Wo dein Blick mich findet
Roman
von Dorothea Morgenroth
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Erscheinungstermin 08.06.2026 | Archivierungsdatum 10.06.2026
SCM Verlagsgruppe GmbH | Gerth Medien
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Zum Inhalt
Schottland, Mitte der 1920er-Jahre: Lucy Hunter bringt ein uneheliches Kind zur Welt - und wird dafür in eines der gefürchteten "Magdalenenheime" eingewiesen, wo Hoffnung rar ist und Mütter oft von ihren Kindern getrennt werden. Doch eines Tages erwacht sie nach einem Unfall im Schloss einer wohlhabenden Familie in den Highlands. Ihr Gedächtnis liegt im Dunkeln, als hätte ein dichter Nebel jede Erinnerung verschlungen. Während Lucy versucht, sich in diesem fremden Leben zurechtzufinden, wird eine ältere Dame zu ihrer unerwarteten Verbündeten: Mit der Hilfe von Lady Mae O'Malley beginnt sich der Nebel in Lucys Kopf zu lichten - und die junge Frau erkennt Stück für Stück, wie sie an diesen Ort gelangte und weshalb nichts so ist, wie es scheint. Gefangen in einer Identität, die nicht die ihre ist, steht sie schließlich vor einer unmöglichen Entscheidung: Soll sie bleiben, um das Leben ihrer kleinen Tochter zu retten?
BITTE BEACHTEN: Die SCM Verlagsgruppe ist eine christliche Verlagsgruppe. Dieser Titel enthält christliche Inhalte.
Schottland, Mitte der 1920er-Jahre: Lucy Hunter bringt ein uneheliches Kind zur Welt - und wird dafür in eines der gefürchteten "Magdalenenheime" eingewiesen, wo Hoffnung rar ist und Mütter oft von...
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | E-Book |
| ISBN | 9783961227273 |
| PREIS | 15,99 € (EUR) |
| SEITEN | 320 |
Auf NetGalley verfügbar
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Wo dein Blick mich findet von Dorothea Morgenroth
Den Leser erwartet eine bewegende Geschichte, in dem es um das Thema der sogenannten Magdalenenheime des vorigen Jahrhunderts geht. Dabei tauchen wir tief in die bewegenden Geschichten unserer Protagonisten ein.
Die Autorin ist mir noch nicht vertraut und so tauche ich voller Erwartung in ihre Geschichte ein.
Lucy bringt in Edinburgh ein uneheliches Kind zur Welt - und wird dafür in eines der gefürchteten "Magdalenenheime" eingewiesen, wo Hoffnung rar ist und Mütter oft von ihren Kindern getrennt werden. Sie muss in einer Wäscherei arbeiten und darf nur eine Stunde ihre kleine Penny sehen. Sie erträgt ihren Schmerz und lebt nur für ihr Kind. Als sie entlassen wird, muss ihr Kind im Heim bleiben. Darauf kommt es zum Bruch mit ihren Eltern und sie sucht sich Arbeit in einer Bar.
Dann wechselt die Szene und ich tauche in das Leben auf Tormore Castle ein. Hier leben die lebenshungrige Lucinda, ihre Eltern und Tante Auntje Mae. Lucinda reist nach Edinburgh zur Tante, um sich zu amüsieren.
Doch eines Tages erwacht Lucinda nach einem Unfall im Schloss ihrer wohlhabenden Familie in den Highlands. Ihr Gedächtnis liegt im Dunkeln, als hätte ein dichter Nebel jede Erinnerung verschlungen. Während sie versucht, sich in diesem fremden Leben zurechtzufinden, wird eine ältere Dame zu ihrer unerwarteten Verbündeten: Mit der Hilfe von Lady Mae O'Malley beginnt sich der Nebel in ihrem Kopf zu lichten - und die junge Lucy erkennt Stück für Stück,wer sie wirklich ist.
Wird sie das Spiel weiterspielen oder kommt die Wahrheit ans Tageslicht?
Bärbel K, Rezensent*in
Lucinda wächst in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts im wohlsituierten Haushalt der Familie O’Malley auf. Hier herrschen Strenge Regeln und zunehmend werden die Hinweise bezüglich der Heirat mit dem jungen Neill McGuintry immer drängender. Sie kennt ihn seit Kindertagen, aber mehr als freundschaftliche Gefühle empfindet sie ihm gegenüber nicht. Erstmals widersetzt sie sich rigoros den Wünschen ihres Vaters und zieht zu ihrer Tante Susan nach Edinburgh. Hier ist das Leben viel aufregender und ihre Tante lässt ihr viel mehr Freiheiten. Dort lernt sie den Sohn eines reichen Amerikaners kennen und stürzt sich mit ihn in eine abenteuerliche Reise durch Europa. Damit ihre Abwesenheit nicht auffällt, ersinnt sie einen perfiden Plan. Sie schickt eine Doppelgängerin auf das elterliche Castle. Die Frage ist, ob ihr Plan aufgehen wird und die Eltern die Scharade nicht bemerken.
