Im Feuer

Ein Fall für Lilly Hed. Der brandheiße Bestseller aus Schweden

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Erscheinungstermin 27.07.2022 | Archivierungsdatum 27.09.2022

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Zum Inhalt

Skandinavien erlebt einen Rekordsommer, die Brandgefahr ist hoch. Die junge Ermittlerin Lilly Hed hat sich aus Stockholm ins idyllische Nynäshamn an der Schärenküste versetzen lassen. Doch sie entkommt weder ihrer Vergangenheit noch den Feuern, die bald den ganzen Ort bedrohen. Menschen sterben in den Flammen – waren es Unglücksfälle? Lilly gerät in eine fieberhafte Ermittlung, während Feuerwehrchef Jesper mit seinen Leuten gegen die unerbittlichen Brände kämpft. Aber was machst du, wenn alle Spuren buchstäblich in Rauch aufgehen?


»Dramatisch, überzeugend geschildert und mit einer gewaltigen Überraschung am Schluss.« Norra Skåne

Skandinavien erlebt einen Rekordsommer, die Brandgefahr ist hoch. Die junge Ermittlerin Lilly Hed hat sich aus Stockholm ins idyllische Nynäshamn an der Schärenküste versetzen lassen. Doch sie...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783651001091
PREIS 16,00 € (EUR)

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Feuer im Kopf

„Im Feuer“ von Pernilla Ericson ist der erste Fall für Polizistin Lilly Hed und Feuerwehrchef Jesper Hansson. Worum geht es?
Auch in Schweden steigen die Temperaturen und es gibt Bewässerungs- und Grillverbote. Dennoch kommt es zu verheerenden Waldbränden. Kenneth stirbt im Feuer, weil seine Schlafzimmerfenster von außen vernagelt sind. Gustaf kommt in seiner brennenden Sauna um.
Lilly, die sich aus Stockholm ins idyllische Nynäshamn an der Schärenküste hat versetzen lassen, ermittelt zusammen mit ihrer Kollegin Katja. Unterstützt wird sie von Feuerwehrchef Jesper. Während sich die Polizistin und der Feuerwehrmann näherkommen, häufen sich die Brände…
Spannend, keine Frage. Auch flott und flüssig zu lesen. Geschickt legt die Autorin falsche Fährten, auf denen sich die Kommissarin Stück für Stück entlang robbt. Immer mal wieder sind Rückblicke in die Vergangenheit eingestreut. Sie verleiten zu unterschiedlichen Spekulationen und Deutungen.
„Im Feuer“ ist ein Buch, das den fortschreitenden Klimawandel, aber auch Gewalt gegen Frauen thematisiert. Der Leser lernt viel über Feuer, Brandstiftung und Pyromanen, die eigentlich keine sind.
Lilly und Jesper kommen sympathisch, aber auch etwas klischeehaft rüber. Beide kämpfen gegen die Dämonen der Vergangenheit. Nichtsdestotrotz bin ich gespannt, wie es mit ihnen weitergeht.

Fazit: Vielversprechender Auftakt einer neuen Krimi-Reihe, die in Schweden verortet ist.

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Feuer als Tatwaffe, Gewalt gegen Frauen und der Klimawandel – interessant eingeflochtene Themen.
Brände, nicht nur durch eine Hitzewelle in ganz Schweden verursacht, werden in dem idyllischen, an sich ruhigen Nynäshamn gemeldet, das nur 60 Kilometer von Stockholm liegt. Menschen sterben dabei nicht nur auf ihren Grundstücken. Ein totales Feuerverbot im Freien verhindert bei dieser extremen Wetterlage mit hohen Temperaturen und anhaltender Trockenheit leider nicht, dass bei der jungen Ermittlerin Lilly Vendela Hed, Neuzugang im Polizeirevier in Nynäshamn, Langeweile aufkommt. Sie flieht aus ihrer sie belastenden Vergangenheit mit dem Oberstaatsanwalt in diesen Ort an der Schärenküste, wohnt in einem renovierten Leuchtturm und folgt ihrem Instinkt in Sachen Brandaufklärung. Das fieberhafte Löschen der vielen, grossen Brände erfolgt durch Feuerwehrchef Jesper, der sich rührend um Lillys Zuneigung bemüht.
Selbst wenn alle Spuren in Rauch aufgehen, findet sich schliesslich eine überraschende Lösung.

