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Das Buch der gefallenen Blätter
Herbst des Imperiums 1
mit Michael Pfingstl (Übersetzer*in)
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Erscheinungstermin 15.08.2026 | Archivierungsdatum N/A
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Zum Inhalt
Das Fantasy-Ereignis des Jahres: Shogun meets Game of Thrones!
Seine
Blutsbande werden einen Krieg entfachen
Ihre
Seele spricht mit den Göttern
Ihr Bund
kann ein Imperium zum Einsturz bringen
Im Mittelpunkt dieses machtvollen, von Ehrgeiz, Rache und Opferbereitschaft geprägten Fantasy-Epos stehen unverwechselbare Protagonisten, ein atemberaubendes Worldbuilding und vor allem ein großes Abenteuer. Ein Held und eine Heldin stellen sich dem Kampf mit den hinterhältigsten Clans und gefährlichsten Dämonen.
Sen Hoshiakari hat alles verloren, in der Nacht, als die Rebellion seines Vaters scheiterte und seine gesamte Familie ermordet wurde. Der Prinz dieses ehemals so mächtigen Clans wird ins Exil verbannt. Seines Geburtsrechtes beraubt, ist Sen fest dazu entschlossen, die Ländereien seiner Vorfahren zurückzugewinnen und ihre Ehre wiederherzustellen, und das um jeden Preis. Mit ihm auf seiner gefahrvollen Reise ist Rui – ein Bauernmädchen. Sie hat Sens Leben gerettet, in der Nacht, als seine Familie ermordet wurde. Gleichwohl ist sie eine Getriebene und unsicher, welchen Platz sie in der Welt einnehmen wird. Und sie hat noch keine Ahnung, was die Götter mit ihr vorhaben. Während ein Bürgerkrieg das Land ins Chaos stürzt, erwachen alte Dämonen, die Rache an allem nehmen wollen, was lebt. Sen und Rui sind entschlossen, für sich und ihre Vorfahren zu kämpfen, sie können aber noch nicht wissen, welch blutigen Preis dies von ihnen fordern wird.
Das Fantasy-Ereignis des Jahres: Shogun meets Game of Thrones!
Seine Blutsbande werden einen Krieg...
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Hardcover |
| ISBN | 9783608967517 |
| PREIS | 26,00 € (EUR) |
| SEITEN | 624 |
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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Rezensent*in 1381266
Schon nach wenigen Kapiteln hatte ich das Gefühl, dass dieser Roman sein eigenes Tempo vorgibt. Das Buch der gefallenen Blätter nimmt sich Zeit für seine Figuren, seine Geschichte und die vielen Zusammenhänge, die das Geschehen prägen. Statt schnelle Antworten zu liefern, entsteht nach und nach das Bild eines Reiches, dessen Vergangenheit bis in die Gegenwart hineinwirkt. Alte Feindschaften, zerbrochene Bündnisse und der Wunsch nach Vergeltung sind in nahezu jeder Entscheidung präsent.
Am stärksten in Erinnerung geblieben ist mir die vom feudalen Japan inspirierte Welt. Sie greift bekannte Motive wie Samurai, Clans oder Tempel auf und entwickelt daraus etwas Eigenständiges. Götter, Dämonen und Geister gehören ganz selbstverständlich zu dieser Wirklichkeit und verleihen vielen Szenen eine unterschwellige Bedrohung. Gleichzeitig hätte ich gern noch etwas mehr über Bräuche, Rituale oder den Alltag dieser Gesellschaft erfahren, weil die Welt dafür viele spannende Ansätze bietet.
Die Handlung wird aus mehreren Perspektiven erzählt, wodurch sich das politische Geflecht Stück für Stück erschließt. Der Roman führt früh zahlreiche Figuren, Fraktionen und historische Zusammenhänge ein. Ich brauchte etwas Zeit, bis sich ihre Beziehungen und Interessen für mich klarer abgezeichnet haben. Nach und nach setzt sich jedoch ein Gesamtbild zusammen, das die Konflikte aus unterschiedlichen Blickwinkeln zeigt. Mir gefiel außerdem, dass nicht nur Adlige und Herrscher im Mittelpunkt stehen, sondern auch Menschen, die den Folgen dieser Machtkämpfe unmittelbar ausgesetzt sind.
