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Buchcover für Gewöhnungsbedürftig

Gewöhnungsbedürftig

Roman über People Pleasing, Selbstzweifel und den Mut, alte Muster zu durchbrechen

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Erscheinungstermin 28.09.2026 | Archivierungsdatum 05.10.2026


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Zum Inhalt

Warum fällt es so vielen Menschen schwer, Nein zu sagen und die eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen?

Katha ist 37, hat keinen Plan, aber viele Gedanken. Um sich von ihren Unsicherheiten abzulenken, setzt sie auf wechselnde Nagellackfarben, Kohlenhydrate und lockeren Sex. Nach einer überraschenden Trennung und einem Treppensturz, bei dem sie sich die Hand bricht, bleibt der Wahlberlinerin nichts anderes übrig, als kurzzeitig zurück zu ihrer Mutter nach Bad Godesberg zu ziehen. Dort treffen ungefragte Ratschläge auf Vermeidungsstrategien, penible Ordnung auf chronisches Improvisieren. Und dann taucht auch noch Bruno auf, der Katha schon kannte, bevor sie sich angewöhnt hat, es allen recht machen zu wollen. Während alte Konflikte aufbrechen, wird Katha klar, dass man vor vielem davonlaufen kann - nur nicht vor sich selbst.

Warmherzig, witzig und klug erzählt GEWÖHNUNGSBEDÜRFTIG von den Geschichten, die wir über uns selbst erfinden - und davon, was passiert, wenn sie nicht mehr tragen.

Für Leser:innen von Caroline Wahl, Sophia Como und Anne Sauer

Warum fällt es so vielen Menschen schwer, Nein zu sagen und die eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen?

Katha ist 37, hat keinen Plan, aber viele Gedanken. Um sich von ihren Unsicherheiten abzulenken...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783759600769
PREIS 22,00 € (EUR)
SEITEN 272

Auf NetGalley verfügbar

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Durchschnittliche Bewertung von 26 Mitgliedern


Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

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Gewöhnungsbedürftig von Daniela Wilmer ist ein unglaublich starker Debütroman. Er beschreibt so gut die Gefühle eines Millenials in den späten Dreißigern, besonders als Frau und die Generationskonflikte eines Mutter-Tochter-Gespanns.

Katha ist Ende 30 und lebt ein für manche vielleicht eher unkonventionelleres Leben. Auf jeden Fall im Vergleich zu ihren Freundinnen. Keine längere feste Partnerschaft, nicht verheiratet, keine Kinder, kein richtiger Job sondern mehrere, um sich gerade so über Wasser zu halten und die Miete bezahlen zu können.
Lange ist sie damit glücklich, oder zumindest denkt sie das.
Aber nachdem sie sich die Hand bricht und für ein paar Wochen zu ihrer Mutter in die Heimat zieht und dabei auf einen alten Schulfreund trifft, den sie 20 Jahre nicht gesehen hat, fängt sie an zu reflektieren.

Was ich zunächst erwartet hatte bei dem Klappentext war, dass Katha nach Hause kommt, ihre Mutter sie zwischendurch durch ihre übergriffige und kritisierende Art zur Weißglut bringt und wir einen Romancepart mit ihrem alten Schulfreund Bruno bekommen. Falsch gedacht, zum Glück. Denn dieses Buch ist anders und so so viel mehr als das.

Denn während dieser Zeit Zuhause geraten Mutter und Tochter immer wieder einander nachdem sie sich kurz annähern. Es ist konfliktgeladen und schwierig. Man versteht aber mit der Zeit warum die Mutter-Tochter-Beziehung zwischen den beiden so ist und dass es in diesem Buch vor allem darum geht, wie man schnell be-und verurteilt und auf den ersten Blick denkt, es ginge anderen Personen (speziell Müttern) gut, aber dass man eben niemandem postpartale Depressionen, einen unerfüllten Kinderwunsch, oder Überforderung ansehen kann und dann zusätzlich der Druck der Gesellschaft nach außen hin perfekt und glücklich zu sein.

Katha ist dabei ein Mensch, der durch die geprägte Kindheit Tiefe Unsicherheiten mit sich trägt, die im Grunde 24/7 in ihrem Kopf präsent sind und ihr Leben sabotieren. Eigentlich weiß sie das auch, aber so richtig damit umzugehen weiß sie nicht und damit geht es ihr in diesem Buch auch nicht alleine. Ihre Mutter ist ihr dabei gar nicht so unähnlich und versucht eben auch nur irgendwie weiter zu machen.

