Witchmark. World Fantasy Award für den besten Fantasy-Roman des Jahres 2019
Die Spur der Toten
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Erscheinungstermin 23.03.2019 | Archivierungsdatum 20.08.2019
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Zum Inhalt
Gewinner des World Fantasy Award für den besten Fantasy-Roman des Jahres 2019 Miles Singer ist Arzt und er ist auf der Flucht vor seiner Vergangenheit. Eines Tages wird er zu einem Notfall gerufen...
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783608963953 |
| PREIS | 16,50 € (EUR) |
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Bibliothekar*in 414950
"Das was in einem Menschen ist, ähnelt dem, was sich in einem Hirsch befindet. Falls ich ohnmächtig werde, dürfen Sie mich auslachen."
Darüber musste ich unwillkürlich lächeln. "Falls Sie ohnmächtig werden, werde ich Sie auslachen, versprochen."
Vielen Dank an NetGalley.de und den Klett-Cotta-Verlag, die mir dieses Leseexemplar zur Verfügung gestellt haben!
Witchmark: Die Spur der Toten.
Die Welt, die C.L. Polk in Witchmark erschafft, gefiel mir sehr gut. Das Setting von Kingston erinnerte mich stark an das viktorianische England, das gerne in Steampunk-Romanen verwendet wird und der geschichtliche Hintergrund fühlte sich wie Erzählungen über den ersten Weltkrieg an.
Zu anfangs hatte ich einige Schwierigkeiten, da die Handlung direkt Fahrt aufnimmt und ich stark das Gefühl hatte, etwas wissen zu müssen, das mir aber niemand gesagt hat. Ich könnte jetzt nicht einmal mehr beschreiben, was meiner Meinung nach gefehlt hat. Allerdings tat das meiner Begeisterung für die Geschichte einen rechten Abbruch.
Abgesehen von diesem anfänglichen Problem mochte ich Witchmark richtig gern. Miles ist eine richtig angenehme Hauptfigur. Tristan kam mir ein bisschen platt vor, aber darüber kann ich hinwegsehen. (Vor allem, da er und Miles sehr gut zusammenpassen)
Grace mochte ich nicht so besonders und ich verstand ihre Handlungsgründe zum Teil nicht, aber das ist ja eigentlich auch natürlich.
Wie schon vorher erwähnt, fand ich zuerst nicht so recht Zugang zur Handlung. Während des ganzen Buches hatte ich hin und wieder das Gefühl, etwas Wichtiges verpasst zu haben, aber das Lesevergnügen musste nur ein wenig darunter leiden.
Alles in allem lohnt sich Witchmark wirklich, da Polk einige bekannte Handlungsstränge auf eine ganz neue Art miteinander verknüpft. Keiner davon wirkt dabei abgenutzt und die Geschichte erinnert auch nicht wirklich an eine andere, die es schon gegeben hat. Ein klasse Debüt!
Das Cover dieses Romans ist wirklich gut gelungen. Es hat etwas Mysteriöses und Dunkles an sich, was das Buch sehr gut widerspiegelt.
Inhaltlich bzw vom Setting der Story fand ich das Buch sehr interessant und spannend. Es war mal etwas anderes und faszinierendes, in so einer Kulisse, die mich ans 20. Jahrhundert erinnert, etwas Magisches zu erleben. Allerdings findet man etwas spät in die Geschichte rein, denn es wird sehr wenig erklärt und man ist zu anfangs meist irritiert, wenn einige Begriffe fallen.
Die Figuren sind rund und charakterlich sehr realitätsnah. Auch die Dynamiken zwischen den Figuren sind gut beschrieben.
Generell ist das Buch sprachlich schön und flüssig zu lesen.
Auch wenn man am Anfang etwas schwer in die Story hineinfindet, macht sie Lust auf mehr, und man kann das Buch kaum noch aus der Hand legen.
Doris S, Rezensent*in
Meine Meinung:
Sehr spannender und undurchsichtiger Roman. Ich wurde sofort von der Geschichte gefangen genommen und konnte das Buch nicht mehr weglegen. Der Schreibstil gefällt mir sehr gut. Er lässt sich leicht lesen und macht die Geschichte sehr interessant. Die sehr fantasievollen Namen der Protagonisten und Nebenprotas haben mich zu Beginn ein wenig verwirrt. Ich musste mich erst an diese Namen gewöhnen. Der Aufbau der Story gefällt mir sehr gut. Sehr spannend waren für mich die Intrigen die im Verlauf der Geschichte gesponnen wurden. Ich fand es toll wie die Autorin eine kleine Liebesgeschichte in die Story eingebaut hat. Der Abschluss war für mich sehr überraschend. Ich habe nicht mit diesem Ende gerechnet. Die Protas sind sehr interessante Persönlichkeiten. Ganz besonders gefällt mir Miles. Ich fand es sehr mutig von ihm seinen eigenen Weg zu gehen und sich gegen die Traditionen zu stellen. Auch Grace fand ich sympathisch. Sie hat das Herz am rechten Fleck und versucht ihren Weg in der Gesellschaft der Sturmsänger zu gehen. Wobei sie auf starken Widerstand stößt. Alles in Allem wird die Geschichte erst im Zusammenspiel der Protas zu etwas ganz Besonderem.
Mein Fazit:
Wundervolles, fantasievolles Debüt. Ich kann es jedem der Fantasy liebt und sich in den Wirrungen von Intrigen verlieren will empfehlen. Ich hoffe schon auf eine Fortsetzung.
Miles gehört zu der weniger mächtigen Art der Sekundäre, die in seinen Kreisen nur dafür da sind, einen Sturmsänger nur noch stärker zu machen. Daher wurde er schon sein ganzes Leben als wertlos angesehen und unterdrückt. Kein Wunder, dass er fern von dieser Gesellschaft seine Gaben nutzen möchte, um seine eigenen Ziele zu verfolgen, statt eine Marionette zu sein. Ich finde es sehr mutig von ihm, dass er sich so seinem sogenannten Schicksal widersetzt und seinen eigenen Weg geht.
Der schöne Amaranthine ist in diesem Buch einer meiner Lieblingscharaktere, sehr charmant, mysteriös und passt daher schon ins Bild des üblichen Love-Interests. Ich mochte ihn aber auch, weil er Miles begleitet, unterstützt und ihn auch so positiv beeinflusst.
Miles' Schwester Grace hingegen fand ich einfach nur unerträglich. Zwar gibt sie immer vor, auf seiner Seite zu stehen, aber dabei reagiert sie immer so übertrieben emotional, dass ich ihr das einfach nicht glauben konnte. Und da man auch nicht so ganz durchschauen kann, was ihre Motive sind, konnte ich ihr kein Vertrauen schenken.
Das Buch hat teilweise etwas von einem magischen Krimi, da ein Mord und andere Mysterien aufgeklärt werden sollen. Solche Geschichten mag ich meistens sehr gerne und auch hier hat mir das Setting und die Spurensuche sehr gut gefallen und die Elemente haben einfach wunderbar harmoniert. Die Abenteuer von Miles, während er seinen eigenen Weg zwischen Magie und Freiheit findet, waren spannend, auch wenn ich ihn manchmal etwas egoistisch fand, wenn er sich sehr stur verhält - aber andererseits: Kann der Wunsch nach Freiheit wirklich egoistisch sein?
Krieg, Krankheit und magische Intrigen bieten dazu eine schöne Kulisse und ergeben zusammen eine runde Geschichte.
Manche Passagen waren für meinen Geschmack dann etwas zu langatmig und das Buch nimmt nur langsam Tempo auf. Trotz der Spannung hatte ich eher das Gefühl, gemütlich durch die Handlung getragen zu werden.
Fazit
Mir hat "Witchmark - Die Spur der Toten" ziemlich gut gefallen. Magisch-romantisch, spannend und einfach gut. Ich fand es zwar etwas langatmig, aber die Welt hat mich doch sehr verzaubert!
Anna E, Rezensent*in
Dr. Miles Singer arbeitet in Kingston in einem Veteranenhospital als Psychiater. Er betreut die vom Krieg traumatisierten Soldaten. Dabei helfen ihm nicht nur seine eigenen Kriegserfahrungen, sondern auch seine magischen Fähigkeiten. Die muss er vor der Außenwelt verborgen halten, denn Hexen sind den Sturmsängern, der führende Elite von Aeland ein Dorn im Auge und dienen maximal zur Mehrung deren Macht. Der Tod eines Patienten gefährdet jedoch nicht nur Miles Karriere, sondern auch seine Deckung.
C. L. Polk hat mit ihrem ersten Roman eine sehr schöne und runde Geschichte abgeliefert. Die Mischung zwischen Fantasy und historischer Atmosphäre im Stile eines Londons von 1900 hat es mir wirklich angetan. Mit Miles hat die Autorin einfach einen tollen Charakter geschaffen. Ein grundsympathischer Kerl, der sich für seine Überzeugungen einsetzt, das Herz am rechten Fleck hat und mit viel Sinn und Verstand seine Spuren verfolgt. Die Handlung wird aus seiner Perspektive erzählt und so kann man alle Gedankengänge wunderbar nachvollziehen. Seine Figur hat das Potential die Geschichte noch über einige Bände interessant zu halten. Ich tat mir zu Beginn etwas schwer die gesellschaftlichen Strukturen zu verstehen, doch irgendwann hat man die Zusammenhänge auch ohne große erklärende Kapitel verstanden. Das Machtgefüge, das wird einem immer mehr klar, ist ziemlich erschreckend. Sklaverei und Unterdrückung vom Feinsten, über Leichen geht man natürlich auch. Eine explosive Situation also. Und so warten auf Miles die eine oder andere brenzlige Situation, und auf den Leser sehr amüsante und kurzweilige Lesestunden. Ein toller Erstling!
Kira H, Buchhändler*in
Tolle Steampunk Fantasy mit sehr guten Worldbuilding und einem gut durchdachten Magiesystem. Eine spannende Geschichte und ich fand es gut, dass die Geschichte die Folgen eines gerade beendeten Krieges zeigt. Schöne Liebesgeschichte.
Rezensent*in 374889
Miles Singer stammt aus einer adligen Familie mit magischen Kräften. Um dem zu entgehen, floh er, nahm einen anderen Namen an und ging zur Armee. Er verpflichtet sich für sieben Jahre, studiert Medizin und gerät in den Krieg und in Gefangenschaft. Nun ist er als Psychologe in einem Krankenhaus für Kriegsrückkehrer, die völlig verändert zurückkommen und zu einer Gefahr für sich und andere werden. Als er eines Tages zu einem Notfall gerufen wird, erkennt er, dass man seinem Schicksal nicht entgehen kann, denn er spürt bei dem Patienten die Aura einer Hexe. Aber auch der Patient erkennt die Veranlagung von Miles, die er verborgen hält, weil ihm sonst Gefahr droht. Er schwört dem sterbenden Mann, dass er seinen Mörder finden wird. Dafür muss er eine Menge Probleme überwinden und seine Vergangenheit holt ihn wieder ein.
Schon als ich die Leseprobe gelesen habe, hat mich die Geschichte gefangen genommen, obwohl das Genre nicht unbedingt meins ist. Auch das Cover hat mir sehr gefallen. Daher musste ich das Buch unbedingt lesen.
Der Schreibstil ist gut und flüssig zu lesen. Alles ist sehr bildhaft beschrieben, so dass man es sich gut vorstellen konnte. Auch bekommt man es mit interessanten Figuren zu tun. In Aeland haben die adligen Sturmsängern das Sagen. Auch wenn sie Fortschritt gebracht haben, so sind sie aber auch verantwortlich für den schrecklichen Krieg. Magier wie Miles sorgen dafür, dass die Sturmsänger stark werden. Sie werden daher nicht gerade als wertvoll betrachtet. Daher hat Singer seine Kräfte im Verborgenen genutzt, um anderen zu helfen. Wenn man ihn dabei erwischen würde, sähe es böse für ihn aus. Aber er hat ein Versprechen gegeben und das bringt ihn sogar zurück zu seiner Familie. Hilfe erhält er von dem schönen Amaranthine Tristan, der ein wirklich toller Charakter ist. Dagegen ist seine Schwester Grace eine fürchterliche Person, zu der ich kein Vertrauen hatte.
Die Geschichte ist sehr spannend und auch das Ende ist schlüssig, aber auch ein wenig überraschend. Ich bin schon gespannt auf den Folgeband.
Diese magische Geschichte hat mir gut gefallen.
Rezensent*in 539671
Toller Mix aus Fantasy und Krimi
Dr. Miles Singer ist nicht nur Arzt, sondern auch eine Hexe. Auch wenn er seine Fähigkeiten ab und zu einsetzt, um seinen Patienten zu helfen, muss er höllisch aufpassen, dass er nicht auffliegt. Denn der Hexerei bezichtigt zu werden, ist kein Spaß. Die überführten Hexen werden in Sanatorien gesteckt und kommen dort nicht mehr hinaus.
