verhältnissen lebend, will sie sich an ihrem Vater rächen. Wäre da nur nicht ihr Mann, der plötzlich Gefühle in ihr weckt, mit denen sie nicht gerechnet hat.... Ich glaube gefühlt jeder kennt das Märchen von König Drosselbart und es nun nochmal in anderer Form zu lesen, war nochmal was ganz anderes. Es hat Spaß gemacht, es nochmal in einer erwachseneren Version zu lesen. Der Schreibstil ist fließend und man findet schnell hinein. Die Figuren wirken real und tatsächlich findet man auch schnell Kontakt zu ihnen. Ein wirklicher Spaß für Märchenfans, die die Geschichte gerne nochmal lesen wollen.

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Kurzbeschreibung Prinzessin Mirelle soll verheiratet werden - und das schnell, bevor sich ihr nacktes Bad im Fluss als Skandal herumspricht. Doch sie ist nicht bereit, sich dem Willen ihres Vaters zu fügen. Sie schlägt alle Freier in die Flucht mit der einzigen Waffe, die sie besitzt: gut gezieltem Spott. Nur nutzt es ihr nichts. Zur Strafe muss sie einen Bettler heiraten, der sie zu Demut erziehen soll. Kaum hat Mirelle den Ring am Finger, sinnt sie auf Rache an ihrem Vater - und an ihrem neuen Ehemann. Da kann er sie noch so faszinieren …   Meinung   "Spielmannsbraut" ist eine Geschichte von Anne Danck. Das Buch ist am 30. September 2021 im Drachenmond Verlag erschienen, umfasst rund 300 Seiten und ist als Broschur oder als ebook erhältlich. Neben Kurzgeschichten und Anthologieveröffentlichungen ist dies das Roman - Debüt der Autorin. Spielmannsbraut ist eine Adaption des Grimm'schen Märchens König Drosselbart. In diesem geht es um einen König, der eine Tochter hat, die über alle Maßen schön, dabei aber stolz und übermütig ist, daß kein Freier gut genug für sie ist. Durch ihre Häme erlangt ein König den Spottnamen Drosselbart. Zornig gibt ihr Vater sie einem bettelnden Spielmann zur Frau, der sie zu sich heimführt. Sie muss in des Spielmanns Häuschen arbeiten und da vieles misslingt, schickt er sie auf den Markt um dort Geschirr zu verkaufen. Als ein Betrunkener auf einem Pferd ihre Waren zerbricht, muss sie als Küchenmagd in König Drosselbarts Schloss arbeiten. Bei dessen Hochzeit wird sie selbst zum Gespött der Leute und flieht, doch König Drosselbart gibt sich als vermeindlicher Spielmann zu erkennen, der sie für ihren Hochmut strafen wollte. Ich liebe Märchen, Märchenadaptionen und Geschichten mit Märchenaspekten. Eine Adaption von König Drosselbart habe ich bislang noch nicht kennenlernen dürfen. Neugierig habe ich das Buch zur Hand genommen und zu lesen begonnen. Ich bin gut und schnell in der Erzählung gelandet. Mirelle von Sahrmingen hat lange Zeit um die Liebe und die Annerkennung ihres Vaters geworben, doch nun ist die Vater - Tochter - Beziehung ein laufendes Gefecht. Auch Mirelles Verheiratung wird zu einem Kampf, den sie verliert und so nehmen die Dinge ihren Lauf. Anders als im Märchen von einem Erzähler berichtet, verleiht die Autorin der Prinzessin eine Stimme, und so erkennt der Leser recht bald, dass Mirelle ihre Verletzlichkeit hinter harschen Worten sowie Spott und Hohn verbirgt. Sie trifft zwar viele falsche Entscheidungen, aber sie erschienen nachvollziehbarer. Vor allem macht sie eine Entwicklung durch, die man so gut mitverfolgen kann. Selbstfindung. Es ist eine Suche nach Liebe, Wahrheit und innerer Freiheit, nach der Würde des Menschen und echter Verbundenheit zwischen Mann und Frau. Bei ihrer Erzählung ist Frau Danck recht nahe am Märchen geblieben. Das bedeutet zwar das es kaum Überraschendes gibt, da es sich um eine Interpretation eines bekannten Märchens handelt, habe ich das aber auch nicht erwartet. Ich habe auf unterhaltsame Lesestunden gehofft und diese habe ich bekommen. Dabei konnte ich die Handlung direkt vor mir sehen, als würde ich einer Verfilmung meine Aufmerksamkeit schenken. Das Märchen wurde nicht modernisiert interpretiert, was mir liegt, denn ich liebe mittelalterliche Schauplätze. Gewarnt wird vor Leichtsinn und Hochmut, vor Blendung und Rache. Davor sich selbst im Weg zu stehen und das man mit Eitelkeit nicht weiter kommt. Es wird der Wert von Arbeit thematisiert sowie die Ungleichheit von Menschen. Die Liebesgeschichte mochte ich gerne, vor allem weil sich eine langsame Annäherung einschleicht. Für mich eine sehr schön gelungene Adaption die mich wunderbar unterhalten hat und mit diesem einen Band abgeschlossen ist. Erzählt wird aus der Sicht von Prinzessin Mirelle. Den Schreibstil der Autorin mochte ich sehr gerne. Leicht, gut beschreibend und teilweise verspielt führt sie durch die Zeilen. Die Sprache fand ich großteils passend und das Erzähltempo angenehm. Fazit: "Spielmannsbraut" ist eine Geschichte von Anne Danck. Es ist eine Adaption des Grimm'schen Märchens König Drosselbart. Es ist eine Suche nach Liebe, Wahrheit und innerer Freiheit, nach der Würde des Menschen und echter Verbundenheit zwischen Mann und Frau. Für mich eine sehr schön gelungene Adaption die mich wunderbar unterhalten hat. Von mir gibt es ***** Sterne. Zitat "Ich war nicht stark, denn als es darauf angekommen war, hatte ich mich nicht retten können. Ich war nicht klug, denn ich hatte keine Ahnung, welcher Fehler mich beinahe das Leben gekostet hätte. Ich war nicht tapfer, denn ich hatte der blanken Angst ins Gesicht gesehen, und ich wusste, ich würde alles tun, um ihr nie wieder begegnen zu müssen." (Zitat aus "Spielmannsbraut", Pos.: 2747)

