Was bleibt, wenn wir sterben

Erfahrungen einer Trauerrednerin

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Erscheinungstermin 29.09.2021 | Archivierungsdatum 30.09.2021

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Zum Inhalt

Nach dem Tod ihrer Eltern versucht die Journalistin Louise Brown der Endlichkeit des Lebens etwas Sinnstiftendes abzugewinnen. Sie wird Trauerrednerin und Zeugin dessen, was von uns bleibt. Dies verändert nicht nur ihre Einstellung zum Tod, sondern auch ihre Haltung zum Leben. Louise Brown schenkt uns unvergessliche Bilder, die daran erinnern, was uns als Menschen ausmacht. Ein tröstendes und befreiendes Buch, das Mut macht, das Leben auf die Dinge auszurichten, die von Bedeutung sind.

Nach dem Tod ihrer Eltern versucht die Journalistin Louise Brown der Endlichkeit des Lebens etwas Sinnstiftendes abzugewinnen. Sie wird Trauerrednerin und Zeugin dessen, was von uns bleibt. Dies...


Eine Anmerkung des Verlags

Die Journalistin und Podcasterin erzählt von ihrer Arbeit als Trauerrednerin. Ein Buch voller Wärme und Menschlichkeit. Wie man mit der Endlichkeit Frieden schließen kann.

Die Journalistin und Podcasterin erzählt von ihrer Arbeit als Trauerrednerin. Ein Buch voller Wärme und Menschlichkeit. Wie man mit der Endlichkeit Frieden schließen kann.


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Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Hardcover
ISBN 9783257071764
PREIS 22,00 € (EUR)

Auf NetGalley verfügbar

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Trauer und Angst vor der Endlichkeit von einer interessanten Perspektive aus betrachtet (die einer Trauerrednerin). Dieses Buch macht Mut!!!

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Louise Brown verliert innerhalb von drei Monaten ihre Eltern. Sie trauert. Irgendwann kommt sie auf die Idee, ihren Beruf als Journalistin an den Nagel zu hängen und sich beruflich mit dem Sterben, dem Tod und Trauer auseinanderzusetzen und wird Trauerrednerin. Die Arbeit mit anderen Trauernden und die vergehende Zeit helfen ihr langsam über ihre eigene Trauer hinweg und verändert ihr Bild von Sterben und Tod.

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Anders als erwartet, und trotzdem hat mich Louise Brown mit »Was bleibt, wenn wir sterben« überzeugen können. Dafür, dass sich das Buch mit dem Thema Tod auseinandersetzt, war es mir zu kühl und distanziert geschrieben. Diese Eigenschaften braucht man in dem Beruf wohl, keine Frage, doch für die Verschriftlichung ihrer Erlebnisse hätte Brown ruhig dafür sorgen dafür, dass mir die Tränen in Strömen fließen. Nichtsdestotrotz eine Geschichte, mit der wir uns alle einmal auseinandersetzen sollten. Außerdem vermittelt die Autorin ein schönes Bild des Berufs Trauerrednerin, der vor allem in Deutschland viel zu selten Teil von Erzählungen und Berichterstattung ist.

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Louise Brown schöpft aus ihrer ganz persönlichen Erfahrung mit dem Verlust geliebter Menschen und ihrer Arbeit als Trauerrednerin. In "Was bleibt, wenn wir sterben" zeigt sie auf bewegende Art und Weise, wie man mit Trauer leben lernt und Schicksalsschlägen etwas Positives abgewinnen kann. Ein sehr hilfreiches Buch für alle, die sich mit den Themen Tod & Trauer beschäftigen und über den Sinn des Lebens nachdenken möchten...

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Gute Mischung aus Profession und Eigenerfahrung. Ich finde es ein wirklich gutes Buch zum Thema Tod und sterben.

