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Buchcover für Die letzten Tage der Diktatur

Die letzten Tage der Diktatur

Spione, Drahtzieher und das Ende der Nazi-Herrschaft | Eine packende Chronik vom Untergang des Dritten Reiches

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Erscheinungstermin 14.03.2026 | Archivierungsdatum 04.06.2026


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Zum Inhalt

Das unbekannte Ende der Naziherrschaft
Der packende Schlusspunkt des »Dritten Reiches« – dramatische Wochen zwischen Diktatur und Befreiung

Das »Dritte Reich« ist gefallen – doch die Geschichte steht nicht still. In Flensburg kreuzen sich die Wege von Agenten, Überlebenden und alten Eliten. Zwischen zerfallender Macht und zaghaftem Aufbruch wird verhandelt, getäuscht, geschwiegen – und der Grundstein für erstaunliche Karrieren gelegt. Dies ist die spannende Geschichte einer Zwischenzeit, in der die Konturen der heutigen Welt bereits erkennbar sind.

Nach der bedingungslosen Kapitulation tagt in Flensburg die letzte nationalsozialistische Reichsregierung. Großadmiral Karl Dönitz  inszeniert sich als legitime Übergangsinstanz. Die Alliierten dulden das Schauspiel – vorerst. So entsteht für wenige Wochen eine Zwischenzeit voller überraschender Neuanfänge: Albert Speer beginnt hier mit der Konstruktion seines Mythos vom unpolitischen Experten. Die Pilotin Beate Uhse legt den Grundstein für den größten Erotik-Konzern der Welt. Der britische Geheimdienstoffizier Ian Fleming sammelt Eindrücke, Figuren und Motive – für das, was später James Bond werden soll. Auch der junge Siegfried Unseld gehört zur Szenerie – er wird einer der bedeutendsten Verleger der Bundesrepublik. Im Norden kreuzen sich die Wege von Tätern, KZ-Häftlingen und Mitläufern. Es ist eine Zeit zwischen Kontinuität, Abrechnung und Neuanfang – in erstaunlichen Konstellationen. In ihrer packenden Darstellung schildert Svenja Falk diese kaum bekannte Übergangszeit auf Basis erstmals ausgewerteter Quellen – und zeigt, wie sich in diesen Tagen bereits die großen Linien der Nachkriegszeit abzeichnen.

Das unbekannte Ende der Naziherrschaft
Der packende Schlusspunkt des »Dritten Reiches«...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783608966947
PREIS 24,00 € (EUR)
SEITEN 256

Auf NetGalley verfügbar

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

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Die Flensburger Historikerin Svenja Falk nimmt ihre Leserinnen und Leser, ähnlich wie Volker Ullrich, auf eine fesselnde Zeitreise in die letzten Tage der NS-Diktatur mit. Während Ullrich in seinem Buch (Acht Tage im Mai) die Tage zwischen 30. April und dem 8. Mai 1945 beleuchtet, erstreckt Svenja Falk ihren Beobachtungszeitraum bis zum 23. Mai 1945. In beiden Büchern werden unzählige zeitgleich stattfindende, dabei aber oft gegenläufige Ereignisse, die auf Grund ihrer Absurdität fast schon zum Schmunzeln verleiten, zu einer Gesamtdarstellung zusammengeführt.

Svenja Falk hat in zahlreichen deutschen und britischen Archiven nach offiziellen und privaten Dokumenten gegraben. Dabei hat sie einige interessante, der Öffentlichkeit noch nicht so geläufige Ereignisse entdeckt.

Flensburg ist die Drehscheibe von zahlreichen Personen, die unterschiedlichsten Interessen nachgehen. Da sind vor allem jene abertausenden Flüchtlinge aus dem Osten, die vor den russischen Truppen fliehen, die Nazis, die versuchen, sich über die nördliche Rattenlinie abzusetzen, Wehrmachtsangehörige und Soldaten von Sondereinheiten, gestrandete Fremd- und Zwangsarbeiter, die noch nicht wissen, ob und wie sie in ihre Heimatländer zurückkehren werden können, sowie Spione und Namen, die nur wenig später wichtige Funktionen im neuen Deutschland inne haben werden (z.B. Reinhard Gehlen (1902-1979) als Chef des Bundesnachrichtendienstes).

