zum Hauptinhalt springen
Buchcover für Pulver

Pulver

Roman

Sie müssen sich anmelden, um zu sehen, ob dieser Titel für Anfragen zur Verfügung steht. Jetzt anmelden oder registrieren

Teil von Debütromane in der FVA

NetGalley-Bücher direkt an an Kindle oder die Kindle-App senden.


1

Um auf Ihrem Kindle oder in der Kindle-App zu lesen fügen Sie kindle@netgalley.com als bestätigte E-Mail-Adresse in Ihrem Amazon-Account hinzu. Klicken Sie hier für eine ausführliche Erklärung.

2

Geben Sie außerdem hier Ihre Kindle-E-Mail-Adresse ein. Sie finden diese in Ihrem Amazon-Account.

Erscheinungstermin 05.03.2026 | Archivierungsdatum N/A


Sprechen Sie über dieses Buch? Dann nutzen Sie dabei #Pulver #NetGalleyDE! Weitere Hashtag-Tipps


Zum Inhalt

Überraschend und fesselnd bis zur letzten Seite erzählt Johann Reißer die unerhörte Geschichte von Max Duttenhofer, den kaum beleuchteten Anfängen der deutschen Rüstungsindustrie und den Hoffnungen, Begierden und Abgründen dahinter. Ein mitreißender und vielstimmiger Familien- und Epochenroman, der einen erzählerischen Bogen zwischen dem ausgehenden 19. Jahrhundert und dem 21. Jahrhundert spannt.

Jeder in der Schwarzwaldstadt kennt den frechen Max, der sich statt in der elterlichen Apotheke lieber beim alten Pulvermüller rumtreibt. Dass dieser ehrgeizige Junge die Pulvermühle übernehmen und in wenigen Jahren einen international agierenden Konzern aufbauen wird, ahnt da noch keiner. Sein raucharmes Schießpulver revolutioniert die Kriegsführung und macht ihn zu einem der mächtigsten Männer des Kaiserreichs, der Deals mit Bismarck und Krupp einfädelt und sein Pulver bis nach Japan verkauft. Doch nicht allen gefällt, wie Industrialisierung und Nationalismus die Gesellschaft verändern. Die Aufrüstungsspirale entlädt sich im Ersten Weltkrieg, den seine uneheliche Enkelin Rosa als Arbeiterin in der Pulverfabrik erlebt. Einschneidende Erlebnisse machen sie zur Kämpferin gegen den Militarismus …

Dieser vielstimmige Epochen- und Familienroman spannt einen Bogen zwischen dem 19. und dem 21. Jahrhundert und streift dabei Schauplätze wie Rottweil, Stuttgart, Hamburg und Berlin. Fesselnd bis zur letzten Seite spürt er dem Beschleunigungs- und Expansionsdrang der Moderne und dessen Umschlagen in Zerstörung und Gewalt nach und zeigt das Auseinanderdriften der Gesellschaft, wachsende soziale Spannungen und politische Radikalisierung.

»Max Duttenhofers Existenz ist nahezu in Vergessenheit geraten, dabei gehörte er zu den mächtigsten Männern im Kaiserreich – und zu den rätselhaftesten.« Frank Thadeusz, DER SPIEGEL
Überraschend und fesselnd bis zur letzten Seite erzählt Johann Reißer die unerhörte Geschichte von Max Duttenhofer, den kaum beleuchteten Anfängen der deutschen Rüstungsindustrie und den Hoffnungen...

Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783627003470
PREIS 26,00 € (EUR)

Auf NetGalley verfügbar

NetGalley-Reader (EPUB)
NetGalley Bücherregal App (EPUB)
An Kindle senden (EPUB)
Download (EPUB)

Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

4 stars
4 stars
4 stars
4 stars
4 stars

Dieser Roman beginnt mit einem Bild, das sich einprägt: Ein Neckartal, in dem verrostete Maschinen wie gestrandete Urtiere zwischen alten Fabriken und bewaldeten Hängen liegen, während blaue Mücken – „elfenhaft“ und rätselhaft – über den Ruinen einer untergegangenen Industrieepoche tanzen. Hier, wo einst Pulver produziert wurde, das Kriege veränderte, wo Militärs und gekrönte Häupter ein und aus gingen, beginnt die Geschichte des Apothekersohns Max.