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Dieses Buch war für mich sehr interessant zu lesen. Die Autorin ist Trauerrednerin und erzählt, wie sie zu diesem Beruf bekommen ist, wie sie selbst mit dem Thema Tod umgeht und von den Trauerreden, sie sie gehalten hat. Mir hat der Schreibstil sehr gefallen. Das Buch ist einfach zu lesen, und es berührt. Man lernt ein klein wenig die Menschen kennen, über die die Autorin schreibt. Und es war wirklich interessant zu erfahren, wie eine Trauerrednerin arbeitet. Wie schwer es manchmal für sie ist, wirklich etwas über den Verstorbenen erzählen zu können. Und wie oft sie in den Gesprächen mit Hinterbliebenen zwischen den Zeilen lesen und genau beobachten muss, um mehr als Daten zu erfahren. Ich war, zum Glück, noch nicht auf vielen Beerdigungen, aber bei den katholischen Beerdigungen, an denen ich teilgenommen habe, hatte ich immer das Gefühl, die Person, über die der Pfarrer redet, sei austauschbar. Ich hatte nie das Gefühl, er spreche von einer Person, die ich gekannt habe. Durch dieses Buch habe ich erst erfahren, dass es auch anders geht. Der Lebensgefährte einer guten Freundin ist vor kurzem gestorben, und meine Freundin hat die Trauerrede selber geschrieben und gehalten. Und diese Erfahrung hat mich dazu gebracht, dieses Buch zu lesen.

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Inhalt: Als ihre Eltern sterben ist es für die damalige Journalistin Louise Brown ein schwerer Schlag. Sie wagt den Schritt in ein neues berufliches Kapitel als Traurednerin, einerseits für sich selbst, um das Erlebte zu verarbeiten, andererseits um eine singstiftende Tätigkeit zu haben und anderen Menschen bei dieser schweren Phase beizustehen. Sie erzählt von ihrem Leben, wie sie den Tod ihrer Eltern erlebt hat und über ihre Kunden und deren Verluste. Meinung: Ein bewegendes Buch, was einem manchmal doch den Kloß in den Hals treibt. Die Lebensgeschichte von Louise hat mich sehr berührt und die Auseinandersetzung, die sie mit dem Thema Tod in diesem Buch führt, regt zum Nachdenken an. Es geht darum das Leben zu schätzen und sich an den kleinen Dingen zu erfreuen. Man wird dazu angeregt nachzudenken, was von einem selbst übrig bleibt, wenn man stirbt. Auch sprachlich hat mich das Buch direkt überzeugt. Louise schreibt mit einer Klarheit und verpackt die Schwere des Themas in ein fließendes Leseerlebnis. Besonders beeindruckt hat mich, wie frei und intensiv sie von ihren eigenen Erlebnissen erzählt, wie sie sich gefühlt hat und wie sie es geschafft hat, danach weiter zu machen. Fazit: Ein Buch, das zwar vom Sterben handelt, aber dabei voll und ganz zum Leben animiert. Ich habe jede Seite sehr geschätzt und den Erfahrungsschatz der Autorin wie einen Schwamm aufgesogen. Nach dem Buch habe ich das Gefühl, etwas gelernt zu haben. Daher 5 von 5 Sternen.

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Empatisch geschrieben. Über die Bedeutung des Lebens...' ein schwieriges Thema, der Umgang mit dem Tod. 'Was bleibt, wenn wir sterben'' ist ein mutiges Buch und ist inspirierend! Die Autorin Louise Brown schildert ihre Auseinandersetzung/ Begegnung vom Tod anhand von ihren alltäglichen Begegnungen mit Menschen, den Verstorbenen und deren Hinterbliebenen. Hier wird ein wichtiges Thema angesprochen, dass wir oft vergessen oder gar veschweigen... unser eigener Tod oder der eines Mitmenschen. Jedoch ist das Buch in keinster Weise traurig, es macht Hoffnung und spricht würdevoll über die Menschen, von denen nur noch die Erinnerung bleibt. Das Buch, es ist zwar ein Sachbuch und hat knapp 160 Seiten und ist damit eines der Kürzeren, aber es ist genau so richtig. Denn das Buch liest sich, mit all den Erfahrungen und Erinnerung an die geliebten Menschen, wie ein verlängerte Trauerrede. Das Buch geht ins Herz und trifft genau den Punkt, denn was wichtig ist, ist das Hier und Jetzt. Die Autorin spricht nicht mit einem kühlen Ton, sondern verwendet liebevolle Worte und man merkt ihre Erfahrung und Hingebung zu ihrem Beruf. Das Buch bietet eine Auseinandersetzung mit dem Tod, egal welchen Alters. Man fühlt sich von Louise Brown an die Hand genommen und weiß, dass man nicht alleine dasteht. Das Cover ist zuerst unauffällig, schaut man aber ein zweites Mal, versteht man den tieferen Sinn. Es wirkt nahezu friedlich und die Vögel stehen für die Seele, die nach dem Tod wieder in die Welt, ins Nirvana, in den Himmel oder in unsere Erinnerungen zurückgeht. Auch schreibt sie, dass es bei dem Thema Tod wichtig ist, authentisch gegenüber den Angehörigen zu sein. ''Niemand sollte sich seiner Trauer schämen''. Man darf also seine Gefühle zeigen. Ich empfehle das Buch. Ich muss hier eine Lanze für die Autorin brechen, ein solches Thema als Buchlektüre zu wählen: wir sind endlich und dieser Gedanke ist schmerzhaft einerseits, andererseits hilft er uns vielleicht dabei, den Blick auf das Wesentliche zu richten - eine Auseinandersetzung, mit dem einen wichtigen Thema, dass wir oft vergessen...

