Die Briefeschreiberin
Roman - Der gefeierte Nr.1-Bestseller der New York Times
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Erscheinungstermin 27.08.2025 | Archivierungsdatum 04.12.2025
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Zum Inhalt
Jeden Morgen greift Sybil van Antwerp zu Füller und Papier und schreibt: an ihren Bruder, an ihre beste Freundin, an Autorinnen und Autoren. Sie hält fest, was sie begeistert, bewegt oder verärgert. Und dann gibt es da den einen Brief, an dem sie seit Jahren arbeitet, ohne ihn jemals abzusenden ... Mit ihren dreiundsiebzig Jahren nutzt Sybil ihre Klugheit und ihren geistreichen Humor, um die Welt in Wort zu fassen. Doch jenseits ihrer umfassenden Korrespondenz hält sie die Menschen, die sie liebt, seit drei Jahrzehnten auf Abstand. Bis eine Nachricht aus ihrer Vergangenheit sie zwingt, sich dem schmerzhaftesten Kapitel ihres Lebens zu stellen. Nun muss Sybil jenen Brief abschicken, an dem sie all die Jahre geschrieben hat. Und sie muss den Mut finden, sich selbst zu vergeben. Ein Leben in Briefen, zutiefst berührend und unvergesslich – Sybil von Antwerp wird sich auf unvergleichliche Weise in Ihr Herz schreiben. »Feinsinnig erzählt und grandios konstruiert. ›Die Briefeschreiberin‹ ist das fesselnde Porträt einer Frau, die gegen jede äußere Widrigkeit zu Einsicht und Veränderung fähig ist. Ein Grund zu feiern – so wie auch dieser Roman.« Ann Patchett »›Die Briefeschreiberin‹ wird Sie zum Lachen und zum Weinen bringen, und es wird Sie zum Nachdenken anregen, wie es nur die besten Romane tun. Lesen, lesen, lesen Sie es! Und dann kaufen Sie es für jeden, der Ihnen am Herzen liegt!« Fran Littlewood
Jeden Morgen greift Sybil van Antwerp zu Füller und...
Marketing-Plan
Reichweitenstarke Zielgruppen-Kampagne für das bewegendste Debüt des Jahres.
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Verfügbare Ausgaben
| AUSGABE | Anderes Format |
| ISBN | 9783442317844 |
| PREIS | 24,00 € (EUR) |
| SEITEN | 384 |
Auf NetGalley verfügbar
Rezensionen der NetGalley-Mitglieder
Buchhändler*in 570513
Ein wunderbares Buch, das jede gelesen haben sollte.
Wir sollten alle viel mehr Briefe schreiben!!!
Noa V, Buchhändler*in
Ein so tolles Buch! Ich habe die etwas kratzbürstige Heldin geliebt! Ich musste mich anfangs etwas daran gewöhnen, dass das Buch nur aus Korrespondenz besteht aber die Geschichte konnte mich trotzdem begeistern und voll in ihren Bann ziehen. Berührend und humorvoll zugleich.
Rezensent*in 1864435
Schon vor einiger Zeit habe ich "Die Briefeschreiberin" von Virginia Evans, erschienen im Goldmann Verlag, gelesen.
Zusammengefasst handelt es sich um einen berührenden Roman über eine Frau, die lernt, dass es nie zu spät ist, die richtigen Worte zu finden – auch wenn die Welt um einen herum verblasst.
Die Protagonistin ist eine erfolgreiche, ältere Juristin, die ihr ganzes Leben ihrer Karriere verschrieben hat. Ihr Leben gerät aus den Fugen, als sie erfährt, dass sie ihr Augenlicht verlieren wird.
Angesichts dessen beginnt sie, ihr Leben zu reflektieren und Briefe zu schreiben, an Menschen aus ihrer Vergangenheit, zu denen der Kontakt abgebrochen ist, und an sich selbst. Es ist ihr Versuch, die "Bilder" ihres Lebens in Worten festzuhalten, bevor sie sie nicht mehr sehen kann.
Die Autorin erzählt die Geschichte ausschließlich in Form von Briefen und E-Mails, was mir richtig gut gefallen hat, da es sich trotz tiefgründiger Thematik in kurzer Zeit lesen lässt. Aus diesem Grund vergebe ich 4 von 5 Sternen.
Ich habe das eBook als Leseexemplar von NetGalley erhalten.
