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Buchcover für Gym

Gym

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Erscheinungstermin 19.08.2025 | Archivierungsdatum 15.09.2025
Hanser Verlag | Hanser Berlin in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

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Zum Inhalt

Clever, witzig und wild: mit ihrem neuen Roman erobert Verena Keßler das Fitnessstudio literarisch und »pusht ihre Hauptfigur bis ans Limit.« (Jessica Lind) Glänzende Spiegel, definierte Körper, legere Flirts am Tresen. Die Protagonistin in Verena Keßlers knalligem Roman liebt ihren neuen Job im MEGA GYM. Es gibt keinen Leistungsdruck, keine Überstunden, dafür liebenswerte Kolleginnen und einen Chef, der stolzer Feminist ist. Alles perfekt, wäre da nicht die klitzekleine Lüge, zu der sie sich im Einstellungsgespräch hat hinreißen lassen. Sie habe kürzlich erst entbunden, hat sie behauptet, und jetzt wollen alle Babyfotos sehen und fragen ständig nach „dem Kleinen“. Doch erst, als Bodybuilderin Vick auftaucht, wird klar, dass ein erfundenes Kind nicht das einzige Geheimnis dieser verschwiegenen Erzählerin ist. Eine Geschichte über Obsession, Ehrgeiz und die selbstzerstörerische Kehrseite schöner Oberflächen.

Clever, witzig und wild: mit ihrem neuen Roman erobert Verena Keßler das Fitnessstudio literarisch und »pusht ihre Hauptfigur bis ans Limit.« (Jessica Lind) Glänzende Spiegel, definierte Körper...


Eine Anmerkung des Verlags

Bitte veröffentlichen Sie außerhalb dieser Plattform keine Rezensionen vor dem ET (19.08.2025).

Bitte veröffentlichen Sie außerhalb dieser Plattform keine Rezensionen vor dem ET (19.08.2025).


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783446281639
PREIS 23,00 € (EUR)
SEITEN 192

Auf NetGalley verfügbar

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

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"Hip Thrusts, Split Squats, Deadlifts.
Kickbacks, Step Ups, Face Pulls.
Leg Curls, Crunches, Flys."

"Ich war breit, so breit.
Ich nahm keinen Raum ein, ich war der Raum."


Dieses Buch ist großartig, ich habe es in ein paar Stunden in einem einzigen Sog verschlungen. Die Geschichte hat mich total in den Bann gezogen: ich habe gelacht, war fasziniert und abgestoßen. Große Leseempfehlung und ich kann sagen, ich freue mich schon jetzt auf den nächsten Roman von Verena Keßler. Bisher waren alle ihre Bücher fantastisch.

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Gym

wann ist zuviel zuviel?

Verena Keßlers neuer Roman ist faszinierend, denn sie lässt den Leser dicht an die Gedanken und Emotionen der Hauptfigur ran und zeigt deren Entwicklung.
Die Protagonistin bewirbt sich in einem Fitnessstudio und wird aufgrund einer kleinen Lüge tatsächlich genommen. Sie hat behauptet, sie wäre eine junge Mutter und diese Lüge muss sie dann dauerhaft aufrechterhalten.
Dennoch macht sie sich gut im Job. Ihr sozial eingestellter Chef Ferhat fördert sie und empfiehlt ihr ein Aufbautraining.
Sie interessiert sich dann auch wirklich fürs trainieren. Immer mehr steigert sie sich rein und hat Erfolge. Doch irgendwann droht sie die Kontrolle zu verlieren. Es stellt sich die Frage, wann ist zuviel zuviel?
Man erkennt, wie schnell, eine positive Entwicklung auch kippen kann.
Das Buch vermag zu fesseln und ich las es nahezu ohne große Unterbrechungen an einem Tag durch.

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Knallig, originell, fesselnd

Eigentlich scheint der neue Job im „MEGA GYM“ perfekt – vom (selbsternannten) feministischen Chef zu den vergleichsweise guten Arbeitsbedingungen und überdurchschnittlichen Bezahlung. Doch leider beruht ihre Einstellung auf einer Lüge zu der die geheimnisvolle Protagonistin sich im Vorstellungsgespräch hat hinreißen lassen. Anstatt die Sache aufzuklären, verstrickt sie sich immer weiter in Lügen und, zunehmend, in ganz neuen Obsessionen….

