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Wer möchte nicht im Leben bleiben
mit Sarah Dorsel (Sprecher*in)
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Erscheinungstermin 30.04.2026 | Archivierungsdatum N/A
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Zum Inhalt
Ein Aufbegehren gegen die Einsamkeit
1985 nimmt sich eine junge Pianistin in Neubrandenburg das Leben. Dreieinhalb Jahrezehnte später stößt die Schriftstellerin Helene Bukowski auf ihre Geschichte. Behutsam nähert sie sich Christina, sucht in ihrer Biografie nach Rissen und Erschütterungen, aber auch nach Augenblicken großen Glücks. Sie lernt einen Vater kennen, der in der Tochter seine eigenen Träume verwirklichen will, eine Mutter, die es liebt, zu fotografieren, und ein Klavier, das unverrückbar in der Wohnung steht. Bukowski folgt Christina nach Berlin, an die Spezialschule für Musik, mit ihren kalten Übungsräumen und dem täglichen Drill. Später nach Moskau, zum Studium am Konservatorium, durch sturzbachartigen Regen und Nächte voller Schnee. Und sie findet eine Krankheit, für die es erst heute eine Diagnose gibt.
»Wie Helene Bukowski aus dem Nachlass einer jungen Frau ein ganzes Leben rekonstruiert und daraus diesen schmerzlichen und klaren Roman komponiert, ist großartige Literatur.« Marion Brasch
Ein Aufbegehren gegen die Einsamkeit
1985 nimmt sich eine junge Pianistin in Neubrandenburg das Leben. Dreieinhalb Jahrezehnte später stößt die Schriftstellerin Helene Bukowski auf ihre Geschichte...
Eine Anmerkung des Verlags
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Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Hörbuch, Ungekürzt |
| ISBN | 9783844948097 |
| PREIS | 19,95 € (EUR) |
| DAUER | 7 Stunden, 32 Minuten |
Auf NetGalley verfügbar
Durchschnittliche Bewertung von 24 Mitgliedern
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
So!
Es gibt so oft Bücher, die Preise gewinnen oder nominiert sind oder anderweitig hochgelobt sind, ohne dass sich mir die allgemeine Begeisterung erschließt - und dann gibt es "Wer möchte nicht im Leben bleiben" von Helene Bukowski. Ich bin relativ zuversichtlich, dass das der beste Roman ist, den ich dieses Jahr bisher gelesen habe - und wenn nichts Besseres mehr kommt in 2026, dann zeigt das nur, wie wunderbar dieses Buch ist.
Es ist sehr modern - einmal durch eine Beschreibung von Depression, die gleichzeitig schonungslos und behutsam ist, andererseits aber auch durch den beeindruckenden Erzählansatz: Helene Bukowskis Erzähl-Ich erzählt vom Leben einer ostdeutschen Pianistin, die mir 24 Selbstmord begeht. Diese Biografie schreibt sie als Du-Erzählung an die Tote, und sie spricht immer wieder die Leerstellen an, die sie kreativ füllt.
Das ist etwas, das in den meisten Biografien und allen biografischen Romanen passieren wird, aber es dermaßen in die Erzählung zu integrieren, habe ich noch nicht gelesen.
Wenn irgendein anderer Roman auf der diesjährigen Longlist für den Deutschen Buchpreis da mithalten kann, haben wir ein wirklich hochwertiges literarisches Jahr!
Die Autorin erhält Unterlagen über das Leben von Christina, unter anderem die Chronik, die ihr Vater geschrieben und die Kassetten, die der Vater aufgenommen hat. Der erzählenden Autorin entstehen beim Lesen und Hören Bilder von Christina und sie ist so berühren, dass sie einen Brief an Christina schreibt und ihr deren Leben erzählt, so wie die Autorin es sich erarbeitet.
1961 will Christina nicht geboren werden. Die Ärzte müssen nachhelfen. Dabei herrschen typische Verhältnisse der 60ger. Der Vater erkennt sofort die Pianistenhände seiner Tochter. In Ostdeutschland und Moskau wird sie heranwachsen, zur Pianistin ausgebildet und nach nur 24 Jahre ihr Leben beenden.
Die Autorin hat ein ungewöhnliches Stilmittel gewählt. Sie erzählt einer Verstorbenen deren Leben, so als hätte diese es nicht selbst erlebt, als hätte sie alles vergessen. Phasenweise hat mir das gut gefallen, doch häufig hatte ich das Gefühl, dass dies ja eine ausgeschmückte Geschichte ist, nicht wirklich, nicht ganz so gelebt. Auch wenn die Erzählerin auf Dokumrnte und Kassetten zurückgreifen konnte, blieb mir das Gefühl, dass etliches ersonnen und konstruiert ist.
Christina kam mir nicht sehr nah. Ihr Talent habe ich verstanden, aber nicht gefühlt. Gefesselt hat mich hauptsächlich das Bedürfnis zu erfahren, was Christina passiert ist, warum sie diese Entscheidung traf. Dies wurde sehr gut durch die Erzählung deutlich. Obwohl nicht jede Frage abschließend beantwortet werden konnte. Helene Bukowski findet einfühlsame und sensibel Worte und schildert anschaulich und bildhaft.
Die Autorin reflektiert und vergleicht ihr eigenes Leben mit dem von Chtistina. Autorin und Pianistin. Sie sucht Gleichheit und Unterschiede. Das war mir zu abschweifend und lenkte von Christina's Geschichte ab.
Sehr gut gefallen haben mir die authentischen Schilderungen über die Zustände in der DDR und Sowjetunion, der Zwang, die Bedürftigkeit, die Zustände in der Musikschule.
Sarah Dorsel liest dieses Buch mit Anteilnahme. Man hat das Gefühl, sie liest tatsächlich Christina deren Leben vor. Mir war es etwas monoton, ich konnte aber trotzdem gut folgen.
Die Lebensgeschichte der Christina ist bedrückend, düster, nahegehend. Der Druck, unter dem sie heranwachsen musste, hat mich sehr berührt, mein Mitgefühl geweckt, obwohl mir die Erzählweise nicht ganz lag. Dies war mein erstes Werk von Helene Bukowski und irgendwann werde ich erneut ein Buch von ihr zur Hand nehmen.
Vielen Dank an NetGalley und Hörbuch Hamburg für die Bereitstellung des Hörbuchs. Daher Werbung. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
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