Sen und Rui bilden für mich das Herz der Geschichte. Beide ringen mit Erwartungen, die andere an sie stellen, und versuchen ihren eigenen Weg zwischen Pflicht, Herkunft und persönlichen Überzeugungen zu finden. Auch die Nebenfiguren besitzen nachvollziehbare Beweggründe und lassen sich selten eindeutig einer Seite zuordnen. Dadurch wirken viele Entscheidungen glaubwürdig, selbst wenn ich sie nicht immer gutheißen konnte.
Tamaki wechselt gekonnt zwischen stillen Momenten und der Brutalität des Krieges. Landschaften, spirituelle Elemente und Schlachtszenen stehen in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander, ohne dass eines das andere verdrängt. Vor allem im letzten Drittel zieht das Tempo spürbar an und vieles, was zuvor vorbereitet wurde, erhält seinen Platz.
Zurück bleibt ein Fantasyroman, der vertraute Motive zu etwas Eigenem verbindet und vor allem durch seine vielschichtige Welt, seine moralischen Konflikte und seine kulturelle Prägung nachwirkt. Ich freue mich schon jetzt darauf, in diese Welt zurückzukehren.
𓏲࣪◜4 stars ♡ᵎ
»Die Kaiser fürchten sich vor gar nichts.«
»Sie sind Menschen.«
»Sie stammen von den Göttern ab.«
»Jeder Mensch hat Angst«,
Das war so unglaublich gut, der Moment wo ich Shogun trifft GOT gelesen habe wusste ich sofort dass ich es lesen *muss*. Ich muss aner gestehen, dass ich mich mit Shogun nicht wirklich auskenne aber es hat mich sehr an den Ghost of Tsushima erinnert. Die Geschichte an sich war unglaublich auch wenn sie mich förmlich zerstört hat ein wirklich wunderschönes und dennoch herzzerreißendes Buch auch das World Building war so cool und ich wollte es einfach nur so schnell wie möglich beenden da ich nicht abwarten konnte, ich musste einfach wissen wie es weitergeht. Ich muss aber ganz klar sagen das Rui mein Lieblingscharakter hier gewesen ist, sie war einfach großartig und mein Herz schmerzte die ganze Zeit für sie. Die Art und Weise wie ihr Charakter geschrieben wurde war einfach nur mega.
- Ein riesiges Dankeschön an Klett Cotta dafür dass ich das Buch vorab im Austausch für eine ehrliche Rezension lesen durfte. -
„Das Buch der gefallenen Blätter“ ist der erste Band der „Herbst des Imperiums“ Serie von dem Autor A. S. Tamaki.
Die Welt, die Tamaki schafft ist einzigartig und besitzt ein sehr durchdachtes Konzept. So treffen wir auf Clans, Mönche, Götter, Intrigen und Verrat, dies ist eine spannende Mischung, die mit Magie und Dämonen abgerundet wird.
Sen ist ein vielschichtiger Protagonist, der durch seinen Weg der Rache immer stärker wird. Er lebt im Exil und versucht sein eigentliches Leben und mit dem Reichtum und Ländereien wiederherzustellen. Doch dazu muss er sich in Geduld üben, denn es wird im nicht leicht gemacht zu dem Krieger zu werden, der er sein muss für seine Rache. Er trifft auf seiner Reise zum Krieger auf das Bauernmädchen Rui, die ihm bei der Rebellion seines Vaters gerettet hat. Noch heute trägt sie die Jadeperle seines Clans und ihre erneute Begegnung scheint schicksalhaft zu sein.
Doch auch das Land scheint in Unruhe zu sein, ein Bürgerkrieg droht und die Bevölkerung hat nicht nur durch schlechte Ernten eine Hungersnot zu überstehen, sondern es erwachen auch Dämonen, die jedem das Leben nehmen, die sich ihnen in den Weg stellen.
Der Autor beschreibt die Clans und die Verbindungen sehr ausführlich, sodass man sehr tief in die Handlung abtauchen kann. Dadurch wirkt der Informationsfluss etwas sehr überladen, aber dadurch erhält man einen umfassenden Eindruck von den Charakteren, die auch hier und da immer wieder auftauchen und wichtig für die Handlung werden. Das Buch wird mit „Shogun meets Game of Thrones!“ Beworben und dies würde ich direkt so unterschreiben. Die Welt ist sehr ausführlich und auch die Shogun Vibes sind deutlich spürbar, gerade durch das Setting und auch die Intrigen und den Verrat.