Dieser Roman war etwas wirklich ganz besonders. Es lässt einen selbst reflektieren und war für mich wirklich Augen öffnend. Es kann nach außen hin noch alles perfekt aussehen, man weiß nie wie es wirklich hinter dieser inszenierten, "perfekten" Fassade aussieht. Besonders fand ich die Entwicklung zwischen Katha und ihrer Mutter Petra berührend. Eine große Leseempfehlung!

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Warmherzig, witzig und wunderbar menschlich

Ja, es hat mir sehr gut gefallen. Katha ist eine herrlich unperfekte Hauptfigur, in der man sich mit ihren Selbstzweifeln, ihrem People Pleasing und dem ständigen Versuch, es allen recht zu machen, immer wieder selbst erkennen kann. Die Geschichte ist humorvoll, manchmal etwas chaotisch, aber gleichzeitig sehr ehrlich und berührend. Besonders gefallen hat mir, dass die Autorin ernste Themen nicht schwer und bedrückend erzählt, sondern mit viel Wärme und einem Augenzwinkern. Für mich ein unterhaltsamer Roman über Selbstzweifel, alte Muster und den manchmal schwierigen Weg zu sich selbst. Eine Geschichte, die mich zum Schmunzeln gebracht und gleichzeitig zum Nachdenken angeregt hat.

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Vorab: Das Cover ist eines der coolsten des diesjährigen Herbstprogramms – tatsächlich war das einer der Gründe, warum ich den Titel angefragt habe ;) Auch der Buchtitel „Gewöhnungsbedürftig“ ist aus meiner Sicht überaus passend für die Story gewählt.
Es war mein erstes Buch aus dem pola-Verlag. Auch wenn ich mit der Geschichte selbst leider nicht ganz warm geworden bin, konnte mich der lockere Schreibstil der Autorin absolut überzeugen – man fliegt förmlich über die Seiten.
Mit der Hauptprotagonistin Katha bin ich jedoch leider nicht richtig warm geworden, was wahrscheinlich auch der Grund dafür ist, warum mich die Erzählung insgesamt nicht vollends begeistern konnte. Trotz allem habe ich das Buch in einem Schwung durchgelesen.
Alles in allem ein nettes Buch. Auch wenn es für mich persönlich nicht ganz das Richtige war, kenne ich viele Menschen, die dieses Buch sicher feiern werden!

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Man kann nicht ankommen, wenn man bleibt


Während die Freundinnen der 37-jährigen Wahlberlinerin Katha seriöse Berufe haben und Familien gegründet haben, hangelt sich die Protagonistin von Job zu Job. Statt eines festen Lebensplans sucht die People Pleaserin in unverbindlichem Sex Ablenkung von ihrer tiefen inneren Unsicherheit. Als sich ihr aktueller Freund Sebastian unerwartet von ihr trennt und sie sich bei einem Treppensturz den Arm bricht, hat sie, stark bewegungseingeschränkt, kaum eine Wahl: Sie zieht vorübergehend zu ihrer Mutter in ihre alte Heimat Bad Godesberg.

„Wie sie alle ihr Leben im Griff haben. Ich lasse mein Handy sinken und wende meine Augen vom Display ab, auf dem in Dauerschleife Influencerinnen ihre porenlosen Gesichter schminken. Verdammter Algorithmus. […] Mir gegenüber sitzt eine dreiköpfige Familie mit perfekt gepackten Snackboxen: Karottenstäbchen, Paprikastreifen, akkurat geschnittene Apfelstücke, alles fein säuberlich in kleine Fächer sortiert. Hier berührt sich nichts. Sicher auch nicht die Geschlechtsteile der Eltern. Anders kann ich mir nicht erklären, dass ihnen so viel Zeit und Energie bleibt, um dermaßen akribisch Brotdosen zu befüllen.
[…]
Und ich? Ich fahre zurück in eine Stadt, die meine Heimat sein soll, sich aber schon lange nicht mehr so anfühlt. Heimat ist ein Ort, den man zu Feiertagen besucht oder wenn man gerade nicht weiß, wohin sonst. Mein Zuhause ist seit achtzehn Jahren Berlin. Nicht von Anfang an, aber irgendwann dann doch. Gedanken an die dunklen, eiskalten Winter kann ich inzwischen ganz gut verdrängen. Klassische Schönfärberei, eine Disziplin, in der ich Meisterin bin. […] Gescheiterte Beziehungen? Kein Ding. Ständig wechselnde Jobs? Gehören dazu. Keine Ahnung, wie die Zukunft aussieht. Wer braucht schon einen Plan? Ich bin so gut darin, mir selbst was vorzumachen, dass ich es am Ende sogar glaube. Zumindest bis vor ein paar Wochen.
Dann kam die Ohrfeige. Verdient, muss ich zugeben. Wer zu lange verdrängt, braucht sich nicht zu wundern, wenn ihm irgendwann alles um die Ohren fliegt. Und das hier ist meine persönliche Bilanz: eine gepackte Tasche, eine gebrochene Hand und ein belegtes Brötchen vom Bäcker, auf dem zu viel Butter sein wird. Jetzt heißt es: zurück nach Bad Godesberg. Für mindestens sechs Wochen geht es zurück zu meiner Mutter, weil ich mit einer Gipshand weder arbeiten noch mir die Haare waschen kann.“