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Pernilla Ericson - Im Feuer

Meinung
Spannung pur.
Sehr sympathische Protagonistin.
Waldbrände bedrohen den ganzen Ort, Lilly Hed. muss herausfinden, ist es Zufall oder Absicht.
Es geht heiß her in Nynäshamn .
Die kurzen Kapitel sind ganz gut zu lesen
Stil und Sprache der Autorin gefallen mir sehr.
Ein prima Krimi den ich gern empfehle

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Starker erster Fall für die traumatisierte Ermittlerin Lilly Hed

Aus dem Schlaf erwacht Kenneth Robertsson, als er den Geruch des Feuers aus dem Erdgeschoss wahrnimmt. Zunächst ist er erleichtert, dass seine Familie fort ist, da seine Frau nach einem Streit weggefahren ist und die Kinder mitgenommen hat. Dann möchte er das Wichtigste retten. Seine Arbeit fällt ihm da als Erstes ein. Doch als ihm Rauch und Flammen entgegenschlagen, handelt er instinktiv. Fast schafft er es so zu entkommen. Das ist ein intensiver Überlebenskampf, den Kenneth verliert, als er im Feuer stirbt.
War dieses Unglück ein Unfall, Selbstmord oder Mord? Und falls ein Mörder am Werk war, hat der dann gewartet, bis Kenneth Familie fort gewesen ist, um ihm dann jeden Fluchtweg zu versperren? Hat der Täter womöglich gar zugeschaut, als das Haus in Flammen aufgegangen ist und Kenneth elendig verbrannte? Doch wer tötet auf so grausame und aufsehenerregende Weise? Lilly Hed beginnt in ihrem ersten Fall in Nynäshamn zu ermitteln.

Im Feuer ist der Auftakt einer Reihe um Lilly Hed. An Lilly mag ich, dass sie nicht nur eine weitere schwedische Ermittlerin ist, die zwar einen beeindruckendem Lebenslauf vorzuweisen, aber auch schwerwiegendere psychische Probleme zu verarbeiten hat. Sie ist anders als die meisten anderen in ihrer Situation klug genug, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Da sie nicht schlafen kann, hat sie eine Therapeutin aufgesucht, die ihr dann Schlaftabletten verschrieben hat. Und sie hat sich auf eine offene Stelle bei der Polizei in Nynäshamn beworben, weil es dort ruhiger als in Stockholm zugeht. Dort wohnt sie nun in einem Leuchtturm, der auf elf Metern Höhe eine eindrucksvolle Aussicht bietet, aber eine traurige Geschichte hat.
Lilly ist so authentisch wie sympathisch und mir gefällt, dass sie sich im Laufe dieses Krimis entwickelt. So lebt sie in Nynäshamn, nachdem sie ihre traumatischen Erfahrungen in Stockholm zurückgelassen hat, Stück für Stück wieder auf. Ihre Arbeit - besonders in der Ermittlung, die den Brand betrifft, der Kenneth tötete, gibt ihr Halt. Dabei zeichnet Lilly ihr empathischer Umgang mit Zeugen aus, der sie etwa nie eine angebotene Tasse Kaffee ablehnen lässt. Das Einfühlungsvermögen, das sie besitzt, bringt Zeugen, aber sogar Verdächtige in der Vernehmung dazu, sich zu öffnen und preiszugeben, was sie wissen.

Im Feuer wird von Pernilla Ericson abwechslungsreich erzählt, wozu die zweite Zeitebene beiträgt, die etwa zwanzig Jahre früher angesiedelt ist. Aus dieser Zeit werden aus Sicht des Opfers Szenen des von ihm erlittenen Mobbing durch eine Gruppe von jungen Männern geschildert. So wird sein Haus nicht nur mit üblen Beschimpfungen beschmiert, sondern er wird auch mit Steinen beworfen. Er leidet, doch ruft er nicht die Polizei. Zudem wird der Krimi im hier und jetzt aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Neben der Sichtweise von Protagonistin Lilly wird etwa die Sicht von Jesper Hansson - Wehrführer bei der Feuerwache in Nynäshamn, aber auch die der Opfer geschildert. So wird aus Sicht von Kenneth sein intensiver Überlebenskampf beschrieben, den er jedoch verliert, als er nicht aus seinem Haus entkommen kann und verbrennen muss.
Da das erste Kapitel den Brand beschreibt, wie Kenneth diesen erlebte, war ich lange Zeit ein wenig schlauer als Lilly, die da noch rätselte, ob der Brand denn nun ein Unfall, Selbstmord oder Mord gewesen ist. Für Lilly war nicht auszuschließen, dass Kenneth das Feuer selbst gelegt hatte, als er glaubte, seine Familie verloren zu haben. Und die Fenster könnte er zugenagelt haben, damit er es sich im letzten Moment nicht anders überlegen, sondern seinen Versuch auch durchziehen würde. Doch obwohl die Ermittlungen so eher schleppend vorangeschritten sind, ist der Krimi bald in die vollen und die Spannungskurve steil nach oben gegangen, als Jesper und Lilly gegen einen außer Kontrolle geratenen Brand zu kämpfen hatten.

