Wir beide wussten, es war was passiert

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Erscheinungstermin 15.07.2016 | Archivierungsdatum 30.09.2016

Zum Inhalt

... und wie ich mich abmühte,
selbstsicher zu erscheinen.
Und er antwortete: Ja, toll.
Und ich sagte auch: Toll.
Und danach machte ich mich
wieder ans Wischen und versuchte zu wirken,
als wenn nichts passiert wär,
obwohl wir beide wussten,
es war was passiert.

Eine poetische Geschichte vom und zum Verlieben, übersetzt von Uwe-Michael Gutzschhahn

... und wie ich mich abmühte,
selbstsicher zu erscheinen.
Und er antwortete: Ja, toll.
Und ich sagte auch: Toll.
Und danach machte ich mich
wieder ans Wischen und versuchte zu wirken,
als wenn...


Eine Anmerkung des Verlags

Steven Herrick wurde in Brisbane als jüngstes von sieben Kindern geboren. Er arbeitet schon seit vielen Jahren als Autor, auch wenn er noch lieber Profi-Fußballer geworden wäre. Steven Herrick lebt mit seiner Partnerin in den Blue Mountains bei Sydney in Australien und hat zwei erwachsene Söhne.

Steven Herrick wurde in Brisbane als jüngstes von sieben Kindern geboren. Er arbeitet schon seit vielen Jahren als Autor, auch wenn er noch lieber Profi-Fußballer geworden wäre. Steven Herrick lebt...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Hardcover
ISBN 9783522202190
PREIS 14,99 € (EUR)

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

KLAPPENTEXT: ... und wie ich mich abmühte, selbstsicher zu erscheinen. Und er antwortete: Ja, toll. Und ich sagte auch: Toll. Und danach machte ich mich wieder ans Wischen und versuchte zu wirken, als wenn nichts passiert wär, obwohl wir beide wussten, es war was passiert. MEINUNG: Wow! Eine ganz anderen Art von Buch, einfach nur wunderschön, poetisch und großartig. Billy der 16-jährige Protagonist, haut von zu Hause ab und flieht somit auch vor seinem alkoholkranken Vater, mit dem er ein sehr schlechtes und von Gewalt geprägtes Verhältnis hat. Er will ein neues Leben anfangen und landet in Bendarat, wo er sich häuslich in einem Waggon niederlässt. In Bendarat lernt er Old Bill kennen, der neben ihm im Waggon schläft und Caitlin, die bei McDonald's arbeitet. Und mehr möchte ich hier zum Inhalt auch nicht sagen, da alles mehr zu viel verraten würde. Die Geschichte wird hauptsächlich aus der Perspektive von Billy erzählt, aber auch Old Bill und Caitlin kommen zu Wort. Alle 3 sind wunderbare Charaktere, die absolut echt sind und einfach nur sehr überzeugend beschrieben wurden. Während des gesamten Buches sind sämtliche Handlungen , Gedanken und Gespräche glaubwürdig und ungeschönt. Dinge werden beschrieben wie sie sind und nichts wird in Watte gepackt. Gerade das hat mir so gut gefallen. Billy und Caitlin erleben kein Märchen, sondern erleben eine realistische Annäherung. Billy ist ein Charakter, den man sofort lieb gewinnt. Anstatt sich aufzugeben, wagt er einen Neuanfang und bleibt durchgängig sympathisch. Vor allem sein Verhältnis zu Old Bill ist gut beschrieben. Man merkt sofort, dass Beide wichtig füreinander sind. Old Bill braucht Billy und Billy braucht Old Bill. Sie haben sich nicht gesucht, aber dennoch gefunden und diese besondere Verbindung zwischen ihnen, die ganz unaufgeregt erzählt wird, macht einen großen Teil dieses wunderbaren Buches aus. Old Bill ist eher von der kauzigen Art. Anfangs zeigt er noch große Ablehnung gegen Billy und schimpft über ihn, doch mit der Zeit merkt man, wie sich ihr Verhältnis ändert. Old Bill macht dabei auch eine große Veränderung durch und nach und nach bekommt man auch mehr Informationen zu ihm und kommt dahinter, warum er ist, wie er ist. Caitlin ist ein besonderes Mädchen. Trotz des Reichtums ihres Vaters (oder gerade deswegen), arbeitet sie bei McDonals's und wischt die Fußböden. Sie rebelliert gegen den Käfig, in den ihr Vater sie sperren will und vielleicht ist Billy ja derjenige, der ihr dabei helfen kann. Das Herausragende bei diesem Buch ist aber, neben den großartig herausgearbeiteten Protagonisten, eindeutig der Schreibstil und die Form. Der Klappentext gibt da einen guten Eindruck, denn das gesamte Buch ist in Versform geschrieben. Und dieses ist so besonders und gut gemacht, dass jede Seite eine wahre Freude war. Mir ist aufgefallen, dass ich ganz anders gelesen habe. weniger einen Satz nach dem anderen weg, wie bei normalen Büchern, sondern viel mehr leicht rhythmisch, wobei Zeilenumbrüche teilweise sehr geschickt gesetzt wurden, denn so hat sich eine ganz andere Satzmelodie und auch Stimmung ergeben. Durch das Format bekommt die Geschichte automatisch etwas lyrisches und wird somit zu einer ganz besonderen Leseerfahrung. Jedes "Kapitel" ist mit einer Überschrift versehen und könnte auch problemlos als Kurztext alleine stehen. Die Sprache ist dabei auch wunderschön, schnörkellos und dennoch lebendig, was natürlich zu großen Teilen auch dem Übersetzer Uwe-Michael Gutzschhahn zu schulden ist, der großartige Arbeit geleistet hat. Durch die Versform ist natürlich nicht allzu viel Text auf den Seiten zu finden, so dass ich das Buch nach knapp 1 1/2 Stunden beendet hatte, aber dennoch wird dieses Buch noch sehr lange in meiner Erinnerung bleiben. LIEBLINGSZITATE: Dann ging er ins Haus und knallte die Tür meiner sportlichen Kindheit zu, die mitsamt dem Fußball in die Büsche entschwand. Seite 12 (laut E-Reader) Ihre Augen waren blassgrün und sie schienen etwas zu wissen, von dem ich keine Ahnung hatte. Es war, als würden sie denken. Seite 18/19 (laut E-Reader) Er stand auf, um ins Bett zu gehen und sich die Trauer wegzuschlafen, so sagte er jedenfalls. Seite 23 (laut E-Reader) FAZIT: Ein anderes, ganz besonderes Buch, dass unaufgeregt daherkommt und eine Geschichte erzählt, die realistsch und poetisch zugleich ist. Ganz klare 5 Sterne!