Die 624 Seiten sind schon etwas über dem Durchschnitt für ein Fantasybuch, aber dafür erhält man auch eine grandiose Geschichte, mit vielen Wendungen und wachsenden Charakteren, die überzeugen können. Ich habe neben dem Buch auch das Hörbuch gehört und die Geschichte aufgeteilt. Ich hatte weniger Zeit zum intensiven Lesen, daher hat sich das Hörbuch mit einer Spieldauer von 17 Stunden und 30 Minuten angeboten. Johannes Steck hat das Hörbuch gesprochen und man konnte seiner Lesung sehr gut folgen. Auch die Spannung und die Emotionen wurden immer wieder deutlich.
Insgesamt kann ich das Buch und auch das Hörbuch sehr empfehlen und freue mich sehr auf dieses grandiose Werk des Autors aufmerksam geworden zu sein. Gibt der Geschichte eine Chance und lasst euch nicht von der Seitenzahl abschrecken.
Die Geschichte umfasst eine Tiefe in Handlung mit Spiritualität, Intrigen bei Hofe und dem Schicksal wichtiger Familien aus dem Adel. Moderate und gleichbleibend lange Kapitel geben einen gleichmäßigen Lesefluss. Der Aufbau der Kapitel geben sowohl Zeitangaben als auch den Namen der Figur preis, dem der Leser folgt. Die Handlung selbst wird aus der dritten Personenperspektive erzählt und sorgt für einen großen Einblick auf die Welt der Handlung. Zur Schreibweise kann gesagt werden, dass diese durchaus sehr glaubwürdig ist. Der Leser fühlt sich von der Handlung gefesselt und verfolgt diese mit großer Spannung. Der moderate Stil der Schreibweise lässt den Leser zwar nicht durch die Handlung fliegen, dennoch bleibt der Lesefluss flüssig und sehr angenehm. Hinzu kommt, dass die Schreibweise und die Beschreibungen der Orte, der Handlung und des Umfelds der Figuren sehr angenehm gestaltet ist und zugleich sehr glaubwürdig gehalten ist. Ungeachtet der angespannten Atmosphäre verschafft die Schreibweise zwar einen leichten Kontrast, vermittelt so aber auch eine Verstärkung der sich anbahnenden Gefahr. Der Aufbau der Welt in der Handlung ist sehr interessant gestaltet, wobei der Fokus tatsächlich auf die großen Familien des Kaiserreiches liegt, die sich immer weiter in Intrigen miteinander verstricken. Es ist demnach wenig verwunderlich, dass es in dem Buch auch viel um die Politik dieser Welt geht. Der Leser muss sich hier auf diverse kurze aber wichtige Exkurse einlassen, um die Handlung besser verstehen zu können. Die Protagonisten erscheinen auf den Leser auf ihre Weise sehr nahbar. Ihre Motive werden klar dargestellt und auch ihre Lagen und Wünsche werden in den Dialogen, inneren Monologen und den Handlungen offengelegt. Somit erscheinen die Figuren dreidimensional, mit Tiefgang und in ihren Handlungen durchaus glaubwürdig. Auch wird die Verbindung der Figuren miteinander offensichtlich, da sie alle in gewisser Weise einen gemeinsamen Nenner aufweisen. Alle Figurendarstellungen wirken in ihren Aufbau realitätsnah und der Leser erkennt ein gewisses Band, was sie einigt. Auch die beschriebene Politik der Welt wird genau auch durch die Figuren beschrieben, sodass der Leser das Gefühl bekommt, dass die Figuren wirklich mit der Handlung verstrickt sind und nicht einfach hinzugefügt wurden. Die Mischung zwischen interessanten Figuren und dem detailreichen Politiksystem und der zuvor erwähnten Spiritualität, die aus der Philosophie der Kultur entsteht, lassen den Leser nicht mehr los. Die Kampfszenen sind brutal und ohne Verschönerung geschrieben und passen gerade aus dem Grund zu dieser Handlung des Buches. Es gibt der Handlung einen gewissen Tonus, eine Konsequenz, die aus ihrem Handeln heraus entwachsen ist. Es verleiht dem Buch noch eine weitere Facette, was zu einem gelungenen Auftakt beiträgt.
