Bitte melden Sie sich an, um Ihr wertvolles Feedback zu geben.
Jetzt anmelden oder registrieren.
Das Hotel am Rande des Zusammenbruchs
Kriminalroman
Sie müssen sich anmelden, um zu sehen, ob dieser Titel für Anfragen zur Verfügung steht. Jetzt anmelden oder registrieren
NetGalley-Bücher direkt an an Kindle oder die Kindle-App senden.
1
Um auf Ihrem Kindle oder in der Kindle-App zu lesen fügen Sie kindle@netgalley.com als bestätigte E-Mail-Adresse in Ihrem Amazon-Account hinzu. Klicken Sie hier für eine ausführliche Erklärung.
2
Geben Sie außerdem hier Ihre Kindle-E-Mail-Adresse ein. Sie finden diese in Ihrem Amazon-Account.
Erscheinungstermin 11.06.2026 | Archivierungsdatum 29.07.2026
Sprechen Sie über dieses Buch? Dann nutzen Sie dabei #DasHotelamRandedesZusammenbruchs #NetGalleyDE! Weitere Hashtag-Tipps
Zum Inhalt
Wenn der Investor zweimal klingelt, die angespannte Lage den Hotelbesitzer kopflos zurücklässt und sich die Notlüge als Kommunikationsmittel der Wahl etabliert.
Perfekt sind in diesem Hotel nur zwei Dinge. Nr. 1: der Name des Besitzers.
Das Haus selbst? Die Fassade bröckelt und einer der Balkone hängt schief – da hilft auch die Toplage ein bisschen abseits von Reichenau an der Rax nichts mehr. Das Wellnesshotel „Perfekt“ hat seine besten Tage definitiv schon vorgestern hinter sich gelassen. Eigentlich wird der Laden nur noch von seinen guten Geistern – auch bekannt als Angestellte – zusammengehalten. Jedenfalls von jenen, die noch nicht vor Besitzer Felix Perfekt, ausgesprochen missgünstig und noch cholerischer, davongelaufen sind. Zu dieser leidensfähigen Gruppe zählt etwa Sophie, Mitte 30, die als Physiotherapeutin angestellt wurde. Sie hatte sehr gute Gründe herzukommen, aber warum sie hierbleibt, kann sie sich selbst nicht erklären. Oder Marta, die nicht nur die Zimmer, sondern auch den Chef mit Blick fürs besondere Detail betreut. Was den bunt zusammengewürfelten Haufen, neben fraglichen Lebensentscheidungen, eint? Sie alle werden schlecht, oder strenggenommen gar nicht bezahlt. Und das seit Monaten. Ein neuer Investor kommt da so gelegen wie resche Semmeln am Frühstücksbuffet. Das Manko an der Sache mit dem potenziellen Retter: Er will das Hotel genau inspizieren. Inkognito!
Nr. 2: ein Mord. Zumindest fast.
Es tritt zwar nicht der worst case ein und die gefürchteten Bettwanzen bleiben aus, aber die Todesfälle im angrenzenden Reichenau an der Rax sind der angepriesenen Wohlfühlatmosphäre auch nicht zuträglich. Als Herr Perfekt dann auch noch, äußerst unglücklich, aus dem Fenster stürzt, und sein Hals, noch unglücklicher, Bekanntschaft mit den gefalteten Händen des überdimensionalen Buddha macht, scheint die allerletzte Chance vertan. Scheint … denn die verzweifelten Angestellten lassen sich zu einer Scharade hinreißen, wie sie schon Shakespeare schätzte. Ihr Ass im Ärmel: Felix’ Zwillingsbruder Florian, seines Zeichens Misanthrop mit Aszendent gute Seele, der mit dem Hotel auch seinen Erbanteil verlieren würde. Und Felix – eineiiger Entstehungsgeschichte sei Dank – zum Verwechseln ähnlich sieht. Ein Plan mit Potenzial für allerhand Pleiten, Pech und Pannen, vor allem dann, wenn selbst die Angestellten nicht mehr so recht wissen, wer hier eigentlich wer ist: Personal, Gast, Handwerker, Mörder?