Als ein schwer Verletzter in Miles' Hände fällt und sich ebenfalls als Hexe entpuppt, geraten die Dinge ins Rollen. Auf dem Sterbebett nimmt er Miles das Versprechen ab, sein unfreiwilliges Ableben zu untersuchen, woraufhin dieser in gefährliche Situationen gerät...
Das Cover passt wunderbar zur Geschichte und leuchtet sogar im Dunkeln. Es fängt die Magie wunderbar ein.
Der Schreibstil ist flüssig und anschaulich, man kann sich alles sehr gut vorstellen. Der Weltenentwurf ist gelungen und man wird mitten ins Geschehen geworfen. Die aufkommenden Fragen werden nach und nach geklärt, sodass die Spannung nie abnimmt. Miles ist äußerst sympathisch, er kümmert sich hingebungsvoll um seine Patienten. Auch die anderen Protagonisten sind authentisch beschrieben.
Die Mischung aus Krimi und Fantasy ist einfach grandios, die Geschichte hat mich richtig in ihren Bann gezogen. Es gibt einige überraschende Wendungen, auf die ich niemals gekommen wäre, ich bin begeistert.
Ich kann das Buch nur empfehlen und freue mich schon sehr auf den nächsten Band! :) 5 Sterne.
Martina S, Rezensent*in
Inhaltsangabe:
Miles Singer ist Arzt und er ist auf der Flucht vor seiner Vergangenheit. Eines Tages wird er zu einem Notfall gerufen. Als Miles den Sterbenden untersucht, stellt er mit Erschrecken fest, dass dieser die Aura einer Hexe hat. Aber noch schlimmer, der Vergiftete hat erkannt, dass auch Miles das Hexenmal trägt.
Die Geschicke Aelands werden von den adligen Sturmsängern bestimmt. Ihre legitimierte Magie hat dem Land unvorstellbaren Fortschritt gebracht, es aber auch in einen fürchterlichen Krieg gestürzt. Die Soldaten kommen völlig verändert aus dem Krieg zurück. Miles Singer ist Arzt. Um den zurückkehrenden Soldaten zu helfen, kann er seine magischen Fähigkeiten nur heimlich einsetzen. Kämen sie ans Licht, würde er in einem Asylum eingesperrt. Als Miles zu einem Sterbenden gerufen wird, der wohl vergiftet wurde, bleibt ihm keine Wahl: Zusammen mit einem schönen Amartine, der zwischen der Welt und dem Totenreich wechseln kann, versucht er den Mordfall aufzuklären. Hinter all dem verbirgt sich aber ein Geheimnis, dessen Abgründigkeit kaum abzusehen ist: Wohin sind die Seelen der Gefallenen verschwunden?
Meinung:
Ich habe lange darüber nachgedacht, ob das Buch was für mich ist. Ich habe so viele negative Rezensionen gelesen, trotzdem habe ich mich für das Buch entschieden und ich habe es nicht bereut.
Bereits nach der ersten Seite ist man voll im Geschehen drin, auch wenn man erst mal nicht ganz mitkommt, was da gerade passiert. Lasst euch davon nicht abhalten, das Buch zu lesen, spätestens am Ende wird alles aufgeklärt und alles macht Sinn.
Der Schreibstil hat mir gleich gut gefallen und das Buch lässt sich flüssig lesen. Irgendwie wollte ich immer weiter lesen, vielleicht gerade auch deshalb, weil ich verstehen wollte, um was es eigentlich geht. Ich weiss nicht genau, wie ich erklären soll, was ich während des Lesens empfunden habe. Ich habe etwas gelesen, aber ich konnte das nicht direkt zuordnen. Die Frage war bis zum Ende des Buches, warum passiert das. Grob gesagt, es sterben Menschen, aber warum sterben diese Menschen und warum handeln die Menschen in Situationen so, wie sie handeln (ich will nicht spoilern).
Die beiden Hauptcharaktere Dr. Miles Singer und der Amartine Tristan Hunter haben mir gut gefallen und waren mir sofort sympathisch. Beide waren bildlich vorstellbar und gut ausgearbeitet. Auch sämtliche Nebencharaktere waren gut beschrieben und mir mehr oder weniger sympathisch, so wie es eben von der Autorin gewünscht war.
Das Buch ist eine Mischung aus Fantasy und Krimi, was mir gut gefallen hat. Die Aufklärung des Mordfalles war spannend geschrieben, für mich war aber ein Mitraten nicht möglich, da einfach zu viel Hintergrundinformation erst am Ende des Buches verraten wurde.
Das Buch war definitiv anders, aber an sich nicht schlecht. Für Zwischendurch fand ich es gut, bin aber froh, dass nicht alle Bücher so konzipiert sind.
Fazit:
Das Buch hat mir gut gefallen, auch wenn ich lange nicht wusste, um was es hier eigentlich ging. Trotzdem spannend und toll geschrieben.
Ann-Katrin S, Buchhändler*in
Mein Interesse für "Witchmark" hat zunächst das wunderschöne Cover gemacht. Und nachdem ich das Buch nun regelrecht verschlungen habe, muss ich sagen, es passt perfekt für das Buch.
Witchmark handelt von einem jungen Arzt, Miles Singer, der seine magischen Fähigkeiten andere Menschen heilen zu können, geheim. Doch gerät sein bisheriges Leben aus den Fugen, als ein Fremder ihn bittet einen Mord aufzuklären. C.L. Pork geling es den Leser von Anfang in seinen Bann zu ziehen und lässt seine Hauptfigur wie einen guten Freund erscheinen, dem man bei seinem Versuch einen Mord aufzuklären und seine Patienten zu heilen, unterstützen mochte.
Lisa K, Rezensent*in
Worum geht es?
Miles Singer ist Arzt, aber er verfügt auch über magische Fähigkeiten, die er nutzt, um seine Patienten zu heilen. Damit begibt er sich auf dünnes Eis: Keiner darf von seinen Kräften erfahren, sonst droht ihm die Einweisung in ein Sanatorium. Als die Soldaten Aelands nach einem großen Krieg mit Laneer von der Front zurückkehren und dabei eine mysteriöse Krankheit im Gepäck haben, nimmt sich Miles der Sache an. Schon bald steht ihm aber schon die nächste Aufgabe bevor: Ein Sterbender, der seiner eigenen Aussage nach vergiftet wurde und nicht nur Miles‘ wahre Identität kennt, sondern auch selbst eine Hexe ist, nimmt ihm das Versprechen ab, seinen Mörder zu finden. Das Wissen darum, dass die Angelegenheit mit den kranken Soldaten in Verbindung steht, reicht ihm, um der Sache auf den Grund zu gehen, und ehe er sich versieht, versucht er an der Seite eines schönen, aber mindestens genauso gefährlichen Amaranthines herauszufinden, welches Wissen Nick Elliot das Leben gekostet hat.
Meine Meinung
Auf das Buch aufmerksam geworden bin ich zu allererst durch das Cover. Es wirkt magisch und versprüht gleichzeitig die Atmosphäre eines Englands, das in der Vergangenheit liegt. Exakt diese Atmosphäre wird auch während des Lesens vermittelt. Obwohl sich die Handlung in dem fiktiven Aeland abspielt, fühlt man sich in ein altes (magisches!) England zurückversetzt: So wird beispielsweise mit Kutschen und Fahrrädern gefahren, während Automobile äußert selten sind, und statt Strom gibt es den sogenannten Aether. Ich fühlte mich von der Atmosphäre sofort eingenommen, hatte gleichzeitig aber auch Schwierigkeiten, mich in der Geschichte und dem Worldbuilding einzufinden.
Hier liegt für mich auch der einzige Schwachpunkt des Buches: Es wird so gut wie nichts erklärt und der Leser muss sich das meiste durch Andeutungen erschließen. Nun ist das ja bei Fantasy-Geschichten oft so, worin meistens auch gerade der Reiz besteht, jedoch hält sich diese Eigenart hier bis zum Schluss aufrecht. Zwar habe ich mich mit der Zeit immer besser in der Welt zurechtgefunden, gleichzeitig konnte ich aber den Eindruck eines undurchsichtigen Schleiers, der sich über der Story hält, nicht abschütteln. Vor allem im großen Showdown war aufmerksames Lesen angesagt, da einiges Schlag auf Schlag passierte und man sich auch hier viel selbst zusammenreimen musste.
Genretechnisch ist „Witchmark“ zwischen Fantasy und Krimi angesiedelt – eine für mich sehr spannende Mischung, die mich trotz gelegentlicher Verwirrung stetig gefesselt hat. Sowohl die Magie ist ein großer Bestandteil der Handlung als auch die nötige Detektivarbeit, um dem Mörder Nick Elliots und dem Geheimnis um die mysteriöse Krankheit der Kriegssoldaten auf die Spur zu kommen. Die Handlung lebt von unterschwelliger Spannung und hält einiges an Überraschungen bereit, die ich bis zuletzt nicht kommen gesehen habe. Für mich wurde es zu keinem Zeitpunkt langweilig – ruhige Sequenzen wurden von den interessanten und unterhaltsamen Protagonisten aufgefangen.
Dies war auch der zweite Grund, aus dem ich das Buch lesen wollte: zwei männliche Protagonisten, zwischen denen sich auch eine Liebesgeschichte entwickelt. Das liest man (leider) nicht so häufig und war hier ein weiteres Detail, das der ohnehin schon originellen Story einen besonderen Charme verliehen hat. Obwohl die Anziehung zwischen Miles und Tristan durchaus präsent ist, hält sich die Liebesgeschichte angenehm im Hintergrund, sodass die Haupthandlung zu keinem Zeitpunkt zurückstecken muss. Hier gibt es definitiv kein lästiges Schmachten, während anderes gerade eigentlich wichtiger wäre. Die Autorin hat diesbezüglich eine wirklich gute Balance gefunden.
Besonders gut gefallen haben mir tatsächlich Miles und Tristans Begegnungen am Anfang, in denen nicht nur die beiden einander, sondern wir auch unsere beiden Charaktere kennenlernen. Wie auch manche Details etwas undurchsichtig bleiben, bleibt auch Tristan ein kleines Mysterium. Nicht zu sehr, als dass man ihn nicht sympathisch finden könnte, aber genug, um seinem Wesen als geheimnisvollem Amaranthine treu zu bleiben. Mir hat es tatsächlich gut gefallen, dass man gar nicht mal so viel über ihn erfährt. Vielleicht bleibt hier ja auch Stoff für die Fortsetzung.
In Miles dagegen erhält man einen sehr viel tieferen Einblick, schließlich verfolgt man das Geschehen auch aus seiner Sicht. Durch seine empathische, aufopfernde Art, die er vor allem seinen Patienten entgegenbringt, war er mir schnell sympathisch. Ich konnte in eher traurigeren Momenten mit ihm mitfühlen und mich in anderen gemeinsam mit ihm ärgern. Und von letzteren gab es gar nicht mal so wenige, weil es neben den beiden vielleicht eineinhalb andere sympathische Charaktere gibt (Randfiguren mal ausgenommen). Die restlichen bieten genug Stoff, um sich mit Miles zusammen aufzuregen.
Ungefähr zwanzig Seiten vor Schluss habe ich mich gefragt, wie die Autorin diese doch recht gewaltige Story zu einem zufriedenstellenden Ende führen will, und schon befürchtet, dass alles viel zu schnell gehen könnte. Das Ende hat mir aber tatsächlich gut gefallen – in dem jetzigen Wissen, dass es noch eine Fortsetzung geben soll. Es bleibt nämlich noch einiges offen, was für den Folgeband aber eine interessante Ausgangssituation schafft. Ich bin jetzt schon gespannt, wie es weitergeht.
Fazit
Trotz leichter Orientierungsschwierigkeiten bin ich von „Witchmark“ positiv überrascht. Ein faszinierendes Setting, ein originelles Worldbuilding, eine spannende Handlung, unvorhersehbare Twists und zwei (bis dreieinhalb) sympathische Charaktere ergeben ein absolut gelungenes Debüt. Ich freue mich auf den Folgeband und spreche eine klare 4 Sterne-Leseempfehlung aus.
