Ein verlassenes Haus
Roman
von Lisa Wölfl
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Erscheinungstermin 25.02.2026 | Archivierungsdatum 10.05.2026
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Zum Inhalt
Die Politiker reden im Fernsehen über die faulen Armen, die einfach nicht mehr arbeiten wollen. Währenddessen schuftet Sonjas Ehemann als Leiharbeiter am Bau, sie verkauft im Bio-Laden teure Tees. Sonja beobachtet ihr Leben dabei, wie es sich verschließt. Zwischen Haushalt, Job, den Kindern und dem Ehemann bleibt von ihr selbst kaum etwas übrig. Als sie auch noch ihre Arbeit verliert, schlittert sie in eine Krise.
Da findet Sonja einen Job, den sie ohne Vorkenntnisse von zu Hause aus machen kann: als schöne, junge Studentin mit nichtsahnenden Männern auf einer Datingplattform chatten. Während Sonja langsam anfängt sich selbst wieder zu spüren und mit Hilfe ihres Fake-Profils an Selbstbewusstsein gewinnt, zerfällt ihre Familie. Sie entfernt sich von ihrem Mann, von den Kindern und kommt einem User näher, der ihr Ausweg sein könnte.
Ein packender Debütroman über Selbstaufgabe, Sehnsucht, weibliche Unsichtbarkeit – und die gefährliche Hoffnung, dass irgendwo da draußen ein besseres Leben wartet.
Die Politiker reden im Fernsehen über die faulen Armen, die einfach nicht mehr arbeiten wollen. Währenddessen schuftet Sonjas Ehemann als Leiharbeiter am Bau, sie verkauft im...
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Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783218014939 |
| PREIS | 25,00 € (EUR) |
| SEITEN | 240 |
Auf NetGalley verfügbar
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Buchhändler*in 1095752
Was für ein Buch!!! So authentisch und knochenehrlich ist - so glaube ich - noch nie über diese Gesellschaftsschicht geschrieben worden. Ich bin begeistert. Die Helden waren sympathisch, obwohl das Leben es ihnen nicht leicht gemacht hat. Ich werde den Titel gern empfehlen.
Dieses Buch hat mich sehr getroffen, weil es eine Erfahrung beschreibt, die so viele kennen und doch kaum jemand ausspricht. Das langsame Verschwinden der eigenen Person im Alltag. Sonja ist keine Heldin, keine Rebellin, sondern eine Frau, die irgendwann merkt, dass ihr Leben enger geworden ist als sie selbst. Zwischen Kindern, Schichten im Bioladen und einem Mann, der selbst kaum Luft zum Atmen hat, bleibt von ihr nur noch eine Hülle übrig. Und genau diese stille Erschöpfung erzählt der Roman mit einer Ehrlichkeit, die wehtut. Berührt hat mich, die Schilderung wie unspektakulär Sonjas Absturz beginnt. Kein Drama, kein grosser Knall, nur das Gefühl, dass etwas in ihr verrutscht ist. Als sie ihren Job verliert, wirkt das weniger wie ein Schicksalsschlag als wie der Moment, in dem sie endlich spürt, wie leer sie geworden ist. Dass sie dann ausgerechnet in einem Fake-Profil auf einer Datingplattform eine Art Rettungsring findet, ist tragisch und nachvollziehbar zugleich. Zum ersten Mal bekommt sie Aufmerksamkeit, Resonanz, ein Echo auf ihre Worte. Der Roman zeigt schonungslos, wie leicht man sich selbst verlieren kann. Für mich ein Roman über Sehnsucht, nach Anerkennung, nach Freiheit, nach einem Selbst, dass man irgendwo unterwegs vergessen hat. Ein packender Roman über Selbstaufgabe, Sehnsucht, weibliche Unsichtbarkeit und die gefährliche Hoffnung, dass irgendwo da draussen ein besseres Leben wartet.
Ich habe das Buch gelesen und musste sehr oft schlucken bei den Beschreibungen des Lebens der Protagonistin. Sie fühlt sich von der Gesellschaft separiert und verschwindet immer mehr in sich selbst. Ihr Körper funktioniert nur noch, ohne richtig zu leben und als sie dann noch ihren Job verliert, steht sie vor dem Nichts und bemerkt es erst dann so richtig, als sie einmal wirklich durchatmen kann. Was sie danach erlebt, ist sehr tiefgründig und traurig und man kann ihr Handeln aber auch verstehen, denn sie landet auf einer Dating-Plattform, wo sie glaubt, wieder einen Inhalt für ihr Leben und ihr Gefühl zu finden, was aber auch nicht glücklich macht. Sie steckt in einer Spirale fest und das mit anzuschauen bzw. zu lesen, macht einen sehr betroffen. Ich finde das Buch absolut empfehlenswert.
Das Buch war sehr aufwühlen und emotional und auch wenn man nicht die gleichen Erfahrungen wie die Hauptfigur vorweisen kann, so kann man sich doch gut in sie hineinversetzen. Das Buch regt definitiv zum Nachdenken an. Das Cover fängt das sehr schön ein. Die Entwicklung der Hauptfigur und den daraus resultierenden Folgen fand ich interessant und spannend. Der Schreibstil ist detailreich und flüssig. Ich empfehle das Buch sehr gerne weiter.
Rezensent*in 1518830
Ein verlassenes Haus von Lisa Wölfl ist ein stilles, rohes und gleichzeitig unglaublich eindringliches Debüt über weibliche Erschöpfung, Unsichtbarkeit und die Sehnsucht, noch einmal gesehen zu werden.
Im Mittelpunkt steht Sonja, eine Frau mittleren Alters, die zwischen Geldsorgen, Care-Arbeit, Ehealltag und permanenter Überforderung langsam verschwindet – zumindest fühlt es sich für sie so an. Die Rechnungen stapeln sich, ihr Mann verdrängt die Realität, und Sonja funktioniert nur noch. Bis sie beginnt, online unter falscher Identität mit Männern zu chatten. Was zunächst wie ein verzweifelter Versuch wirkt, Geld zu verdienen, entwickelt sich immer mehr zu einer Suche nach sich selbst.
Lisa Wölfl schreibt dabei mit einer Sprache, die schnörkellos und direkt ist, aber gleichzeitig eine enorme emotionale Wucht entfaltet. Besonders stark fand ich, wie präzise sie diese Müdigkeit beschreibt, die viele Frauen kennen: das permanente Geben, Organisieren und Funktionieren, bis irgendwann kaum noch etwas von der eigenen Persönlichkeit übrig bleibt. Der Roman urteilt nicht über seine Figuren, sondern zeigt ihre Widersprüche mit viel Menschlichkeit.
Mich hat vor allem die Atmosphäre berührt – dieses Gefühl von Enge, Scham, Hoffnung und dem Wunsch nach einem anderen Leben. Manche Szenen tun fast weh, weil sie so nah an der Realität sind. Und trotzdem steckt zwischen all der Schwere immer wieder etwas Zärtliches, fast Poetisches.
„Mein Körper ist ein verlassenes Haus“ wird dabei zum starken Bild für Sonjas Zustand – aber auch für die Möglichkeit, sich selbst langsam wieder zurückzuholen.
Ein leiser, sozialkritischer Roman über weibliche Unsichtbarkeit, finanzielle Prekarität und die Frage, was vom eigenen Ich übrig bleibt, wenn man jahrelang nur für andere lebt. Intensiv, unbequem und sehr lesenswert. 
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