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Buchcover für Sister, Sister

Sister, Sister

Roman. Ein Roman, der lange nachhallt: Über Schwestern, Entfremdung, Nähe und den Mut, neu zu beginnen

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Erscheinungstermin 01.06.2026 | Archivierungsdatum 28.06.2026


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Zum Inhalt

Sigrid und Margit waren als Kinder unzertrennlich - gemeinsam trotzten sie der Kälte ihres Elternhauses. Doch dann schmiss Sigrid die Schule, zog mit ihrer besten Freundin ziellos durch die Kleinstadt und verlor sich zunehmend im Gefühl, nirgends dazuzugehören. Heute lebt Margit ein geordnetes Leben, während Sigrid kaum weiß, wo sie hingehört. Dass ausgerechnet Margit sie nicht mehr versteht, trifft sie wie ein Verrat. Erst ein tragisches Ereignis zwingt die beiden, sich der Wirklichkeit zu stellen. Im leichten, selbstironischen Ton erzählt die Autorin eine herzergreifende Geschichte über zwei Schwestern, die trotz ihrer zunehmenden Entfremdung wieder zueinander finden - und zu sich selbst.

Sigrid und Margit waren als Kinder unzertrennlich - gemeinsam trotzten sie der Kälte ihres Elternhauses. Doch dann schmiss Sigrid die Schule, zog mit ihrer besten Freundin ziellos durch die...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783759600578
PREIS 16,00 € (EUR)
SEITEN 304

Auf NetGalley verfügbar

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

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"Ich versuche, positive Erinnerungen aufzuschreiben, damit ihr euch gut fühlt, aber ich schieße ständig am Ziel vorbei. Irgendetwas Trübes schleicht sich immer ein."

Stell dir vor, deine Schwester möchte nicht mehr leben. Und weil sie wenige gut schreiben kann als du, bittet sie dich in ihrem Abschiedsbrief selbigen zu überarbeiten. Und du tust es. Du schreibst und schreibst und schreibst, in dem verzweifelten Versuch, der Sinnlosigkeit einen Sinn zu verleihen. Das ist der Rahmen von Emily R. Austins herausforderndem Roman "Sister, Sister". In einundzwanzig Versuchen versucht Sigrid (oder ihre Schwester?), den Hinterbliebenen zu erklären. warum ihr Tod gar nicht zu bedauern ist und dass sie ein gutes Leben gelebt habe. Doch mit Anfang zwanzig geht es nicht mehr. Das hat zahlreiche Gründe, unter anderem den Verlust der Kindheit und der Fantasie oder das Gefühl, mit dem Leben nicht mehr zurecht zu kommen.

Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht über den Inhalt verraten, denn "Sister, Sister" lebt von Überraschungen. Die liegen weniger in der Handlung selbst, als in der grandiosen Idee hinter dem Roman begründet: Wir haben es mit einer im doppelten Sinne unzuverlässigen Erzählerin zu tun und mit zwei (oder sogar drei?) Erzählstimmen, die sich aber nicht gleich als solche zu erkennen geben. Schon im ersten Teil von Sigrid wird dem Lesenden schnell klar, dass nicht alles stimmt, was da steht. Denn schon im nächsten Kapitel dreht die Verfasserin den Lesenden eine lange Nase: Ha, alles nur ausgedacht. So ist es doch nicht. Was denn dann stimmt, möchte man wissen. Was ist denn nun der Grund?

Austin gelingt es, ihre Leser mit der Frage nicht allein zu lassen. In späteren Buchteilen erfährt der Lesende einige Hintergrundinformationen, die helfen, dass Puzzle Stück für Stück zusammenzusetzen und sich ein Bild zu machen. Hier steht dann vor allem das Aufwachen in instabilen Familien in einer konservativen Kleinstadt im Vordergrund. Inhaltlich ist diese Erklärung vielleicht nicht neu, aber ihre literarische Umsetzung ist innovativ.

Leider hat das Buch aber gerade zu Beginn ein paar Längen. Wenn man noch nicht genau weiß, was man da liest, sind die zahlreichen Reflexionen von Sigrids Leben recht kontext los. Oft habe ich mich in den ersten Kapiteln gefragt, was die Autorin da eigentlich erzählen will. Aus diesem Grund bin ich auch eher schlecht in den Roman hineingekommen. Das Durchhalten hat sich aber gelohnt.