Gisela E, Rezensent*in
Geheimnisvolle Welt voller Intrigen und Gefahren
Miles Singer arbeitet als Arzt an einem Krankenhaus mit Soldaten, die gerade aus dem Krieg zurückkehren. Er ist erfolgreich und beliebt, doch er hat etwas zu verbergen: Er hat die Aura einer Hexe. Um seinen geliebten Beruf als Arzt ausüben zu können, hat er sich von seiner Familie losgesagt, denn dort müsste er als Gehilfe seiner Schwester tätig sein, ohne selbst sein Schicksal bestimmen zu können. Eines Abends wird ein Verletzter ins Krankenhaus gebracht, der im Sterben Miles‘ magische Fähigkeiten erkennt. Er behauptet, vergiftet worden zu sein. Kurz danach wird Miles von seiner Vergangenheit ereilt – er wird erkannt von seiner Schwester, die ihn in den Schoß der Familie zurückbringen will. Doch da ist auch der Amartine, der ihm zur Seite stehen will, um den Mord an dem Verletzten aufzudecken…
Es ist eine ganz andere, komplexe Welt, die die Autorin C.L. Polk in ihrem Fantasyroman vor dem Leser entstehen lässt. Es dauert eine Weile, bis die Rahmenbedingungen dieser Welt klar sind. Es gibt jede Menge Geheimnisse und Intrigen aufzudecken, bis Miles klar sieht, welche Aufgabe ihn erwartet und wo er Gleichgesinnte finden kann. Doch es ist eine Freude, die Personen und Gegebenheiten um Miles herum zu erkunden, die Autorin hat dies sehr spannend in Szene gesetzt, so dass man sehr schnell in der Erzählung versinkt. Das Buch enthält Elemente eines Kriminalromans, die bestens in den Plot eingebunden sind. Manches allerdings bleibt immer noch unklar, kein Wunder, denn es wird eine Fortsetzung geben, und so endet das Buch auch mit einem ziemlich gemeinen Cliffhanger.
Dieser Fantasy-Roman eröffnet eine Welt voller Geheimnisse und Gefahren, die zu erkunden viel Spaß macht, aber auch voller Spannung ist. Sehr gerne empfehle ich sie weiter.
Rezensent*in 348518
Neue alte Welt mit diversen Problemen
Witchmark: Die Spur der Toten von C.L. Polk, erschienen im Klett-Cotta Verlag am 23. März 2019.
Miles arbeitet in einem Krankenhaus als es kurz vor Feierabend nochmals aufregend wird. Ein Patient wird sterbend ins Krankenhaus gebracht. Miles ist eigentlich eine Hexe und auch der eingelieferte Patient trägt ein Hexenmahl und enttarnt Miles vor dem Mann, der den Sterbenden mitgebracht hat. Der Patient versucht noch eine Aufgabe an Miles weiter zu geben, verstirbt aber. Miles und Tristan, der den Patienten gebracht hat, versuchen heraus zu bekommen was mit dem Mann passiert ist.
Der Plot spielt auf einer Welt die etwas wie das London der beginnenden Versorgung der Welt mit Strom erscheint. Die Umfangsformen sind steif und man fühlt sich etwas an „Krieg der Welten“ erinnert, wobei die Sprache modern ist und sich flüssig und gut lesen lässt. Die Mischung aus Krimi und Fantasy Geschichte mit Hexen, überirdischen Wesen und Sturmsängern die die Welt vor dem Unbill des Klimas retten müssen ist etwas schwer ein zu ordnen.
Die mäßig spannende Geschichte hat so viele Aspekte, dass man sehr aufmerksam lesen muss, um nicht den Anschluss zu verlieren. Es handelt sich um den ersten von mindestens zwei Büchern in einer Reihe. Der Aufbau der Welt ist noch etwas unübersichtlich, vermutlich wird der Leser da aber im Folgeband mehr drüber erfahren. So erleben wir Miles und Tristan die einen Mord aufklären wollen, in einer Umgebung die interessant beschrieben wird, aber noch ausbaufähig ist. Dabei entsteht eine milde Romanze zwischen den beiden Männern. So sind auch nur die beiden männlichen Protagonisten ausführlich beschrieben, Nebencharaktere wie Grace bleiben noch eindimensional. Leseempfehlung für Leute die es wagen mal was Neues aus zu probieren.
Daniela B, Rezensent*in
C.L.Polk schafft es in ihrem Debüt die Genren Fantasy und Krimi geschickt miteinander zu verbinden wobei das Buch auf jeden Fall Leser anspricht die beides mögen bzw eher reine Fantasy Leser als reine Krimi Leser da der Fantasy Anteil natürlich überwiegt
Aeland wird von den adeligen Sturmsängern gelenkt und im ersten Teil des Buches wird man langsam und behutsam in die neue Welt und vor allem in Aeland eingeführt - man erfährt auch von anderen Reichen wie Laneer und den Amaranthine aber hier erhält man nur wenig Informationen und auch Aeland könnte etwas genauer und näher beschrieben werden - dies lässt viele Möglichkeiten für weitere Bücher dieser neuen Welt offen ...
Dr. Miles Singer und Mr Tristan Hunter versuchen gemeinsam den Mord an Nick Elliot aufzuklären - welche Rolle spielen dabei Lady Grace Hensley und Sir Christopher Hensley?
Im letzten Drittel nimmt die Handlung richtig Fahrt auf und als schließlich die Wahrheit ans Tageslicht kommt ist diese erschreckend, grausam und abstoßend
Mir persönlich hat das Buch sehr gut gefallen - bis auf den kleinen Mangel dass ich gerne mehr über die verschiedenen Reiche erfahren hätte - aber vielleicht kommen ja noch weitere Bände die dann in den anderen Reichen spielen oder auch mehr Details aus Aeland preisgeben und es wäre auch schön zu hören wie es mit Miles, Tristan, Grace und Aeland weitergeht
Kurzbeschreibung / Klappentext:
Miles Singer ist Arzt und er ist auf der Flucht vor seiner Vergangenheit. Eines Tages wird er zu einem Notfall gerufen. Als Miles den Sterbenden untersucht, stellt er mit Erschrecken fest, dass dieser die Aura einer Hexe hat. Aber noch schlimmer, der Vergiftete hat erkannt, dass auch Miles das Hexenmahl trägt.
Die Geschicke Aelands werden von den adligen Sturmsängern bestimmt. Ihre legitimierte Magie hat dem Land unvorstellbaren Fortschritt gebracht, es aber auch in einen fürchterlichen Krieg gestürzt. Die Soldaten kommen völlig verändert aus dem Krieg zurück. Miles Singer ist Arzt. Um den zurückkehrenden Soldaten zu helfen, kann er seine magischen Fähigkeiten nur heimlich einsetzen. Kämen sie ans Licht, würde er in einem Asylum eingesperrt. Als Miles zu einem Sterbenden gerufen wird, der wohl vergiftet wurde, bleibt ihm keine Wahl: Zusammen mit einem schönen Amarthine, der zwischen der Welt und dem Totenreich wechseln kann, versucht er den Mordfall aufzuklären. Hinter all dem verbirgt sich aber ein Geheimnis, dessen Abgründigkeit kaum abzusehen ist: Wohin sind die Seelen der Gefallenen verschwunden?
Meine Meinung:
So spannend die Kurzbeschreibung auch klingt, für die Geschichte muss man wirklich einiges an Geduld aufbringen. Zum Beginn der Geschichte habe ich mich mehrfach gefragt, wo das Ganze wohl hinführen soll. Die Beschreibungen waren teils – für meinen Geschmack – zu umfangreich und ausschweifend.
ABER…dranbleiben lohnt sich!
Plötzlich fügen sich die diversen Beschreibungen, die mich anfangs verwirrt haben, zu einer spannenden und überraschenden Story zusammen mit der ich so nicht gerechnet hatte.
Darüber hinaus möchte ich zum Inhalt gar nicht mehr viel sagen, da die Kurzbeschreibung bereits die wichtigsten Punkte enthält.
Die Charaktere, insbesondere Miles und Tristan, sind sehr realistisch und sympathisch beschrieben. Vor allem mit Miles fiebert man schnell mit und hofft dass er einen Weg findet um seinen Patienten zu helfen.
Ich freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung, die ich auch jeden Fall lesen werde!
Fazit:
Einmal in Schwung gekommen, wurde die Story richtig spannend, fantasievoll, bewegend und streckenweise leicht unheimlich. Deswegen gibt’s von mir, trotz der Startschwierigkeiten 4,5 von 5 Sternen.
Jasmin M, Rezensent*in
Ich bin kein großer Fantasy Leser! Aber diese Story konnte mich überzeugen! Ich bin ab der ersten Seite hinein gekommen und dachte mir mein Gott hoffentlich hört es nicht bald auf! Krimi Spannung liebe Fantasy alles in einem
Rezensent*in 428108
außergewöhnlich, fesselnd, intelligent, überraschend und gesellschaftskritisch – ein Top-Debut!
„Menschen lügen, Doktor. Sie flunkern. Sie lassen Dinge aus. Sie glätten Angelegenheiten, indem sie sie vereinfachen.“ (S. 85)
Meine Meinung:
Die Geschichte beginnt wie ein klassischer Kriminalroman: Ein Sterbender wird in ein Krankenhaus gebracht, behauptet mit seinen letzten Atemzügen, vergiftet worden zu sein, und stirbt dem Arzt dann unter den Händen weg. Wenn da nicht die Gabe der Magie wäre, sich abzeichnende Auren und Hexenmale. Das ist ein Start ganz nach meinem Geschmack und schnell wird klar, dass C. L. Polk hier ein Debut vorgelegt hat, dass sich nicht in ein bestimmtes Genre pressen lassen möchte.
Gespannt bin ich eingetaucht in eine Welt voller Geheimnisse, die mich stellenweise an das viktorianische London, dann auch wieder an eine aufstrebende amerikanische Industriestadt der 20er Jahre erinnert hat. Hier gibt es Kutschen & Grammophone, aber auch aetherbetriebene Geräte, wie z.B. Schnellkessel und Kaffeegurgler, was dem Ganzen einen steampunkartigen Anstrich verliehen hat. Dazu kommt ein faszinierendes Magiesystem, in denen wenige Magiebegabte als Spitze der Gesellschaft die höchsten Ämter bekleiden während andere Magiebegabte ausgebeutet – oder sogar als Verrückte in Sanatorien weggeschlossen werden. Fürwahr ein ganz eigenes, mich vollkommen überzeugendes Setting mit einer wunderbaren Grundatmosphäre.
Dazu hat die Autorin mit Dr. Miles Singer einen tollen, außergewöhnlichen und mir zutiefst sympathischen Protagonisten geschaffen, der deutlich aus der breiten Masse der „Standard-Protagonisten“ heraussticht. Ihm zur Seite steht der geheimnisvolle Tristan Hunter, ein sagenumwobener Amaranthine, der sich selbst als „Eitel. Hochmütig, arrogant, leicht gelangweilt, anfällig für Unfug.“ (S. 90) beschreibt, und den ich genauso wie Miles von Beginn an mochte. Die beiden sorgen (nicht nur) für ein wunderbares Charakterspiel und haben mich stellenweise an Sherlock Holmes und Dr. Watson erinnert. Aber auch eine starke Frau hat C. L. Polk mit Dame Grace Hensley im Programm, was das „Trio“ aus meiner Lesersicht perfekt abrundet.
Also: Setting: top! Charaktere: top! Und die Story an sich? Absolut gelungen! Ein waschechter Kriminalfall mit vielen Phantastik-Elementen und einer überzeugenden sowie intelligenten Grundidee. Bis zum Schluss steigert sich die Spannung kontinuierlich, um in einem überraschenden, dramatischen und mitreißenden Finale eine schockierende Auflösung zu bieten. Zu dieser fesselnden Unterhaltung gesellen sich noch ein guter Schuss Gesellschaftskritik und ethische Fragestellungen, die diesem Werk zusätzlich noch eine gute Portion Tiefgang verleihen.
FAZIT:
Ein bärenstarkes Debut, das mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt und vollkommen überzeugt hat!
Miles ist Arzt, aber kein gewöhnlicher. Er hat nämlich magische Kräfte. Er behandelt die aus dem Krieg kommenden Soldaten.
C.L.Polk schafft eine magische Welt, die man sich durch die Haptik sehr gut vorstellen kann. Leider fehlt mir persönlich die Spannung, so dass ich, trotz des angenehmen Schreibstils keine 5 Sterne vergeben kann. Wer Geschichten über Hexen und Magier mag, ist hier aber sicher gut unterhalten.
J. D, Rezensent*in
Die Handlung spielt in einer Welt, die in vielen Aspekten dem victorianischen England ähnelt. Was mir sehr gefallen hat ist die Tatsache, dass es - neben den Kutschen und einigen wenigen Automobilen, die sich nur die Reichsten leisten können und den Zügen - Fahrräder gibt. Und wenn man mit dem Rad fährt, dann schließt man sich einem Schwarm an und radelt so durch die Straßen. Radfahren kommt immer wieder vor und schon auf dem schönen Cover sieht man einen Radfahrer.
Protagonist ist der Psychiater Miles Singer, der eines Tages versucht, einen Schwerverletzten zu heilen, denn Miles war lange im Krieg als Chirurg tätig und hat außerdem Zauberkräfte, was allerdings niemand erfahren soll. Doch er kann den Journalisten nicht retten, doch jetzt kennt der geheimnisvolle Tristan sein Geheimnis. Gemeinsam versuchen sie herauszufinden, wer Nick töten wollte und weshalb.
