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Buchcover für Sophie L.

Sophie L.

Thriller | Raffinierte Psychospannung von dem Autor des Bestsellers »Anna O.«

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Erscheinungstermin 30.12.2025 | Archivierungsdatum 28.02.2026


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Zum Inhalt

Was, wenn eine Erinnerung dich das Leben kosten kann?

Olivia Finn, Gedächtnisexpertin an einem Londoner Krankenhaus, erhält einen merkwürdigen Anruf aus Paris: Ihre Großmutter Josephine ist im berühmten Hotel Lutetia aufgetaucht und behauptet, sie heiße eigentlich Sophie und habe hier vor Jahrzehnten einen Mord begangen. Olivia reist sofort nach Paris, um sich um die scheinbar verwirrte Josephine zu kümmern. Doch diese besteht darauf, dass sie eine verlorene Erinnerung wiedererlangt hat und die Wahrheit sagt. Als Josephine wenig später ermordet wird, ist klar: Jemand möchte verhindern, dass die Vergangenheit ans Licht kommt. Olivia muss sich fragen: War ihre Großmutter wirklich eine Mörderin? Und was hat das Ganze mit Olivias eigenen traumatischen Erinnerungen zu tun?

Der neue raffinierte Psychothriller von Matthew Blake, Autor des weltweiten Bestseller-Phänomens »Anna O.«

Was, wenn eine Erinnerung dich das Leben kosten kann?

Olivia Finn, Gedächtnisexpertin an einem Londoner Krankenhaus, erhält einen merkwürdigen Anruf aus Paris: Ihre Großmutter Josephine ist im...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783651001275
PREIS 18,00 € (EUR)
SEITEN 384

Auf NetGalley verfügbar

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

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Verflossene Wahrheit

Die Psychologin und Expertin für Gedächtnisforschung, Dr. Olivia Finn, lebt mit ihrem sechsjährigen Sohn in London. Eines Morgens erreicht sie ein Anruf aus Paris, sie möge so rasch wie möglich ins Hotel Lutetia kommen, wo ihre betagte Großmutter gerade einen Mord gestanden hätte, welchen sie vor etwa achtzig Jahren begangen haben soll. Leider ist die alte Dame dement und verwechselt mitunter die Wahrheit mit längst verflossenen Traumata aus dem Krieg.

Ruhig und dennoch stets spannend verläuft die Handlung, welche in der Gegenwart und ab und zu auch im Jahre 1945 spielt. Psychotherapeutische Hilfe und die Geschichte von Kollaborateuren und Widerständlern fließen auf gelungene Weise ineinander und verdichten sich zu einem aufregenden Puzzle, welches sich am Ende zu einem stimmigen Gesamtbild zusammenfügt. Die abwechselnden Zeitebenen und unterschiedlichen Blickwinkel sorgen für das entsprechende Tempo, Wahrheiten und Erinnerungen verschmelzen zu einem dichten Konglomerat, welches enträtselt werden will. Was erzählt das kleine, berühmte Bild im Foyer des Hotels Lutetia? Welche Geheimnisse birgt das Zimmer Nummer 11? Wie wahr sind unsere Erinnerungen, welche von unserer eigenen Wahrnehmung beeinflusst sind? Vielen Fragen geht Liv nach, um herauszufinden, wer ihre Großmutter tatsächlich war und nimmt den Leser dabei auf eine großartige Zeitreise mit.

Ein überaus interessantes Buch mit bemerkenswerten Einblicken in die Welt von Gedächtnisleistung und Manipulation. Wer sich keinen knallharten Thriller erwartet, dafür aber gerne eintaucht in einen Roman der Gegenwart mit Bezug zu Paris im Jahre 1945, der wird hier ein besonderes Lesevergnügen finden.


Titel Sophie L.
Autor Matthew Blake
ASIN B0F4ZQVLQ1
Sprache Deutsch
Ausgabe ebook, ebenfalls erhältlich als Taschenbuch (484 Seiten) und Hörbuch
Erscheinungsdatum 1. Dezember 2025
Verlag Fischer Scherz
Übersetzer Andrea Fischer

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Sophie L.
Von Matthew Blake

Eine fantastische Kombination aus Thriller im hier und jetzt und französischer Nachkriegsgeschichte.

