Der Katze ist es ganz egal

Gesprochen von Verena Noll
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Erscheinungstermin 20.07.2021 | Archivierungsdatum N/A

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Zum Inhalt

Leo hat einen schönen neuen Namen: Jennifer. Woher sie ihren echten Namen kennt, weiß Jennifer selbst nicht. Aber sie ist sehr froh, eines Tages endlich mit ihm aufgewacht zu sein. Wie mit etwas, mit dem man besser atmen kann.

Nur die Erwachsenen kapieren es erst mal nicht. Die glauben tatsächlich immer noch, sie sollte weiterhin Leo sein, ein Bub. Ganz und gar nicht, finden der dicke Gabriel, Anne und Stella, weltbeste Freundinnen und treue Begleiterinnen beim Schuleschwänzen, Kleiderprobieren und Sichselbstfinden.

Herzhaft und in heiterem Ton, gar nicht als Problemgeschichte, erzählt die Wiener Autorin Franz Orghandl vom Transgender-Kind Jennifer. Das Thema begegnet Kindern heute immer öfter in ihrem Umfeld. Jennifers Erfahrungen damit machen klar, was im Leben wirklich zählt. 

Das Buch zum Hörbuch wurde mit dem Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis ausgezeichnet.

Leo hat einen schönen neuen Namen: Jennifer. Woher sie ihren echten Namen kennt, weiß Jennifer selbst nicht. Aber sie ist sehr froh, eines Tages endlich mit ihm aufgewacht zu sein. Wie mit etwas, mit...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Hörbuch
ISBN 9783868476002
PREIS 13,00 € (EUR)
DAUER 1 Stunden, 15 Minuten

Auf NetGalley verfügbar

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Gestaltung: Cover und Klappentext haben mich neugierig auf dieses Buch gemacht. Das Cover ist kreativ und wenn man die Litfaßsäule betrachtet, kann man erahnen, worum es gehen könnte, ohne dass man die Kurzbeschreibung gelesen hat. Das finde ich super! Außerdem habe ich bislang kein Kinderbuch über Transgender gelesen oder gehört. Diese Thematisierung finde ich enorm wichtig, weil es bei Kindern prinzipiell als normal wahrgenommen wird, anders zu sein. Sie sind bis zu einem gewissen Alter vorurteilsfrei und wünschenswerterweise soll das zukünftig ja auch so bleiben. Lesen prägt und stärkt schließlich auch, um Einflüssen von außen entgegenstehen zu können. Von daher wollte ich es unbedingt lesen oder hören und mir ein Bild machen. Das Buch wird Lesern ab sieben Jahren empfohlen. Inhalt: Es geht um Jennifer, die noch kurz zuvor ein Junge namens Leo war, sowie um ihren „Kampf“ auch als Mädchen wahr- und ernstgenommen zu werden. Ihre Freunde stehen ihr zur Seite und wachsen mit ihr. Die Beziehungen zwischen den Kids wurden wirklich toll beschrieben. Sprecherin: Ich habe das Hörbuch gehört, welches in ca. 1:15 Stunden durchgehört werden kann. Gesprochen wird es von der Schauspielerin Verena Noll. Zu Beginn des (Hör-)Buches gibt es einen Hinweis, dass dies eine Geschichte aus Wien sei. Verena Nolls Heimatdialekt ist Wienerisch, von daher ist sie eine gewinnbringende Idealbesetzung. Nolls Stimmfarbe fand ich angenehm. Negative Kritik: Kritik habe ich dahingehend, dass Jennifer von Beginn an erzählt, dass sie von nun an ein Mädchen sei. Allerdings wird im Laufe der Geschichte abwechselnd von Jennifer und Leo gesprochen, was eher verwirrend wirkt. Des Weiteren wird Jennifers Freund Gabriel stets ein Adjektiv vorangestellt. Er heißt immer „Der dicke Gabriel“. Ich weiß aufgrund eines Interviews, dass die Autorin dick sein nicht als schlecht befindet. Stimmt, ist es auch nicht. Oftmals aber leider schon! Ich finde es schlichtweg unpassend, da er zwar objektiv als dick beschrieben wird, es aber subjektiv in unserer Gesellschaft häufig einen negativen Beigeschmack bekommt. In einem Buch, in dem es um Offenheit und Akzeptanz geht, sollte es in anderen Bereichen keinen bitteren Nachgeschmack geben. Es heißt ja übrigens auch nicht stets „Die transgender Jennifer“ oder „Die altkluge Stella“. Meiner Ansicht nach hätte es gereicht, ihn als dick zu beschreiben, ihn aber nicht ständig so zu nennen. Fazit: Im Kern vermittelt das Buch nicht nur Akzeptanz, sondern vielmehr ein Gefühl von Normalität, was ich begrüße. Übrigens habe ich auch die Leseprobe gelesen. Illustriert wurde das Buch von Theresa Strozyk. Die Illustrationen sind leicht ironisch und haben einen Hang ins Komische, was für das jüngere Publikum sicherlich ganz amüsant ist. Ich kann dieses Hörbuch empfehlen, was nicht zuletzt an dem wunderbaren Wienerisch der Sprecherin liegt. ——— Herzlichen Dank an den Buchfunk Verlag für das Hörbuch als Rezensionsexemplar.