Der Leser wird direkt ins Geschehen "geworfen" und erfährt erst nach und nach, wie diese Welt funktioniert, was mir gut gefallen hat. Anhand der Beschreibungen sah ich die Geschehnisse gut vor mir.
Ich hoffe, dass es bald eine Fortsetzung geben wird.
Irgendwo, wo es Magier und Hexen gibt, wo nur wenige Autos, aber viele Radfahrer unterwegs sind und Männer in der Armee gezwirbelte Schnurrbärte tragen müssen, dort gibt es die Sturmsinger. Sie schützen Aeland vor Wetterunbilden, die das Land in unfruchtbare Wüsten verwandeln würden. Eine Elite, die aber Sekundäre, die ihnen Energie liefern, braucht und diese gnadenlos ausbeutet. Und nicht nur diese.
Geplant war, dass Sir Christopher solch ein Sekundär seiner vornehmen Schwester wird. Er zieht lieber in den Krieg und übt dort und später in einem Veteranenhospital seine Fähigkeit als Heiler aus, in ständiger Angst vor Entdeckung und Versklavung. Seine besonderen Fähigkeiten kann er nur sparsam einsetzen, trotzdem wird er enttarnt. Seine Schwester braucht ihn, um ihre Macht zu mehren, ein geheimnisvoller Mann bedarf seiner Hilfe, sein tyrannischer Vater möchte Heilung. Er jedoch ist einem merkwürdigen Phänomen bei seinen Patienten auf der Spur.
C. L. Polk spinnt eine Welt, die der Situation nach dem 1. Weltkrieg gleicht und bevölkert sie mit Wesen mit besonderen Merkmalen, einer Klassengesellschaft und verschiedensten moralischen Einstellungen. Eine große Rolle spielt die Liebe zwischen Christopher, der sich lieber Miles Singer nennt und dem wunderschönen Tristan.
Wer sich auf phantasievolle Geschichten und fremde Welten, Intrigen und heldenhafte Charaktere einlässt, wird dieses Buch aus dem Klett- Cotta Verlag gern lesen.
Absolut gelungener Mix aus Magie und Krimi!
Ich hatte ehrlich keine Ahnung was auf mich zukommt in diesem Buch, mich sprach vorrangig das Cover an.
Schnell fand ich in eine spannende Geschichte hinein, die sich mit Krieg und Liebe, Tod, Magie und Hexen beschäftigt. Es war mysteriös und faszinierend zugleich.
Der Schreibstil ist wie Wasser. Er zieht den Leser förmlich in seinen Sog und lässt ihn nur so durchfliessen durch das Buch.
Das Setting und die Charaktere sind so schön gestaltet, und sogar das Ende ist einfach nur passend nach der ziemlich rasanten Entwicklung gegen Ende.
Klar Empfehlung für einen etwas anderen Fantasyroman.
Barbara M, Buchhändler*in
Ein Fantasy Krimi der besonderen Art.
Miles ist Mediziner der zu einem Sterbenden gerufen wird der ihm in seinen letzten Minuten seine magischen Kräfte überträgt. Miles der selber magische Kräfte hat soll nun seinen Mörder finden, da der Tote vergiftet wurde.
Er bekommt Hilfe von Mr. Hunter, der auch ein magisches Wesen ist.
Der Mord hat etwas mit dem Krieg zu tun, in dem sich sein Heimatland befindet, und mit den Heimkehrern von der Front, die alle über einen dunklen Schatten in sich klagen, der ihnen Angst macht.
Hinter all diesen kleinen Geheimnissen verbirgt sich ein größeres, welches Mr. Hunter und Miles lösen müssen, um den Mörder zu finden.
Sehr spannend geschrieben, mit vielen magischen Momenten!
Ich hatte keine besonderen Erwartungen an das Buch. Ich gebe auch zu, dass es mich auch nicht sonderlich interessiert hat.
Warum ich es trotzdem gelesen habe? Irgendwie muss es mich doch fasziniert haben.
Und ich wurde angenehm überrascht. Ich muss sogar gestehen, dass ich am Ende Tränen vergossen habe, weil das Ende so schön (und auch etwas kitschig ist), aber bis es zum Ende kam (und es hoffentlich noch weitere Bücher geben wird) wurde ich gut unterhalten.
Anfangs hatte ich Schwierigkeiten mit der Welt vertraut zu werden, aber nachdem diese Schwierigkeiten beseitigt waren (und ich von einer leicht erotischen Szene überrascht wurde) habe ich angefangen das Buch zu lieben.
Das Setting erinnert an ein Steampunkmäßig angehauchtes viktorianisches England und an die HIS DARK MATERIALS-Romane.
Anhand des Klappentextes dachte ich eher an ein fiktives Erster-Weltkrieg-Szenario, aber der Krieg steht eher im Hintergrund (und ist doch wichtig). Es gibt Intrigen, Magie, fremde Wesen und eine interessante, abwechslungsreiche, nie langweilig werdende Handlung, die Fantasy mit Krimi verwebt.
Und ich mag die Hauptcharaktere, auch wenn mir die Schwester von Miles anfänglich undurchsichtig, undurchschaubar und unsympathisch hat mir ihr Charakter am Ende doch gefallen.
Witchmark ist eine unterhaltsame Mischung aus UrbanFantasy/Steampunk.
Hätte ich im Klappentext besser zwischen den Zeilen gelesen hätten mich wohl einige Szenen nicht überrascht ...
Ich habe das Ebook gelesen, wer aber Spaß an ungewöhnlichen Buchcovern hat sollte sich die gebundene Ausgabe zulegen. Diese leuchtet im Dunklen.
Julia K, Rezensent*in
Es geht in Witchmark, wie der Name schon vermuten lässt, um Hexen und Magier. Speziell um Dr. Miles Singer, der seine adelige Herkunft versteckt, um als Arzt in einem Veteranenhospital arbeiten zu können – denn eigentlich müsst er im Dienste seiner Familie stehen und ihnen helfen durch Magie das Wetter zu beherrschen. Doch Miles liebt seine Arbeit als Psychiater und tut sein bestes um ehemalige Soldaten von ihren Kriegstraumata zu befreien. Als eines Tages ein sterbender Patient ins Krankenhaus eingeliefert wird, der Miles verwirrende Geheimnisse anvertraut, gerät seine Welt ins Wanken. Miles droht als Hexe enttarnt zu werden (was schlimme Folgen für ihn hätte) und nicht nur er schwebt in Gefahr. Auch mit den ehemaligen Soldaten stimmt etwas nicht. Der Psychiater muss seine schützende Deckung verlassen und sich aufmachen, Rätsel zu lösen, die weit größere Kreise ziehen, als er erahnen kann.
Meinung:
Witchmark ist ein Fantasyroman, der mich vom Setting her an den 1. Weltkrieg erinnert. Es gibt zwar schon vereinzelt moderne Technologie wie Autos, viel passiert aber noch mit Kutschen oder Fahrrädern. Die Männer tragen noch Schnurrbart und die Reichen lassen sich beim Ankleiden helfen und von Hausmädchen bekochen.
Trotz so mancher Beschreibung fehlte mir beim Lesen allerdings ein wenig das Kopfkino. Die Szenerie blieb eher blass und ich habe auch nach dem Ende noch wenig bildliche Vorstellung von der Stadt, dem Krankenhaus usw. Ebenso bleibt mir die Magie, die die Autorin mit diesem Setting verwebt, eher fremd. Man gewinnt zwar einen Eindruck der Fähigkeiten der Magier, der bleibt für meinen Geschmack aber sehr oberflächlich. Schade eigentlich, da ich die Beeinflussung des Wetters und die Heilerfähigkeiten wirklich interessant fand. Hier hätte C.L. Polk gerne mehr Zeilen darauf verwenden können, die sie bei mancher Wiederholung an anderer Stelle hätte einsparen können.
Gut gefallen sowohl in Länge als auch in Intensität hat mir dagegen die Liebesgeschichte zwischen Miles und einem anderen Mann, über den ich an dieser Stelle nicht zu viel verraten mag. Lasst euch überraschen 🙂 Wer mit homosexuellen Liebespaaren nichts anfangen kann, sollte aber auf jeden Fall die Finger vom Buch lassen.
Allgemein waren die beiden Männer meine Lieblingsfiguren in diesem Roman, weil sie authentisch und nachvollziehbar rüber gekommen sind. Die restlichen Figuren blieben farblos und werden mir wohl nicht so lange im Gedächtnis bleiben.
Fazit: 3/5 ♥
Ich muss gestehen, dass ich mir mehr von diesem Buch erhofft hatte. Die Geschichte ist nett, aber bleibt zu oberflächlich.
"Witchmark" von C.L. Polk
Klappentext:
Miles Singer ist Arzt und er ist auf der Flucht vor seiner Vergangenheit. Eines Tages wird er zu einem Notfall gerufen. Als Miles den Sterbenden untersucht, stellt er mit Erschrecken fest, dass dieser die Aura einer Hexe hat. Aber noch schlimmer, der Vergiftete hat erkannt, dass auch Miles das Hexenmal trägt.
Die Geschicke Aelands werden von den adligen Sturmsängern bestimmt. Ihre legitimierte Magie hat dem Land unvorstellbaren Fortschritt gebracht, es aber auch in einen fürchterlichen Krieg gestürzt. Die Soldaten kommen völlig verändert aus dem Krieg zurück. Miles Singer ist Arzt. Um den zurückkehrenden Soldaten zu helfen, kann er seine magischen Fähigkeiten nur heimlich einsetzen. Kämen sie ans Licht, würde er in einem Asylum eingesperrt. Als Miles zu einem Sterbenden gerufen wird, der wohl vergiftet wurde, bleibt ihm keine Wahl: Zusammen mit einem schönen Amartine, der zwischen der Welt und dem Totenreich wechseln kann, versucht er den Mordfall aufzuklären. Hinter all dem verbirgt sich aber ein Geheimnis, dessen Abgründigkeit kaum abzusehen ist: Wohin sind die Seelen der Gefallenen verschwunden?
Ich setze den Klappentext an den Anfang meiner Rezension, denn ich werde nicht weiter auf die Handlung des Buches eingehen. Der Leser bekommt hier alle wichtigen Informationen und ich finde das der Klappentext das Buch gut zusammen fasst.
Ich selber habe das Buch gerade beendet und bin noch völlig geflashed!
"Witchmark" zu lesen hat mir unheimlich viel Spaß gemacht.
Nicht nur das die Autorin einen tollen flüssigen Schreibstil hat, die Charaktere toll ausgearbeitet sind, auch das Setting ihrer Geschichte ist faszinierend, teilweise auch sehr unheimlich.
Ich bin sehr schnell in die Geschichte eingetaucht und bin kaum von ihr losgekommen.
C.L. Polk hat schon auf den ersten Seiten einen Spannungsbogen aufgebaut und konnte ihn auch bis zum Ende aufrecht halten. Das allein hat das Buch schon zu einem echten Pageturner gemacht.
Das Cover ist einfach toll, und im Print hat es die Besonderheit, das es im Dunkeln leuchtet.
Ich hatte die E Book Version, da leuchtet es leider nicht. Aber ich glaube, das ich das Buch sowieso noch als Print haben muss. Einfach weil es mir so gut gefällt und ich weiss, das ich es wieder lesen werde.
Ich kann hier ruhigen Gewissens eine klare Lese- und Kaufempfehlung aussprechen , bei vollen 5 Sternen
Lieben Dank an Netgalley, den Verlag und die Autorin für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.
Meine ehrliche Meinung ist hierdurch allerdings nicht beeinflusst worden.
Gelsen habe ich das E Book im Rahmen der #NettgalleyChallenge
Walli S, Rezensent*in
Seelenzauber
Dr. Miles Singer kommt als hochdekorierter Kriegsheld nach hause. Schon immer wollte er Arzt werden und während seiner Militärzeit konnte er das Studium beenden. Die erlebten Kriegsgreuel haben seine Seele nie verlassen und nun arbeitet er in einem Hospital für kriegsversehrte Soldaten. Seine Fähigkeiten als Heiler, seine gesamte Vergangenheit muss er dabei verheimlichen. Dennoch unternimmt er, was möglich ist, um seinen Patienten zu helfen. Eines Tages taucht ein Fremder vor der Klinik auf, der einen Sterbenden im Arm hält. Zwar scheitert Miles’ Versuch, den jungen Mann zu retten, doch der tödlich Getroffene, kann ihm noch zuraunen, dass er vergiftet wurde und dass er Miles’ Hexenmal sieht.