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An was werden sich die Menschen sich erinnern, wenn wir tot sind und begraben werden? Und wie können wir mit dem eigenen Tod und dem geliebter Menschen umgehen? Louise hat kein Sachbuch geschrieben, dass diese Fragen psychologisch, philosophisch oder wissenschaftlich beantwortet, sondern mit ihrer eigenen Lebensgeschichte (ihre Eltern starben kurz aufeinander, was sie dazu bewegte Trauerrednerin zu werden) und ihren Erfahrungen und Begegnungen mit Trauernden. Überraschend berührend für mich haben mich ihre Geschichten mitgenommen. Wie ein Leben plötzlich in wenige Worte zusammengefasst wird, was für verschiedene Möglichkeiten gibt mit dem Tod umzugehen und wie der Tod eigentlich ein zentraler Teil des Lebens ist, obwohl er in unserem Leben gerne ausgeklammert wird. Ein sanftes Buch, das ein schwieriges Thema einfühlsam und zart in unsere Mitte holt.

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Ein wunderschöne gestaltetes Cover. Himmel und Möven. Der Titel "Was bleibt wenn wir sterben" hat mich sofort neugierig gemacht. Und ich muss sagen, ich wurde nicht enttäuscht. Die Journalistin Louise Brown trauert über den Verlust ihrer Eltern. Sie beschließt Trauerrednerin zu werden. Hut ab, vor soviel Mut. Ich kann mir sehr gut vorstellen, daß dies eine sehr schwere Aufgabe ist. In ihrem Buch beschreibt sie nicht nur ihre eigene Trauerarbeit, sondern erzählt locker über die vielen Menschen, die sie während ihrer Arbeit kennengelernt hat. Ich konnte mich sehr gut in die Geschichten rein versetzten. Ich kam dann schon etwas ins Nachdenken. Und das ist gut so. Weil es trifft jeden Menschen. Keiner bleibt verschont. Wie sie schreibt ist der Tod in unserer Gesellschaft teilweise nicht präsent. Ich hoffe nachdem man dieses Buch gelesen hat, wird sich dies ändern.

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Vom Tod als solches gehen wir nun in die Nachbereitung. „Was bleibt, wenn wir sterben-Erfahrungen einer Trauerrednerin“ von Louise Brown mit der ISBN 9783257071764. Die Autorin Louise Brown verliert innerhalb von drei Monaten ihre beiden Eltern. Als sonst so taffe Journalistin sieht sie sich erstmals mit etwas konfrontiert wofür sie keinen Plan B hat. Irgendwann kommt sie auf die Idee, ihren Beruf als Journalistin an den Nagel zu hängen und sich beruflich mit dem Sterben, dem Tod und Trauer auseinanderzusetzen und wird Trauerrednerin. Wie sieht die Arbeit als Trauerrednerin aus? Wie wird man dabei einem Menschenleben gerecht? Was bleibt am Ende eines Lebens übrig und kann man einen Menschen nach seinen Leben noch kennenlernen? Das Buch berührt ohne zu viel auf die Tränendrüse zu drücken. Es ist eine Auseinandersetzung mit dem Thema Tod und was wir hinterlassen. Somit ist es ein Erfahrungsschatz wo wir lernen können und etwas selbst für uns mitnehmen können. Ein sehr schönes Buch was ich euch ans Herz legen kann.