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Prinzessin Mirelle lebt im goldenen Käfig auf den Schloss ihres Vaters und hat aber dort das Problem, dass sie jegliche Möglichkeiten erkämpfen muss, die ihren Brüdern aber offen stehen.Dann schleicht sie sich eines Nachts heraus, um im Fluss zu baden und trifft dort einen Mann, der ihr nicht aus dem Kopf gehen will.Um einen Skandal zu vermeiden, soll sie schnellstmöglichst verheiratet werden.Doch alle Freier, die um ihre Hand anhalten, gehügen nicht ihren Ansprüchen und sie setzt sie deshalb auch noch ihrem Spott aus.Bis ihrem Vater der Kragen platzt und ihr mitteilt, dass sie jetzt den ersten Bettler heiraten wird, der bei ihnen auftaucht.Das wird auch gemacht und sie heiratet den Spielmann Joakim.Beide fühlen sich nach kurzer Zeit zueinander hingezogen, da sie gut miteinander ihre Probleme besprechen können, bis dann ein schönes HappyEnd kommt und sich herausstellt, das Joakim, kein Spielmann sondern Prinz Felix des Nachbarkönigreiches ist.Für mich ist es die Geschichte von König Drosselbart, angepasst an die Denkweise des 21.Jahrhunderts.Sehr schön und flüssIg geschrieben, aber mir fehlt etwas die Konsequenz für Mirelles Vater und derartige Gedankengänge wären im Mittelalter wahrscheinlich gar nicht möglich gewesen durch einen völlig anderen Bildungsstand der Bevölkerung.Aber eine gelungene Adaption des Märchens an die heutige Zeit mit etwas anderem Ausgang, was die Spannung stets hält und man nicht aufhören möchte, die Geschichte zu lesen.Leseempfehlung!