„Der Aufenthalt war, wie seit 70 Jahren, zu unserer vorzüglichsten Zufriedenheit!“
Du liebst den morbiden Reiz von „lost places“ oder aus der Zeit gefallenen Orten? Dann hast du nichts mit den Stammgästen des Hotel „Perfekt“ gemein. Denn die wirken ein bisschen aus der Zeit gefallen und freuen sich vollkommen unironisch darüber, dass das Hotel noch ausschaut wie bei ihrer Hochzeitsreise anno Schnee. Superber K.u.K.-Schick und Charme inklusive! Wenn du auch noch schrullige bis skurrile Charaktere, schlagfertige Dialoge und eine Priese Aufregung magst, dann bist du bei Theresa und Jospeh Prammer, die sowohl Theater als auch Krimi zelebrieren, goldrichtig. Und anders als im bekannten, gleichfalls am Rande verorteten Café verschonen dich die Prammers mit Lebensweisheiten. Stattdessen gibt’s Protagonist*innen, die einen ganz eigenen unkonventionellen Blick aufs Leben haben. Denn wen verschlägt es schon in ein Hotel am Rande des Zusammenbruchs?
Wenn der Investor zweimal klingelt, die angespannte Lage den Hotelbesitzer kopflos zurücklässt und sich die Notlüge als Kommunikationsmittel der Wahl etabliert.
Perfekt sind in diesem Hotel nur...
Vorab-Besprechungen
„Eine enorm unterhaltsame Melange aus Sitcom und Mord – mehr als nur ‚fast‘ perfekt.“ Ursula Poznanski
„Humor trifft auf Spannung, ein turbulentes Spiel, das fesselt und am Ende überrascht. Eine Geschichte voller Wendungen, spritzig, spannend und voller Charme.“ Beate Maxian
„Ein Stück voller Pointen, Gags, falscher Fährten und überraschender Wendungen.“ Andreas Gruber
„Eine enorm unterhaltsame Melange aus Sitcom und Mord – mehr als nur ‚fast‘ perfekt.“ Ursula Poznanski
„Humor trifft auf Spannung, ein turbulentes Spiel, das fesselt und am Ende überrascht. Eine...
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Hardcover |
| ISBN | 9783709982839 |
| PREIS | 16,90 € (EUR) |
Auf NetGalley verfügbar
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Der vom Ehepaar Teresa und Joseph Prammer im Haymon Verlag geschriebene Krimi „Das Hotel am Rande des Zusammenbruchs“ liegt etwas abseits des Kurorts Reichenau an der Rax. Dieser war in der österreich-ungarischen Monarchie als Nobelkurort bekannt. Für viele Wienerinnen und Wiener wurde diese Ortschaft durch die gute Verbindung mit der Semmeringbahn zur beliebten Sommerfrische Anfang des 20. Jahrhunderts. Schauplatz der Handlung ist ein desolates Hotel in der Nähe von Reichenau. Dass es am Rande des Zusammenbruchs steht, verwundert wegen der historischen Lage des Ortes nicht besonders.
Das Hotel in dem illustre Gäste ihren Urlaub verbringen (viele sind es nicht mehr) und von bunt zusammengewürfeltem Personal bekocht und bedient werden, heißt „Wellnesshotel Perfekt“. Nicht weil es perfekt ist, sondern weil der Besitzer, Perfekt mit Nachnamen heißt. Nichts ist wie es scheint und der unerwartete Tod des Besitzers macht die Situation - auch für die Mitarbeiter:innen - nicht besser. Das Hotel soll nämlich an einen Investor verkauft werden und die Angestellten haben einige Geheimnisse, die nicht ans Licht kommen sollen. Die verzweifelten Angestellten laufen zu schauspielerischen Höchstleistungen auf, begünstigt durch den eineiigen Zwillingsbruder des Verstorbenen. Verwirrung pur, denn wer ist tatsächlich Personal, Gast, Handwerker, Mörder?
„Der Aufenthalt war, wie seit 70 Jahren, zu unserer vorzüglichsten Zufriedenheit!“, verabschiedet sich das Ehepaar Grünthal nach jedem Urlaub. Unkonventionell passen sich alle Figuren der Handlung an. Mit dem herannahenden Unwetter steigert sich auch die Anspannung aller Gäste und des Personals im Hotel, denn jeder ist verdächtig, der Mörder von Felix Perfekt, dem Eigentümer des Hotels, zu sein.
Die Dialoge sind kurzweilig und humorvoll: „Übrigens wissen Sie schon, dass wir mit zwei Hauben ausgezeichnet wurden?“ „Eine werden Sie nicht mehr brauchen.“ „Wieso?“ Der Investor deutet auf Herrn Perfekt: „Weil der hier keinen Kopf mehr hat“.