Nach den verheerenden Bränden in Kalifornien und Spanien in den letzten Jahren ist das von Pernilla Ericson in ihrem Krimi aufgegriffene Thema aktueller denn je. Und Feuer begegnet Lilly in diesem Buch in jedweder Form. Als sie zu Beginn mit ihrer Kollegin Katja Streife fährt, hat sie einen Nachbarschaftsstreit zu schlichten, der über das aufgrund der Feuergefahr verhängte Grillverbot entbrannt ist. Im weiteren Verlauf gerät dann ein Brand außer Kontrolle, der sich zu einem verheerenden Waldbrand entwickelt, der Menschenleben gefährdet, bevor er gelöscht werden kann. Da kümmert sich Lilly zusammen mit Katja um Absperrungen, an denen sie oft verzweifelte, manchmal wütende Menschen abfängt, die in ihr Haus wollen oder ihren verschwundenen Ex-Mann bzw. ihre kleine Tochter suchen. Und nach dem Brand, der Kenneth das Leben kostete, zieht Lilly früh eine Profilerin hinzu, die sie mit Hintergrundinformationen zu Pyromanen versorgt und mögliche Verdächtige aus der Gegend nennt.
Die Beschreibungen sind so gelungen wie intensiv. Die flirrende Hitze und die ausgetrockneten Böden, die im niedrigen Grundwasserpegel begründet liegen und Grill- wie Bewässerungsverbote nach sich zogen, werden fast greifbar. Und die Stimmung ist aufgeheizt, weil der kleinste Funke ein verheerendes Feuer entfachen kann. Da hätte ich mir gewünscht, dass Pernilla Ericson ihre starken Bilder und eindrucksvollen Beschreibungen der Hitze des Sommers, aber auch des Feuers und der Brände für sich sprechen lässt. So hätte ich auf die zusätzlichen Kommentare zum Klimawandel verzichten können, die nebenher in Gesprächen von Lilly mit Kollegen oder durch Beiträge, die gerade im Radio laufen und so von Lilly gehört werden, einfließen. Denn die wirken auf mich so eher wie der Wink mit dem Zaunpfahl.

Im Feuer ist ein starker erster Fall für Lilly Hed, dessen Auflösung, die ich erst kurz vorher habe kommen sehen, für mich ein Schlag in die Magengrube gewesen ist. Pernilla Ericson hat ihren intensiven Krimi sorgfältig arrangiert, so dass jedes Puzzlestück seinen Teil zum Gesamtbild beiträgt. Entweder steht es im Zusammenhang mit der Auflösung dieses Krimis, die sonst nicht diese Wirkung entfaltet hätte, oder aber es bereitet bereits den zweiten Band der Reihe vor. Im Sturm heißt der und die ersten vier Kapitel daraus finden sich als Leseprobe am Ende des Buchs.

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Das Cover zeigt ein typisches Bild aus Skandinavien. Das gefällt mir sehr gut. Lilly Hed, die junge Ermittlerin hat sich nach Nynäshamn versetzen lassen. Sie hat mit einer Vergangenheit zu kämpfen. Als sie ihre neue Stelle antritt, beginnen die Brände. Menschen sterben in den Flammen, waren es wirklich Unfälle? Lilly ermittelt fieberhaft, aber die Spuren gehen alle in Rauch auf. Der Feuerwehrchef Jesper kämpft verzweifelt und unerbittlich gegen die Flammen an. Der Beginn dieses Buches beginnt rasant und spannend. Behandeln wir hier ein aktuelles Thema der Hitzewellen und die daraus erhöhte Gefahr von Waldbränden. Das Lesen der Geschichte habe ich sehr spannend empfunden. Das Ende des Buches endet mit einer gewaltigen Überraschung. Dem Leser wünsche ich viele unterhaltsame Stunden. Sehr empfehlenswertes Buch.

