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Buchcover für Tilly in Technicolor

Tilly in Technicolor

Ein grumpy meets sunshine Roadtrip quer durch Europa (Deutsche Ausgabe)

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Erscheinungstermin 29.07.2026 | Archivierungsdatum 27.09.2026


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Zum Inhalt

Tilly Twomley sehnt sich verzweifelt nach Veränderung. Nachdem sie sich mit ihrem neurodivergenten Gehirn durch die Highschool gekämpft hat, fühlt sie sich nun bereit für einen Neuanfang. Ein Praktikum im Start-up ihrer perfekten älteren Schwester ist zwar nicht gerade das, was Tilly sich für ihren Sommer vorgestellt hat, aber die damit verbundene Reise durch Europa könnte eine Inspiration für ihre Zukunft sein. Das Problem ist nur, dass Tilly keine Ahnung hat, wie ihre Zukunft aussehen soll. Oliver Clark weiß genau, was er will. Aufgrund seines Autismus fällt es ihm oft schwer, Beziehungen zu anderen Menschen aufzubauen. Aber sein Spezialinteresse für Farbtheorie hilft ihm, soziale Schluchten zu überwinden. Außerdem hat er bereits einen Job in einer renommierten Design-Softwarefirma und davor ein Sommerpraktikum, um seinen Lebenslauf aufzubessern. Alles läuft nach Plan. Bis er den katastrophalsten internationalen Flug seines Lebens erlebt, dessen Turbulenzen alle von seiner lebhaften (genauer gesagt: nervtötenden) Sitznachbarin und Co-Praktikantin Tilly ausgehen …

Eine Summer-RomCom darüber, dass man einige der besten Dinge im Leben nicht planen kann. Und ein katastrophal schöner Sommer, der viel zu schnell zu Ende geht.

Tilly Twomley sehnt sich verzweifelt nach Veränderung. Nachdem sie sich mit ihrem neurodivergenten Gehirn durch die Highschool gekämpft hat, fühlt sie sich nun bereit für einen Neuanfang. Ein...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783733509217
PREIS 15,90 € (EUR)
SEITEN 400

Auf NetGalley verfügbar

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

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Tilly ist froh, dass sie mit ihrem ADHS-Gehirn die Schulzeit überstanden hat. Wenn es nach ihrer Mutter ginge, würde sie direkt danach ein Studium beginnen, auf jeden Fall etwas "Ordentliches". Ein Praktikum im Start-up ihrer älteren, perfekten Schwester soll ihr da Klarheit bringen, auch wenn Tilly sich von Anfang an sicher ist, dass sie nicht studieren möchte und dass auch eine Rundreise durch Europa nichts an diesem Umstand verändern wird.
Der zweite Praktikant ist Oliver, der schon im Flugzeug neben ihr gesessen hat (sehr zu seinem eigenen Leidwesen), und aufgrund seines Autismus jegliches Chaos und Unplanbarkeit verabscheut... Unpraktischerweise verströmt Tilly eine ganze Menge Chaos und Unplanbarkeit und die beiden müssen während ihrer Praktika viel zusammen arbeiten und sich obendrei auch immer noch ein Zimmer teilen.

Ich mochte Tilly wie Oliver, aus deren beider Perspektiven das Buch geschrieben ist, sehr gerne, fand beide wirklich sympathisch und authentisch. Beide haben eine sehr unterschiedliche Erzählweise, die von ihrer jeweiligen Neurodivergenz geprägt ist und auch von dem, das die beiden interessiert. So sind Olivers Kapitel beispielsweise stark von Farbvergleichen geprägt.
Die Nebenfiguren, die abgesehen von Tillys Schwester Mona und ihrer Geschäftspartnerin Amina nicht allzu viel vorkommen, haben auch alle ihre eigenen Ecken und Kanten und bleiben nicht flach.

Von den letzten paar Kapiteln war ich, hm, irgendwie nicht so ganz überzeugt. Den Third Act Break-up hätte es für mich wirklich nicht gebraucht und irgendwie ist da dann noch sehr viel sehr schnell passiert, das fand ich dann ein bisschen hektisch und irgendwie hätte ich mir da ein saubereres Ende gewünscht.
Dennoch ist "Tilly in Technicolor" eines meiner Lesehighlights der letzten Zeit und ich bin förmlich durch dieses Buch durchgeflogen!

