Eine Versöhnung am Meer
Roman
von Julie Klassen
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Erscheinungstermin 19.01.2026 | Archivierungsdatum 07.01.2026
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Zum Inhalt
Claire Summers versucht, sich mit ihrer Familie zu versöhnen, indem sie eine Stelle als Geschäftspartnerin in einer Pension annimmt, und entwickelt Gefühle für den geheimnisvollen Eigentümer. Als...
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | E-Book |
| ISBN | 9783775176798 |
| PREIS | 19,99 € (EUR) |
| SEITEN | 400 |
Auf NetGalley verfügbar
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Im dritten Band der Summers-Schwestern von Sea View steht erstmals die verstoßene älteste Schwester Claire im Mittelpunkt. Nach einem folgenschweren Fehltritt findet sie zunächst Zuflucht bei ihrer Tante in Edinburgh. Als diese unerwartet stirbt, bleibt Claire mittellos zurück und fasst den mutigen Entschluss, in die Nähe ihrer Familie nach Sidmouth zurückzukehren. Dort bewirbt sie sich als Teilhaberin eines Gästehauses – in der Hoffnung auf einen Neuanfang und vorsichtige Versöhnung.
Während ihre jüngeren Schwestern längst versuchen, wieder Kontakt zu ihr aufzunehmen, bleibt die Mutter hart, gebunden an den letzten Wunsch ihres verstorbenen Mannes. Claire setzt dennoch alles daran zu beweisen, dass sie aus ihren Fehlern gelernt hat. Doch die feine Gesellschaft zeigt sich unerbittlich gegenüber Fehltritten, und Claires Weg ist geprägt von Geduld, harter Arbeit und stiller Reue.
Behutsam und ohne zu beschönigen erzählt die Autorin von Schuld, Verantwortung und der Kraft der Vergebung. Der Glaube fließt dezent, aber spürbar in die Geschichte ein und zeigt, wie Gottes Barmherzigkeit und Güte im Kontrast zu gesellschaftlicher Härte stehen. Besonders berührend sind die Begegnungen mit dem verwitweten Mr. Hammond und seiner zuckersüßen Tochter Mira, durch die Themen wie Vorurteile, Mitgefühl und echte Freundschaft aufgegriffen werden.
Auch wenn die Handlung ruhig verläuft und große Dramatik ausbleibt, überzeugt die Geschichte durch emotionale Tiefe, humorvolle Szenen und viele kleine, unerwartete Momente. Die liebevoll gezeichneten Charaktere, lebendige Ortsbeschreibungen und leisen Geheimnisse machen diesen Band zu einer stimmigen, gefühlvollen Erzählung über zweite Chancen. Ein sanfter, hoffnungsvoller Roman, der zeigt, wie wichtig es ist, Fehler einzugestehen – und anderen wie sich selbst Vergebung zuzutrauen.
Ein drittes Mal bin ich in Sea View eingekehrt und es fühlte sich an wie ein Nach-Hause-Kommen. Für Claire, die Protagonistin und älteste der Summers-Schwestern, ist es das zunächst nicht. Sie reist nach zwei Jahren in Edinburgh an den Ort zurück, an dem nun ihre Mutter und ihre Schwestern leben, und hofft dort auf Vergebung und einen Neuanfang. Doch ihre Mutter kann ihr die Ereignisse von vor zwei Jahren nicht so einfach verzeihen. Glücklicherweise findet Claire im Broadbridge, einem wiedereröffneten Gästehaus, eine Anstellung. Dieses gehört Mr. Hammond, der hier ebenfalls einen Neuanfang mit seiner kleinen Tochter wagt.
Während der ersten beiden Bände wurde die Neugier auf die verschollene Claire und die geheimnisvollen Umstände ihres Verschwindens stetig geschürt. Immer wieder streute Julie Klassen kleine Hinweise ein, bis ich unbedingt wissen wollte, was geschehen war. Mein Mitleid mit Claire wuchs dementsprechend schon vor dem dritten Band. Zeitweise vermisste ich Sarah und das vertraute Leben im Gästehaus Sea View, doch im Verlauf der Handlung tauchen diese Figuren vermehrt wieder auf. Der Fokus liegt jedoch eindeutig auf Claire und den Personen im Broadbridge, die mir ebenso ans Herz gewachsen sind.
