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Ozean
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Erscheinungstermin 21.10.2026 | Archivierungsdatum N/A
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Zum Inhalt
Eine Freundschaft zwischen zwei Frauen, die die dunkelsten Jahre der deutschen Geschichte überdauert
Friedchen und Paula lernen sich 1932 kennen und »verfreunden« sich auf den ersten Blick. Zwei junge Frauen voller Lebenshunger, voller Hoffnungen und großer Träume. Ihre Freundschaft, so schwören sie sich in durchtanzten Nächten in Berlin, wird für immer halten. Und wie nebenbei verliebt sich Friedchen in Paulas charmanten Cousin Max. Doch dann kommt Hitler an die Macht – und Paula und Max sind Juden. Katharina Höftmann nimmt uns mit auf eine Reise durch ein Jahrhundert, über den Ozean und all die Erschütterungen hinweg, die bis heute nachwirken.
Von Brandenburg bis London, über Berlin nach Tel Aviv, von 1932 bis heute: Katharina Höftmann nimmt uns mit durch ein aufgewühltes Jahrhundert und lässt uns nicht nur die wunderbare Frauenfreundschaft zwischen Friedchen Pfeil und der Jüdin Paula Levin nacherleben, sondern führt uns in einem Stück Zeitgeschichte über Generationen hinweg bis ins heutige Israel, wo deren Ur-Enkelinnen Yuval und Noa leben und lieben. Unverwechselbar, anrührend und mitreißend schreibt Katharina Höftmann über Konflikte, die bis heute schwelen, über Liebe, Verrat und Versöhnung.
»Das Besondere an Katharina Höftmanns Büchern ist die aufrichtige Nähe zu den ganz großen Gefühlen, die sie immer im richtigen Moment erwischt.«
Judith Poznan
Eine Freundschaft zwischen zwei Frauen, die die dunkelsten Jahre der deutschen Geschichte überdauert
Friedchen und Paula lernen sich 1932 kennen und »verfreunden« sich auf den ersten...
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Hardcover |
| ISBN | 9783257073935 |
| PREIS | 25,00 € (EUR) |
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Auf NetGalley verfügbar
Durchschnittliche Bewertung von 7 Mitgliedern
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Eine Geschichte voller Schmerz
1932 lernen sich Friedchen und Paula kennen. Die beiden jungen Frauen könnten unterschiedlicher nicht sein: Friedchen stammt aus ärmlichen Verhältnissen und ist ungewollt schwanger. Paula ist Jüdin und angehende Ärztin.
„Als das Kind drei Wochen später auf die Welt kam, waren Friedchen und Paula unzertrennlich geworden. Was nicht über Nacht passierte, auch wenn es schon irgendwie über Nacht passiert ist. Manche Freundschaften beginnen so – mit einem Einschlag. Auf einmal. Liebe auf den ersten Blick sozusagen, wobei diese Formulierung natürlich nie für Freundschaften benutzt wird, sondern eigentlich immer der romantischen Liebe vorbehalten ist. Ein Fehler. Denn warum sollte die Freundschaftsliebe nicht auf den ersten Blick beginnen? Warum sollte man die Liebe zwischen Freundinnen und Freunden überhaupt abwerten im Vergleich zur romantischen Liebe? Denn eigentlich ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine romantische Liebe über mehrere Jahrzehnte hält, doch viel geringer als die Überlebenschancen einer freundschaftlichen Liebe. Und überhaupt. Was bedeutet schon Romantik? Wer konnte sich das leisten in diesen Zeiten, in denen Friedchen und Paula sich trafen?“
Sie gehen gemeinsam nach Berlin, genießen das Leben, schwören sich ewige Freundschaft und Friedchen verliebt sich in Paulas charmanten Cousin Max. Aber Paula und Max sind Juden, und als Hitler an die Macht kommt, werden die Leben der drei schmerzhaft auseinandergerissen.
„Dabei war ihr eingefallen, dass sie [....] ohne all die schrecklichen Verkettungen nicht hier wäre, wo sie jetzt war. Und ein bisschen hatte es sie beruhigt, dass alles irgendwie zu etwas führte, aber gleichzeitig hatte sich auch augenblicklich ein Schatten über ihr Gesicht gelegt: Nichts würde jemals einfach nur schön oder aufregend oder glücklich sein. Für alles zahlte man einen Preis.
Keiner überquerte den Ozean ohne Schrammen.“
Auf weitere Details zur Handlung verzichte ich an dieser Stelle ganz bewusst, um der Geschichte nichts vorwegzunehmen.