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Rezension

Buchname: Tilly in Technicolor: Ein grumpy meets sunshine Roadtrip quer durch Europa (Deutsche Ausgabe)
Autor: Mazey Eddings
Seiten: 400 (Print)
Fromat: als Print und Ebook erhältlich
Verlag: ‎ ‎ ‎ Fischer Sauerländer
Sterne: 4

Cover:
Das Cover ist richtig schön gestaltet worden. Der Buchtitel steht in buntenfarbenen Buchstaben im mittleren Bereich. Man kann ein Pärchen auf dem Cover erkennen. Er liegt im Bett und Sie steht mit einer Kamera über ihm.. .. Auf dem ersten Blick ist das schon mal sehr ansprechend.

Klappentext: (aus Amazon übernommen)

Tilly Twomley sehnt sich verzweifelt nach Veränderung. Nachdem sie sich mit ihrem neurodivergenten Gehirn durch die Highschool gekämpft hat, fühlt sie sich nun bereit für einen Neuanfang. Ein Praktikum im Start-up ihrer perfekten älteren Schwester ist zwar nicht gerade das, was Tilly sich für ihren Sommer vorgestellt hat, aber die damit verbundene Reise durch Europa könnte eine Inspiration für ihre Zukunft sein. Das Problem ist nur, dass Tilly keine Ahnung hat, wie ihre Zukunft aussehen soll. Oliver Clark weiß genau, was er will. Aufgrund seines Autismus fällt es ihm oft schwer, Beziehungen zu anderen Menschen aufzubauen. Aber sein Spezialinteresse für Farbtheorie hilft ihm, soziale Schluchten zu überwinden. Außerdem hat er bereits einen Job in einer renommierten Design-Softwarefirma und davor ein Sommerpraktikum, um seinen Lebenslauf aufzubessern. Alles läuft nach Plan. Bis er den katastrophalsten internationalen Flug seines Lebens erlebt, dessen Turbulenzen alle von seiner lebhaften (genauer gesagt: nervtötenden) Sitznachbarin und Co-Praktikantin Tilly ausgehen …

Eine Summer-RomCom darüber, dass man einige der besten Dinge im Leben nicht planen kann. Und ein katastrophal schöner Sommer, der viel zu schnell zu Ende geht.

Schreibstil:
Der Schreibstil der Autorin ist total flüssig, liest sich super und ist sehr leicht verständlich.

Charaktere:

Die Hauptprotagonistin ist Tilly Twomley
Der Hauptprotagonist ist Oliver Clark


Ich fande alle Charaktere von Anfang an total sympathisch und liebenswert. Des weiteren gibt es noch ein paar andere Charaktere. . Meiner Meinung nach sind alle Charakter sehr gelungen und haben einen sehr guten Platz im Buch bekommen.
Meinung:

!!!! Achtung !!! Könnte Spoiler erhalten!!!

Mir hat „Tilly in Technicolor“ von Mazey Eddings ganz gut gefallen. In diesem Buch geht es um Tilly, die gerne einen Neuanfang hätte, aber noch überhaupt keinen Plan hat, was sie in der Zukunft anstellen will. Deshalb macht sie (mehr oder weniger freiwillig) ein Praktikum bei ihrer Schwester und reist deshalb quer durch Europa. Dann gibt es noch Oliver, der super genau Vorstellungen von seinem Leben hat. Alles läuft bei ihm nach Plan – bis er Tilly als Sitznachbarin im Flugzeug bekommt. Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten ;) Mir persönlich hat das Buch echt ganz gut gefallen. Es war eine schöne leichte Sommer RomCom. Ich mochte die ganze Art und Weise von Mazey echt gerne. Ihren locker leichten Schreibstil, der flott zu lesen war. Die Charaktere und die Story. Ich habe schon gemerkt, dass die Story logisch und gut ausgearbeitet war und die Charaktere haben meiner Meinung nach auch eine Entwicklung durchgemacht. Ja die Atmosphäre im Buch mochte ich ganz gerne. Dann hat mir natürlich der Roadtrip quer durch Europa echt ziemlich gut gefallen. Ich fande es auch gut, dass es auch ernste Themen wie z.b den Autismus von Oliver gab. Es hatte auch Tiefgang. Ich habe es gerne gelesen und hatte ein paar schöne Lesestunden. Deshalb bekommt „Tilly in Technicolor“ von mir auch verdiente 4 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

Fazit:

Eine schöne sommerlich leichte RomCom Geschichte, die mir gut gefallen hat.