Abschließend bleibt zu sagen, dass dieses Buch sehr glaubwürdig geschrieben wurde und dem Leser viele Facetten und eine unglaubliche Tiefe in der Handlung bietet. Die beschriebene Kultur, welche in dem Buch beschrieben wurde, wurde nicht bloß angerissen, sondern echtem Leben eingehaucht, sodass der Leser sich förmlich in dieser Welt verlieren kann. Für Fantasyleser ist dieses Buch zu empfehlen.
Das Buch der gefallenen Blätter hat mich vor allem mit seinem umfangreichen und außergewöhnlichen Worldbuilding beeindruckt. Verschiedene Clans, politische Machtkämpfe, alte Götter, erwachende Dämonen und ein drohender Bürgerkrieg ergeben eine unglaublich komplexe Welt, die sich immer weiter entfaltet.
Besonders gut gefallen haben mir Sen und Rui. Sen wird von Rache und dem Wunsch angetrieben, die Ehre seiner Familie wiederherzustellen, während Rui noch ihren eigenen Platz in dieser Welt sucht und dabei viel stärker mit den Göttern verbunden ist, als sie zunächst ahnt. Ich fand es spannend, ihre Entwicklungen zu verfolgen und zu sehen, wie sie immer tiefer in einen Konflikt hineingezogen werden, der viel größer ist als sie selbst.
Die Geschichte ist voller Intrigen, Familienbündnisse und Machtspiele und stellenweise auch ziemlich brutal. Besonders interessant fand ich, dass Rache und Macht nicht einfach als etwas Positives dargestellt werden, sondern immer auch ihren Preis haben. Die Fantasy-Elemente fand ich spannend, auch wenn sie gerade in der ersten Hälfte eher im Hintergrund standen.
Allerdings hatte ich durch die vielen Charaktere, Clans, Begriffe und politischen Zusammenhänge teilweise Schwierigkeiten, den Überblick zu behalten. Hier hätte ich mir ein ausführlicheres Glossar, einen Stammbaum oder eine Übersicht über das politische System gewünscht. Dadurch war der Einstieg für mich etwas anspruchsvoll und an manchen Stellen musste ich genauer lesen.
Trotzdem hat mich die Geschichte mit ihrer besonderen Atmosphäre und den vielen offenen Fragen neugierig auf die Fortsetzung gemacht. Für mich ein gelungener Auftakt für eine große High-Fantasy-Reihe – komplex, düster und voller Potenzial.
Fazit: Ein spannendes Fantasy-Debüt mit beeindruckendem Worldbuilding, interessanten Charakteren und einer Geschichte voller Rache, Intrigen und Magie. Nicht immer leicht zu durchschauen, aber definitiv außergewöhnlich und mit viel Potenzial für die weiteren Bände.
„Das Buch der gefallenen Blätter“ von A. S. Tamaki hat mich als epischer Auftakt der „Herbst des Imperiums“-Reihe von der ersten Seite an tief in eine bildgewaltige, asiatisch angehauchte Fantasywelt hineingezogen. Der Roman kombiniert komplexe politische Intrigen im Stil von Game of Thrones mit dem historischen, atmosphärischen Flair von Shogun.
Der Schreibstil von A. S. Tamaki ist eine absolute Wucht – unheimlich atmosphärisch, bildhaft und elegant. Er lässt sich wunderbar flüssig lesen, nimmt sich aber gleichzeitig an den richtigen Stellen die Zeit zum Atmen, um die malerische, teils melancholische Kulisse des zerfallenden Imperiums lebendig werden zu lassen. Tamaki schreibt mit einer filmischen Präzision, die mich die kalte Luft, den wirbelnden Staub und das Knistern der Magie förmlich spüren ließ. Er wechselt geschickt zwischen ruhigen, introspektiven Momenten und rasanten, brutalen Kampfszenen, was dem Buch eine ganz besondere Dynamik verleiht.