Die magische Welt von Kingston wird von Sturmsängern beherrscht, die das Wetter im Zaum halten. Ihre Fähigkeiten haben zu einem großen Aufschwung Aelands geführt, allerdings auch zum Krieg. Der Strom der heimkehrenden traumatisierten und verletzten Soldaten reißt nicht ab. Doch längst ist nicht alles so wie es scheint. Das Geheimnis des Toten, gilt es, zu enträtseln. Gemeinsam mit dem Fremden macht sich Miles daran, zu untersuchen, wer am Tod des jungen Mannes Schuld trägt. Miles kommt dabei nicht umhin, sich seiner Vergangenheit zu stellen.
Recht unbefangen geht man an diesen Fantasy-Krimi, doch schon nach wenigen Seiten ist man gefesselt. Zunächst vermutet man, der junge Arzt soll und will einfach nur herausfinden, wer das Opfer vergiftet hat. Bald schon entwickelt sich diese Frage in eine lebensverändernde Situation für Miles. Die Vergangenheit, die er eigentlich für immer hinter sich gelassen glaubte, drängt sich im wahrsten Sinne des Wortes mit Macht zurück in sein Leben. Alles, was er als gegeben hinnahm, stellt sich als anders heraus. Und schließlich bleibt nur noch der Fremde als Vertrauter.
Diese Mischung als Kriminalroman und Fantasy zieht einen wirklich in ihren Bann. Um wessen Wohl geht es? Inwieweit rechtfertigt der Zweck die Mittel? Und die immer wiederkehrende Frage nach dem Vertrauen. Wer hängt an welchem Faden? Wer manipuliert? Dieses Romandebüt kann man wirklich nur empfehlen, es entführt in eine fremde ähnliche Welt, die einen zum Teil schaudern lässt, immer fesselt und nie die Hoffnung verlieren lässt.
Ein weiterer Band um die Kingston-Welt ist angekündigt.
4,5 Sterne
Als Leser wird man mitten in das Geschehen gestoßen und muss sich zurecht finden, das für mich etwas schwierig war, die vielen verschiedenen Geheimnisse die eine große Rolle im Leben der wichtigen Personen spielen, dazu die sehr eigenwilligen Bezeichnungen. Das Ganze erinnerte mich von der Atmosphäre her an Jules Verne mit etwas Sherlock Holmes gemischt, dargestellt in einem Schwarz-Weiß Film von Hitchcock.
im Großen und Ganzen hat mir die Mischung aus Krimi und Fantasy gefallen, gestört hat mich allerdings das es zu wenig Erklärungen zu den einzelnen Völkern oder Personengruppen gab. Es war alles etwas oberflächlich etwas mehr in die Tiefe und nicht so sehr in die Breite hätte dem Buch gut getan.
Buchhändler*in 381730
Auf dieses Buch habe ich mich schon sehr gefreut, nachdem ich es zweimal unterbrochen habe, habe ich es nun endlich beenden können. Die Idee hinter dem Buch mit dem Magiekonzept war spannend, doch irgendwie hatte ich das Gefühl, dass nur an der Oberfläche gekratzt wurde. Der Verlauf der Geschichte war mir ziemlich an Anfang schon bewusst und es warteten sehr wenige Überraschungen auf mich. Zum Protagonisten Miles konnte ich eine recht gute Verbindung aufbauen, bei dem ein oder anderen dann jedoch nicht. Ich fand auch, dass sich manch einer widersprüchlich verhalten hatte.
Cover
Das Cover passt für mich gut zur Geschichte. Es fängt den Blick ein, verleiht dem Buch aber dennoch einen gewissen Touch.
Klappentext
Miles Singer ist Arzt und er ist auf der Flucht vor seiner Vergangenheit. Eines Tages wird er zu einem Notfall gerufen. Als Miles den Sterbenden untersucht, stellt er mit Erschrecken fest, dass dieser die Aura einer Hexe hat. Aber noch schlimmer, der Vergiftete hat erkannt, dass auch Miles das Hexenmal trägt.
Die Geschicke Aelands werden von den adligen Sturmsängern bestimmt. Ihre legitimierte Magie hat dem Land unvorstellbaren Fortschritt gebracht, es aber auch in einen fürchterlichen Krieg gestürzt. Die Soldaten kommen völlig verändert aus dem Krieg zurück. Miles Singer ist Arzt. Um den zurückkehrenden Soldaten zu helfen, kann er seine magischen Fähigkeiten nur heimlich einsetzen. Kämen sie ans Licht, würde er in einem Asylum eingesperrt. Als Miles zu einem Sterbenden gerufen wird, der wohl vergiftet wurde, bleibt ihm keine Wahl: Zusammen mit einem schönen Amaranthine, der zwischen der Welt und dem Totenreich wechseln kann, versucht er den Mordfall aufzuklären. Hinter all dem verbirgt sich aber ein Geheimnis, dessen Abgründigkeit kaum abzusehen ist: Wohin sind die Seelen der Gefallenen verschwunden?
Inhalt
Man begleitet Miles durch eine Geschichte voller Leid und Unterdrückung. Das Leben vieler hängt von seinem Handeln ab, aber auch auf sein eigenes Leben muss Miles achten. Dazu bekommt er Unterstützung von Tristan, der ebenfalls so einige Geheimnisse mit sich mitschleppt.
Charaktere
Miles ist ein echt toller Mann. Er versucht den Menschen zu helfen, muss aber gleichzeitig um seine Freiheit bangen.
Tristan scheint ein wahrer Gentleman zu sein, aber man merkt schnell, dass er etwas versteckt.
Nick Elliot ist an sich ein einziges Rätsel. Sein Tod ist der Auftakt für verrückte Ereignisse.
Grace ist schwer einzuschätzen. Sie scheint mir ein wenig wie ein gut erzogener Hund. Ehrlich gesagt mag ich sie nicht wirklich so.
Gestaltung
Der Schreibstil ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber nach ein paar Kapiteln hat man sich gut in die Geschichte eingelesen und kann diese auch gut verfolgen. Im Laufe des Buches lernt man die verschiedenen Protagonisten näher kennen und lernt neue Eigenschaften über ebendiese. Die Geschichte in sich macht Sinn und ist gut abgerundet.
Fazit
Ein sehr gelungenes Buch welches ein paar tolle Lesestunden bereitet.
Es passiert nur noch selten, dass mich ein Cover so sehr anspricht, dass ich neugierig auf ein Buch werde. Bei „Witchmark“ ist das der Fall gewesen, denn das Coverbild hebt sich wohltuend vom üblichen Mainstream ab und auch die Handlung ist erfrischend anders.
Der Arzt Miles Singer arbeitet in einer Klinik als Psychiater und betreut ehemalige Soldaten, die aus dem Krieg gegen das Nachbarland zurückgekehrt sind. Sie alle berichten davon, einen Mörder in sich zu tragen und Miles, der als Hexer und Heiler sehen kann, was die Menschen, die ihn umgeben, in sich tragen, nimmt eine dunkle Wolke in ihnen wahr, die er näher erforschen möchte. Hexer sind nicht gut angesehen in seiner Heimat und müssen ihre Gabe gut verbergen und so muss Miles seine Heilungen heimlich durchführen. Als er einen sterbenden Hexer untersucht, führt ihn dieser auf einen gefährlichen Weg, von dem er weiß, dass er in großer Gefahr schwebt, wenn er ihn bis zum Ende geht.
Es hat ein wenig gebraucht, bis ich die Welt in der Miles lebt, halbwegs verstanden habe. Nur nach und nach werden einige Dinge erklärt. Was aber von Anfang an feststeht ist, dass Miles mehr zu verbergen hat. Die Spannung der Haupthandlung baut sich nur langsam auf, die Nebenhandlung nimmt zuerst an Fahrt auf, denn Miles lernt einen Mann kennen und es beginnt gewaltig zwischen ihnen zu knistern. Das Ganze ist gut eingebettet in eine interessante Handlung, die nach und nach immer spannender wird und auf einen großen Showdown hinsteuert.
Ich will nicht zu viel verraten, außer, dass man mit „Witchmark“ kein üblich gestricktes Werk der Phantastik vor sich hat. Der Plot ist ungewöhnlich, die Hauptfiguren sind es auch und zusammen mit der homoerotischen Lovestory, die zum Glück ohne Kitsch und schlechte Liebesszenen auskommt, ergibt das einen interessanten und lesenswerten Phantastik-Thriller.
Eine wirklich orignelle Geschichte, die im fiktivem Aeland spielt, wo Magie eigentlich allgegenwärtig ist, jedoch auf seltsame Weise verleugnet wird und die Hexen und Magier, klassifiziert und teilweise unterdrückt werden. Besonders in den ersten Kapiteln verzaubert ein antik - futuristischen Aether-Lampen -Setting, welches ein feines Kopfkino beschert und man taucht ein in eine Erzählung voller Geheimnisse. Die folgende Geschichte ist spannend, mysteriös und sensibel, wobei alle Aspekte in einem eigenwilligen, real - phantastischen Mix fein verwoben sind. Die Hauptfigur, der Ich-Erzähler, ist liebevoll skizziert und lässt einen sehr nah seine Erlebnisse mitfühlen und erleben. Leider gilt dies nicht für die wichtigeren Nebenfiguren. Der beinah nur auf den Geheimnissen basierende Spannunsbogen, bei gleichzeitig recht ruhig dahin fliessendem Erzähltempo und angenehm zu lesendem Stil, liefert ein besonderes, sehr komfortables Lesevergnügen. Insgesamt ein wenig zu komfortabel... denn trotz dieser komplexen und eigentlich gross angelegten Erzählung und auch nachdenklich stimmenden Elementen, zum Thema Krieg, Machtmissbrauch und Minderheitenunterdrückung, scheint die Autorin auf der sicheren Seite bleiben zu wollen und es mangelt an Tiefe und Intensität; alles bleibt an einer sehr leichten erzählerischen Oberfläche. Einerseits eine Stärke des Buches, was damit eine ganz eigene ‘’Aura’‘ besitzt, genau wie das grünliche Cover;) aber auch eine Schwäche. Ein wenig wie eine auch Informationen zurückhaltende Geschichte für Kinder mit erwachsenen Themen. Unterhaltsam lesenswert, aber sich rasch verflüchtigend. Kein Dickmacher :)
Der Schreibstil des Autors ist leicht verständlich und lässt sich flüssig lesen. Erzählt wird die Geschichte dabei aus der Sicht des Hauptprotagonisten, so dass man einen eigentlich recht guten Einblick in seine Gedanken bekommt und ihn besser kennenlernen kann.
Die Charaktere wurden soweit ganz gut herausgearbeitet, auch wenn ich leider sagen muss, dass ich mich mit keinem von ihnen richtig anfreunden oder gar Nähe zu ihnen aufbauen konnte.
Die Grundidee an sich fand ich durchaus interessant, doch konnte mich die Umsetzung leider überhaupt nicht überzeugen. Der magische bzw. fantastische Anteil war mir hier nicht tragend genug und ich hätte gerade in dieser Richtung gerne mehr von gelesen. Stattdessen war mir der medizinische Aspekt zu dominant. Die Krimielemente waren zwar recht interessant, doch fehlte mir dabei einfach die Spannung. Die Handlung zog sich zäh wie Kaugummi dahin, so dass ich mich doch mehr durch die Seiten kämpfen musste.
Fazit:
Die Grundidee und die Mischung aus Fantasy und Krimi fand ich wirklich interessant, doch konnte mich die Umsetzung leider überhaupt nicht überzeugen oder gar für sich einnehmen. Wirklich schade, aber meinen Geschmack hat das Buch leider nicht getroffen. Von mir gibt es daher 2,5 bis ganz knappe 3 Sterne.
Rezensent*in 505972
Dr. Miles Singer arbeitet in einem Hospital, um aus dem Krieg zurückkehrenden Soldaten zu helfen. Dabei kann er seine magischen Fähigkeiten nur heimlich einsetzen, denn sein Geheimnis muss gewahrt bleiben. Als er zu einem Sterbenden gerufen wird, stellt er fest, dass dieser die Aura einer Hexe hat. Und der Vergiftete hat erkannt, dass auch Miles das Hexenmal trägt. Gemeinsam mit Tristan, der den Mann gebracht hat, versucht Miles herauszufinden, was mit dem Toten geschehen ist.
Aufgrund des tollen Covers und der spannend klingenden Beschreibung war ich sehr gespannt und neugierig auf dieses Buch.
Der Einstieg gelang mir gut ich war sehr gespannt, wie sich die Story entwickeln wird. Die Welt Aeland, in die mich dieses Buch entführt hat, hat mir gut gefallen, auch wenn ich sie manchmal ein klein wenig unübersichtlich fand und einiges gerne noch ausführlicher hätte beschrieben werden können. Dennoch war sie wirklich interessant, spannend und fesselnd und ich war fasziniert davon.