Über mehrere Zeitebenen und Schauplätze hinweg (von Brandenburg und Berlin über London bis nach Tel Aviv) spannt sich der Bogen dieser Geschichte von 1932 bis ins Jahr 2023. Dort im heutigen Israel stehen die Ur-Enkelinnen Yuval und Noa wieder einer Gefahr gegenüber ...
Katharina Höftmann hat mit ihrem Jahrhundertroman „Ozean“, wie sie im Nachwort selbst sagt, „eine Geschichte voller Schmerz“ geschrieben – und sie hat mich damit mehr als einmal beim Lesen zu Tränen gerührt (besonders bei der Szene zwischen Max und dem Soldaten im KZ, aber auch etliche weitere Male).
Vielen Dank an den Diogenes Verlag und an NetGalley für dieses Rezensionsexemplar! 📚💚
Inge H, Rezensent*in
Von Berlin nach Tel Aviv
Katharina Höftman“ n hat mit ihrem Roman „Ozean“ ein großartiges Werk geschaffen.
1932 lernen sich Friedlichen und Paula in einem kleinen Ort in Brandenburg kennen.
Über diese Zeit zu lesen, ist für mich immer wieder schwierig. Man weiß ja von den Grausamkeit gegen die jüdische Bevölkerung .
Die Autorin versteht es gut, die Schicksale kennen zu lernen.
Die einzelnen Personen werden genau beschrieben, wie die Juden über die Politik dachten und hofften, das sich die Lage entert. Später war es dann zu spät.
Die Freundschaft zwischen Paula und Friedchen beginnt mit der Schwangerschaft Friedchens. Paula ist Ärztin und Jüdin.
Paula gelingt die Flucht nach Israel.
Als Ärztin erlebt sie die Anfänge dort.
1961 besucht Paula ihre Freundin Friedchen.
Dann geht es plötzlich 2023 in Israel weiter.
Da begleiten wir zwei Freundinnen zu dem Festival, das am 7. Oktober zu einem furchtbaren Erlebnis wird.
Katharina Höftmann hat diese Geschichte gut recherchiert und in einen perfekten Roman verpackt.
Dieser Roman hat mich ordentlich gefesselt.
"Ozean" von Katharina Höftmann ist ein Roman, der aus der Reihe fällt. Er macht unglaublich traurig, aber auch wütend.
1932: Friedchen kommt aus armen Verhältnissen und ist ungewollt schwanger. Paula ist in reichen Verhältnissen aufgewachsen und Ärztin, aber auch Jüdin.. In der Entbindungsklinik lernen sich die beiden Frauen kennen und werden Freundinnen. Friedchen verliebt sich in Paulas Cousin Max. Und dann beginnt das Grauen in Deutschland.
2023: In einem Kibbuz nahe des Gazastreifens leben die Ur-Enkelinnen Yuval und Noa. Auch sie erfahren viel Leid, Schmerz und Schrecken.
Dieser Roman hat mich fasziniert, gefallen wäre im Kontext der falsche Ausdruck. Er macht in leicht lesbarer Sprache sehr deutlich, dass es immer die Menschen sind, die leiden müssen unter Kriegen und Verfolgungen. Besonders die Kapitel um Max und seine Zeit in Auschwitz haben mich zu Tränen gerührt. Entsetzlich, was Menschen in den KZ erleben mussten, die wenigsten von ihnen konnten überleben.
Im zweiten Zeitstrang können wir an der Seite von Yuval und Noa, aber auch von Paula, viel über das Leben in einem Kibbuz erfahren, aber auch viel über den Schmerz und das Leiden in der heutigen Zeit. Der Zeit, in der die Terrororganisation Hamas Israel überfällt und ein Blutbad anrichtet. Und in der Netanjahou und Trump mit Bombardierungen reagieren. Und wieder alles auf dem Rücken der Bevölkerung.
Die Protagonist*innen sind sehr lebensnah beschrieben mit all ihren Stärken und Schwächen, aber auch ihrem Mut. Ein Roman über eine schwierige Freundschaft in einer schwierigen Zeit, über Liebe, Flucht und Weiterleben.. Die Autorin lebt selbst in Tel Avif und hat deutsch-jüdische Geschichte studiert. Das merkt man ihrem Roman auch an. Sie erzählt eben nicht nur ein Einzelschicksal sondern verbindet viele Schicksale aus unterschiedlichen Perspektiven zu einem runden Ganzen. Dieser Roman gehört sicher zu meinen Jahreshighlights und bekommt verdiente 5 Sterne!
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