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Buchcover für Japanische Geistergeschichten

Japanische Geistergeschichten

Von Geistern, Dämonen und Kobolden – Ein spannender Klassiker aus Japan für alle Fans von Horrorgeschichten – Mit vielen Anmerkungen und einem informativen Nachwort

mit Gustav Meyrink (Übersetzer*in)

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Erscheinungstermin 02.09.2026 | Archivierungsdatum 05.10.2026


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Zum Inhalt

Von Geistern, Gespenstern und Dämonen: Gruselgeschichten aus dem alten Japan

Geister und Dämonen sind seit jeher Teil des japanischen Volksglaubens und spielen noch heute eine wichtige Rolle. Lafcadio Hearn, der viele Jahre in Japan lebte und ein großer Kenner der japanischen Kultur war, hat Geistergeschichten gesammelt und aufgeschrieben. Sie erzählen fesselnd von übernatürlichen Phänomenen, von Wiedergängern, verzauberten Tieren und Gespenstern.

Mit einem Nachwort, das über das außergewöhnliche Leben Hearns und die japanische Geisterwelt informiert, sowie zahlreichen Anmerkungen zu buddhistischen und shintoistischen Begriffen.

Von Geistern, Gespenstern und Dämonen: Gruselgeschichten aus dem alten Japan

Geister und Dämonen sind seit jeher Teil des japanischen...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783150149324
PREIS 8,00 € (EUR)
SEITEN 190

Auf NetGalley verfügbar

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Durchschnittliche Bewertung von 10 Mitgliedern


Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

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Wenn der Grusel ganz leise kommt

Bei „Japanische Geistergeschichten“ musste ich mich erst einmal von meinen heutigen Vorstellungen von Horror verabschieden. Hier gibt es keine rasanten Schockeffekte und keinen blutigen Nervenkitzel. Der Grusel kommt viel leiser und gerade das fand ich faszinierend. Lafcadio Hearn erzählt von Wiedergängern, Gespenstern, verzauberten Tieren und Dämonen aus dem alten japanischen Volksglauben. Manche Geschichten haben mich richtig gepackt, andere wirkten auf mich zunächst fremd. Aber genau diese Fremdheit gehört für mich zum Reiz des Buches. Ich hatte immer wieder das Gefühl, nicht nur Geschichten zu lesen, sondern einen kleinen Blick in eine Kultur und Gedankenwelt zu bekommen, die mir bisher kaum vertraut war. Besonders interessant fand ich, wie selbstverständlich Übernatürliches, Buddhismus und Shintoismus miteinander verwoben sind. Die Anmerkungen und das Nachwort haben mir dabei geholfen, einiges besser einzuordnen. Ohne diese Erklärungen wäre mir vermutlich manches entgangen. Natürlich haben mich nicht alle Geschichten gleichermaßen erreicht. Einige bleiben stärker im Gedächtnis, andere waren für mich eher interessante Begegnungen mit japanischer Erzähltradition. Ich habe das Buch wegen der Geister aufgeschlagen und am Ende mindestens genauso viel über Japan nachgedacht. Kein Horror, bei dem ich mich erschrocken habe, sondern Geschichten, deren seltsame, manchmal unheimliche Stimmung mir noch eine Weile im Kopf geblieben ist.

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3 stars

Für die Zeit vor Halloween wollte ich mal etwas Gruseliges aus Japan lesen, auch weil ich selbst schon dort war, und dieses Buch war dafür eine passende Wahl. Erst ganz am Schluss, beim Nachwort mit den Informationen zum Autor, wurde mir klar, wie alt dieses Buch eigentlich ist: Hearn lebte von 1850 bis 1904 und schrieb die Geschichten rund um die Jahrhundertwende. Der Lebensweg des Autors selbst ist auch echt spannend.
Aufgrund des Alters der Geschichten sind sie nicht extrem schaurig oder blutrünstig, eher wie etwas gruselige Märchen. Richtig gelungen finde ich, dass die japanischen Fachbegriffe nicht einfach eingedeutscht, sondern am Ende in einem übersichtlichen Verzeichnis erklärt wurden. Man taucht durch die Erzählweise wirklich in eine andere Kultur ein, in einen Mythenschatz voller Geister, den es bei uns im Deutschen so nicht gibt. Die Geschichten selbst sind angenehm kurzweilig.
Man sollte wissen, dass auch die Übersetzung selbst schon älter ist. Ab und zu taucht ein Wort wie „Frauenzimmer" für Frau auf, das heute etwas verstaubt klingt.
Ein kleiner Störfaktor war für mich der nicht ganz einheitliche Stil: Neben vielen klassischen Kurzgeschichten stehen solche, in denen der Autor eine Rahmenerzählung generiert, wie er zu der Geschichte kam, eine (bewusst) unvollständige Erzählung und eine Geschichte, die ein bisschen ins Philosophieren abdriftet.
Einige Geschichten fand ich richtig stark, etwa die mit der Päonienlaterne oder die mit der Fliege oder dem Fasan. Gerade sie geben einen wunderbaren Einblick in die Wertvorstellungen einer anderen Kultur.
Insgesamt drei von fünf Sternen und eine gute Wahl für die dunkle Jahreszeit.

