Die drei Emigrationen der Sonja Berg

Biografie einer jüdischen Familie

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Erscheinungstermin 22.02.2022 | Archivierungsdatum 02.05.2022

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Zum Inhalt

»Wenn du mich fragst, wo meine Heimat ist, dann muss ich dir sagen: ich weiß es nicht …« Staunend blickt die 83-jährige Sonja Berg auf ihr Leben zurück. »Dreimal musste ich emigrieren. 1918 aus Russland, 1934 aus Nazideutschland und 1962 aus dem Südafrika der Apartheid. Meine Familie ist in alle Himmelsrichtungen zerstreut – diese Emigrationen werden ein Stück von dir!« Sonja und ihr Mann Heinz, der es »nur auf zwei Emigrationen« bringt, erzählen ihre Geschichte in den 1980er-Jahren dem damals 18-jährigen Autor. Er ist fasziniert von dem Kaleidoskop der großen und kleinen Ereignisse des 20. Jahrhunderts, das sich aus dieser Familiensaga ergibt. Es ist noch die Zeit des Kalten Krieges, viele Schauplätze der Geschichte liegen unerreichbar hinter dem Eisernen Vorhang. Die Öffnung der Grenzen fällt zusammen mit dem Lebensende des alten Ehepaars. Ihre Erzählung klingt nach wie eine Legende aus ferner Vergangenheit, zugleich sind Flucht und die Suche nach Identität im Exil unvermindert aktuelle Themen. Dreißig Jahre später beschließt Daniel Becker, die Geschichte von Sonja und Heinz vor dem Vergessen zu bewahren. Er begibt sich auf Spurensuche, geht in Archive, nimmt Kontakt zu den überall auf der Welt verstreuten Verwandten auf, führt Interviews. Schließlich gelangt er zu Sonjas Nachlass. Aus acht großen Kisten voller Briefe wird die schon halb verloren geglaubte Erzählung wieder lebendig: das Petersburger Leben um 1900, die Russische Revolution, die abenteuerliche Flucht nach Deutschland und die Zeit im Süden Afrikas.

»Wenn du mich fragst, wo meine Heimat ist, dann muss ich dir sagen: ich weiß es nicht …« Staunend blickt die 83-jährige Sonja Berg auf ihr Leben zurück. »Dreimal musste ich emigrieren. 1918 aus...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Hardcover
ISBN 9783955102784
PREIS 24,00 € (EUR)

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Ich habe diese Buch sehr gern gelesen
Es ist gut recherchiert
Die Protagonisten sind sehr gut beschrieben
Die Handlung hat mich angesprochen und dann auch begeistert

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„Wenn du mich fragst, wo meine Heimat ist, dann muss ich dir sagen: ich weiß es nicht. Meine Familie und anderen Verwandten sind überall auf der Welt zerstreut, in Südafrika, in Israel, den USA, England und der Schweiz. Bei Heinz ist es genauso – diese Emigrationen werden ein Stück von dir!“

Daniel Becker lernte 1987, gerade einmal 18 Jahre alt, das Ehepaar Sonja und Heinz Berg kennen, als er sich in der Schule mit der Russischen Revolution beschäftigte.

Das Ehepaar, das es gemeinsam auf fünf Emigrationen bringt, erzählt detailreich in den 1980er-Jahren ihre Lebensgeschichten in zahlreichen Treffen immer „nach acht“.

Dreimal musste Sonja emigrieren. 1918 aus Russland, 1934 aus Nazideutschland und 1962 aus dem Südafrika der Apartheid. Heinz aus Deutschland und aus Südafrika.

Das Ehepaar hat niemals den Mut verloren oder Hass entwickelt. Sie haben einfach ihre Sachen gepackt, sind gegangen und haben neu angefangen. Sie haben sich nicht beklagt. Sie haben, sagen beide unisono, Dankbarkeit gelernt. Dankbarkeit jenen Menschen gegenüber, die sie unterstützt haben und auch jenem Land gegenüber, das sie aufgenommen hat.

„Man sollte kaum glauben, dass so viel Weltgeschichte in ein Menschenleben passt.“

Erst dreißig Jahre später bringt Daniel Becker diese Lebensläufe zu Papier. Sonja und ihr Mann sind bereits 1995 bzw. 1990, verstorben, doch angesichts der aktuellen Weltlage ist das Thema Flucht und Vertreibung aktuell wie nie zuvor.

Daniel Becker begibt sich auf Spurensuche. Er kontaktiert Verwandte, Nachfahren von Freunden der beiden und fördert eine schier unüberschaubare Menge von Material zutage. Das fasziniert mich ungemein! Nach 100 Jahren so viele Briefe, Dokumente und Fotos vor sich liegen zu haben, ist erstaunlich.

Die Fülle des Materials ist es aber auch, die den 5. Stern kostet. Das seitenlange Zitieren aus Briefen hat mich ein wenig ermüdet. Hier wäre weniger wohl mehr gewesen. Aber, das ist natürlich Ansichtssache. Zahlreiche Fotos zeigen längst vergangene Tage aus dem Leben von Sonja und Heinz.

Fazit:

Eine faszinierende Geschichte einer jüdischen Familie, die dreimal emigrieren musste. Gerne gebe ich hier 4 Sterne.

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"Wenn du mich fragst, wo meine Heimat ist, dann muss ich dir sagen: ich weiß es nicht …" Dreimal musste Sonja Berg emigrieren: 1918 aus Russland, 1934 aus Nazideutschland und 1962 aus dem Südafrika der Apartheid. In den 1980er Jahren erzählten sie und ihr Mann Heinz dem damals 18jährigen Autor ihre Lebensgeschichten. Dreißig Jahre später fasst Daniel Becker basierend auf ihren Erinnerungen und eigenen ausführlichen Recherchen beider Leben in einem Buch zusammen. Das Ergebnis ist eine Reise in fast 100 Jahre Zeitgeschichte, die spannender nicht sein könnte.
Dieses Buch ist ein gut recherchierter, mit Fakten belegte Lebensbericht, der den Leser in glanzvolle und grausame Zeiten entführt, die er selbst nur aus Geschichtsbüchern kennen mag.
Mich hat dieses Buch sehr gefesselt und ich kann es an der Thematik interessierten Lesern nur weiterempfehlen!

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Drei Emigrationen oder ein ganzes Jahrhundert werden beschrieben. Es ist sehr anrührend, die verschlungenen Wege der Sonja Berg begleiten zu dürfen. Hineinversetzen in ein so zerrissenes Leben kann ich mich aber nur schwer, ich bewundere den Gleichmut, der dieser Frau das Überleben bzw. Weiterleben - auch im hohen Alter - sicherte.

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