Von dort konnte sie damals gar nicht schnell genug wegkommen - und auch jetzt treffen sie nicht nur der Ordnungszwang, sondern vor allem die ungefragten Ratschläge und Körperkommentare ihrer Mutter hart. Zwischen Mutter und Tochter brechen alte Konflikte auf.
Ein Treffen mit ihrem ehemaligen Schulfreund Bruno, der ihr mal viel bedeutet hatte, bringt Kathas übliche Coping-Strategien ins Wanken. Katha muss erkennen, dass man vor vielem weglaufen kann – aber nicht vor sich selbst … Sie muss sich den in ihrer Kindheit entstandenen Unsicherheiten stellen und auch dem schwierigen Verhältnis mit ihrer Mutter.

„Während Mama spricht, merke ich, wie in mir zwei völlig widersprüchliche Gefühle gleichzeitig Platz nehmen: Einerseits kann ich Oma auf eine sehr verrückte und abstrakte Art verstehen – diese Generation hat ihr Herz in eine Blechdose gepackt und irgendwo tief hinten im Kartoffelkeller vergraben, weil niemand damals Zeit hatte, weich zu sein. Andererseits könnte ich schreien vor Wut darüber, dass all diese unverarbeiteten Schmerzen und Härten einfach weitergegeben wurden wie ein gewaltiges Gewicht, an dem sich jede Generation einmal fast den Rücken bricht. Ich habe immer gedacht, dass man von Großmüttern und alten Tanten hübschen Schmuck und vergilbte Fotoalben erbt. Doch am Ende sind es Mikrotraumata, verpackt als gute Ratschläge.
Es ist verrückt, wie diese Dinge sich einbrennen. Dass Oma meinte, man solle sich ‚zusammenreißen‘, ist Jahrzehnte her. Und trotzdem höre ich ihre Stimme in mir, wenn ich traurig bin. Dass Petra sich damals so allein gefühlt hat, lese ich bis heute in meinem Umgang mit Nähe. Und dass Clemens sich aus Angst zurückgezogen hat, spüre ich heute noch in meiner Art, Männer auszuwählen. Wir tragen all das in uns herum wie so ein altes Tupperdosen-Set, bei dem fast jeder Deckel fehlt, aber man sich trotzdem nicht trennen kann, weil es ja irgendwann noch mal nützlich sein könnte. Vielleicht ist das Erwachsenwerden gar nicht das Loslassen. Vielleicht ist es das Sortieren. Und meine Tupperdosensammlung ist ein einziges fucking Chaos.
Wie viele Versionen ihrer selbst musste meine Mutter opfern, damit ich heute mit ihr hier sitzen kann? Und wie viele Versionen von mir selbst habe ich verloren, weil ich nie gelernt habe, mich selbst wichtiger zu nehmen als das, was andere von mir halten?“

Daniela Wilmer schreibt frisch und modern, leichtfüßig und humorvoll - aber nicht ohne Tiefe. Sie hat das Lebensgefühl der Millenials gut eingefangen, ebenso die generationenübergreifenden Traumata und Konflikte.
Katha ist eine charmant-chaotische Protagonistin, die sehr nahbar wirkt.
Lediglich der lockere, „normalisierte“ Umgang mit (zu) viel Alkohol und Drogen stört mich bei diesem Roman genauso wie bei zahlreichen aktuellen Büchern sehr. Muss das sein?

Ansonsten ist „Gewöhnungsbedürftig“ wieder mal eine tolle Neuerscheinung des pola Verlags; ein warmherziger und witziger Roman über People Pleasing, Unsicherheiten und Selbstzweifel, Generationenkonflikte und den oft nicht leichten Weg zu sich selbst.

Vielen Dank an den pola Verlag und an NetGalley für das Rezensionsexemplar! 📚💚

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„Gewöhnungsbedürftig“ hat mir ziemlich gut gefallen. Ich mag die Story richtig gerne und ich fand sie auch gut erzählt. Den Aspekt zu sich selbst zu finden wurde gut dargestellt. Auch wenn ich den Weg dahin manchmal ein wenig anstrengend fand beim Lesen. Aber ich glaube das macht es nur realistischer. Von mir gibt es insgesamt eine Leseempfehlung.

