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Buchcover für Zerbrochene Stille

Zerbrochene Stille

Island Krimi. Nominiert für den "Blóðdropinn", den isländischen Krimipreis

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Buch 6 von Kommissar Konrad

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Erscheinungstermin 28.11.2025 | Archivierungsdatum 01.02.2026


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Zum Inhalt

Im Hafravatn, einem See in der Nähe von Reykjavík, wird ein Tourist mit schweren Kopfverletzungen tot aufgefunden. Der Mann wurde offenbar ermordet. Erste Ermittlungen ergeben, dass er der Freund eines vor Jahrzehnten verschwundenen Mannes war. Als der pensionierte Kommissar Konrád davon erfährt, wird er hellhörig und beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Mit der Verbindung des Ermordeten zu dem Vermisstenfall aus den 1970er Jahren holt ihn dann seine eigene Vergangenheit ein. Je intensiver Konráð sich mit dem Fall beschäftigt desto, mehr wird ihm die Atmosphäre aus der Zeit des Kalten Krieges wieder gegenwärtig, das unbestimmte Gefühl von Wut - und das Denken in Gut-Böse-Kategorien ...

Im Hafravatn, einem See in der Nähe von Reykjavík, wird ein Tourist mit schweren Kopfverletzungen tot aufgefunden. Der Mann wurde offenbar ermordet. Erste Ermittlungen ergeben, dass er der Freund...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783404196241
PREIS 14,00 € (EUR)
SEITEN 368

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

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Kalter Krieg in Island
Kommissar Konrad ist im Ruhestand. Aber als er vom Auffinden der sterblichen Überreste von Skafti erfährt, ist sein Interesse geweckt. Zwar wurden die damaligen Ermittlungen von seinem ehemaligen Kollegen und Freund Leo geleitet. Schnell wird ihm klar, dass nicht alles mit rechten Dingen zugegangen sein kann. Als dann auch noch eine weitere Leiche aufgefunden wird, versucht er Verknüpfungen zwischen beiden Fällen herzustellen. Dabei stößt er auf Auswirkungen des kalten Krieges, der in den 70er Jahren in Island deutlich spürbar war.
Arnaldur Indridason ist kein Autor, der Wert auf ausschweifende Formulierungen Wert legt. Vielmehr einen sachlichen Sprachstil, der Wert auf die Inhalte legt. Schon in seiner ersten Erfolgsreihe um den Kommissar Erlendur pflegte er diesen Stil und ist ihm bis heute treu geblieben. Indridason versteht es meisterhaft, ein kritisches Sozialbild Islands zu skizzieren. Ich liebe diese Art des Schreibens.

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4 stars

"In der Zeitung hatten sie gelesen, dass viele Isländer mit alten Ladas zum Hafen fuhren, um sie den Russen zu verkaufen."

Ein Paar mit einem kaputten Auto möchte seinen Wagen an russische Seemänner verkaufen, doch die lehnen ab. Eine kurze, schnell vergessene Episode, Wer kann schon ahnen, dass sich in diesem Ereignis der Schlüssel für gleich mehrere Morde finden lässt? Arnaldur Indridason beleuchtet im sechsten Band der Krimireihe um Kommissar Konrad Islands Geschichte im Kalten Krieg. Ein Mord aus den 80ern, das Verschwinden eines Einwanderers und das Auffinden einer Leiche in der Gegenwart spielen darin eine tragende Rolle. Und es geht um geheime Informationen, junge isländische Kommunisten und die US-Armee auf der Insel im Atlantik. Neben diesem Spionage-Fall versucht Konrad, einen alten Fall rund um einen pädophilen Arzt weiter aufzuklären. Der Roman bietet also einigen kriminellen Stoff.

Leider konnte mich die Geschichte trotz der Fülle an Hinweisen, Indizien und Gerüchten nicht packen. Möglicherweise liegt es daran, dass ich die ersten (preisgekrönten) fünf Bände der Reihe nicht kenne. Denn für mich war die Lektüre vor allem sehr kompliziert. Es tauchen viele ähnliche Namen auf, die man erst einmal auseinanderhalten muss. Und auch davon abgesehen ist das Figurenensemble Indirdasons nicht gerade klein. Der Autor fordert seine Leser außerdem mit einer Reihe von Zeitsprüngen, die also solche aber nicht kenntlich gemacht sind. Hinzu kommen mehrere Erzählstränge, die sich erst nach und nach (und auch nicht in Gänze) zu einer Erzählung verdichten. Indridason mutet seinen Lesern also einiges zu.

