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Steirerzwist
Sandra Mohrs 15. Fall
von Claudia Rossbacher
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Erscheinungstermin 09.01.2026 | Archivierungsdatum 31.01.2026
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Zum Inhalt
Kaum ist Sandra Mohr aus dem Urlaub zurück, wird in Graz eine tote Joggerin mit durchtrennter Kehle aus der Mur geborgen. Am Einsatzort stellt die LKA-Ermittlerin fest, dass sie die ermordete...
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783839209066 |
| PREIS | 18,40 € (EUR) |
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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Nele R, Rezensent*in
Ein schöner österreichischer Krimi mit viel österreichischen Humor und Nettigkeiten. Der Fall ist spannend und die Polizistin ist sehr sympathisch. Also mal schauen, wie die andern Titel so sind.
Gertie G, Rezensent*in
Abteilungsinspektorin Sandra Mohr ist kaum aus ihrem Urlaub zurück, als man eine tote Joggerin, der die Kehle durchschnitten worden ist, aus der Mur geborgen hat. Die Tote entpuppt sich als Direktorin des 5-Sterne Hotels Wagner, die Sandra Mohr flüchtig gekannt hat. Als wenig später, das LKA ist noch dabei das Umfeld der Toten zu durchleuchten, ein toter Obdachloser mit ähnlichen Verletzungen entdeckt wird, liegt die Vermutung nahe, dass die beiden Morde in einem Zusammenhang stehen, nur in welchem? War Frau Wagner das erste Opfer und der Obdachlose Zeuge der Tat, weshalb er beseitigt werden musste? Oder was es genau umgekehrt?
Chefinspektor Sascha Bergmann und Sandra Mohr ermitteln zügig, finden das Arbeitsklima im Hotel nicht gar so prickelnd und entdecken einige Ungereimtheiten im Leben der Hoteldirektorin wie zum Beispiel einen Unbekannten, der während der Beisetzung kürzlich vom verstorbenen Hoteldirektor Wagner in dessen offene Grab gepinkelt hat. Wer macht so etwas?
Während der Ermittlungsarbeiten erreicht Sandra Mohr, die nun seit kurzem mit Förster Georg eine neue Liebe hat, die Nachricht ihres kriminellen Halbbruders Mike, dass die gemeinsame Mutter verstorben ist. Sofort spulen in Sandra die Erinnerungen an frühere gewalttätige Auseinandersetzungen mit Mike ab. Gleichzeitig erhält sie dieselben Morddrohungen wie die getötete Hoteldirektorin. Wer versetzt die Ermittlerin hier in Angst und Schrecken?
Wird es gelingen, sowohl die Morde an der Hoteldirektorin und am Obdachlosen als auch die Bedrohung für Sandra Mohr aufzuklären?
Meine Meinung:
In diesem 15. Fall wird wieder in der Landeshauptstadt Graz ermittelt, nachdem schon zuvor in allen Bezirke der Steiermark verübte Verbrechen aufgeklärt worden sind. Der Kriminalfall ist komplex, denn das Motiv ist zu Beginn an völlig unklar. Dass der Sohn der Ermordeten, den von seiner Mutter entlassenen Angestellten wieder in seine Funktion einsetzt, ist auch eines der Puzzlesteinchen, die noch an die richtige Stelle gelegt werden müssen, um die Verbrechen aufzuklären.
Dieser Fall für Sandra Mohr und Sascha Bergmann ist voraussichtlich die letzte gemeinsame Ermittlung, wie Autorin Claudia Rossbacher im Nachwort erklärt. Allerdings könnte mit Elena eine neue Kollegin an der Seite von Bergmann ermitteln. Man wird sehen, ob die Reihe irgendwie weitergeht. Für Sandra Mohr scheint die Autorin ein Ausstiegsszenario vorbereitet zu haben. Ich kann das gut verstehen, einerseits muss sie sich gegen den aus Wien zugezogenen Macho Bergmann behaupten, was einiges an Kraft kostet, andererseits ist ihr Privatleben bis jetzt ein stetes auf und ab. Mit Georg scheint es einen Lichtblick zu geben, weshalb sie das zarte Pflänzchen hegen und pflegen möchte. Auch die persönlichen Angriffe, sei es durch ihren kriminellen Halbbruder oder durch anderes Gelichter, nagen an schwer an ihr, daher ist ihr eine Auszeit zu gönnen. Vielleicht kommt sie ja doch wieder zurück. Mich würd’s freuen.
Ich mag es ja, wenn an Orten ermittelt wird, die ich gut kenne. Im April 2025 war ich anlässlich meines Geburtstags eine Woche in Graz und bin, wie Sascha Bergmann, die Stufen auf den Grazer Schlossberg hinauf geschnauft und habe auf die wunderschöne Dachlandschaft der Grazer Altstadt hinuntergeschaut.
Fazit:
Gerne gebe ich diesem komplexen Krimi wieder 5 Sterne und eine Leseempfehlung.
Dies ist einer dieser Krimis, die einen nicht mit einem grossen Knall, sondern mit einer leisen Beklemmung erwischen. Schon die erste Szene eine tote Joggerin, aus der Mur gezogen, die Kehle durchtrennt hat etwas Unangenehm-Intimes. Nicht wegen der Brutalität, sondern wegen der Nähe. Sandra Mohr kennt die Frau flüchtig. Und genau das macht den Fall sofort persönlicher, verletzlicher, menschlicher. Für mich ein Krimi, der unter die Haut geht. Besonders berührt hat mich, die Stimmung. Graz wirkt hier nicht wie eine Postkartenstadt, sondern wie ein Ort voller Schatten. Der zweite Tote, ein Obdachloser mit denselben Verletzungen, verstärkt dieses Gefühl. Plötzlich geht es nicht mehr nur um ein Opfer, sondern um zwei Leben, die unterschiedlicher kaum sein könnten und doch durch denselben Täter verbunden sind. Der emotionale Kern des Romans ist für mich Sandra Mohr. Sie ist keine überhöhte Heldin, sondern eine Frau, die nach dem Urlaub eigentlich wieder in den Alltag zurückfinden möchte und stattdessen in einen Fall stolpert, der sie persönlich berührt. Es ist ein Krimi, der nicht nur spannend ist, sondern emotional nachhallt. Er erzählt von Gewalt, ja aber vor allem von Menschen, die versuchen, in einer unübersichtlichen Welt Klarheit zu finden.
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