Miles und Tristan beabsichtigten gemeinsam den Mord aufzuklären. Sie dabei zu begleiten, fand ich toll und ich war echt gespannt, was sie alles herausfinden. Ich hatte viele Fragen im Kopf und war gespannt auf die Auflösung.
Eine prima Mischung aus Fantasy und Krimi. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, so dass ich 4 von 5 Sternen vergebe.
Eigentlich will Dr. Miles Singer doch nur ein einfaches, freies Leben führen und seinen Patienten helfen. Viele der heimgekehrten Soldaten, die er als Psychiater in der Veteranenklinik betreut, leiden unter einer unerklärlichen Krankheit. Sind psychisch instabil und neigen zu Amokläufen. Doch als der gutaussehende Gentleman mit einem sterbenden Mann auf seinen Armen aus der Kutsche steigt, bricht Miles Kartenhaus wohlgehüteter Geheimnisse unaufhaltsam zusammen.
Der sterbende Mann weiß mehr über Miles, als ihm lieb ist. Überhaupt scheint er zu viel zu wissen. Denn er wurde vergiftet. Und der elegante Gentleman Tristan Hunter zeigt wesentlich mehr Interesse an dem Vorgehen und der Aufklärung diesen Verbrechens als man erwarten könnte. Gemeinsam gehen die beiden den Dingen auf den Grund und decken Machenschaften auf, die Miles schlimmsten Albträumen entspringen.
Eine Welt voller Geheimnisse, Zwänge und Intrigen
C. L. Polks Debütroman Witchmark: Die Spur der Toten entführt uns in ein Gaslicht erleuchtetes, viktorianisches Zeitalter. Besonders die Reichen genießen die Vorzüge technischer Spielereien und magischer Macht. Doch die Energie dieses klassischen Steampunk-Szenarios stammt nicht von Dampfmaschinen, sondern aus einer mysteriösen Kraft namens Aether.
Das Klima in Aeland wird von der adeligen Oberschicht mittels Magie gesteuert. Nur ihre Magie ist anerkannt. Alle anderen Magiebegabten gelten als dem Wahnsinn verfallene Hexen – werden weggesperrt. Es ist eine Welt voller Geheimnisse, Zwänge und Intrigen.
Andererseits ist es eine tolerante Welt, in der Männer und Frauen gleichberechtigt sind und auch gleichgeschlechtliche Liebe akzeptiert wird (solange sie der Produktion von Erben nicht im Wege steht).
Noch viel Raum für tiefere Einblicke
Ich fühlte mich vom ersten Moment an wohl, an Miles Seite. Ich dachte nicht über das Wie und Warum nach, sondern ließ mich einfach in dieses magische Gaslight-Universum fallen. Es ist logisch konstruiert, mit nachvollziehbaren Magieregeln und mächtigen mythologischen Wesen, die sich meist aus dem Leben der Menschen raushalten. Meist.
Ich begleitete Miles und Tristan so gerne dabei, wie sich aus ihrer Schwärmerei füreinander eine selbstverständliche, dezente Liebesgeschichte entwickelte. Die Beziehung der beiden webt sich stimmig durch die Erzählung.
Universum und Charaktere geben noch viel Raum für tiefere Einblicke und weitere Intrigen. Ich freue mich schon jetzt auf den zweiten Band, der zumindest im kanadischen Original für Februar angekündigt ist.
Witchmark: Die Spur der Toten ist ein fluffiger, aber durchaus anspruchsvoller Steampunk-Krimi mit romantisch-queerer Note. Ein Debüt vor dem ich den Hut (oder besser: den Zylinder) ziehe.
Janine G, Rezensent*in
Miles Singer arbeitet als Arzt und hat ständig Angst, dass jemand die Geheimnisse seiner Vergangenheit aufdecken könnte. Als dann im Krankenhaus ein Sterbender eingeliefert wird, scheint ausgerechnet dieser ihn zu enttarnen. Auf seinem Totenbett übergibt er Miles seine Kräfte und bittet ihn, seinen Tod aufzuklären. Denn Miles trägt ein Hexenmal und verfügt über besondere magische Kräfte. Der Tod des Mannes lässt ihn nicht los und er muss sich letztlich mit seiner Vergangenheit auseinandersetzen. Gerade jetzt, wo der Krieg in Aeland zu Ende ist und es mit den heimkehrenden Soldaten genug zu tun gäbe.
C. L. Polks Roman ist anfangs mehr als verwirrend. Man lernt Miles kennen, der von allen Christopher genannt wird, und im Krankenhaus nur eine Rolle spielt. Alles scheint ganz normal, aber irgendwie auch doch nicht. Es wird klar, dass Magie im Spiel ist und ein kompliziertes Magier-System im Hintergrund liegt. Man wird als Leserin oder Leser dort aber leider hineingeworfen und muss sich das Verhältnis von Hexen, Sturmsängern und ihre Bindungen erarbeiten.
Dabei bietet der Roman auch viele andere Themen, zum Beispiel Miles‘ Arbeit in der Klinik. Er arbeitet mit traumatisierten, psychisch belasteten Patienten, die allesamt eine spannende Geschichte mitbringen. Nebenher ermittelt Miles, oft mit Hilfe, an dem vermeintlichen Mordfall, einer Vergiftung, wie er vermutet. Der Roman ist abwechslungsreich und wird deutlich besser, nachdem man sich erstmal zurechtgefunden hat. Insgesamt ist „Die Spur der Toten“ eine spannende und bunte Geschichte, die man wirklich lesen kann. Nur am Anfang muss man Durchhaltevermögen beweisen.
Sonja T, Rezensent*in
Inhalt: Schon lange versucht der Arzt Miles Singer seiner Vergangenheit und seiner Herkunft zu entkommen und arbeitet nun unerkannt in einem Veteranenhospital. Als eines Tages ein Unbekannter in seinen Armen stirbt, kommt er einem großen Geheimnis auf die Spur und muss sich auch noch der Vergangenheit stellen, die er vergessen wollte.
Meinung: „Witchmark: Die Spur der Toten“ ist ein übernatürlicher Krimi, der vor allem durch seine Magie punktet.
Im Mittelpunkt steht Miles Singer, der als Psychiater in einem Veteranenhospital arbeitet. Man merkt schnell, wie wichtig ihm seine Patienten sind. Und da er ein Heiler ist, kann er genau sehen, was seinen Patienten fehlt. Leider kann er diese dann nicht mit seiner Magie behandeln, da eine Entdeckung seiner Fähigkeiten dazu führen würde, dass er in eins der Sanatorien gesperrt würde. Denn Magie ist verboten. Nur die reichen und mächtigen Sturmsänger üben sie aus. Die schwächeren können höchstens noch als eine Art Batterie für diese herhalten.
So ist es kein Wunder, dass der mitfühlende Miles seiner mächtigen Familie und seinem herzlosen Vater entkommen wollte.
Miles hat mir als Charakter sehr gefallen.
Ebenso wie Tristan, ein mächtiger Amaranthin, zu dem sich Miles schnell hingezogen fühlt und der immer an seiner Seite steht und bei den Ermittlungen hilft. Denn die Amaranthine sind eine Art Wächter für das Totenreich, in das schon lange keine Seele aus dieser Gegend mehr angekommen ist. Tristan möchte also herausfinden, wieso das so ist und trifft bei seinen Ermittlungen auf Miles.
Ein weiterer wichtiger Charakter in dem Buch ist Grace. Sie ist die Tochter eines der mächtigsten Männer des Landes und soll bald selbst eine wichtige Position bei den Sturmsängern einnehmen, da sie selbst ebenfalls sehr viel Macht in sich trägt. Außerdem ist sie Miles Schwester. Ich mochte sie im Laufe des Buches immer lieber und konnte mir immer mehr ein Bild davon machen, wie die Geschwister aufgewachsen sind und warum Miles seine Familie verließ.
Das Rätsel um den Mann, der in Miles Armen stirbt und um die verschwunden Seelen ist gut gemacht und die Ermittlungen sind spannend gestaltet.
Ebenso wie die ganze Welt selbst, die sehr viel mit Magie und Hierarchien zu tun hat.
Gerade Krimifans, die auch Fantasy mögen werden hier sicher auf ihre Kosten kommen und diesen empfehle ich dieses Buch auch.
Fazit: Übernatürlicher Krimi in einer Welt voller Magie. Gut zu lesen und spannend gemacht.
Rezensent*in 466572
Vorab: ich liebe Krimis, mit Fantasy kann ich eher nichts anfangen und wurde bislang meist in meiner pauschalen Kategorisierung bestätigt.
Auf das Buch war ich aber neugierig, da es ja beide Genres bedienen sollte.
Und ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt.
Ich mochte die Charaktere, insbesondere die Geschwister Miles und Grace, die beide übernatürliche Kräfte haben sowie Tristan, einem Amaranthine, der zwischen der Welt der Lebenden und dem Totenreich wechseln kann sowie dessen patente Haushälterin. Und nicht zu vergessen die Krankenschwester in Veteranenhospital.
Aber auch die dunklen Charaktere waren gut geschildert.
Faszinierend fand ich auch die Zeit, in der die Handlung spielt, geschildert. Es macht den Eindruck, dass es in einer längst vergangenen Zeit spielt, mit viel Etikette und starken Hierarchien. Die Beschreibung des Umfelds hat echte Bilder vor meinen Augen entstehen lassen, das mochte ich sehr.
Für meinen Geschmack (siehe oben) hat der Fantasy-Teil im Vergleich zum Krimiteil deutlich dominiert, das ging aber bereits aus dem Klappentext hervor und war hier auch völlig in Ordnung.
Zwischendrin waren mir ein paar Krankenhausszenen etwas zu langatmig, aber das ist Jammern auf hohem Niveau.
Mein Fazit: phantasievoll, spannend, romantisch, einfach gute Unterhaltung und nicht das Ende nicht vorhersehbar. So soll es sein.
Ich bin ja durch und durch ein pragmatischer Typ, der mehr mit 'realistischen' Geschichten was anfangen kann als mit Fantasy. Bei diesem Buch habe ich dennoch zugegriffen, denn zur Abwechslung geht es mal nicht um eine schnöde Liebesgeschichte (nunja, zumindest nicht vordergründig und auch nicht im herkömmlichen Sinn) sondern um einen Kriminalfall.
Was mir - vielleicht weil ich in diesem Genre ungeübt bin? - zum Anfang etwas schwer fiel war die Einordnung, in was für einer Welt wir hier sind, welche 'Gesetze' gelten, was für fremde Wesen es gibt und was diese können. Häppchenweise präsentierte Anspielungen und eingestreute Hinweise musste ich erstmal zusammenpuzzeln um vollends eintauchen zu können in diese neuartige Welt, die mich stark an das spät-viktorianische England erinnerte bzw. vielleicht auch an die Zeit kurz nach dem 1. Weltkrieg.
Auch in Aeland ist gerade ein Krieg zu Ende gegangen, und massenhaft Soldaten kehren heim - äußerlich weitesgehend unversehrt, aber innerlich zerfressen von einem Kriegstrauma, das damals wohl selten diagonistiert und noch viel seltener behandelt wurde. Doktor Miles Singer kann aufgrund seiner magischen Kräfte diese "dunklen Wolken" im Kopf der Veteranen sehen und teilweise auch heilen. Aber wie soll er das bei tausenden von infizierten schaffen?
Die Geschichte ist fantasievoll, magisch, teilweise auch düster und spannend. Die Spannung ließ für mich um die Hälfte des Buches allerdings nach, da kam es statt Spurensuche vermehrt zu Gelaber. Am Ende war es für mich nicht ganz klar, was es mit all der Magie, Kraft, Rufen und dem geöffneten Portal auf sich hat - zu was genau das am Ende führen wird. Da habe ich mich einfach nur 'durchgelesen' und geschaut wie es dann endet.
Als Fazit muss ich sagen, dass ich es durchaus interessant fand, mal ein ganz anderes Genre auszuprobieren. Auch das beherrschende Thema (Kriegstraumata) ist ein Wichtiges. Eine neue Liebe von mir werden Fantasy-Bücher nun aber nicht werden.
Petra M, Rezensent*in
Miles Singer arbeitet als Arzt in einem Veteranenhospital. Dass er über magische Fähigkeiten verfügt, muss er verstecken, setzt sie aber so gut es geht für die Kranken ein. Ein Notfall zu dem er gerufen wird, setzt etwas in Gang, das Miles mit seiner Vergangenheit konfrontiert und Entscheidungen von ihm verlangt, die sein Leben zu ändern drohen.