3 stars
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Alte Schatten, die Geschichten erzählen

Diese Ausgabe Japanische Geistergeschichten versammelt eine Auswahl traditioneller japanischer Erzählungen, die Lafcadio Hearn Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts gesammelt und niedergeschrieben hat. Die Geschichten handeln von Geistern, Erscheinungen, Flüchen und übernatürlichen Begegnungen, vermitteln dabei aber zugleich Einblicke in die Kultur, den Glauben und die Vorstellungen des damaligen Japans.

Man bekommt mit hier mit dieser Zusammenstellung nicht nur eine klassische Gruselsammlung, sondern eher eine Reise in eine längst vergangene Welt. Die Geschichten besitzen eine ruhige, beinahe märchenhafte Atmosphäre und leben vor allem von ihrer Mystik. Wer moderne Horror-Geschichten mit Schockmomenten oder Gänsehaut-Effekten erwartet, wird vermutlich überrascht sein, denn das Alter der Texte ist durchaus spürbar, was den besonderen Charme der Sammlung aber eher verstärkt. Viele Erzählungen wirken zeitlos und faszinierend, andere lesen sich eher wie überlieferte Legenden. Wenn man sich für Japan, Folklore und traditionelle Geistervorstellungen interessieren, bietet das Buch dafür viele interessante Einblicke.

Eine atmosphärische Sammlung japanischer Geister- und Volksgeschichten, die weniger auf Grusel als auf Stimmung und kulturelle Einblicke setzt und somit vor allem für Japan-Interessierte und Leser, die Freude an alten Legenden und mystischen Erzählungen haben, interessant ist.

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4 stars

„Japanische Geistergeschichten“ hat mir vor allem gezeigt, wie unterschiedlich sich das Übernatürliche erzählen lässt. Wer modernen asiatischen Horror mit Schockmomenten und Gänsehaut erwartet, wird hier vermutlich etwas anderes vorfinden. Hearns Geschichten sind eher mit alten Sagen und Märchen verwandt. Rachsüchtige Geister, Dämonen und verzauberte Tiere gehören ganz selbstverständlich zu dieser Welt, und mich hat besonders interessiert, welchen Regeln und Vorstellungen sie dort folgen.

Dabei entstand für mich ein ungewöhnlicher Einblick in das alte Japan. Shintō, Buddhismus, Aberglaube und die Vorstellung von Geistern greifen so selbstverständlich ineinander, dass ich beim Lesen immer wieder über die Unterschiede zu unserer eigenen Sagenwelt nachgedacht habe. Die Anmerkungen und das Nachwort haben mir geholfen, diese Zusammenhänge besser zu verstehen.

Sehr gut gefallen hat mir auch die Sprache. Sie trägt deutlich die Zeit ihrer Entstehung und wirkt stellenweise ungewohnt, aber genau diese alte Ausdrucksweise passte für mich zu den Geschichten. Nicht jede der 16 Erzählungen hat mich gleich stark erreicht, doch ihre Kürze empfand ich als angenehm. Manche waren schnell gelesen, andere habe ich danach noch eine Weile im Kopf weitergedreht. Für mich war dieser Band deshalb weniger eine Sammlung zum Gruseln als eine interessante Begegnung mit einer Erzähltradition, die mir bisher weitgehend fremd war.

4 stars
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