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Sonnenspiel
Roman
von Andrea Grill
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Erscheinungstermin 17.03.2026 | Archivierungsdatum N/A
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Zum Inhalt
Eine Näherin aus Apulien sperrt eine neugierige Journalistin in ihre Speisekammer. Zwischen Anziehung und Ablehnung entsteht eine besondere Freundschaft
Ein Dorf in Apulien. Ein Haus am Meer. Ein Garten voller Olivenbäume und Zitrusfrüchte. Hier lebt Loredana Sartoro unter einem Dach mit ihren Eltern. Sie ist Mutter von drei Kindern und näht in Heimarbeit Kleider für eine italienische Luxusmodemarke. Als eine Journalistin auf Urlaub von ihren prekären Lebensumständen erfährt, will sie einen großen Enthüllungsartikel schreiben. Davon will Loredana aber nichts wissen. Kurzerhand sperrt sie die hartnäckige Journalistin in ihre Speisekammer.
Während Loredana entdeckt, wie verführerisch es ist, Macht auszuüben, erhält sie den Auftrag, die legendäre Statue der Schmerzensmadonna aus dem Dom neu einzukleiden. Eine überraschende Geschichte entspinnt sich zwischen den zwei Frauen.
1. Auflage mit Farbschnitt!
Eine Näherin aus Apulien sperrt eine neugierige Journalistin in ihre Speisekammer. Zwischen Anziehung und...
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783701183937 |
| PREIS | 25,00 € (EUR) |
Auf NetGalley verfügbar
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Eine apulische Madonna verhilft einer Mode-Journalistin und einer Näherin zu einer überraschenden Freundschaft.
Zwei Frauen mit Spitzenqualifikation in der Mode treffen in Apulien aufeinander. Die eine ist eine bekannte Mode-Journalistin für die wichtigste Tageszeitung in New York und macht Ferien am Strand. Die andere ist eine einheimische Witwe, lebt mit Eltern und drei Kindern im Dorf und arbeitet als begehrte Näherin für Luxus-Marken. Loredana veredelt Kleider, Röcke, Kostüme, Hosen mit dem letzten Schliff und Pfiff. Mit Rüschen, Stickereien, Ziernähten, Knöpfen nach ihrem Design. Zwanzig, dreißig Stücke am Tag macht sie fertig, sie ist Heimarbeiterin im Akkord. Das will die glamouröse Journalistin nicht hinnehmen, sie wittert ein schlagkräftiges Thema und will Loredanas soziale Situation anprangern, ihr Gerechtigkeit widerfahren lassen, höhere Bezahlung einfordern. Deswegen schleicht sie sich in Loredanas Haus, die sie prompt in die Speisekammer sperrt. Nicht für Stunden, sondern für Tage. Loredana will keinen Bericht, sie will sich ihr Leben und ihre Arbeit nicht schlecht reden lassen. Und sie weiß ganz genau, dass die Journalistin noch nicht mal ahnt, wie streng die Regeln im Dorf sind. Nach der Befreiung aus der Speisekammer sind es Loredanas Kinder, die den ungebetenen Gast in ihre Welt hinüberziehen. Sie lieben die ungewohnten Spiele mit der Fremden und die Zeit, die sie ihnen widmet. Der ständige Ärger zwischen den beiden Frauen löst sich auf wundersame Weise, als Loredana ein neues Kleid für die angebetete Madonna der Ortskirche nähen soll. Sie werden die Fasern der Sonnenspiel-Pflanze nutzen und hecken eine revolutionäre Idee für die Bekleidung aus. Und so stiftet die Madonna eine vielversprechende Freundschaft zwischen den beiden Frauen. Das ist leicht, klar und gut erzählt, die Fäden sind geschickt verwoben. Die Perspektive wechselt von Kapitel zu Kapitel und ergibt gut nachvollziehbare Porträts beider Hauptfiguren. Dabei lernt man eine Menge über die Niederungen der Haute Couture oder Alta Moda, über den Arbeitsalltag einer Näherin und die Wahrheit hinter den hochpreisigen Einzelstücken. Eine schöne Geschichte, die Apulien-Reisende an vertraute Orte führt und sehr gut ohne den Schlenker ins Krimi-Genre am Ende ausgekommen wäre.
Rezensent*in 427080
Porträt zweier Frauen
Sonnenspiel ist ein sprachlich ansprechender Roman über zwei Frauen, der in Italien angesiedelt ist.