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Zum Inhalt: Billy hat die Schnauze voll. Er beschließt die Schule zu schmeißen und von Zuhause abzuhauen. Doch sehr weit kommt er nicht, denn er hat kaum Geld in der Tasche. Er bezieht einen ausrangierten Güterwagon. Er versucht sich durchzuschlagen, isst Reste bei McDonalds und bemerkt ganz schnell, dass das Mädchen, Caitlin, das dort die Tische putzt sehr hübsch und nett ist. Schnell freunden sich die beiden an und treffen sich auch außerhalb ihres Arbeitsplatzes. Doch Billy beschäftigt noch etwas ganz anderes. Sein Nachbar Old Bill scheint tieftraurig und in sich gekehrt zu sein. Billy tut alles um ihm zu helfen und Caitlin zu beeindrucken. Meine Meinung: "Wir beide wussten, es war was passiert" ist ein kleines, aber feines Buch, das vom Fallen und wieder Aufstehen erzählt, von den dunkelsten Stunden des Lebens und der Liebe. Erzählt wird das Buch abwechselnd aus der Sicht der drei Protagonisten. Und dies jeweils aus der Ich-Perspektive. Die einzelnen Kapitel sind sehr kurz und knackig, weswegen man superschnell voran kommt. Die Geschichte ist definitiv sehr poetisch, wie es der Verlag selbst auch ankündigt. Eigentlich passiert in der Geschichte recht wenig. Billy läuft von daheim weg und versucht sich durchzuschlagen. Er lernt Old Billy und Caitlin kennen und schließt Freundschaften. Sowohl er als auch die beiden anderen erzählen vom Entstehen dieser Freunschaft. Der Schreibstil des Autors ist sehr angenehm zu lesen. Er versteht es die Emotionen mit sehr wenigen Worten zu transportieren und die Stimmung des Buches super rüber zu bringen. Ich konnte mir Billy neue Welt super vorstellen und komplett darin eintauchen. Auch die Freundschafts- bzw. Liebesgeschichte gefällt mir gut. Zunächst deutet es nicht so richtig an, dass es wirklich um Liebe geht und dann geht alles recht schnell. Für meinen Geschmack mal wieder etwas zu schnell. Ich mag es einfach viel lieber, wenn so etwas langsam vonstatten geht und nicht so schnell. Erst Freundschaft und dann zack liegen sie zusammen im Bett. Da fehlt mir einfach der zarte Mittelteil, das Kennenlernen, das Annähern. Das Buch ist wirklich ein besonderes kleines Erlebnis. Die poetische Sprache des Autors, die leise Handlung und die einprägsamen Protagonisten, machen das Buch zu einem Erlebnis. Das Ende ist schön und rundet das Buch toll ab. Besonders die Beziehung zwischen Billy und Old Bill und deren Entwicklung gegen Ende hat mich nachhaltig beeindruckt. Fazit: Ein poetisches, kleines Buch, das von der Liebe erzählt, von Tiefschlägen und vor allem von der Macht der Freundschaft.

