Das Lichtspielhaus - Zeit der Entscheidung

Roman

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Erscheinungstermin 02.05.2019 | Archivierungsdatum 29.08.2019

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Zum Inhalt

Die Geschichte der fiktiven Münchner Kinobetreiber-Dynastie Donaubauer von den 20er bis in die 40er Jahre. Ein historischer Roman von der Bestseller-Autorin Heidi Rehn, der Garantin für spannend erzählte Frauen- und Familien-Sagas im 20. Jahrhundert

München, 1926. Die Goldenen Zwanziger Jahre funkeln auf Hochglanz, München ist nach Berlin die Metropole des deutschen Films und Kinos. Die Donaubauers sind eine der großen Kino-Betreiberfamilien an der Isar. Mit ihrem mondänen Lichtspielpalast sorgen die heiß umschwärmte Theater-Schauspielerin Elsa und ihr charmanter Ehemann Karl landesweit für Furore. Alfred Hitchcock bietet Elsa sogar die Hauptrolle in seinem nächsten Film an. Dann aber brennt Karl mit einer Revue-Tänzerin durch. Statt als Star auf der Leinwand muss Elsa sich von einem auf den anderen Tag als Kino-Besitzerin im realen Leben behaupten - keine leichte Aufgabe für die junge Frau, die sich zudem gegenüber ihrer gestrengen Schwiegermutter behaupten muss.

Als durch Hitlers Machtergreifung Film und Kino zum begehrten Propagandainstrument werden, droht Elsa ihre Lizenz zu verlieren …

Von der Autorin des erfolgreichen Kaufhausromans "Das Haus der schönen Dinge".

Die Geschichte der fiktiven Münchner Kinobetreiber-Dynastie Donaubauer von den 20er bis in die 40er Jahre. Ein historischer Roman von der Bestseller-Autorin Heidi Rehn, der Garantin für spannend...


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ISBN 9783426523247
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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Die Frauen machen das Von der Autorin Heidi Rehn habe ich schon einiges gelesen. Ihr neues Werk „Das Lichtspielhaus – Zeit der Entscheidung“ führt uns München und fängt in den 20er Jahren an. Es ist interessant zu lesen, wie die Kinowelt in den Jahren Veränderungen hin nahm. Die Autorin hat eine fiktive Familie geschaffen. Die Familie Donaubauer besitzt ein mondänes Lichtspielhaus und 6 kleinere. Mit Zenzi, der Patriarchin hat die Autorin ein Unikum geschaffen. Zusammen mit ihrer Schwiegertochter kämpfen sie um ihr Weiterkommen und Weiterbestehen bis in die 1940er Jahre. Die zwischenmenschlichen Themen sind interessant. Heidi Rehn schreibt mit ruhiger Stimme ein besonderes Stück Zeitgeschichte. Ich war von der Geschichte gefesselt.

