Never Leave the Path
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Erscheinungstermin 11.09.2026 | Archivierungsdatum 01.10.2026
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Zum Inhalt
Natürlich gibt es den Hexer vom Berg nicht, da ist sich der 17-jährige Jesper sicher. Doch wer streift dann nachts um die abgelegene Hütte, in der er und seine Mutter Abstand vom Großstadtleben suchen? Was hat es mit den beklemmenden Bildern auf sich, die Jesper zusammen mit vergilbten Zeitungsartikeln über einen Mord in den Schubladen findet? Und wer ist das seltsame Mädchen, das im Wald lebt und über Regen und Wind zu gebieten scheint? Wohin geht sie, wenn sie verschwindet, und weshalb kann Jesper nicht aufhören, an sie zu denken?
Als ein plötzlicher Wintereinbruch es unmöglich macht, den Berg zu verlassen, und Jespers Mutter krank wird, weiß er nicht mehr, wem er trauen kann ... Doch diese Frage entscheidet über Leben und Tod.
Natürlich gibt es den Hexer vom Berg nicht, da ist sich der 17-jährige Jesper sicher. Doch wer streift dann nachts um die abgelegene Hütte, in der er und seine Mutter Abstand vom Großstadtleben...
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783751207034 |
| PREIS | 18,00 € (EUR) |
| SEITEN | 384 |
Auf NetGalley verfügbar
Durchschnittliche Bewertung von 15 Mitgliedern
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Ein schmaler Weg führt durch den Wald zu einer abgelegenen Berghütte. Jesper und seine Mutter suchen dort Ruhe und Abstand von ihrem bisherigen Leben. Doch in dieser Landschaft scheint etwas auf sie gewartet zu haben. Nachts bewegt sich jemand zwischen den Bäumen, in der Hütte liegen verstörende Bilder und alte Zeitungsartikel über einen ungeklärten Mord. Dann begegnet Jesper dem geheimnisvollen Waldmädchen Erle.
Antonia Michaelis erschafft eine Atmosphäre, die sich kaum greifen lässt. Der Wald wirkt wunderschön und bedrohlich zugleich. Nebel, plötzlich einsetzender Schnee und das Gefühl, beobachtet zu werden, verwandeln die Natur in eine eigene Figur. Mit jeder Seite wird unsicherer, wo die Wirklichkeit endet und ob die alten Geschichten über den Hexer vom Berg vielleicht doch einen wahren Kern besitzen.
Jesper fand ich als Hauptfigur angenehm glaubwürdig. Er möchte seine Mutter schützen, obwohl er selbst längst spürt, dass etwas nicht stimmt. Seine Sorge um sie vermischt sich mit der wachsenden Faszination für Erle. Zwischen den beiden entsteht eine leise Nähe, die gut zur märchenhaften Stimmung passt. Erle bleibt rätselhaft und scheint enger mit dem Wald verbunden zu sein, als Jesper zunächst begreifen kann.
Besonders gefallen hat mir die bildhafte Sprache. Die Geschichte liest sich stellenweise wie ein dunkles Märchen für Jugendliche. Hinter dem Mysteryelement liegen Themen wie Schuld, Vertrauen und die Frage, wie sicher die eigene Wahrnehmung eigentlich ist. Der Roman nimmt sich viel Zeit für seine Stimmung. Dadurch entwickelt sich die Spannung langsam, doch das Gefühl drohender Gefahr bleibt beständig.
Einige Passagen waren mir zu verschlüsselt. Durch das häufige Schweben zwischen Traum, Erinnerung und Realität verlor ich zeitweise die Orientierung. Auch im Mittelteil hätte die Handlung etwas gestrafft werden können. Zum Ende hin greifen die Hinweise ineinander und verleihen vielen scheinbar nebensächlichen Momenten eine neue Bedeutung.
Never Leave the Path ist ein intensiver und ungewöhnlich poetischer Jugendthriller, der seine größte Kraft aus der Natur und dem Ungewissen zieht. Eine Geschichte über einen Wald, der Geheimnisse bewahrt, und einen Jungen, der den sicheren Weg verlassen muss, um herauszufinden, wem er noch vertrauen kann.
Vielen Dank an NetGalley und den Oetinger Verlag für das Rezensionsexemplar.
