Hell strahlt die Dunkelheit

Roman

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Erscheinungstermin 09.09.2021 | Archivierungsdatum 04.02.2022

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Zum Inhalt

»Ethan Hawke ist ein wahrer Schriftsteller und ›Hell strahlt die Dunkelheit‹ ein großartiger Roman.« Patti Smith.

»Hell strahlt die Dunkelheit« ist der bisher persönlichste Roman des vierfach oscarnominierten Schauspielers, Regisseurs und Schriftstellers Ethan Hawke und dazu eine Ode an das Theater. Ein erfolgreicher Kinoschauspieler ist nach dem Scheitern seiner Ehe mit einer weltberühmten Sängerin vor allem von sich selbst angewidert, denn seine Untreue hat dazu geführt, dass die Familie zerbricht – und das unter den Augen der Öffentlichkeit. Ungeschickt versucht er, die Trümmer seines Lebens mit Whiskey und Sex zusammenzuhalten. Was ihn rettet, ist das Theater: Die Proben für eine Inszenierung von »Heinrich IV« am Broadway unter der Leitung eines brillanten Regisseurs fordern ihn wie nie zuvor. Als einziger Kinostar unter sehr routinierten Theaterschau-
spieler*innen mit ständigen Selbstzweifeln konfrontiert, wächst er über sich hinaus. Hybris und Demut im Dauerkampf. Ist es möglich, weltberühmt und gleichzeitig ein guter Mensch zu sein?

»Hell strahlt die Dunkelheit« ist ein Roman über Scham, Glamour und den Glauben an die moralische Kraft der Kunst. Das Porträt eines Rosenkriegs, eine Erzählung von Vaterschaft und Männlichkeit, ein Roman, durchtränkt von Wut und Sex, Sehnsucht und Verzweiflung; und ein leidenschaftlicher Liebesbrief an die Welt des Theaters.

»Ethan Hawke ist ein wahrer Schriftsteller und ›Hell strahlt die Dunkelheit‹ ein großartiger Roman.« Patti Smith.

»Hell strahlt die Dunkelheit« ist der bisher persönlichste Roman des vierfach...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783462001655
PREIS 23,00 € (EUR)

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Nach der Hälfte abgebrochen, Hawkes Hauptfigur war einfach zu geschwätzig und selbstbemitleidend. Vielleicht ist das so gewollt, aber es wirkt wie ein Klischee von einem Schauspieler. Man versteht nur zu gut, warum seine Frau ihn verlassen hat. Ein gänzlich unsympathischer Charakter, lediglich die Theaterszenen wecken die Sehnsucht Shakespeares Heinrich den Vierten noch einmal zu lesen und das erscheint mir fast besser.