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Die Münchner Familie Donaubauer besitzt mehrere Lichtspielhäuser. Elsa Donaubauer hat für die Ehe mit Karl Wien verlassen und ihre vielversprechende Schauspielkarriere aufgegeben. Doch sie bereut diesen Schritt nicht. Denn genau wie der Rest der Familie Donaubauer lebt sie für die Lichtspielhäuser und die Welt des Films. Selbst Alfred Hitchcock ist so begeistert von Elsa, dass er ihr eine Hauptrolle anbietet. Eines Tages ändert sich für Elsa alles, denn Karl brennt mit einer Revue-Tänzerin nach Amerika durch. Plötzlich trägt Elsa allein die Verantwortung für ihre beiden Töchter und muss ihre Stellung im Familienunternehmen behaupten. "Das Lichtspielhaus - Zeit der Entscheidung" ist der Auftakt einer Reihe um die fiktive Münchner Kinobetreiber-Dynastie Donaubauer. Dieser Band umfasst die Jahre 1926 bis 1939. Im Zentrum der Handlung stehen Elsa und ihre Schwiegermutter Zenzi, die starken Donaubauer-Frauen, die sich in der Welt der Lichtspielhäuser behaupten müssen. Dabei müssen sie sich nicht nur mit neuen technischen Möglichkeiten, sondern auch politischen Einflüssen auseinandersetzen. Ohne langatmiges Vorgeplänkel befindet man sich sofort mitten im Geschehen, denn Elsa wird bereits ganz am Anfang von Karl verlassen und setzt alles daran, ihre Stellung im Unternehmen zu behalten. Der Roman begeistert von der ersten Seite an, da Heidi Rehn es wieder hervorragend versteht, Handlungsorte und Protagonisten so zu beschreiben, dass man alles mühelos vor Augen hat und dabei das Gefühl bekommt, selbst ein Teil des Familienunternehmens zu sein. Die Charaktere wirken authentisch, sodass man sich mit ihnen identifizieren kann. Das Schicksal hält einiges für die Familie bereit. Dadurch wirkt die Erzählung nie langweilig oder vorhersehbar. Die Autorin webt geschichtliche Hintergründe, Filme, Schauspieler und neue Techniken gekonnt in die Handlung ein. Dadurch hat man das Gefühl, dass diese fiktive Geschichte sich tatsächlich so zugetragen haben könnte. Man taucht förmlich in die Vergangenheit ein und mag sich kaum vom Gelesenen lösen. Obwohl das Buch recht umfangreich ist, liest es sich quasi von selbst. Denn der Schreibstil ist sehr flüssig und angenehm lesbar. Ich habe mich beim Lesen ausgesprochen gut unterhalten, da ich früh in den Sog der Handlung geraten bin und den Glanz der Lichtspielhäuser genossen habe. Ich hatte wirklich das Gefühl, dass diese fiktive Erzählung sich so zugetragen haben könnte und bin schon ganz gespannt auf den nächsten Teil der Reihe.

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Auch hier erkennt man den Schreibstil von Heidi Rehn wieder. Was mich begeistert ist, dass ihr Buch "Das Haus der schönen Dinge" hier mit auftaucht, in Form des Kaufhaus Hirschvogel. Elsa führt mit ihrem Mann Karl ein renomiertes Kino in München. Eines Tages verlässt er seine Frau und geht nach New York. Nun muss Elsa sehen, wie sie klar kommt. Die Erziehung ihrer Tochter, Leitung des Kinos, wirtschaftliche Veränderungen und der 2. Weltkrieg. Das alles zusammen stellt Elsa auf eine harte Probe. Ein mitfühlender Roman, der erahnen lässt, auf was sich Elsa da einlässt. Aber sie meistert ihr Leben und es zahlt sich irgendwie aus. Ein schöner Roman von Heidi Rehn, der keine Langeweile aufkommen lässt.

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München 1926, Der Lichtspielpalast Elvira wird eröffnet, ganz grandios, modern soll er die Zuschauer in Scharen anziehen. Elsa und Karl Donaubauer sind Betreiber mehrerer Lichtspielpaläste, aber das Elvira ist das Schönste und Größte. Elsa ist bei der Eröffnung eine glücksstrahlende Besitzerin, ihr Mann Karl ließ sich wegen Krankheit entschuldigen und sie muss allein die Prominenz und Honoratioren begrüßen und ist stolz im Mittelpunkt zu stehen. Aber der Abend hält eine Überraschung für sie bereit. Karl hat sie und die Kinder verlassen. Elsa darf nicht in Verzweiflung verfallen, denn das Verhältnis zur Schwiegermutter ist nicht besonders und so muss Elsa allein für das funktionieren des Lichtspielhauses einstehen. Sie muss für ihre zwei Kinder stark sein, denn diese brauchen sie. Der erste Teil macht uns bekannt mit der Kinoszene in München bekannt, fiktive Figuren werden gekonnt mit realen Persönlichkeiten verknüpft. Es wird dem Leser die Kinofamilie Donaubauer vorgestellt, die familiären Spannungen und Eigenarten. Leicht lesbar , unterhaltsam