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Meine Meinung
Mir war die Autorin Mazey Eddings bisher noch unbekannt. Nun aber stand mit „Tilly in Technicolor“ mein erster Roman aus ihrer Feder auf meiner Leseliste und ich war sehr gespannt darauf.
Das Cover hat mir sehr gut gefallen und der Klappentext machte mich neugierig. Also habe ich mir das eBook flott auf den Reader geladen und dann ging es auch schon los mit dem Lesen.

Ihre Charaktere hat die Autorin meiner Meinung nach sehr gut gezeichnet und entsprechend dann hier in die Geschichte integriert. So konnte ich sie mir sehr gut vorstellen und auch von den Handlungen her war alles sehr gut nachzuempfinden.
So habe ich hier Tilly kennengelernt, die ich richtig gerne mochte. Sie freut sich auf ihr Sommerpraktikum, weiß aber nicht wirklich wohin ihr Leben eigentlich gehen soll. Tilly hat ADHS, ist ein kleiner Chaot und so eckt sie schon auch immer wieder, gerade auch bei ihrer Familie, an. Ihre Entwicklung im Verlauf der Handlung hat mir sehr gut gefallen.
Dann ist da noch Oliver, der das komplette Gegenteil von Tilly zu sein scheint. Er ist Autist und Fotograf und er braucht und liebt es wenn alles seine Struktur hat. Aber Oliver versucht auch immer wieder seinen Autismus zu verbergen. Im Handlungsverlauf macht auch er eine wirklich gute Entwicklung durch.

Neben den beiden Protagonisten gibt es hier auch noch einige andere Charaktere, die sich meiner Meinung nach ebenso sehr gut mit ins Geschehen hier einfügen.

Der Schreibstil der Autorin ist wirklich toll. Ich kam so leicht und auch flüssig durch die Seiten hier hindurch und konnte dem Geschehen auch total gut folgen.
Die Handlung selbst hat mich dann auch total für sich eingenommen. Ich konnte die eingebrachten Emotionen und Gefühle ganz wunderbar nachempfinden, auf mich wirkte alles sehr stimmig gehalten.
Dabei gibt es einige Herausforderungen, die hier überwunden werden müssen. Die Autorin beschreibt dieses Thema sehr gut. Ich fand auch das alles stimmig zur Geschichte hier passt.
Ja und die Liebesgeschichte hier ist sehr gelungen. Sie weiß den Leser zu packen und dann auch zu überzeugen. Dabei geht es aber nicht um große Framen, nein sie ist ehrlich und authentisch.
Das Setting und der Roadtrip durch Europa empfand ich als gelungen. Die Städte spielen dabei zwar nicht die große Rolle, es sind mehr die Erlebnisse der Charaktere miteinander die wichtig sind.

Das Ende ist in meinen Augen sehr gut gelungen. Ich fand es passt richtig gut zur erzählten Gesamtgeschichte, macht diese so sehr gut rund und entlässt den Leser am Ende dann auch zufrieden zurück in die Realität.

Fazit
Insgesamt gesagt ist „Tilly in Technicolor“ von Mazey Eddings ein richtig gelungener Roman der mich so auch total gut für sich einnehmen und dann auch unterhalten konnte.
Sehr gut gezeichnete sympathische Charaktere, ein angenehm zu lesender flüssiger Stil der Autorin und eine Handlung, die ich als sehr tiefgründig, emotional und auch von der Idee und dem Setting her sehr gut passend empfunden habe, haben mir so richtig klasse Lesestunden beschert und mich dann auch überzeugt.
Absolut zu empfehlen!