Kopfschütteln musste ich über Großadmiral Karl Dönitz, der - gemäß des letzten Willens Hitlers und trotz der bedingungslosen Kapitulation - sich als legitimer Regierungschef der letzten NS-Regierung inszeniert. Es scheint, als hätte er noch nicht mitbekommen, dass für Seinesgleichen im Deutschland ab 1945 außer auf der Anklagebank kein Platz mehr sein wird. Staunen ist auch den Alliierten gegenüber angebracht, die diese eigenartige Inszenierung von Dönitz & Co zunächst einmal dulden und zugleich die wissenschaftliche Elite herausfiltern, um ihr Knowhow für eigene Zwecke einzusetzen, obwohl einige den Ideen des NS-Unrechts-Regime mehr als nahe gestanden haben. Dazu hat Svenja Falk erstaunliche Zahlen zu Tage gefördert.

Das Buch ist sehr gut strukturiert, was auf das chronologisch angeführte Kalendarium zurückzuführen ist. Als Beispiel sei der 30. April 1945 angeführt:

Hitlers Erbe
Warum Dönitz?
Die Verschlüsselungsmaschine Enigma im Einsatz
Von der „schwarzen Propaganda“ zu ersten deutschen Nachrichtendienst
„Rattenlinie Nord“
Spione, die zu spät kommen
Berlin fällt
Flucht im letzten Moment
Heinrich Himmlers Führungsanspruch

Wie die Autorin schon in der Einleitung schreibt, soll hier die Geschichte nicht neu geschrieben werden, sondern die Ereignisse zwischen dem 30. April und 23. Mai 1945 mit den Augen der Flensburgerinnen und Flensburger, deren Stadt relativ unbeschadet aus dem Krieg hervorgegangen ist, erzählt werden. Zudem dient das Buch allen jenen, die, so wie sie, über sich selbst schreibt, bislang wenig über die Geschichte ihrer Heimatstadt während des NS-Regimes erfahren haben, als Einstieg in weitergehende Literatur.


„Das Alte hatte seine Ordnungskraft verloren, das Neue war noch nicht gefestigt.“ (S. 13)

Fazit:

Gerne gebe ich diesem sehr gut strukturierten Buch, das sich sehr gut lesen lässt, zahlreiche Abbildungen sowie eine gute Auswahl an Quellen bietet, 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Sie ist gebürtige Flensburgerin und als sie sich näher mit der Geschichte ihrer Heimatstadt beschäftigte, war sie dann doch erstaunt. Denn es gab etliche Ereignisse, die wohl nur wenigen Menschen bekannt sein dürften. Flensburg war nämlich für wenige Tage Regierungssitz Deutschlands. Hitler schrieb vor seinem Selbstmord eine Anordnung, dass Großadmiral Karl Dönitz sein Nachfolger wird. Der nahm seine Aufgabe sehr ernst und agierte so, als sei die Kapitulation nie eingetreten. Er wollte, dass die Pläne Hitlers in die Tat umgesetzt werden. Also der utopische Wunsch eines großdeutschen Reiches stand auch für Dönitz an erster Stelle.

Flensburg war nicht nur Sitz der Interimsregierung Deutschlands. Es war gleichzeitig Sammelbecken von geflüchteten Nazigrößen und Wehrmachtssoldaten. Aber auch Menschen kamen hier an, die aus den Konzentrationslagern gerettet wurden. Fast verhungert und nur noch Haut und Knochen, so wankten sie durch die Straßen Flensburgs. Gleichzeitig suchten die vielen Vertriebenen aus den Ostgebieten hier Unterschlupf. Dass es nie genug Nahrung für alle gab und die Flensburger nicht jedem Ankömmling wohl gesonnen waren, ist verständlich.