Solche literarischen Herausforderungen können interessant sein - schließlich ist es zu begrüßen, wenn auch Krimiautoren ihren Lesern etwas zutrauen. Allerdings muss es meiner Meinung nach dann auch sprachlich passen. Die Handlung wird größtenteils als distanzierter Erzählerbericht präsentiert. Da kommt leider nur wenig Mitgefühl und Spannung auf. Zusammen mit dem durchaus komplexen politischen Thema wird der Roman stellenweise wirklich anstrengend zu lesen.

Man sollte dem Autor allerdings zugute halten, dass die historischen Details genau recherchiert sind. Nach dem Lesen hat man einen guten Eindruck davon, wie die isländische Bevölkerung im Kalten Krieg mit den Beeinflussungsversuchen aus Ost und West gehadert hat. Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen weltpolitischen Entwicklungen ist das der eigentlich spannende Teil an diesem Krimi.

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Empfehlenswerter Island-Krimi

In Hafravatn, einem See in der Nähe von Reykjavík wird die Leiche eines ermordeten Touristen gefunden. Es stellt sich schnell heraus, dass er ein ehemaliger Freund eines vor langer Zeit verschwundenen Isländers ist. Sein Sohn Ivan versteht bis heute nicht, warum sein Vater ihn einfach so verlassen hat. Als Kommissar Konráð von dem Mord erfährt, beginnt er auf eigene Faust zu ermitteln und deckt unglaubliche Ereignisse aus der Zeit des kalten Krieges auf.

Es ist bereits der sechste Teil der Kommissar Konráð – Reihe und mir hat das Buch wieder sehr gut gefallen. „Zerbrochene Stille“ baut auf die vorherigen Bücher auf, es schadet daher nicht, die vorherigen Krimis gelesen zu haben, um die gesamte Geschichte verstehen zu können. Wie in allen Island-Krimis ist es herausfordernd, die Namen und Orte zu merken, da sie für Nicht-Isländer nicht so einfach zu behalten sind. Es lohnt sich aber auch bei diesem Krimi durchzuhalten. Arnaldur Indriðason begeistert mich immer wieder aufs Neue. Seine Krimis sind mitreißend, spannend und durchdacht, ohne dabei besonders brutal und blutig zu sein. Besonders den eigenbrötlerischen Kommissar Konráð habe ich ins Herz geschlossen, der auch hier mit seiner Vergangenheit kämpft und bei der Lösung des Falls die Hauptrolle spielt.

Anspruchsvoll, spannend, mitreißend und empfehlenswert. Unbedingt lesen!

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"Zerbrochene Stille" des Autors Arnaldur Indriðason ist der mittlerweile 6. Band um den pensionierten Kommissar Konrad. Ich mag die Kriminalromane von Arnaldur Indriðason sehr und verfolge seine unterschiedlichen Reihen schon seit Jahren.

Auch mit dem neuen Band um Konrad konnte mich der Autor wieder überzeugen, ist der Aufbau und die Thematik wieder hervorragend. Die Dichte der Ereignisse und der Bezug zur Vergangenheit von Konrad als Kommissar haben mich von der ersten Seite und dem Leichenfund direkt wieder in seinen Bann gezogen.
Besonders hervorzuheben ist auch hier wieder, die vielen auf den ersten Blick nicht zueinander gehörenden Stränge und Personen zum Abschluss überraschend zusammenzuführen. Dabei immer wieder neue Informationen über Island, die gekonnt und interessant eingebaut werden.
Darin ist Arnaldur Indriðason ein absoluter König, der seinesgleichen suchen kann.

Dass der Tod von Konrads Vater auch in diesem Band nicht aufgelöst wird, ist für mich ein kleiner Wermutstropfen, lässt mich aber gleichzeitig auf den nächsten Band hoffen.