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Für Louise Brown war der Tod ihrer Eltern ein schwerer Schlag. In ihrer Trauer entstand der Wunsch Angehörige in der gleichen Situation zu begleiten. Sie wird Trauerrednerin. In ihrem Buch beschreibt sie alle Facetten der Trauer. Sie beginnt bereits vor dem Tod. Verabschiedungen kann man verschiedenartig gestalten. Manchmal bleibt sogar etwas über den Tod hinaus bestehen. Ich wurde in meiner Meinung, dass die Verabschiedung die Trauer erleichtern kann, bestätigt. Aber auch die Trauer bewältigt jeder Mensch anders. Louise Brown schildert viele Geschichten rund um das Thema Tod und Trauer. Das Buch kann Menschen in der Trauer sicherlich trösten. Es vermittelt, dass wir alle uns irgendwann von einem geliebten Menschen verabschieden müssen. Jedoch gibt es viele Wege damit umzugehen.

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Ein wichtiges Sachbuch „Die Toten leben nicht in uns weiter, wohl aber gewisse Seiten, Merkmale und Gewohnheiten von ihnen. Was bleibt, ist ihr Humor, ihre Zuverlässigkeit, Wärme, Widerstandskraft, Versöhnlichkeit, Naturliebe, Ausdauer, ihr Mut.“ (Seite 228) Louise Brown ist Journalistin und Trauerrednerin. In diesem Buch erzählt sie von Menschen, denen sie während ihrer Arbeit begegnet ist und ihren diesbezüglichen Gesprächserfahrungen. Dabei geht sie der Frage nach, was wirklich wichtig ist im Leben: die großen Erfolge oder die kleinen menschlichen Gesten des Verstorbenen? Sie widmet sich in diesem dreigeteilten Buch nacheinander der Konfrontation mit der Trauer, dem Leben mit der Trauer und der Annahme der Endlichkeit. Ausgehend von ihrer Erinnerung an das Ende ihrer Eltern bringt sie viele Gestaltungsmöglichkeiten für den Abschied zur Sprache. Ich finde es sehr wichtig, sich mit dem Tabuthema Tod auseinanderzusetzen. Denn jedem von uns ist das Ende vorbestimmt – auch wenn wir es nicht wahrhaben wollen. Noch immer bin ich über der Verlauf der Beerdigung meiner Mutter enttäuscht. Aber es lag an uns, dass wir nicht in der Lage waren, dem Pfarrer mehr von ihr zu erzählen. Schade, dass ich da dieses Buch noch nicht kannte! Durch die Lektüre ist mir vieles klarer geworden. „Obwohl ich heute davon überzeugt bin, dass es kein Zeichen von Schwäche ist, wenn sich jemand mit seinem eigenen Tod abfindet. Vielmehr ist es für mich heute ein Zeichen von Stärke, wenn es einem Menschen gelingt, dem Tod mit Gleichmut und einer gewissen Akzeptanz entgegenzusehen und so seine verbleibende Zeit den wirklich wichtigen Dingen widmen zu können.“ (Seite 73) Positiv empfand ich beim Lesen, dass sich die Trauerrednerin Zeit für die Hinterbliebenen nimmt. Nur in ausführlichen Gesprächen ist es ihr möglich, den Verstorbenen ein wenig kennenzulernen. Was mir sehr gefällt: Das Buch regt unter anderem dazu an, sich über die Gestaltung des eigenen Abschieds Gedanken zu machen, um die trauernden Hinterbliebenen zu entlasten.