Lehrende*r 1247686
Dieses Buch hat genau diese dicht-waldige, märchenhaft-bedrohliche Atmosphäre, bei der man beim Lesen fast das feuchte Laub riecht und spürt, wie Lisa und ihr Sohn immer tiefer in etwas hineingeraten, das man nicht greifen kann. Ich mochte, wie leise der Grusel anfängt, wie sich Realität und düstere Legenden immer mehr vermischen und man ständig schwankt zwischen „Da ist doch was Übernatürliches“ und „oder doch nicht“. Für mich ein intensiver, leicht unheimlicher Mystery-Roman, der mehr über Stimmung und psychologische Spannung funktioniert als über permanente Schockmomente.
Rezensent*in 1674799
Also nach diesem Buch werde ich definitiv nicht freiwillig irgendwo eine abgelegene Hütte mitten im Wald beziehen. 😂
Jesper ist 17 und denkt sich erstmal ganz entspannt, den Hexer vom Berg gibt’s nicht. Ja, das würden wir am Anfang wahrscheinlich alle sagen, 😂 bis nachts plötzlich jemand um die Hütte schleicht und man sich fragt, ähm, wer genau läuft da draußen eigentlich rum?! Und dann findet Jesper auch noch alte Zeitungsartikel über einen Mord, irgendwelche beklemmenden Bilder und natürlich gibt es da dieses seltsame Mädchen im Wald, das irgendwie, sagen wir mal ihre ganz eigene Beziehung zu Regen und Wind hat.
Ich wäre an diesem Punkt übrigens schon wieder im Auto. Koffer rein, Tür zu, Navi an und Tschüss Wald. 😂
Aber Jesper? Der bleibt natürlich. Und genau das hat mir so gut gefallen: Dieses permanente Gefühl, dass irgendwas nicht stimmt. Je mehr Jesper herausfindet, desto weniger weiß man eigentlich, wem man noch vertrauen kann. Dann kommt auch noch ein plötzlicher Wintereinbruch, seine Mutter wird krank und auf einmal sitzt er da oben fest.
Und ich liebe solche Geschichten einfach, bei denen ich beim Lesen ständig denke, okay, ich hab’s jetzt verstanden und zwei Seiten später: Ach. Ich hatte ABSOLUT KEINE AHNUNG. 😂
Dazu diese richtig schön unheimliche Wald-Atmosphäre und dieses mysteriöse Mädchen, das Jesper natürlich nicht mehr aus dem Kopf bekommt.
Ich hatte beim Lesen wirklich ständig dieses Gefühl von irgendwas kommt da noch und ich weiß nicht, ob ich das überhaupt wissen will. Absolute Leseempfehlung, ein Buch, wo man definitiv nicht weiß wie es ausgeht.
Fee G, Buchhändler*in
„Never leave the Path“ hat mich mit seiner mystischen und geheimnisvollen Atmosphäre direkt gepackt. Die bildhaften Beschreibungen der Natur und die vielen Wendungen haben dafür gesorgt, dass ich immer wieder an meinen eigenen Theorien gezweifelt habe. Besonders spannend fand ich das Spiel zwischen Realität und Fantasie. Ein atmosphärischer Coming-of-Age-Thriller, der bis zum Ende einige Fragen offenlässt.
Katrin D, Buchhändler*in
Spannung: 🌲🌲🌲🌲🌲
Knutschis: 🌲🌲🌲
Spice:
Blut: 🌲🌲🌲
Tolle Story, vir allem für den Herbst. Hat richtig Spass gemacht! Von mir eine absolute Leseempfehlung!
Das Buch hat mir richtig gut gefallen! Die Geschichte hatte eine tolle, etwas düstere Atmosphäre und konnte mich schnell in ihren Bann ziehen. Besonders die Mischung aus Spannung und emotionalen Momenten hat mir gefallen. An ein paar Stellen hätte ich mir noch etwas mehr Tiefe gewünscht, aber insgesamt war es ein richtig unterhaltsames Buch, das ich gerne gelesen habe.
Danke an NetGalley und den Verlag für das Rezensionsexemplar!
Für mich war es das erste Buch der Autorin – und der Schreibstil hat mich sofort überzeugt: wunderbar locker und angenehm zu lesen.
Kurze Zusammenfassung:
Der 17-jährige Jesper zieht mit seiner Mutter in eine abgelegene Hütte im Wald, um Abstand vom Großstadtleben zu gewinnen. Doch nachts streift jemand um die Hütte, in den Schubladen finden sich beklemmende Bilder und alte Zeitungsartikel über einen Mord – und dann taucht ein seltsames Mädchen auf, das im Wald zu leben und über Regen und Wind zu gebieten scheint. Als ein plötzlicher Wintereinbruch sie einschließt und die Mutter krank wird, weiß Jesper nicht mehr, wem er noch trauen kann.