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Transgender und der Weg zur Akzeptanz Viertklässlerin Jennifer beschließt, dass sie nicht mehr Leo heißt, denn sie ist kein Junge. Ihre Eltern tun sich schwer damit, während die Kinder um sie herum anders reagieren. Anne ist extrem gut informiert über Fragen von Geschlechteridentität und weiß z.B., dass es nicht nur Mann und Frau gibt, sondern auch nonbinäre Personen. Gabriel ist einfach liebenswert und steht mit voller Solidarität hinter Jennifer. Und Stella hilft Jennifer, erste Erfahrungen mit Mädchensein zu sammeln, ohne das heimlich tun zu müssen. Wenn das alles nach einem ernsten Buch klingt: Nein. Also, ja, das Buch nimmt Jennifers Weg ernst, aber das hält es nicht davon ab, eine Menge Humor zu haben. Dass z.B. Gabriel in Jennifers Augen besonders weise ist, da er jetzt schon zum zweiten Mal die vierte Klasse besucht, ist charmant. Auch die Diskussion von Jennifers Eltern und Großeltern über die Tatsache, dass der Sohn/Enkel nun Transvestit ist, ist frenetisch unterhaltsam und dreht sich doch auch sehr schnell in eine Richtung, die von den eher verbohrten Erwachsenen nicht unbedingt zu erwarten war. Sehr schlau übrigens auch, dass Jennifer auch immer wieder Momente hat, in denen sie sich selber als Leo bezeichnet - es unterstreicht nur, dass das Finden einer Geschlechteridentität kein Lichtschalter ist, den man nur einmal berühren muss, und schon ist alles geklärt. Aber auch die Rollenerwartungen spielen rein in die Entscheidung, ob sie gerade eher Jennifer oder Leo ist. Wenn ich überhaupt einen Kritikpunkt habe, dann das die titelgebende Katze wenig vorkommt. Aber das verkrafte ich.

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Der Katze ist es ganz egal ist ein kurzweiliges Hörbuch, geschrieben von Franz Orghandl. Es geht hier um Jennifer, die von ihren Eltern zunächst den falschen Namen bekommen hat: Leo. Schließlich hat sie einen Penis, ist also ein Bub und Leo ist nunmal ein Bubenname, so die Begründung der Erwachsenen. Dass dies eine Verwechslung ist, und sie ein Mädchen ist, scheint zunächst nur einer ganz egal zu sein: Der Katze. Die anderen, insbesondere die Erwachsenen, tun sich da deutlich schwerer. Und so wird Jennifer immer wieder zu Leo. Das wird auch in der Sprache wiedergespiegelt. Denn immer dann, wenn Jennifer sie selbst ist, heißt sie auch so, mit den entsprechenden Pronomen. Muss sie Jennifer jedoch aus Angst oder weil ihr niemand glauben will,verstecken, wird sie wieder zu Leo, dem Bub mit den Pronomen er/sein. Einerseits finde ich diesen sprachlichen Aspekt gut gemacht, da er verdeutlicht, wie sich die Hauptperson gerade identifiziert. Für Kinder könnte das ein einfacheres Verständnis bedeuten. Andererseits wird zeitweise der falsche, der "Deadname" sowie die falschen Pronomen verwendet, und zwar vom Erzähler selbst, was mir in Hinblick auf die Vorbildfunktion problematisch erscheint. Dies ist aber nur meine persönliche Meinung. Die Personen sind einem Kinderbuch entsprechend ausgearbeitet, es gibt mutige Charaktere, solche, die eher stur sind (der Papa), oder welche, die sehr aufgeschlossen sind (die Anne). Die Reaktionen aus der Gesellschaft, die man sich bei einem Outing als trans vorstellen kann, werden gut und für Kinder verständlich repräsentiert. Einzig die Darstellung mancher Figuren hätte ich mir anders gewünscht, nämlich die des "dicken" Gabriel und der "schönen" Mutter. Die Adjektive sind bewusst in ", da es die Formulierung des Autors ist. Statt nur anfangs der Beschreibung zu dienen, werden sie fortweg als Name verwendet. Aber auch das nur als meine persönliche Meinung. Die Sprache insgesamt war süddeutsch angehaucht,wozu auch der leichte Akzent der Sprecherin passte. Ich konnte sie dennoch gut verstehen und habe ihr gerne zugehört. Die Aussagen sind einfach, aber sehr treffend. An manchen Stellen habe ich mich zwar gefragt, ob ViertklässlerInnen tatsächlich schon so sprechen, als Mutmachbuch sind es aber schöne Anhaltspunkte, um das Thema trans Personen mit Kindern anzugehen. Fazit: Ich kann die Geschichte um Jennifer, die nicht mehr Leo heißt, weiterempfehlen.