Ein komplexer und dabei trotzdem überaus spannender Kriminalroman aus der Feder von Indriðason, der von mir eine klare Leseempfehlung bekommt.

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„Zerbrochene Stille“ ist ein leiser, aber sehr eindringlicher Island-Krimi, der seine Spannung nicht aus Action, sondern aus Atmosphäre und den inneren Konflikten der Figuren zieht. Der pensionierte Kommissar Konráð wird mit einem Toten im See und einem alten Vermisstenfall konfrontiert – und damit zugleich mit seiner eigenen Vergangenheit.

Der Roman ist eher ruhig erzählt und verlangt Aufmerksamkeit, belohnt aber mit einer dichten Atmosphäre und viel Tiefgang. Für Leserinnen und Leser, die nordische Krimis mit psychologischer Tiefe und historischem Bezug mögen, ist „Zerbrochene Stille“ eine klare Empfehlung.

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EIn Krimi der die isländische Kultur, soweit ich sie kennen gelernt habe, gut wieder gibt. Konrad, ein ehemaliger Kommissar, der weiterhin in seinem Umfeld wohnen bleibt, ermittelt in einem alten Fall, der ihn nie los ließ. Freundschaften hängen daran, Erinnerungen...erst wenn die Wahrheit ans Tageslicht kommt, kann Heilung eintreten!!!

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Schon die ersten beiden Kapitel ziehen einen in den Bann. Was ist hier passiert? Und wie hängt es mit dem aktuellen Fall zusammen?

Der Fund eines Toten beschert Ex-Kommissar Konrad Kopfzerbrechen. Die Ermittlungen hatte sein damaliger bester Freund Leo geleitet. Aber Konrad hatte stets ein ungutes Gefühl dabei. Wie sich jetzt herausstellt, wurde damals der Falsche ins Gefängnis gebracht. Seitdem hat sich sein Freund verändert und die Freundschaft ist zerbrochen. Konrad und die Polizei wollen unbedingt mit Leo sprechen, aber dieser ist verschwunden.

Gleichzeitig ist Konrad mit der Aufarbeitung am Mord seines Vaters beschäftigt. Konrad stand ebenfalls unter Verdacht, der sich aber nicht bestätigt hat. Dabei geht es auch um Fotos, um Kindesmissbrauch. Was hatte sein Vater mit den Kinderschändern zu tun? Eine Freundin hilft ihm bei der Aufklärung.

Es gibt eine neue Leiche. Und der Fund dieses Mannes hängt mit einem Vermisstenfall zusammen, in dem vor 30 Jahren ermittelt wurde. Dessen Sohn sucht immer noch nach Antworten. Alle gingen seinerzeit von Selbstmord aus, das der Sohn aber nie akzeptieren konnte. Alle sagten aus, dass der Vater den Sohn nie alleine gelassen hätte.

Die Fälle sind miteinander verwoben und Kommissar Konrad geht den Spuren nach. Dabei holt ihn auch seine eigene, nicht immer korrekte Vergangenheit ein. Es geht um Familienbande, Korruption und politische Verwicklungen.

Die düstere Atmosphäre hat der Autor so gut eingefangen, dass man meinte mir dem Kommissar zu ermitteln. Gefährliche Situationen haben die Spannung erhöht. Am Ende kann der Konrad alle Fäden zusammenführen. Endlich bekommen auch Personen Antworten, auf die sie so lange warten mussten.

Ein Krimi, der mich von der ersten Seite an nicht mehr losgelassen hat. Ein tiefgehender Krimi mit vielen Facetten.

Sehr zu empfehlen.

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Ein ruhiger, präzise erzählter Kriminalroman, der vor allem durch seine atmosphärische Dichte überzeugt. Der Fund des Touristen wirkt zunächst unspektakulär, entfaltet aber rasch eine komplexe Verbindung zu einem Jahrzehnte alten Vermisstenfall. Die zeitliche Verflechtung und die damit verbundenen politischen Spannungen der 1970er Jahre geben der Handlung eine interessante historische Dimension.