Wer Julie Klassens Romane kennt, weiß, dass diese einen eher ruhigen Charakter haben. Die Handlung schreitet stetig voran und schenkt interessante Einblicke in die Regency-Ära: historische Hintergründe, gesellschaftliche Zwänge, Vorurteile und Ächtungen, aber auch das Glaubensleben und die Rolle der Frau. Es ist ein wenig wie bei Jane Austen, nur mit mehr Details, die wunderbar in die Handlung einfließen. Genau das liebe ich an Julie Klassens Romanen – sie sind niemals langweilig, sondern ein echtes Abtauchen und Entspannen.
Wie sich am Ende alles für Claire fügt und wie sie dabei Gottes Wirken erfährt, hat mich zu Tränen gerührt. Der Ausgang macht natürlich neugierig auf den vierten Band … Am liebsten würde ich den Badeort an Englands Küste gar nicht mehr verlassen – aber ich fürchte, ich muss. 🥲
Zwischen gesellschaftlichem Urteil und innerer Reue
Ein ruhiger, gefühlvoller Roman über Fehler, Geduld und die vorsichtige Hoffnung auf Versöhnung,
Im Mittelpunkt dieses dritten Bandes der Reihe steht eine Frau, die einen schweren Fehler begangen hat und nun mit den Folgen leben muss. Claires Rückkehr an die Küste nach dem Tod ihrer Großtante ist von Unsicherheit geprägt. Sie wird Teilhaberin an einem Gästehaus und hofft auf Versöhnung mit ihrer Familie. Doch die alten Wunden sind nicht verheilt, und Vertrauen muss, wenn es überhaupt möglich ist, erst nach und nach wieder entstehen. Besonders spürbar ist der Abstand zur Mutter, die an festen Regeln festhält und kaum Raum für Nachsicht lässt.
Die Arbeit im Gästehaus gibt Claire Halt. Sie zeigt, wie viel Geduld und Ausdauer nötig sind, um sich Schritt für Schritt ein neues Leben aufzubauen. Dabei entsteht langsam eine Nähe zu dem Eigentümer des Hauses und zu seiner kleinen Tochter Mira. Vor allem das Kind sorgt für stille, freundliche Momente, die beim Lesen sachte berühren.
Auch die Schwestern spielen eine wichtige Rolle. Ihre Sorge und ihre Suche machen deutlich, dass familiäre Bindungen nicht einfach verschwinden. Diese Szenen wirken natürlich und ehrlich und fügen sich stimmig in den ruhigen Erzählton ein.
Der Glaube ist Teil der Geschichte, bleibt aber dezent im Hintergrund. Er zeigt sich eher in Gedanken und Handlungen als in Worten und passt gut zu den Themen Vergebung und Neuanfang. Die Sprache ist einfach und klar. Die Beschreibungen der Küste und des Alltags schaffen eine ruhige Grundstimmung.
Die Handlung verläuft insgesamt ruhig und gleichmäßig. Große Überraschungen gibt es kaum, manches ist vorhersehbar. Trotzdem trägt die Entwicklung der Figuren sicher durch das Buch. Am Ende bleibt der Eindruck einer ruhigen Geschichte über Verantwortung, Geduld und die Hoffnung, dass Versöhnung möglich ist, auch wenn sie Zeit braucht.
4 Sterne und eine Leseempfehlung.
Ein Cover das ins Auge springt. Den Leser erwartet ein Roman über Wunden, die heilen wollen und Herzen, die sich neu ausrichten. Julie Klasse gelingt es sehr gekonnt ein stiller, aber kraftvoller Roman über familiäre Zerwürfnisse, die Sehnsucht nach Zugehörigkeit und die heilende Wirkung eines Ortes, an dem die Seele endlich zur Ruhe kommt zu vermitteln. Die Geschichte hat mich schnell gefesselt und in den Bann gezogen. Claire Summers ist eine Frau zwischen Pflicht, Schmerz und Neubeginn. Sie ist eine Protagonistin, die sofort berührt. In der Pension am Meer sucht sie nicht nur eine berufliche Aufgabe, sondern vor allem einen Ort, an dem sie wieder atmen kann. Die sich anbahnende Zuneigung zum geheimnisvollen Eigentümer der Pension wird als behutsames Aufeinander-Zugehen zweier Menschen erzählt, die. beide gelernt haben, sich zu schützen. Die Pension am Meer wirkt wie ein Zufluchtsort, an dem, alte Wunden aufbrechen, neue Wege sichtbar werden und die Figuren lernen, sich selbst zu vergeben. Für mich eine Geschichte über Heilung, innere Wandlung und familiäre Bindungen. Der Roman verbindet emotionale Tiefe mit einer sanften spirituellen Note und zeigt, wie schwer und wie befreiend, Vergebung sein kann. Ein stilles, warmes Werk über die Kraft des Neubeginns.