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Buchcover für Medusa in Paradise

Medusa in Paradise

Roman

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Erscheinungstermin 03.03.2026 | Archivierungsdatum 05.06.2026


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Zum Inhalt

WTF! 20 Frauen stranden auf einer Insel

Nach einem Flugzeugabsturz finden sich 20 Frauen auf einer abgelegenen Insel wieder und fragen sich, ob sie im Paradies oder in der Hölle gelandet sind.

Sophie möchte Yoga machen und eine Menstruationshütte für alle bauen, Aurelia findet, das sei Cultural Appropriation, Bente will Lesbos ausrufen, Else ein Matriarchat errichten, hat aber kein Gegenüber, Noëlla möchte den Kommunismus ausprobieren, Nykki sucht ihr Drogentäschchen, Billie ist gar keine Frau, Evren ist wütend, Cara erscheint eine feministische Göttin, Nadja vermisst ihre Firma, Anne findet das alles nervig und Betty weiß nicht, wovon die anderen überhaupt sprechen, und will einfach nur nach Hause.
Die Welt steckt in einer Krise – die 20 Frauen nach dem Absturz auch. Wie viel Sinn machen ihre Grabenkämpfe und was braucht es, um gemeinsam etwas Neues zu schaffen? Und die vielleicht wichtigste Frage: Werden sie überleben?

1. Auflage mit Farbschnitt!
WTF! 20 Frauen stranden auf einer Insel

Nach einem Flugzeugabsturz finden sich 20 Frauen auf einer abgelegenen Insel wieder und fragen sich, ob sie...

Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783701183975
PREIS 25,00 € (EUR)

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

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4 stars

In Medusa in Paradise von Laura Melina Berling wird die Figur der Medusa aus der griechischen Mythologie in die Gegenwart geholt. Die Geschichte verbindet mythologische Motive mit einer modernen Perspektive auf Weiblichkeit, Wut und Selbstermächtigung. Zwischen gesellschaftlichen Erwartungen, Projektionen und innerer Zerrissenheit entsteht ein Bild von Medusa, das nicht auf das Monster reduziert wird, sondern den Blick auf ihre Geschichte und ihre Verletzungen richtet.

Die Geschichte ist wütend und poetisch. Besonders finde ich, wie hier mit dem Mythos gespielt wird. Medusa ist nicht nur Symbol, sondern Spiegel. Für Zuschreibungen, für Angst vor weiblicher Macht, für das, was passiert, wenn Frauen sich nicht fügen.

Ich mochte sehr, dass das Buch nicht versucht, Medusa glattzubügeln. Ihre Wut darf da sein. Ihre Verletzlichkeit auch. Es geht nicht um eine einfache Umdeutung, sondern um das Aushalten von Ambivalenz. Die Sprache hat stellenweise etwas Eindringliches, fast schon Beschwörendes, ohne dabei schwer zu werden. Gleichzeitig steckt viel Gegenwart darin: Fragen nach Selbstbild, Kontrolle über den eigenen Körper und dem Preis von Sichtbarkeit.

Für mich ist das eine Geschichte darüber, wie schnell Frauen zu Monstern gemacht werden, wenn sie Grenzen setzen. Und darüber, wie kraftvoll es sein kann, diesen Blick umzudrehen.

★★★★☆ (4 von 5 Sternen)

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Was für ein wilder, kluger und komplett anderer Roman. Zwischen Satire, Gesellschaftskritik und Überlebenskampf entsteht eine Geschichte, die überrascht, provoziert und richtig Spaß macht. Für mich ein absolutes Highlight, weil es sich so erfrischend anders anfühlt.

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Nach einem Flugzeugabsturz befinden sich 20 FLINTA auf einer Insel und dienen als Bestandsaufnahme der aktuellen feministischen Landschaft. Das ist mitunter frustrierend, was realitätsnah abgebildet ist, und zeigt die Lücken, Widerstände und Reibungen auf. Die fehlenden Lösungsmöglichkeiten werden deutlich - und obwohl es stimmig ist, dass letztlich auch kein Lösungsansatz geboten wird, hätte ich mir gewünscht, dass Berling Möglichkeiten einer Annäherung zeigt (aber das ist halt auch der eigene Wunsch nach einem Happy End).