Der Debütroman der Autorin punktet mit seiner originellen Story und seinen gelungenen Charakteren. Ich kam sehr schnell an in dieser Welt, in der die meisten Menschen Fahrradfahren, statt Strom Aether fließt und es offenbar viele Kriege gibt, und die unserer eigenen vor ca. 100 Jahren ähnlich ist. Alles wurde bisher noch nicht aufgedeckt, doch das ist auch gar nicht nötig, um die Geschichte zu verstehen, die sowieso ein erster Band ist. Man kann also damit rechnen, die Welt in den Folgebänden weiter erforschen zu können.
Miles Singer ist mir sofort sympathisch, er hat das Herz auf dem rechten Fleck, und auch wenn man nach und nach sein Geheimnis erfährt, ändert das nichts daran. Die Autorin lässt ihn selbst in Ich-Form erzählen, was hier sehr passend ist, denn das Geschehen trifft ihn direkt, und man kann sein Handeln und Denken gut nachempfinden. Ein weiterer wichtiger Charakter ist Tristan Hunter, auch er geheimnisvoll, auch er mir schnell sympathisch, anders als Miles ist Tristan aber ein eher ambivalenter Charakter, über dessen Hintergründe noch nicht alle Fragen beantwortet sind. Auch andere Charaktere sind der Autorin gut gelungen, und sogar die Liebesgeschichte, die sehr dezent ausfällt, gefällt mir sehr gut.
Erzählt wird eingängig und spannend, der Leser erhält ausreichend Raum, sich selbst Gedanken zu machen, einige überraschende Wendungen stellen diese zwar womöglich auf den Kopf, liefern aber auch neue Erkenntnisse. Das Ende des Romans bietet einen guten Abschluss des Geschehens, es bleibt aber genug Raum für eine Fortsetzung, die auch bereits angekündigt ist. Ich freue mich darauf.
Der Autorin ist ein origineller phantastischer Roman mit interessanten Charakteren gelungen, der neugierig darauf macht, die erdachte Welt in den folgenden Bänden weiter zu erforschen. Von mir gibt es verdiente volle Punktzahl und eine Leseempfehlung für alle, die offen sind für phantastische Romane.
Rezension zum Buch Witchmark: Die Spur der Toten von C.L. Polk
Inhaltsangabe:
Miles Singer ist Arzt und er ist auf der Flucht vor seiner Vergangenheit. Eines Tages wird er zu einem Notfall gerufen. Als Miles den Sterbenden untersucht, stellt er mit Erschrecken fest, dass dieser die Aura einer Hexe hat. Aber noch schlimmer, der Vergiftete hat erkannt, dass auch Miles das Hexenmahl trägt.
Die Geschicke Aelands werden von den adligen Sturmsängern bestimmt. Ihre legitimierte Magie hat dem Land unvorstellbaren Fortschritt gebracht, es aber auch in einen fürchterlichen Krieg gestürzt. Die Soldaten kommen völlig verändert aus dem Krieg zurück. Miles Singer ist Arzt. Um den zurückkehrenden Soldaten zu helfen, kann er seine magischen Fähigkeiten nur heimlich einsetzen. Kämen sie ans Licht, würde er in einem Asylum eingesperrt. Als Miles zu einem Sterbenden gerufen wird, der wohl vergiftet wurde, bleibt ihm keine Wahl: Zusammen mit einem schönen Amartine, der zwischen der Welt und dem Totenreich wechseln kann, versucht er den Mordfall aufzuklären. Hinter all dem verbirgt sich aber ein Geheimnis, dessen Abgründigkeit kaum abzusehen ist: Wohin sind die Seelen der Gefallenen verschwunden?
Meine Meinung zum Buch:
Magie und das Reich der Toten üben allein schon beim Klang eine Faszination aus der man sich nur schwer beugen kann. Doch irgendwie habe ich dieses Buch immer vor mir hergeschoben obwohl es mir meine beste Freundin empfahl.
Anfänglich bekam ich zu der Geschichte keinen richtigen Bezug. Ich fand irgendwie einfach nicht hinein, empfand den Einstieg als etwas holprig. Dabei kann ich nicht genau benennen warum es so war. Der Schreibstil war jedenfalls nicht ausschlaggebend. Der Autor beschreib alles leicht und verständlich, sowie bildlich, sodass ich mir alles wunderbar vorstellen konnte.
Ich empfand das beschriebene Setting und die Atmosphäre als unglaublich faszinierend. Irgendwie überkam mich eine gewisse Wehmut bei dieser Zeit die längst vergangen ist und somit etwas nostalgisches an sich hat. Doch es war einfach schön in ihr zu verweilen und ab einem gewissen Punkt hatte es mich dann gepackt.
Miles war für mich ein traumhafter Charakter. Hilfsbereit, ein großes Herz, ich fühlte mich gleich zu ihm verbunden. Er war nachvollziehbar und authentisch gestaltet weshalb ich ihn einfach in mein Herz schließen musste. Auch als er dann auf einmal vor einem Mordfall steht war es für mich schön zu spüren wie er empfindet. Ich konnte es fühlen und fieberte mit ihm.
Die Geheimnisse zogen Überraschungen und Wendungen mit sich mit denen mich der Autor ganz schön hinters Licht geführt hat und die mir immer wieder kleine Schocker einbrachten. Ich fühlte mich selbst wie ein großer Detektiv im Sinne von John Sinclair oder Sherlock Holmes, dessen Taten mich bis heute begeistern und noch immer zur Folge haben das ich beispielsweise bei Flügen die kleinen Heftchen lese.
Auch waren Hexen für mich schon immer faszinierend bedenke man doch deren Geschichte die auch hunderte von Jahren immer noch aktuell ist und großen Anklang findet. Rätsel und mysteriöse Ereignisse ließen mich richtig aufgehen in der Rolle eines Ermittlers.
Manches war für mich zwar etwas sehr lang wodurch ich oftmals den Faden verlor und mir Spannung genommen wurde, auch wenn ich betonen möchte das es nicht langatmig war, nur einfach etwas zu ausführlich mit einem hohen Informationsfluss. Das erfordert viel Konzentration wodurch ich mich hin und wieder überwinden musste am Ball zu bleiben.
Gegen Ende hin wird dann alles sehr rasant und durch Nervenkitzel begleitet. Ich habe hier wieder mehr das Gefühl bekommen von der Geschichte in den Bann gezogen zu werden. Auch das Finale selbst empfinde ich als überzeugend und phantastisch.
Mein Fazit zum Buch:
Witchmark ist ein Buch mit Höhen und Tiefen für mich. Einerseits eine geniale Geschichte in einem atemberaubenden Setting, andererseits manchmal etwas lang, mit vielen Informationen und abfallender Spannung. Die Geschichte ist phantastisch, Hexen, Magie, Totenreich, alles Punkte die mich begeistert haben, doch war sowohl der Einstieg holprig als auch mitten im Buch immer wieder Szenen die mich nicht umhauten sondern eher eine Mischung aus „dran bleiben“ und „es ist klasse“ beinhalteten. Insgesamt gesehen ist Witchmark ein gelungenes Buch, an manchen stellen hätte ich mir allerdings eine bessere Umsetzung gewünscht.
Meine Bewertung für dieses Buch:
4/5 Blümchen 🌸🌼🌺🌸
Elke F, Rezensent*in
Eine faszinierende Geschichte um Hexen und Magie mit historischem Flair und Steampunk-Anleihen. Miles Singer ist Arzt in einem Veteranenhospital, wo er Kriegsheimkehrer von ihren Traumata zu heilen versucht. Die Begegnung mit einem sterbenden Mann, der vorgibt vergiftet worden zu sein, und der zudem Miles' Hexenmal erkennt, stellt seine Welt auf den Kopf. Gemeinsam mit Tristan Hunter, einem geheimnisvollen Gentleman, der bei dem Notfall dabei war, macht sich Miles auf die Suche nach Antworten - und sticht dabei in mehr als ein Wespennest. Dabei muss er sich auch seiner eigenen Vergangenheit und seiner Familie stellen, um am Ende eine ungeheuerliche und schockierende Entdeckung zu machen...
Die Mischung aus historischem Krimi, Steampunk und fantastischer Hexenmagie macht dieses Buch zu einem absolut fesselnden Leseerlebnis. Einzig die ausufernde Detailverliebtheit beim Beschreiben von Kleidung und Mobiliar (die ich in dieser Art und Weise vor allem bei Anne Rice kennen und fürchten gelernt habe) hat die Spannung manchmal ein wenig ausgebremst.
Die Welt, die die Autorin hier erschafft, ist absolut beeindruckend und in meinem Kopf liefen gleich die passenden Bilder ab, vorzugsweise in Sepia. Die Romanze, die sich im Laufe des Buches entwickelt, zeigt glücklicherweise ein passendes Maß an Zurückhaltung gegenüber der Handlung. Das Augenmerk bleibt immer auf die allgegenwärtige Magie gerichtet, die sich in einem spektakulären Finale entlädt. Ein gelungener Einstieg in eine neue Serie, die ich mit großem Interesse weiterverfolgen werde.
Manuela B, Rezensent*in
Witchmark Die Spur der Toten ist ein Roman der Autorin C. L. Polk. Der Arzt Miles Singer ist auf der Flucht vor seiner Vergangenheit, als er zu einem Notfall gerufen wird. Der Sterbende hat die Aura einer Hexe und wurde vergiftet. Er erkennt das auch Miles das Hexenmal trägt und bittet Miles um Hilfe. Die Geschicke Aelands werden von den adligen Sturmsängern bestimmt, welche dem Land großen Fortschritt aber auch einen furchtbaren Krieg gebracht haben. Die Soldaten kommen aus diesem traumatisiert zurück. Miles kann ihnen nur im verborgenen helfen um seine Identität zu schützen. Zusammen mit einem Amartine, der zwischen der Welt der Toten und Lebenden pendeln kann, versucht er den Mord aufzuklären und kommt dabei hinter Geheimnisse die zu furchtbaren Abgründen führen.
Der Leser wird direkt in die Geschichte geworfen und erfährt erst allmählich etwas über die aktuelle Lage in Aeland und wie die Aeländer leben. Die politischen Hintergründe erschließen sich erst recht spät. Da hätte ich mir früher Infos gewünscht um der Geschichte besser folgen zu können. Es gibt viele ruhige Passagen in denen die Spannungsbögen nur spärlich vorhanden sind. Erst zum Ende der Geschichte kommt diese in Fahrt und die Ereignisse überschlagen sich. Die einzelnen Charaktere haben wenig Tiefe und ich hätte mir da mehr Hintergrundwissen gewünscht. Erzählt wird aus der Sicht von Miles und lediglich seine Gedankenwelt erschließt sich dem Leser. Verschiedenen Perspektiven hätte ich besser gefunden. Gerade der Amartine ist ein interessanter Charakter, über den ich gerne mehr erfahren hätte.
Die Geschichte selber ist ganz interessant hätte aber spannender erzählt werden können. Der Erzählfluss hätte straffer sein können und die Charaktere sind mir zu flach geschildert. Auch die Hintergründe und die Gesellschaft der Aelander kamen mir zu kurz. Insgesamt ganz nett erzählt aber nicht richtig spannend.
Sandra A, Rezensent*in
Miles Singer arbeitet als Arzt im Krankenhaus in der psychiatrischen Abteilung und hilft den Soldaten, die aus dem Krieg zurückgekehrt sind. Doch die Soldaten haben fast alle etwas gemeinsam. Einen dunklen Schatten. Wie hängt das mit dem Krieg zusammen?
Dieses Buch ist mir mehrfach aufgefallen und darum wollte ich es unbedingt lesen. Ich bereue es auch nicht, wobei es ein wenig anders ist, als ich erwartet habe. Der Titel lässt auf eine Welt voller Magie und Hexen schließen. In diese taucht man auch direkt ein ohne großes Vorgeplänkel. Das hat mir anfangs ein paar Schwierigkeiten bereitet, da es so viele Informationen, Personen und Gegebenheiten waren. Doch sobald man den Durchblick hat, ist es eine äußerst faszinierende Welt mit großartigen Charakteren. Die Geschichte ist in einem einfachen Stil geschrieben, bleibt dabei jedoch mitreißend. Miles war mir gleich sympathisch, er denkt an seine Mitmenschen und möchte dabei aber auch seine Freiheit genießen. Die Zusammenhänge zwischen den Geschehnissen kommen erst nach und nach ans Licht, was die Spannung hochhält. An einigen Momenten war mir fast zu viel drumherum und es gab so viele „Baustellen“. Das Thema Magie ist hier ein zentraler Punkt, aber bis ich durchgestiegen bin, welche Magie gut ist und wer was bewirken kann, habe ich einige Seiten gebraucht. Im Mittelpunkt ist auch eher der Fantasyaspekt, wobei auch ein wenig Krimi mit dem Mord und den Ermittlungen integriert ist. Das Ende kam mir persönlich zu abrupt und zum Glück habe ich erfahren, dass es noch eine Fortsetzung geben soll. Für einen Einzelband wäre der Abschluss viel zu offen.