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Spannend geschrieben. Nicht alles scheint wie es ist. Eine gute Geschichte mit spannunsgreichen Figuren, die neben der Hauptstory auch aktuelle Themen aufgreift.

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Zum Inhalt :
Schweden leidet unter Rekordtemperaturen und es gibt mehrere Brände bei denen auch Menschen zu Schaden kommen. Lilly, die sich aus privaten Gründen aus Stockholm nach Nynäshamn hat versetzen lassen, ermittelt fieberhaft. Doch auch ihre Vergangenheit scheint sie immer wieder einzuholen. Was hat sie aus Stockholm vertrieben?
Meine Meinung:
Gerade die Protagonistin Lilly hat mir sehr gut gefallen. Wie sie mit dem Vergangenen hadert und dann doch irgendwann die Kurve bekommt zu handeln hat mir gut gefallen. Aber auch die Story um die Brände, die eher etwas ruhiger erzählt wird, ist sehr gut. Vor allem habe ich die Lösung und wer hinter den Bränden steckt nicht kommen sehen und das finde ich immer sehr gut. Ich werde mit Sicherheit auch den nächsten Band um Lilly Hed lesen, weil ich auch gerne wissen möchte, ob sie mit der Vergangenheit abschließen kann.
Fazit:
Hat mir gefallen

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Spannend

Die schwedische Schriftstellerin Pernilla Ericson schreibt Spannungsromane in denen das aktuelle Klimathema erscheinen.
Sie hat mit der Kommissarin Lilly Hed eine neue Reihe begonnen

Im Roman „Im Feuer“ ist ein heißer Sommer, in dem es leicht zu brennen anfängt.

Lilly Hed ist aus Stockholm weggezogen in einn idyllisches Ort in den Schären. Sie kann schlecht schlafen und hat Angst vor ihrem Exfreund.
Jetzt werden Brände gemeldet, in denen es Tote gibt. Da muss sie ermitteln.

Die Autorin fängt die Stimmung und Ängste der Einwohner und der Feuerwehrmännern ein. Man ist mittendrin. Lilly wird von dem Feuerwehrmann Jesper Hanson unterstützt.

Da kommt Lilly Hed immer wieder in Gefahr.
Von dem brütend heißen Sommer geht es im nächsten Band in den stürmischen Herbst. Ich bin gespannt, wie es da mit den Beiden weitergeht.

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Ansteigende Temperaturen auf der ganzen Welt. In Nynäshamn brechen immer wieder Brände aus, Menschen sterben. Kommissarin Lilly Hed läßt sich von Stockholm dort hin versetzen um mit ihrer Vergangenheit und dem stressigen Leben abzuschließen. Doch es kommt ganz anders. Irgendetwas kommt ihr an den Bränden komische vor und sie beginnt zu recherchieren. Sind es alles Unglücksfälle? Als sich auch noch ihr Exfreund meldet, spitz sich die Lage zu.

Großartig, flüssig geschrieben, der Spannungsbogen bleibt über die ganze Geschichte. Sehr lesenswert.

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Hitze in Schweden

Die erfolgreiche Polizistin Lilly Hed wechselt aus persönlichen Gründen von Stockholm ins verträumte Nynäshamn. Aufgrund von Hitze, Wassermangel und Brandgefahr muss sie mit ihrer Kollegin Katja Straßensperren bewachen und andere Routineaufgaben übernehmen. Als jedoch in einem abgebrannten Haus die Leiche eines Familienvaters geborgen wird, bekommt sie vom Feuerwehrchef Jesper den Tipp, dass es sich möglicherweise nicht um einen Unfall, sondern um Brandstiftung gehandelt haben könnte. Gewissenhaft geht Lilly diesem Hinweis nach, während immer mehr Brandherde aufflackern und die Menschen in Gefahr bringen.

Pernilla Ericson gliedert diesen ersten Band einer neuen Krimireihe in übersichtliche, eher kurze Kapitel und schildert die Gegebenheiten aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Eingestreute Tagebucheinträge sind für den Leser interessant, aber keiner konkreten Person zuordenbar. Auch bei den Bränden und im Feuer Verunglückten weiß niemand, ob es sich um tragische Unglücke handelt oder ob ein Brandstifter sein Unwesen treibt. Rasch stellt Lilly fest, dass sie über Pyromanie zu wenig Detailwissen hat und holt sich Unterstützung von Experten. Die sachlichen Darstellungen zu diesem Thema sind der Autorin recht gut gelungen und wirken informativ und gut verständlich.

