My Darkest Prayer
Kriminalroman
mit Jürgen Bürger (Übersetzer*in)
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Erscheinungstermin 26.04.2023 | Archivierungsdatum 08.09.2026
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Zum Inhalt
Nathan Waymaker arbeitet im Bestattungsunternehmen seines Cousins und ist nicht nur deshalb dafür bekannt, dass er weiß, wie man mit Leichen umgeht: Er, der ehemalige Marine und Deputy, hat sich in seiner Kleinstadt in Queen County, Virginia, einen Ruf als Mann aufgebaut, der helfen kann, wenn alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft sind. Als ein beliebter Pfarrer tot aufgefunden wird, bitten die Gemeindemitglieder Nathan, sich die Sache einmal genauer anzusehen, weil die Polizei den Fall eher unter den Teppich zu kehren scheint. Bald findet sich Nathan in einem Wirrwarr aus Kleinkriminellen, Gangsterbossen, Pornostars, korrupten Polizisten und halbseidenen Predigern wieder – und muss dabei stets befürchten, dass auch seine eigenen dunklen Geheimnisse an die Oberfläche kommen ...
Nathan Waymaker arbeitet im Bestattungsunternehmen seines Cousins und ist nicht nur deshalb dafür bekannt, dass er weiß, wie man mit Leichen umgeht:...
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Hardcover |
| ISBN | 9783747204658 |
| PREIS | 24,00 € (EUR) |
| SEITEN | 279 |
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Durchschnittliche Bewertung von 4 Mitgliedern
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Rezensent*in 427080
Südstaaten-Noir
My Darkest Prayer ist der Debütroman von S.A.Cosby und schon sehr gut, auch wenn der Autor später noch komplexere Texte schrieb.
Das Buch hat einen toughen Protagonisten: Nathan Waymaker, aus denen Blickwinkel erzählt wird. Es wirkt wie bei klassischen Kriminalromanen.
Schauplatz ist eine Kleinstadt in Winchester. Ein Reverend ist verstorben, manche denken, es könnte Mord gewesen sein, doch ermittelt wird nicht.
Das macht dann Nathan auf Wunsch einiger Kirchenmitglieder. Dabei geht er als großer und kräftiger Mann kompromisslos vor und seine Entschlossenheit und Körpermasse machen ihn wirkungsvoll.
Das Buch hat ein Vorwort des Autors von 2022. Er hat den Roman 2019 geschrieben. Er steht immer noch zu seinem Buch.
Zu Recht, denn der Roman ist geradlinig und ausgewogen zwischen Dialogen und Action.
Ein Ermittler, der im Gedächtnis bleibt
Dieser Krimi hat mich wirklich überrascht. Nathan Waymaker ist ein ungewöhnlicher Ermittler – rau, eigenwillig und mit einer Vergangenheit, die ihn interessant und gleichzeitig geheimnisvoll macht. Die Geschichte entwickelt sich spannend und führt Nathan immer tiefer in eine Welt aus Korruption, Kriminalität und zwielichtigen Gestalten. Dabei bleibt es nicht bei der Suche nach dem Täter, denn auch Nathans eigene Geheimnisse spielen eine wichtige Rolle. Mir hat besonders die Mischung aus Spannung, schwarzem Humor und der etwas rauen Atmosphäre gefallen. Nathan ist eine Figur, von der ich unbedingt mehr lesen möchte. Für mich ein richtig guter Auftakt mit einem Ermittler, der definitiv im Gedächtnis bleibt.
S. A. Cosby hatte zunächst nur Kurzgeschichten verfasst und traute sich keinen Roman zu. Als Todd Robinson ihm riet, über ein Beerdigungsunternehmen zu schreiben, weil er als Bestatter sich mit dem Thema auskenne, schrieb Cosby sofort los. Sein Nathan Waymaker, Ex-Marine und Ex-Deputy, ist mit dem – weißen – Sheriff’s Department von Queen County in Hassliebe verbunden, seit die Ermittlungen zum Verkehrsunfall verschlampt wurden, der Nates Eltern das Leben gekostet hatte und ihn aufgrund seines Aggressionsproblems den Sheriff-Stern . Aus seiner Zeit in der Armee erfahren im Umgang mit Toten, betreibt Nathan mit Cousin Walter und zwei weiteren Bestattern den Schwarzen Funeral Parlor des Ortes; im Bestattungswesen herrscht strenge Rassentrennung. In Nates Umfeld braucht ein gestandenes Mannsbild die Figur eines Hydranten, Krafttraining als Religion – und redet viel und dreckig über Sex.
Wenn Schwarze Opfer eines Verbrechens werden, hilft weder die Polizei noch Gott, gilt hier seit Generationen. Als in Nates verdächtig wohlhabender Kirchengemeinde der Schwarze Reverend Esau Watkins ermordet wird, wenden sich daher die beiden älteren Damen aus dem Kirchenvorstand nicht an Sheriff Laurent, sondern heuern als Ermittler gleich Nate an. Prompt sticht der in ein Wespennest, als er sich fragt, warum die Gemeinde New Hope extrem wohlhabend und bei Neuerweckten so beliebt ist, während alle anderen Gemeinden inzwischen bankrott sind.
Fazit
Wie Sheriff Laurent überzeugt auch Nate im Laufe der Handlung stärker durch seine quadratische Statur und seine muskulösen Freunde als durch Ermittlerinstinkt. „My Darkest Prayer“ zeigt sich als Südstaaten Noir, in dem endlos geprügelt und geflucht wird und weiße Gewalttäter traditionell ungeschoren davonkommen. Nates Details aus der Bestatter-Branche erweisen sich als originell. Robinsons Tipp, über ein Thema zu schreiben, von dem Cosby etwas versteht, steht dessen Debutroman jedenfalls gut zu Gesicht.
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