Konrád ist als pensionierter Kommissar ein glaubwürdiger Ermittler: zurückhaltend, analytisch, geprägt von eigener Vergangenheit. Gerade die Tatsache, dass der Fall persönliche Erinnerungen und alte Konflikte in ihm wachruft, verleiht der Geschichte Tiefe, ohne in melodramatische Bahnen abzurutschen. Die Rückbezüge auf das Denken des Kalten Krieges – geprägt von klaren Feindbildern und unterschwelliger Angst – sind gut integriert und schaffen zusätzliche Spannung.

Die Ermittlungen entwickeln sich ruhig, aber konsequent. Die Spuren sind nachvollziehbar, die Dialoge knapp gehalten, und die isländische Umgebung trägt wesentlich zur Atmosphäre bei: kühl, weit, klar – ein passender Rahmen für einen Krimi, der eher auf psychologische Nuancen als auf schnelle Effekte setzt.

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4 stars

Es geht in diesem Krimi um eine Nebengeschichte, die in einem noch früheren Buch behandelt wurde. Hier bekommt man noch einige wichtige Details präsentiert.
Es ist enorm wichtig, die Protagonisten schon zu kennen, ein spätes Einsteigen ist eher weniger zu empfehlen, obwohl die Handlung eine andere ist. Ein sehr persönlicher Fall für Konrad. Obwohl Konrad immer alles alleine machen möchte, handelt er in den entscheidenden Momenten richtig. Man muss wie immer sehr konzentriert lesen, um mit den vielen Namen klarzukommen und diese auch zuzuordnen. Des Weiteren verschwimmt die Grenze zwischen Gegenwart und Vergangenheit in den einzelnen Kapiteln. Dies ist in allen Büchern von Indridason leider etwas schwierig. Gegen Ende hin konnte mich der Fall packen und ich wollte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Das Finale ist gut durchdacht und auch tragisch.

Zerbrochene Stille ist ein typscher Indridason-Krimi: Die Charaktere sind vielschichtig, die vielen Namen, so wie die Stimmung, erdrückend und die Linie zwischen aktuellen Geschehen und Erinnerungen nicht immer klar erkennbar. Gerade beim Thema Gesundheitsversorgung kommt aber auch ein Island zum Vorschein, das nicht mal die unbeschreiblich traumhafte Landschaft überdecken kann.

4 stars
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Konrad, ein pensionierter Polizeibeamter wird durch den Fund eines Toten an einem der größten Seen Islands, an eine alten Fall erinnert den er und sein ehemaliger Kollege Leo bearbeitet haben. Bei dem Fall sind Zweifel geblieben, ob sie damals den richtigen Täter eingesperrt hatten. Also macht er sich auf die Suche nach Informationen, die Aufklärung in den Fall bringen könnten und er muss sehr tief graben, um das Rätsel lösen zu können.
Der Island Krimi „Zerbrochene Stille“ von Arnaldur Indridason ist ein sehr dicht geschriebener Krimi, der sich sehr intensiv mit der Story auseinandersetzt und man braucht beim Lesen sehr viel Konzentration, um sich durch die vielen beteiligten Namen zu wühlen und dem Handlungsstrang zu folgen. Indridason versteht es wie kein zweiter die Handlung in mehrere verschieden Erzählstränge laufen zu lassen. Diese Erzählungen sind alle sehr wichtig für den Handlungsverlauf, doch manchmal kam es mir, dass der Autor Spaß daran hat, immer wieder hin und her zu springen. Das verbindende Glied in diesem Krimi ist der Hauptcharakter Konrad, der die Stränge in der Hand hält und immer wieder an einem anderen Strang zieht, um am Ende einen abgeschlossenen Fall zu bekommen. Es ist auch nicht ganz einfach nachzuvollziehen, was denn nun die Hauptachse des Krimis ist, doch es baut alles sehr logisch aufeinander auf. Das ist es, was mich an Indridason fasziniert, die Themen und wie er die Geschichte erzählt. Außerdem wird die Handlung natürlich auch durch die isländische Gegenwart und Vergangenheit geprägt und da muss ich sagen, fehlen mir doch einige Informationen. Doch in diesen Romanen erfahre ich immer wieder Neues aus und über Island und nicht nur Stereotype, wie das Haus am einsamen See, das auf dem Cover abgebildet wird. Die Spannung wird in diesem Roman immer hochgehalten und der Spannungsbogen ist bis zum Ende sehr gut aufgebaut.
Mir gefällt dieser Band sehr gut, da er für mich neben der Spannung auch viele Informationen über Island bereithält. Es ist schon eine Zeitlang her, das ich einen Band von Indridason gelesen haben, doch auch dieser hat mich überzeugt.

