Goldene Zeiten im Gepäck

Roman

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Erscheinungstermin 05.08.2019 | Archivierungsdatum 16.09.2019

Zum Inhalt

Eine große Liebe, die nicht sein durfte, und eine Freundschaft, die mit jedem Kilometer wächst.
Eine rüstige alte Dame begibt sich mit ihrer jungen Pflegerin auf eine Reise quer durch Osteuropa, um die Liebe ihres Lebens wiederzusehen. Ein warmherziger Frauenroman mit viel Herz und Humor von Erfolgsautorin Adriana Popescu!

Die rüstige Altenheimbewohnerin Frau Kaiser weiß etwas über Karla, das sie nicht wissen sollte. Sie erpresst die junge Pflegehelferin damit, um von ihr in einem alten Renault quer durch Europa kutschiert zu werden. Wohin? Das wird Karla schon noch sehen. Warum? Das geht sie nichts an. Karla soll einfach nur fahren – möglichst schnell, denn viel Zeit bleibt ihnen nicht. Aus Kaisers Koffer blitzt eine goldene Medaille. Eine Erinnerung an längst vergangene Tage, als sich zwei junge Schwimmer bei den Olympischen Sommerspielen 1956 in Melbourne fanden, aber nicht lieben durften ...

Adriana Popescu, 1980 in München geboren, arbeitete als Drehbuchautorin für das Deutsche Fernsehen, bevor sie als freie Redakteurin für verschiedene Zeitschriften und schließlich als Autorin für mehrere renommierte Buchverlage Romane schrieb. Sie lebt mit großer Begeisterung in Stuttgart. Über „Goldene Zeiten im Gepäck“ sagt sie: »Mein Herzensprojekt und ein Ende, bei dem ich geweint habe. Wer da übrigens nicht weint, hat sich ein Betonherz gießen lassen! Dazwischen muss man aber, wie ich hoffe, ganz viel und herzhaft lachen.«

Eine große Liebe, die nicht sein durfte, und eine Freundschaft, die mit jedem Kilometer wächst.
Eine rüstige alte Dame begibt sich mit ihrer jungen Pflegerin auf eine Reise quer durch Osteuropa, um...


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ISBN 9783492994521
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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Selten habe ich bei einem Buch von Anfang bis Ende, also quasi durchgehend, ein Lächeln auf den Lippen. Hier war es der Fall!
Gleich zu Beginn war ich von Karla so unglaublich begeistert. Ihre vermeintlich ruppige Art verdeckt ein Herz, so groß wie ein Bergwerk.
Und "die Kaiser", also Elisabeth Kaiser, Bewohnerin des Altenheimes in Stuttgart, in dem Karla als Pflegehelferin arbeitet, steht aber ihr da in nichts nach. Allein die Dialoge der beiden sind genial.

Karla Metuschke züchtet, mehr oder weniger zufällig, im Gewächshaus des Altenheimes Marihuana an. Eigentlich als kleiner Nebenverdienst angedacht, hilft sie den Bewohnern mittlerweile sehr gern ganz "unbürokratisch" bei kleineren Wehwehchen.
Elisabeth Kaiser, die dies entdeckt hat, nutzt ihr Wissen um Karla zu erpressen. Der Plan: Karla nimmt sich Urlaub, Elisabeth haut ab und Karla fährt sie an ein nicht näher benannten Ziel!
Denn es gibt etwas in Elisabeths Leben, das sie unbedingt erledigen muss. Als Teilnehmerin bei den Olympischen Spielen 1956 in Melbourne hat sie als junge Schwimmerin Elli dem rumänischen Schwimmer Florin ein Versprechen gegeben. Und das will sie endlich einlösen!

In wechselnden Kapiteln wird die sich anbahnende Liebesgeschichte der Deutschen Elli und des Rumänen Florin erzählt. Doch 1956, inmitten des kalten Krieges, wird dies nicht nur nicht gern gesehen, es wird Ihnen quasi untersagt Kontakt zum "Feind" aufzunehmen. Wie sich die beiden aber trotzdem annähern und natürlich ineinander verlieben ist zauberhaft beschrieben.