Erinnerungen prägen uns und machen uns zu einem Großteil aus - doch können wir uns immer auf unsere Erinnerungen verlassen? Wie beeinflussbar ist unser Gedächtnis? Wie gefährlich sind Erinnerungen? Können sie dir das Leben kosten?

Olivia Finn wurde Gedächtnisexpertin, weil sie selbst erfahren hat, wie stark Erlebtes die Zukunft beeinflussen kann. Sie lebt mit ihrem kleinen Sohn in London ist aber zum Teil in Paris bei ihrer Granny Josephine aufgewachsen.
Ein Anruf aus dem berühmten Hotel Lutetia lässt sie sofort dorthin reisen, um nach ihrer dementen Großmutter zu sehen, die behauptet, sie heiße eigentlich Sophie und habe hier am Ende des Krieges einen Mord begangen. Die Ereignisse in Paris überschlagen sich -Josephine wird ermordet und Olivias alte Jugendliebe taucht wieder auf. Alles hat mit den Ereignissen 1945 im Lutetia zu tun…

Ein weiterer kluger Psychothriller von Matthew Blake, nach »Anna O.«

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Wieder ein mega spannender Thriller.
Tolle Story, klasse geschrieben. Gute Beschreibung der Protagonisten.

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Ich habe bereits Anna O. von Matthew Blake sehr gern gelesen, Sophie L. steht diesem Thriller in nichts nach und konnte mich genauso begeistern.
Olivia ist Gedächtnisexpertin, sie lebt in London mit ihrem sechsjährigen Sohn T.J. Eines Tages bekommt sie einen Anruf aus dem Hotel Lutetia in Paris, ein Kommissar teilt ihr mit, dass ihre Großmutter einen Mord gestanden habe, ihr Name sei nicht Josephine Benoit, sondern Sophie Leclerc, sie habe Josephine 1945 umgebracht und ihre Identität angenommen.
Olivia macht sich sofort auf den Weg nach Paris, wo sie ihre Großmutter im Foyer des Hotel Lutetia neben dem von ihr gemalten berühmten Gemälde Memory vorfindet. Es stellt eine junge Frau mit kahl geschorenem Kopf und in gestreifter Sträflingskleidung dar, sie sitzt im Zimmer 11 des Hotels Lutetia. Durch das Fenster sieht man eine zerfetzte Hakenkreuzfahne. „Bis auf ihre Erinnerungen hat sie alles verloren. Die Welt mag zerstört sein, scheint das Gemälde zu sagen, aber unsere Erinnerungen leben in uns fort.“
Olivia setzt sich mit ihrem Pariser Psychotherapeuten Louis de Villefort in Verbindung. Louis ist ein alter Freund ihrer Großmutter. 1945 war er Medizinstudent und hat KZ-Überlebende im Hotel Lutetia untersucht und behandelt.
In Rückblenden ins Jahr 1945 lernen wir die beiden jungen Frauen Josephine und Sophie kennen und erfahren, was damals vorgefallen ist und warum eine von ihnen sterben musste.
Olivia bemüht sich herauszubekommen, ob ihre Großmutter den Mord in Folge ihrer Demenz gestanden hat oder ob sie die Enkelin einer Mörderin ist. In Paris trifft sie Eduard de Villeford wieder, ihre erste große Liebe. Doch mittlerweile beherrscht Tom ihre Gedanken, der Mann, mit dem sie ihr Leben verbringen wollte, und der vor Wochen sang – und klanglos aus ihrem Leben verschwand.
Ich fand das Buch sehr spannend, es war interessant zu erfahren, welche Erinnerungen wir behalten und welche unser Gehirn verdrängt, damit wir weiterleben können. Olivia ist eine sympathische Protagonistin, die den frühen Tod ihrer Mutter nie verwunden hat. Nicht ganz auserzählt ist die Geschichte mit Tom, da hätte ich gern mehr erfahren.
Ich habe das Buch teilweise gehört, wunderbar eingelesen von Vera Teltz und Achim Buch. Sehr gerne spreche ich eine Leseempfehlung für beide Bücher von Matthew Blake aus und freue mich auf weitere Thriller aus seiner Feder.

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Zwar geht es bei Matthew Blake nicht um sagenumwobene Artefakte, dennoch fühlt man sich an Dan Brown erinnert, dessen Spurenfinder Robert Langdon wie Olivia Finn versucht, die Spuren der Vergangenheit zu lesen und zu entschlüsseln. Bei Matthew Blakes "Anna O."-Nachfolger gesteht die Granny der Gedächtnisexpertin, 1945 im Hotel Lutetia einen Mord begangen zu haben. Auf diese Ouvertüre folgt ein Verwirrspiel, das sich in drei Zeitebenen und mehrere Perspektiven (die Kapitel sind überschrieben mit dem Namen der je handelnden Figur) auffächert und damit wunderbar zum ermitteln während der Lektüre einlädt. Blake enthüllt dabei immer nur gerade so viel Info wie es braucht, um einen neuen Gedankengang zu eröffnen. Das klassische Pageturner-Prinzip, wobei die größte Stärke des Romans nicht im Spannungsbogen liegt, der zweifellos gut gelungen ist, sondern in der Geschichte selbst, die von zwei traumatisierten Frauen nach dem Krieg erzählt, die sich in Zimmer 11 des Lutetia in Paris (wieder) begegnen und eine Ahnung davon vermitteln, wie es den Menschen so kurz nach dem Ende des Dritten Reiches ergangen ist. Und damit nebenbei daran erinnern, demütig und dankbar zu sein, in einer anderen Zeit leben zu dürfen.

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Matthew Blake beweist mit diesem Roman erneut sein Talent für raffinierte Psychothriller, die Erinnerung, Identität und Schuld zu einem unheilvollen Geflecht verweben. Die Ausgangssituation ist mysteriös so wie verstörend. Die Gedächtnisexpertin, Olivia Finn, aus London reist nach Paris, um ihre Grossmutter Josephine zu unterstützen. Diese behauptet plötzlich, sie heisse Sophie und habe vor Jahrzehnten im Hotel Lutetia einen Mord begangen. Was zunächst nach Verwirrung klingt, entwickelt sich zu einem tödlichen Rätsel, denn kurz darauf wird Josephine selbst ermordet. Ich war nach wenigen Seiten voll in der Geschichte gefangen. Die Handlung wird mit filmischer Präzision geschildert. Paris wird zur Bühne eines psychologischen Katz-und-Maus-Spiels, in dem Vergangenheit und Gegenwart untrennbar ineinandergreifen. Olivia muss nicht nur die Wahrheit über ihre Grossmutter ergründen, sondern auch ihren eigenen traumatischen Erinnerungen ins Auge sehen. Die Frage, ob Erinnerung Befreiung oder tödliche Gefahr bedeutet, zieht sich leitmotivisch durch den Roman. Für mich liegt die Stärke dieses Buches in der dichten Atmosphäre und der kunstvollen Verknüpfung von Familiengeheimnissen, historischen Schatten und persönlicher Schuld. Mich hat das Buch lange in Atem gehalten. Ich kann es nur empfehlen.

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Ein grandioses Überraschungs-Highlight
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Im vergangenen Jahr habe ich ANNA O. von Matthew Blake gelesen. Ein Buch, dass ich zu diesem Lesezeitpunkt zwar interessant, aber auch schwierig zu lesen fand, was am Ende auf eine mittelprächtige Bewertung hinausgelaufen war. Trotzdem muss ich in dem Buch irgendetwas gesehen haben, was mich jetzt nach kurzem Zögern dazu gebracht, Blake mit seinem neuen Thriller SOPHIE L. eine weitere Chance zu geben. Auf den ersten Seiten habe ich schon gemerkt, dass die Chemie zwischen mir und dem Buch stimmt. Das ist auch durchgehend so geblieben. Am Ende stand sogar die Erkenntnis, dass ich hier kurz vor Jahresschluss nochmal ein echtes Highlight lesen durfte.
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Darum geht’s: Olivia Finn ist Gedächtnisexpertin an einem Londoner Krankenhaus. Dann wird sie zu einem familiären Notfall nach Paris gerufen. Ihre Großmutter Josephine ist in dem berühmten Hotel Lutetia aufgetaucht, hat behauptet jemand ganz anderes zu sein und als junge Frau einen Mord begangen zu haben. Wenig später wird die scheinbar verwirrte Seniorin ermordet…
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Matthew Blake fährt in SOPHIE L. raffinierte Psychospannung vom Allerfeinsten auf. Wie schon bei ANNA O. kann man auch hier wieder über das dem Buch aufgedrückte Thriller-Label diskutieren. Das mag bei einigen Lesern andere Erwartungen wecken. Allerdings wüsste ich auch nicht, welchem Genre man SOPHIE L. alternativ zuordnen sollte. Und gerade das Ende hat mich so mitgenommen und außer Atem gebracht, dass ich die Bezeichnung Thriller dann doch wieder passend fand. Und dabei bleibe ich jetzt der Einfachheit halber auch mal.
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SOPHIE L. ist überwiegend ein Thriller der leisen Töne. Gleichzeitig aber hochgradig intensiv und granatenstark geschrieben. Womit Matthew Blake mich gleich auf seiner Seite hatte, ist das Setting in Paris, das er unglaublich toll zum Leben erweckt hat. Dann kam ein Zeitsprung im Geschehen, der mich zunächst ernüchtert hat. Matthew Blake hat mich ans Ende des 2. Weltkrieges zurückgeführt und mit Themen konfrontiert, mit denen ich mich beim Lesen zum puren Zeitvertreib und zur Zerstreuung nun mal einfach nicht gerne auseinandersetze. Aber irgendwas muss Matthew Blake hier goldrichtig gemacht haben, denn dieser Handlungsaspekt hat mich nicht abgeschreckt, sondern eine eigentümliche Faszination ausgeübt und mich immer tiefer in die Geschichte hineingezogen. Es gibt noch eine weitere Zeitebene in der näheren Vergangenheit und zwei weitere Perspektiven, die für Verwirrung aber auch gleichzeitig Spannung sorgen. Und wie Matthew Blake letztendlich alle Punkte zusammenführt und auflöst … holla, die Waldfee … das ist großes Kino.
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Ich kann für mich nur sagen: Was für ein Buch!!! Ja, man muss Zugang dazu finden, man muss sich darauf einlassen und man muss offen für eine andere Art von Thriller sein. Ich war gerade anscheinend in allen Punkten bereit für dieses Buch, denn SOPHIE L. hat mich einfach komplett begeistert. Die Atmosphäre, die Charaktere, die Intensität, die Story, der Handlungsverlauf – alles zusammengenommen und wie Matthew Blake es hier angeht und umsetzt hat SOPHIE L. für mich zu einem Überraschungserfolg gemacht. Damit hatte ich in keinster Weise gerechnet. Ich kann diesen Thriller einfach nur als atemberaubendes Highlight der ganz besonderen Art bezeichnen.

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Zum Inhalt:
Olivia erhält einen Anruf aus Paris, bei dem ihr mitgeteilt wird, dass ihre Großmutter im Hotel Lutetia aufgetaucht ist und behauptet einen anderen Namen zu tragen und jemanden vor Jahrzehnten ermordet zu haben. Sie reist nach Paris um die Sache zu klären, doch die Großmutter besteht auf ihrer Version. Als die Großmutter kurz darauf ermordet wird, wird klar, dass es jemanden gibt, der nicht will, dass die Wahrheit ans Licht kommt.
Meine Meinung:
Das war bisher mein Jahres-Highlight! Super spannend, mit immer wieder neuen Facetten und Wendungen bis hin zum furiosen Finale. Was mir auch sehr gut gefallen hat, war der Wechsel zwischen der Vergangenheit, Gegenwart und der Zeit kurz vor der Gegenwart und den wechselnden Perspektiven. So bekam nach und nach immer mehr an Details und ein Gefühl dafür, was wirklich passiert sein könnte. Ich sage könnte, weil sich natürlich immer mal wieder dreht, was passiert ist und den Leser immer wieder ins Grübeln bringt. Den Schreibstil fand ich sehr gut.
Fazit:
Mega

5 stars
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Dieses Buch hat mich emotional tief berührt. Die Geschichte ist intensiv und voller Wendungen, die man nicht kommen sieht. Besonders beeindruckend ist die psychologische Tiefe der Figuren – man fühlt mit ihnen, leidet und hofft. Der Schreibstil ist elegant und gleichzeitig packend, sodass man sich völlig verliert. Es ist eine jener Geschichten, die man nicht einfach weglegt, sondern die einen begleitet.

4 stars
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Anders spannend

Die Themen Gedächtnis und Erinnerungen eignen sich natürlich hervorragend für einen psychologisch angehauchten Thriller. Die Geschichte beginnt eher gemächlich, spitzt sich aber immer mehr zu und nimmt dowihl überraschende, als auch erschreckende Ausmaße an.

