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Buchcover für Schlammlerche (Lichter unter London) | mit gestaltetem Farbschnitt

Schlammlerche (Lichter unter London) | mit gestaltetem Farbschnitt

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Buch 3 von Lichter unter London

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Erscheinungstermin 13.04.2026 | Archivierungsdatum 10.05.2026


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Zum Inhalt

Phoebe Ellis ist eine Schatzjägerin: eine Kriminelle, die sich unautorisiert an den Artefakten der neuentdeckten Katakomben unter London bedient. Bei einem missglückten Beutezug fällt sie den Mudlarks in die Hände, angeführt von Greyson Evans, dem berühmten Gründer der Society of Scraping. Er stellt sie vor die Wahl: Entweder wird sie selbst eine Mudlark oder endet in einer Gefängniszelle. Notgedrungen schließt sich Phoebe der unorganisierten Meute an, um unter der schützenden Hand von Greyson Evans zur ersten weiblichen Mudlark zu werden. Doch ein verstecktes Volk in der Finsternis, aus grausamen Alpträumen geborene Kreaturen und eskalierende Machtkämpfe in den Reihen der Mudlarks lehren Phoebe, dass Schönheit und Verderben innerhalb der Katakomben Hand in Hand gehen …

Phoebe Ellis ist eine Schatzjägerin: eine Kriminelle, die sich unautorisiert an den Artefakten der neuentdeckten Katakomben unter London bedient. Bei einem missglückten Beutezug fällt sie den...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783986668594
PREIS 18,00 € (EUR)

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

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Mit „Schlammlerche“ liefert Anne Herzel ein Prequel ab, das weh tut. Es ist keine dieser typischen „Vom Tellerwäscher zum Millionär“-Storys, sondern eher eine Chronik des emotionalen Zerfalls. Wir begleiten die 17-jährige Phoebe, die in den feuchten, klaustrophobischen Katakomben Londons nicht nur nach Schätzen sucht, sondern verzweifelt versucht, den Kopf über Wasser zu halten. Dass sie dabei zur ersten weiblichen „Mudlark“ wird, klingt zunächst nach einer klassischen Heldenreise – doch Herzel bricht dieses Versprechen konsequent.

Der Schreibstil ist dabei das größte Highlight des Buches. Die Autorin verzichtet auf weichgespülte Metaphern und setzt stattdessen auf eine beklemmende, fast schon greifbare Atmosphäre. Man meint, den Modder der Londoner Unterwelt förmlich zu riechen. Die Sätze sind präzise und transportieren eine Schwere, die perfekt zu Phoebes innerer Zerrissenheit passt. Es ist eine Sprache, die keine Ausflüchte zulässt und den Leser direkt in die moralischen Grauzonen zieht.

Die Geschichte selbst ist eine faszinierende, wenn auch schmerzhafte Fallstudie. Es geht um die Frage: Ab wann wird aus Notwehr Bosheit? Herzel lässt uns Phoebe verstehen, ihre Traumata und die bittere Enttäuschung über die Welt fühlen, ohne ihre späteren Taten zu entschuldigen. Dieser schmale Grat zwischen Mitgefühl und Abscheu macht das Buch so intensiv. Wer hier ein Wohlfühlbuch sucht, ist falsch; wer aber wissen will, wie aus einem verletzten Mädchen eine unerbittliche Antagonistin wird, findet hier eine psychologisch dichte und atmosphärisch gewaltige Erzählung. Ein Buch, das im Kopf bleibt, weil es zeigt, dass Verrat manchmal Wunden schlägt, die niemals ganz heilen.