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Ein Buch den jeder lesen sollte, der jemanden geliebtes verabschiedet hat. Das Thema Tod ist oft wenig thematisiert und viele von uns vergraben ihren Kummer tief in sich hinein. Die meisten drücken ihre Emotionen nicht aus, was sie bewegt und welche Fragen ihnen zurückbleiben. Die Autorin erzählt aus ihrer eigenen Erfahrung, nachdem sie kurz hintereinander ihre Eltern verliert, fängt sie an das Leben zu hinterfragen. Was wissen wir über die Menschen die wir verlieren, ihre Vorlieben, Träume, Geheimnisse vielleicht. Welches Lied würden sie bei ihrer eigenen Bestattung wählen, welche Fragen hätten wir ihnen am liebsten gestellt. Wussten wir genug über die Menschen die uns so viel bedeutet haben? Ich kenne es aus eigener Erfahrung, als mein Vater starb hatte ich auch viele Fragen, vieles was zu kurz kam, viele Geschichten die er uns noch von seiner Kindheit und Jugend erzählen könnte, so viel Lebenserfahrung. Was bleibt sind Erinnerungen, manche Bruchstücke von der Vergangenheit, aber oft neben der Trauer auch viele, viele glückliche Momente von Zusammengehörigkeit. Danach fängt man an noch mehr an den Tod zu denken, die Mutter, die Geschwister, manchmal sogar was wir tun würden, wenn wir plötzlich ein Kind verlieren würden. Ich finde das Buch sehr schön geschrieben, es ist wie ein kleiner Wegweiser und Trostspender und man findet eigene Gedanken darin wieder. Das Cover hatte mich schon direkt angesprochen, bevor ich bei der Leserunde zum Buch war, hatte ich schon das EBook, und die Vögel erinnerten mich daran, dass alles einmal wegzieht, manche nur zur falschen Jahreszeit und manche zur falschen Lebenszeit. Es gibt für Abschiede nie den richtigen Zeitpunkt. Jeder ist traurig auf seine Weise, doch auch jeder Abschied, bringt manchmal etwas Neues in unser Leben.

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Der Tod, das Sterben und alles, was dazugehört, sind Themen, über die man in der Regel selten spricht. Wer weiß schon, wie die eigene Beerdigung aussehen soll? In dem Moment, als ihre beiden Eltern innerhalb von drei Monaten starben, hatte die Journalistin Louise Brown sich mit alldem noch nicht beschäftigt. Die Trauer traf sie unvermittelt, heftig und unvorbereitet; riss sie in ein tiefes Loch. Ihr Weg, damit umzugehen: sie wurde Trauerrednerin. Von ihrer persönlichen Trauer, ihrem Alltag in ihrem neuen Beruf, Erfahrungen von anderen Trauernden und allgemeinen Überlegungen zu diesen Themen handelt dieses Buch. "Was bleibt, wenn wir sterben"? - Eine Frage, die man vorher nie so ganz beantworten kann. Was immer bleibt: Erinnerungen. Liebe. Schmerz. Freude, über das Leben und die Zeit, die man mit den Verstorbenen hatte. "Unsere Liebsten bleiben nicht als Verstorbene bei uns, sondern als Lebende." Mir hat das Buch sehr gut gefallen, auch wenn es nicht einfach zu lesen war. Das lag nicht etwa an einer komplizierten Sprache - diese ist leicht verständlich, persönlich und angenehm - sondern daran, dass es auch vieles mit meinen Gefühlen und Überlegungen gemacht hat. Die Geschichte eines Paares, das sich zu Kriegszeiten als Zweckehe zusammengetan hat, sich aus tiefem Herzen geliebt hat, ein gemeinsames Leben verbracht hat, bis die Frau an Demenz erkrankte und der Mann sie bis zu ihrem letzten Atemzug pflegte und liebte, hat mein Herz zerrissen. ("Sie war seine große Liebe. Seine größte. Aber er hatte sein Ziel erreicht, bis zum Schluss für sie da zu sein"). Andere Geschichten von eigensinnigen Senior*innen brachten mich zum Schmunzeln. Gelernt habe ich auch einiges. Über das Leben, das Sterben, den Tod. Über die Geschichte eines Landes und eines anderen. Über den Beruf als Trauerredner*in Ich kann dieses dünne Buch wirklich allen uneingeschränkt empfehlen, ob traurig, froh, nachdenklich, alt, jung oder alles gleichzeitig. 5/5

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