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Ein wunderbares Retelling des "Köing Drosselbart"-Märchens, mit einigen unerwarteten Twists. Die Figuren wirken besonders lebendig und sind dadurch, auch gerade wegen ihrer Schwächen, so sympathisch. Das Ende kam dann doch unerwartet schnell und hätte gerne ein wenig mehr ausgearbeitet werden können.

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Inhalt: Adaption des Drosselbart-Märchens aus Sicht der Prinzessin. »Ich würde mich nicht unterordnen, nur weil mir irgendjemand einen Ring auf den Finger schob! Er wollte meinen Gehorsam? Er würde ihn sich erkämpfen müssen.« Meine Meinung: Ich liebe das Märchen von König Drosselbart, wobei ich da immer an den DEFA-Film mir Manfred Krug denken muss, einer meiner absoluten Lieblingsfilme. Ich mag den locker leichten Schreibstil der Autorin sehr, ich bin regelrecht durch das Buch geflogen und hab es sogar an einem einzigen Tag verschlungen... Das Buch ist aus Sicht der Peinzessin geschrieben, was natürlich bei dem Klappentext auch Sinn macht. Jeder kennt das Märchen von König Drosselbart und nun können wir sogar der Prinzessin hinter den Kopf schauen. Die Adaptuon orientiert sich gerade am Anfang stark am Original bzw. konnte ich auch viele Gemeinsamkeiten mit dem DEFA-Film feststellen. Und ich liebe es... Die Prinzessin fügt sich zwar ihrem Schicksal, macht es dem Bettler allerdings alles andere als leicht. So versucht sie ihr Leben zu meistern, legt aber keinen Wert auf seine Unterstützung. Während der Bettler anfangs noch sehr darauf beharrt, ihre Strafe zu sein, so lernt er doch auch nach und nach dazu und einen anderen Blickwinkel kennen. Schön mitzuverfolgen ist auch, wie sich die beiden langsam einander emotional nähern und ein zaghaftes Vertrauen aufbauen. Zum Ende gibt es dann noch die ein oder andere Überraschung und ich fand es wirklich sehr passend. Hätte nach dem letzten Kapitel gern noch eines mehr gehabt 😉 Für mich eine wunderschöne, emotionale und sehr wertvolle Märchenadaption. Ich musste hiernach glatt das Original der Gebrüder Grimm nochmal lesen und war doch glatt enttäuscht, wie wenig detailliert das Märchen doch ist 🤭

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𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥 Solide umgesetzte Märchenadaption von König Drosselbart. Gut für Zwischendurch. ⭐⭐⭐⭐ 𝔹𝕖𝕘𝕣ü𝕟𝕕𝕦𝕟𝕘 Mirelle möchte frei sein und über sich selbst bestimmen, doch ihr Vater hat andere Pläne mit ihr. Sie will sich dem nicht beugen und bestraft jeden, der sich für sie interessiert mit Spott wie eine verzogene Göre und das hat Konsequenzen. Die in ihrer Eitelkeit Getroffenen schließen sich zusammen und hecken einen Plan aus, der Mirelle Demut lehren soll, doch sie haben die Rechnung ohne die Liebe gemacht. Ich konnte mir zwar von Beginn an recht gut vorstellen, welche Qual es für Mirelle sein musste, so ungeliebt und regelrecht eingesperrt zu leben, dennoch kam sie bei der Umsetzung ihres Planes und der Zurschaustellung der Freier sehr patzig und kindisch rüber. Das hatte leider zur Folge, dass ich anschließend nicht so viel Mitgefühl für sie über hatte. Auch wenn sie Veränderungen in der Zeit mit dem Spielmann machte, konnte ich mich nur langsam wieder für Mirelle erwärmen. Dafür war mir Joakim sofort sympathisch. Im Grunde ist Spielmannsbraut vorhersehbar, auch für diejenigen, die das Märchen von Drosselbart nicht kennen. Doch die Umsetzung ist gut und kann an einigen Stellen sogar mit kleinen Überraschungen aufwarten. Für mich ist Spielmannsbraut eine solide Märchenadaption, die sich aufgrund des flüssigen und angenehmen Schreibstils der Autorin gut und schnell lesen ließ.

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