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Tilly in Technicolor – Ein Roadtrip voller Herz, Humor und Emotionen ⭐⭐⭐⭐⭐

Tilly in Technicolor hat mich von Anfang an begeistert. Die Geschichte verbindet einen unterhaltsamen Roadtrip quer durch Europa mit einer wundervollen Grumpy-meets-Sunshine-Dynamik, die einfach Spaß macht.

Besonders gefallen hat mir, wie sich die Beziehung der beiden Hauptfiguren ganz natürlich entwickelt. Die Dialoge sind humorvoll, die kleinen Neckereien sorgen immer wieder für ein Schmunzeln, und gleichzeitig gibt es viele emotionale Momente, die der Geschichte Tiefe verleihen. Die unterschiedlichen Reiseorte machen das Buch zusätzlich lebendig – man hat das Gefühl, selbst mit im Auto zu sitzen und jedes Abenteuer mitzuerleben.

Tilly ist eine sympathische, lebensfrohe Protagonistin, die mit ihrer positiven Art einen tollen Kontrast zum eher verschlossenen Gegenpart bildet. Genau dieses Zusammenspiel macht den besonderen Charme der Geschichte aus.

Der Schreibstil ist angenehm flüssig und leicht zu lesen, sodass ich nur schwer Pausen einlegen konnte. Für mich war das Buch eine gelungene Mischung aus Romance, Humor, Fernweh und persönlicher Weiterentwicklung.

Ein wunderschöner Wohlfühlroman mit liebenswerten Figuren und einer Geschichte, die zeigt, dass manchmal gerade die ungeplanten Wege zu den schönsten Zielen führen. Eine klare Leseempfehlung für alle, die Roadtrips, Slow Burn und Grumpy-meets-Sunshine lieben.

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Dieses Buch hat sich so strahlend wie Pantone 102 angefühlt. So voller Farbe, Wärme und Freude wie die Sonne. So wie der kleine Wirbelwind Tilly. Und so wie der farbenverliebte Ollie. Jeder Charakter in dieser Geschichte ist so liebevoll und knuffig. Die dargestellte Kommunikation untereinander und in den Beziehungen sind ein solches Balsam für die Seele. 
Ein verzauberndes Jugendbuch, das mich auf jeden Fall dazu inspiriert hat, die Farben, in denen gesprochen wird, auch zu fühlen. Absoluter Safe-Space!

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Ein wunderbares und wichtiges Buch, das mir richtig gut gefallen hat! „Tilly in Technicolor“ sticht vor allem durch die authentische Repräsentation von Neurodivergenz hervor. Tilly hat ADHS und Oliver ist Autist – die Autorin fängt die Gefühlswelt, die Reizüberflutungen und die täglichen Herausforderungen der beiden extrem feinfühlig, realistisch und ohne Klischees ein. Man merkt an jeder Seite, wie viel Herzblut und eigene Erfahrung hier eingeflossen sind.

Die Dynamik zwischen Tilly und Oliver entwickelt sich langsam und ist einfach herzerwärmend. Es ist wunderschön zu lesen, wie die beiden lernen, auf die Bedürfnisse des anderen einzugehen und sich gegenseitig zu verstehen, auch wenn sie die Welt völlig unterschiedlich wahrnehmen. Dazu kommt das großartige sommerliche Setting: Ein beruflicher Trip durch Europa, der dem Buch eine tolle, farbenfrohe und lebendige Atmosphäre verleiht. Der Schreibstil ist dabei locker, humorvoll und passt perfekt zu den Protagonisten.

Warum es für mich am Ende vier und nicht ganz fünf Sterne geworden sind? Im Mittelteil zieht sich die Geschichte leider ein kleines bisschen in die Länge. Manche inneren Monologe, Missverständnisse und Zweifel der Charaktere wiederholen sich im Verlauf der Handlung, was der Geschichte stellenweise ein wenig das Tempo nimmt.

Trotz dieser kleinen Schwächen ist es eine absolut ehrliche, bunte und berührende Coming-of-Age-Geschichte mit einer süßen Liebesgeschichte und ganz viel Tiefe. Eine große Leseempfehlung für alle, die nach authentischen Charakteren mit Ecken und Kanten und einem wunderschönen Sommerbuch suchen!