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Gewöhnungsbedürftig hat mich mit seiner besonderen Geschichte und den sympathischen Charakteren gut unterhalten. Der Schreibstil von Daniela Wilmer ist angenehm und flüssig, sodass ich schnell in die Handlung hineingefunden habe.

Besonders gefallen haben mir die authentischen Charaktere und die emotionalen Momente, die der Geschichte eine schöne Tiefe geben. An einigen Stellen hätte ich mir etwas mehr Tempo gewünscht, dennoch war die Handlung insgesamt abwechslungsreich und hat mich wirklich viel fühlen lassen und mir dementsprechend viel gegeben.

Für mich ist Gewöhnungsbedürftig eine unterhaltsame Geschichte mit Herz, die besonders durch ihre Charaktere und die liebevolle Erzählweise überzeugt.

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Ein Buch über Selbstakeptanz und dem Verstehen der Eltern
Endlich konnte ich mal wieder ein Buch aus dem Pola Verlag lesen und was soll ich sagen Leute diese Bücher haben alle Tiefgang. Katharina ist 37, hat lose Bekanntschaften und bricht sich das Bein. Ihr bleibt nichts anderes übrig, als wieder bei Muttern einzuziehen. Wir kennen das alle selber. Da treffen Welten aufeinander. Und dann trifft sie auch noch Bruno wieder.Er kennt alle ihre Macken und war schon damals in sie heimlich verliebt.

Dieses Buch ist so witzig und warmherzig. Es hilft nicht Davonlaufen, wir müssen uns dem eigenen ich stellen.
Bruno ist da natürlich eine Stütze. Es hat mir sehr gefallen und ich wurde gut unterhalten. Es hat mich tatsächlich auch nachdenklich gemacht um Umgang mit den Eltern. Ich hab mich teilweise wieder erkannt 🙈

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Hierbei handelt es sich um das Debüt von Daniela Wilmer und nachdem ich den Klappentext gelesen habe, wusste ich, dass ich diesen Roman lesen möchte.
Die 37jährige Katha lebt in Berlin und scheint ihren Platz im Leben noch nicht gefunden zu haben. Sie flüchtet sich in Beziehungen, um nicht alleine zu sein und sie ist voller Selbstzweifel. Das Schicksal in Form einer gebrochenen Hand bringt sie für acht Wochen zu ihrer Mutter in ihre Heimat zurück und ihre Jugend wird wieder präsent und sie trifft ihren Jugendschwarm Bruno wieder.
Mich hat der ehrliche, offene und intensive Schreibstil sehr berührt und ich habe Katha gleich in mein Herz geschlossen.
Die Annäherung zwischen ihr und ihrer Mutter Petra war bewegend und Daniela Wilmer hat ihre Figuren liebevoll und echt gezeichnet. Ich wollte das Buch nicht mehr aus der Hand legen und war so gespannt, was mich am Ende erwartet. Für mich ist dieses tiefgründige Debüt sehr warmherzig und ich hoffe auf viele weitere Geschichten der Autorin. Es geht eine grosse Leseempfehlung von mir in die Welt 🫶.
Danke für die wunderbaren Lesestunden.

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Ein ganz ganz wunderbares Buch, welches sich mit ihrem Witz und Charme in mein Herz geschlichen hat. Katha ist 37 und ihr Leben verläuft gerade etwas schwammig. Nach einem Sturz und einem Armbruch zieht sie gezwungenermaßen für sechs Wochen wieder zu ihrer Mutter, weil sie dann auf die angewiesen ist. Sie kann sich ja schließlich nicht mehr die Haare waschen mit nur einem Arm. Aber bei ihrer Reise zurück in die Heimat und irgendwie auch in die Vergangenheit wird so viel aufgewühlt, dass sie selbst nicht mehr weiter weiß. Super klug und mit reichlich Humor schreibt die Autorin von Veränderung und dem Leben.

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Als Millenial in den 30ern hittet dieses Buch noch mal anders doll, wenn man mittlerweile merkt, dass die eigene Mutter nicht das leichteste Leben hatte, als man geboren wurde. Sehr oft hat mir dieses Buch den Spiegel vor die Nase gehalten und mir einige (unbequeme) Wahrheiten über mich selbst gezeigt. War das angenehm? Ne. Aber irgendwie auch bestärkend im Reflektieren des eigenen Verhaltens. Ich mochte das Buch unglaublich gern und auch das Ende war für mich perfekt gelöst. Wahnsinnig gut für ein Debüt!

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„Ich habe nicht gelernt, mich selbst zu lieben. Aber ich habe aufgehört, mich ständig zu hassen. Und das war immerhin ein Anfang.“

„Das ist wahrscheinlich das Mutigste, was man überhaupt tun kann.“

Genau darum geht es in „Gewöhnungsbedürftig“: Katha hat sich über die Jahre angewöhnt, es allen recht zu machen, ihre eigenen Bedürfnisse hintenanzustellen und vor vielem lieber davonzulaufen.