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Meine Meinung: Mit Wir beide wussten, es war was passiert habe ich, ohne es zu wissen, zu einem ganz besonderen Buch gegriffen. Das ziemlich kurze Buch ist in Versen verfasst und somit noch ein wenig kürzer und damit eigentlich sehr schön an einem Abend zu lesen. Zuerst störte mich das Versmaß sehr denn es hat mich immer und immer wieder aus dem Lesen herausgebracht. Nach einer Weile hat man sich aber daran gewöhnt, es ging leichter und irgendwie muss ich letztendlich sagen, dass es die Geschichte umso schöner macht. Poetischer irgendwie. Die Geschichte beginnt zugegebener Maßen ziemlich merkwürdig. Der 16-jährige Billy haut von zu Hause ab und flieht somit vor seinem alkoholabhängigen Vater. Er landet in der Kleinstadt Bendarat und lernt dort den Obdachlosen Old Bill kennen, der für ihn eine Art Vaterfigur wird und Caitlin, eine Tochter aus reichem Haus, die bei McDonalds jobbt. Die beiden verlieben sich und die ganze Geschichte entwickelt sich zu einem positiven Ende, dem aber einiges im Weg steht. Eine wundervolle Geschichte, die sehr zum Nachdenken anregt und gerade durch die poetische Form und den außergewöhnlichen Aufbau. Durch dieses Gesamtpaket wird sie auch wertvoll und trägt sehr viel in sich, was man gar nicht so in Worte fassen kann. Dennoch habe ich auch einen kleinen Kritikpunkt. Was durch die Form des Romans definitiv wegfällt, dass ist Nähe. Nähe zu den Protagonisten, Nähe zu den Schicksalen, Nähe zu der Geschichte und ihrer Entwicklung. Wir betrachten alles aus der Ferne, aus einer Art Vogelperspektive und können nicht so wirklich Zugang finden. Fazit: Wir wussten beide, es war was passiert wird mir noch lange im Gedächtnis bleiben. Die besondere Form und die ungewöhnliche Story passen perfekt zusammen und lassen noch lange über das Buch nachdenken. Was damit jedoch auch einhergeht ist eine gewisse Distanz zu den Charakteren und ihren Schicksälen, was ich ein wenig schade fand.

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Mein erster Gedanke: nur 69 Seiten? Ja ihr lest richtig. Wir wussten, es war was passiert ist nicht besonders lang, aber das braucht es auch gar nicht. Die einzelnen Kapitel sind in Abschnitte unterteilt, die entweder aus Billys, Old Bills oder Caitlins Sicht geschildert werden und sind in Versform verfasst. Keine Angst, es handelt sich jetzt nicht um seitenlange Reime! Es liest sich wie eine normale Geschichte, kommt aber ohne viele Worte aus. Die Worte reichen, um das Wichtigste hervorzuheben und zu erzählen. Ich glaube ich habe noch nie eine Geschichte wirklich so bewusst mit jedem Wort gelesen. Der Einstieg ist daher erst einmal gewöhnungsbedürftig, aber man findet schnell in die Geschichte rein. Die Charaktere sind alle drei ganz besonders und sehr sympathisch. Das sind echte Menschen, ein Leben, über das man im Nachhinein noch viel Nachdenken kann über das eigene Handeln. Drei Menschen – verschiedene Generationen, verschiedenes Alter, verschiedener Hintergrund – und doch irgendwo alle gleich. Es gibt einige Wendungen in der Geschichte, die ich so nicht erwartet habe und es lief auch eigentlich gänzlich anders, als ich mir das vorgestellt hatte. Das Ende fand ich besonders schön. Das Buch ist einfach wahnsinnig toll und beschert Gänsehaut beim Lesen. Das Fazit Auf gerade einmal 69 Seiten wird so viel ausgedrückt, wie ich das selten in einem Buch erlebt habe. Ein wahrer Schatz der Jugendliteratur, der zum Nachdenken anregt. Einfach umwerfend! Eine klare Kaufempfehlung!