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Wenn Moral bröckelt und Dunkelheit wächst

Schlammlerche erzählt die Vorgeschichte einer Figur, die Leser der Reihe bereits als Antagonistin kennen. Man kann das Buch allerdings auch ohne Vorwissen lesen.
Im Zentrum steht die 17-jährige Phoebe, die geprägt ist von Verlust, Verrat und einem harten Überlebenskampf. In den düsteren Katakomben Londons schlägt sie sich als Diebin durch, bis sie entdeckt wird und vor eine Entscheidung gestellt wird: Gefängnis oder ein Leben als sogenannte Mudlark, Teil einer Gruppe, die die Unterwelt systematisch durchstreift. Phoebe entscheidet sich für letzteres und taucht immer tiefer in diese raue, gefährliche Welt ein. Dort muss sie sich nicht nur behaupten, sondern auch in einer Umgebung beweisen, die von Härte, Konkurrenz und moralischen Grauzonen geprägt ist. Während sie an Stärke gewinnt, verändert sich gleichzeitig ihr Blick auf richtig und falsch. Dabei entstehen Beziehungen, Vertrauen wächst und wird ebenso auf die Probe gestellt.

Dieser Roman schafft eine interessante Perspektive auf die Welt der Lichter unter London Dilogie. Statt einer klassischen Heldengeschichte begleitet man hier den Weg einer Figur, die sich Schritt für Schritt von moralischen Grenzen entfernt. Gerade das macht die Geschichte so intensiv, denn es gibt kein klares Schwarz-Weiß, sondern viele Grautöne, die zum Nachdenken anregen. Phoebe ist dabei eine vielschichtige Protagonistin. Ihre Härte wirkt nie grundlos, sondern nachvollziehbar aus ihrer Vergangenheit heraus. Gleichzeitig zeigt die Geschichte sehr deutlich, wie sich Schutzmechanismen in Kälte und schließlich in Grausamkeit verwandeln können. Das erzeugt eine spannende, aber auch bedrückende Dynamik, weil man ihre Entwicklung versteht, ohne sie gutheißen zu können. Gut gelungen ist dabei auch die düstere Atmosphäre der Londoner Unterwelt. Die Katakomben, das Leben der Mudlarks und die ständige Bedrohung wirken greifbar und verleihen der Geschichte eine intensive, fast beklemmende Stimmung. Auch die Nebenfiguren, vor allem diejenigen, die Phoebe nahestehen, bringen emotionale Tiefe in die Geschichte und zeigen, was auf dem Spiel steht. Gerade der moralische Konflikt und die ungewöhnliche Erzählperspektive sind die große Stärke der Geschichte. Es wird bewusst mit Erwartungen gebrochen und es findet keine klassische Wohlfühlentwicklung stattfindet. Die Geschichte ist in jedem Fall emotional schwerer und stellenweise schonungslos.

Eine düstere, eindringliche Charakterstudie über Verlust, Überleben und den schleichenden Wandel von Moral, die weniger auf klassische Spannung setzt, sondern auf emotionale Wucht und unbequeme Fragen.

5 stars
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Die Schlammlerche von Anne Herzel führt wieder in die dunkle und spannende Unterwelt von London. Die Geschichte gehört zur gleichen Reihe, kann aber auch für sich allein gelesen werden. Ich habe das Buch unabhängig von den ersten beiden Teilen gelesen und fand die Story trotzdem sehr interessant – genauso wie das Cover, das direkt neugierig macht.

Im Mittelpunkt steht Phoebe Ellis. Sie ist eine Schatzjägerin, die nicht immer nach klaren Regeln handelt. Oft muss sie entscheiden, ob sie überleben, loyal sein oder ihren eigenen Weg gehen will.

Besonders gut gelungen ist die Welt, in der die Geschichte spielt. Die Katakomben unter London wirken lebendig und gefährlich. Sie sind voller Geheimnisse und seltsamer Kreaturen, sodass man sich gut in diese Umgebung hineinversetzen kann.

Auch die Beziehung zwischen Phoebe und Greyson Evans sorgt für Spannung in der Geschichte.

Die Handlung wird immer intensiver: Ein geplanter Raub geht schief, Phoebe schließt sich einer Gruppe an, und es entstehen Konflikte innerhalb der Gruppe. Außerdem taucht eine neue Bedrohung aus der Tiefe auf. Der Schreibstil ist leicht verständlich und beschreibt die Atmosphäre sehr anschaulich.

Ein Kritikpunkt ist, dass manche Stellen sehr in die Länge gezogen wirken, während andere wiederum ziemlich schnell und etwas „abgehackt“ erzählt werden.

Wichtige Themen im Buch sind Zugehörigkeit, Identität und Selbstbestimmung, auch aus einer queeren Perspektive.

Fazit: Insgesamt ist es ein spannender Urban-Fantasy-Roman in einem interessanten, gut ausgearbeiteten Universum. Die Geschichte überzeugt vor allem durch ihre Atmosphäre und das Worldbuilding, auch wenn der Erzählfluss nicht immer ganz gleichmäßig ist.

Leseempfehlung: Ich würde das Buch allen empfehlen, die Urban Fantasy mögen und Spaß an düsteren, geheimnisvollen Welten mit ungewöhnlichen Figuren haben. Auch wenn man die vorherigen Teile nicht kennt, kann man gut in die Geschichte einsteigen.

Ich gebe dem Buch 4 von 5 Sternen.

4 stars
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Die Stählerne


Cover & Klappentext
Das Cover von Band drei ist in meinen Augen das schwächste der Reihe. Aber letztendlich ist es eine Geschmacksfrage. Wichtig ist, dass man schon eine gewissen Stimmung wahrnimmt, die sich auch im Buch wiederfindet, und das ist hier gegeben. Zudem kommt es immer auf den Inhalt an.
Der Klappentext wiederum hat mich sofort angesprochen, nachdem ich die anderen beiden Teile kenne. Wobei diese Story auch ohne Vorwissen gelesen werden kann, denn sie spielt vor der Dilogie.


Meinung
Die siebzehnjährige Phoebe Ellis schleicht sich regelmäßig in die Katakomben unter London, um die dortigen Schätze in der Oberwelt zu verkaufen. Das endet, als sie von einigen Mudlarks entdeckt wird, angeführt von Greyson Evans, der sie vor die Wahl stellt, entweder eine von ihnen zu werden oder wegen ihrer Straftat im Gefängnis zu landen.
Also wird Phoebe die erste weibliche Mudlark. Das bringt nicht nur Schwierigkeiten an der Oberwelt mit sich, sondern auch in den Tiefen der Katakomben, insbesondere als ein verstecktes Volk auftaucht sowie albtraumhafte Kreaturen, was wiederum in Machtkämpfen gipfelt und die Abgründe eines jeden in den Vordergrund rückt.

Aus der Sicht von Phoebe wird man durch das Geschehen geführt. Sie ist weder sympathisch noch liebenswert. Als Teenager ist sie sich selbst überlassen und sucht nach einem Nervenkitzel, der sie als Schatzjägerin in die Katakomben führt. Das geht lange gut, bis sie erwischt wird.
Normalerweise bietet jede Geschichte einen Charakter, mit dem man sich irgendwie, zumindest teilweise, verbunden fühlt. Bei Phoebe hatte ich meine Schwierigkeiten. Ihre positiven Eigenschaften sind rar gesät, aber dennoch vorhanden. Und letztendlich ist der Weg, den sie eingeschlagen hat beziehungsweise einschlagen musste, dafür verantwortlich, was aus ihr geworden ist. Hier werden die Abgründe der Menschheit an einer Person in den Fokus gerückt. Ihr Fall geht Hand in Hand mit dem Abstieg in die Katakomben.

Ich bin immer noch fasziniert von der Welt, die die Autorin hier erschaffen hat. Schon beim ersten Band waren diese Führungen, die in vielen Großstädten angeboten werden, in aller Munde. Daraus etwas derart Ungewöhnliches zu machen, ringt mir Respekt ab. Denn hier geht es keineswegs nur um pure Kreativität, sondern zeigt den Fehler der Menschheit auf. Alles muss entdeckt werden, was per se nichts Schlechtes ist. Es ist die Art und Weise, wie damit umgegangen wird. Es wird seziert, bis alles vernichtet ist.

