Silberregen glitzert nicht

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Erscheinungstermin 08.02.2023 | Archivierungsdatum N/A

Zum Inhalt

Emely liebt Quizshows und ganz besonders liebt sie es, sich die Quizshows gemeinsam mit ihrer Mutter anzuschauen. Ihre Mutter ist für sie die Königin des Silberregens beziehungsweise war sie das. Denn statt Fragen zu beantworten, wirft sie momentan eher welche auf. Warum schläft sie so viel? Warum steht sie morgens oft nicht auf? Und wie kann Emely das vor den Nachbarn, Lehrern und ihrem besten Freund Mathis verheimlichen? 

Emely liebt Quizshows und ganz besonders liebt sie es, sich die Quizshows gemeinsam mit ihrer Mutter anzuschauen. Ihre Mutter ist für sie die Königin des Silberregens beziehungsweise war sie das...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Hardcover
ISBN 9783958541979
PREIS 16.00
SEITEN 208

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Das Cover gefällt mir wirklich gut und es passt so schön zur Story. Es geht um Emely, die früher sehr gerne mit ihrer Mutter Quiz-Shows geschaut hat. Für Emely war ihre Mutter die Königin des Silberregens. Leider ist ihre Mutter krank und schläft sehr viel, so dass sie sich um ihre kleinen Geschwister kümmern muss. Dies ist alles sehr stressig, denn Emely geht selbst noch zur Schule. Ihr Vater arbeitet sehr viel und ist meistens erst spät zu Hause. Sie macht sich Sorgen, dass es irgendwann die Nachbarn oder gar ihr bester Freund Mathis merkt. Der Schreibstil ist flüssig. Es ist gut zu lesen. Das Buch ist spannend, aufklärend aber auch sehr traurig. Was Emely hier so schafft, ist wirklich großartig. Ich hab mich dann immer nur gefragt, wo ist denn der Vater?! Versteckt er sich hinter seiner Arbeit und überlässt die ganze Verantwortung seiner großen Tochter. Die hat Angst sich jmd. anzuvertrauen. Es ist wirklich ein tolles Buch...

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Emelys Mama ist die Königin aller Fernsehquizze. Oder war sie zumindest, bevor sie so viel schlafen musste, dass sie es morgens nicht aus dem Bett schafft und mittags auch nicht und wenn doch, dann muss sie sich ganz schnell wieder hinlegen. Und weil Emelys Mama so viel schlafen muss und ihr Papa so viel auf Autobahnen unterwegs ist, kümmert Emely sich um ihre beiden kleinen Geschwister. Und das darf auf keinen Fall auffallen, weder ihrem besten Freund Mathis, noch den Nachbarn und schon gar nicht den Lehrern in der Schule…

„Silberregen glitzert nicht“ richtet sich an eine jüngere Zielgruppe (ab 11 sagt die Verlagsseite) und ungefähr das Alter hat auch die Protagonistin Emely. Es wird nicht genauer gesagt, meine ich, aber ich habe auch auf etwa 10-12 getippt, schon weiterführende Schule wahrscheinlich, aber immer noch die sehr kindliche Phase.
Dementsprechend wird das Buch auch einer sehr kindlichen Perspektive erzählt, aber gleichzeitig aus keiner naiven Perspektive mehr. Emely ist sehr bewusst, dass da irgendwas schief läuft und es nicht seine Richtigkeit hat, wenn Mamas nicht aufstehen und sich um ihre Kinder kümmern (Emelys Bruder Lukas geht noch in den Kindergarten, ihre Schwester Hannah sogar in die Krippe). Emely schwankt kontinuierlich zwischen Verantwortungsbewusstsein ihren Geschwistern gegenüber, die sich nun wirklich nicht um sich selbst kümmern können, aber auch ihrer Verzweiflung, weil sie sich nicht angemessen um sie kümmern kann, und ihrem Bedürfnis, einfach nur mit ihren Freunden in den Skaterpark zu fahren und neue Tricks auf dem Board zu üben.

Es geht anscheinend um Tablettensucht – was ich so aus dem Buch nicht herausgelesen habe, um ehrlich zu sein (auf Netgalley stand der Zusatz „Christine Werner greift das Thema Tablettensucht der Eltern einfühlsam, lebensnah und mit Leichtigkeit auf.“, der auf der Verlagsseite steht, nämlich nicht). Ich habe sehr auf Depressionen oder irgendwas anderes in die Richtung getippt, auch wegen der Formulierung „Gestrüpp im Kopf“, dazu passte auch, dass Emelys Mama auch mal so halbe Tage hat, wo es ihr besser geht, sie aber ansonsten so viel schlafen muss. Die Silberpapierchen, die Emely ab und an findet, machen da schon Sinn, das sind dann wohl die Folien an den Blistern, die dann manchmal abgehen, aber ich fand das nicht so einleuchtend beim Lesen und war dann schon ein bisschen überrascht, als das Thema dann auf Sucht gelenkt wurde, weil ich dafür eher nicht so die Indizien gesehen habe. Deshalb habe ich mich auch gewundert, warum Mathis den Schluss so schnell zieht – ich habe es nämlich nicht.
Generell finde ich das aber toll, dass das im Kinder-/Jugendbuch thematisiert wird und zwar aus der Sicht eines Kindes mit einem betroffenen Elternteil und das sehr natürlich und einfühlsam und nicht auf die sehr pädagogische, belehrende Art und von oben herab.

Insgesamthat mir das Buch sehr gut gefallen, man konnte sich im Emely sehr gut hineinversetzen, auch als Person, die mehr als doppelt so alt ist wie die Protagonistin. Ich hätte mir nur gewünscht, dass das mit der Suchterkrankung vielleicht nicht ganz so subtil gewesen wäre.

... Mir ist gerade im Nachgang aufgefallen, dass auf dem Cover sogar ein Tablettenblister drauf ist und diese Folien und ich stand da offensichtlich SEHR auf dem Schlauch, aber das liegt an mir und nicht am Buch und es bekommt definitiv volle Sternenzahl und eine absolute Leseempfehlung!

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Silberregen glitzert nicht
von Christine Werner

Was für eine gewichtige Geschichte! und trotzdem leicht und nachvollziehbar erzählt.

Emily ist viel zu jung um die Verantwortung für ihre jüngeren Geschwister auf ihren Schultern zu tragen. Doch was bleibt ihr anderes übrig, wenn Mama mal wieder einen schwierigen Tag hat und nicht aufstehen kann und nur schlafen hilft und Papa auf der A8 unterwegs ist...
Die festen Tagesabläufe, die Schulpflichten und die wenig gewordenen Momente mit ihrem besten Freund Mathis halten sie einigermaßen aufrecht. Nur nichts anmerken lassen, wer weiß, was dann noch kommt.... Doch irgendwann wird alles zuviel und es ist gut, wenn ein Freund da ist.
Traurig und doch hoffnungsvoll - stark und verletzlich. Ein tolles Buch.

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Ein Buch, das unter die Haut geht.
Die Autorin Schafft es mit dem Thema "suchtkranke Eltern" sehr einfühlsam umzugehen.

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