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Österreichischer Kinder- und Jugendbuchpreis 2021 Kranichsteiner Kinderliteraturstipendium 2021 für Franz Orghandl Dieses Hörbuch ist ganz wunderbar gesprochen von Verena Noll. Leo lebt mit seinem Papa der die Hausarbeit macht und seiner Mama die berufstätig ist und ein Baby erwartet in einer Wohnung in Wien. Alles läuf wie immer, als Leo spürt, dass er eigentlich Jennifer heißt. Ihm ist wichtig das seinen Eltern zu sagen. Mama ist daraufhin etwas besorgt und Papa kann sich das garnicht vorstellen. Auch in der Schule wird Leo die nun Jennifer heißen möchte von der Lehrerin nicht recht verstanden. Aber da sind ja noch die Schulfreunde, die anders als die Erwachsenen mit der neuen Situation umgehen. Denn Freunde sind für einander da und finden immer eine Lösung! So ist der dicke Gabriel ein Fels in der Brandung und Anne und Stella helfen beim Stylen. In der Geschichte geht es um die Zuneigung die man füreinander spührt auch wenn der andere sich anders entwickelt als man es gedacht hat und gewohnt ist. Aber das braucht Zeit. Besonders bewegend fand ich das Band zwischen dem Vater und Leo/Jennifer. Da merkt man besonders dass es der Autorin gelingt, den Gefühlen und Unsicherheiten der Eltern Raum zu geben. Die Figuren werden nicht gegeneinander ausgespielt. Der pfiffige Erzählstil hat mir gut gefallen. Empfohlen für alle ab 9 Jahren.

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Achtung: Diese Geschichte spielt in Wien. So beginnt ein herrlicher Spaß, der nicht nur für Kinder geeignet ist und auf unterhaltsame Weise ein sehr sensibles Thema anspricht. Verena Noll haucht der Geschichte sehr viel Leben und Wiener Schmäh ein und auch wenn einige Worte dem deutschen Zuhörer nicht unbedingt bekannt sind so vesteht man den Zusammenhang. Die innere Zerrissenheit Leos/Jennifers wird gut dargestellt durch die wechselnden Pronomen, mal ist die Rede von ihm, dann wieder von ihr und zu Beginn scheint es sich bei Leo und Jennifer auch um zwei unterschiedliche Personen zu handeln, bis Leo irgendwann in den Hintergrund gerät. Auf einfache Weise wird auf die Geschlechterrollen und Transgender eingegangen. Kindgerecht, einfach und sehr witzig. Es ist eine unterhaltsame Geschichte, kein Sachbuch und sollte auch von Eltern gehört werden, die der Meinung sind, ein Problemkind zu haben, dass sich in einer Phase befindet, die vergehen wird. Leicht und locker wird Leos/Jennifers Geschichte erzählt, von der Akzeptanz der Freunde und der Verwirrtheit der Familie. Lässt man den wichtigen Teil der Identitätsfindung beiseite bleibt immer noch eine spannende Geschichte kleiner Kinder, die durchaus auch Blödsinn im Kopf haben. Und ja, ein bisschen gewalttätig ist es auch und vielleicht nicht ganz so politisch korrekt wie man es erwarten würde. Aber das macht auch den Reiz aus. Es wirkt authentisch und ich habe mich in Jennifer und ihre Freunde sofort verliebt. Und in die einfühlsame Darbietung von Verena Noll auch. Das Buch scheint noch mit Illustrationen und Erklärungenpunkten können und ist meiner Meinung nach zu Recht mit dem Österreichischer Kinder- und Jugendbuchpreis 2021 ausgezeichnet worden. Ein bisschen habe ich mich auch an DER KLEINE NICK erinnert gefühlt. Ein (Hör)Buch für Kinder und Erwachsene

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Mal ein etwas anderes Hörbuch für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Es geht um einen kleinen Jungen im Grundschulealter, der feststellt, dass er ab jetzt lieber eine Jennifer sein möchte und nun den Mut hat, dies seinen Eltern, Freunden, Familie und in der Schule zu sagen. Mich als Mutter hat es mich sehr berührt, wie die Mama von ihm/ ihr damit umgegangen ist und welche Hürden ein Kind, das so empfindet, zu überwinden hat. Sehr schön erzählt und auch schon etwas für jüngere Kinder, die zwar noch nicht so ganz den Sinn darin verstehen, aber die Geschichte gerne hören.

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Eine süße kleine Geschichte über Leo, die jetzt Jennifer heißt und die Schwierigkeiten der Erwachsenen das zu akzeptieren. Nur der Katze, der ist es egal. Die Geschichte folgt sowohl Jennifer, die ihre Identität findet, als auch Jennifers Eltern und anderen Erwachsenen, die versuchen zu verstehen, dass sie jetzt eine Tochter haben und wie sie damit umgehen sollen. Das ganze ist sehr verständlich, kindgerecht, nachvollziehbar und auch lustig umgesetzt, ohne dabei lächerlich zu werden. Es ist nicht zu ernst, spricht aber trotzdem verschiedene wichtige Themen rund um Transgender an. Die Sprecherin Verena Noll verleiht der ganzen Geschichte mit ihrem passenden Akzent ihren ganz eigenen Charme.

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