Das Setting im Wald ist atmosphärisch dicht, düster, mystisch und poetisch zugleich. Man fühlt sich regelrecht aus der Realität herausgerissen. Die Grenze zwischen Realität und Fiktion verschwimmt immer wieder, und die unvorhersehbaren Plot-Twists halten einen bis zum Schluss in Atem.
Ein intensives, stimmungsvolles Leseerlebnis, das lange nachwirkt.
Nadine H, Rezensent*in
Never leave the Path entführt uns in einen mystischen Wald voller Geheimnisse. Für mich passt dieses Buch perfekt in den Herbst.
Der Schreibstil ist besonders bildhaft und erleichtert es dem Leser in diese Welt einzutauchen. Die Geschichte ist voller Rätsel und Geheimnissen und man weiß nie ganz genau, was real und was Traum ist.
Die Hütte, in der Jasper und seine Mutter Ruhe finden wollen, ist sehr spärlich eingerichtet, es gibt kein Internet, kein Strom, kein Wasser und sie liegt sehr abgeschieden, denn sie ist nur über eine steile Treppe in der Felswand erreichbar.
Irgendwie ist dieser Kai Schwarzbuch, der die Hütte vermietet, unheimlich und was hat es mit dem Hexer vom Berg auf sich?
Wir begegnen Erle, einem jungen Mädchen, das im Wald lebt. Dann treffen wir auf den Hexer, der immer, wie aus dem Nichts auftaucht. Jasper begegnet immer wieder 2 kleinen Mädchen und einer Frau, die plötzlich wieder verschwinden.
Antonia Michaelis nimmt ihre Leser mit in diese mystische Welt. Sie spinnt ein perfektes Netz, in dem man sich fragt, was ist real, was ist Traum.
Das Buch ist ungewöhnlich, es ist spannend, mysteriös und es bleibt etwas nach dem Lesen zurück. Am Ende wird das Rätsel um den Hexer gelöst und das Buch findet sein perfektes Ende.
Der Klappentext vom YA-Thriller "Never Leave the Path" hat mich direkt neugierig gemacht und auch das düstere und geheimnisvolle Cover passt perfekt zur Story. 🖤
Jesper und seine Mutter Lisa ziehen sich für eine dreiwöchige Auszeit in eine abgelegene Hütte tief im Wald zurück, da Lisa einen Zusammenbruch erlitten hat. Lisa lebt eigentlich nur für ihre Arbeit und Jesper ist dadurch oft alleine, weshalb diese Auszeit zu zweit genau das Richtige ist. Die Ruhe der Hütte tut ihnen zunächst auch sehr gut - bis seltsame Dinge geschehen. 😱
Besonders gefallen hat mir die düstere Atmosphäre, die sich durch das gesamte Buch zieht. Der geheimnisvolle Wald und einige merkwürdige Begegnungen werfen viele Fragen auf. 🌳🌲
Weil ich unbedingt wissen wollte, was es mit allem auf sich hat, hab ich das Buch kaum aus den Händen legen können. Auch die große Wendung am Ende hat mich dann doch sehr überrascht und irgendwie auch ein wenig berührt.
Die Beziehung zwischen Jesper und Erle hingegen hätte für mich noch ein bisschen mehr in die Tiefe gehen können.
Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich auch gut lesen. Allerdings finde ich, dass er für die empfohlene Zielgruppe (ab 14 Jahre) dann doch etwas zu poetisch und märchenhaft ist. 😅
Davon sollte man sich aber nicht abschrecken lassen, denn die Geschichte selbst hat mir wirklich gut gefallen.
Alles in allem konnte mich der düstere Thriller "Never Leave the Path" überzeugen, auch wenn ich mit der Zielgruppenempfehlung nicht ganz mitgehen würde.
Es ist November.
Eine blutige Beute, eine junge Frau in der Einsamkeit der Wälder - und wieder mal beweist die Autorin schon mit den wenigen Sätzen am Beginn, wie man sofort eintauchen und alles um sich herum vergessen kann, weil die Atmosphäre und Stimmung einen total einfangen...
Die Perspektiven wechseln und meist sind wir mit Jesper unterwegs.