„Gym“ ist ein lauter, fast skurriler Roman voll bissigem Humor und popkultureller Anspielungen, der einen ganz eigenen Sog entwickelt. Verena Keßler hat einen großartigen Stil, einen originellen Blick auf aktuelle Themen und vor allem schafft sie das Kunststück eine Geschichte und Protagonistin zu schaffen, der man zugleich voller Faszination und Abscheu gegenüber steht.
Dieser Roman ist eine wunderbar humorvolle und bitterböse Abrechnung mit unserer Leistungsgesellschaft und dem schönen Schein. Und er zeigt die Gefahr, sich vor lauter Streben nach einem ganz bestimmten (Selbst-)Bild in Obsession zu verlieren auf bildhafte Art und Weise.

Fazit: Ein kurzer, aber knalliger Roman, der nicht nur großartig unterhält, sondern auch zum Nachdenken anregt – große Leseempfehlung!

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Die Ich-Erzählerin hat ihren Job verloren, in Rückblenden wird davon erzählt, es wird klar man steuert dabei auf eine Katastrophe zu. Inzwischen arbeitet sie im Gym, hat behauptet ein frisch entbunden zu haben, deshalb etwas außer Form zu sein. Diese Lüge muss sie durchziehen. Bald ist sie angefixt vom Fitnesswahn, baut Muskeln aus nimmt Tabletten, spritzt sich Hormone und gerät immer mehr in einen Abwärtsstrudel der dann auch in der Katastrophe endet. Das Roman ist schnell, direkt, hart und durchleuchtet die Themen rund um Selbstoptimierung, Fitnesswahn, Schönheitskult und vieles mehr. Ich habe dieses Buch gern gelesen.

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Meine Vorfreude war groß als ich gesehen habe, dass Verena Kesslers neuer Roman erscheint. Ihren Roman „Eva“ fand ich damals großartig! Und auch dieses Mal konnte mich Kessler mit ihren unglaublich guten Schreibstil überzeugen. Wir verfolgen unsere Protagonistin dabei wie sie sich einen Job in einem Fitnessstudio erschwindelt. Sie lügt, eben erst ein Kind geboren zu haben. Alles kein Problem – Ferhat ihr Chef ist immerhin Feminist. Was als ulkige Situationskomik startet, lässt einen humorvollen, aber auch grotesken und gut beobachteten Roman folgen. Ich hätte niemals gedacht, dass ein Fitnessstudio literarisch so interessant und unterhaltsam sein kann.
Kessler schreibt lakonisch, mit präzisem Witz und einer Gabe für das Entwerfen von komplexen Charakteren. Als dann die Bodybuilderin Vick auftaucht, nimmt der Roman eine Wendung, die einen das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen lässt. Ein wilder Ritt und eine große Empfehlung!

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Amüsanter und kurzweiliger Roman mit einer liebenswerten Protagonistin, die sich in ihrer Lüge verstrickt und zurück zu sich selbst finden muss.

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Einfach wow! Ein richtiger Reißer, allein schon weil alles so ungewohnt ist: Das Setting, die Protagonistin, das Problem. Und der Schreibstil von Verena: einfach klasse! Alles fügt sich perfekt zusammen zu einem spannenden Schmöker!

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Hatte ne extrem gute Zeit! Vor allem der erste Satz hat mich abgeholt, sehr witzig geschrieben! Knackig, kurzweilig, witzig; in der Kürze aber viele pointierte Beobachtungen untergebracht!

Für mich gehört aber irgendwo in der Beschreibung angedeutet, dass es doch relativ brutal wird.

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"Fitness, sagte ich ernst, sei schon immer meine Leidenschaft gewesen. Mein Erdnussflipbauch drückte gegen den Hosenbund, mein Puls war immer noch erhöht - dritter Stock, Treppen."

Die Protagonistin in Verena Keßlers dritten Roman braucht einen neuen Job und bewirbt sich in einem Fitnessstudio. Da ihre Körperform aktuell nicht gerade als durchtrainiert bezeichnet werden kann, greift sie zur Notlüge: Gerade entbunden, Mann weg und Elterngeld zu knapp. Der Chef, ein selbsternannter Feminist, stellt sie nicht nur ein, sondern schreibt ihr auch einen Trainingsplan, den sie Stück für Stück umsetzt. Mit den Wochen im Studio kommt auch der Ehrgeiz (zurück) und die Protagonistin wird immer "fitter". Sie stellt ihre Ernährung um und wird bald als Transformationsvorbild gefeiert. Doch sie will mehr - als sie eine Bodybuilderin kennenlernt, beschließt sie, ihren Körper ebenso extrem zu gestalten - kostet es, was es wolle.