Max ist kein Held, sondern ein Junge, der sich sträubt. Sein Vater will, dass er die Apotheke übernimmt, doch er zieht es vor, beim Pulvermüller herumzustreichen, einem Mann, der zwischen Wissenschaft und Aberglaube schwankt. Der Pulvermüller experimentiert mit Schwarzpulver, erzählt von fliegenden Türken und warnt gleichzeitig vor den Gefahren der modernen Welt. Max hört zu, staunt, wird geschlagen, kommt wieder – denn hier, zwischen Knall und Qualm, fühlt er sich lebendig. Die Lateinstunden in der Schule wirken dagegen wie ein Gefängnis, die Apotheke wie ein vorbestimmtes Schicksal, dem er entfliehen muss.
Der Roman erzählt von Max’ Aufstieg zum Industriellen, der mit raucharmem Pulver ein Imperium aufbaut, Geschäfte mit Bismarck macht und bis nach Japan liefert. Doch während er reich und mächtig wird, zeigt der Roman auch die andere Seite: die Arbeiter in den Fabriken, die unter den Maschinen leiden, die sozialen Spannungen, die schließlich im Ersten Weltkrieg eskalieren. Max’ Enkelin Rosa, die in derselben Fabrik arbeitet, die einst sein Vermögen begründete, erlebt die Kehrseite seines Erfolgs. Ihr Widerstand gegen den Militarismus wird zur notwendigen Antwort auf die Welt, die er mitgeschaffen hat.

Die Stärke des Buches liegt in seiner Fähigkeit, Geschichte im Kleinen zu zeigen. Max’ Reise nach Stuttgart, wo er zum ersten Mal eine Lokomotive sieht, ist ein Schlüsselmoment – die Maschine, die dampft und dröhnt, wird für ihn zum Symbol einer neuen Zeit. Doch während er begeistert ist, zeigt der Roman schon hier die Schattenseiten: die Fabriken, in denen Arbeiter zu Maschinen werden, die Ausbeutung, die hinter dem Fortschritt steckt.
Die Sprache ist präzise, die Bilder bleiben haften. Die „blauen Elfen“, diese geheimnisvollen Mücken, die über dem Tal schweben, wirken wie ein stummer Kommentar zu allem, was geschieht – als ob die Natur selbst Zeugin der menschlichen Hybris wäre. Der Pulvermüller, dieser zwiespältige Mentor, verkörpert den Konflikt zwischen alter und neuer Welt: Mal predigt er die modernen Wissenschaften, mal versinkt er in mystischen Büchern über Alchemie.

Am Ende bleibt die Frage, was von alldem übrig bleibt. Die Fabriken verfallen, die Macht vergeht, doch das Tal und seine Geister bleiben. Vielleicht sind es gerade diese „elfenhaften“ Mücken, die am längsten überdauern – als stumme Erinnerungen an eine Zeit, in der Menschen glaubten, die Welt mit Pulver und Maschinen verändern zu können. Ein Roman, der nachdenklich macht, ohne zu moralisieren, der Geschichte erzählt, ohne sie zu vereinfachen.

4 stars
4 stars
4 stars
4 stars
4 stars
War diese Rezension hilfreich?
4 stars
4 stars
4 stars
4 stars
4 stars

„Pulver“ von Johann Reißer hat mich wirklich beeindruckt. Man merkt auf jeder Seite, wie sorgfältig und intensiv hier recherchiert wurde. Die Geschichte wirkt dadurch unglaublich dicht und glaubwürdig, fast so, als würde man ein Stück Realität lesen.
Besonders gefallen hat mir, wie klug Fakten, Hintergründe und Erzählung miteinander verbunden sind. Das Buch regt zum Nachdenken an und eröffnet viele Perspektiven, ohne dabei die Spannung zu verlieren. Für mich eine richtig starke, gut recherchierte Lektüre, die mich sehr überzeugt hat.

4 stars
4 stars
4 stars
4 stars
4 stars
War diese Rezension hilfreich?

LeserInnen dieses Buches mochten auch: