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Buchcover für Love and Rent

Love and Rent

Roman | Deutsche Ausgabe

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Erscheinungstermin 15.08.2026 | Archivierungsdatum N/A


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Zum Inhalt

»Bridget Jones«  für eine neue Generation

Hannah und Kiera sind emanzipierte, berufstätige, starke Frauen in ihren 30ern. Aber leider sind sie auch notorisch pleite. Als Hannah den reichen Oscar kennenlernt, springt bei ihr kein Funke über, doch die Vorstellung von einer durchgeheizten Wohnung lässt sie eine Beziehung in Erwägung ziehen. Zwischen Identitätskrisen und Mutterkomplexen hat Jo Cheetham einen unglaublich unterhaltsamen Roman über unsere Gegenwart geschrieben.
Hannah hat romantische Komödien, in denen ein Mann den Schlüssel zum Happy End einer Frau in der Hand hält, schon immer gehasst. Aber sie kann ihre Miete kaum noch bezahlen und die Wahl zwischen dem Zusammenleben mit einem Partner oder der eigenen, stets kritischen Mutter, ist nicht leicht. Als sie den wohlhabenden und von seiner eigenen Mutter geradezu besessenen Oscar kennenlernt, entschließt sie sich, ihm eine Chance zu geben. Schon bald ziehen die beiden in ein Cottage in der Nähe von Edinburgh. Doch es dauert nicht lange, bis die so schöne Fassade zu bröckeln beginnt. Denn Hannahs beste Freundin Kiera ist nicht begeistert davon, dass Hannah Sheffield für einen Typen verlassen hat. Und Hannah fragt sich, ob sie jetzt nicht die Art von Beziehung führt, für die sie andere immer verachtet hat. Auf hochkomische und doch sensible Weise erzählt Jo Cheetham über Freundschaft und die Möglichkeit von Liebe im 21. Jahrhundert.

»Bridget Jones«  für eine neue Generation

Hannah und Kiera sind emanzipierte, berufstätige, starke Frauen in...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783608505009
PREIS 24,00 € (EUR)
SEITEN 336

Auf NetGalley verfügbar

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

4 stars
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4 stars

Hannah ist Mitte dreissig, chronisch pleite und kämpft sich mehr schlecht als recht durchs Leben. Als sie den wohlhabenden Oscar kennenlernt, entsteht aus einem missverständlichen ersten Date überraschend eine Beziehung — und plötzlich steht Hannah vor der Frage, ob Liebe, finanzielle Sicherheit und Selbstbestimmung überhaupt miteinander vereinbar sind. Zwischen Wohnungsproblemen, Freundschaftskonflikten und Selbstzweifeln erzählt der Roman von den Schwierigkeiten moderner Beziehungen und dem Druck des Erwachsenenlebens.

Jo Cheetham schreibt humorvoll, modern und gleichzeitig sehr nahbar. Der Ton erinnert an klassische britische Rom-Coms wie Bridget Jones, wirkt dabei aber deutlich zeitgemässer und gesellschaftskritischer. Besonders die Mischung aus trockenem Humor, emotionaler Ehrlichkeit und alltäglichen Beobachtungen macht den Roman charmant und authentisch.

Tropes: Opposites Attract / Slow Burn Romance / Friends & Found Family

Fazit: Love and Rent verbindet Rom-Com-Vibes mit realistischen Themen wie Geldsorgen, Identitätskrisen und modernen Beziehungen. Der Roman wirkt witzig, emotional und gleichzeitig überraschend reflektiert. Besonders Leser*innen, die Romance mit Tiefgang und unperfekten Figuren mögen, dürften hier auf ihre Kosten kommen.

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"Ich habe mich gefragt, ob du mich vielleicht begleiten willst.« Er machte eine Pause. »Ein gemeinsamer Neuanfang."

Manchmal sind Entscheidungen nicht so leicht. Oscar ist einfach, er ist bequem. Aber ist er auch der richtige?

Hannah steckt in ihren Dreißigern fest. Sie hat zu wenig Geld, viel zu viele Sorgen und das Gefühl, im Leben ständig hinterherzulaufen. Als sie den erfolgreichen und finanziellen abgesicherten Oscar kennenlernt, entwickelt sich aus einer eher chaotischen ersten Begegnungen mit abweichenden Interessen unerwartet mehr. Doch mit der Beziehung kommen auch neue Zweifel auf. Zwischen Existenzängsten, komplizierten Freundschaften und der Suche nach dem eigenen Platz im Leben stellt sich Hannah immer wieder die Frage, ob Unabhängigkeit, Liebe und Sicherheit überhaupt miteinander funktionieren können. Man merkt, wie sie versucht, sich an ein Leben anzupassen, in das sie eher hineingestolpert ist, es wirkt unbeholfen.

Das Leben überrumpelt Hannah immer wieder. Eine unfreiwillige Entscheidung folgt der nächsten und man spürt ihre Verzweiflung dabei beinahe selbst. Gerade dadurch bekommt man einen unglaublich intensiven Einblick in ihre Gefühlswelt. Ihre Gedanken, Unsicherheiten und Ängste fühlen sich greifbar an und machen die Geschichte emotional und nahbar.

„Oscar und ich hatten uns aneinander gewöhnt, wie ein gebrochener Knochen, der von selbst wieder zusammengewachsen war. Es funktionierte irgendwie.“

Die Beziehung zwischen Hannah und Oscar ist geprägt von einem ständigen Wechsel aus Nähe und Distanz, aus warmen und kalten Momenten. Beim Lesen fühlt sich das manchmal fast befremdlich an. Die beiden wirken wie ein Topf und ein Deckel, die nicht ganz zusammenpassen, aber trotzdem verzweifelt versuchen, ein Set zu sein. Ihre Vorstellungen vom Leben gehen oft auseinander und trotzdem lässt keiner von beiden wirklich los. Gerade diese Dynamik macht die Beziehung so schmerzhaft ehrlich und gleichzeitig unglaublich faszinierend zu verfolgen.

Jo Cheetham schreibt dabei sehr nahbar und authentisch. Der Schreibstil wirkt leicht und humorvoll, verliert aber nie die emotionalen und gesellschaftlichen Themen aus den Augen. Besonders die Mischung aus trockenem Humor, emotionaler Ehrlichkeit und alltäglichen Beobachtungen macht den Roman so besonders.

Der Roman erzählt ehrlich und nahbar von Orientierungslosigkeit, modernen Beziehungen und dem Druck, als Erwachsener endlich „angekommen“ sein zu müssen. Das Ende des Buches fühlt sich schließlich wie ein Hoffnungsschimmer an. Diese Endlosschleife aus Unsicherheit und Stillstand beginnt sich langsam aufzulösen. Es zeigt, dass man manchmal genau durch die unbequemen Erfahrungen wachsen muss, um herauszufinden, was man wirklich möchte. Das Happy End, oder zumindest der Weg dorthin, ist nicht immer offensichtlich und wartet oft auch genau dort, wo man es am wenigsten erwartet.

Love and Rent ist eine emotional ehrliche Geschichte über das Leben in den Dreißigern, über Selbstzweifel, Beziehungen und die Frage, ob Liebe allein wirklich ausreicht. Hannah ist eine sympathische und verletzliche Figur, mit der man mitfühlt und für die man sich wünscht, dass sie ihren eigenen Weg findet um Glücklich zu werden.

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Ein Buch über das Erwachsenwerden. Über Freundschaft, Über Familie, Über das Zusammenziehen mit Partner:innen und das wieder auseinander ziehen.
Die Protagonistin begibt sich auf eine Reise in dem Buch, wo sie zu sich selbst findet und dabei einige Umwege (via Schottland) macht.
Ein tolles Buch für alle Leute, die noch nicht so wissen wohin mit sich und Angst davor haben, sich festzulegen. Du kannst dich immer neu (er-)finden und vielleicht wird dadurch alles sogar besser.

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Ich hatte nicht viel Zeit am Stück, als ich damit angefangen habe - nur so kann ich mir erklären, warum ich nicht sofort warm geworden bin mit dem Buch. Ja, und weil ich dachte ich muss eine Liebesgeschichte reinlesen.
Es ist kein Fitzelchen Romantik in diesem Buch - aber Freundschaft. Es ist schnoddrig-feministische Arbeiterklasse mit kaputter Familiengeschichte trifft auf elitäre, blasierte Upper Class mit kaputter Familiengeschichte und das lakonisch britisch humorvoll erzählt.
Erinnert mich an Dolly Alderton.
War dann doch irgendwie genau mein Ding.

