Was wir zu hoffen wagten
Roman
von Michaela Saalfeld
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Erscheinungstermin 27.07.2018 | Archivierungsdatum 06.09.2018
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Zum Inhalt
Berlin, 1912: Felice träumt davon, Jura zu studieren, das aber ist Frauen im Kaiserreich verwehrt. Ihren Bruder Willi fasziniert die Welt des Films, doch er muss das väterliche Bankgeschäft...
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783404177073 |
| PREIS | 12,40 € (EUR) |
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Monika P, Buchhändler*in
Berlin 1912, Die Geschwister Felice, Willi und Ille haben ihre eigenen Träume vom Leben. Felice möchte Jura studieren ,im Kaiserreich unmöglich. Und doch kämpft sie für ihren Traum. Bruder Willi ist vom Film fasziniert, muss aber auf Familienwunsch Bankier werden, Schwester Ille wird in eine Ehe gezwungen, sie ist ihrem Mann und dessen Gewaltausbrüchen hilflos ausgeliefert. Der Ausbruch des I. Weltkrieges stellt das Leben aller auf den Kopf. Nicht nur an der Front ist es ein Kampf ums Überleben, auch in der Heimat.
Die Lebensgeschichten der drei Geschwister spiegelt die Gesellschaft des Kaiserreiches wieder. Frauen haben kaum Rechte, die politische Situation in Deutschland ist im Umbruch. Die Schilderung der Kampfhandlungen in Flandern sind von einer Bildhaftigkeit, dass der Leser die Grausamkeiten des Kriegs kaum aushalten kann. Ein großer Kontrast dazu ist die Schilderung der Verteidigung der Stadt Ypern durch die britische Armee. Ein einfühlsamer Roman, mit großer Herzenswärme geschrieben.
Brigitte W, Rezensent*in
In diesem Buch begleiten wir Felice, Willi und Ille für kurze Zeit durch ihr Leben.
Das Buch beginnt 1918 mit dem Ende des Krieges, als Felice auf der Suche nach Informationen über das Verbleiben ihres Bruders auf dessen Schwarm Recha und auf ihre Schwester Ille trifft. Nach dem kurzen Prolog springt das Buch ins Jahr 1912 zurück, als Felice gerade 21 wird.
Ihr größter Traum ist es, nicht nur Jura zu studieren, was ihr gelungen ist, sondern auch als Juristin zu praktizieren. Dies wird ihr auf Grund der geltenden Rechtslage nicht möglich sein, da sie ihre Praxiszeit nicht antreten darf und damit nicht zum zweiten Staatsexamen zugelassen werden wird.
Willi hingegen soll das Bankhaus des Vaters übernehmen, schwärmt aber für die Welt des Films und lernt bald in Babelsberg Leute vom Film kennen, die ihn ernst nehmen und mitarbeiten lassen.
Die kleine Schwester Ille möchte hingegen nichts als eine Familie und vor allem von ihrer großen Schwester Felice geliebt werden. Für sie geht sie eine arrangierte Ehe ein, um das Bankhaus der Familie zu retten und Felice zu beweisen, dass sie sie liebt.
Doch dann bricht der erste Weltkrieg aus und für alle drei und ihre Freunde ändert sich das Leben, sie alle müssen zwangsläufig erwachsen werden.
Ich habe mich am Anfang mit dem Buch aufgrund des etwas sperrigen Schreibstils und der anfangs recht nervigen Protagonisten recht schwer getan und hatte sogar schon überlegt, das Buch abzubrechen. Doch nachdem ich mich etwas eingelesen hatte, konnte ich die Eigenheiten der Hauptpersonen besser verstehen und tolerieren. Außer Ille sind mir wirklich alles ziemlich ans Herz gewachsen und ich habe mit ihnen mitgebangt und für sie gehofft, dass es eine Lösung für ihre Probleme und Wünsche geben möchte.
Michaela Saalfeld schreibt recht schonungslos. Felice wird ein wenig wie ein kalter Fisch dargestellt, hochintelligent aber gefühlsarm. Willi ist ein Träumer und am Anfang noch sehr kindisch unterwegs und Ille ist eigentlich ein kleines Dummchen, die alles tut um von Felice geliebt zu werden.
Auch die Schilderungen der Schlachten im Krieg waren schnörkellos und teilweise sehr grausam. Aber niemals übertrieben. Dass der Ersteinsatz von Giftgas in einem Brief an Felice geschildert wurde, fand ich einen gelungenen Kunstgriff. So wurde der Einsatz dieser unmenschliche Kriegswaffe durch das Grauen der dort Beteiligten nachdringlich geschildert.
Der Einsatz von Filmen und Fotos zu Propagandazwecken durch die Heeresleitung ist an dieser Stelle auch ein großes Thema.
Ich kann das Buch nur empfehlen. Es ist ein Plädoyer nicht nur für die Frauenrechte, sondern auch für die Menschenrechte und ein gültiges Gesetz, das immer und für alle gilt. Außerdem ist es ein Aufruf gegen Gewalt und Krieg.
Ich würde mich freuen, wenn es ein weiteres Buch um Felice, ihre Geschwister und Freunde geben würde, so wie es im Nachwort von der Autorin angedeutet wird.
Rezensent*in 500946
Der Roman spielt um 1910. Die Autorin beschreibt schnörkellos die Lebensumstände dieser Zeit. Auch der 1. Weltkrieg wird schonungslos aufgezeigt.. Man merkt, dass die Autorin sich viel mit dieser Zeit beschäftigt hat.
Kein leichtes Buch, aber eine ehrliches Buch. Ein Stück Zeitgeschichte.
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