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Eine Frau behauptet sich Dies ist die (fiktive) Geschichte einer Münchner Kinobetreiber-Dynastie von den 20er- bis in die 40er-Jahre. München 1926. München ist nach Berlin die Metropole des deutschen Films und Kinos. Donaubauers betreiben u. A. das Elvira, das sie gerade eingeweiht haben. Doch bevor die Feier zu Ende ist, ist Elsas Ehemann Kurt mit einer Revue-Tänzerin durchgebrannt. Nun muss Elsa, statt in Hitchcocks Film eine Hauptrolle zu spielen, sich als Kinobesitzerin behaupten. Dies ist keine leichte Aufgabe für sie, denn sie muss sich zudem gegenüber ihrer gestrengen Schwiegermutter durchsetzen. Außerdem gibt es auch noch den Ehemann von Zenzis Tochter Ulla. Durch Hitlers Machtergreifung wird das Kino zum Propagandainstrument und Elsa droht ihre Lizenz zu verlieren. Meine Meinung Von Heidi Rehn habe ich schon einige Bücher gelesen, die mir allesamt gut gefielen. So auch dieses. Ich bin gut in die Geschichte hineingekommen. In die Protagonisten konnte ich mich sehr gut hineinversetzen. Allen Voran in Elsa, deren Mann Karl sie am Tag der Eröffnung des Filmpalastes Elvira sitzen gelassen hat. Ihren Verwandten gegenüber erfand sie eine Geschäftsreise nach New York. Doch irgendwann glaubt das natürlich niemand mehr. Das Buch ist die Geschichte über die Donaubauers, eine Kino-Betreiber-Dynastie deren Chefin Zenzi 1920 das erste Kino eröffnet hatte. Mit Zenzi, die Elsas Schwiegermutter war, kam Elsa erstaunlich gut zurecht, mit Heinrich, ihrem Schwager geriet sie sich öfter in die Haare. Es ist die Geschichte des Kinos zur Nazizeit und endet mit einem leichten Cliffhanger. Das Buch war ja auch gleich spannend und ich wollte wissen, wie Elsa es schaffen würde, sich ihrem Schwager gegenüber zu behaupten. Niemand durfte ja wissen, dass Karl nicht auf Geschäftsreise war, sondern mir einer, und dazu noch schwarzen (bei Hitler eine Rassenschande) Tänzerin durchgebrannt ist. Wie Elsa es schaffte- zumindest bis zum Jahr 1939 – erzählt dieses Buch. Mich hat es gefesselt und schließlich in seinen Bann geschlagen, ich konnte es fast nicht zur Seite legen. Von mir daher eine Leseempfehlung sowie die volle Bewertungszahl.

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Deutschland funkelt und glänzt im Rausch der Goldenen Zwanziger. Die Metropolen überbieten sich, was Glanz und Glamour betrifft. München steht dem in nichts nach und hat das beste Lichtspielhaus am Platz . Die Donaubauers wissen, wie man sich ins rechte Lampenlicht rückt. Elsa und ihr Mann Karl sind das Zugpferd, selbst Alfred Hitchcock will Elsa für eine Rolle in seinem nächsten Film. Doch dann bricht alles zusammen, denn Karl brennt mit einer Revuetänzerin durch. Elsa wird auf den Boden der Tataschen zurückgeholt, muss sich nun ihren Lebensunteralt an der Kino-Kasse anstatt als Filmstar verdienen und dann gibt es da auch noch einen Herren namens Adolf Hitler, der ganz plötzlich im Leben aller eine große Rolle spielt… Sie.Kann.Es.Einfach ! Hedi Rehn weiß ihr Leserpublikum vom ersten Buchstaben an für ihr neues Werk zu begeistern und entführt mit "Das Lichtspielhaus" in die Goldenen Zwanziger, lässt Glitzer,Glamour und Lebensfreude der damaligen Zeit in wirklich bewegten und bewegenden Bildern auferstehen und lässt den Leser so den Puls der Zeit hautnah spüren. Die Autorin verwebt meisterhaft Zeitgeschichtliches mit ihrer fiktiven Geschichte, lässt die berühmten Schauspieler von damals wie selbstverständlich in ihren Szenen agieren, gibt ihren Figuren viel Raum, um zu wirken und erschafft so einen Roman, der vom politischen Umbruch, den technischen Raffinessen und einer starken Frau erzählt, die mich fasziniert ihre Geschichte verfolgen lässt. Ihre Energie und ihr ungebrochener Tatendrang ist für den Leser mit jeder Zeile zu spüren und es imponiert mir, wie sie sich nicht dem Fluss der Zeit anpasst und sich nicht mit dem braunen Strom mitreißen lässt. Elsa weiß sich zu behaupten, auch wenn sie es nicht immer leicht hat . Sie weiß geschickt die Dinge so zu lenken, damit ich als Leser das Gefühl habe, selbst ein Teil ihrer Geschichte zu sein. Ich mag die Darstellung der Charaktere, denn sie geben eine Blick in das Leben von damals frei, ermöglichen mir, mit ihnen durch die aufregende und sehr gespaltene Zeit des politischen Umbruchs zugehen und so mitzuerleben, wie aus der glitzernden und schillernden Welt ein brauner Einheitsbrei wird, der dir die Luft zum atmen nimmt. Heidi Rehn zeigt auf, wie aus dem Unterhaltungsmedium Kino nach der Machtergreifung Hitlers plötzlich ein Propagandamittel wird, um die breite Masse zu beeinflussen. Ihre Protagonistin stellt sich gegen die Entwicklung, begehrt auf und.... Aber das müsst ihr selbst lesen, denn dieses Buch ist so wahnsinnig spannend und gut, dass man es immer wieder lesen muss. ich kann nur lobende Worte für diesen wirklich genial Auftakt finden und freue mich schon jetzt auf die Fortsetzung im Frühjahr 2020 !