Es handelt sich um eine unbezahlte und unbeauftragte Werbung.
Carola P, Buchhändler*in
Die 73-jährige Sybil hat eine Leidenschaft für das Schreiben von Briefen. Sie schreibt an ihre beste Freundin, ihren schwer kranken Ex-Mann, ihre Tochter, zu der sie ein eher schwieriges, distanziertes Verhältnis hat, aber auch an Basar, den Mitarbeiter im Kundenservice einer Internetfirma, und an ihre beiden (!) Verehrer, zwischen denen sie sich einfach nicht entscheiden kann. Ihren persönlichsten Brief an eine ominöse Person namens “Pferdchen” jedoch hat sie nie abgeschickt…
Mit ihrer feinfühligen, humorvollen Art und einer schonungslosen Offenheit gibt uns Sybil Stück für Stück Einblick in ihr turbulentes Leben, ich habe das Buch wirklich geliebt!
Bibliothekar*in 772281
Ich kann das Buch für mich noch nicht ganz einordnen. Ich habe es auf jeden Fall sehr gerne gelesen, denn ich mag die Art, wie Daniel Schreiber schreibt. Was er schreibt, klingt für mich auch plausibel. Wenn wir wieder mehr auf einander achten, uns respektieren und auf einander aufpassen, wird vieles im Leben leichter werden. Ob das auch für die große und gar weltumspannende Politik gilt? Hier habe ich leider nicht mehr so ganz folgen können bzw. betrifft mich das auch einfach nicht so. Was mir nicht so gut gefallen hat, ist, dass man das Buch auch als Plädoyer verstehen kann, sich auf sich und die seinen zurückzuziehen. Ich hoffe sehr, dass Herr Schreiber das nicht so gemeint hat und dass das Buch auch nicht so verstanden wird.
Mirja B, Rezensent*in
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Bewertung zu "Die Briefeschreiberin" von Virginia Evans
Mirja103vor 8 Minuten
Briefe erzählen ein Leben
Ich muss gestehen, dass ich eine Weile gebraucht habe, um in das Buch zu kommen. Das lag daran, dass Sybil verschiedenen Personen schreibt, es manchmal Antworten gibt und immer wieder zeitliche Lücken. Nachdem ich dies erkannt hatte, hat mich das Leben von Sybil immer mehr interessiert. Es wird schnell deutlich, dass sie andere Menschen nicht zu nah an sich heranlässt und etwas aus der Vergangenheit sie sehr belastet. Diesem Geheimnis kommt man Stück für Stück näher.
In den Briefen blitzt immer wieder Humor auf, was ich sehr mochte. Sybil ist kein einfacher Charakter. Sie ist oft kompromisslos und etwas unnahbar. Sie lässt sich nicht gern etwas von anderen sagen und Hilfe anzunehmen, fällt ihr schwer. Je mehr ich über ihr Leben erfahren habe, desto mehr ist sie mir trotzdem ans Herz gewachsen. Auch wenn ich über ihr Verhalten manchmal den Kopf geschüttelt habe. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und es gab immer wieder Abschnitte, die mich sehr berührt haben.
Buchhändler*in 1355229
Mein Lieblingsbuch vom Herbst 2025. Ich habe es sehr oft verkauft und nur positive Rückmeldungen erhalten.
große Leseempfehlung !
Heute erscheint „Die Briefeschreiberin“ von Virginia Evans, übersetzt von Regina Rawlinson und ich weiß nicht, wie ich meine Gefühle für diesen Briefroman beschreiben kann. Ich liebe ihn, soviel vorweg…
Wir verfolgen im Buch einige Jahre im Leben von Sybil van Antwerp, einer pensionierten Juristin und Mutter von 3 Kindern. Von ihrem Mann Daan ist sie seit vielen Jahren geschieden, sie lebt allein und korrespondiert mit den unterschiedlichsten Menschen. Sie schreibt verschiedenen Familienmitgliedern, korrespondiert mit Autor*innen, Freunden und einem ganz besonderen jungen Mann, dessen Leben sich noch enger mit ihrem verweben wird. Doch eines Tages erreicht sie ein Brief, der sie zwingt, sich mit ihrer Vergangenheit als Juristin auseinanderzusetzen.