Ebenfalls wunderbar vorstellbar sind die handelnden Personen charakterisiert, sowie die flirrende Hitze im schwedischen Sommer, die dürren Gräser und trockenen Äste der Bäume, die durch den kleinsten Funken in Brand geraten können. Weniger ansprechend finde ich die Hinweise auf den Klimawandel, welche tadelnd mit erhobenem Finger daherkommen oder eigenwillige Wortkreationen wie „Studierendenbüro“, wobei sich natürlich nicht feststellen lässt, ob dies direkt von der Autorin stammt oder bei der Übersetzung so formuliert worden ist. Dennoch überwiegt ein angenehm zu lesender Schreibstil mit einer gut durchdachten Handlung und einer überraschenden Wende zum Schluss.

Kurzum, „Im Feuer“ ist ein flüssig lesbarer Krimi mit sympathischen Figuren und einer ansprechenden Themenwahl. Somit darf man sich schon auf die Fortsetzung freuen.



Titel Im Feuer

Autor Pernilla Ericson

ISBN 978-3-651-00109-1

Sprache Deutsch

Ausgabe Taschenbuch, 400 Seiten

Ebenfalls erhältlich als e-book und Hörbuch

Erscheinungsdatum 27. Juli 2022

Verlag Fischer SCHERZ

Originaltitel 300 Grader

Übersetzer Friederike Buchinger

Reihe Ein Fall für Lilly Hed

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Eine „neue“ schwedische Krimiautorin, ein „brandaktuelles“ Thema – kann da noch was schiefgehen?

Es geht um die Ermittlerin Lilly Hed, die sich aus Stockholm in ein Örtchen im Schärengarten versetzen lässt, um dort ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen und neu anzufangen. Es ist Hochsommer, die Temperaturen klettern und bei Feuern sterben Menschen: Unfälle oder gezielte Verbrechen? Wird es Lilly gelingen mit der Hilfe des Wehrführers der lokalen Feuerwehr, Jesper Hansson, die Spuren zu lesen, bevor sie vollends vernichtet sind, und werden Jesper und seine Feuerwehr den Feuern Einhalt gebieten können?

Angesichts des „brandaktuellen“ Themas kann einem bei der Lektüre ja schon fast angst und bange werden: Wären Waldbrände in Mittel- bzw. Nordeuropa allein nicht schon erschreckend genug, garniert Pernilla Ericson dies auch noch mit einem Krimi, der mal nicht in der oft typischen düstere Jahreszeit spielt, sondern in der Zeit, in der es quasi nicht dunkel wird, die düster-beklemmende Atmosphäre und Spannung also anders entstehen muss. Gelingen tut dies hier durch die Kombination von Ermittlerin, die sich eigentlich auf eine ruhige Kugel eingestellt hatte, und mit kriminalistischem Gespür gesegneten Feuerwehrmann sowie vor allem durch den Zeitdruck, dem die beiden ausgesetzt sind: Jederzeit könnten erneut Brände ausbrechen und die Spurensuche erschweren bzw. verunmöglichen, sodass man beim Lesen mitfiebern kann. Spannend ist auch das Rätselraten anhand von eingestreuten Informationsfetzen, dass und was an Lilly nagt. Gebremst wird das Spannungsmoment dadurch, dass die Autorin einiges an Zeit für die Einführung ihrer Hauptfigur Lilly aufwendet, denn die wird für eine Reihe „herhalten“ müssen. Dies trifft den Andeutungen des Verhältnisses zwischen Lilly und Jesper gemäß wohl auch auf Jesper zu, den man sicher in weiteren Bänden wiedersehen wird (vermutlich als Lillys privater Partner). Durch diese Faktoren ergeben sich aber auch Längen. In Summe bekommt man bei „Im Feuer“ also: Einen nicht typisch nordischen Krimi mit sympathischem Personal in an sich idyllischer Lage, der umweltpolitische Themen streift (die der Idylle den Garaus machen), dargereicht in leicht lesbarem Stil. Mir war der Stil etwas zu flüssig bzw. einfach gehalten, da hätte etwas mehr sprachliche Abwechslung nicht geschadet. Aber da mir der Ansatz der Verquickung von Krimi mit Umweltappell (aber ohne erhobenen Zeigefinger, sondern nur durch teils drastische Schilderungen, wie etwa Feuerwehrarbeit sich bei Waldbränden ausnimmt) gefällt, werden die 3,5 Sterne aufgerundet.

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