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Ich bin seit langem ein großer Fan dieses Autors, da er es schafft durch seine ruhige Erzählweise eine von Beginn an präsente düstere Spannung zu erzeugen, die einen in so manche Gänsehaut-Szenerie schlittern, und erst ganz am Ende aufatmen lässt. Ich kenne alle seine Island-Krimi-Reihen und diese um den pensionierten Kommissar Konrád verfolge ich seit seinem ersten Auftritt in „Verborgen im Gletscher„
Um die Geschehnisse in „Zerbrochene Stille“ richtig einordnen zu können, kann ich nur empfehlen, diese Reihe von zu Beginn an zu lesen, was sich auf jeden Fall lohnt, aber auch um die vielen Puzzleteile, aus denen sich die aktuelle Handlung zusammensetzt, richtig einordnen zu können:
Kommissar Konrad ist auch diesmal wieder völlig in seinem Element: Durch einen spektakulären Leichenfund in Reykjavik erinnert er sich an den alten Mordfall aus den 1970er Jahren. Damals war Konrad noch im Dienst und gemeinsam mit seinem Kollegen Leó an den Ermittlungen beteiligt. Obwohl der Fall als abgeschlossen gilt, kommen jetzt Zweifel an dem gemachten Geständnis auf und ganz besonders, wie es zustande kam.
Durch die Berichterstattung in den Medien, wird der Druck auf die Polizei und die Justiz immer größer, denn die Hinterbliebenen des vermeintlichen, mittlerweile verstorbenen Mörders wollen eine Aufklärung, wie es zu dieser Fehleinschätzung kommen konnte..
Aus diesem Grunde sucht Konrád Kontakt zu seinem früheren Freund und Kollegen Leó, doch der will nicht mit ihm über den alten Fall sprechen, weicht im ihm aus oder ist sturzbetrunken unterwegs…
Der Tod eines ausländischen Touristen, das plötzliche und spurlose Verschwinden eines Wäscherei-Besitzers vor vielen Jahren und noch offene Fragen im Mordfall von Konrads Vater sind ebenfalls „Ermittlungen“, mit denen sich Konrad auf seine ganz spezielle Art und Weise beschäftigt.
Wie bereits oben erwähnt, sollte man die vorherigen Bücher dieser Reihe kennen, denn es tauchen in der aktuellen Handlung Mitwirkende auf, wie z.B. Konrads gute Bekannte Eygló, die in „Die Wand des Schweigens“ erstmals ihr Gespür für übersinnliche Phänomene bewies und auch diesmal einen wichtigen Part übernimmt.
Arnaldur Indridason ist es wieder gelungen einen spannenden, sehr weit gefächerten und mit vielen Mitspielern angereicherten Kriminalroman zu schreiben, den ich gern gelesen habe und der von mir vier von fünf möglichen Punkten bekommt.
Die Thematik umfasst Zeitgeschichte, die in die isländische Vergangenheit blicken lässt, aber auch insgesamt aktueller denn je ist. Die Gesamthandlung entwickelt sich langsam, lässt einen aber letztendlich in menschliche Abgründe schauen, sodass einem die Nackenhaare hochstehen.
Fazit: Kriminelle Energie gibt es hier reichlich! Bis alle Puzzleteile an Ort und Stelle liegen, dauert es etwas, aber ein spannender Showdown ist garantiert