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Ich gebe zu, dass ich von Ethan Hawke fasziniert bin: Er ist Schauspieler, Regisseur und Autor, und wann immer ich ihn in Interviews erlebt habe, wirkte er wie ein einnehmender Erzähler, wortgewandt und nachdenklich, mit interessanten Ansichten über das Leben. Er hatte seit zwanzig Jahren kein Buch mehr geschrieben, aber in diesem neuen Roman dokumentiert er die Notlage eines Schauspielers, der gleichzeitig mit dem Scheitern seiner Ehe zu kämpfen hat und sein Broadway-Debüt in Shakespeares Heinrich IV. gibt. William Harding ist mit einem schönen Rockstar verheiratet und hat zwei kleine Kinder, die er über alles liebt, aber er ist untreu geworden, und seine Untreue wurde von der Presse geoutet und in den sozialen Medien publik gemacht. Es ist nicht klar, ob er seine Frau noch liebt, aber der Gedanke, dass er den ständigen Kontakt zu seinen Kindern verlieren wird, schmerzt ihn sehr. Kann er das irgendwie wiedergutmachen? Und dann ist da noch das Stück, in dem er die Rolle des Sir Henry Percy (bekannt als Hotspur) spielen soll, eine Rolle, die Hawke 2003 selbst auf der Bühne gespielt hat. Es ist eine anspruchsvolle Rolle, und der Regisseur der Produktion ist ein äußerst engagierter, hartgesottener Veteran, der nichts Geringeres akzeptiert, als sich voll und ganz darauf zu konzentrieren, die beste Leistung aus seinen Darstellern herauszuholen. Es gibt einen Abschnitt, in dem der Regisseur seine Eröffnungsrede an die Darsteller richtet, als sie zum ersten Mal zusammenkommen, und ich fand sie in ihrer Kraft und Wirkung verblüffend. Sie erinnerte mich an Alec Baldwins wütende Tirade in der Verfilmung von Mamets Stück Glengarry Glen Ross. Hinzu kommt, dass Hawke in der Hörbuchversion, die ich mir angehört habe, selbst als Erzähler fungiert - seine unnachgiebige Darstellung ist elektrisierend. Die beiden Elemente dieser Geschichte entfalten sich Seite an Seite: Hardings ängstlicher Kampf mit der Tatsache, dass er das Scheitern seiner Ehe selbst verschuldet hat, und sein verzweifeltes Bemühen, eine Leistung zu erbringen, die der illustren Schar erfahrener Bühnenschauspieler, die ihn umgeben, würdig ist. Mir gefiel die Art und Weise, wie Hawke die Theaterszenen zum Leben erweckte - sowohl auf der Bühne als auch hinter der Bühne - das ist brillant gemacht. Zwischen den Aufführungen trinkt Harding, fürchtet um seine Stimme, bangt um seine Ehe und findet trotzdem noch Zeit, weiter Unzucht zu treiben. Es ist schwer zu verstehen, wie er das alles unter einen Hut bringen kann.