Im Mittelpunkt: Die Nähern und 3fache Mutter Loredana und die unabhängige Modejournalistin Stella, die halb Schweizerin, halb Amerikanerin ist. Sie sind sehr unterschiedlich, haben aber auch Gemeinsamkeiten.
Andrea Grill wird beiden Figuren gerecht und porträtiert sie glaubwürdig und ohne Kitsch. Man erfährt von ihren Leben.
Stella will über Loredana schreiben, das passt der überhaupt nicht.
Ungewöhnlich ist, dass Lordana schon früh im Roman genervt die Journalistin in die Speisekammer einsperrt. Das gibt dem Plot eine feine Spannungsnote.
Trotzdem verstehen die Frauen sich auf eine gewisse Weise. Es entsteht eine immer tiefer werdende Verbundenheit.
Die Erzählperspektiven wechseln zwischen ihnen, zum Teil zeitlich auch verschoben. Das ist geschickt gemacht, so kann die Geschichte in mehreren Ebenen erzählt werden.
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Der Einstieg ist so überraschend wie komisch. Loredana, überarbeitet, unterschätzt, gefangen zwischen Familie und Heimarbeit, sperrt eine Journalistin kurzerhand in die Speisekammer. Dieser Moment ist mehr als ein skurriler Auftakt. Er zeigt, wie sehr Loredana gelernt hat, sich zu verteidigen gegen Ausbeutung, gegen Mitleid, gegen jede Form von Vereinnahmung. Dass ausgerechnet dieser Akt der Abwehr den Grundstein für eine Beziehung legt, macht den Roman so reizvoll. Die Geschichte entfaltet eine stille, zugleich vibrierende Kraft, weil der Roman zwei scheinbar gegensätzliche Welten miteinander verwebt. Die Härte prekärer Arbeit und die Sinnlichkeit eines apulischen Sommers. Was bleibt, ist das Porträt zweier Frauen, die sich erst bekämpfen müssen, um einander wirklich zu sehen. Besonders eindrücklich ist, wie der Roman die Realität der unsichtbaren Modearbeiterinnen zeigt. Zwischen Olivenbäumen und Meeresrauschen entsteht eine Welt, die gleichzeitig idyllisch und brutal ist. Die Journalistin wird zur Projektionsfläche, mal Bedrohung, mal Versuchung, mal Spiegel. Zwischen Loredana und der Journalistin entsteht etwas Zartes, Unberechenbares. Der Roman zeigt, wie Nähe wächst, wenn zwei Menschen einander nicht mehr als Rollen, sondern als Möglichkeiten sehen. Das macht diese Geschichte zu einem leisen, aber nachhaltigen Buch über Solidarität, Selbstbestimmung und die Schönheit kleiner Rebellionen.
Ich fand das Buch sehr interessant, weil es von der Dynamik zwei sehr unterschiedlicher Frauen handelt und ihre Entwicklung. Das hat mich sehr beeindruckt und ich fand es spannend, die beiden Frauen auf ihrem Weg zu begleiten. Dazu kommt ein toller Schauplatz der Handlung und eins ehr guter Schreibstil. Auch das Cover hat mich gleich in seinen Bann gezogen. Ich empfehle das Buch deshalb sehr gerne weiter.
Wir befinden uns in einem kleinen Dorf in Apulien. Loredana Sartoro lebt in einem Haus am Meer, mit Olivenbäumen im Garten, gemeinsam unter einem Dach mit ihren Eltern. Sie ist Mutter von drei Kindern und näht in Heimarbeit Kleider für eine italienische Luxusmodemarke. Journalistin Stella ist gerade ebenfalls "in der Stadt", und will auf keinen Fall als Touristin auffallen - scheitert aber gottlos in jedem Aspekt. Sie sieht Loredana einmal zufällig in ihrem Garten und entwickelt eine Art Obsession. Um ihr näherkommen zu können, kommt ihr die Idee, einen Bericht über Loredana zu schreiben. Doch davon will Loredana nichts wissen und bei einer spontanen Gelegenheit sperrt sie die Journalistin in ihre Speisekammer. Wird das ihre Leben für immer miteinander verbinden?
Ich fand die Idee, dass Loredana die Journalistin in ihre Speisekammer sperrt, sehr spannend, die Ausführung konnte mich jedoch eher weniger überzeugen. An sich sind die beiden Frauen sehr interessante Charaktere, Loredana von einem Schicksalsschlag gezeichnet und Stella so auffällig amerikanisch, aber leider habe ich mich mit der Geschichte schwergetan. Der POV und die Zeitebenen wechseln scheinbar willkürlich und haben mir den Einstieg in die Geschichte erschwert.
3,5/5
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