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es ist wirklich ein richtig gutes Buch mit Höhen und Tiefen und ich bin dankbar es lesen zu dürfen. es ist ehrlich und authentisch und es war wirklich sehr intensiv.

Ganz eine ehrliche und warmherzige Story mit humorvollen Elemente.



Ganz klare Leseempfehlung

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Vielen Dank an den Klett-Cotta Verlag und NetGalley für das kostenfreie Rezensionsexemplar.
Ich habe »Love and Rent« sehr gern gelesen. Der Roman verbindet Leichtigkeit, Witz und gesellschaftliche Beobachtung auf eine Weise, die für mich sehr gut funktioniert hat. Besonders überzeugend fand ich, wie nachvollziehbar Hannahs Lebenssituation erzählt wird: finanzielle Unsicherheit, Beziehungsmuster, der Wunsch nach Entlastung und die Frage, wie frei Entscheidungen eigentlich sind, wenn Wohnen und Geld dauerhaft Druck ausüben. Der Roman ist unterhaltsam, bleibt dabei aber nicht oberflächlich. Gerade die Mischung aus Humor, weiblicher Freundschaft, Selbstzweifeln und Klassenthemen macht das Buch für mich stark. Hannah ist keine makellose Heldin, genau deshalb wirkt sie glaubwürdig. Viele ihrer inneren Konflikte dürften Leser*innen aus eigenen Lebensphasen kennen.

Aus Lektorinnen-Sicht ist mir aufgefallen, dass einige zuvor sehr schön erzählte Passagen im Anschluss noch einmal erklärend zusammengefasst werden. An diesen Stellen hätte ich dem Text noch etwas mehr Vertrauen in die eigene erzählerische Kraft gewünscht.
Für mich ist »Love and Rent« ein kluger, warmherziger und sehr gegenwärtiger Roman über Liebe, Freundschaft, finanzielle Abhängigkeit und die Suche nach einem Leben, das wirklich zu einem passt.

Meine ausführliche Rezension erscheint zum Erscheinungstermin am 15.08.2026 auf meinem Blog »Nichts für später«.

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Ich fand „Love and Rent“ unglaublich unterhaltsam und erfrischend modern. Jo Cheetham greift Themen auf, die wohl jeder aus der eigenen Lebensrealität oder dem Freundeskreis kennt – die Wohnungssuche, das WG-Leben und das Chaos der Liebe in der heutigen Zeit. Ich musste beim Lesen oft laut lachen, weil die Situationen so wunderbar skurril, aber gleichzeitig total lebensecht beschrieben waren. Ein herrlich unkomplizierter, witziger Roman mit liebenswerten Charakteren!

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Und wieder ein Buch das ich zum richtigen Zeitpunkt in meinem Leben gelesen habe. Eine Mittdreißigeren zwischen Erwartungen und Realität. Im Kopf noch Jugendliche, in der Realität pleite und keine guten Zukunftsaussichten im Vergleich zu den Generationen davor. Mietwohnung, keine Kinder, keine Beziehung, Generationstrauma und abwesende Eltern in der Kindheit. Mir hat es gefallen!

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Happy End - oder was zählt wirklich? 3,5⭐️


Hannah und Kiera sind 30, berufstätig und halten sich für emanzipiert. Doch trotz der harten Arbeit sind sie permanent pleite und geraten immer wieder an die falschen Männer.
Durch ein Missverständnis findet Hannah sich bei einem Date mit Kieras Kollegen Oscar wieder.
Es funkt zwar nicht wirklich bei ihr, und eigentlich hasst sie die Vorstellung, dass eine Frau durch einen reichen Mann „gerettet wird“:

„Ich bin jedes Mal enttäuscht, wenn das Happy End einer Frau von einem Mann abhängt.
Die meisten Filme schaue ich mir maximal bis zur Hälfte an, nämlich bis zu dem Punkt, an dem das Leben der Hauptfigur komplett im Eimer ist. So erspare ich mir die saubere Auflösung, bei der ein Mann angerauscht kommt und alles in Ordnung bringt. Geschichten, in denen Erfüllung in einer so hübschen, makellosen Verpackung daherkommt, habe ich noch nie getraut: der Mann, das Haus, die Familie. Als wäre das von Anfang an das unausweichliche Ziel gewesen.
[...]
Und trotzdem habe ich mich vor nicht allzu langer Zeit, als mein eigenes Leben in die Brüche ging, selbst danach gesehnt, von jemandem gerettet zu werden.“

Andererseits kann sie ihre Miete kaum mehr zahlen und ihr Job ist in Gefahr. So landet sie doch in einer Beziehung mit Oscar und folgt ihm recht schnell nach Schottland, wo er einen tollen neuen Job hat. Hannah dagegen sitzt alleine im Cottage in der Nähe von Edinburgh und ist völlig von ihm abhängig:
„Er war so zuverlässig und solide, und ich ließ mich, nur ein klein wenig, auf die Vorstellung ein, dass mich jemand stützen und aufrecht halten konnte.
Mir kam nicht in den Sinn, dass man, wenn man sich von jemand anderem stützen ließ, allzu leicht vergessen konnte, dass man eigentlich auf seinen eigenen Beinen stehen sollte.“

Die Fassade der Beziehung bröckelt bald, und als Hannahs Mutter todkrank wird und sie zurück nach Sheffield muss, um sie zu Pflegen, ist die Krise vorprogrammiert.

„Love and Rent“ ist ein Debütroman, der mich gut unterhalten hat und „Spuren von Tiefgang“ enthält. Jo Cheethams schreibt lebendig, modern und humorvoll. Hinter den vielen Momenten zum Schmunzeln verbirgt sich jedoch eine kluge gesellschaftskritische Note. Das Buch wirft die existenzielle Frage auf, ob wirtschaftliche Absicherung als Rechtfertigung für eine Beziehung ohne Liebe ausreicht.

„Auf dem Bett liegend, dachte ich noch einmal über Schottland nach. Wie schnell ich mein eigenes Leben über Bord geworfen hatte. Wie bereitwillig ich mich an Oscars Routinen angepasst hatte – an seine Ernährung, sein Rennrad, seine Launen, seine Mutter. Ich hatte mir eingeredet, eine freiere, abenteuerlustigere Version meiner selbst zu werden, obwohl ich eigentlich Köchin, Putzfrau, Sekretärin, Therapeutin und Gedankenleserin geworden war. Unsere Beziehung war ein versehentliches Praktikum, um das ich mich nie beworben hatte. Wie in Der Teufel trägt Prada, nur ohne Prada. Und mit deutlich mehr Lycra.“

Dennoch konnten meine Erwartungen nicht ganz erfüllt werden. Das Ende fand ich zwar von der Aussage her gelungen, insgesamt haben mich aber ein paar Dinge gestört: Gerade die männlichen Charaktere sind sehr stereotyp und klischeehaft gezeichnet; die Story ist weitgehend eher vorhersehbar.
Ein Punkt, der mir bei diesem wie auch bei vielen anderen aktuellen Romanen negativ aufstößt, ist der ständige und übermäßige Alkoholkonsum der Hauptfiguren.

Final vergebe ich 3,5 von 5 Sternen für diesen unterhaltsamen Gegenwartsroman..

Vielen Dank an den Klett-Cotta Verlag und an NetGalley für dieses Rezensionsexemplar! 📚💚

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Love and Rent von Jo Cheetham hat mich vom Klappentext her direkt angesprochen und überzeugt, da es hier um Frauen im gleichen Alter (in den 30ern) wie ich geht und um Identitätskrisen und Familienkonflikte in dieser Zeit.

Das Buch fing zunächst sehr abrupt an, da habe ich eine Weile gebraucht, um rein zu kommen. Danach war ich aber total in der Handlung drin.
Die Autorin hat einen ganz eigenen Schreibstil, der aber sehr angenehm und humorvoll ist.

Die Protagonistin Hannah tut einem wirklich leid, man kann sich richtig in ihre Lage hineinversetzen und ich konnte total nachvollziehen, dass sie nun "einfach" den vermeintlich leichten und nicht so aufregenden Weg in ihrem Leben wählen möchte. Ich hatte aber schon direkt eine böse Vorahnung als sie das erste Mal bei Oskar zu Hause ist und das ganze seinen Lauf nimmt.

Oskar wurde mir im Laufe des Buches auch wirklich immer unsympathischer und ich habe stellvertretend für Hannah oft die Krise gekriegt. Auf jeden Fall ein Buch was einen auch richtig wütend machen kann.

Ich fand die Entwicklung der Handlung gut gelöst und auch das Tempo sehr angenehm. Die Geschichte ist authentisch, echt und ist daher, meiner Meinung nach, für jeden in den 30ern genau die richtige Lektüre und sicherlich für die eine oder andere auch ein Weckruf. Kann ich sehr empfehlen!

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Wenn das Leben irgendwie nicht nach Plan läuft

Love and Rent hat mich mit seiner Mischung aus Rom-Com und ernsteren Alltagsthemen wirklich gut unterhalten. Statt einer klassischen Liebesgeschichte stehen hier auch Geldsorgen, Identitätskrisen, Freundschaft und die Frage im Mittelpunkt, wie das Erwachsenwerden eigentlich funktionieren soll.

Hannah war für mich eine authentische Protagonistin, deren Entscheidungen ich nicht immer nachvollziehen konnte, die aber gerade dadurch sehr menschlich wirkt. Besonders gefallen hat mir, dass die Geschichte nicht nur die romantische Beziehung beleuchtet, sondern auch zeigt, wie wichtig Freundschaften sind und welchen Einfluss sie auf unser Leben haben.

Der Schreibstil von Jo Cheetham ist angenehm locker und lässt sich flüssig lesen. Der trockene britische Humor sorgt immer wieder für Schmunzler, während zwischendurch auch emotionale und nachdenkliche Momente Platz finden. Dadurch wirkt die Geschichte trotz der Leichtigkeit nie oberflächlich.

An manchen Stellen zog sich die Handlung für meinen Geschmack etwas und einige Entwicklungen konnte ich schon früh erahnen. Das hat den Lesespaß zwar nicht genommen, aber dafür gesorgt, dass mich die Geschichte nicht komplett begeistern konnte.

Fazit: Love and Rent ist eine gelungene Mischung aus humorvoller Rom-Com und Gegenwartsroman mit viel Herz. Wer unperfekte Figuren, authentische Alltagsthemen und britischen Humor mag, bekommt hier eine unterhaltsame Geschichte mit Tiefgang. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

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Hannah und Kiera sind emanzipierte, berufstätige, starke Frauen - notorisch pleite und einerseits auf der Suche nach einer Beziehung auf Augenhöhe, andererseits auf der Suche nach einem starken Partner... Beide sind mit alleinerziehenden Müttern groß geworden, die offenbar selbst nicht glücklich sind und ihre Töchter unter Druck setzen und mit hohen Erwartungen überfordern. Aus einer Verabredung aus Höflichkeit wächst für Hannah eine Beziehung aus Bequemlichkeit und Gewohnheit... Aber das Leben ist nun mal so ganz anders und niemand kann der eigenen Persönlichkeit und der eigenen Vergangenheit entfliehen...
Zu Beginn nervte mich die Eindimensionalität... vielleicht bin ich auch ein bisschen zu alt...
Insgesamt finde ich die Geschichte gelungen, da es kein klassisches Happy End gibt, sondern sich beide Frauen mit ihrer eigenen Persönlichkeit auseinandersetzen und sich schließlich als Menschen akzeptieren...

4 stars
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Ein neues Highlight! Dieser Roman hat mich von der ersten Seite an gefesselt und ich habe das Buch in wenigen Tagen durchgesuchtet. Der Schreibstil und der Humor haben mir so gut gefallen! Ich mochte Hannah und Kiera und Bex und generell das ganze Setting. Ich finde, dass die Autorin eine sehr authentische Geschichte erzählt, die trotz der Schwere der Themen, die auch behandelt werden, irgendwie leicht ist und mich oft zum Lachen gebracht hat. Auch der Plot war besonders und für mich nicht direkt vorhersehbar, das hat mir sehr gut gefallen, ebenso wie das Ende! Ich kann das Buch nur wärmstens empfehlen!

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Das Leben ist oft zu vergleichen mit einem Abenteuer oder einer Achterbahn! Man kommt seinen Gefühlen oft nicht hinterher und weiß nicht wo oben und untern ist. Zum Glück gibt es Bücher die genau so etwas wieder spiegeln oder uns genau in diesen Momenten abholen!