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Wieso bespricht man den Roman eines Schauspielers? Sicher nicht, weil man besondere Qualität erwartet. Gewiss, erfolgreicher Schauspieler zu sein schließt nicht aus, auch ein guter Schriftsteller zu sein. Aber angesichts dessen, wie viel schlechte Literatur produziert wird und wie viel leichter es ein großer Name macht, schlechte Literatur dennoch in großen Verlagen zu platzieren, macht man sich sicher im Vorfeld nicht all zu viele Hoffnungen. Also bespricht man solche Texte, sind wir ehrlich, für die Klicks. Nicht dass man davon irgendetwas hätte, als dass man eben weiß, dass irgendwelche fremden Menschen irgendwo irgendwann einmal auf den eigenen Artikel geklickt haben. Und man weiß noch nicht einmal ob sie ihn wirklich gelesen haben. Aber hey, etwas müssen wir mit unserer Freizeit machen, also warum nicht selbst da noch Markt spielen, wo keiner ist? Aber vielleicht ist es auch noch etwas anderes: simple Neugier. Wenn so eine Berühmtheit plötzlich auf einem ganz anderen Feld aktiv wird, dann will man sehen, was sie zu sagen hat. Vielleicht auch, sie gehässig auf die Schnauze fallen sehen. Oder staunen dürfen: Was? Das kann die/der auch? Und mag Thomas von Aquin (grob gesprochen) auch nicht zu Unrecht die Neugier dem Erkenntnisstreben als Negatives gegenübergestellt haben, so kann man aus Neugier doch manchmal in Erkenntnis stolpern. In diesem Fall in die Erkenntnis: „Hell strahlt die Dunkelheit“ von Ethan Hawke ist ein ziemlich guter Roman. Nun muss ich zugeben: Ich kriege die Gesichter und die Namen von Schauspielern selten zusammen und wenn man mich nach Filmen mit Ethan Hawke gefragt hätte, hätte ich wahrscheinlich ein paar von Ewan McGregor genannt. Ich wusste auch nicht, dass Hawke schon zwei Romane geschrieben hat, von denen zumindest der erste von der Kritik ziemlich gelobt wurde. Aber gut, Kritiker-Lob ist ja auch wieder wieder ein Würfelspiel. „Hell strahlt die Dunkelheit“ in jedem Fall ist ein strukturell stark gearbeiteter Roman mit interessanten Figuren und durchaus spannendem Thema, der auch sprachlich den ein oder anderen Höhepunkt zu setzen versteht. Dabei geht es einmal mehr, das scheint gerade wieder sehr in Mode zu sein, um einen mittelalten Mann, der ein relativ desillusioniertes Verhältnis zur Welt pflegt, der eine latente, manchmal offene Misogynie mit sich trägt und dem das zuvor relativ glückliche Leben ein paar Tiefschläge verpasst hat. William Harding ist dabei nicht so ein typischer houllebecqscher Held, wie sie Beigbeder und Strunk zuletzt wieder schlecht imitiert haben, auch wenn er mit denen einige Züge teilt. Harding ist ein tatsächlich erfolgreicher Filmschauspieler, der mit einer der erfolgreichsten Musikerinnen seiner Zeit verheiratet ist. Zuletzt allerdings hat er sie betrogen und das kam raus und wurde in der Presse breitgetreten. Die Ehe steht vor dem Scheitern. Die beiden leben getrennt. Derweil hat Harding ein Bühnen-Engagement bei dem erfolgreichen und etwas exzentrischen Regisseur JC Callahan angenommen, als Hotspur in einer vierstündigen Inszenierung der beiden Teile von Heinrich der IV. Falstaff wird dabei von dem noch erfolgreicheren Schauspieler Virgil Smith verkörpert, der im Gegensatz zu Harding auch auf der Bühne ein Star ist. Der Roman bewegt sich zwischen Proben, Aufführungen, Besäufnisen, sexuellen Eskapaden und einsamen Nächten im Hotelzimmer. Es ist, könnte man sagen, ein typisch amerikanischer Gesellschaftsroman. Mit vielen Stimmen aber klaren zentralen Charakter, in diesem Fall Harding als Ich-Erzähler, mit geradliniger Struktur, die nicht überfordert und einer präzisen Sprache, die sich poetische Momente erlaubt, damit aber nicht wuchert. Man kann an Updike oder Roth denken und Fans beider Autoren würden nicht enttäuscht. „Hell strahlt die Dunkelheit“ ist zwar nicht gerade ein Rabbit Run, dafür fehlt die Dichte aber vor manchem Werk aus der zweiten Reihe müsste es sich nicht verstecken. Gelungen etwa, wie die Hauptfigur immer wieder auf Ratgeber trifft, die ihn in ganz unterschiedlicher Weise bestärken oder ihm die Leviten lesen. Das wird besonders interessant, wenn die Rollen verschwimmen, Harding also, wenn er mit dem Schauspieler redet, der Heinrich IV spielt und der gerade im Krankenhaus liegt, und ihm ein paar altersweise Worte mit auf den Weg zu geben versucht, immer nur als „der König“ spricht. Gelungen auch, wie Hardings Rolle im Leben und seine Rolle im Stück enggeführt werden und erst der Schock und die Enttäuschung darüber und dann die Einsicht, in diesem Stück womöglich den Bösewicht zu spielen, Harding neue Perspektiven eröffnen. Gelungen zuletzt auch die Blicke ins Theater und das Showbiz selbst und in die selbst- und fremdzerstörerischen Gewohnheiten der Menschen, die die Systeme Broadway und Hollywood tragen. In diesem Fall mag es von Vorteil sein, dass ein erfahrener Schauspieler den Roman verfasst hat. Auch wenn einiges überzeichnet sein dürfte, zumindest sehr plausibel und glaubhaft sind Ränkespiele, Selbstkasteiung und Exzess vermittelt. Stören dürften sich einige LeserInnen vielleicht daran, dass die Hauptfigur wieder so ein eher unsympathischer Mensch ist, besonders aber daran, dass sie nicht unsympathisch genug ist, dass man sie einfach hassen kann. Aber ich denke das ist gut umgesetzt. Harding ist nie als „Freund“ des Lesers angelegt, aber auch nicht als Bösewicht, und immer ist klar, dass wir hier nur seine Perspektive, sein fehlerhaftes Erleben größerer Zusammenhänge mitbekommen. Die Geschichte bekommt dann auch entsprechend keinen vollständig positiven oder negativen Abschluss. Stattdessen lässt uns Hawke, nachdem sein Protagonisten nach der Derniere so etwas wie eine Teil- Epiphanie erlebt hat, mit einem herrlich offenen Bild alleine: “Die Hintertreppe des Mercury Hotel ist wie eine kleine verzauberte Burgtreppe. Sie riecht uralt und süß. Die Stufen sind schmal und aus mattem weißem Marmor. Irgendwie fühlt sie sich prachtvoll an, als wäre sie schon immer dort gewesen und würde auf ewig dort sein. In der Mitte jeder schweren Steinplatte sieht man eine winzige Vertiefung, wo Füße im Lauf der Jahre ihren Weg nach oben gemacht haben. Anfangs ist die Abnutzung deutlich sichtbar, und man hat das Gefühl, einer ausgetretenen Spur zu folgen. Aber je höher man kommt, desto schmaler und steiler werden die Stufen. Der abgetretene Pfad wird schwerer zu erkennen. Die Stockwerke haben keine Nummern mehr. Und wenn man irgendwo in der Mitte atemlos auf einem Absatz stehen bleibt, ist die Spur ganz verschwunden. Man sieht nur eine weitere Treppe.”