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Die Münchner Kinobetreiber, Familie Donaubauer, haben nur ein Ziel, sie wollen in ihre vorhandenen Kinos viele Zuschauer locken, vielleicht auch noch 1,2 weitere eröffnen und versuchen darum alles, um immer am „Ball der Zeit“ zu bleiben. Nur das garantiert volle Säle und einen gesicherten Lebensunterhalt. Allen voran hat Zenzi als ursprüngliche Gründerin das Zepter in der Hand. Doch auch ihr Sohn Karl und dessen Frau Elsa bringen immer wieder publikumswirksame neue Ideen ins Unternehmen. Zenzis Tochter Ulla dagegen hat kein Interesse am Kinogeschäft, im Gegensatz zu ihrem Mann Heinrich. Als Karl Donaubauer klammheimlich Frau, Kinder und das gemeinsame Unternehmen verlässt und nach Amerika auswandert, sieht Heinrich seine Chancen im Unternehmen steigen….. Wieder einmal entführt uns Heidi Rehn mit diesem Buch in vergangene Münchner Zeiten. Detailgenau schildert sie die Unterhaltungsbranche der damaligen 20er Jahre. Die Zeit als die Zuschauer zu Scharen in die Kinos geströmt sind um Stummfilme zu sehen. Gleichzeitig vermittelt sie dem Leser auch die Schwierigkeiten der Kinobetreiber immer am Zahn der Zeit zu bleiben. So muss sich Familie Donaubauer auch, nachdem sie mit dem Elvira-Palast ein luxuriöses, kostspieliges Kino im Herzen von München gebaut und eröffnet haben, der Tatsache stellen, dass dieses Kino mit Einzug des Tonfilms nicht mehr den technischen Anforderungen entspricht. Mittel und Wege, sprich Sponsoren müssen gefunden werden, um große Um- und Einbauten vornehmen zu können. Auch hier gehen die Vorstellungen von Elsa und ihrem Schwager Heinrich massiv auseinander. Ärger ist vorprogrammiert. Einzig Zenzi erschien mir im Buch wie ein Fels in der Brandung. Sie ließ sich weder von der Amerikaflucht ihres Sohnes Karl, noch von den Repressalien der aufstrebenden Hitleranhänger entmutigen und aus ihrer Ruhe bringen. Allerdings begreift sie im Laufe der Geschichte, genau wie Elsa, dass es neben der Firma wichtigere Dinge gibt. Eigentlich die Wichtigste: die Familie selbst. Denn beide Frauen haben bei ihren Kindern so einiges versäumt, dem Selbstlauf überlassen. Dieser Weg der beiden Frauen vom Workaholic zum Familienmenschen ist im Buch trefflich aufgezeigt. Mich hat das Buch gut unterhalten. Allerdings fand ich einige Ausführungen zu den Sorgen und Ängsten der Familie Donaubauer etwas zu ausschweifend. Auch Wiederholungen gab es ab und an immer wieder. Schön fand ich, dass das Kaufhaus Hirschfelder mehrmals eine Rolle spielte, fühlte ich mich doch sofort an „Das Haus der schönen Dinge“ erinnert. Von mir erhält das Buch 4 Lese-Sterne.