Ich wollte eigentlich nur kurz reinlesen – und konnte dann tatsächlich nicht mehr aufhören zu lesen. Der leichte, ehrliche und humorvolle Schreibstil von Daniela Wilmer hat mich direkt in seinen Bann gezogen und ich bin nur so durch die Seiten geflogen.

Katha ist chaotisch, liebenswert und alles andere als perfekt. Gerade deshalb konnte ich ihre Selbstzweifel, Unsicherheiten und auch ihre Vermeidungsstrategien so gut nachvollziehen. Ich mochte es sehr, sie auf ihrem Weg zu begleiten und mitzuerleben, wie sie sich Stück für Stück mit sich selbst, ihren Bedürfnissen und ihrer Vergangenheit auseinandersetzt.

Trotz der ernsteren und wichtigen Themen, die hier wirklich sehr authentisch und einfühlsam aufbereitet werden, bleibt die Geschichte leicht und humorvoll und hat mir eine wirklich schöne Lesezeit beschert. Für mich ein sehr gelungenes Debüt und ich hoffe sehr, dass wir in Zukunft noch mehr von Daniela Wilmer lesen dürfen.

Von mir gibt es definitiv eine Leseempfehlung. 💖

5 stars
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Dieses Buch, das in Romanform ein für mich sehr wichtiges Thema aufgreift, hat mir gut gefallen und ich konnte mich sttellenweise in der Protagonistin wiederfinden.
Es sind Frauenproblematiken, die die Autorin humorvoll und doch tiefgründig hinterfragt. Es ist eine Mischung aus echten Alltagsthemen, der eigenen Unsicherheit und humorvollen, lebensnahen, liebevollen Momenten, die sich im Buch ablösen.
Ein Buch, das Erkenntnisse vermittelt, aber auch Mut macht und gut unterhält.

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Katha berührt mich, weil sie keine Heldin ist, sondern ein Mensch, der strauchelt und genau darin liegt ihre Wahrheit. Mit 37 steht sie an einem Punkt, den viele kennen. Das Gefühl, eigentlich erwachsen sein zu sollen, aber innerlich noch immer suchend, tastend, manchmal überfordert. Ihre Nagellackfarben, die Kohlenhydrate, der unverbindliche Sex, dies wirkt wie kleine Pflaster auf viel grössere Risse. Und als dann Trennung und Treppensturz zusammenkommen, bricht nicht nur ihre Hand, sondern auch die Illusion, dass sie alles irgendwie schon hinkriegt. Die Rückkehr nach Bad Godesberg ist für mich der stärkste Moment des Romans. Dieses Heimkommen, das sich gleichzeitig nach Rückschritt und nach Rettung anfühlt. Bruno bringt eine andere Art von Unruhe. Er kennt die Version von Katha, die noch nicht gelernt hatte, sich selbst zu verbiegen. In seiner Gegenwart spürt man, wie sehr sie sich nach einem Leben sehnt, das nicht aus Kompromissen und Selbstschutz besteht. Für mich ist es ein Roman über das schmerzhafte, aber befreiende Eingeständnis, dass man vor vielem fliehen kann, nur nicht vor dem eigenen Kern.

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Katha ist 37, lebt in Berlin und steht gerade an einem Punkt in ihrem Leben, an dem einiges ins Wanken gerät. Nach einer Trennung und einem Unfall, bei dem sie sich die Hand bricht, verschlägt es sie zurück zu ihrer Mutter nach Bad Godesberg. Damit landet sie nicht nur wieder in ihrer alten Heimat, sondern muss sich auch mit ihrer Vergangenheit und der schwierigen Beziehung zu ihrer Mutter auseinandersetzen. Gleichzeitig bekommt sie die Gelegenheit, ihr bisheriges Leben und ihre eigenen Entscheidungen einmal aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

Die Geschichte hat mich von Anfang an gut abgeholt, was sicherlich auch daran liegt, dass Katha genauso alt ist wie ich. Dadurch konnte ich mich sehr gut in ihre Gedanken, ihre Situation und die verschiedenen Herausforderungen hineinversetzen. Daniela Wilmer gelingt es, Katha und ihre Gefühlswelt sehr nahbar und authentisch zu vermitteln. Dazu trägt für mich vor allem ihr angenehmer und leicht zugänglicher Schreibstil bei, durch den ich schnell in die Geschichte hineingefunden habe.