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Klapptext: Ein erfolgreicher Kinoschauspieler ist nach dem Scheitern seiner Ehe mit einer weltberühmten Sängerin vor allem von sich selbst angewidert, denn seine Untreue hat dazu geführt, dass die Familie zerbricht. Das unter den Augen der Öffentlichkeit. Fazit: Für den Schauspieler ist das Theater wie eine Therapie. Er hat seine Ehe an die Wandgefahren. Nun sult er sich in Selbstmitleid. Vor allem in Sex und sich betrinken. Aufwärts nach dem Absturz geht es erst, als die Proben für ein Theaterstück von Shakespeare beginnen. Als Leser fand ich den Blick hinter die Kulisse des Theaters sehr spannend. Wer sich von Beginn an mit der derben Sprache anfreunden kann wird später mit interessanten Schilderungen aus dem Theaterhintergrund belohnt. Ich habe das Buch mit viel Interesse gelesen und bereue es nicht.

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Tatsächlich: dieser Roman ist ein leidenschaftlicher Liebesbrief an das Theater! Auch wenn ich den Text sprachlich stellenweise etwas anstrengend fand, schildert dieser Roman die emotionale Achterbahnfahrt eines Kinostars, der unter lauter hochkarätigen Theaterschauspielers seinen persönlichen Gang nach Canossa antritt. doch so intensiv, dass ich fast ebenso mitgenommen war wie die Hauptfigur. Ruhm und Elend, Exzesse und stille Familienfreuden liegen so eng beieinander wie in einem Shakespeare-Drama. Und wie schön zu sehen, welch heilende Wirkung Theater und Literatur auf den Menschen haben, wenn sie es denn zulassen. unbedingt empfehlenswert für jeden, der Theater liebt.

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Ich wusste nicht, dass Ethan Hawke neben der Schauspielerei auch Schriftsteller ist und war von diesem Buch positiv überrascht. Die Geschichte ist eine Lobeshymne ans Theater, den Broadway, New York, die Schauspielerei. Es wird aus der Sicht von William erzählt, ein einst erfolgreicher Schauspieler, der seine Frau (ein Superstar in der Musikszene) betrügt. Als sein Leben in den Trümmern liegt, ergattert er eine Rolle in Shakespeares Heinrich V am Broadway. Der Roman dreht sich um die Wiederfindung im Leben, den Sinn des Lebens, Schauspielerei, Glamour & Stars, die Presse, Kollegen in der Theaterwelt - es beinhaltet sooo viel und ist einfach nur grossartig und fesselnd geschrieben. Es wird wie das Stück von Heinrich in Akten erzählt. Daraus ergibt es ultralange Kapitel - vielleicht der einzige Minuspunkt in meiner Kritik, ich bevorzuge kurze Kapitel. Ebenfalls erfährt man Kapitelweise auch um was sich das Stück von Heinrich V handelt -es war sehr spannend und interessant. Ein sehr schön geschriebener, fesselnder Roman der mich auf ganzer Linie überzeugt hat. Ein grosses Lob an den Übersetzer, er hat das wirklich sehr sehr gut gemacht und die Geschichte grandios übersetzt.

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