Der Postbote von Girifalco oder Eine kurze Geschichte über den Zufall

Roman

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Erscheinungstermin 11.04.2019 | Archivierungsdatum 30.04.2019

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Zum Inhalt

Eine Zeitreise in ein längst vergessenes Italien.

Süditalien 1969. Im verschlafenen Girifalco geht alles seinen gewohnten Gang – die anstehenden Kommunalwahlen sind schon das Aufregendste, was auf absehbare Zeit zu erwarten ist. Doch im Geheimen zieht ein guter Geist die Fäden, ohne dass die anderen Dorfbewohner es ahnen: Denn der Postbote des Ortes ist ein melancholischer Einzelgänger, der die Philosophie liebt und Zufälle sammelt – und nebenbei heimlich in den Briefverkehr des Dorfes eingreift. So versucht er, den Dingen die richtige Richtung zu geben.

Unglücklich Liebende werden zusammengeführt, politische und amouröse Betrugsversuche verhindert, und Mütter bekommen plötzlich Post von ihren in der Ferne verschollen geglaubten Söhnen. Der Postbote von Girifalco scheint sich in seinem zurückgezogenen Dasein eingerichtet zu haben – bis ein mysteriöser Brief aus der Vergangenheit auftaucht, der das Dorfleben im Allgemeinen und seines im Besonderen gehörig ins Wanken bringt. Ein charmanter, lustiger, rührender Roman mit einem zu Herzen gehenden Protagonisten, der uns mitnimmt auf eine nostalgische Italienreise.Im Buch finden Sie ein ausführliches Verzeichnis der agierenden Personen.

Eine Zeitreise in ein längst vergessenes Italien.

Süditalien 1969. Im verschlafenen Girifalco geht alles seinen gewohnten Gang – die anstehenden Kommunalwahlen sind schon das Aufregendste, was auf...


Eine Anmerkung des Verlags

Bitte nicht vor dem 11.4.2019 besprechen.

Bitte nicht vor dem 11.4.2019 besprechen.


Vorab-Besprechungen

»Eine genial komponierte Geschichte mit der Suggestionskraft einer Novelle von Pirandello« L’Indice dei Libri del Mese

»Man riecht förmlich die Speisen, den Duft frisch gebackenen Brotes, spürt dem ursprünglichen erotischen Zauber der Frauen des Dorfes nach.« Panorama

»Eine Sprache, die an die Leichtigkeit Giovanni Vergas und José Saramagos erinnert« Corriere della Sera

»Eine genial komponierte Geschichte mit der Suggestionskraft einer Novelle von Pirandello« L’Indice dei Libri del Mese

»Man riecht förmlich die Speisen, den Duft frisch gebackenen Brotes, spürt dem...


Marketing-Plan

Reinhold Joppich steht für Lesungen aus dem Roman »Der Postbote von Girifalco« zur Verfügung.

Reinhold Joppich steht für Lesungen aus dem Roman »Der Postbote von Girifalco« zur Verfügung.


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783462051711
PREIS 23,00 € (EUR)

Auf NetGalley verfügbar

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Girifalco ist ein verschlafenes Nest. Wir sind in den 60iger Jahren, dort lebt der Postbote – so wird er im Laufe des Buches nur genannt und tagein tagaus sieht man ihn mit seiner Tasche durch die Straßen ziehen. Es könnte ein ereignisloses Leben sein, aber der Postbote hat sein Geheimnis.
Als vaterloser Junge aufgewachsen, ohne großen Ehrgeiz, fast träge, wird eines Tages in der Schule sein Talent Schriften zu kopieren sehr gelegen, er hilft einer Mitschülerin den Zorn des ungerechten Lehrers abzuwenden. Aber erst als er Postbote wird, hat seine Berufung gefunden. Es ist ein Zufall, der ihn beim ersten Mal dazu verführt einen Brief zu öffnen. Von da an geht kein Brief ungelesen durch seine Hände. Er kopiert jedes Schreiben und archiviert sie. Er kommt krummen Machenschaften auf die Spur, liest von heimlicher Liebe und unglücklichen Begebenheiten. Aber er begnügt sich nicht damit nur zu lesen. Er beginnt in das Leben seiner Dörfler einzugreifen. Ein Liebesbrief hier, eine verklausierte Warnung dort, so lenkt er die Geschicke seiner Nachbarn, verhindert Unglück und bringt Paare zusammen, deren Schüchternheit ihnen im Wege stand. Er zieht keinen Nutzen aus seinem Tun, im Gegenteil, er will helfen.
Auch sammelt er „Zufälle“, notiert, nummeriert und archiviert sie, genau wie Zeitungsberichte, die ihm kurios erscheinen.
Doch zwischen dem Leben der Anderen verliert er fast seine eigenen Träume und Wünsche aus den Augen.
Jedem der Kapitel ist ein fast märchenhafter Satz als kleine Inhaltsangabe vorgestellt. Wie überhaupt das ganze Buch den Eindruck eines Märchens macht. Es ist eine untergegangene dörfliche Welt die der Autor beschreibt. Das ist sehr warmherzig und mit spürbarer Liebe zu den beschriebenen Personen erzählt. Die Figuren – es sind eine ganze Menge, glücklicherweise gibt es ein ausführliches Personenregister – werden lebendig, der Leser taucht schnell in ihr Leben ein und leidet und freut sich mit ihnen. Ein ganzer Kosmos wird dargestellt, bildhaftig und farbig. Ich hatte das Dorf vor Augen und es erinnerte mich an die alten S/W Filme von Don Camillo. Verschmitzt und tragisch-komisch. Der Autor hat ein ganz eigenen Ton gefunden und mich damit überzeugt.
Dazu passt das gewählte Foto des Schutzumschlags ganz ausgezeichnet.