Er lebt zusammen mit seiner Mutter Lisa in einer Großstadt. Zurzeit ist er Single und nächstes Jahr steht sein Abitur an. Er fühlt sich nicht wirklich einsam, aber allein, und er spürt, dass viele Menschen auf der Welt genau dieses Gefühl teilen. Dieses Abgeschiedenheit inmitten der Menge.
Wie auch seine Mutter. Nach ihrem Zusammenbruch soll sie abschalten. Mal Urlaub machen. Denn Stress aus der Arbeit hinter sich lassen. Aber statt Ferien am Meer entscheidet sie sich für eine Berghütte im Wald. Entscheidet sich wieder für die Einsamkeit.
Jesper möchte aber zur Einsamkeit nicht auch noch das Alleinsein verkraften müssen und begleitet seine Mutter, um die er sich wirklich Sorgen macht. Sie wirkt so kraftlos und erschöpft, so zerbrechlich. Und wie so oft hat er das Gefühl, dass er für sie sorgen muss. Obwohl es sich andersherum richtiger anfühlen würde.
Die Hütte ist nur zu Fuß zu erreichen und der Weg ist nicht leicht. Um der Zivilisation zu entfliehen muss man einiges auf sich nehmen.
Weit und breit gibt es nichts als Berge, Wald und Natur. So scheint es zumindest.
Das Mädchen im Wald ist für Jesper manchmal ein Traum und manchmal Wirklichkeit. Er weiß nicht, ob er den Geschichten aus dem Dort unten trauen kann.
Diese alte Geschichte: über den Hexer vom Berg.
Und einen Todesfall, der vielleicht gar kein Unfall war.
Und eine Frau im weißen Kleid.
Alles vermischt sich, während die Natur ihr wahres Gesicht zeigt. Die Kälte, die Unnachgiebigkeit, den Tod und den Kampf ums Überleben - aber auch die Schönheit und die Ursprünglichkeit. Die Freiheit, die es aber nur dort gibt, weit weg von allem und somit auch ein offenes Gefängnis ist.
Er lachte beinahe. "Wohnungen. Häuser."
"Nein. Eure Käfige sind unsichtbar. Ihr tragt sie mit euch herum. Manchmal sind sie Bildschirme, und manchmal sind sie nur Gedanken. Pflichten. Zwänge."
Zitat
Durch die Gedanken von Jesper und dem Mädchen aus dem Wald erfahren wir hautnah die Gefühle und Gedanken der beiden. So unterschiedlich ihr Leben bisher auch war, beide tragen eine Sehnsucht in sich, der sie sich nicht entziehen können.
Der Schreibstil ist wieder unglaublich einnehmend. die ganze Stimmung wird super eingefangen und man kommt sich selbst ein bisschen verloren vor in diesem Wald, so fernab jeglicher "Zivilisation" - ohne Strom, ohne Handyempfang... mit Kaminfeuer zum Wärmen, mit Brunnenwasser und Gasofen. Dazu die seltsamen Ereignisse, die so surreal wirken und man nicht weiß, ob es tatsächlich real ist oder nur Einbildung.
Antonia Michelis spielt hier wieder sehr geschickt mit Täuschungen und verflechtet alles zu einem großen Rätsel, mit vielen Ahnungen und Spuren und obwohl ich zwischendurch einiges erkennen konnte, war die Auflösung am Ende doch in einem spannenden Finale verpackt.
Es ist kein actionreiches Buch - keine große Love Story und keine Hommage an das Leben in der Natur. Es ist ein leises Werk, ein Erinnern an das, was wichtig ist. Man spürt die Kargheit und die unverfälschte Wahrheit hinter den Dingen, die wir Leben nennen. Denn das Leben ist nicht fair und nicht einfach, es stellt uns Hindernisse in den Weg die uns stärken, es gibt uns Probleme und Rätsel, die wir lösen und daran wachsen - es lässt uns Verluste durchleben, um wertzuschätzen was wir haben.
Ich hätte das Buch gerne im Winter gelesen. Wenn draußen alles weiß ist und zugeschneit. Wenn all der Lärm zugedeckt wird und alles unberührt aussieht. Rein und unverfälscht. Wenn ein Schneesturm uns hineintreibt ins Warme, und wir dankbar sein können, ein Dach über dem Kopf zu haben, eine heiße Dusche und eine Suppe die uns satt macht. Einfach so.
Diese Geschichte ist wirklich schwer in Worte zu fassen. Aber sie hat mich tief berührt und wird mich noch lange begleiten.
"Wie hast du das gemacht? Wo hast du dich festgehalten?"
"An mir selbst", ...
Zitat
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