Dieser Roman in Briefen hat sich tief in mein Herz gestohlen und bleibt dort bestimmt eine ganze Weile. Ich mag den sehr eigenwilligen Charakter Sybil‘s und die Art, wie sie ihren Gedanken und Gefühlen in ihren Briefen Ausdruck verleiht. Beim Schreiben und Lesen der Briefe, habe ich ihr eine Weile über die Schulter geschaut und mir gewünscht, selbst mit ihr in Briefkontakt zu stehen. Was hätten wir uns wohl zu schreiben gehabt? Und wenn man nach der letzten Seite nicht selbst Lust bekommt, mal wieder einen Brief mit der Hand zu schreiben, dann weiß ich auch nicht…
Ich fand die Themen im Buch allesamt hochspannend, wenngleich keines detailliert auserzählt wurde. Aber gerade das macht diesen Roman für mich aus.
Auch wenn ich Sybil’s Gefühle meist sehr gut nachvollziehen konnte, was ich an einer Stelle sogar richtig sauer auf sie und hätte ihr das gern gesagt, oder eben geschrieben.
Aber ich verliere mich im Detail. Was ich eigentlich sagen will ist, dass ich diesen leisen Roman sehr in mein Herz geschlossen habe und ihn allerwärmstens empfehlen möchte!
Michaela M, Buchhändler*in
Dieser Titel gehört zu meinen persönlichen Lesetipps in unserer Buchhandlung. Gerne auch für ältere Damen, schließlich geht es auch um einen Rückblick auf das eigene Leben.
Das Besondere ist : Das Buch besteht ausnahmslos aus Briefen! Hauptfigur Sybil schreibt an den Bruder, den Ex-Mann, die Kinder, den Gartenverein, an „myheritage“, an die Uni, an den Nachbarn, an einen alten Kollegen aus Arbeitszeiten, und und und … Auch schreibt sie mit einem Kind, Sohn eines früheren Kollegen, da geht es um Schulkram oder Freunde. Wirklich sehr abwechslungsreich, je nach Adressat !
Diese Erzählweise führt zwangsläufig zu Lücken, es wird nicht alles erzählt. Man kann dem Geschriebenen entnehmen, was zwischen zwei Briefen passiert zum Beispiel im Rückblick oder als Vorschau. Das macht unheimlich viel Spaß, sich den Inhalt zusammen zu puzzeln!
Die Hauptfigur macht sich zweifelnd auf, ihre Vergangenheit zu erforschen, was bei einem adoptierten Mädchen sicher noch mehr ans Herz geht, als in der vertrauten Familie weiter zu recherchieren. Hier bangt man als LeserIn mit: Was wird dabei herauskommen? Wie wird Sybil mit dem Suchergebnis umgehen?
Neben leichten Themen wird auch Schwieriges behandelt - auf ein ernstes Thema wie einen tragischen Unfall war ich nicht vorbereitet und es nimmt mich dementsprechend mit. Da ist eine Warnung durchaus angebracht. Doch wird das Thema literarisch geschickt und mit Spannung aufgebaut und zieht sich durch das Buch, so dass in dem Leichten eine Spannung durchschimmert.
Außerdem: schriftlich ist man manchmal offener als im Gespräch. Sybil schreibt ehrlichst ihre Gefühle nieder und lässt tief blicken - psychologisch interessant!
Und viele Briefe sind so unterhaltsam, leicht und witzig. Sybil ist Meisterin der Konversation mit Füller und Papier, sie schreibt charmant und kann die richtigen Worte finden. Das ist wie eine verlorene Kunst, die in diesem Buch noch lebt und die mir großes Vergnügen bereitet.
Dieses Buch hat Witz und Charme, handelt von Familie in all ihren Facetten, hat auch inhaltliche Tiefe, in Teilen eine gewisse Tragik, außerdem Spannung . Eine sehr lesenswerte Mischung !
Bei diesem Buch hat mich zuerst das Cover angesprochen. Ich liebe dieses pastellfarbige Stillleben und hatte gehofft, dass der Roman die Stimmung dieses Covers wiederspiegelt. Und das tut er tatsächlich.
Der ganze Roman besteht ausschließlich aus Briefen, geschrieben und empfangen von Sybil, die zu Beginn des Buches bereits 73 Jahre alt ist. Wir folgen ihren Briefen ganze 9 Jahre lang, erfahren darin aber eine ganze Menge über Sybil, ihren Charakter, ihre Gefühl, ihre Gedanken ... ihr ganzes Leben!
