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Buchcover für Der Junge, der im Dunkeln sah

Der Junge, der im Dunkeln sah

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Erscheinungstermin 22.08.2025 | Archivierungsdatum 05.11.2025


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Zum Inhalt

Jēkabs' Eltern sind blind. Das ist nichts Besonderes, das ist einfach so. Und er möchte wie alle anderen Jungen in seinem Alter sein - mit dem Fahrrad herumfahren, Gameboy spielen, sich um sein Kätzchen kümmern, eine coole Jacke tragen, im See schwimmen und Liene liebevolle SMS schicken ... Dennoch muss er auch als Kind schon ein bisschen erwachsen sein, um seinen Eltern im Alltag helfen zu können. Mit zunehmendem Alter versucht er, sich aus Einengungen zu lösen und seinen eigenen Weg zu gehen. Ein spannender und mit großem Einfühlungsvermögen geschriebener Roman nach tatsächlichen Ereignissen. - Aus dem Lettischen übersetzt von Lil Reif.

Unsere Leseempfehlung: ab 14 Jahren — für Jugendliche und Erwachsene.

Jēkabs' Eltern sind blind. Das ist nichts Besonderes, das ist einfach so. Und er möchte wie alle anderen Jungen in seinem Alter sein - mit dem Fahrrad herumfahren, Gameboy spielen, sich um sein...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783947857296
PREIS 20,00 € (EUR)
SEITEN 224

Auf NetGalley verfügbar

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

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Ein zauberhaftes Buch über einen Jungen, der bei blinden Eltern aufwächst und damit mehr Verantwortung als normal übernehmen muss. Die Zärtlichkeit, die durch den ganzen Text hindurch schimmert, hat mich sehr berührt und macht den Roman zu einer ganz besonderen Entdeckung. Auch für Jugendliche sehr gut geeignet. Sehr empfehlenswert.

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Kinder, die mit ihren behinderten Eltern aufwachsen, stehen vor ganz anderen Herausforderungen als Kinder, die so aufwachsen, was die Allgemeinheit unter „normal“ versteht. Das gilt insbesondere dann, wenn beide Elternteile behindert sind und wenn es eine Behinderung ist, die massive Einschränkungen mit sich zieht. So wie in diesem Fall, denn die Eltern der Hauptfigur Jēkabs sind beide blind.

Der Hauptteil des Buchs wird aus der Ich-Perspektive des Jungen erzählt, und erzählt von den einzelnen Stationen in der Entwicklung eines Jungen. In diesem Sinne handelt es sich um einen klassischen Coming-of-Age- bzw. Entwicklungsroman, in dem davon erzählt wird, wie Jēkabs viele Situationen anders erlebt und wie er viele Einschränkungen umschiffen muss, in dem er dazu gedrängt wird, mehr Verantwortung zu übernehmen. Nicht umsonst heißt es, dass Kinder behinderter Eltern früher erwachsen werden.

Gleichzeitig erfährt er aber nicht nur Dankbarkeit für seine Hilfe, sondern wächst in einem relativ gewalttätigen Umfeld auf, weil die Eltern auch vor körperlicher Gewalt nicht zurückschrecken, um (angebliche) Verfehlungen ihres Sohns zu tadeln, was ich persönlich schon sehr daneben fand. Die Rechtfertigung dafür erfährt der Leser in kurzen Abschnitten, in denen die Mutter in der Form von Tagebucheinträgen davon erzählt, wie sie gerne die perfekte Mutter sein möchte, aber sehr wohl weiß, wie ihr Sohn aufwächst und welche Bedürfnisse er hat, die sie ihm nicht geben kann.

Konflikte sind mit pubertierenden Kindern vorprogrammiert. Das Loseisen der Kinder von den Eltern passiert nie in vollständiger Harmonie. Ganz unabhängig davon, ob Eltern behindert sind oder nicht. Die Einschränkungen, die Behinderungen mit sich bringen, verstärken die Konflikte bzw. haben das Potential dazu. Diesen Einblick in der Entwicklung eines Kindes zeigt dieser Roman der lettischen Autorin Bugavičute‑Pēce.