Die Charaktere bilden das emotionale Fundament dieses komplexen Epos und sind mir unglaublich schnell ans Herz gewachsen. Im Zentrum stehen Sen Hoshiakari, ein ins Exil verbannter Prinz, dessen Familie nach einer gescheiterten Rebellion ermordet wurde, und Rui, ein einfaches Bauernmädchen, das ihm das Leben gerettet hat. Sen ist getrieben von einem brennenden Verlangen nach Rache und der Wiederherstellung seiner Familienehre, wodurch er oft am Rande moralischer Abgründe wandelt. Rui hingegen ist anfangs eine Suchende, die ihren Platz in dieser grausamen Welt erst noch finden muss und eine mystische Verbindung zu den Göttern in sich trägt. Die Chemie und die wechselseitige Dynamik zwischen dem verbitterten Prinzen und der bodenständigen Rui fühlen sich absolut echt, unaufgeregt und tiefgründig an.In der tieferen Analyse entfaltet das Buch ein gigantisches, meisterhaft konstruiertes Worldbuilding, das mit seinen unzähligen Clans, strikten Ehrenkodizes und politischen Kasten anfangs eine gewisse Orientierung erfordert. Tamaki verwebt meisterhaft menschliche Machtkämpfe mit einer dunklen, übernatürlichen Ebene, in der alte Götter und gefährliche Dämonen aus ihrem Schlaf erwachen. Besonders faszinierend finde ich, dass Rache und der Kampf um Macht hier nicht romantisiert werden; die Geschichte zeigt schonungslos den blutigen Tribut und die emotionalen Opfer, die jede Entscheidung von den Protagonisten fordert.
Fazit
Für mich ist dieser Reihenauftakt bei Klett-Cotta ein echtes Highlight für jeden High-Fantasy-Fan, der komplexe Welten, politische Intrigen und tiefgründige Figurenentwicklungen liebt. Ein episches, düsteres Abenteuer, das Lust auf die Fortsetzungen macht
Zwischen Ehre, Rache und alten Mächten
Sen verliert nach dem gescheiterten Aufstand seines Vaters seine Familie und seine Stellung. Getrieben von Rache und dem Wunsch, die Ehre seines Clans wiederherzustellen, muss er diesmal seinen eigenen Weg finden. Gleichzeitig lebt Rui als einfaches Bauernmädchen, ohne zu ahnen, welche Bedeutung sie für die Zukunft dieser Welt haben wird. Als sich ihre Wege kreuzen, führt es die Beiden immer tiefer in einen Konflikt aus Clans, politischen Machtkämpfen, Göttern und erwachenden Dämonen.
Das Buch der gefallenen Blätter ist ein atmosphärischer Fantasyauftakt, der vor allem mit seinem sein umfangreiches Worldbuilding beeindruckt. Die verschiedenen Clans, ihre Regeln und Vorstellungen von Ehre sowie die politischen Verflechtungen ergeben eine komplexe Welt, die viel Raum für Intrigen und Geheimnisse bietet. Dazu kommen noch die übernatürlichen Elemente, die sich nach und nach stärker in die Geschichte einfügen. Dabei sind aber auch Sen und Rui gut gelungen, da sie kaum unterschiedlicher sein könnten. Beide haben mit Verlust und den Erwartungen ihrer Umgebung zu kämpfen, gehen damit aber auf ganz eigene Weise um und vor allem ihre Entwicklung macht neugierig darauf, wie sich ihre Wege weiter miteinander verbinden werden. Die Geschichte selbst ist stellenweise düster und brutal, bleibt dabei aber dennoch emotional und verliert ihre Figuren nicht aus den Augen. Rache und Macht werden nicht romantisiert, sondern zeigen immer wieder ihre Konsequenzen, während gleichzeitig die bildhafte Sprache für eine sehr besondere Atmosphäre sorgt. Allerdings fordert die Vielzahl an Namen, Clans und politischen Zusammenhängen gerade zu Beginn einiges an Aufmerksamkeit, mit zunehmendem Verlauf fügt sich das große Ganze jedoch immer besser zusammen.
Ein vielversprechender Auftakt für eine große High-Fantasy-Reihe mit einer außergewöhnlichen Welt, interessanten Figuren und einer gelungenen Mischung aus Politik, Mythologie und persönlichem Schicksal, die nicht unbedingt leichte Kost ist, aber gerade für Fans komplexer Fantasy mit Intrigen, Clans, Göttern und Dämonen einiges zu bieten hat.
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