Die Geschichte wird in drei Zeitebenen erzählt, wobei zwei davon maßgeblich mit der Haupthandlung zusammenhängen und die dritte lange Zeit eher im Raum und über den Ereignissen schwebt. Jeder Erzählstrang umfasst aber insgesamt nur wenige Tage, sowohl in der Gegenwart als auch in der Vergangenheit. Durch diese komprimierte Erzählweise und die drei zentralen Frauenfiguren gefällt mir der Aufbau des Buches gefällt sogar richtig gut. Es gibt immer mal abweichende Perspektiven, die Erzählung fokussiert sich aber schon hauptsächlich auf die drei Frauen.

Es geht viel um Schuld, alte Geheimnisse und zerstörte Existenzen. Das Nazi-besetzte Frankreich als Hintergrund der Geschichte gibt dem Ganzen eine bedrückende, abgründige Atmosphäre und rahmt die Handlung stimmig ein. Zentrale Frage ist aber ganz klar, wer hier nun eigentlich wer ist und wer von den Figuren wirklich Dreck am Stecken hat.

Der alte Fall ist innerhalb der Geschichte recht komplex aufgezogen, trotzdem hatte ich relativ schnell einen konkreten Verdacht. Die Auflösung fand ich insgesamt schlüssig und durchaus gelungen. Das Buch ist nicht unbedingt spannend auf die klassische Art, sondern eher durch das Verschwimmen von Grenzen, Moral und Realität.

Habs wieder sehr gern gelesen und auf die Auflösung hingefiebert.

4 stars
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Meinung

Nach „Anna O.“ war meine Erwartung an Matthew Blakes neues Buch ziemlich hoch. Wieder geht es um Erinnerungen, um das, was unser Gehirn verdrängt, verdreht oder schützt – und darum, ob es gefährlich es sein kann, wenn Vergangenes plötzlich wieder an die Oberfläche kommt.

Im Mittelpunkt steht Olivia, eine Therapeutin und Gedächtnisspezialistin aus England, deren Leben durch einen unerwarteten Anruf aus Frankreich komplett durcheinander gerät. Was zunächst nach einem familiären Notfall klingt, entwickelt sich schnell zu etwas viel Größerem und Düsterem. Von diesem Moment an entfaltet sich die Geschichte auf mehreren Zeitebenen, was mir gut gefallen hat: Die Handlung springt zwischen der Gegenwart, Ereignissen etwa ein Jahr zuvor und Passagen aus der Vergangenheit. Diese unterschiedlichen Stränge wirken zunächst getrennt, fügen sich aber nach und nach zusammen. Genau das macht für mich einen großen Reiz des Buches aus, man merkt, wie sich das Gesamtbild langsam formt.

Der Schreibstil ist flüssig und gut lesbar, stellenweise sehr stimmungsvoll. Matthew Blake versteht es, Spannung aufzubauen und über weite Strecken zu halten. Auch thematisch fand ich den Fokus auf Erinnerung und ob man sie manipulieren kann, spannend umgesetzt – gerade im Zusammenhang mit Olivias Beruf und ihrer eigenen Vergangenheit.

Was mir allerdings weniger gefallen hat, war das letzte Drittel. Während sich der Thriller anfangs eher ruhig, aber gleichbleibend entwickelt, überschlagen sich zum Ende hin plötzlich die Ereignisse. Die Auflösung kommt sehr schnell, fast gehetzt, und wirkt im Vergleich zum „davor“ zu einfach und zu glatt. Ohne spoilern zu wollen: Olivia nimmt einige Enthüllungen plötzlich so hin, obwohl sie vorher doch vom Gegenteil überzeugt war, hier hätte ich mir mehr Raum für ihre Gedankengänge und Erkenntnisse gewünscht, so wie es vorher immer der Fall war.

Fazit

Sophie L. ist ein clever konstruierter Psychothriller mit einem starken Grundthema, spannenden Zeitebenen und einer durchdachten Idee. Über weite Strecken hat mich das Buch sehr gepackt – auch wenn mich das Ende nicht ganz überzeugen konnte. Trotz dieser Schwäche bleibt es ein lesenswerter Thriller, und ich empfehle das Buch gern weiter.

4 stars
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