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Eine stimmungsvolle Geschichte über die Liebe, das Leben und die kleinen und großen Geheimnisse der anderen.

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Es ist ein ungewöhnlich leises Buch das trotzdem die volle Aufmerksamkeit fordert und auch bekommt. Der Postbote liest die Briefe die er verteilen soll und beantwortet sie auch. Er spielt Schicksal. Er meint es gut. Aber heiligt der Zweck immer die Mittel?
Die Geschichte ist sehr intensiv und verlangt alle Sinne beim Lesen, der Leser riecht den Duft der Blumen, des frischen Brotes, er hört die Stimmen der Menschen wenn sie ihre Geschichte erzählen oder ihren Gesang, er sieht die verführerischen Frauen und die Schönheit der Landschaft, er fühlt die Sonne auf seiner Haut und den Regen im Gesicht. Er schmeckt den Wein und den Eintopf als ob er selber am Tisch sitzt.
Es war ein seltenes Ereignis so ein Buch zu lesen, denn solche Autoren gibt es nicht oft.

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Im dem beschaulichen Girifalco geht alles seinen gewohnten Gang.
Da ist die Geschichte des Postboten, der regelrecht in die Geschehnisse das Dorfes eingreift, indem er die Briefe der Dorfbewohner liest und in diesen Briefverkehr eingreift, indem er u.a. Liebende regelrecht verkuppelt; andere vertröstet bzw. in die richtigen Bahnen leitet eine gelungene Idee – ein interessanter, komischer Roman, obwohl einem die Vorstellung dieser Einmischung in die Privatsphäre als solche doch ein wenig auch verunsichert

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Dieses Buch ist wie ein Sonnenstrahl an einem traurigen Tag.

Während die Menschheit sich anschickt, die ersten Schritte auf dem Mond zu machen, macht sich im dörflichen Kalabrien ein einsamer philosophierender Postbote als moderne Version des göttlichen Merkur daran, in die Geschicke seiner Mitmenschen einzugreifen. Mit sanftem Voyeurismus und mächtigem Gerechtigkeitssinn wird er auf diese Weise zum Schmied fremden Glücks, aber auch zum Kämpfer gegen Lüge und Komplott, Ausbeutung und Hass. Dabei sammelt er Zufälle, die ihn am Schluss… doch davon soll hier nicht zu viel verraten werden.

Es ist eine licht und warmherzig geschriebene Geschichte, Kalabrien und seiner Lebensart zutiefst verbunden. Die meisterhaft und pointiert gezeichneten Personen sind voller Lebenskraft und absolut authentisch, die Dialoge glaubt man singen, schnattern, fließen zu hören. Der Leser befindet sich mittendrin in Girifalco. Und er leidet, amüsiert oder empört sich, feixt und zetert, liebt oder lacht zusammen mit der verführerischen Carmela (die ihre Unterwäsche auf dem Balkon aufhängt), dem blinden Pepè (der noch schöner ist als Marcello Mastroianni und ein Geheimnis hat), dem eigentlich toten Onkel Michele (dem es aber vielleicht doch ganz gut geht), dem tragischen Salvatore (dessen Schrift so sehr der des Postboten ähnelt), der neugierigen Mariannuzza (die möglicherweise eine Spionin ist) und vielen anderen pittoresken Persönlichkeiten.

Bemerkenswert ist auch die Übersetzung, die die zahlreichen kalabresischen Nuancen auch im Deutschen saftig und lebendig klingen lässt. Der feine Humor gesellt sich zur leichten Melancholie, die durch die Zeilen schwingt. Die fast kinematographisch festgehaltenen Momente bannen sich dem Betrachter mit leuchtender Intensität ins Gedächtnis, wie Szenen aus Pasolinis oder Fellinis Meisterwerken.