4 stars
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Als Leser dieses Buches wird man tief in die Schatten der Vergangenheit Islands mitgenommen. Der Fund eines ermordeten Touristen am Hafravatn wirkt zunächst wie ein isoliertes Verbrechen, doch schnell entfaltet sich ein Netz aus alten Geheimnissen und verdrängten Erinnerungen. Beim Lesen hat mich besonders die Figur des pensionierten Kommissars Konrád. Er ist kein klassischer Ermittler mehr, sondern ein Mann, der von seiner eigenen Geschichte eingeholt wird. Die Verbindung des Mordes zu einem Vermisstenfall aus den 1970er Jahren zwingt ihn, sich nicht nur mit den Spuren der Tat, sondern auch mit den Dämonen seiner Vergangenheit auseinanderzusetzen. Diese Konstellation verleiht der Geschichte die nötige Spannung beim Lesen. Arnaldur Indriðason gelingt es meisterhaft, die Atmosphäre des Kalten Krieges wieder lebendig werden zu lassen, ein Klima aus Misstrauen, ideologischen Fronten und dem ständigen Denken in Gut-Böse-Kategorien. Der Roman ist nicht nur ein Krimi, sondern auch ein Werk zum Nachdenken über Schuld, Wahrheit und die Macht der Erinnerung. Meine Meinung zu diesem Buch ist, es ist eine fesselnde und nachhaltige Lektüre.

4 stars
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Als an einem See in der Nähe von Reykjavík der tote Skafti Hallgrimsson gefunden wird, ist der isländische Kommissar Konrað bereits in Rente. Der Mann, der die Tat damals gestand, ist längst verstorben, der Fall lässt dem verwitweten und vereinsamten Ermittler jedoch keine Ruhe. Mit seinem Talent, andere Menschen so lange reden zu lassen, bis er Entscheidendes erfährt, sticht Konrað in ein dichtes Netz aus mehreren Alt-Fällen aus der Zeit von 1960 bis 1985 (darunter einem weiteren Vermisstenfall) und der Kriminalität seines verstorbenen Vaters . Auch wenn Angehörige der Toten nun hoffentlich Gewissheit erlangen, was ihren Familienmitgliedern geschah, ist nicht zu übersehen, dass Konrað selbst mit den Ereignissen noch nicht abgeschlossen hat.

Der vermisste Pétur ist der Vater von Ívan, in dessen Wäscherei Konrað Kunde ist. Da Pétur ein zugewandter allein erziehender Vater war, waren damals alle überzeugt, dass er sein Kind nie im Stich gelassen hätte und sich daher nicht abgesetzt haben konnte. Pétur hatte in Russland studiert und enge Verbindungen dahin, zu einer Zeit, in der angebliche russische Heringstrawler verdächtige Aktivitäten vor Island unternahmen und es im Land diverse Protestgruppen gegen die US-Militärbasis gab. Die weiteren sonderbaren Ereignisse drehen sich um den Tod eines Isländers 1983 in Österreich und um gebrauchte Ladas, die von Bord russischer Schiffe angeblich aufgekauft wurden, um sie wegen der Ersatzteile auszuschlachten. Konrað sieht sich vor zahlreichen Verknüpfungen zwischen den beteiligten Personen durch Péturs Handballmannschaft, die Freimaurer, Protestgruppen, Fälle aus Vorgängerbänden der Serie, das Medium Eygló (w), und seine eigene Verstrickung in Korruption während der Nachkriegszeit. Mit seinen Ermittlungen hat Konrað praktisch an einem Faden gezogen, der ihn selbst und seinen Ex-Kollegen Léo zu Fall bringen könnte, aber auch neue Informationen zu kriminellen Verstrickungen seines Vaters liefert.

Aus drei sonderbaren Fällen während drei Jahrzehnten spinnt Arnaldur Indriðason einen komplexen Plot mit zahlreichen miteinander verbandelten Figuren und Bezügen zu Konraðs früheren Ermittlungen. Der Rückblick in die 60er Jahre konnte mich in diesem Band wie gewohnt fesseln, auch wenn ich die Serie eher wegen Konraðs widersprüchlicher Persönlichkeit verfolge. Die Serie sollte in der Reihenfolge des Erscheinens gelesen werden – auch wenn die Altfälle in diesem Band kurz genannt werden.

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Serieninfo: Band 6 von 6

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Kaltes Island – kalter Krieg

Seit einigen Bänden lässt Arnaldur Indriðason seine Leserschaft seinem pensionierten Kommissar Konrád über die Schulter schauen. In „Zerbrochene Stille“ führt er einen Fall weiter, der bereits in einem früheren Band anklang.

