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Szenenwechsel
Roman
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Erscheinungstermin 03.09.2026 | Archivierungsdatum 31.01.2027
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Zum Inhalt
Ein Ereignis – Auswirkung auf Viele: ein Roman über Zufall, Notwendigkeit und die bizarren Wendungen des Schicksals
Raffiniert erzählt, rasant zu lesen: Die Theaterwelt als Bild der ganzen Gesellschaft – mit ihren überlebensgroßen Charakteren, Intrigen und Eifersüchteleien. Aber auch mit ihren versöhnlichen Seiten und der Einsicht, dass nichts so schnell verweht wie der Ruhm.
Alle sind sie unterwegs – zur Gedenkfeier für Simon Muthesius, einen einst glanzumstrahlten Regisseur und Intendanten: Karl, Muthesius’ Sohn, der seinen Frieden mit ihm zu machen versucht; Beat, der Dramaturg, der auf der Strecke blieb; Petra, die ihren scheinbar untreuen Mann wiederzusehen hofft; und Nathalia, die durch ihn zum Star wurde und bisweilen recht divenhaft agiert; Siegfried, einst zutiefst beleidigt, als der Verstorbene ihm das Talent zum Opernsänger absprach – aber jetzt in einem anderen Leben glücklich; oder Shadgi, die zugewanderte Iranerin, der Muthesius half, von der Putzfrau zur Maskenbildnerin aufzusteigen. Durch all ihre Augen erzählt Alain Claude Sulzer in seinem vielstimmigen Roman.
Manche der Anreisenden kennen sich nicht, andere sich gegenseitig nur zu gut. Und einige der vielen großen und zum Teil gekränkten Egos, die bald aufeinandertreffen werden, haben sogar noch Rechnungen offen …
Ein Ereignis – Auswirkung auf Viele: ein Roman über Zufall, Notwendigkeit und die bizarren Wendungen des Schicksals
Raffiniert erzählt, rasant zu lesen: Die Theaterwelt als Bild der ganzen...
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783869713366 |
| PREIS | 24,00 € (EUR) |
| SEITEN | 256 |
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Auf NetGalley verfügbar
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Buchhändler*in 1477326
"Szenenwechsel" ist Titel wie Formvorgabe für diesen Text von Alain Claude Sulzer. Wie im Vorgängerroman spielt die Kunstwelt eine Rolle.
Der Tod des großen Theaterregisseurs und Gesichtes des modernen deutschen Theaters - Simon Muthesius - eröffnet den Roman. Es folgen verschiedene Szenen mit Wegbegleiter:innen auf und neben der Bühne beginnend mit dem Sohn und der Haushaltshilfe. Von den großen Charakterdarstellern über die (durch Muthesius' Anstoß) von der Putzfrau zur Maskenbildnerin aufgestiegenen Angestellten bis hin zum einstigen Opernsänger, welcher dem Intendanten die Umorientierung als Inspizient verdankt sprechen Freunde, Feinde, enge und nur flüchtig Bekannte von ihrem Leben mit dem Verstorbenen. Am Ende steht eine große öffentliche Trauerfeier, aber da sind die spannenden Gedanken und direkten Reaktionen bereits gedacht bzw. erfolgt. Und nicht alle Geladenen schaffen den Weg nach Berlin.
Sulzer verwebt diese Szenen eher assoziativ, dennoch werden die verschiedenen Menschen schnell plastisch und klar. Ein Leben, gerade eines in der Öffentlichkeit und als Leiter eines künstlerischen Betriebes, gehört nicht nur einem Menschen und das vermag der Autor in diesen Szenen treffend nachzuzeichnen.
Die Sprache bleibt dabei kühl und teilweise distanziert, aber dies ermöglicht Dialoge außerhalb der reinen Trauer und Erinnerungen ohne extreme emotionale Verzerrung. Diese sezierende Perspektive (wie die eines Theaterkritikers) ist kennzeichnend und auszeichnend zugleich.
Ein im positiven Sinne kleiner Roman über das menschliche Zusammenleben sowie die Leere, welche am Ende auf der Bühne des Lebens bleibt - und von Simon Muthesius stets angestrebt wurde.