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Die Geschichte der fiktiven Münchner Kinobetreiber-Dynastie Donaubauer von den 20er bis in die 40er Jahre. Die Münchner Familie Donaubauer besitzt mehrere Lichtspielhäuser. Elsa Donaubauer hat für die Ehe mit Karl Wien verlassen und ihre vielversprechende Schauspielkarriere aufgegeben. Doch sie bereut diesen Schritt nicht. Denn genau wie der Rest der Familie Donaubauer lebt sie für die Lichtspielhäuser und die Welt des Films. Selbst Alfred Hitchcock ist so begeistert von Elsa, dass er ihr eine Hauptrolle anbietet. Eines Tages ändert sich für Elsa alles, denn Karl brennt mit einer Revue-Tänzerin nach Amerika durch. Plötzlich trägt Elsa allein die Verantwortung für ihre beiden Töchter und muss ihre Stellung im Familienunternehmen behaupten. Ich habe mich beim Lesen ausgesprochen gut unterhalten, da ich früh in den Sog der Handlung geraten bin und den Glanz der Lichtspielhäuser genossen habe. Ich hatte wirklich das Gefühl, dass diese fiktive Erzählung sich so zugetragen haben könnte. Das Buch ist sehr empfehlenswert und gut zu lesen.

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Aus dem Nähkästchen eines Kinobetreibers Nicht nur Berlin hat filmmäßig etwas zu bieten – auch München spielt ganz vorne mit. In den Zwanziger Jahren haben die Donaubauers die Nase vorn. Ihre Kinodynastie ist in aller Munde. 1926 ist Zenzi noch die Chefin. Doch dann gibt sie an ihren Sohn Karl und dessen Frau, die Schauspielerin Elsa ab. Kurze Zeit später verschwindet Karl nach Amerika und Elsa und Zenzi müssen gemeinsam die Kinos leiten. Schnell wird der neue politische Wind auch in München bemerkbar und mit Hitlers Amtsantritt wird es auch für die Kinobesitzer schwieriger. Die Geschichte rund um die Kinodynastie war recht interessant. Als Leser bekam man einen guten Einblick in das Tun und Handeln eines Kinobetreibers. Doch die Geschichte rund um die Menschen konnte mich nicht richtig packen. Für meinen Geschmack passierte einfach zu wenig. Irgendwie ging alles recht langsam voran und einzelne Stationen wurden sehr ausgeschmückt erzählt. So dass sich einige Stellen in die Länge zogen. Sehr gestört hat mich, dass ich vom Ende sehr überrascht wurde, weil dieser sehr abrupt kam. Im Nachwort erfährt der Leser, dass es einen zweiten Teil geben wird. Schade, man hätte auch die gesamte Geschichte in ein Buch packen können. Eigentlich habe ich einen Roman erwartet, welcher auch auf die Kriegsjahre eingeht, aber genau hier endet dieser erste Teil. Schade! Der Schreibstil war in Ordnung. Teilweise, wie gesagt, etwas ausgeschmückt und nicht richtig auf den Punkt gebracht. Die Charaktere fand ich toll ausgearbeitet. Ich konnte mich gut in die einzelnen Charaktere einfühlen und es hat Spaß gemacht ihnen zu folgen. Aber auch hier wäre etwas mehr Tempo nicht verkehrt gewesen. Ich wurde von diesem Roman etwas enttäuscht, da ich mit einem anderen Spielzeitraum gerechnet habe. Ein so schnelles und überrumpeltes Ende mag ich nicht, das wirkt sich ebenfalls negativ auf meinen Eindruck aus. Die Idee, die Geschichte einer Kinodynastie zu erzählen gefällt mir! Ich vergebe drei von fünf Sternen.

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Ich liebe die Bücher der Autorin und auch dieses macht da keine Ausnahme. Es gelingt ihr wieder einmal wunderbar, Zeit und Atmosphäre einzufangen und den Leser somit auf Zeitreise zu nehmen!

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Dies ist der erste Teil einer Familiensaga über eine Kinobesitzerdynastie in München.Ich fand auch gerade die Zeit,in der der Roman spielt sehr interessant.man bekommt einen guten Einblick wie das Naziregime mit dem Film umgegangen ist.Vor allen Dingen, wie sie das zu ihren Zwecken genutzt haben.Gleichzeitig hat das Buch auch einfach nur unterhalten und es durch diverse ereignisse sehr spannend gemacht.