Durch den Roman führt ein Auszug aus dem Hotelprospekt zu den Wellness Möglichkeiten wie z.B. „Grounding bei Sonnenaufgang“. Diese sind meist skurril, wie diese Einleitung zeigt: “… Gönnen Sie sich ein fünfminütiges Barfußgehen im Hotelgarten. Der Höhepunkt: ein Moment der Stille neben unserer goldenen Buddha-Statue, wo Körper und Geist gleichermaßen zur Ruhe kommen.“ (Anm.: eben jene Statue, durch die der Eigentümer kurz darauf zu Tode kommt)
Ein unterhaltsamer, fesselnder Krimi mit vielen unerwarteten Wendungen. Für leichte Sommerlektüre bestens geeignet.
Gertie G, Rezensent*in
Theresa Prammer, Meisterin des surrealistischen Krimis, entführt ihre Leserinnen und Leser diesmal in die lieblich schroffe Region des Semmerings. Dort wo im Fin de Siècle reich und schön ihre Sommerfrische zelebriert haben, steht neben dem Südbahnhotel und dem Hotel Panhans das, lt. Prospekt, familiär geführte Wellnesshotel Perfekt. Doch leider ist das Hotel alles andere als perfekt. Denn allen Hotels ist eines gemeinsam: Sie haben ihre besten Zeiten hinter sich und warten sehnsüchtig auf finanzkräftige Investoren, die sie zu einem neuen Leben erwecken.
Die Buchungslage im Hotel Perfekt ist mehr als mau und so mancher Gast ist in einem ähnlichen Zustand wie das Hotel. Das wiederum bringt den Hoteldirektor auf die Idee, dem alten Ehepaar, das sich nicht mehr erinnern kann, die Rechnung schon bezahlt zu haben, selbige nochmals auszustellen.
Als dann das Gerücht, der ersehnte Investor würde inkognito das Hotel aufsuchen, beginnt unter der unbezahlten Belegschaft und dem verhassten Hoteldirektor eine hektische Betriebsamkeit, in denen Direktor Felix Perfekt aus dem Fenster fällt. Er wird nicht der einzige Tote bleiben, denn im bekannten Luftkurort Reichenau an der Rax sterben ungewöhnlich viele Personen.
Kann der potentielle Investor davon überzeugt werden, sein Geld in das marode Bauwerk zu stecken? Und kann Florian Perfekt, des toten Hoteldirektors Zwillingsbruder, dessen Rolle übernehmen und überzeugen spielen?
Meine Meinung:
Dieser Krimi ist eigentlich nicht als Krimi erdacht, sondern als Theaterstück, was eine etwas ungewohnte, aber durchaus gelungene Konstruktion bedeutet. So reiht sich eine skurrile Szene an die andere, um erstens die Leiche zu verbergen und zweitens dem Investor ein Potemkinsches Dorf, pardon Hotel, zu präsentieren. Zu dieser Scharade gehört auch das Spiel mit den eineiigen Zwillingen, das schon Erich Kästner in seinem Buch „Ds doppelte Lottchen“ zur Perfektion gebracht hat.
Fazit:
Gerne gebe ich diesem Krimi, der eine unterhaltsame Mischung voller überraschender Wendungen und schräger Unterhaltung ist, 4 Sterne.
Nislin N, Rezensent*in
Das Hotel am Rande des Zusammenbruchs ist ein ungewöhnlicher Roman, der Humor und Ernst auf gelungene Weise miteinander verbindet. Hinter den skurrilen Situationen und den eigenwilligen Figuren verbirgt sich eine Geschichte über Neuanfänge, zwischenmenschliche Beziehungen und die Frage, wie man mit Krisen umgeht.
Der Schreibstil ist lebendig und unterhaltsam, gleichzeitig gibt es immer wieder nachdenkliche Momente, die der Geschichte Tiefe verleihen. Besonders die unterschiedlichen Charaktere machen den Reiz des Buches aus. Jeder bringt seine eigene Geschichte mit, und nach und nach entsteht ein stimmiges Gesamtbild.
An manchen Stellen hätte das Tempo etwas straffer sein können, doch insgesamt überzeugt der Roman mit seiner besonderen Atmosphäre und einer gelungenen Mischung aus Witz, Herz und leisen Zwischentönen.
Ein warmherziges Buch, das zeigt, dass selbst am Rande des Zusammenbruchs Hoffnung und Zusammenhalt entstehen können.
LeserInnen dieses Buches mochten auch:
Karin Kuschik
Geschenkbücher, Körper, Geist & Gesundheit, Ratgeber
Jens Schumacher
Kinderbücher, Sachbuch, Sachbücher für Kinder