Hannah ist verzweifelt. Sie ist schon über 30 und bekommt im Leben so gar nichts gebacken. Sie kann die Miete für ihre Mini Wohnung kaum bezahlen und auch ihr Job ist alles andere als sicher! Als Oskar in ihr Leben tritt ist Hannah klar, der ist ein Langweiler, aber vielleicht ist langweilig dann gar nicht mal so schlecht.

Für mich ein wirklich tolles Buch! Es geht locker leicht los und ich bin beim lesen nur so durch die Seiten geflogen. Die Geschichte um Hannah und ihre Freundinnen und den langweiligen Oskar hat mir wirklich gut gefallen. Wahnsinn was Frau sich oftmals im Leben an tut um einem vorerzogenen Lebensklischee zu gefallen! Die eigenen Bedürfnisse und Wünsche sind da oft leider noch nebensächlich! Ich finde den Entwicklungsprozess von Hannah toll. Meine einzige Kritik ist, der tiefsinnige Teil am Ende des Buches wird zu knapp abgevespert. Viele Sachen werden geklärt, Hannah findet zu sich selbst und alles macht plötzlich einen Sinn! Es ist toll, aber auf zu wenig Seiten gequetscht. Das hätte gern etwas ausführlicher sein können! Mir hat’s aber echt gut gefallen!

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Rezension zu "Love and Rent" von Joe Cheatham

Inhalt (spoilerfrei): Die Protagonistin Hannah ist Mitte dreißig und versucht irgendwie, sich ein Leben aufzubauen, das ihr Sicherheit gibt. Trotz ihrer kleinen Einzimmerwohnung kann sie die Miete kaum zahlen und ihr Job im Museum hängt am seidenen Faden. Als sie den eher langweiligen, aber sehr strukturierten Oskar kennenlernt, scheint die gewünschte Sicherheit für Hannah plötzlich greifbar zu sein. Doch je mehr Stabilität sie gewinnt, desto mehr muss sie sich fragen, was sie dafür eigentlich aufgibt.

Erzählperspektive: Joe Cheatham erzählt Hannahs Geschichte mit einer großen emotionalen Nähe. Ich mochte den Schreibstil unglaublich gern. Er liest sich schnell und flüssig, hat immer mal wieder humorvolle Momente und trotzdem steckt zwischen den Zeilen so viel Nachdenklichkeit und Gefühl, einige Szenen haben mich wirklich zu Tränen gerührt, was ich nicht erwartet habe, weil der Klappentext zunächst so flott und leicht anmutete. Andere Szenarien haben mich vor Wut brodeln lassen. Und nie verliert die Erzählung seine Ernsthaftigkeit.

Figuren: Hannah war für mich eine unglaublich authentische Protagonistin. Sie hinterfragt sich ständig selbst, reflektiert ihre Entscheidungen und setzt sich immer wieder mit den Rollenbildern auseinander, mit denen Frauen aufwachsen. Gerade deshalb fiel es ihr so schwer, sich auf eine Beziehung einzulassen, in der finanzielle Sicherheit plötzlich eine so große Rolle spielt. Sie möchte eigentlich nicht die Frau sein, die sich von einem Mann "retten" oder versorgen lässt, und trotzdem bringt sie ihre Lebenssituation genau in diesen Konflikt. Ich fand das wahnsinnig ehrlich geschrieben. Man begleitet ihre Gedanken, Zweifel und inneren Konflikte so unmittelbar, dass ihre Entscheidungen jederzeit nachvollziehbar bleiben, selbst wenn sie auf dem Papier vielleicht unvernünftig oder gar falsch erscheinen. Ebenso eindrucksvoll sind die Nebenfiguren gezeichnet. Im Mittelpunkt steht vor allem die schwierige Beziehung zu ihrer Mutter,Sie hat ständig Erwartungen an ihre Tochter, sie akzeptiert sie selten einfach so, wie sie ist, dabei wünscht sich Hannah die mütterliche Anerkennung so sehr. Die Dynamik zwischen den beiden ist schmerzhaft, komplex und erschreckend realistisch. Gleichzeitig zeigt der Roman aber auch, wie viel Halt echte Freundschaften geben können.