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Meine Meinung: Es gibt viele Dinge, über die ich mir bisher noch keine Gedanken gemacht habe. Wie zum Beispiel die Entwicklung eines Kinos verbunden mit den entsprechenden Filmen der damaligen Zeit. Aber zum Glück gibt es Autoren, die uns Leser interessante Information vermitteln, eingebunden in einer Familiengeschichte. Es wäre ja sonst auch viel zu langweilig, einfach nachzulesen, was passierte als Stummfilme von Tonfilmen abgelöst wurden und so weiter. Heidi Rehn hat sehr gut recherchiert und mich mit der Geschichte der Familie Donaubauer bestens unterhalten. Viel zu erzählen hatte sie auf den Seiten des Buches, was man durchaus auch vermuten kann, denn es ist kein dünnes Buch geworden. In den Jahren 1926 bis 1939 passierte wirklich sehr viel. Es war nicht unbedingt immer leicht, denn wenn ich mir den Zeitraum ansehe, dann passierte in Deutschland einiges. Die Autorin hat die persönlichen Situationen der Zeit angepasst und so ein unterhaltsames und interessantes Buch geschaffen. Mich persönlich hat einzig das Ende gestört, weil ich jetzt warten muss, bis ich die Fortsetzung lesen kann. Schlimm, wenn man eine neugierige Leserin ist. 😉 Fazit: Ein Buch, das einem sehr viel vermittelt hat und ich habe viele Berühmtheiten und Filme gekannt, von denen die Rede war. Mir hat es Spaß gemacht, das alles zu lesen und gerne empfehle ich das Buch weiter.

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Die Geschichte führt uns in die bayerische Filmwelt, besser gesagt in die Welt der Filmtheater. Zenzi, die mit ihrem verstorbenen Mann die Donaubauer Lichtspiele aufgebaut hat, führt das Unternehmen. An ihrer Seite ihr Schwiegersohn Heinrich und ihr Sohn Karl mit seiner bezaubernden Frau Elsa, eine ehemalige Burgtheaterschauspielerin. Wie in allen Familienunternehmen sind auch hier Familienzwiste vorprogrammiert. Aber nicht nur die machen den Donaubauer Lichtspiele zu schaffen, auch die politische Lage wird zusehends immer schwieriger. Heidi Rehn hat hervorragend recherchiert. Sie lässt den Leser in die Welt der Donaubauers abtauchen, man leidet und fiebert mit ihnen. Sie sind mir sehr ans Herz gewachsen. Ich freue mich riesig, dass es eine Fortsetzung gibt im Frühling 2020. Die politische Lage hat sie wunderbar eingeflochten und macht den Roman authentisch. In diesem Zusammenhang müsste man vielleicht noch erwähnen, dass das Buch von Ende 1926 bis zum Ausbruch des zweiten Weltkriegs spielt. Ich liebe Sprache und Dialekten. Wenn Zenzi wieder in ihrem bajuwarisch loswettert, dann man ihr ja gar nicht bös sein.

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Hinweis: Fortsetzung erfolgt im Frühjahr 2020! München 1920-1940: Die Geschichte der Familie Donaubauer - Betreiber der größten Lichtspielhäuser in Deutschland. Elsa kämpft nach dem Weggang ihres Mannes um das Erbe ihrer Kinder. Meinung: Was für eine tolle Geschichte! Flüssig geschrieben, der Fokus liegt auf Details, Filmhits der 20er Jahre - die Autorin weiß genau, wovon sie schreibt. Man spürt, wie sie sich über das Geschehen der Zeit Gedanken gemacht und recherchiert hat. Elsa ist tough und gewieft beschrieben, eine starke Frau, die weiß was sie will und dies gewitzt auch erreichen kann. Zenzi ist wundervoll! Ich konnte mir die Patriarchin leibhaftig vorstellen, wie sie mit fester bayrischer Hand das Familiengeschäft regiert. Einzig blass und farblos blieb für mich Tochter Ulla. Sie hätte ihr Trauma ruhig überwinden können und mal für sich selbst einstehen können. Fazit: Eine 5-Sterne Familiensaga in München, mit einer Frau, die um ihr Erbe in den Vorkriegsjahren kämpft.

