Radikale Kompromisse

Warum wir uns für eine bessere Politik in der Mitte treffen müssen

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Erscheinungstermin 02.03.2022 | Archivierungsdatum 31.05.2022

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Zum Inhalt

***BITTE SPERRFRIST BIS 02. März 2022 BEACHTEN***


Ohne Kompromisse keine Zukunft!

Mehr und mehr kennzeichnet radikale Kompromisslosigkeit unsere Diskurse in Politik und Gesellschaft. Gleichzeitig wird klar: Wir kommen kaum voran. Über drängende Themen wie Klimawandel, Impfpflicht, Rassismus bei der Polizei oder Gleichberechtigung zwischen Klassen oder Geschlechtern wird heftig polemisiert, ohne dass es zu Ergebnissen kommt. Die Fronten sind klar: Ihr oder wir.

Yasmine M’Barek zeigt, dass es auch anders geht. Dass wir uns dringend vergegenwärtigen müssen, warum wir es verlernt haben, miteinander zu sprechen, und wo die Fehler in der Kommunikation der Idealisten liegen, die in der Konsequenz Kompromisse verhindern, die uns als Gesellschaft weiterbringen würden. Dabei erklärt sie den scheinbar unanfechtbaren Mythos der schwarzen Null (die außerhalb Deutschlands völlig unbekannt ist), warum der Ausstieg aus der Atomkraft ein gutes Beispiel dafür ist, warum man die Meinung der Realisten nicht vernachlässigen sollte, um negative Folgen zu vermeiden, und warum sich der Generationenkonflikt nur lösen lässt, wenn man ihn von der Schuldfrage löst.

Radikale Kompromisse ist ein hellsichtiges Plädoyer dafür, zu echter Realpolitik zurückzukehren und mit ihrer Hilfe Wege zu finden, die Mitte der Gesellschaft für die weitreichenden Veränderungen zu gewinnen, vor denen wir unmittelbar stehen. Demokratie bedeutet in erster Linie, miteinander zu sprechen, für Ideen zu werben, und Kompromisse zu schließen, statt die eigene Ansicht gegen den Widerstand der anderen durchzudrücken. Andernfalls verlieren wir alle – trotz der vielen guten Ideen, die derzeit kursieren. Der Erfolg einer Ampelkoalition wird sich auch daran messen lassen müssen, ob ihr genau das gelingt.

 

Radikale Kompromisse ist ein überfälliges Plädoyer für die Offenheit und Lernbereitschaft unserer Gesellschaft, und ganz grundsätzlich für die Funktionsfähigkeit unserer Demokratie. Yasmine M‘Barek skizziert anhand von Beispielen aus dem richtigen Leben schonungslos, wie durch aktivistisch geführte Debatten, vermeintlich moralisch Überlegene gegen vermeintlich von Veränderungen Verunsicherte gegeneinander ausgespielt werden und wir dabei die Spaltung unseres Landes riskieren. 
Aber das Buch ist mehr als eine Gegenwartsanalyse: Der Autorin gelingt es mit ihrer reflektierten Art, an uns alle zu appellieren: dass wir erklären, ohne erhobenen Zeigefinger, dass wir mutige Anstöße geben, ohne zu missionieren, dass wir Kritikfähigkeit lernen, ohne uns gekränkt einer Debatte zu verschließen. Seid komplexer!
Das Buch ist ein großartiger Appell an uns alle, und zeigt, wie wichtig es ist, die Herausforderungen unserer Zeit in einem konstruktiven Miteinander zu meistern." - Andreas Scheuer

„Eine der einflussreichen jungen Journalistinnen des Landes.“ - Markus Lanz

 

***BITTE SPERRFRIST BIS 02. März 2022 BEACHTEN***


Ohne Kompromisse keine Zukunft!

Mehr und mehr kennzeichnet radikale Kompromisslosigkeit unsere Diskurse in Politik und Gesellschaft. Gleichzeitig...


Verfügbare Ausgaben

AUSGABE Anderes Format
ISBN 9783455013344
PREIS 18,00 € (EUR)

Auf NetGalley verfügbar

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Rezensionen der NetGalley-Mitglieder

Das Wesen der Demokratie ist der Kompromiss

Gleich zu Beginn des Buches zeigt Yasmine M´Barek an der Gendern-Debatte, wie wenig Konsens von den verhärteten Fronten angestrebt wird..
Dieses Buch aber plädiert für Kompromisse und das liegt auf meiner Linie, ob radikale Kompromisse immer das richtige sind, ist die Frage.
Yasmine M´Barek beklagt, wenn Diskussionen über wichtige Themen abgewürgt werden, als Beispiel nennt sie den Ausstieg aus der Atomenergie.

M´Barek gibt immer wieder Beispiele, wie Sprache die Diskussionen verhärten und Kompromisse verhindern, z.B. die Begriffe Schwarze Null oder die Phrase „OK Boomer“.

Yasmine M´Barek vermag zu argumentieren.
Radikale Kompromisse ist ein unterhaltsames Polit-Buch.

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Miteinander nicht gegeneinander!
Kurzmeinung: Lesenswert.
In der Schrift „Radikale Kompromisse“ setzt die Autorin sich dafür ein, in den heute aktuellen, brennenden Themen künstliche Feindbilder zurückzubauen. Es muss immer neu möglich sein, miteinander zu reden und Kompromisse auszuhandeln. Es bringt nichts, wenn sich verschiedene Gruppierungen bekämpfen bis aufs Blut. Dabei springt besonders der Generationenkonflikt ins Auge.