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Der Junge, der im Dunkeln sah von Rasa Bugavičutė-Pēce ist ein berührendes und besonderes Buch. Die Geschichte zeigt die Welt aus einer neuen und sehr einfühlsamen Sicht. Der Junge ist eine starke und mutige Figur, die man schnell ins Herz schließt. Das Buch spricht über Anderssein, Freundschaft und Verständnis. Der Schreibstil ist einfach und ruhig, aber sehr wirkungsvoll. Beim Lesen denkt man viel nach und fühlt mit. Ein schönes Buch, das lange im Kopf und im Herzen bleibt.

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In “Der Junge, der im Dunklen sah” von Rasa Bugavičute-Pēce (ins Deutsche übersetzt von Lil Reif) begleiten wir den Jungen Jēkabs während seiner Kindheit und Jugend. Seine Eltern sind beide blind, sodass er als einziger Sehender in der Familie von Kindesbeinen an viele Pflichten und Verantwortung für seine Eltern übernehmen muss. Während er als Kind versucht, dem Anspruch des “guten Jungen” gerecht zu werden, versucht er sich als Jugendlicher immer mehr zu emanzipieren, was nicht zuletzt wegen der Armut der Familie und der Depressionen, unter der seine Mutter immer mehr leidet, nicht leicht ist.
Ich hatte im positivsten Sinn nicht das Gefühl, ein Jugendbuch zu lesen, sondern einen Roman, der von einer Erwachsenen für Erwachsene geschrieben wurde, um Jēkabs Konflikte als Heranwachsender im modernen Lettland zu veranschaulichen. Der Autorin gelingt es so gut, das Publikum in die Geschichte zu ziehen. Ein ganz tolles Buch für Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene, die bereit sind, einen Perspektivwechsel einzunehmen.

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Wenn die Pflicht schwerer wiegt als das Kindsein

"Der Junge, der im Dunkeln sah" erzählt von Jēkabs, der in einem Umfeld aufwächst, das ihn früh zur Hilfe verpflichtet: Zwei blinde Eltern, eine strenge Mutter mit hohen Erwartungen, und ein Zuhause, in dem Jēkabs so etwas wie Normalität erst definieren muss. Der Roman zeigt Stationen aus seinem Leben – erste Schule, Freundschaften, die erste Liebe – und daneben die Perspektive seiner Mutter, die mit ihrer eigenen Unsicherheit, Blindheit und dem Wunsch nach Kontrolle ringt.

In vielerlei Hinsicht ist das Buch gelungen: Die Autorin zeichnet ein sensibles Portrait eines Jungen, der durch seine Familie, seine Wahrnehmung und durch das Umfeld geformt wird. Die Themen Verantwortung, Unterschiedsein und Selbstfindung bekommen Raum, ohne plakativ zu sein. Es gibt schöne Szenen: die kleinen Momente, in denen Jēkabs sich selbst gegenüber ehrlich sein kann, Begegnungen, in denen andere Sinne wichtiger sind als das Sichtbare, und Momente von Empathie, die stark nachklingen.

Trotzdem fiel es mir schwer, so richtig eine emotionale Verbindung zu Jēkabs zu finden. Sein inneres Erleben bleibt oft in Bildern, in Andeutungen und in Reflexionen, was literarisch durchaus schön ist aber manchmal auch so distanziert, dass Mitgefühl nicht automatisch entsteht. Seine Mutter ist in vielen Szenen greifbarer; ihre Ängste und Unsicherheiten sind direkter spürbar. Damit wirkt das Gesamtbild stark intellektuell durchdacht, manchmal aber etwas zu vorsichtig.

Die Sprache ist klar und fein austariert. Erzählerisch ist der Aufbau solide: Die Entwicklung wird nicht künstlich beschleunigt, es gibt aber auch Stellen, an denen die Dynamik etwas abflacht, gerade wenn man mehr über Jēkabs’ Innenleben erfahren möchte. Manche Wendepunkte passieren, ohne dass man intensiv vorbereitet wird, sodass sie überraschend, aber nicht immer überzeugend wirken.

Mit 3,5 von 5 Sternen ist mein Urteil: Ein Buch mit vielen schönen, weisen Momenten und einer stimmigen Thematik, das aber nicht durchgehend mitreißt, weil die emotionale Nähe manchmal fehlt. Es lohnt sich besonders für Leserinnen und Leser, die feine Beobachtungen und leise Geschichten schätzen, weniger für diejenigen, die starke Heldenbindung oder dramatische Entwicklungen erwarten.

4 stars
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