Besonders gut gelungen finde ich die Darstellung der Mutter-Tochter-Beziehung. Die Konflikte zwischen Katha und ihrer Mutter Petra wirken nicht einfach konstruiert, sondern werden nachvollziehbar begründet und im Laufe der Geschichte immer weiter aufgelöst. Gerade die alten Muster und Verletzungen, die zwischen den beiden bestehen, fand ich sehr authentisch dargestellt, die schnelle Bearbeitung der Thematiken lässt mich aber stutzig zurück. Die Romanze mit Kathas ehemaligem Schulschwarm Bruno hat mir gut gefallen, die diese sehr sanft startet. Sie bringt eine schöne und abwechslungsreiche Dynamik in die Geschichte. Bruno selbst war mir allerdings stellenweise ein bisschen zu perfekt und dadurch fast schon zu sehr gewollt oder die Autorin hat hier das Einhorn des reflektierten, emotionalsicheren Mannes gefunden. Ein paar Ecken und Kanten hätten ihn für mich wirklich glaubwürdiger gemacht.

Alles in allem ist „Gewöhnungsbedürftig“ ein schöner, kurzweiliger Roman, der ernste Themen mit Humor und Leichtigkeit verbindet. Kathas Geschichte hat mich emotional mitschwingen lassen und an einigen Stellen auch zum Nachdenken gebracht – vor allem über die Frage, wie sehr man sich eigentlich selbst anpasst, um anderen zu gefallen.

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Bruno ist Fiktion. Er MUSS Fiktion sein. Sollte Bruno, oder eine Art von Bruno, dann scheint das die Nadel im Männerheuhaufen. Er ist einfach zu gut, um wahr zu sein. Aber ich WILL unbedingt einen Bruno in meinem Leben. Danke, Daniela Wilmer!

Aber gut... fangen wir mal mit dem ganzen Buch an. Neben Bruno ist einfach alles wundervoll und ich würde sagen, dass sich viele -(wenn nicht sogar alle) Frauen zwischen 35 und 45 auf alle Fälle wiederfinden werden. Und die drüber und drunter auch. Gott, was ist das für eine schöne Geschichte in der Geschichte!

"Gewöhnungsbedürftig" ist Daniela Wilmers Romandebüt und ich sage mal: Bitte bitte, schreiben Sie noch ganz viele mehr! Ich freu mich schon auf den Nächsten!
Der Einstieg verrät sofort, dass sie weiß, wovon sie da schreibt. Man hat das Gefühl, dass über eine Freundin erzählt wird. Eine gemeinsame. In dem Fall ist es Katha. Sie ist 37, Wahlberlinerin, hangelt sich von Job zu Job und schläft mit Männern, denen sie nicht zu nah kommt. Eine gebrochene Hand nach einem Treppensturz zwingt Sie mehr oder weniger zur Pause vom derzeitigen Leben, da sie für sechs Wochen zurück zur Mutter nach Bad Godesberg ziehen muss. Was sie dort erwartet, ist schon bekannt, bevor es beschrieben wird: Das Leben bei Mutti: penible Ordnung, ungefragte Ratschläge, Kommentare zu ihrem Körper und ihrem Aussehen. Alles, was sie damals zur Flucht bewogen hat.. Und dann aber auch Bruno, ein alter Schulfreund, der alte Erinnerungen weckt.

Obwohl Bruno hier schon (wie man wahrscheinlich schon denken kann, nach dem Einstieg hier) eine schöne Rolle spielt, ist dieses Buch definitiv kein klassischer Liebesroman. Es ist auch keine Mutter-Tochter-Versöhnungsgeschichte mit Happy End, obwohl die Beziehung zwischen Katha und ihrer Mutter Petra im Zentrum des Buches steht Was Wilmer stattdessen schafft, ist eine komplizierte und komplexe und sehr echte Geschichte zweier Frauen, die nebeneinander und miteinander und für sich leben, lernen und wachsen. Und dann kommt die Auflösung und Wilmer packt in dieses Buch einfach all das, was unser Erwachsenwerden ausmacht. Auf allen Ebenen. Und was wir mit dem Erwachsenwerden eben auch in unser Erwachsenenleben einbinden. Es ist einfach ein so schönes, humorvolles, liebevolles, tiefsinniges... und ganz wundervolles Buch. Dafür gibt es gar keine richtige Beschreibung, die diesem Buch gerecht werden könnte! Ich lese es aber definitiv nochmal.

Auch der Schreibstil ist hervorragend: flüssig, modern, leichtfüßig. Man fliegt förmlich über die Seiten. Und auch die Wortwahl: ich hab so oft geschmunzelt, mitgefühlt, geseufzt... Die Worte gehen direkt ins Herz und die Seele beim Lesen!