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20 Frauen stranden nach einem Flugzeugabsturz auf einer einsamen Insel. Statt sich auf den Überlebenskampf zu konzentrieren, entstehen schnell hitzige Debatten über Genderinklusivität, Sexualität, Rassismus oder Ableismus. Mittendrin Cara, die ihr Gedächtnis verloren hat und versucht, sich zwischen all den Meinungen zurechtzufinden, ohne anzuecken.

Das Buch ist eine bewusst überspitzte Satire, die aktuelle Diskussionen rund um Feminismus und Inklusivität aufgreift. Anhand sehr unterschiedlicher Figuren wird gezeigt, wie schwer es sein kann, miteinander ins Gespräch zu kommen, wenn jede ihre feste Meinung hat. Echte Diskussionen bleiben selten, dafür gibt es jede Menge Streit. Cara ist dabei wie ein neutraler Beobachter, der selbst nicht weiß, wer nun „recht“ hat.

Eine klassische Handlung darf man hier allerdings nicht erwarten. Der Fokus liegt fast ausschließlich auf den Gesprächen und Auseinandersetzungen. Es wirkt stellenweise eher wie eine fortlaufende Diskussion am Lagerfeuer als wie eine Geschichte mit Spannungsbogen. Auch der Überlebenskampf bleibt eher Nebensache.

Trotzdem habe ich das Buch gern gelesen. Die Idee ist spannend, die Dialoge teilweise sehr treffend, und der knappe, direkte Schreibstil sorgt für ein gutes Lesetempo.

Nach dem Klappentext hatte ich mir die Umsetzung etwas extremer gewünscht und auch das Setting der Insel hätte für mich stärker genutzt werden können.


Vielen Dank NetGalley und dem Leykam Verlag für das Rezensionsexemplar.

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Ein sehr wildes und aktuelles Buch.
Ich mochte das Setting und die Grundsituation sehr. Der Schreibstil ist gut verständlich, man konnte es sehr schnell weg lesen.
Gleichzeitig halten die Konflikte auf der Insel den aktuellen feministischen Debatten den Spiegel vor (wenn auch sehr sehr überspitzt) und sind manchmal kaum noch auszuhalten gewesen.
Doch das scheint das Buch ja unter anderem auch zu wollen.
Trotz der überspitzen Art wirkt die Geschichte auf mich nicht wie eine Parodie, vielleicht eine Satire. In jedem Fall humorvoll. Es regt zum denken an und dazu, zu erforschen, wo man selbst steht und wie man selbst zu den Aussagen und Argumenten der Figuren steht.. ob man manchmal vielleicht sogar unlieben Figuren zustimmen kann und was das dann genau bedeutet.
Auch das teilweise offene Ende hat mir persönlich gefallen, da es für mich die Fragezeichen und die real geführten und nicht gelösten Streits innerhalb feministischer Kreise ja genau widerspiegelt. Kann mir aber vorstellen, dass es manchen Leser*innen an Lösungsvorschlag fehlen könnte.
Ich würde es besonders Menschen empfehlen, die viel Online unterwegs sind.
Ansonsten super schönes Cover und Design.
Triggerwarnung sollten sich besonders mehrfachdiskriminierte Menschen zu Herzen nehmen.
Insgesamt hat es mir sehr gut gefallen.

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Was für ein absolut wildes, wütendes und sehr aktuelles Buch! Ich liebe diese abwegigen und überspitzten Geschichten, die den Finger in Wunden legen. Habe ich unglaublich gerne gelesen und werde es an meine Freundinnen weiterempfehlen.

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Nehmt dieses Buch unbedingt philosophisch, nicht wortwörtlich - dann wird es ein Fest werden: ein schräges, abstraktes, kluges, interessantes, kritisches, witziges Fest.

20 Personen, die zum Großteil weiblich gelesen werden können, stranden auf einer Insel. Und anstatt, dass es ums konkrete Überleben geht, müssen erst einmal Pronomen geklärt werden. Sagt zumindest die eine. Eine andere sagt, "Geh mir nicht damit auf den Sack.". Und eine dritte hat ihr Gedächtnis verloren und ist auf Erklärungen aller Art angewiesen.