In der Ausbildung zur Mudlark muss Phoebe sich gegen die anderen Rekruten durchsetzen, die nur aus Männern bestehen. Ihre schon vorher vorhandene harte Seite wird hier gestählt, ihre Gefühle unterdrückt, bis sie nur noch selten, zum Beispiel bei Blaise, der aus der Dilogie bekannt ist, zum Vorschein kommen. Zudem vertraut sie nur wenigen. Aber je länger sie sich in den Katakomben aufhält, desto kälter wird sie. Dort unten gelten die Regeln der Oberwelt nicht mehr. Schwerer Verrat stumpft sie völlig ab und so lässt sie ihren Frust an allem und jedem aus. Es mag verständlich sein, aber rechtfertigt nichts.

Der Schreibstil passt perfekt zum Inhalt. Er trägt den Inhalt, ohne sich hervorzuheben, sodass man sich komplett auf die Handlung konzentrieren kann. Ich wurde zu keiner Zeit rausgerissen. Er ist durchgehend flüssig und überzeugt mit der entsprechenden Wortwahl.
Auch das Tempo wurde toll gewählt. Das Leben Phoebes wird ein wenig im Zeitraffer dargestellt, was erst zum Ende hin besonders durch längere Abstände auffällt. Das bringt eine gewisse Geschwindigkeit rein, die aber nicht zu rasant ist, sodass man in den Szenen verweilen kann.

Insgesamt ist Phoebe keine klassische Heldin. Ihre Entwicklung stellt, bedingt durch diverse Geschehnisse, die sie prägten, eher einen Absturz dar. Sie sieht sich auf der korrekten Seite, handelt aber moralisch fragwürdig.


Fazit
Ein außergewöhnlicher Abschluss der Lichter unter London-Reihe, der gleichzeitig den Anfang darstellt. Die Autorin brilliert mit einer Hauptprotagonistin, die die Abgründe der Menschheit zeigt und den Leser dazu auffordert, sich selbst zu hinterfragen. Dadurch wird die Tiefe generiert.

Ich vergebe vier von fünf Sternen und eine klare Leseempfehlung.

4 stars
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Schlammlerche ist ein eindrucksvoller, düsterer Abschluss der „Lichter unter London“-Reihe und gleichzeitig ein Prequel, das der Welt noch einmal spürbare Tiefe verleiht. Anne Herzel führt uns in die modrige, gefährliche Unterwelt der Londoner Katakomben und stellt mit Phoebe eine Protagonistin ins Zentrum, die weit entfernt von klassischer Heldinnenromantik ist. Die Geschichte fühlt sich roh, unbequem und emotional intensiv an – genau das macht ihren Reiz aus.
Besonders stark ist die Atmosphäre: Schlamm, Enge und moralische Grauzonen sind jederzeit präsent, sodass man das Gefühl hat, selbst mit in der Finsternis zu stehen. Der Schreibstil ist präzise und eindringlich, ohne beschönigende Umwege, und transportiert die innere Zerrissenheit der Hauptfigur sehr überzeugend. Statt einer typischen Aufstiegsgeschichte erzählt der Roman eher von Verlust, Entscheidungen aus Not und den Konsequenzen davon.
Inhaltlich überzeugt Schlammlerche vor allem durch seine Charakterzeichnung und die konsequente Thematisierung von Macht, Ausgrenzung und Überleben. Die fantastischen Elemente fügen sich organisch ein und verstärken die düstere Stimmung, ohne sie zu überladen. Wer die Reihe kennt, bekommt hier neue Perspektiven; wer sie noch nicht gelesen hat, erlebt einen starken, eigenständigen Einstieg in diese Welt.
Für mich ist Schlammlerche ein mutiger, atmosphärisch dichter Roman, der lange nachwirkt. Ein sehr gelungener Band für Leser*innen, die Urban- und Dark Fantasy mit Tiefgang mögen – und ein würdiger Abschluss der Reihe.

4 stars
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