Katha ist übrigens keine Figur, mit der man automatisch warm wird. Sie ist chaotisch, manchmal anstrengend, und sie spiegelt zurück, was man vielleicht lieber nicht sehen mag - vor allem bei einem selbst. Das macht sie zu einer guten Romanfigur, aber man muss das eben auch gut aushalten können.
Daher empfehle ich dieses wundervolle Werk allen, die mit Caroline Wahl oder Anne Sauer etwas anfangen können- Sagt auch der Verlag selbst -das hab ich jetzt sozusagen mal geklaut. Aber ich geb dem Verlag hier vollkommen Recht! :)
Alle, die mal wieder gern eine schöne Geschichte mit Tiefgang lesen wollen, die leicht erzählt wird und einem zwischen Seufzern und Lachen alles dazwischen bietet! Ich hatte wirklich Trennungsschmerz nach der letzten Seite und ich möchte wissen, wie es weiter geht!
Liebe Daniela Wilmer, bitte schenken Sie und den zweiten Teil so schnell wie möglich!!!

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Absolutes Jahreshighlight! Dieser Roman hat so viel in mir bewegt, dass ich es kaum in Worte fassen kann.

Spannend, wie Eltern-Kind-Prägungen uns auch noch als Erwachsene verfolgen, auch wenn man die alten Schutzmechanismen längst durchschaut hat. Und so anstrengend, sich davon zu lösen. Diese Entwicklung, die da bei Katha und ihrer Mutter passiert, hat Daniela Wilmer ganz wunderbar, mit viel Humor und Sarkasmus aufgezeigt.

In vielerlei Hinsicht habe ich mich in Katha wiedererkannt – was fast schon gruselig war. Andererseits gibt es Momente, besonders eine Szene auf der Hochzeit, die fast körperlich schmerzhaft war, wo ich Katha am liebsten geschüttelt hätte. Und gleichzeitig konnte ich es doch auch nachvollziehen. Das ist die Qualität dieses Romans: radikale Ehrlichkeit!

Besonders begeistert hat mich auch die Dynamik zwischen Katha und Bruno. Endlich mal kein typisches hin und her, sondern echte Offenheit. #greenflag Das war so schön zu lesen.

Absolute Empfehlung! ❤️

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»Gewöhnungsbedürftig« erzählt die Geschichte der 37jährigen Katha, welche sich den Arm bricht und auf Grund dessen auf Hilfe angewiesen ist. Sie zieht also vorübergehend zurück zu ihrer Mutter (von Berlin nach Bad Godesberg), wo sie jedoch nicht nur mit ihrer Vergangenheit konfrontiert wird sondern auch mit der Frage, was sie sich für ihre Gegenwart wünscht und wie sie sich ihre Zukunft vorstellt.

Der Schreibstil ist ganz toll, sehr leicht und flüssig, ich bin super schnell in der Geschichte angekommen. Auch wenn ich noch einige Jahre jünger bin als die Protagonistin konnte ich mich in sehr vielen Punkten mit ihr identifizieren. Der Frage nach dem „wer bin ich und wer möchte ich sein?“ und dem Gefühl sich noch immer nicht vollständig erwachsen zu fühlen. Ich konnte da mit vielem sehr relaten, auch wie Katha ihre Jugend beschreibt, wie sie ganz ungeschönt ihre „negativen“ Angewohnheiten benennt, für die man sich vielleicht schämt und die man teilweise einfach so anerzogen bekommen hat. Das hat mir alles sehr gut gefallen, ich habe mich gesehen gefühlt und mochte das Buch daher unfassbar gerne.

Mittig des Buches gab es für mich ein paar Längen, wo mich die Geschichte etwas verloren hat, aber nichtsdestotrotz hat es mir immer noch gut gefallen. Auch andere Themen, mit denen ich persönlich nicht relaten kann wurden hier sehr toll & sensibel aufgegriffen z.B. „regretting motherhood”.

Für mich ein ganz tolles Buch, super schön geschrieben, eine authentische Protagonistin, die sehr mit sich und ihren Gedanken zu kämpfen hat & eine tolle Entwicklung durchmacht! Von meiner Seite gibt es eine Leseempfehlung 💕

5 ⭐️

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💭 M E I N U N G

Mit Kathas witzig-verpeilter Art und ihren Unsicherheiten ist sie eben gerade nicht die perfekte Hauptfigur, die man sonst aus Büchern kennt. Sie ist authentisch und man will sie einerseits schütteln, andererseits einfach in den Arm nehmen. 🫂 Wir erleben sie klassische Millenial, die sich auf dem Weg des Erwachsenwerdens befindet, obwohl sie bereits erwachsen ist. 😅

Die Art und Weise, wie sich Katha und ihre Mutter erst nach mehreren Aneinanderreibungen langsam öffnen und so endlich zueinander finden und vor allem auch ein Auge für die Umstände des anderen entwickeln, war realistisch geschildert.