Mir hat es unheimlich gut gefallen, dass es tatsächlich nur Briefe sind und keine Erklärungen oder Personenvorstellung zwischendurch. So muss man zwar beim Lesen aufmerksam sein, um alle Personen immer wieder zuordnen zu können und nicht durcheinander zu geraten, aber gerade das hat mir sehr gefallen. Es fühlte sich ein wenig wie puzzeln an.
Sybil selbst habe ich als sehr interessante Frau empfunden und finde, dass ihr Charakter sehr gut rüberkommt. Ich mochte auch unheimlich gerne die Stimmung beim Lesen. Für mich schon jetzt ein kleines Buchhighlight!
Rezensent*in 1780445
Ein sehr außergewöhnliches Buch!
Die einzelnen Kapitel sind als Briefe aufgebaut, wodurch sich die Geschichte leicht und schnell lesen lässt.
Wir lernen unsere Protagonistin durch die Briefe Stück für Stück besser kennen und erhalten Einblicke in ihr Leben jetzt und früher. Die Dinge, die sie erlebt hat und die sie heute noch beschäftigen, sowie aktuelle Geschehnisse. Mir haben die Komplexität und Vielschichtigkeit gefallen und wie intensiv das Leben auch im Alter ist. Sybil ist mir richtig ans Herz gewachsen und hat mich berührt.
Ein emotionaler und wunderschöner Roman.
Vielen Dank an die Verlagsgruppe "Penguin Random House" für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars über NetGalley. Diese Rezension ist meine freie Meinung in eigenen Worten.
Beschäftigte*r in der Buchbranche 1171222
Ein ganzes Buch bestehendes aus Briefen an / von verschiedenen Personen. So erfährt der Leser Stück für Stück mehr über das bewegte Leben der Protagonistin. Zart und schön!
Rezensent*in 1092280
Die Briefeschreiberin: Jedes Wort ist ein Liebesbrief an das Leben. Das Buch beinhaltet 384 Seiten. Das Cover mit den dezenten Pastelltönen hat mich optisch sofort angesprochen und der Klappentext auf die Geschichte neugierig gemacht.
Sybil ist 73 Jahre alt. Ihr Leben verlief sehr bewegend. Sie ist adoptiert worden, war Starjuristin. Sie liebt ihren Garten, frische Luft und die Natur. Sie ist Ehefrau, Mutter sowie mütterliche Freundin. Aber eins ist sie das ganze Leben lang: leidenschaftliche Briefschreiberin. Jeden Tag greift sie zu Füller und Papier und schreibt ihre Gedanken und, was sie tagtäglich bewegt und erfüllt, nieder. Aber auch das, was sie stört und, was ihr nicht gefällt, spiegelt sich in ihrem Schreiben wieder. Sie verfasst all ihre Gedanken schrifich, ihre Schicksalsschläge, ihre Glücksmomente. Trotzdem hat Sybil die Menschen, die ihr etwas bedeuten, stets auf Abstand gehalten. Bis ein anonymes Schreiben sie zwingt, sich mit ihren eigenen Fehlern auseinandersetzen und sich dem grossen Geheimnis zu stellen, das ihr Leben geprägt hat.
Es wird ein Teil einer Lebensgeschichte dargestellt. Der Leser begleitet Sybil in einem Zeitraum von 9 Jahren, in der Vergangenheit und in der Gegenwart. Der Leser lernt einige Leute, mit denen Sybil korrespondiert, kennen: Daan, der kranke Exmann, Fiona, die entfremdet Tochter, der adoptierte Bruder, der in Frankreich lebt. Die zwei Verehrer, Nachbar Theodore und Mick. Basar, der in der Internetfirma im Kundenservice arbeitet, Rosalie, eine Jugendfreundin, die Mutterersatz für ihre Tochter Fiona ist, und der anonyme Briefschreiber, der sie bedroht. Und noch ein paar Leute mehr... Sybil wird es nie langweilig, sie hat immer etwas zu tun. Die Briefe sind Spiegel einer Persönlichkeit und das ist die Sybil. Ich habe das Buch als warmherzigen, intelligenten Lebensroman empfunden. Es hat mir sehr gut gefallen, wie Sybil ihre Gedanken preisgegeben hat. Deshalb gibt es von mir 4 Sterne und eine Weiterempfehlung.