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Als autistische Leserin ziehen mich Bücher mit authentischer neurodivergenter Repräsentation besonders an, und eine Geschichte mit einem autistischen Hauptcharakter hat mich sofort neugierig gemacht.

Die Geschichte wird abwechselnd aus Tillys und Olivers Sicht erzählt, und das fand ich richtig gut gelöst. Tillys Kapitel lesen sich wie ein Gedankenstrom und spiegeln so ihr ADHS, während Olivers Kapitel klarer und geordneter sind und zu ihm als autistischer Figur passen. Allein durch diesen Wechsel bekommt man ein sehr gutes Gefühl dafür, wie unterschiedlich die beiden ticken.

Das ist eine der wenigen RomComs, die mir wirklich gefallen hat und die mich auch tatsächlich zum Lachen gebracht hat. Für mich war das schon eine kleine Überraschung, weil ich mit dem Genre sonst oft fremdle. Schon der Einstieg mit dem völlig chaotischen Flug, bei dem zwischen Tilly und Oliver einfach alles schiefgeht, hat mich mitgenommen.

Am meisten bedeutet mir aber die Repräsentation. Als autistische Leserin habe ich mich in Oliver an so vielen Stellen wiedergefunden, dass es sich fast angefühlt hat, als würde mir jemand beim Lesen zunicken. Themen wie Masking, Stimming, sein Spezialinteresse für Farbtheorie oder Gefühle, die er nicht sofort einordnen kann, kommen ganz selbstverständlich vor. Berührt hat mich vor allem, wie Oliver etwas für Tilly zu empfinden beginnt, ohne die Worte dafür zu haben, und erst nach und nach versteht, dass es Liebe ist. Diesen Weg mit ihm zu gehen, war einfach schön. Man merkt, dass hier jemand aus eigener Erfahrung schreibt: Die Autorin hat selbst Autismus und ADHS, und genau diese Authentizität spürt man auf jeder Seite.

Auch Tillys Repräsentation gefällt mir sehr gut. Ich selbst habe kein ADHS, aber für mich war daran nichts ableistisch. Im Gegenteil, es wirkte respektvoll und aus dem Leben gegriffen. Das Buch zeigt durchaus ehrlich, wie sehr Tilly darunter leidet, dass vor allem ihre Mutter ihr ADHS wie ein Problem behandelt, das sie in den Griff bekommen müsste. Gerade deshalb fand ich es so stark, dass die Geschichte selbst Tilly nie so abwertet, sondern sie einfach sie selbst sein lässt. Schön ist außerdem, dass man beim Lesen wirklich einiges über Autismus und ADHS lernt, ohne dass es belehrend wirkt. Man kann das Buch also auch dann gut lesen, wenn man vorher keine Ahnung von der Thematik hat.

Die Liebesgeschichte selbst hat mich ebenfalls überzeugt. Tilly und Oliver sind erst wie Feuer und Wasser, und aus ihren anfänglichen Zusammenstößen wird langsam eine echte Verbindung. Mir hat gefallen, wie die beiden lernen, miteinander zu reden und das Beste im jeweils anderen hervorzuholen. Dass ausgerechnet die Farbtheorie zur heimlichen Liebessprache wird, etwa wenn Oliver den genauen Farbton von Tillys Sommersprossen bestimmen möchte, fand ich überraschend romantisch und einfach süß.

Und dann ist da noch Tillys Entwicklung, die ich vor allem zum Ende hin sehr stark fand. Es hat mir viel bedeutet, ihr dabei zuzusehen, wie sie zu sich findet, sich traut, für sich einzustehen, und auch die schwierigen Gespräche mit ihrer Mutter und ihrer Schwester angeht. Am Ende hatte ich das Gefühl, dass sie wirklich über sich hinausgewachsen ist.

Tilly in Technicolor ist warmherzig, witzig und berührend, mit einer neurodivergenten Repräsentation, die sich echt und liebevoll anfühlt und mir als autistische Leserin viel gegeben hat.

5 stars
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