Die kleine Liebesgeschichte rund um Bruno hat für mich einen wichtigen Teil zur Selbstwertentwicklung von Katha beigetragen und auch ihn als Charakter, der so viel Ruhe und Beständigkeit in Kathas Leben bringt, habe ich von Anfang an ins Herz geschlossen. 💕

Ich mochte besonders die liebevolle Zeichnung der Charaktere, die der Geschichte, trotz der schweren Themen, eine gewisse Leichtigkeit verliehen haben.

Daniela Wilmer schafft es ernste Themen auf
eine warmherzige Weise in die Handlung einzubinden, sodass man als Leser nur so durch die Seiten fliegt. ✨

Mein einziger Kritikpunkt ist die fehlende Triggerwarnung, denn die Themen Kinderwunsch und postpartale Depression sind sehr präsent und potentiell triggernd.

⭐️ F A Z I T

Dieses Buch ist vielmehr als eine Rückkehr zur Mutter, ein plötzliche Selbstneufindung und eine kleine Romanze -
Es ist eine warmherzige Geschichte über die Angst vor Ablehnung, den Wunsch geliebt zu werden und den Weg zur Selbstakzeptanz. Außerdem erzählt der Roman in einem herrlich erfrischenden und humorvollen Ton über eine realistische Mutter-Tochter-Annäherung, die sich genau so hätte ereignen können. 💘

Das Buch hat mich zum Lachen, zum Kopfschütteln, zum Schmunzeln und zum Nachdenken gebracht 💭

Was für ein großartiges Debüt! Ich hoffe, wir werden bald noch mehr von Daniela Wilmer lesen dürfen! 🪩 💘✨

5 stars
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“wer braucht schon einen plan? ich bin so gut darin, mir selbst was vorzumachen, dass ich es am ende sogar glaube.”

der authentische schreibstil von gewöhnungsbedürftig hat mich schnell für sich eingenommen. dazu war katha mit ihrer chaotischen und sympathischen art eine protagonistin, die mir direkt ans herz gewachsen ist.

besonders mochte ich die unglaubliche leichtigkeit, die durch den roman getragen wird. selbst wenn die themen zwischendurch schwerer wurden, blieb diese besondere leichtfüßigkeit erhalten, was das lesen sehr angenehm gemacht hat.

vor allem die reibungen zwischen katha und ihrer mutter wurden für mich so greifbar vermittelt, dass ich stellenweise das gefühl hatte, selbst mitten in ihren auseinandersetzungen zu stehen. zu beobachten, wie sich sowohl katha als auch ihre mutter und damit auch ihre beziehung zueinander entwickeln, war dabei überraschend emotional.

etwas schade fand ich, dass für meinen geschmack gegen ende sehr vieles auf einmal zusammenkam. einige entwicklungen hätte ich mir lieber etwas stärker über den roman verteilt gewünscht.

insgesamt ein sehr gelungenes debüt, das überzeugt. ich freue mich schon auf weitere werke der autorin!

4 stars

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Witzige und ehrliche Erzählung einer komplizierten Mutter-Tochter Beziehung und wie uns unsere Kindheit ins Erwachsenenalter verfolgt.

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Immer wieder überraschen mich Bücher aus dem Pola Verlag sehr positiv. Es werden Themen aus dem Leben aufgegriffen und unterschiedlich dargestellt, danke dafür. In diesem Fall war es das Debüt der Autorin Daniela Wilmer. Protagonistin Katha wuselt sich mehr schlecht als recht durch ihr Leben, bis eine gebrochene Hand sie dazu zwingt, für ein paar Wochen wieder bei ihrer Mutter in der Heimat einzuziehen. Zu ihren eigenen Unsicherheiten kommen nun bereits bekannte Muster ihrer Mutter dazu und alte Themen und Verhaltensweisen treffen wieder aufeinander. Nach und nach kommen auch bisher verschwiegene bzw. oberflächlich behandelte Themen auf den Tisch. Mutter- und Tochtersein, Selbstwert und auch People Pleasing. Dadurch werden nach und nach Muster aufgebrochen und langsam verändert, natürlich auch mit Rückschlägen und Zweifeln. Insgesamt hat mir dieser Roman gut gefallen, denn er kommt humorvoll und leicht daher, bringt aber tiefgehende Themen mit. Ich hätte mir nur etwas mehr Raum für diese Entwicklungen gewünscht, dennoch lesenswert.

«Doch am Ende sind es Mikrotraumata, verpackt als gute Ratschläge.»

«Aber irgendwie bleibt es nur besonders, wenn die Nähe am nächsten Tag noch trägt.»

«Dieses Gefühl, dass man sich selbst nicht ganz zu fassen kriegt.»

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