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“das ist wohl ein teil der qual davon, jung zu sein. alle um einen herum sind darauf fixiert, was man als nächstes tun wird.”

mit sister, sister hat mich bereits das cover sofort in seinen bann gezogen; und auch der klappentext klang genau nach meinem metier!

besonders die briefe zu beginn haben einen bleibenden eindruck bei mir hinterlassen. sie fühlten sich an wie eine hommage an die kindheit, an erinnerungen und an all die kleinen dinge, die man mit der vergangenheit verbindet. brief für brief wurde ich tiefer in sigrids geschichte hineingezogen und lernte sie immer besser kennen.

auch die erzählweise fand ich sehr spannend. man erfährt nur das über die protagonistinnen, was sie selbst preisgeben möchten, wodurch vieles im verborgenen bleibt. genau diese lücken haben die figuren für mich umso interessanter gemacht.

emily austins schreibstil hat mir ebenfalls gefallen und den einstieg in die geschichte leicht gemacht. im zweiten teil verlor der roman für mich allerdings etwas an tempo und zog sich stellenweise, weshalb die emotionale wirkung nicht immer ganz bei mir ankam. glücklicherweise hat der letzte abschnitt wieder deutlich angezogen und mich noch einmal stärker abgeholt.

insgesamt ein wirklich eindringlicher und nachdenklicher roman! er hallt nach und wirft einige spannende gedanken über identität, erinnerungen und das erwachsenwerden auf.

3.5 stars

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Ich fand dieses Buch unglaublich berührend und besonders. Emily R. Austin hat einen ganz eigenen, leicht melancholischen, aber auch tröstlichen Schreibstil. Die Erkundung von familiären Bindungen, mentaler Gesundheit und der Suche nach dem eigenen Platz im Leben fand ich extrem authentisch und ungeschönt erzählt. Ein leises, aber sehr kraftvolles Buch, das mich emotional tief bewegt hat und noch lange nachklingt.

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Ich glaube ich wurde geboren, um glücklich zu sein
Ich hatte zum Anfang Probleme in das Buch einzusteigen.
Es geht um die Schwestern Sigrit und Margit. Als Kinder liebten sie sich über alles, das Elternhaus war kalt.
Sigrid hatte die Schule abgebrochen, und Margit ging zum Studieren. Man entfremdet sich. Erst der Suizidversuch von Sigrid bringt die beiden wieder näher.

Durch die Abschiedsbriefe lernen wir mehr über die emotionale Lage vom Sigrid. Wie einsame sie.war. Kein Elternhaus
Sie fühlt sich als Sumpfmonster in ihrem Körper. Sehr emotional geschrieben.
Vielen lieben Dank an Pola für dieses Leseerlebnis ❤️

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Schwestern
Der Aufbau des Buches ist ungewöhnlich, aber höchst interessant. In mehreren Kapiteln versucht Sigrid, die jüngere des Schwesternpaares, einen Abschiedsbrief zu schreiben, bevor sie sich umbringt. Durch diese Briefe lernt man ihren Charakter sehr gut kennen und erfährt viel über ihre Familie, ihre lieblose Kindheit und die Beziehung zu ihrer älteren Schwester Margit.
Margit führt als Erwachsene ein erfolgreiches Leben und studiert, während Sigrid eher auf dem absteigenden Ast ist, die Schule abbricht und einen Job hat, bei dem sie wenig verdient.
Die Schwestern haben ein distanziertes Verhältnis, was einem beim Lesen auf jeder Seite verdeutlicht wird.
Erst als Sigrid zum Äußersten greift, wacht Margit auf.
Nachdem zahlreichen Kapiteln mit Sigrids Versuchen eines Abschiedsbriefes wird Margits Sichtweise ausgeführt, man lernt sie ziemlich gut kennen.
Das Buch ist locker und unterhaltsam geschrieben, an einigen Stellen auch humorvoll. Die Beziehung der Schwestern und der anderen Familienmitglieder wird sehr gut ausgearbeitet
Ein unkonventionelles Buch, das nachdenklich macht.

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