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Neues von den Unerwünschten
Nobelpreis für Literatur 2008
von J. M. G. Le Clézio
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Erscheinungstermin 14.08.2025 | Archivierungsdatum 31.01.2026
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Zum Inhalt
In seinem neuen Buch erzählt J. M. G. Le Clézio von denjenigen, die zwar den westlichen Wohlstand mit erzeugen, denen man aber keine Teilhabe daran zugesteht. Anklagend und poetisch zugleich.
Acht Erzählungen, die geografisch den halben Erdball umspannen, Mauritius, Peru, das Grenzgebiet zwischen den USA und Mexiko, den Libanon, Frankreich, und in denen der Literaturnobelpreisträger denjenigen eine Stimme gibt, über deren Leben die Geschichte normalerweise hinweggeht, die die Welt nur erfahren und kaum gestalten können. So wie Maureez, die es trotz schwierigster Kindheit schafft, andere mit ihrer Stimme zu bezaubern. Oder eine Handvoll Jugendlicher – Grenzgänger zwischen Mexiko und den USA. Die beiden jungen Brüder Marwan und Mehdi, die nach der Zerstörung ihres Dorfes durch den Libanon irren. Oder ein tunesischer Arbeiter, der sich in seiner französischen Unterkuft nach seiner Familie sehnt. Sie alle verdienen es, gesehen zu werden, und J.M.G. Le Clézio erzählt ihre Geschichten.
In seinem neuen Buch erzählt J. M. G. Le Clézio von denjenigen, die zwar den westlichen Wohlstand mit erzeugen, denen man aber keine Teilhabe daran zugesteht. Anklagend und...
Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783462006551 |
| PREIS | 24,00 € (EUR) |
| SEITEN | 240 |
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Auf NetGalley verfügbar
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Ein poetisches und wunderschön geschriebenes Buch über Menschen vorrangig aus der 3. Welt, die sonst keine Beachtung finden. Mir haben die verschiedenen Kapiteln zu den Schicksalen sehr gefallen und auch Mut gemacht, in schwierigen Lebenssituationen die Freude zu behalten.
Beschäftigte*r in der Buchbranche 1047240
Die Kurzgeschichtensammlung hat mir gefallen, v.a. da sie so viele verschiedene Orte umfasst hat. Sehr abwechslungsreich und gut geschrieben, traurig, nah an der Realität. Keine leichte Kost, aber auf jeden Fall lesenswert.
J.M.G.Le Clézios Figuren sind jede auf ihre Art auf Reisen oder auf der Flucht. Maureez Samson, deren Name entstand, als ihrem Vater beim Malen ihres Namens auf sein Boot der Pinsel abrutschte, flüchtet vor der neuen Stiefmutter. Ihre äußere Erscheinung und das gesprochene Kreolisch verorten ihre Herkunft nach Mosambik. Ein Heimaufenthalt bei Ordensschwestern nach ihrer Flucht aus dem Elternhaus wird ihr Sicherheit durch feste Strukturen geben und Maureez‘ Blick auf ihr Talent als Sängerin öffnen. Alte Sklavenlieder schließen den Bogen zwischen Flucht aus Sklaverei und Maureez‘ bis dahin unstetem Leben.
„Leuchtender Weg“ und „Die Pichancha“ erzählen von Kindergruppen, die auf dem Weg von Mexico nach Norden sind. In „Die Pichancha“ verliert der Junge Bravo den Anschluss an seine Gruppe, weil er im Park eine junge Frau bewundert, die dort vermutlich mit den Kindern ist, die sie als Kindermädchen betreut.
„Gespenster der Straße“ befasst sich in verschiedenen Varianten mit Arbeitern aus Nordafrika, die unter unsäglichen Bedingungen leben. „Der Taniers-Fluss“ verarbeitet das Thema Sklaverei am Beispiel der Amme, die alle Kinder einer Familie aufzog, konkret auf Mauritius, von wo Le Clezios Vorfahren väterlicherseits stammen. „Hanné“ schließlich erzählt von Kindern, die aus dem Libanon vor Krieg fliehen und schwer glauben können, dass es Länder ohne Krieg gibt. Die abschließende Story „Etrebbema“ befasst sich mit Bewohnern des Regenwalds, deren Welt durch Drogen zerstört wurde und schlägt einen Bogen zu Ereignissen indigener Geschichte, die 40 Jahre zurückliegen.
Fazit
J.M.G. Le Clézios Kurzgeschichten über Menschen auf der Suche nach Heimat werden zusammengehalten vom Symbol einer Goldmünze, deren Vorderseite (frz. Anvers) dem Band seinen Originaltitel gab. Als Bildseite einer Münze könnte man das öffentliche Auftreten der hier genannten Staaten betrachten, während die Realität der Tunnel, Fluchtwege und Wasserwege für die Rückseite des schönen Scheins stehen könnten. Einige Texte werden von Icherzählern vermittelt, drei Geschichten waren bereits zuvor veröffentlicht (Die Pichanka 2003, Gespenster der Straße 2000, Liebe in Frankreich 1993). Die Einordnung, wann und wo die Handlungen stattfinden, fand ich nicht immer eindeutig, Erläuterungen im Anhang dazu wären hilfreich gewesen. Die Lektüre der Geschichten fällt leichter, wenn man (z. B. zum Bezug zu Mauritius) zuvor biografische Texte Le Clézios gelesen hat.
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