Keßlers "Gym" ist auf den ersten Blick unglaublich humorvoll. Das liegt an den ungeschönt ehrlichen Beobachtungen, die die Autorin im Fitnessstudio gemacht haben muss, bevor sie den Roman geschrieben hat. Die klassischen Typen treten dort auf - eigentlich ein Klischee möchte man meinen, aber im Kontext der Handlung richtig witzig. Auch die Not der "Heldin", an Babyfotos zu kommen, um ihre Lüge aufrecht erhalten zu können, birgt einige lustige Momente.

Auf den zweiten Blick ist der Kern der Geschichte aber ein ernster. Wie auch schon in den beiden vorherigen Büchern setzt sich Keßler mit feministischen Themen und dem Frausein an sich auseinander. Die kinderlose Frau, die ein Kind herbeifantasiert, reiht sich ein die in die Frauen, die den Lesern in "Eva" begegnen. Doch wird das Thema hier anders weitergeführt. Es geht nicht mehr darum, ob eine Frau erst als Mutter vollwertig ist (oder als vollwertig anerkannt wird). Stattdessen steht der Anspruch an Frauen ganz allgemein im Vordergrund. Wer sagt den jungen Müttern eigentlich, dass sie möglichst bald nach der Geburt wieder dünn und fit sein müssen? Warum werden die weiblichen Figuren alle auf ihre Körperformen reduziert, wenn doch alle so vermeintlich feministisch und aufgeklärt durch das Studio laufen?

Richtig interessant wird es, wenn man Stück für Stück den Hintergrund der Protagonistin durch eingeschobene Kapitel kennenlernt. Denn hier drängt sich bald die Frage auf, ob sie nicht einfach von einer Form der Selbstausbeutung in die andere gerutscht ist - und für wen sie das eigentlich tut? Welche Ansprüche werden hier erfüllt? Und zu welchem Preis?

Auch wenn der Roman auf den ersten Blick seicht erscheint, hallt er lange nach.

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Ein sehr sehr interessantes Buch, während dem lesen wurde die Story zunehmend spannender und absurder und ich hab’s geliebt. Irgendwie fand ich das Buch auch wahnsinnig feministisch aber kann noch nicht genau einordnen in wie fern.
Grandiose Story, hätte aber gern noch umfangreicher sein können.

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Die Protagonistin hat einen neuen Job im MEGA GYM angefangen. In ihren alten kann sie nicht mehr zurück. Sie braucht einen Job, als Nachweis vor dem Bewährungshelfer. Sie hat einen netten Chef und steht entspannt hinterm Tresen und mixt u.a. Protein-Shakes. Schrittweise fängt an, dass die Gym-Bubble sie mitreist. Eine Geschichte über Ehrgeiz, Zerstörung des eigenen Körpers und die Kehrseite eines fitten und schönen Körpers.

„Er kapierte einfach nicht, dass man es im Leben erst dann wirklich geschafft hatte, wenn man es niemandem mehr erzählen musste.“

Mein erstes Buch von Verena Kessler. Der Inhalt spricht sehr viel Wahres, zeigt anschaulich den Strudel der Gym-Bubble mit allen negativen Seiten. Es ist wie eine Sucht, das eigene Leben rückt nach hinten. Man bekommt kurze Einblicke in das Leben der Protagonistin. Für mich persönlich hätte das Buch noch ein wenig länger sein können, um tiefer in ihre Vergangenheit und Zukunft einzutauchen. Im Großen und Ganzen ein witziger, ehrlicher und kurzer Abstecher in die Welt der Gyms. Danke 🤍

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Das Buch hat mich sofort auf Grund des Covers und des Titels angesprochen. Lässt doch beides auf einen unterhaltsamen Roman hoffen.
Von der Schriftstellerin habe ich bis jetzt noch nichts gelesen, umso gespannter war ich auf das Buch. Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen. Einmal in die Hand genommen, möchte man das Buch nicht mehr weglegen. Die einzelnen Personen sind mit Bedacht ausgewählt und mit entsprechenden Eigenschaften versehen.
Zur Geschichte, die Protagonistin beginnt mit ihrem neuen Job in einem begehrten Fitness Studio. Doch sie hat sich schon mit einer Lüge dort begonnen, sie behauptet, dass sie erst vor kurzem entbunden hat. Sie erfährt dort sehr viel Zuspruch und beginnt in ihrer freien Zeit mit dem Training dort. Sie findet daran Gefallen, aber sieht ihre Grenzen nicht, wie das dann alles weiter geht, wird an dieser Stelle nicht verraten, damit die Spannung erhalten bleibt.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen und mir eine kurzweilige Lesezeit beschert. Ich empfehle es gerne weiter.