Jules I, Buchhändler*in
Alles, was in der literarischen Welt am Theater spüielt, ist es wert, gelesen zu werden. Inhärente Dramatik etc. pp.
Manuela H, Buchhändler*in
Was bleibt vom Leben und Ruhm eines berühmten Regisseurs nach seinem Tod? Was macht der Abschied mit den Hinterbliebenen?
Wir erfahren im Laufe des Romans von einigen wichtigen Wegfährten und Angehörigen was in ihnen auf dem Weg Weg zur Trauerfeier vorgeht.
Jede Figur spricht für sich, und mit gewohnt klarer Sprache schafft Sulzer es, dass wir uns in jede Person einfühlen können.
Ein spannendes Buch, nicht nur für Kenner der Szene.
Rezensent*in 1848730
„Szenenwechsel“ gibt einen sehr klaren Einblick in den Berliner Theaterbetrieb. Besonders bedrückend fand ich, wie stark ein einzelner Mann die Lebenswege ganz unterschiedlicher Menschen beeinflusst.
Die Kälte, die Abhängigkeiten und die oft sehr transaktionalen Beziehungen sind im ganzen Buch spürbar. Die Figuren werden sehr schonungslos beschrieben. Oft reichen wenige Sätze, und man hat sofort ein genaues Bild von ihnen. Gleichzeitig hat mich diese Klarheit beim Lesen immer wieder beklommen gemacht. So deutlich habe ich das bisher nur in wenigen Büchern erlebt.
Auch das Ende wirkt folgerichtig und passend, ohne dass ich hier etwas vorwegnehmen möchte. Klare Leseempfehlung!
Alain Claude Sulzer erzählt eine Geschichte, der man sich nicht entziehen kann. Mir erging es so. Der Roman zeigt, wie ein einziges Ereignis wie ein Stein ins Wasser fällt und Wellen schlägt, die viele Leben berühren. Die Gedenkfeier für Simon Muthesius wird zum Brennpunkt unterschiedlichster Biografien, Verletzungen und Hoffnungen. Alain Claude Sulzer nutzt die Theaterwelt als Spiegel der Gesellschaft mit all ihren übergrossen Egos, ihren Empfindlichkeiten, ihren Sehnsüchten nach Anerkennung und ihren tiefen Kränkungen. Besonders beeindruckt hat mich die Vielstimmigkeit des Romans. Jede Figur bringt eine eigene Perspektive mit, ein eigenes Kapitel an Erinnerungen und offenen Rechnungen. Karl, der Sohn, der Frieden sucht; Beat, der Dramaturg, der sich übergangen fühlt; Petra, die auf eine zweite Chance hofft; Nathalia, die Diva, die vom Ruhm lebt und zugleich von ihm gezeichnet ist; Siegfried, der einst verletzt wurde und nun ein anderes Glück gefunden hat; Shadgi, deren Lebensweg zeigt, wie sehr ein einzelner Mensch das Schicksal eines anderen verändern kann. Diese Figuren treffen aufeinander wie Teilchen in einem physikalischen Experiment und Sulzer zeigt, wie Zufall und Notwendigkeit ineinandergreifen. Nichts ist eindeutig, nichts verläuft geradlinig. Die Intrigen, die Eitelkeiten, die alten Wunden, aber auch die überraschenden Momente von Versöhnung machen den Roman lebendig und klug. Für mich ist es ein raffiniert erzähltes, atmosphärisch dichtes Buch über die bizarren Wendungen des Lebens und darüber, wie sehr wir alle von den Geschichten anderer berührt werden.
Buchhändler*in 411874
Der große alte Theater Intendant ist tot und seine Getreuen und die, die sich noch an ihn erinnern, treffen sich zu einer Trauerfeier in Berlin. Aber nicht jeder ist ein Lars Eidinger und so vereint Sulzer viele Gescheiterte und Vergessene in einem einfühlsamen, melancholischen Reigen um jeder für sich Abschied zu nehmen. Das ist unterhaltsam und berührend zu lesen, auch wenn es vielleicht nicht der ganz große Theater Roman ist.
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