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Inhalt Billy ist ein Ausreißer, obdachlos, jung, ein Taugenichts. Er hat nichts und will nichts, außer seiner Freiheit. Ganze Tage in Bibliotheken verbringen, in stillgelegten Zügen schlafen, mit anderen Obdachlosen teilen, die reiche Caitlin begeistern. Mit einem Herz aus Gold ist all das nicht schwer, und am Ende des Tages wartet immer ein neuer Himmel auf die ungleichen Menschen. Meine Bewertung In letzter Zeit entdecke ich immer wieder neue Verlage, von denen ich vorher nicht allzu viel gehört habe. Thienemann gehört auch dazu, allerdings konnte ich ein Buch aus dem Programm etwas näher kennenlernen. „Wir beide wussten, es war was passiert“ besitzt nämlich vom Haus aus einen ziemlich nichtssagenden Klappentext, einen Ausschnitt aus dem Buch selbst. Und trotzdem waren die wenigen Worte so anziehend, dass ich Steven Herricks Werk lesen wollte. Gelohnt hat sich diese Entscheidung allemal! Manch einer mag sich fragen, ob knapp 200 Buchseiten für den Preis noch angemessen sind. Ich kann nur sagen: Vom Inhalt her hat das Buch so überzeugen können, dass der Preis für mich gerechtfertigt ist. Billy ist ein außergewöhnlicher Protagonist mit einem großen Herzen, der es versteht, die Menschen für sich einzunehmen. Subtile kleine Angewohnheiten machen ihn einerseits zum Außenseiter, andererseits zum Philantropen. Er unterscheidet nicht zwischen Obdachlosen und Reichen, zwischen Männern und Frauen, zwischen Jung und Alt – mit wem er sich versteht, der ist sein Freund. Und für Freunde kämpft er bis zum Schluss. Ich möchte gar nicht wirklich auf den Inhalt eingehen, denn die Story an sich ist recht kurz. Trotzdem trifft sie voll ins Herz. Einerseits sind es die liebenswerten Charaktere, die die guten Facetten der Menschen ebenso zeigen wie die schlechten, die selbstreflektiert denken und sich dabei nicht verlieren, sondern wiederfinden. Andererseits macht auch der Schreibstil des Autors so vieles richtig. Was Steven Herrick da abliefert ist eine interessante Mischung aus Prosa und Lyrik, einen klangvollen Text, der durch wenig Worte mit viel Inhalt dahinter besticht. Mir ist während des Lesens klar geworden, dass Bücher nicht dick sein müssen, sich nicht in ausschweifenden Detailbeschreibungen zu verlieren brauchen, solange der Inhalt dahinter stimmt. Ein wohlplatzierter Satz mit einer tieferen Bedeutung kann den Leser genauso lange fesseln wie ein Buch mit tausend Seiten. Und dieses Buch hat es wirklich geschafft, mich zu fesseln, denn Billys Geschichte ist so tiefgreifend, deckt menschliche Schicksale und die Grausamkeit des Schicksal an sich ab, dass mir diese Lektüre sicherlich noch lange im Gedächtnis bleiben wird. So kurz das Buch auch anmuten mag – kurzweilig ist es nicht. Ich denke auch noch am nächsten Tag darüber nach, wünsche mich zu der Geschichte zurück, die so ins Herz geht, dass es wirklich außergewöhnlich ist. Eine klare Leseempfehlung und gleich ein erstes Highlight in diesem Monat!