Normalerweise sind Briefromane nicht meine bevorzugte Lektüre.Diesen hier habe ich sehr gerne gelesen.
Die Protagonistin Sybil ist eine erstaunliche Figur,nicht immer sympathisch,aber mit der Zeit ist sie mir fast ans Herz gewachsen.
Ein bewegtes Leben,dass sich vor einem ausbreitet.Ich werde das Buch gerne weiterempfehlen.
Magdalena L, Rezensent*in
Die Briefeschreiberin ist der Debütroman von Virginia Evans, den ich sehr gerne gelesen habe. Ich bin erstaunt darüber, wie spannend und interessant ein Roman sein kann, der ausschließlich aus Briefen besteht, und zwar der Korrespondenz der über siebzigjährigen Juristin Sybil van Antwerp im Zeitraum zwischen Juni 2012 und November 2021.
Sybil ist geschieden, Mutter von zwei Kindern und Großmutter. Vor ihrer Pensionierung war sie Juristin. Seit ihrer frühen Jugend ist sie begeisterte Briefeschreiberin. Sie korrespondiert mit ihrem Bruder, ihren Kindern, ihrer besten Freundin, dem Sohn eines ehemaligen Kollegen, ja sogar mit ihrem Nachbarn. Neben dem Briefeschreiben liest sie viel und teilt ihre Leseeindrücke den Autoren und Autorinnen in Briefen mit.
Sybil hat den Tod ihres Sohnes nie verkraftet, ihre Ehe ist daran zerbrochen, das Verhältnis zu ihrer Tochter ist distanziert. Nach seinem tragischen Unfalltod hat sie eine verhängnisvolle Entscheidung getroffen, die eine junge Familie zerstört hatte. Daran muss sie denken, als sie eines Tages anonyme Drohbriefe bekommt.
Sybil wurde als Einjährige adoptiert, sie bekommt von ihren Kindern die Mitgliedschaft in einer Online-Plattform geschenkt, die anhand der eingeschickten DNA die ethnische Herkunft ermittelt. Der Mitarbeiter der Firma hilft ihr bei der Suche nach Familienangehörigen.
Sie wird von zwei Männern umgarnt, wobei mir schnell klar war, für welchen der beiden sie sich entscheiden wird.
Sybils Schicksal hat mich sehr berührt, sie musste mit dem Tod ihres Kindes weiterleben und bekommt im Herbst ihres Lebens die Diagnose, dass sie erblinden wird. Wie soll sie ohne ihre liebsten Beschäftigungen Briefe schreiben und Lesen weiterleben?
Beim Lesen dieses Briefromans musste ich daran denken, wie schade es ist, dass kaum noch Briefe geschrieben werden. Wer druckt schon Chatverläufe oder E-Mails aus und hebt sie für die Nachwelt auf? Das macht man nur mit Briefen. Ich ärgere mich, dass ich nur wenige Briefe aufgehoben habe und denke, dass auch von meinen Briefen kaum welche aufgehoben wurden.
Mir hat der Briefroman sehr gut gefallen, ich habe Sybil gerne begleitet, war gespannt auf die Erkenntnisse über ihre Herkunft, wollte wissen, wie ihr 8jähriger Sohn ums Leben gekommen ist und fieberte einer Aussprache zwischen Mutter und Tochter entgegen. Ich freue mich auf weitere Bücher von Virginia Evans, vergebe fünf Sterne und empfehle das Buch gerne weiter.
Die Protagonistin Sybil van Antwerp schliesst man nicht sofort ins Herz. Es braucht seine Zeit dazu. Ihre ruppige Herzlichkeit, ihr scharfer Humor und die unerschütterliche Gewohnheit, täglich Briefe zu verfassen, machen sie zu einer Figur voller Widersprüche. Hinter der Fassade der erfolgreichen Juristin, Ehefrau und Mutter verbirgt sich aber eine Frau, die Nähe scheut und dennoch unablässig nach Verbindung sucht. Die Briefe, die sie verfasst, sind ihr Ventil, ihr Schutzraum, aber auch ihr Spiegel. Ein anonymes Schreiben zwingt sie, sich mit verdrängten Fehlern und einem lebensprägenden Geheimnis auseinanderzusetzen, entfaltet sich eine Geschichte von grosser emotionaler Wucht. Mich hat dieser Roman schnell gefesselt, er ist bewegend, weil er zeigt, wie Sprache Brücken baut, wo das Leben Mauern errichtet. Er ist witzig, weil Sybil mit spitzer Feder über die kleinen und grossen Absurditäten des Alltags schreibt. Und er ist kostbar, weil er die fragile Kunst des Menschseins in all ihren Facetten beleuchtet. Ein bewegender wie tiefgründiger Briefroman mit einer etwas kratzbürstigen Heldin und grossen Themen. Sehr empfehlenswert.