Ein schönes Erstlingswerk, das noch Luft nach oben hat. Dennoch eine faszinierende, magische Welt, die mir gefallen hat.
Rezensent*in 366141
Ein Debüt das sich gar nicht nach Debüt anfühlt. Der Einstieg in „Die Spur der Toten“ fiel mir sehr leicht und dank des flüssigen und bildhaften Schreibstils konnte mich das Buch bis zum Schluss fesseln.
Mir haben die Beschreibungen besonders gut gefallen, die einzelnen Szenen hatte ich gut vor Augen und die Atmosphäre kam ebenso bei mir an. Die Spannung baut sich gut auf und ich empfand die Geschichte zu keinem Zeitpunkt als träge oder stockend obwohl es nicht jederzeit rasant ist. Einige Szenen waren natürlich aufwühlender, und haben mich mehr gefordert aber als gesamtes finde ich die Geschichte unglaublich ebenso wie die Wendungen die diese Geschichte nimm. Mit keiner von ihnen habe ich wirklich gerechnet und ich hoffe das es bald in die nächste Runde geht denn diese Geschichte hat Suchtpotential.
Mir haben auch die Protagonisten, allen voran Miles Singer, sehr gut gefallen. Ich finde er blüht richtig auf und auch wenn ich ihn von Anfang an sehr sympathisch fand, so war er doch eher das Arbeitstier ohne viel Kontakt nach außen. Allerdings fand ich ihn jederzeit einfühlsam und sehr an seinen Patienten interessiert. Am Ende wirkt er viel lockerer und definitiv freier als zu Beginn. Seine Entwicklung ist sehr gelungen.
Das Cover und der Klappentext, ja was soll ich sagen, ich finde beides absolut gelungen. Auch wenn die Färbung nicht meine Lieblingsfarbe ist so kann ich doch sagen, ich liebe es.
Fazit:
Mir hat „Witchmark: Die Spur der Toten“ von Anfang bis Ende richtig gut gefallen und es fühlte sich für mich gar nicht nach einem Debüt an. Nun bin ich aber auch unglaublich neugierig wie es weiter geht. „Witchmark: Die Spur der Toten“ kann ich absolut empfehlen.
Rezensent*in 464978
C. L. Polk erschafft mit „Witchmark“ eine neue geheimnisvolle Welt.
Schauplatz ist das Aeland, in dem Dr. Miles Singer Arzt in einem Veteranenhospital ist. Aeland hat gerade den furchtbaren Krieg mit Laneer erfolgreich beendet. Doch viele der zurückgekehrten Soldaten haben furchtbare psychische Schäden erlitten, die sie oft zum Mord an der eigenen Familie und anschließend in den Selbstmord treiben. Miles versucht herauszubekommen, warum die Soldaten mit einem düsteren Schatten auf der Seele heimkehren und wie man ihnen helfen kann.
Doch Miles ist kein einfacher Arzt. Er ist ein Magier mit heilenden Kräften, der im Verborgenen agieren muss, um der Verfolgung durch die Herrschenden zu entgehen. Als ein anderer Hexer vor seinem Hospital im Sterben liegt, und ihn um Hilfe bittet, gerät er in einen großen Gewissenskonflikt.
Die Welt, die C. L. Polk hier erschaffen hat, erinnert in gewisser Weise an die Zwanziger Jahre. Die Art der Kleidung, der Fortbewegungsmittel, der Klinikausstattung – alles wirkt wie das frühe 20. Jahrhundert. Natürlich einmal abgesehen von den magischen Komponenten, die eine große Rolle spielen.
Der pflichtbewusste Miles ist ein sympathischer Charakter. Man kann seine Ängste nachvollziehen. Er versucht verzweifelt, an seinem bisher aufgebauten Leben festzuhalten, und gleichzeitig das Richtige zu tun. Die übrigen Charaktere sind nicht leicht zu durchschauen. Als Leser ist man da auf dem gleichen Stand wie der Protagonist.
Die Autorin legt verschiedene falsche Fährten aus und baut einige Überraschungen ein. Genau wie Miles, weiß der Leser nicht, wem man trauen kann und wem lieber nicht.
Der Schreibstil liest sich gut und man fasst schnell Fuß in der unbekannten und geheimnisvollen Welt von Aeland. Die Spannung beginnt mit dem mysteriösen Tod des fremden Hexers und hält sich über das gesamte Buch.
Mir hat dieser Fantasyroman sehr gut gefallen, und ich kann ihn gern weiterempfehlen.
Rezensent*in 566270
Cover: Die Farben des Covers gefallen mir sehr gut. Das mystisch wirkende Schimmern passt toll zu dem Inhalt der Geschichte. Auch den Mann auf dem Fahrrad wird man während des Lesens schnell wiedererkennen.
Schreibstil: Die Autorin schmeißt den Leser schnell in eine völlig neue Welt. Das ist zwar am Anfang etwas verwirrend, macht aber auch einen erheblichen Teil der Spannung aus. Der Schreibstil ist fließend und passt zur Geschichte.
Charaktere:
Miles scheint ein sehr aufrichtiger Mensch zu sein, der sein persönliches Glück mit dem Fokus auf die Hilfe für andere Menschen gefunden zu haben. Als ehemaliger Soldat mit den Fähigkeiten eines Heilers betreut er psychisch erkrankte Soldaten in einem Krankenhaus. Bis plötzlich ein Fremder in seinen Armen stirbt. Miles Mitgefühl, aber auch seine Neugierde bringen ihn dazu sich auf die Spuren des Toten zu begeben. Dabei begegnet er nicht nur dem im Klappentext genannten Amartine sondern auch seine Vergangenheit. Teilweise handelt Miles für einen so klugen Kopf etwas zu naiv, das passt nicht ganz zu seinem Charakter.
Die anderen Charaktere haben alle ihre Eigenheiten, die sie konsequent beibehalten. So werden die Akteure glaubhaft und interessant.
Inhalt:
Die Geschichte spielt in Aeland, welches sich zu Beginn des Buches gerade auf das Ende eines Krieges zu bewegt. Doch Miles kann die allgemeine Aufregung ob des Sieges nicht teilen. Denn er ist gleich zwei Geheimnissen auf der Spur. Dem von dem Toden und dem der unerklärlichen Erkrankung eines großteils seiner Patienten. Nebenbei muss er dann auch noch aufpassen, dass ihm selbst nichts passiert, als er dem Geheimnis ein Stück näher kommt. Beim klären des Rätsel um den Toten begleitet ihn der Amartine, der ebenfalls noch an einem eigenen "Fall" arbeitet. Wie diese drei Fragen letztlich zusammenhängen bleibt zu beginn unklar. Durch kluge Hinweise nähern die beiden sich dabei den Antworten, was jedoch nicht ganz ungefährlich bleibt. So bleibt die Spannung über das ganze Buch erhalten. Leser*in werden immer wieder kleine Happen hingeworfen, sodass sie selbst miträtseln können. Die Auflösung wirkt schließlich schlüssig, was sonst in Fantasy-Welten nicht immer der Fall ist. Die Liebesgeschichte ist unaufdringlich und findet ganz nebenbei statt.
Mein Geheimtipp: intelligente historische Fantasy mit Hexen und Magiern
Witchmark – Die Spur der Toten von C. L. Polk, erschienen 2019 im Klett-Cotta Verlag, 384 Seiten, ISBN: 978-3-608-96395-3 (Buch), ISBN: 978-3-608-11563-5 (eBook)
Witchmark spielt im Königreich Aeland, welches gegen das Reich Laneer in den Krieg zog. Der Arzt Dr. Miles Singer arbeitet in der Psychiatrie des Beauregard Veteranenhospitals. Seine Vergangenheit holt ihn ein, als ihm der Gentleman Tristan Hunter einen Mann bringt, welcher im Sterben liegt. Der Soldat spricht Dinge aus, vor denen Miles geflohen ist und macht seltsame Andeutungen über seinen eigenen Tod. Miles kann nichts mehr für ihn tun. Die unerklärliche Todesursache lässt ihn nicht los, deshalb ermittelt er auf eigene Faust. Unterstützung erhält er von Tristan, welcher fortan an seiner Seite ist.
Miles kann Menschen heilen. Diese Gabe braucht er aber nur im Verborgenen, weil er sonst als Hexe verfolgt wird. Der Arzt war selbst im Krieg, nun will er den traumatisierten heimgekehrten Soldaten helfen. Dafür hat er sogar der Chirurgie den Rücken gekehrt. Miles ist ein durch und durch anständiger und bescheidener Mann. Er trägt einfache Kleidung, lebt in einer winzigen Wohnung und fährt mit seinem Fahrrad zur Arbeit.
Tristan ist ein höchst mysteriöser Mann, welcher sein wahres Ich versteckt. Obwohl er eitel und arrogant ist, hat er eine freundliche und charmante Art. Sein Reichtum spiegelt sich in der teuren Garderobe wieder (Kaschmirmantel, Ziegenlederhandschuhe).
Ein Zitat von Tristan: »Sie haben Angst«, sagte er. »Das brauchen Sie nicht. Ich bin genauso in Gefahr wie Sie.«
Das Buchcover passt hervorragend zur Stimmung im Buch. Mir gefiel das historische Setting sehr gut. Geschrieben wird mit Tinte. Strom gibt es nicht, Lampen und Radios werden mit Aether betrieben. Die Verkehrsmittel sind Fahrräder und Kutschen, die teuren Automobile sind selten.
C. L. Polk schreibt intelligent und kurzweilig. Sie braucht passende Wörter wie schneidig, fesch, dünkelhaft, verklausulieren etc.
Nach langem Hin und Her habe ich mich schließlich doch zu diesem Buch hinreißen lassen. Ganz davon abgesehen, dass da Hexen stand und ich nur schwer einen Bogen um solche Geschichten machen kann.
Der Schreibstil ist etwas gewöhnungsbedürftig, passt aber wunderbar in die Geschichte die man ins 19 Jahrhundert einordnen könnte. Zumindest machte es vom Setting her, auf mich den Eindruck. Etwas antiquiert also, aber wenn man sich aber einmal damit angefreundet hat, findet man eine tolle und interessante Story. Allerdings muss man sich natürlich auch darauf einlassen und kommt so in die Fänge des Settings und des Inhalts.
Mit Miles wurde ein toller und sympathischer Charakter geschaffen, der mit einem großen Herzen durch die Welt geht. Das kam richtig toll rüber und ich war wahnsinnig gern mit ihm in diesem Abenteuer unterwegs. Er war einer echter Gentleman.
Mit Tristan kam ebenfalls ein angenehmer Charakter ins Buch, der überzeugen konnte. Vor allem durch seinen speziellen Humor, der einen mehr als einmal ein Lächeln entlockt. Er war wirklich super und seine Beharrlichkeit sucht seines gleichen.
Die Ermittlungen die es mit beiden Charakteren zu verfolgen galt, waren spannend gemacht und man konnte schön mitfiebern. Was natürlich auch an den Komponenten lag. Magie, ein wenig Romanze, ein Mord, ein paar Geheimnisse, Humor und nicht zu vergessen, die Hexen. Also von Allem etwas. Optimal zum mitfiebern. Die Idee war wirkkich toll, aber stellenweise auch einfach etwas zäh. Ich hab manchmal, aber nicht oft, etwas quer gelesen.
Es kommt gegen Ende noch mal ordentlich Tempo in die Story und sperrt jegliche Langeweile aus. Somit kann man kann das Buch letzten Endes mit einem guten Gefühl aus der Hand legen.
Fazit
Das Buch ist eine gelungene Hexenstory die für jeden etwas ist, der gern mit Figuren auf Spurensuche geht. Man muss den Schreibstil mögen oder sich darauf einlassen, dann gibt es auch eine gute spannende Story in einem gelungenen Setting.
Eine interessante Fantasygeschichte mit einer frischen Idee, einem interessanten Magiesystem. Ich fand die Geschichte sehr intessant, aber die Romanze störte mudoch etwas, wäre auch gut ohne gegangen. Ich bin aber gespannt auf den 2. Teil
Nassima Anja S, Rezensent*in
Miles Singer, ein Arzt, der eigentlich Zauberer ist und ein ungewöhnliches Wesen namens Tristan aus einem andere Land, die sich beide hinter dem Schleier von Magie und Geheimnissen verstecken, finden auf sehr ungewöhnliche Weise zusammen. Doch die Vergangenheit holt Miles ein und die beiden müssen so einige Abenteuer mit und gegen die eigenen Familien überstehen um wieder das Leben führen zu können das sie sich wünschen.
Das Buch ist flüssig geschrieben und es ist einfach dem Geschehen zu folgen.
Eine spannende Geschichte, die einen echt neugierig macht was als nächstes passiert und man bleibt bis zum Ende gespannt, wer oder was der Grund für die ganze Aufregung war.
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