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Ein liebenswertes und warmherziges Buch über einen Menschen, der in die Briefwechsel seiner Mitmenschen eingreift, um deren Schicksal positiv zu beeinflussen.
Gepflegte Sprache, leicht zu lesen, nur durch die Vielfalt der Personen etwas verwirrend. Da hilft aber ein Personenregister am Ende des Buches.
Nachdenkenswert ist, wie weit man gegen bestehende Rechte (Briefgeheimnis) verstoßen darf, um anderen Menschen zu helfen. Es wurde ja niemandem Schaden zugefügt.
Ein Buch, das ich jedem empfehlen kann, der nicht zu schwere und problembeladene Lektüre sucht.

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Die Lebensgeschichte des unscheinbaren Postboten im kleinen italienischen Dorf Girifalco ist voller Einsamkeit. Zuverlässig stellt er Briefe die er vorher und zwar alle gelesen hat, zu. Manche Inhalte zwingen den Postboten direkt zu handeln. Er verfügt über eine seltene Gabe jede Schrift kopieren zu können und bei Bedarf handelt er und verändert so manche Schicksale. Ganz tolle Sprache und Beschreibungen die dem Leser das Gefühl vermitteln dabei zu sein. Habe ich sehr gerne gelesen.

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Der Postbote von Girifalco lebt zurückgezogen in einem kleinen italienischen Dorf und beschäftigt sich mehr mit dem Leben seiner Mitbürger als mit seinem eigenem. Er öffnet und liest alle Briefe vor der Zustellung. Wenn es ihm nötig erscheint, greift er auch aktiv in den Briefwechsel ein und schreibt eigene Briefe im Namen der anderen. So verhilft er schüchternen Liebespaaren zu ihrem Glück, unterstützt Mütter dabei, Kontakt zu halten mit ihren im Ausland lebenden Söhnen und beobachtet die heimlichen Mauscheleien der Kommunalpolitiker. Außerdem führt er Buch über die verschiedensten Zufälle, die ihm in seinem Alltag so auffallen.

Der Roman schafft es mit seiner bildreichen Sprache einen in dieses kleine süditalienische Dorf zu versetzen, in dem die Zeit scheinbar stillgestanden ist. Jedes einzelne Kapitel wird durch eine ausführliche poetische Überschrift eingeleitet, die den Inhalt des Kapitels andeuten. Dies ist ein Buch, das Ruhe braucht und das mit Muße gelesen werden sollte, um sich seinem Tempo anzupassen und es somit seine volle Wirkung entfalten zu lassen. Aber dann ist das Buch eine wunderbare Kurzreise in das gemütliche Dorfleben von Süditalien in den Sechzigerjahren mit charaktervollen und liebenswerten Protagonisten.

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Süditalien im Jahr 1969 die Mondlandung steht noch bevor. In Girifalco ist alles wie immer, nur die Kommunalwahlen bringen vielleicht etwas Spannung.

Der Postbote des verschlafenen Dorfes beobachtet die Dorfbewohner genau und manchmal muss er sich in deren Leben einmischen, meist nach der Lektüre der Briefe die sich die Bewohner schreiben oder bekommen.
Zuverlässig stellt er seine Post zu, doch manchmal muss auch ein Brief verschwinden, damit die Dinge so laufen wie sie sollen.

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Immer mal wieder lese ich in dieses witzig geschriebene, sehr gut durchdachte und immer wieder überraschende Buch hinein. Was mich leider sehr stört, ist der hervorstechende Sexismus, den ich leider nur schwer überlesen kann. Gerne würde ich sagen "trotzdem ein schönes Buch" und das ist es auch, aber leider keines zu dem ich eine öffentliche Rezension schreiben würde. Schade.

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Süditalien 1969. Im verschlafenen Girifalco geht alles seinen gewohnten Gang – die anstehenden Kommunalwahlen sind schon das Aufregendste, was auf absehbare Zeit zu erwarten ist. Doch im Geheimen zieht ein guter Geist die Fäden, ohne dass die anderen Dorfbewohner es ahnen: Denn der Postbote des Ortes ist ein melancholischer Einzelgänger, der die Philosophie liebt und Zufälle sammelt – und nebenbei heimlich in den Briefverkehr des Dorfes eingreift. So versucht er, den Dingen die richtige Richtung zu geben.

Ich liebe Italien, daher habe ich das Buch angefordert.
Leider wurde ich sehr enttäuscht. Obwohl ich Italienisch spreche, geriet der Lesefluss durch die komplizierten Namen oft ins Stocken. Zudem hatte das Buch viele Längen.
Schade.

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