Ich fand die Geschichte nicht sehr glaubhaft. Als Figur hat mir Auntie Mae, Lucindas Großtante noch am Besten gefallen. Sie war mir bereits nach kurzer Zeit sympathisch und erinnerte mich an Miss Marple. Zudem war sie sehr bodenständig und dabei doch sehr clever. Wen wunderts da, dass sie recht schnell hinter den Rollentausch kommt und einen eigenen Plan schmiedet. Nett gemacht, aber da von Anfang an klar war was wie manipuliert wurde, kam bei mir keine Spannung auf. Als Urlaubslektüre am Strand ja, aber keinesfalls kribbelnde Spannung. Von mir gibt’s darum auch nur 3 Lese-Sterne.
Eines möchte ich vorausschicken, diese Geschichte enthält christliche Inhalte. Vielleicht auch deshalb ist es ein Titel, der berührt und zum Nachdenken anregt. Dorothea Morgenroth erzählt in diesem Roman eine Geschichte der einen von der ersten Seite an in einen Nebel aus Schmerz, Hoffnung und leiser Rebellion zieht. Lucy Hunter ist eine dieser Figuren, die man nicht einfach begleitet, man fühlt mit ihr, man zittert mit ihr, man möchte sie festhalten, während die Welt sie fallen lässt. Die Härte der Magdalenenheime, die Kälte der moralischen Urteile, die Brutalität, mit der Frauen ihrer Würde beraubt wurden, all das bildet den düsteren Hintergrund, vor dem Lucys Geschichte umso heller leuchtet. Besonders berührt hat mich die Phase ihres Erwachens im Schloss der Highlands: dieser Zustand zwischen Nichtwissen und Ahnung, als würde ihr eigenes Leben ihr nur schemenhaft entgegenkommen. Der Nebel in ihrem Kopf ist nicht nur ein erzählerisches Mittel, sondern ein Spiegel ihrer existenziellen Entwurzelung. Und gerade deshalb wirkt Lady Mae O’Malley wie ein Geschenk, eine Verbündete, die nicht retten will, sondern verstehen. Der Roman zeigt eindrucksvoll, wie Identität etwas Fragiles ist. Lucys Kampf darum, sich selbst zurückzuerobern, ist still, aber kraftvoll. Und die Frage, ob sie bleiben soll, um ihre Tochter zu schützen, trifft mitten ins Herz: Es ist die Art von Entscheidung, die keine Gewinner kennt, nur Liebe und Verlust. Für mich ist es ein bewegendes, atmosphärisch dichtes Werk über Mut, Erinnerung und die unerschütterliche Bindung zwischen Mutter und Kind.
Im Nebel der Erinnerung
Eine berührende Geschichte über verlorene Erinnerungen, Hoffnung und dem Mut, sich der eigenen Vergangenheit zu stellen.
Lucy hat es im Leben nicht leicht. Als sie nach einem Unfall ohne Erinnerung auf einem schottischen Schloss aufwacht, bleiben viele Fragen offen. Gerade das hat neugierig gemacht, denn nach und nach kommen Dinge ans Licht, die vieles in einem anderen Licht erscheinen lassen.
Die Geschichte spielt in den 1920er Jahren und greift mit den Magdalenenheimen ein bedrückendes Thema auf. Trotzdem besteht das Buch nicht nur aus schweren Momenten. Immer wieder gibt es Menschen, die Lucy unterstützen und ihr helfen, ihren Weg zu finden. Besonders die Szenen mit Lady Mae O’Malley haben der Geschichte Wärme gegeben.
Nicht alles wird sofort erklärt. Die Antworten kommen nach und nach ans Licht, wodurch die Neugier bis zum Schluss erhalten bleibt. Lucy wächst einem mit der Zeit ans Herz und ihre Suche nach den verlorenen Erinnerungen wurde nachvollziehbar beschrieben.
Neben den ernsten Themen gibt es immer wieder Augenblicke, die Mut machen. Genau diese Mischung hat das Lesen angenehm gemacht. Nach der letzten Seite blieb das Gefühl zurück, die Figuren ein gutes Stück ihres Weges begleitet zu haben. Sehr gerne vergebe ich für dieses Buch 5 Sterne.
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