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Klappentext: ... und wie ich mich abmühte, selbstsicher zu erscheinen. Und er antwortete: Ja, toll. Und ich sagte auch: Toll. Und danach machte ich mich wieder ans Wischen und versuchte zu wirken, als wenn nichts passiert wär, obwohl wir beide wussten, es war was passiert. Meinung: Der 16-jährige Billy hat genug von dem Leben mit seinem Vater und dessen Alkoholsucht. Billy lässt alles hinter sich und haut ab. In einer weit entfernten Stadt findet er sich auf dem Bahnhof in einem ausrangierten Waggon wieder, schlägt sich durchs Leben und lernt bei McDonalds Caitlin kennen. Diese kommt aus einem sehr reichen, wohlbehüteten Haus, doch Caitlin fühlt sich dort erstickt. Sie möchte frei sein, auch von den Privilegien des Geldes. Die beiden kommen sich näher und bereichern gegenseitig ihre Leben, doch wie lange kann das gutgehen? Dieses Buch ist etwas Besonderes, denn es ist kein normaler Jugendroman, sondern Prosa. Wie einzelne Gedankenfragmente reihen sich die jeweiligen Passagen und Gedichte aneinander, setzen den Leser nach und nach über die Umstände ins Bild und erzählen eine tieftraurige Geschichte, die mich als Leser sehr berührt hat. Von der Art dieses Romans sollte man sich nicht abschrecken lassen, denn Steven Herricks Gedichte sind wirklich schön und harmonisch erzählt, überfordern den Leser nicht, einen Rhythmus zu finden und bezaubern mit den Bildern, die der Autor beim Lesen hervorruft. Da die Charaktere hier ihre Geschichte in der Ich-Perspektive erzählen, bekommt man einen sehr emotionalen Einblick in diese. Leider schafft es die gewählte Erzählform aber nicht, ausreichend Tiefgründigkeit zu schaffen, so dass ich oft das Gefühl hatte, nur an der Oberfläche der Figuren zu kratzen. Auch der Handlungsverlauf war insgesamt zwar schön, aber nicht mir persönlich ein wenig zu schnell abgehandelt, bzw. lässt teilweise zu viel offen. Natürlich regt der Autor damit zum Nachdenken und Diskutieren ein, trotzdem hatte ich vor allem zum Schluss hin den Eindruck, dass noch etwas fehlt. Aber trotzt dieser Kritikpunkte ist der Roman sehr altersgerecht ausgefallen und wird bestimmt einige Fans finden. Fazit: Wir wussten beide, es war was passiert besticht vor allem durch seine schöne Prosa und die eher unübliche Erzählweise für einen Jugendroman. Die Themen sind passend und altersgerecht, hätten aber ein wenig detaillierter ausgearbeitet werden können. Auf jeden Fall regt das Buch zum Nachdenken und Diskutieren ein. Von mir gibt es 4 von 5 Punkten. Vielen Dank an den Thienemann Esslinger Verlag für das Rezensionsexemplar.

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Billy haut von zu Hause ab. Er ist 16 Jahren alt und will endlich seinem Vater der trinkt und ihn schlägt entkommen. Billy kommt als Zug – Tramper in einer fremden Stadt an und nimmt einen alten ausrangierten Bahnwaggon als neues Zuhause in Besitz, in dem er von nun an wohnt. Sein Nachbar ist Old Bill, ein alter Säufer, der mit einer traurigen Geschichte leben muss. Nach und nach werden die beiden Freunde. Und dann gibt es ja da auch noch Caitlin. Sie arbeitet in dem Burgerrestaurant, in dem Billy sein Essen zusammensucht. Von Caitlin ist Billy bald fasziniert. und Caitlin…. Drei Menschen treffen aufeinander. Irgenwie entsteht Freundschaft. Es sind drei, die sich brauchen, weil sie an einem Punkt in ihrem Leben angekommen sind, wo es ohne jemand anderes, der genau richtig ist und genau zum richtigen Zeitpunkt da ist, nicht mehr weitergehen kann. Die Geschichte von Billy, Old Bill und Caitlin berührt. Sie strahlt einen Zauber aus, der nicht künstlich ist, sondern in der Geschichte und in den Protagonisten klingt. Zunächst verwirrt die sehr sachlich wirkende Sprache, in der die Geschichte(n) erzählt sind. Aber sie fasziniert auch. Die Eindrücke und Wirkungen, die jeder der drei Menschen erlebt, sind klar und nachvollziehbar. Die Geschichte bewirkt einen Sog, der es kaum erlaubt das Buch aus der Hand zu legen, wenn man sich an die außergewöhnliche Textsetzung gewöhnt hat. Wir beide wussten,… steht auf der Empfehlungsliste „Die 7 besten Bücher für junge Leser“ August 2016, Jugendbuch des Monats. Zu Recht!

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hier bekommt der Leser eine sehr poetische Geschichte mit extrem viel Tiefgang. Leser sollten dem Buch die Lesezeit geben die es braucht um die Situationen richtig fassen zu können. Einzigartig im Stil geschrieben, meiner Meinung nach ist hier die hohe Kunst der Literatur zum Einsatz gekommen

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