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Autorin Heidi Rehn entführt ihre Leser in die Zwischenkriegszeit. Elsa Horwitz, eine ehemalige Schauspielerin des k. k. Hof-Burgtheaters zu Wien, ist 1914 dem Charme des Münchners, Karl Donabauer, erlegen und hat ihn gegen den Willen ihrer Eltern geheiratet. Karl ist nicht wirklich standesgemäß für die Tochter eines hohen Beamtens aus Wien, führt doch seine Mutter Zenzi zwei Ladenkinos. Zwölf Jahre und zwei Töchter später ist das Donabauer-Imperium auf 5 Lichtspieltheater angewachsen. Just kurz vor ihrem 34. Geburtstag verlässt Karl seine Familie und München, um mit einer farbigen Tänzerin in Amerika sein Glück zu suchen. Gemäß Zenzis Wahlspruch „Die Donabauer-Frauen schaffen alles“, stürzt sich Elsa in die Arbeit, um gemeinsam mit Schwiegermutter und Schwager das Familiengeschäft am Laufenden zu halten. Doch die Zeiten werden härter und die Konkurrenz schläft nicht. Wird der neue Tonfilm die Stummfilmkinos ablösen? Und welche Auswirkung hat die Wirtschaftskrise? Werden die Donabauer-Frauen den drohenden politischen Umwälzungen Paroli bieten können? Meine Meinung: Wie schon im Roman „Haus der schönen Dinge“ gelingt es der Autorin die Stimmung im München der 1920 bzw. 1930 Jahre gut einzufangen. Der latent vorhandene Antisemitismus beginnt langsam, aber sicher, zu erstarken. Die Kämpfe zwischen den (noch) illegalen Nazis und den Sozialisten sind gut beschrieben. Während Zenzi immer darauf achtet, jene Filme zu zeigen, die dem Publikum gefallen, dient sich Heinrich, der Ehemann von Karls Schwester Ulla, den Nazis an. Warum Heinrich soviel zum Mitreden hat? Ulla ist so ganz anders als Zenzi und für ihre Mutter eine Enttäuschung. Dass dieses „in-sich-gekehrt-sein“, eine handfeste Ursache hat erfahren Zenzi und die Leser im Laufe der Zeit. Gut gefallen mir Zenzi und Elsa, die sich sehr ähnlich, aber trotzdem verschieden sind. Beide sind starke Frauen, die allein erziehend ihren Mann stehen müssen. Doch während Zenzi im Kino-Betrieb ihren Wurzeln treu bleibt und sich für das leistbare Kino für die kleinen Leute einsetzt, hat Elsa andere Pläne. Da ist sie ihrem Mann Karl ähnlicher, als ihr lieb ist. Dennoch ergänzen sich die beiden Frauen. Der Beginn der Nazi-Zeit hat für die Familie weitreichende Folgen. Zunächst muss sich Elsa gegen Sticheleien von Heinrich wehren, der auch vor Erpressung nicht zurückschreckt. Die fiktive Geschichte der Familie Donabauer ist in die reale Welt der Zwischenkriegszeit sehr gut eingebettet. Der rasante Fortschritt im Bereich Kino ist ebenso Thema, wie die Judenverfolgung. Hier gibt es den einen oder anderen Querverweis auf das bereits erwähnte Buch „Haus der schönen Dinge“, in dem es um die ebenfalls fiktive Kaufhausdynastie Hirschvogl in München geht. Solche Familien-Sagas sind die Leidenschaft der Autorin, die auch gut beim Publikum ankommen. Der Schreibstil ist durchaus spannend. Die Sprache ist der Zeit angepasst. So kann man das Wort „blümerant“, das heute kaum mehr verwendet wird, mehrfach lesen. Das Buch beginnt im Jahre 1926 und endet 1939. Ein Gratis-Prequel, das das Kennenlernen Elsa und Karls sowie die Herkunft von Zenzi erläutert, ist als eBook gratis erhältlich. Ich warte schon auf den zweiten Teil dieser Familien-Saga, denn einfacher wird es unter den Nazis sicher nicht ... Fazit: Wer gerne Familiengeschichten mit zeitgeschichtlichem Hintergrund liest, kommt hier auf seine Rechnung. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.

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