Man erfährt recht früh, Elli und Florin haben sich nach 1956 nie mehr wiedergesehen. Wie konnte es dazu kommen?
Auf diesem ungewöhnlichen Roadtrip wird nach und nach vieles enthüllt.
Aber auch Karlas Leben, das seit einiger Zeit in einer Art Sackgasse steckt, ändert sich auf dieser Reise grundlegend!
Spannend waren die verschiedenen Andeutungen: Wer hat denn jetzt eine Goldmedaille (in einer für das Buch erfundenen Kategorie) gewonnen?
Und die diversen Umwege und Rückschläge auf der Fahrt von Stuttgart durch halb Europa, kann man mit "abenteuerlich" nur unzurechnend beschreiben!

Mich hat der verbale Schlagabtausch von Karla und Elli begeistert!
Aus dem vorsichtigen umrunden im Altenheim in Stuttgart wird nach und nach eine ganz besondere Beziehung. Ich liebe die beiden einfach!

Beim Finale hatte ich Tränen in den Augen und ein Lächeln auf den Lippen.
"Zähl die Züge, Elli!"

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Karla arbeitet als unterbezahlte und überarbeitete Pflegehelferin in einem Seniorenheim. Eigentlich nicht ihre Berufung, aber warum sie ihr Studium auf der Zielgeraden schmiss und was die Kette mit den Blechdosen in ihrem Kofferraum bedeuten, bleibt noch im Dunkeln.
Elisabeth Kaiser, Elli in ihrer Jugendzeit, ist Witwe und offensichtlich nicht ganz freiwillig im Heim. Eine stolze, unbeugsame Frau ohne Familienangehörigen, der nach einem „Vorfall“ die Unterbringung in einem Heim für psychiatrisch auffällige Patienten droht. Sie überredet Karla recht resolut, man könnte es auch eine kleine Erpressung nennen, zu einer Reise. Über das Ziel schweigt sie sich aus, erst mal Richtung Süden.
In abwechselnden Erzählperspektiven nimmt uns die Autorin mit auf diese Reise. Während die Handlung aus Karlas Perspektive in der Gegenwart angesiedelt sind, schickt uns Ellis Part in die Vergangenheit zu einer jungen Schwimmerin, die in Melbourne ihre ersten olympischen Spiele erlebt. Sie nimmt die neuen Eindrücke mit allen Sinnen auf, ist aber noch sehr Kind ihrer Zeit. Trainer und Eltern sind ihre Leitsterne und die Melbourner Erlebnisse werden ihre Zukunft prägen.
Allmählich erfährt man die Geschichte der beiden so unterschiedlichen Frauen, die allmählich erkennen, dass zwischen ihnen eine stachelige Freundschaft wächst, die ihnen beiden guttut. Es trennen sie zwar fast zwei Generationen, aber es gibt Parallelen in ihrem Leben. Während wir mit den zwei Frauen durch Süddeutschland, Österreich und immer weiter nach Osteuropa fahren, wächst auch die Vertrautheit des Lesers mit den Protagonistinnen. Es gibt anrührende und emotionale Augenblicke, auch verrückte und skurrile Begebenheit und Situationen, die mich schmunzeln ließen.
Bei der Autorin spürt man die Empathie für ihre Figuren, das macht sie lebendig und menschlich und berührte mich auch unmittelbar. Allerdings hatte für mich die Geschichte auch Längen und manches schien mir zu langatmig. Aber das sind nur kleinere Abstriche in einer runden und schönen Geschichte, die ich sehr gerne gelesen habe und deren Ende mich glücklich stimmte.

