Das Hotel am Rande des Zusammenbruchs
Kriminalroman
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Erscheinungstermin 09.06.2026 | Archivierungsdatum 29.07.2026
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Zum Inhalt
Wenn der Investor zweimal klingelt, die angespannte Lage den Hotelbesitzer kopflos zurücklässt und sich die Notlüge als Kommunikationsmittel der Wahl etabliert. Perfekt sind in diesem Hotel nur zwei...
Vorab-Besprechungen
„Eine enorm unterhaltsame Melange aus Sitcom und Mord – mehr als nur ‚fast‘ perfekt.“ Ursula Poznanski
„Humor trifft auf Spannung, ein turbulentes Spiel, das fesselt und am Ende überrascht. Eine Geschichte voller Wendungen, spritzig, spannend und voller Charme.“ Beate Maxian
„Ein Stück voller Pointen, Gags, falscher Fährten und überraschender Wendungen.“ Andreas Gruber
„Eine enorm unterhaltsame Melange aus Sitcom und Mord – mehr als nur ‚fast‘ perfekt.“ Ursula Poznanski
„Humor trifft auf Spannung, ein turbulentes Spiel, das fesselt und am Ende überrascht. Eine...
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783709982839 |
| PREIS | 16,90 € (EUR) |
Auf NetGalley verfügbar
Durchschnittliche Bewertung von 9 Mitgliedern
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Der vom Ehepaar Teresa und Joseph Prammer im Haymon Verlag geschriebene Krimi „Das Hotel am Rande des Zusammenbruchs“ liegt etwas abseits des Kurorts Reichenau an der Rax. Dieser war in der österreich-ungarischen Monarchie als Nobelkurort bekannt. Für viele Wienerinnen und Wiener wurde diese Ortschaft durch die gute Verbindung mit der Semmeringbahn zur beliebten Sommerfrische Anfang des 20. Jahrhunderts. Schauplatz der Handlung ist ein desolates Hotel in der Nähe von Reichenau. Dass es am Rande des Zusammenbruchs steht, verwundert wegen der historischen Lage des Ortes nicht besonders.
Das Hotel in dem illustre Gäste ihren Urlaub verbringen (viele sind es nicht mehr) und von bunt zusammengewürfeltem Personal bekocht und bedient werden, heißt „Wellnesshotel Perfekt“. Nicht weil es perfekt ist, sondern weil der Besitzer, Perfekt mit Nachnamen heißt. Nichts ist wie es scheint und der unerwartete Tod des Besitzers macht die Situation - auch für die Mitarbeiter:innen - nicht besser. Das Hotel soll nämlich an einen Investor verkauft werden und die Angestellten haben einige Geheimnisse, die nicht ans Licht kommen sollen. Die verzweifelten Angestellten laufen zu schauspielerischen Höchstleistungen auf, begünstigt durch den eineiigen Zwillingsbruder des Verstorbenen. Verwirrung pur, denn wer ist tatsächlich Personal, Gast, Handwerker, Mörder?
„Der Aufenthalt war, wie seit 70 Jahren, zu unserer vorzüglichsten Zufriedenheit!“, verabschiedet sich das Ehepaar Grünthal nach jedem Urlaub. Unkonventionell passen sich alle Figuren der Handlung an. Mit dem herannahenden Unwetter steigert sich auch die Anspannung aller Gäste und des Personals im Hotel, denn jeder ist verdächtig, der Mörder von Felix Perfekt, dem Eigentümer des Hotels, zu sein.
Die Dialoge sind kurzweilig und humorvoll: „Übrigens wissen Sie schon, dass wir mit zwei Hauben ausgezeichnet wurden?“ „Eine werden Sie nicht mehr brauchen.“ „Wieso?“ Der Investor deutet auf Herrn Perfekt: „Weil der hier keinen Kopf mehr hat“.