#DieletztenTagederDiktatur zählt zwar zu den Sachbüchern, ist aber so unterhaltsam geschrieben, dass ich es kaum aus der Hand legen wollte. So vielen bekannten Persönlichkeiten begegnete ich, zum Beispiel Beate Uhse oder Siegfried Unseld, deren Aktivitäten während des Zweiten Weltkriegs ich bisher noch nicht kannte. Die Autorin muss unglaublich viele Archive durchforstet haben, um dieses Werk schreiben zu können. Das Buch wird mit Biographien der Hauptfiguren sowie einer lange Liste an weiterführender Literatur beendet. #NetGalleyDE

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Flensburg – damit verbinden die meisten Punkte im Kraftfahrtbundesamt, das Flensburger Pilsener oder Handball. Dass die Stadt zum Ende des Zweites Weltkrieges eine besondere Rolle spielte, dass wissen nur wenige. Vom 2. bis 23. Mai 1945 residierte hier nach Hitlers Tod die Regierung von Großadmiral Karl Dönitz. Dieses Buch schließt diese Wissenslücke mit zahlreichen interessanten Informationen.
Die Fördestadt als Regierungssitz der letzten nationalsozialistischen Regierung – selbst der Politologin und gebürtigen Flensburgerin Svenja Falk war dieses Geschichts-Kapitel fremd. „Neugierig begann ich zu recherchieren – und stellte schnell fest, dass ich mit meiner Wissenslücke nicht allein war“, schreibt sie im Vorwort zu ihrem Buch, das das Ergebnis dieser Recherche ist. Svenja Falk (Jahrgang 1964) ist Honorarprofessorin an der Universität Gießen. Sie ist verantwortlich für Markt- und Trendstudien sowie Strategieentwicklung.
Am 30. April 1945 hatte Hitler im Führerbunker Selbstmord begangen. In seinem politischen Testament hatte er das Kabinett Goebbels als Nachfolger bestimmt. Allerdings waren große Teile Deutschlands zu diesem Zeitpunkt bereits besetzt. Die neue „Regierung“ hatte ihren Sitz anfänglich in Plön und Eutin. Am 1. Mai beging Goebbels Selbstmord. Am späten Abend verkündete Dönitz seine Nachfolge, am 2. Mai verlegte er den Regierungssitz nach Flensburg.
Was folgte, waren drei chaotische Wochen, denn „das Alte hatte seine Ordnungskraft verloren, das Neue war noch nicht gefestigt“, so Svenja Falk. Zudem wird die Stadt von Flüchtlingen geradezu überflutet. Darunter auch etliche Nazigrößen, die über die „Rattenlinie Nord“ untertauchen wollen.

Svenja Falk schildert die Entwicklung chronologisch, beginnend mit dem 30. April 1945. Das Buch endet mit dem 23. Mai, mit der Verhaftung von Dönitz und seiner Regierung.

Etliche Orte wird man nach der Lektüre mit anderen Augen betrachten. Die Sportschule am Rande der Marineschule Mürwik. Hier hielt sich die Regierung auf. Das Glücksburger Schloss, das als Rückzugsort für hochrangige NS-Offiziere galt, den Flensburger Hafen, wo die „Patria“ lag. Auf dem Schiff hatten Dönitz und etliche Offiziere Quartier bezogen. Immer wieder fließen Berichte von nicht-militärischen Zeitzeugen ein, was diese Kapitel teilweise sehr lebendig macht.

Als ehemalige Redakteurin des „Flensburger Tageblatts“ hat mich der 11. Mai, die „Geburtsstunde der freien Presse“, sehr interessiert. Allerdings hätte ich mir mehr Details gewünscht und gerne erfahren, wie es später weitergegangen wäre.
Bei den folgenden Biografien geht Falk nach dem Alphabet vor. Da mir etliche Namen nichts sagten, bin ich nach den ersten dazu übergegangen, mich nicht an die Reihenfolge zu halten und mir einige herauszupicken. Die genannten tauchen auch in den Texten zuvor auf, ein bisschen verwirrend, warum dann noch diese „Biografien“? Im Zusammenhang oder mit einem Querverweis wäre das nutzerfreundlicher gewesen.
Der anschließende Literaturanhang ist ausgesprochen interessant, gibt er jenen, die noch mehr zu dem Thema lesen möchten, Hinweise auf Bücher, die teilweise von Flensburgern stammen.

Fazit
Die Chronologie macht Sinn, weil so die Entwicklung gut nachzuvollziehen ist. Danach folgen kurze Biografien. Die alphabetische Reihenfolge gewichtet nicht, die Zuordnung nicht einfach macht. Ein erzählender roter Faden wäre aber vielleicht besser gewesen. Daher ein halber Stern Abzug für ein Buchprojekt, das man ansonsten nur lobend hervorheben kann.

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