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Karla Metuschke arbeitet als Pflegehelferin in einem Altenheim in Stuttgart und schlägt sich so durch, denn dieser Job ist nicht gerade ihr Traumberuf. Nebenbei dealt sie heimlich bei den Bewohnern mit selbstangebautem Haschisch, die sich damit wegträumen oder es als Schmerzmittel nutzen. Die Heimbewohnerin Elisabeth Kaiser ist ihr allerdings auf die Schliche gekommen und droht Karla damit, ihr kleines Geheimnis offenzulegen, um für sich selbst eine wichtige Reise herauszuschlagen. Karla bleibt nichts anderes übrig, als sich dem Druck zu beugen und Urlaub einzureichen, um die verschlagene alte Dame durch die Gegend zu kurven, damit sie das erledigen kann, was ihr auf der Seele brennt. Dabei geht es mit dem Auto von Deutschland nach Osteuropa, wobei sich Karla und Elisabeth in dem engen Raum des Wagens nach und nach besser kennenlernen und feststellen, dass sie doch so einiges verbindet…
Adriana Popescu hat mit „Goldene Zeiten im Gepäck“ einen sehr unterhaltsamen und gefühlvollen Roman vorgelegt, bei der der Leser nicht nur zwei ungewöhnliche Frauen kennenlernen und mit ihnen auf eine ereignisreiche Reise gehen darf, sondern gleichzeitig auch eine Zeitreise der besonderen Art unternimmt. Der Schreibstil ist locker-flüssig, farbenfroh und emotional verbunden mit einer unterschwelligen Spannung und einer schönen Prise Witz. Der Leser ist aber der ersten Seite von der Geschichte gefesselt und kann sich ihrem Sog nicht erwehren. Während die beiden Protagonistinnen mit dem Leser an Bord in der Gegenwart auf Reisen gehen, spiegeln Rückblenden in das Jahr 1956 die Vergangenheit von Elisabeth wieder und gibt nach und nach ihre damaligen Erlebnisse preis, die sie dazu bewogen haben, Karla zu dieser Reise zu „nötigen“. Aber auch Karlas Vergangenheit bleibt dem Leser nicht verborgen, ergeht sich die Autorin zu Beginn noch in Andeutungen, so deckt sie deren Schicksal wie ein Puzzle ebenfalls Stein für Stein auf. Beide Lebensläufe gehen zu Herzen und führen den Leser durch das gesamte Spektrum des Gefühlsbarometers. Ebenso faszinierend ist die Reise der beiden Frauen, die so lebendig und bildgewaltig beschrieben wird, dass man als Leser einen Platz in der ersten Reihe hat und Orte besucht, die man vorher noch nicht auf dem Reisezettel gehabt hat.
Die Charaktere sind einmalig herausgearbeitet und überzeugen mit ihren individuellen Ecken und Kanten, sie wirken sehr lebendig und realitätsnah, so dass der Leser glaubt, sie schon lange zu kennen. Karla ist eine etwas rotzige junge Frau, die sich mehr schlecht als recht über Wasser hält und dabei auch vor illegalen Methoden nicht Halt macht. Sie hat schon einiges in ihrem Leben mitmachen müssen und ist allen und jedem gegenüber misstrauisch. Karla hat eine spitze Zunge und ist schlagfertig wie ein Rasiermesser. Elisabeth ist für ihr Alter noch recht gut beisammen, jedoch wirkt sie oftmals hart und unerbittlich, weiß sich durchzusetzen und schreckt hier auch vor unlauteren Mitteln nicht zurück. Sie lässt sich nur schwer in die Karten schauen, doch ihre Fassade bröckelt nach einiger Zeit und lässt sie bei ihrer Rückschau auftauen, je länger die Reise dauert.
„Goldene Zeiten im Gepäck“ ist eine wunderbare, verrückte und ereignisreiche Reise zweier gegensätzlicher Frauen, die doch so viel mehr verbindet, als es auf den ersten Blick erscheint. So herrlich erzählt, dass man sie als Leser noch lange im Kopf und vor allem im Herzen bewahrt. Absolute Leseempfehlung!

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Absolut unterhaltsam, mit der richtigen Mischung aus Leichtigkeit und Tiefgang. Noch dazu möchte man nach der Lektüre sofort Urlaub in Rumänien machen.

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Eine wundervolle Mischung aus modernem und etwas schrägen Roadtrip und einer zarten Liebesgeschichte zwischen Ost und West zur Zeit der olympischen Spiele im Melbourne 1956.
Ein Buch das ganz viel Freude beim Lesen macht.

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