Anhand aktueller Streitfelder zeigt sie auf, wie es vielleicht anders gelaufen wäre, wenn man sich kompromissfähig gezeigt hätte. Besonders interessant die Erwähnung, dass die sogenannte "Schwarze Null" nur in Deutschland als Begriff existiert und Investitionsstau zumindest mit auf den Tisch muss, wenn man über die Finanzen verhandelt.

Yasmine M‘Barak teilt die an der Politik teilhabenden Menschen in vier, sich teilweise überlappende Gruppen ein: Die Ideologen, die Realisten, die Stagnierenden und die Konservativen. (An ihrer Spachhandhabung wären „Stagnierende“ zu kritisieren, weil dieser Begriff herabsetzend ist; und wenn sie ins Partizip setzt, dann bitte auch die anderen Gruppen, Ideologisierende, Realisierende, Stagnierende und Konservierende.).

Die Ideologen treiben voran, haben aber keine Ahnung, wie eine Umsetzung zu bewerkstelligen wäre und haben in der Regel weder das Fachwissen dafür noch die notwendige Umsicht noch die Absicht, die Folgen von Veränderungen zu bedenken, die sogenannten "Stagnierenden“ plädieren immer für den Status quo und die Konservativen sorgen sich um ihre Mehrheiten. Die Realisten vermitteln. Stück für Stück und Schritt für Schritt kommt man einer gesellschaftlichen Veränderung näher. Yasmine M’Barak beklagt leidenschaftlich den Verlust der Kompromisswilligkeit und erkennt darauf, dass Demokratie von kleinen Schritten lebt, eben vom Kompromiss.

Der Kommentar:
Genau so geht es. Miteinander und nicht gegeneinander.

Verunglimpfende Bezeichnungen und Schuldzuweisungen helfen überhaupt nicht weiter. Die Jugend sollte zudem bedenken, dass sie die Jugend leider nicht für immer gepachtet hat, auch sie wird älter und wird sich dann ihrerseits Respekt und Anerkennung der nachrückenden Generation/en wünschen. Leider fehlt das Schlüsselwort Respekt im Buch. In Punkto cancel culture am Beispiel von J.K. Rowling, zeigt sich die Autorin überheblich und führt sich selbst ad absurdum: hierfür gibt es Punktabzug.

Fazit: Insgesamt erfrischend. Eine junge Stimme, die das Machbare im Blick hat, eine Stimme, die eine gemeinsame Veränderung anmahnt und anstrebt. So könnte Politik wieder Spaß machen. Demokratie, das sind eben wir alle.

Kategorie: Sachbuch
Verlag: Hoffmann & Campe, 2022

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Allein bei Yasmine M’Bareks Titel kann man ins Stolpern und Nachdenken kommen: Radikale Kompromisse – können Kompromisse je radikal sein bzw. kann notwendige Radikalität zu Kompromissen führen? Fraglich auch, ob das Buch Antworten auf diese Fragen liefert, doch ihre Auftritte in Talkshows lassen hoffen …
In „Radikale Kompromisse“ schildert die Autorin zunächst, dass wir zunehmend unsere Fähigkeit, Kompromisse zu schließen, verlieren. Und weil das allgemein für Gesellschaft und Politik gelte, wir gleichzeitig aber merkten, dass wir uns bei zahllosen Themen (angefangen beim Klimawandel über Rassismus, Geschlechtergerechtigkeit bis zum Atomausstieg) bewegen müssten, es aber nicht tun, verhärten sich die Fronten zwischen den Perspektiven zunehmend: der Kompromiss käme einem Gesichtsverlust gleich – und den gilt es zu vermeiden. M’Barek legt ihren Finger in jede erdenkliche Wunde, sie thematisiert, warum wir die Fähigkeit der Kommunikation verlernt haben, dass auch idealistische Aktivisten dabei nicht auszunehmen sind und warum es schlau wäre, anderen zuzuhören und seine Frontlinien manchmal eben doch nicht klar zu ziehen. Sie verhehlt nicht, dass bei einem Kompromiss beide Seiten ein wenig verlieren und dennoch ist diese Strategie der kleinen Verbesserungen eben besser als nichts … Denn auch wenn die Positionen einer Partei noch so richtig sein mögen: Wer sie durchboxe, moralisiere, trotziges Kind spiele, diskreditiere damit am Ende (auch bzw. nur) sich selbst. Ihre Ansichten untermauert die Autorin anhand nahezu jeder aktuell geführten gesellschaftlich-politischen Debatte.
Yasmine M’Barek ist eine erstaunliche junge Frau: gerade mal 23 Jahre alt, schreibt für die Zeit Online und legt nun also ein Buch vor, in dem sie viele (schmerzhafte) Wahrheiten rundheraus anspricht. Ihr Plädoyer für eine Rückkehr zur Realpolitik, zur Mitte (fast gleich in welcher Hinsicht), für Demokratie (die bedeutet eben auch, andere Positionen zu tolerieren und „über sich ergehen“ zu lassen), für echte Argumentation, für eine „Verkomplexivierung“ (viele Positionen sind so beliebt, weil sie so einfach, aber auch so polemisch sind), zurück zur Kritikfähigkeit, weg von „richtig gegen falsch“, dass wir andere und ihre Meinung (wieder) gelten lassen, liest sich durchweg flüssig. Und schon beim Lesen wird klar: Ja, wir brauchen Kompromisse und ja, die dürften radikal sein. Auch wenn M’Barek selbst manchmal plakativ vorgeht, hat sie recht und wer es vor der Lektüre noch nicht wusste, sollte es danach wissen: Sie hat es verdient, dass man ihre Positionen liest und ggf. einfach stehenlässt, lesenswert.

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