-überspitzte Charaktere in absurdem Setting, die jeden Gedanken und jedes Gefühl äußern, die es je zu allen -ismen dieser Welt gegeben hat
-Frauen mit unterschiedlichsten Erfahrungen, Erwartungen, Meinungen, Wünschen und Ängsten, die diskutieren und streiten, und dabei auf ihre ganz eigene Weise wachsen

-sehr empfehlenswert für Einsteiger*innen in den Bereichen Feminismus, Vielfalt, Gender, Gleichberechtigung, Patriarchat und und und

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Der Roman hat mir sehr gut gefallen. Er ist witzig und unterhaltsam geschrieben, aber durchaus auch spannend. Schon das Cover lädt zum Lesen ein, ebenso auch die kurze Inhaltsbeschreibung und der Titel. Die Figuren sind interessant angelegt. Ich habe mich richtig gut unterhalten gefühlt und empfehle das Buch sehr gerne weiter.

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Das Buch ist schräg, klug und gelegentlich so anstrengend wie das, was es beschreibt. Meines Erachtens auch ganz ganz dolle mit Absicht. Und das ist auch gut so, bildet es doch die Realität so herrlich ab.

Die Prämisse ist einfach und radikal. Nach einem Flugzeugabsturz stranden 20 Frauen auf einer einsamen Insel. Eigentlich sollte es ums Überleben gehen. Was tatsächlich passiert: Die Gruppe debattiert. Über Pronomen, über Cultural Appropriation, über Sexismus, Ableismus, Konsens und die Frage, ob Kommunismus unter diesen Bedingungen funktionieren würde. Eine will eine Menstruationshütte bauen. Eine andere hält das für Esoterik. Eine dritte ist gar keine Frau. Und mittendrin Cara – die einzige, die keine Meinung hat, weil sie ihr Gedächtnis verloren hat und sich nicht mal an ihren eigenen Namen erinnern kann. Sie heißt jetzt Luna. Sie hört zu und hat keine Ahnung wer recht hat.

Diese Konstruktion ist der Kern des Buches und für mich persönlich auch sein stärkstes Werkzeug. Cara als amnestische Beobachterin ermöglicht es nämlich, alle Positionen gleichzeitig ernst zu nehmen und keine davon zu bevorzugen. Das Buch hat keine Heldin und keine Bösewichtin. Es hat Figuren, die jede ihren Teil der gegenwärtigen feministischen Landschaft verkörpern. Ja, in vielen Momenten arg überspitzt, manchmal auch bis zur Karikatur, aber nie so weit, dass der Wiedererkennungseffekt verpufft.
Berlin fasst einfach wahnsinnig gut zusammen, was sich viele bei einer feministischen Debatte denken und seien wir ehrlich: Das ist auch nicht immer schmeichelhaft. Und oft auch zu Recht.

Wichtig, wenn man zu diesem Buch greifen mag: Es ist keine klassische Erzählung mit Spannungsbogen und Auflösung. Der Überlebenskampf auf der Insel bleibt reine Kulisse, denn im Vordergrund stehen die Gespräche und Auseinandersetzungen. Wer damit nichts anfangen kann, wird sich absolut verloren und wahrscheinlich auch gelangweilt fühlen.
Daher würde ich dieses Buch allen empfehlen, die in feministischen Diskussionen unterwegs sind (oder waren) und das Muster kennen: Wer mit wem kann, wer wen triggert, wer zuerst abbricht. Wer sich in diesen Debatten wiedererkennt, wird das Buch mit einer Mischung aus Erkenntnis und Unbehagen lesen, nehme ich an. Als Einstieg in feministische Theorie ist es auch gut geeignet: Die Figuren erklären sich gegenseitig, und Cara stellt immer wieder die naiven Fragen, die viele sich nicht zu stellen trauen. Wer dagegen einen Roman mit Handlung, Tempo und klarer Auflösung sucht, ist hier falsch.

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Quasi das Gedankenexperiment, was passieren würde, wenn alle möglichen Ausformungen von Feminismus gezwungen wären, auf engem Raum miteinander klarzukommen. Verpackt in eine Abenteuerstory. Stil ist gewöhnungsbedürftig, aber irgendwann war ich drin. Man muss sich drauf einlassen. Ist glaube ich nur interessant, wenn man schon ein Grundverständnis von Gender- und Feminismusbegriffen hat.

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