Durch den Roman führt ein Auszug aus dem Hotelprospekt zu den Wellness Möglichkeiten wie z.B. „Grounding bei Sonnenaufgang“. Diese sind meist skurril, wie diese Einleitung zeigt: “… Gönnen Sie sich ein fünfminütiges Barfußgehen im Hotelgarten. Der Höhepunkt: ein Moment der Stille neben unserer goldenen Buddha-Statue, wo Körper und Geist gleichermaßen zur Ruhe kommen.“ (Anm.: eben jene Statue, durch die der Eigentümer kurz darauf zu Tode kommt)
Ein unterhaltsamer, fesselnder Krimi mit vielen unerwarteten Wendungen. Für leichte Sommerlektüre bestens geeignet.
Gertie G, Rezensent*in
Theresa Prammer, Meisterin des surrealistischen Krimis, entführt ihre Leserinnen und Leser diesmal in die lieblich schroffe Region des Semmerings. Dort wo im Fin de Siècle reich und schön ihre Sommerfrische zelebriert haben, steht neben dem Südbahnhotel und dem Hotel Panhans das, lt. Prospekt, familiär geführte Wellnesshotel Perfekt. Doch leider ist das Hotel alles andere als perfekt. Denn allen Hotels ist eines gemeinsam: Sie haben ihre besten Zeiten hinter sich und warten sehnsüchtig auf finanzkräftige Investoren, die sie zu einem neuen Leben erwecken.
Die Buchungslage im Hotel Perfekt ist mehr als mau und so mancher Gast ist in einem ähnlichen Zustand wie das Hotel. Das wiederum bringt den Hoteldirektor auf die Idee, dem alten Ehepaar, das sich nicht mehr erinnern kann, die Rechnung schon bezahlt zu haben, selbige nochmals auszustellen.
Als dann das Gerücht, der ersehnte Investor würde inkognito das Hotel aufsuchen, beginnt unter der unbezahlten Belegschaft und dem verhassten Hoteldirektor eine hektische Betriebsamkeit, in denen Direktor Felix Perfekt aus dem Fenster fällt. Er wird nicht der einzige Tote bleiben, denn im bekannten Luftkurort Reichenau an der Rax sterben ungewöhnlich viele Personen.
Kann der potentielle Investor davon überzeugt werden, sein Geld in das marode Bauwerk zu stecken? Und kann Florian Perfekt, des toten Hoteldirektors Zwillingsbruder, dessen Rolle übernehmen und überzeugen spielen?
Meine Meinung:
Dieser Krimi ist eigentlich nicht als Krimi erdacht, sondern als Theaterstück, was eine etwas ungewohnte, aber durchaus gelungene Konstruktion bedeutet. So reiht sich eine skurrile Szene an die andere, um erstens die Leiche zu verbergen und zweitens dem Investor ein Potemkinsches Dorf, pardon Hotel, zu präsentieren. Zu dieser Scharade gehört auch das Spiel mit den eineiigen Zwillingen, das schon Erich Kästner in seinem Buch „Ds doppelte Lottchen“ zur Perfektion gebracht hat.
Fazit:
Gerne gebe ich diesem Krimi, der eine unterhaltsame Mischung voller überraschender Wendungen und schräger Unterhaltung ist, 4 Sterne.
Nislin N, Rezensent*in
Das Hotel am Rande des Zusammenbruchs ist ein ungewöhnlicher Roman, der Humor und Ernst auf gelungene Weise miteinander verbindet. Hinter den skurrilen Situationen und den eigenwilligen Figuren verbirgt sich eine Geschichte über Neuanfänge, zwischenmenschliche Beziehungen und die Frage, wie man mit Krisen umgeht.
Der Schreibstil ist lebendig und unterhaltsam, gleichzeitig gibt es immer wieder nachdenkliche Momente, die der Geschichte Tiefe verleihen. Besonders die unterschiedlichen Charaktere machen den Reiz des Buches aus. Jeder bringt seine eigene Geschichte mit, und nach und nach entsteht ein stimmiges Gesamtbild.
An manchen Stellen hätte das Tempo etwas straffer sein können, doch insgesamt überzeugt der Roman mit seiner besonderen Atmosphäre und einer gelungenen Mischung aus Witz, Herz und leisen Zwischentönen.
Ein warmherziges Buch, das zeigt, dass selbst am Rande des Zusammenbruchs Hoffnung und Zusammenhalt entstehen können.
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