Maria H, Rezensent*in
"Die Briefeschreiberin" ist ein Buch über eine ältere pensionierte Frau, die gerne und viele Briefe schreibt. Im Buch sind die ganzen Briefe zu lesen, die sie an ihre Verwandschaft und ihre wenigen Kontakte schreibt..Auch die erhaltenen Briefe sind im Buch zu lesen.
So kann sich der Leser langsam ein Bild über das Leben dieser Frau machen und das ist ganz interessant.
Adoptivtochter und Starjuristin, Gartenliebhaberin und Ehefrau, Mutter und Freundin – die 73jährige Sybil van Antwerp hatte schon viele Rollen inne in ihrem bewegten Leben. Eines hat sie dabei stets begleitet: ihre Leidenschaft fürs Briefeschreiben.
Sie schreibt ihren Freunden, Verwandten und Nachbarn, aber auch wildfremden Menschen: Den Verfassern ihrer Lieblingsbücher oder auch einem Kundendienstmitarbeiter. Sie ist dabei nicht immer liebenswert und doch wächst sie einem ans Herz und selbst auf ihre alten Tage hin erlebt sie noch einige Abenteuer. Dabei lernt sie wichtige Lektionen, die ihr dabei helfen über sich hinauszuwachsen.
Ich habe Sybil sehr gerne dabei begleitet, auch wenn es mir manchmal schwerfiel, die Briefe und Personen zuzuordnen.
Der Zauber des geschriebenen Wortes
Entgegen der Schnelllebigkeit in unserem modernen Leben liebt es die Protagonistin Sybil van Antwerp, Briefe zu schreiben. Sie glaubt sich besser im geschriebenen Wort ausdrücken zu können und mag eine ganz besondere Sorte von Briefpapier und natürlich ganz konventionell die Spur des Tintenflusses. Dabei verfolgt sie bei manchem Briefwechsel eine zeitliche Routine einzuhalten, bei anderen wiederum erfolgt der Austausch in losen Abständen. Als begeisterte Leserin spiegelt sie dem ein oder anderen Autor ihre Gedanken und Gefühle als Feedback auf seine Geschichte und freut sich sehr über eine Antwort. Sie hebt alle ihre erhaltenen und zum Teil die Kopien der geschrieben Briefe auf. Diese Korrespondenz besitzt einen unschätzbaren Wert für sie.
Sybil ist mit dreiundsiebzig Jahren längst im Ruhestand. Nicht ganz unvermögend konnte sie sich diesen Luxus noch vor dem üblichen Rentenalter leisten. Sie blickt auf ein beruflich ausgefülltes und erfolgreiches Leben als Juristin zurück, das allerdings nicht ganz ungetrübt ist. Eine falsche Handlung von ihr belastete durch ein Fehlurteil eine ganze Familie. Diese Tat liegt noch immer schwer auf ihrer Seele. Ihr privates Glück jedoch konnte sie nicht finden. Ein tragischer Unfall, eine Scheidung, Missverständnisse mit ihrer Tochter trüben ihren Alltag. Hier muss sie Fehler einsehen und versuchen zu korrigieren. Schließlich begibt sie sich auf die Spuren ihrer Vergangenheit, die unverhofftes Glück bescheren.
Virginia Evans wagt sich mit ihrem Roman ‘Die Briefeschreiberin‘ auf ein ungewöhnliches Terrain, eine Geschichte zu erzählen. Ich war sehr überrascht wie leicht und flüssig sich die aufeinanderfolgenden Briefe gelesen haben, sich in wunderbarer Weise zu einer Geschichte mit Tiefe, Tragik, glücklichen und schmerzlichen Momenten als Beschreibung eines inhaltsreichen Lebens zusammenfügten.
Wer sich an ein ungewöhnliches auf jeden Fall lohnendes Leseerlebnis heranwagen möchte, findet hier beste Unterhaltung und besonderen Lesegenuss.
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