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Ich fand's großartig. Eine so kaputte Protagonistin, die sich immer mehr und mehr in einer Welt aus Schein verliert, die Besessenheit bis zur Selbstzerstörung entwickelt, und doch dabei so menschlich bleibt. Man könnte das Buch zeitweise schon fast dem body horror zuordnen, aber ich bin auch ein großer Fan davon, gerade wenn es um den als weiblich gelesenen Körper und den Druck auf selbigen geht.

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Ganz tolles Buch!!! Wunderbar schräge Story anfangs, bis ich merkte, worauf es hinaus läuft. Brutal und roh, tolle Geschichte!

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Wie in einem Rausch las ich „Gym“ von Verena Kessler innerhalb von 24h und tauchte in die absolut abgedrehte Gedankenwelt unserer Protagonistin ein. Schon die ersten Bücher der Autorin konnten mich überzeugen und ihr neues Werk ist anders als die Vorgänger, andere konnte mich trotzdem überzeugen. Wer auf weird girl Literatur steht und weiblich gelesene Protagonisten liebt, denen man nicht trauen kann, sollte unbedingt zu diesem Buch greifen. Ein skurriler Einblick in die Fitnessbubble, sowie eine überspitzte Darstellung was passieren kann, wenn psychisch labile Personen in die Abhängigkeit dieser geraten. Für mich ein Highlight, aber war bei der Autorin auch nicht anders zu erwarten.

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Das wird sicher einer meiner Immer-Empfehlungs-Titel: Fands extrem lustig, musste sehr oft schmunzeln, mochte das Bizarre total gerne, gleichzeitig war die GymKultur sehr nah. Habs in in wenigen Stunden durchgelesen und war traurig, als es schon vorbei war. Mega!

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Ein mitreißendes Buch. Im ersten Drittel witzig, dann zunehmend spannend. Die Autorin schreibt in einem Stil, der die Aufmerksamkeit der Leser*innen kommandiert und die Vorstellungskraft anregt, und sie lässt genauso viel im Dunkeln wie notwendig um ein brennendes Interesse an der Geschichte durchgängig anzufachen.

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Obsession

Wow, ich hatte tatsächlich nicht damit gerechnet, dass ein Buch mit einem derartig profanen Titel so eine Wucht sein könnte. Und so schmerzlich, mit so viel Tiefgang. Ich war total hooked von dieser Wahrhaftigkeit, Selbstmanipulation und der Getriebenheit der Protagonistin.

Die Protagonistin dieses Romans gibt bei allem 100%, treibt sich zur Akribie bis zur obsessiven Verzerrung. Alles was sie tut wirkt fast wie im Tunnel, gesundes Verhalten geht anders, aber Mittelmaß kennt sie nicht. Um ihre Ziele zu erreichen tut sie alles, egal welche Kollateralschaden es gibt.

Auf das Hoch folgt ein Tief, eine Abwärtsspirale, die kein Halten kennt und in Rückblicken erfährt der Leser, dass die nicht das erste Mal ist, dass das Leben der Protagonistin zu entgleiten droht. Das Buch ließt sich wie ein Verkehrsunfall- ein Schauerroman, ein Sensationsartikel- man kann nicht wegsehen, das Buch nicht weglegen.

Durch die Ich-Perspektive wirkt das ganze noch eindrücklich, noch näher. Fast konnte ich den Schweiß beim Lesen wahrnehmen. Und obwohl eher episodisch erzählt wird, ist es doch bildhaft, nahbar, bedrohlich lauernd, so als wäre man selbst dabei.

Ich fands richtig heftig und richtig gut.

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Was war das denn?!? Dieses Buch ist ganz anders als "Eva" und "Die Gespenster von Demmin" und dabei richtig, richtig gut! Ich war fasziniert, habe gelacht und stellenweise mit leichtem Ekel das Gesicht verzogen (Quentin Tarantino lässt grüßen...).
Die Protagonistin mogelt sich mit einer kleinen Notlüge ins Fitnessstudio Megagym, in dem sie zunächst hinter dem Tresen und später als Fitnesstrainerin in einem Kurs für Mütter arbeitet. Erst nach und nach eröffnet sich ihre Vorgeschichte und entfaltet sich ihr obsessiver, mitleidsloser Ehrgeiz.
"Fünfzehn Frauen, die für mich alle gleich aussahen, runde Gesichter, schlaffe Schultern, müde Augen, keine Ambitionen, nur die Hoffnung, es würde vielleicht schon reichen, sich hier auf die Matte zu setzen, um aus den Zwängen ihres Standardlebens auszubrechen." (S. 115)
Der Roman behandelt das Thema der auf Konkurrenz ausgerichteten Arbeits- und Freizeitwelt so laut und abgedreht, dass ich zwischendrin immer wieder schallend lachen musste. Mir persönlich hat das Buch sehr gefallen und empfehle ich gerne weiter an alle, die einen ironischen Ton und Quentin Tarantinos Filme lieben.