So kurz wie nötig, um die Spannung bei einem Krimi nicht zu zerstören, sei umrissen, worum es geht: In der Nähe eines Sees nahe Reykjavík gab es einen Leichenfund und der scheint mit einem in den 1970er Jahren verschwundenen Unternehmer namens Skafti zusammenzuhängen. Damals nahm man einen Mord an, zumal es ein Geständnis gab – doch nun scheint klar, dass der Geständige Skafti nicht ermordet hat. Konráds Neugierde ist geweckt, zumal mit den damaligen Ermittlungen sein Freund Léo betraut war …

Eines sollte man vorab wissen: Auch wenn man bei einigen Reihen beliebig einsteigen kann und auch wenn der Fall in sich geschlossen ist, sollte man nicht mit diesem Band in die Reihe einsteigen wollen. Das hat zwei Gründe: Zum einen sollte man in diesem speziellen Fall „Vorkenntnisse“ mitbringen und zum anderen ist dies nicht der beste Band der Reihe. Bei Indriðason ist die Spannung im Vergleich zu anderen skandinavischen Autoren ohnehin verhalten, was ich durchaus schätze, weil es nicht so blutrünstig zugeht, man dafür aber immer auch etwas über Island und seine Geschichte lernt. Dennoch ist „Zerbrochene Stille“ trotz flüssiger Schreibe und kurzer Kapitel, die dazu verleiten, weiterzulesen, überschaubar spannend. Woran das genau liegt, kann ich nicht richtig festmachen, denn an sich bringt auch dieser Band vieles aus den Vorgängern mit, Vergangenheit und Gegenwart werden verflochten, der Fall ist erfreulich komplex, vieles ist persönlich (hier gefühlt noch mehr als sonst – vielleicht zu persönlich), vielleicht war in den Vorgängern die „Vergangenheitszeit“ spannender als es der Kalte Krieg ist, vielleicht nervte der kantige Konrád mich einfach ein bisschen, vielleicht war ich zu unkonzentriert beim Lesen (Will man sich bei einem Krimi konzentrieren müssen?), hier kam jedoch erst ziemlich gegen Ende Spannung auf, was für einen Krimi doch zu wenig ist. Somit komme ich dieses Mal über 3,5 Sterne nicht hinaus, die aber aufgerundet werden, weil das Buch für mich vielleicht einfach zur falschen Zeit kam.

4 stars
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Düstere Stimmung und zum Ende hin packend

Obwohl ich das vorherige Buch nicht gelesen habe, war ich sofort wieder drin im Geschehen. Es geht nämlich auch um eine Nebengeschichte, die in einem noch früheren Buch behandelt wurde. Hier bekommt man noch einige wichtige Details präsentiert. Es ist enorm wichtig, die Protagonisten schon zu kennen, ein spätes Einsteigen ist eher weniger zu empfehlen, obwohl es in diesem Buch auch um eine andere Handlung geht. Ich finde es dieses Mal sehr persönlich für Konrad. Manchmal nervt mich seine Art, alles alleine zu machen und doch handelt er in den entscheidenden Momenten richtig. Man muss wie immer sehr konzentriert lesen, um mit den vielen Namen klarzukommen und diese auch zuzuordnen. Des Weiteren verschwimmt die Grenze zwischen Gegenwart und Vergangenheit in den einzelnen Kapiteln. Leider finde ich das in den Büchern von Arnaldur Indridason generell schwierig dargestellt. Gegen Ende hin konnte mich der Fall packen und ich wollte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Das Finale ist gut durchdacht und auch tragisch.

Zerbrochene Stille ist ein typscher Indridason-Krimi: Die Charaktere sind vielschichtig, die vielen Namen, so wie die Stimmung, erdrückend und die Linie zwischen aktuellen Geschehen und Erinnerungen nicht immer klar erkennbar. Gerade beim Thema Gesundheitsversorgung kommt aber auch ein Island zum Vorschein, das nicht mal die unbeschreiblich traumhafte Landschaft überdecken kann.

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