Themen: Was mich am meisten überrascht hat, ist, dass dieses Buch für mich einfach keine romantische Komödie war. Aber genau so wird es vermarktet. Überall liest man Vergleiche mit "Bridget Jones" oder Begriffe wie "RomCom". Ehrlich gesagt finde ich das dem Buch gegenüber fast ein bisschen unfair. Ja, es gibt humorvolle Momente und Dialoge, bei denen ich schmunzeln musste. Aber der Humor steht für mich überhaupt nicht im Mittelpunkt. Vielmehr erzählt Joe Cheatham von den Sorgen einer weiblichen Generation, für die finanzielle Sicherheit längst keine Selbstverständlichkeit mehr ist (und da nenne ich vor allem Single Frauen zuerst, denn die Gender Pay Gap ist immer noch allgegenwärtig!) Es geht um steigende Lebenshaltungskosten, unsichere Arbeitsverhältnisse und die Frage, wie frei Entscheidungen überhaupt noch sind, wenn existenzielle Ängste ständig mitschwingen. Gleichzeitig setzt sich der Roman intensiv mit gesellschaftlichen Erwartungen an Frauen auseinander. Hannah hinterfragt immer wieder das traditionelle Bild vom Mann als Retter und Versorger und empfindet selbst Scham darüber, sich aus finanziellen Gründen auf diese Rolle einzulassen. Gerade dieser innere Konflikt wirkt unglaublich ehrlich und modern. Vor allem mochte ich in dem Buch aber auch, dass hinterfragt wird, was wir eigentlich suchen, wenn wir versuchen, glücklich zu sein. Ob Liebe oder erstmal Sicherheit? Ein Zuhause? Das Gefühl, endlich irgendwo anzukommen? Was hat Prio und was nimmt man hin, um sein größtes und vermeintliches Bedürfnis zu befriedigen? Und ist es unmoralisch, eine Beziehung einzugehen, weniger aus Liebe, sondern aus pragmatischen Gründen und weil man dadurch Sicherheit und Stabilität bekommt? Oder ist es vielleicht einfach nur verständlich als Frau, Mitte 30 in einer Großstadt mit steigenden Mietpreisen, instabilen Arbeitsplätzen, ohne finanziellen Rückhalt seitens der Familie und Co.? Auch dass sich der Roman mit gesellschaftlichen Erwartungen an Frauen Anfang oder Mitte dreißig beschäftigt, mochte ich sehr. Er macht den Druck auf Frauen sichtbar, ab 30 Jahren sesshaft zu werden und zu heiraten, natürlich mit Haus und Kindern. Alternativen sind unerwünscht und nicht normal. Ich finde es so stark, wie Cheatham dieses Thema behandelt.


Fazit: Ich glaube, meine einzige Kritik richtet sich an die Vermarktung des Buches. Wer eine lockere RomCom à la "Bridget Jones" erwartet, könnte meines Erachtens enttäuscht werden. Wer sich aber auf einen ruhigen, klugen und sehr lebensnahen Roman einlässt, bekommt eine Geschichte über finanzielle Existenzängste, Selbstwert, Familie, Freundschaft und die gesellschaftlichen Erwartungen, mit denen gerade viele Frauen Ende zwanzig oder Mitte dreißig konfrontiert sind. "Love and Rent" hat mich vor allem deshalb überzeugt, weil es so viel mehr ist, als Cover und Klappentext vermuten lassen. Hannah ist keine perfekte Heldin, sondern eine sehr authentisch geschriebene Frau Mitte 30 (wie ich), die versucht, die beste Entscheidung für sich zu treffen, obwohl das Leben ihr ständig neue Unsicherheiten und Herausforderungen vor die Füße wirft. Gerade wer selbst Ende zwanzig oder Mitte dreißig ist, wird viele der beschriebenen Gedanken und Ängste wiedererkennen. Aber vor allem der Fokus auf die Beziehung zwischen Hannah und ihrer Mutter fand ich unglaublich berührend. Was Hannah mit ihr durchmachen muss fand ich so feinfühlig beschrieben, ich habe richtig mitgelitten! Ich hätte mir wirklich gewünscht, dass das Buch ehrlicher vermarktet worden wäre, denn ich glaube, es würde genau die Menschen erreichen, die seine Themen wirklich zu schätzen wissen. Für mich war es eine bewegende und sehr authentische Geschichte, die mich mehrfach emotional berührt hat und noch lange nachwirken wird.Es hat sich wirklich wie eine kleine emotionale Reise angefühlt, in der wir mit Hannah auf der Suche nach Sicherheit, Zugehörigkeit und dem eigenen Platz im Leben zusammen wachsen dürfen.

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