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Verena Keßler legt mit “Gym” die Messlatte wirklich hoch und schenkt uns einen intensiven Roman, der die Ästhetik und Dynamik eines Fitnessstudios zum Schauplatz einer tiefgreifenden Persönlichkeitskrise macht. Und das so realistisch, so nachvollziehbar, so nahbar, dass es einen beim Lesen manchmal fast den Atem nimmt, weil man sich - zumindest ging es mir so - ertappt fühlt, weil man irgendwann in seinem Leben auch mal nah dran war, zu sehr abzutauchen in die Tiefen der Selbstoptimierung - ggf. getriggert durch äußere Impulse.
Aber worum geht es eigentlich?

Die Erzählerin beginnt einen Neuanfang hinter der Theke des MEGA GYM, einem grell glänzenden Ort voller gespannter Körper, Spiegel und einem Chef, der sich als überzeugter Feminist sieht und auch so agiert. Doch die makellose Oberfläche bröckelt schnell, denn im Bewerbungsgespräch hat sie geflunkert: Sie behauptete, kürzlich Mutter geworden zu sein – eine Lüge, die ihr zunehmend im Nacken sitzt. Immer wieder wird sie nach Babyfotos gefragt, nach dem „Kleinen“, was den Druck erhöht. Als dann die muskulöse Bodybuilderin Vick auftaucht, verdichtet sich ihr Geflecht aus Fassade, Ehrgeiz und Selbsttäuschung noch stärker. Nach und nach wird klar, dass das Baby nur eines von mehreren Geheimnissen ist, und dass hinter der glänzenden Oberfläche eine Obsession lauert, die in zerstörerische Besessenheit führt. Was als selbstgewählter Neustart beginnt, entwickelt sich zu einem gefährlichen Spiel mit Kontrolle und Selbstbild. Die Protagonistin driftet immer mehr ab in die absolute Selbstzerstörung.
Der Roman zeigt so in aller Schärfe, wie die Leistungsgesellschaft und sinnbildlich hierfür - zumindest meines Erachtens - die Fitness-Subkultur funktionieren: Aus der Sehnsucht nach Selbstverbesserung wird Abhängigkeit, aus Proteinshakes und Muskeltraining wird die Inszenierung eines Körpers, der innere Leere kaschiert. Keßler legt den Finger in die Wunde aus dem Wechselspiel von Ehrgeiz, Scham und Aggression und entwirft ein Bild einer Frau, die zugleich stark und verletzlich ist. Ich empfand den Roman als absolut schonungslos,radikal ehrlich und gespickt mit großer Wut, die ich nachvollziehen konnte. Für mich ist es ein Buch, das Schönheitswahn und gesellschaftlichen Druck entlarvt und in eine wundervolle literarische Form gießt.

Stilistisch ist „Gym“ konzentriert und geschliffen, temporeich erzählt - was mir persönlich sehr gefällt - und doch transportiert der Text diese schwer zu ertragende, unterschwellige Beklemmung. Der Text entfaltet seine Wirkung in drei markanten Lebensphasen der Protagonistin und wirkt dadurch verdichtet wie eine lange, intensive Kurzgeschichte. Mit jedem Satz erzeugt Keßler Tempo, Spannung und emotionale Wucht. Zwar bleibt manches im Hintergrund unaufgeklärt, doch gerade diese Leerstellen verstärken den Sog und zugleich auch die Fremdheit, die der Text bewusst herstellt.

„Gym“ ist ein Roman über Fassade, Selbsterfindung und die zerstörerische Seite des Ehrgeizes innerhalb einer absoluten Leistungsgesellschaft. Verena Keßler zeichnet eine Figur, die anziehend und abstoßend zugleich wirkt, deren Motive verschwimmen, deren innere Abgründe jedoch unwiderstehlich fesseln. Es ist ein scharfkantiges, radikal ehrliches Buch, das sich von Beginn an festsetzt und bis zur letzten Seite nicht loslässt – beklemmend, ungewöhnlich und literarisch von großer Kraft.

Also dieses Buch ist für mich eine absolute Leseempfehlung!!
Und man wird auf die Welt und unsere Leistungsgesellschaft und sicher auch auf das eigene Verhalten ein wenig anders schauen!

5 stars
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